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Kaninchenausstellung in Gießen
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Die alte, aetreue Bernhardine wird nun endlich eingewe^ht. Das ist nicht einfach, denn Bernbardine ist durch das Schweigen Helmes argwöhnisch ae- word-n und banat um das Glück des jungen Ge- schönfes. Sie ist mit dem Entschluß des Fräuleins
Holzahzeichen, die verschiedenen Typen der deutschen Bauernhäuser darstellend.
(Scherl-Bilderdienst- sNSD.-j M.)
NSG. Der Führer der Gruppe Hessen, Gruppenführer D i e l st i ch hatte alle Führer der Standarten des Gruppengebietes zu der ersten Arbeitstagung
Liebe betreut.
Vor einem schnellen Verkauf des großen Hauses glaubte'sie warnen zu müssen. Ein solcher Entschluß müßte auch erst mit Helenes Berater, dem Doktor Gebauer, gut durchgesprochen werden. „Sie sollten da nicht übereilt handeln, Fräulein Helene! Wenn Sie zurückkommen, wird Ihnen das Leben in Berlin vielleicht dach wieder zusagen. Wir schließen hier also ab Sie reisen um die Welt — nun ja, so sagten Sie doch! — und wo bleibe ich?"
'..Sie, liebe Bernhardine, fahren mit Fräulein Allert und dem kleinen Martin — sagte ich Ihnen, daß der Bub Martin beißt? — allo Sie fahren mit den beiden rmch Bramstett in unser Häuschen und
Nun ist der Mann doch überwältigt von der Größe dieser Hilfsbereitschaft. Wer er denkt zugleich in noch unerschüttertem Selbstbewußtsein: Wie sehr muß Helene ihn, ßubwig Rautenberg, lieben, daß sie sich zu einer solchen selbstlosen Hilfe Überwinden konnte!
Er sieht gleich wieder eine hellere Zukunft. Sicherer noch als vorhin ist er überzeugt, seine Braut versöhnen zu können.
Da steht Helene auf.
Sie geht auf Ludwig zu, tritt an den Schreibtisch.
Sie streckt die Hand a"s und er folgt mit seinem Blick dieser Bewegung. Da sieht er, daß vor seinem Bild der Ring liegt — fein Ring, den er Helene gab, und den sie nun äufn'mmt und ihm zurückgibt. „
Sein leichtsinniges Gesicht wird blaß. „Helene!" „Lebe wohl, Ludwig."
„Du willst also wirklich die Trennung, Mene?
„Nichts kann meinen Entschluß ändern." Sie tritt zornig mit dem Fuß auf. „Geb jetzt! Ich bitte dich ... geh!" ...
Sie wendet sich zum Fenster, vergräbt d e Hande im Haar. Geben soll er jetzt ... wünscht sie in heißem Zorn. Schließlich ist sie ja auch nicht gefühllos wie ein Stück 5äolz ...
Rautenberg begreift, daß es jetzt unmöglich ist, mit Helene weiter zu fvrechen. Es bleibt ihm nichts übrig als zu geben. Aber er gibt den Kamvf noch nicht verloren. Er will an den tiefen Ernst dieser St'mde noch nicht glauben.
Nein, Helene wird nicht unversöhnlich bleiben können. r
Helene Veselius weiß, daß sie mit dieser Enttäuschung, die sie erleben mußte, nicht so schnell
Liebe, diese Geschichte, die da zwischen dem Herrn Rautenberg und jenem Mädchen spielte.
„Wie reden Sie nur, Bernhardine?" empört sich Helene. „Dieses Mädchen ist Mutter geworden und hat für sich und ihr Kind Rechte an den Vater dieses Kindes. Die ersten Rechte!"
Das nur erwidert Helene und spricht bann gleich von Reiseplänen, die sie jetzt hat. Sehr bald will sie abreisen. w , v.
Wohin und wie lange? mochte Bernhardine wissen.
