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Der Beifall war nach beiden Stücken groß und

wohlverdient.

Hans Thyriot.

Herr Zeppenfeld als Spielleiter traf den leichten, unverbindlich-improvisatorischen Stil der commedia dell arte vortrefflich; die Aufführung erwies sich als Divertimento von unmittelbar hei­terer Wirkung: das Publikum, im ersten Augenblick wohl etwas betroffen von der Vielfalt der Figuren, Namen und verwirrenden Beziehungen, kam schnell auf den Geschmack und folgte dem turbulenten Durcheinander mit großem Vergnügen. Das Büh­nenbild (Löffler) wirkte für unser Empfinden im Verhältnis zum spielerischen Anlaß ein wenig massiv, die Kostüme (Rautenberg) zum Teil etwas sehr farbenfreudig. Der Truffaldino bot Herrn Funke, der an diesem Abend zwei Hauptrollen hintereinander zu bewältigen hatte, Gelegenheit zur Entfaltung einer überaus witzigen und beweglichen Spielphantasie; dieser gewissermaßen in zwei Por­tionen aufgeteilte Diener war eine Figur von ganz volkstümlichem Humor und einer Fülle drolliger Einfälle. Gaby Amersbach und Herr Schmidt als Beatrice und Florindo machten das nach un­gezählten Mißverständnissen und Verdrießlichkeiten glücklich vereinte Liebespaar, Käte Jaenicke das muntere Mädchen Blandina, das Truffaldino am Ende für viele Aengste und doppelte Prügel ent­schädigt. Dom Ensemble seien ferner Herr Fischer (Pandolfo) und Herr Meyer (Silvio) genannt; sonst gibt es nicht viel zu spielen.

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die Vermittluxgsaufträge an das Arbeitsamt ein* zusenden.

♦♦ Die zweite Verteilung von Trink­branntwein betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte, in der die Festlegung der Ausgabezeiten mitgeteilt wird.

** Strom sparen! Je weniger Wasser in den Kochtöpfen, um so weniger Wärmeoerbrauch. Mehr dämpfen als kochen! Turmkochen! Nur zum Ankochen Schalterstellung 3, weiterkochen auf 1! Strom sparen hilft der Front?

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Helene hat Bergenroth den Tod Rautenbergs mitgeteilt, aber dieser Brief trifft seinen Empfänger nicht mehr an seinem bisherigen Standort in Dolen an. Bergenroths Truppe befindet sich auf dem Transport, vermutlich Richtung Westfront.

An einem der nächsten Sonntage kommt Jo­hannes Rautenberg auf den Uhlenhof. Helene empfängt ihn. Sie sprechen nicht lange zusammen. Helene sagt, daß sie sich nachher bei T'lch sehen werden, denn es ist selbstverständlich, daß Johannes bleibt.

Rautenberg aber will nur einen kurzen Besuch machen. Er ift froh, daß er auf der Station einen Wagen bekommen hat. Der Kutscher wartet draußen.

Er kann ausspannen", entscheidet Helene.Um fünf Uhr hast du einen guten Zua nach Berlin. Und nun komm, Johannes, ich bringe dich zu ftäte."

Als Helene dann wieder unten im Wohnzimmer ist, hört sie draußen Motorengeräusch. Sie tritt an das Fenster und sieht, daß ein Motorrad, der Fahrer in Feldgrau, auf den Hof braust.

Das ist doch ja, das ist Bergenroth?

(Fortsetzung folgt)

wig noch zu seinem Kinde gefunden hat. Er gab Martin seinen Namen und sicherte des Kindes Zu­kunft. Diese Bestimmung war für Käte ein un­erwartetes Geschenk und ist jetzt zu einem Vermächt­nis geworden.

Sie hat ihr Glück nicht halten dürfen. Das wußte sie zwar schon vor dem Tode Rautenbergs. Auch der Lebende gehörte ihr nicht mehr. Aber sie wurde darum nicht mutlos. Ihre Aufgabe lag in der Erziehung ihres Sohnes. Und doch ... nun sie weiß, daß das Leben des geliebten Mannes ausgelöscht ist, meint sie, ihn erst ganz verloren zu haben. Und wenn sie nun in stillen Stunden allein sein wird ... in ihrem Haus und Garten in Bram- stett ... wird ihr viel Zeit bleiben, ihrem Leb"n nachzusinnen, allem Guten und Schweren, das sie erlebt hat.

Einmal ist sie auch glücklich gewesen. Und mehr kann sie wohl nicht verlangen.

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wurden vor allemDer Lügner",Das Kaffeehaus" und die hübscheMirandolina" bekannt und immer wieder gespielt, und auch derDiener zweier Her­ren" hat bis heute nichts von seiner Anziehungs­kraft verloren: hier sieht man Theater um des Theaters willen im alten, volkstümlichen Spiel mit Truffaldino, der sich gleich zweimal als Diener ver­dingt dem Herrn Florindo und dem Fräulein Beatrice Dummheiten über Dummheiten be­geht und außer doppeltem Lohn auch doppelte Prü­gel bezieht.

Landwirtschaft betrieben werden, die Betriebe des Gartenbaues, des Weinbaues und der Fischerei und alle kleineren Betriebe, soweit sie ständig fremde Arbeitskräfte beschäftigen. Die unterBedarf" im Erhebungsbogen des Reichsnährstandes gemachten Angaben gelten nicht als Auftragserteilung. Die Auftragserteilung erfolgt auf dem Auftragsschein der Arbeitseinsatzverwaltung. Mit einer über die Anforderungen hinausgehenden Bereitstellung von Arbeitskräften durch die Arbeitsämter kann nicht gerechnet werden. Die Fragebogen sind bis zum 28. Dezember beim Ortsbauernführer abzugeben,

Dee große Irrtum

Roman von Meta Srif.

Zesichtek üe Arie­rn J)® irspruaj versorg' >n Kriej und W ) durfte eworder iren W daß ich iTetns« Maron»

Theater -er Ltniverfltätssta-t Gießen

Deutsch-italienischer Lustspiel-Abend.

Hilfe für Kinderlosigkeit in der Ehe.

Gründung einer Arbeitsgemeinschaft durch das Gauamt für Volksgesundheit.

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Die als Morgenoeranstaltung seinerzeit eingehend besprochene, sehr sehenswerte und stilvoll abgerun­dete Aufführung desZerbrochenen K r u g e s" von Heinrich von Kleist in Szene gesetzt durch Herrn A. W. Funke, der auch den Dorf­richter Adam gibt wurde jetzt in den Abendspiel- plan übernommen und mit G o l d o n i s Lustspiel Der Diener zweier Herren" zusammen- gestellt. Das ergibt die reizvolle Möglichkeit, zwei national begründete Stilformen, zwei theatralische Persönlichkeiten von bemerkenswerter Gegensätzlich­keit nebeneinander wirken zu lassen. Dem mär­kischen Weltgenie tritt das venetianische Naturtalent gegenüber: während sich imKrug" die Komik der Situation aus dem Charakter entwickelt, ist im Diener zweier Herren" die Situation in sich ko­misch; während die analytische Technik Kleists schritt­weise unaufhaltsam zu einer grotesken, menschlichen Demaskierung führt, schafft die lockere, synthetische Komposition des Italieners eine Folge heiter inein­ander verschlungener Szenen, die in der Geschwin­digkeit ihres Ablaufes unwiderstehlich zum Lachen reizen, obwohl fie weiter keinen Ehrgeiz haben und, ohne tiefere Bedeutung, an der Oberfläche der sicht­baren Ereignisse bleiben.

Carlo G o l d o n i, 1707 in Venedig geboren, 1793 in Paris gestorben, war ursprünglich Advokat, wurde aber bald Schauspieler, lernte das Theater und dessen Bedürfnisse bei einer Komödiantentruppe kennen, fing an, selber Stücke zu schreiben, glaubte das alte Typentheater, wie es von Gozzi gepflegt wurde, reformieren ^u können, und wurde schließ­lich nach Paris berufen, wo er unter Ludwig XV., bei dessen Töchtern er das Amt eines Erziehers und Vorlesers versah, als Bühnenautor bald viel Erfolg hatte. Seine pädagogischen Aufgaben ließen ihm Zeit genug, sich ausführlich dem Theater zu widmen. Als er, übrigens in dürftigen Verhältnissen, starb, hinterließ er rund 200 Stücke von naturgemäß ungleicher Qualität.' Von dieser 44 Bände füllenden, überquellenden Produktion ist jetzt das meiste ver­gessen; einiges davon hat sich aber" in unverwüst­licher Frisch bis heute gehalten. In Deutschland

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öramatischer Wucht entwickelt. Eine starke psycho- loglsche Studie, kunstvoll im dichterischen Aufbau ist k ar dan elli", eine Zwei-Personen-Szene zwischen. HoDerhn und dem mngen Eduard- r'ke. Wie sich aus der Nacht des Wahnsinns noch Her strahlende Geäst des Dichters erhebt uno dem Studenten Monte seinen Weg als Mensch und Äünftler weist, ist in Gehalt und Sprache ttefflich MrgefteUt Raimunds Tod in Pottenstein schildert Der Verschwender".Der Stern" schließ­lich bringt eine Episode aus dem Leben des alten grlllparzer. Auch hier finden mir tiefe Schicksals­deutung und fdjone Sprache. Friedrich Forster hat sich in dieser Szenenfolge vom sich verschwendenden Künstlertum als starker Szeniker und dichterischer Mensch erwiesen, der auch schwierigen Stoffen büh­nenwirksame Formen zu geben weiß.

Rudolf Dich f.

Wegen einer großen Reihe von Diebereien und Betrügereien mußte sich die 24jährige Elisabeth Daum aus Voltlage (Kreis Bersenbrück) vor der Detmolder Strafkammer verantworten. Die schon mehrfach vorbestrafte Angeklagte hatte auf ihrer eltsfteöe Geldbeträge, Kleidungsstücke und eine zoldene Uhr gestohlen und war dann auf Reisen gegangen. Nachdem sie Hannover und den Harz _____ «sucht hatte, tauchte sie in Dorsten (Kr. Reckling- Besuls (taufen) auf und erschwindelte sich dort bei einer fibentei |Familie eine Unterkunft unter der Vorspiegelung, ß sie ihrem verwundeten Bruder einen Besuch statten wolle. In einem unbewachten Augenblick kntwendete sie die Kleiderkarten und stahl' aus imer Geldkassette einen größeren Betrag. In Rheine, Muster und Essen beging sie Betrügereien. Nach- m sie in Detmold ihrer Vermieterin Fleischmar- en und einen Pelzumhang gestohlen hatte, machte |ie sich an einen älteren Herrn heran, dem sie vor- 'lunkerte, daß sie die Nichte des Dichters Hermann Wns fei. Kurze Zeit später rief sie den neuen Be- fannten an und erzählte ihm schluchzend, daß ihr And gestorben sei. Sie müsse nun zur Beerdigung jähren, habe jedoch kein Geld. Der Mann wollte herNichte" des von ihm verehrten Dichters tos Reisegeld ins Hotel bringen, erfuhr jetzt aber, tob er von einer Betrügerin hinters Licht geführt rden war. Die Angeklagte erhielt 10 3al)re uchthaus und wird nach Verbüßung der Strafe Sicherungsverwahrung genommen werden.

Haus mit munterem Leben erfüllt, als von sich selbst.

Als Helene in dieser'stillen Sonntagsstunde bei den Briefen ihres Mannes sitzt, hört sie, daß unten der Fernsprecher läutet.

Gleich darauf kommt auch schon das Hausmädchen angelaufen:Frau Bergenroth ein Ferngespräch aus Berlin"

Richard ruft an, denkt Helene und ist schon auf der Treppe. Vielleicht, denkt sie, kommt er auf Urlaub ...

Sie fühlt eine so heiße Freude ...

Aber nicht Bergenroth ist am Telephon, sondern Johannes Rautenberg. Noch ehe er nach kurzer Begrüßung weiterspricht, weiß Helene schon, daß ein Unglück geschehen ift Und dann spricht Johannes es aus: Ludwig ist gefallen!

,Lch kann es noch gar nicht fassen", sagt Jo­hannes, und Helene hört die Erschütterung in der Stimme des Mannes.Obwohl ... ja, Helene, es ist furchtbar, aber ich habe das Gefühl, Ludwig ahnte, daß er nicht heimkehren würde. Bei seinem Urlaub, wenige Tage war er nur hier, war er sehr verändert. War ein anderer, ein fremder Mensch fast."

Helene will sagen, daß sie das alles weiß, und daß Johannes schon das ganz richtige Gefühl hat ...

Aber sie sagt das nicht. Sie fragt nach den nähe­ren Umständen.Denn du willst doch, daß ich es Käte' mitteile."

Darum eben will Johannes bitten.

Einzelheiten sind ihm noch nicht bekannt ge­worden. Nur daß Ludwig bei einem Vorposten­gefecht am Westwall fiel.Ich weiß, daß sein Tod dich sehr erschüttern wird, Helene. Und nun muß ich dir noch das traurige Geschäft aufbürden, Frau Käte zu benachrichtigen. Aber ich kann in diesen Tagen tatsächlich nicht abkommen."

Du mußt dich nicht entschuldigen, Johannes. Ich werde mit Räte sprechen."

Wenn du erlaubst, mache ich in den nächsten Wochen einen Besuch?"

Komm nur, Johannes. Ich werde mich freuen, und für Käte wird dein Besuch gewiß ein Trost sein!"

Anders ist die Lage jetzt im Kreige. Der Ausfall der an den Fronten stehenden Männer bewirkt wiederum einen Rückgang der Geburtenziffer, dem es durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken gilt. Hierbei ist vor allem an die Behebung der Sterilität in den Ehen gedacht, bei denen 50 v. H. berechtigte Aussicht auf Heilung haben. Professor Guthmann ging dann im einzelnen auf die Ur­sachen der Sterilität ein und gab fachwissenschaft­liche Ausführungen, die sich mit der auf diesem Gebiet klinisch angewandten Heilbehandlung be­faßten. Um der Sterilität beizeiten entgegenwirken zu können, sei vor allem frühzeitige Aufklärung der Jugend sowie weitgehende Zusammenarbeit der Aerzteschaft erforderlich. Im Gau Hessen-Nassau wurden Behandlungs- und Beratungsstellen einge­setzt, an die sich alle Betroffenen vertraulich wenden können. Solche Stellen befinden sich nunmehr in den Städten Frankfurt a. M., Wiesbaden, Offenbach, Mainz und Gießen, später folgen noch Darm­stadt, Worms und andere.

Eine rege Aussprache schloß sich dem Referat an und erörterte die Zusammenarbeit aller maß­geblich eingeschalteten Stellen, ihre organisatorischen Maßnahmen und ihre Durchführung unter beson­derer Berücksichtigung erbbiologischer Fattoren und weitestgehender finanzieller Beteiligung der Kran» kenkasien.

Einmal ... das ist lange her ... hat Helene zu Johannes gesagt, daß sie mit den Rautenbergs nichts mehr zu tun haben will, mit keinem Rauten­berg ^.. Das aber ist lange her, und vieles ist jetzt anders geworden.

Helene beauftragt das Mädchen, sich nach Frau Allerts Rückkehr vom Spaziergang mit Martin zu beschäftigen.,

Als Mutter und Sohn dann kommen, geht Helene mit Käte ins Wohnzimmer. Und muß nun sprechen.

Ludwig soll tot sein ...? Käte kann diese Nach­richt nicht begreifen.

Da werden ein paar Worte gesprochen .. leise und sehr behutsam ... und ein Mensch, den man liebt, soll nicht mehr sein ... Die junge Frau schüt­telt den Kopf und starrt in das Leere.

Sie sagt mühsam:Wer das ist doch unmöglich ... sinnlos ist das, was Sie da sagen, Helene ..

Helene beugt sich zu der Fassungslosen. Sie legt ihre Wange an die Wange der anderen, spürt deren Tränen neben den eigenen. Wie sehr sind die Frauen doch alle Schwestern im Leid, denkt sie. Und sagt, jetzt ganz selbstverständlich das Du gebrauchend: So darfst du nicht denken, Käte: Niemals kann ein Sterben um so hohe Ziele sinnlos sein! Ludwig ist für sein Volk gestorben. Für dich ... für uns alle ... für seinen Sohn ...Es mag schwer sein für dich, das zu begreifen ... aber versuche es Käte!"

Käte wischt über ihre Augen. Nein ... sie kann das nickst begreifen ... Sie sagt:Ich möchte jetzt allein sein. Du wirst das verstehen, ja ... und nimm bitte Martin zu dir."

Ich habe Sorge um dich, Käte!"

Käte schüttelt den Kopf.Ach nein ... ich komme schon wieder zurecht..."

Sie erhebt sich und gebt langsam durch das Zim­mer. Sie geht wie eine Kranke, stützt sich am Tisch, an einem Stuhl...

Als Helene sie begleiten will, lehnt sie mit einem traurigen Lächeln ab:Danke bleibe nur"

Es ist aber sehr, sehr schwer, wieder zurechtzu­kommen. Die Tage kommen und gehen, und das zuerst Unfaßbare muß als. unabänderlich hinge- nommen werden.

Kate ist nun doch im Herzen dankbar, daß Lud-

Aus -er Stadi (Ziehen.

Zauber des Behagens.

Das Behagen, nicht die dumpfe, satte Stumpfheit des Philistertums, ist ein Zustand, der die Seele entspannt, der sie nach dem Zwang täglicher Arbeit von erzwungener Einseitigkeit befreit und ihr die Möglichkeit gibt, ihre auf anderen Gebieten liegen­den Fähigkeiten und sei es nur das Spielen gelten zu lassen.

Die Frau des Hauses, der d e Pflege aller See­len ihres Heims anvertraut ist, hat dafür zu sor­gen, daß Mann und Kinder, daß auch sie selbst ge­legentlich immer wieder eine Stunde solchen Be­hagens finden, die Quellen zu neuen Kräften frei macht, die eine Stimmung von Frieden und Har- pionie schafft, Dazu braucht sie alle weiblichen Kräfte als da sind Anpassungsfähigkeit, Einfüh­lungsvermögen, Rücksichtnahme ud anderes mehr, das vielleicht aussieht wie ein wenig Aufopferung und doch dem Wesen der Frau entsprechend ebenfalls Behagen und Freude vermittelt.

Ob wir in der Dämmerstunde mit den Kindern ingen oder ob wir den Vater einmal anregen, von einer Kinderzeit zu plaudern, ob wir mit ihm fein geliebtes Schach spielen und mit Humor zu ver­lieren verstehen, ob mir einen kleinen Kreis von Freunden gesellig zusammenbitten ober unseren Jungen einmal ungestört eine Stunde schmökern - lassen, ob wir vielleicht auch nur mit Vater stumm und träumend am Ofen sitzen und dem Flackern der Glut zuschauen, oder ob wir einen kleinen Gang durch den Abend vorschlagen mir Haus­frauen haben unendlich viel Wege, ohne große Mit­tel jedem zu seinem Behagen, zu seiner Entspan­nung und einer kleinen Heiterkeit zu verhelfen, die man uns von Herzen dankt, jnenn solch ein Dank wohl auch nicht immer bewußt und mit Worten ausgesprochen wird. Doch darin, daß die Familie stets Mutter als den Hafen in allen Beschwernissen des Alltags ansehen wird, kommt zum Ausdruck, was Mutter für die Familie über ihre wirtschaft­liche Tätigkeit hinaus bedeutet.

Und ist das nicht reichlich genug für unseren Ehrgeiz? Eva Leiter.

Verdunkelungszelt:

17. Dezember von 17.08 bis 7.58 Uhr.

Groschen helfen siegen.

Jugend sammelt.

NSG. Pimpfe gehen mit dem Kopf durch die Wand, wenn sie ein Ziel verfolgen! Das haben uns schon die vergangenen Neichsstraßensammlungen ge­zeigt. Durch dieMinensperren",U-Bootfallen" und Schlagbäume, mit denen die fleißigen Samm­ler arbeiteten, konnte man nicht so leicht hindurch­kommen. Das letzte Kleingeld mußte herausgerückt werden. Und so ähnlich wird es auch diesmal wer­den, wenn die Hiler-Jugend am kommenden Sams­tag und Sonntag für das Kriegs-Winterhilfswerk sammelt.

Groschen helfen siegen", lautet die Parole. Alle jungen Sammler werden eifrig besorgt fein, diese Groschen zu mobilisieren. Wollen wir ihnen ent­gegenkommen und diese begehrte Bannware reich­lich mit uns führen? EineBeschlagnahme" wird uns gewiß nicht verdrießen, wenn wir hls Entgelt einige der reizenden Spielzeugabzeichen erwerben können, verkleinerte Ausgaben der von der Hitler- Jugend gebastelten Spielzeuge, eine Bereiche­rung des Weihnachtsbaumes?

Zur Sammlung für das KWHW. vom Unterricht befreit.

NSG. Die Landesregierung, Abteilung 7, in Darmstadt gibt bekannt: Am Samstag, 19. Dezem­ber, fällt- an den Schularten, an denen die Samm­lung der Hitler-Jugend für das Kriegswinterhilfs­werk bereits am Vormittag durchgeführt wird, der Schulunterricht aus.

Bestand und Bedarf an landwirtschaft­lichen Arbeitskrösten 1943.

Der Reichsnährstand führt mit dem Stichtag vom 21. Dezember eine Erhebung über Bestand und Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitskräften durch. Gleichzeitig erfolgt die Auftragseinholung für die Vermittlung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte durch die Arbeitseinsatzverwaltung. Auch die Herkunft der fremdvölkischen und ausländischen Zivilarbeits­kräften wird feftgefteUt. Bei der Erhebung werden erfaßt alle mehr als 5 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche umfassenden betriebe der Landwirtschaft und der Privatfvrstwirtschaft, die in Verbindung mit

W Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Bergenroth hatte noch vor seiner Einberufung wischen Samen der letzten Ernte an dleses Institut lefanit. Da- Ergebnis ist ganz vorzüglich, völlig ^weichend von der Prüfung Rautenbergs.

Es hat sich also erwiesen", sagt Helene,daß sic der hohe Fettgehalt vererbt hat!"

Unbedingt!" bestätigt Doktor Marswm. Er sieht Helene wohlgefällig an. Er bewundert die Frau und ipricht das auch aus:Sie gehen so sicher an alle auf gaben heran, liebe Frau Bergenroth?

Selene will gar nicht gelobt werden ..Das 'st >°ch selbstverständlich, Doktor. Und Sie Helsen in r Io wunderbar. Es ist großartig, daß Sie mir für fie -auptarbeitsnwnate zwei Ihrer eigenen JJlit- Arbeiter herschicken wollen. Ich danke Ihnen dafür.

Nichts zu danken, Frau Bergenroth Wo ist denn ier Bub heute, der Heine, freche Spatz? .

Kommen Sie, lieber Doktor, und trinken « tiit uns Frauen eine Tasse Kaffee. Emen Kuchen toben wir auch, und da ist natürlich auch Martin

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NSG. Am Dienstagvormittag erfolgte im Aerzte- I)aus der Gauhauptstadt Frankfurt a. M. die Grün­dung der Arbe.tsgemeinschaftHilfe für Kinderlosig­keit in der Ehe" durch das Gauamt für Volksge­sundheit. Vertreter der Partei, des Staates, des Rassenpolitischen Amtes, der Aerzteschaft, insbe­sondere führende Vertreter auf dem Gebiete der Frauenheilkunde und der Geburtshilfe, der ärzt­lichen Berufsorganisationen, der Krankenkassen und Behörden, des Reichsbundes Deutsche Familie so­wie der Hebammen waren aus dem gesamten Gau­gebiet Hessen-Nassau zusammengekommen, um diese Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen.

Der Leiter des Gauamtes für Volksgesundheit, Dr. Mörchen, umriß die Ziele der neuen Ein­richtung, die aus Anregung des Reichsgesundheits­führers nunmehr ihre Arbeit in den einzelnen Gauen aufnimmt und aus dem Grunde, bevölke­rungspolitischer Notwendigkeit all jenen Ehen Hilfe bringen will, denen Kinder bisher versagt blieben.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Re­ferat von Professor Dr. Guthmann, der auf Grund langjähriger ärztlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Arbeit auf dem Gebiete der Gynä­kologie auf die unmittelbaren Ursachen der Kinder­losigkeit in der Ehe eingehen konnte. Er streifte kurz die Lage vor dem Kriege, die Deutschland dank umsichtiger Maßnahmen der Partei und des Staates ein starkes Anwachsen der Geburtenziffer brachte.

Rudolf Dtefo, em nassauischer Heimatdichter, ist kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres in Wiesbaden gestorben. Dietz war in Naurod als Sohn eines Lehrers geboren. Nach dem frühen Tod Des Vaters war die Mutter ihm und feinen beiden Schwestern die rechte Führerin und Beraterin. Seine Ausbildung als Lehrer erhielt er in Herborn und Ufingen, feine erste Lehrerstelle 1883 in Freien- diez; in Wiesbaden wirkte er feit 1898.

Furtwängler als Regisseur.

Die Wiener Staatsoper bereitet eine Neuinsze­nierung von WagnersTristan und Isolde" vor. Die Aufführung erhält eine beson- ere Bedeutung dadurch, daß Wilhelm Furtwängler nicht nur als Dirigent den musikalischen Teil neu gestaltet, sondern zum erstenmal auch als Spielleiter hervortritt und die gesamte In­szenierung leiten wird. Die Bühnenbilder werden nach den Entwürfen, die Alfred Roller im Jahre 1903 für die Ausführung an der Wiener Staats­oper schuf, neu hergestellt werden.

Hochfchulnachrichlen.

Der emer. Ordinarius für klassische Archäologie an der Universität Würzburg, Geh. Regierungsrat Professor Dr. Heinrich Bulle vollendete in diesen lagen sein 75. Lebensjahr. In Bremen geboren, promovierte er 1892 in München und habilitierte ich dort 1898. 1902 wurde er a. o. Professor in Er­langen, 1908 siedelte er nach Würzburg über, wo er is zu feiner Entpflichtung im Jahre 1935 wirkte. Der Zentraldirektion des «Archäologischen Instituts Oes Deutschen Reiches gehört er als Vertreter Bay­erns feit 1914 an. Seine Arbeitsgebiete find grie­chische Plastik und Malerei, Geschichte des antiken Theaters sowie prähistorische Ausgrabungen in Ariechenland. Der Ordinarius für Dermatologie an der Universität Leipzig, Professor Dr. med. Bodo 2piethoff, ist auf seinen Antrag von seinen Verpflichtungen entbunden worden. Spiethoff wurde 1875 in Düsseldorf geboren. Er promovierte in Jena 1902, habilitierte sich dort 1905, wurde 1911 Ertra- irbinarius und 1923 Ordinarius. 1934 erfolgte feine Berufung nach Leipzig. Seit 1934 ift er Schrift­leiter derDermatologischen Wochenschrift und Leiter der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung tar Geschlechtskrankheiten.

Aus aller Wett.

DieTUchle" von Hermann Löns.

tobei." * .

Um den Uhlenhof, um Gutshaus, chof und Wirt- Haftsgebaude liegt die Stille eines ?°nnta«s Kate |it mit ihrem Sahn auf einem Spazierganxp S-l-n- Ictzt in ihrem Zimmer und heft m den Feldpost triefen ihres Mannes. ... .

Zwischen Bergenroth unb Mene lauftelnLries Achsel, den man als vortreffliche Lehrbriefe für Wanzenzucht und Feldbestellung °nsehen kann. Sachlich stellt Helene ihre Fragen, klar und ve Endlich kommen die Antworten. gnDrfe

Und persönliche Mitteilungen ., Wenige Wort­en Bergenrothl daß er gesund ist - dann und «°nn ein Streiflicht auf das S°ldatcnl°b°n und d r°ben in Polen überhaupt ch-l-ne erzählt m ihren Briefen mehr von Käte und dem Jungen, der v