„Am liebsten um die Welt!" erwiderte Helene.
Bernhardine murmelt, daß sie Helene schon zutraue, ein Jahr und noch länger aus der Heimat zu flüchten, denn diese große Reise, die also jetzt unternommen werden soll, ist doch gleichsam eine Flucht.
„Und wie soll inzwischen hier alles eingerichtet werden?" M f _
„Darüber wollen mir jetzt reden. Bernhardine. Wir schließen das Haus hier in Dahlem zu. Ich sollte es verkaufen, wir hängen doch beide nicht daran, wie?" . ,
Gewiß nicht: die alte Frau findet es m dem einfachen Haufe oben in Norddeutfchland viel heimischer. Dor allem aber hängt Bernhardine an dem Fräulein, das sie von der Kinderzeit mit unendlicher
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Kür Tapferkeit vor üem Keinöe.
Der Oberfeldwebel Richard Theiß aus Steinbach, Kirchstraße 45, der in einem Infanterieregiment im Osten kämpft, wurde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung wurde dem Unteroffizier Ludwig Sch epp aus Saasen, Hohlgasse 4, verliehen, der ebenfalls im Osten kämpft.
Auszeichnung für alte Soldaten.
Die Kameradschaft Gießen der NS.-Kriegsopfer- Versorgung überreichte zum 9. November an etwa 100 Mitglieder aus Gießen und Umgegend eine Ehrenchronik als Zeichen der dankbaren Anerkennung für den erneuten Einsatz im Dienste bei der Wehrmacht, den diese Kameraden als Mitkämpfer des ersten Weltkrieges auch jetzt wieder bekundet haben. Die Ehrenchronik, die eine Widmung mit Unterschrift des Gauamtsleiters der NSKOV., SA.- Gruppenführers Dippel, trägt und in Leder gebunden ist, enthält als schöne Erinnerung für me alten Soldaten eine Anzahl Bilder des jetzigen Krieges und damit an ihre erneute Dienstzeit bei der Wehrmacht, in der sie zum Teil heute noch weilen.
Das deutsche Bauernhaus als WHW -Abzeichen.
Eine kleine Auswahl aus dem Formenreichtum des deutschen Bauernhofes bringt die kommende Reichsstraße nsammlung am 21./22. November. Die zwölf Holzabzeichen zeigen Bauernhäuser aus den verschiedensten Gauen unseres Reiches. Da sehen wir das einzigartig schöne Schwarzwaldhaus, an- gelehnt an die Berghalde, von Tannen umrahmt, als Ausdruck des ernsten schweigsamen Menschenschlages, der den Schwarzwald besiedelt, neben dem heiter und fröhlich mit bunten Wandmalereien im Gebirge stehenden bayrischen Haus. Andere werden im breit hingelagerten Niedersachsenhaus, das
Dee große Irrtum.
Roman von ftleta Vrir.
2 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Noch ehe er erwidern kann, spricht sie weiter: „(Es wird undeutbar bleiben, Ludwig, warum mitunter Fäden ineinander laufen und anscheinend fremde Menschen zu Mitspielern in Glück und Leid machen ... Du w'rst dich erinnern ...ich wollte dich zu der Ausstellung neuer Wohnkunst abholen.
„Du kamst aber nicht", wirft Rautenberg ein. Blitzartig erinnert er sich, daß diese Verabredung an jenem Tage war, da Käte ihn sprechen wollte.
HÄene spricht schon weiter: „Doch, Ludwig, ich kam an jenem Vormittag nach Tempelhof. Kurz vor eurer Fabrik bemerkte ich eine junge grau, die sich w.e kraftlos an die Mauer lehnte. Natürlich hielt ich sofort und bot meine Hilfe an. Ich brauche dir nicht zu sagen, Ludwig, daß dieses Mädchen damals ganz allein dastand. Du weißt es. Du haft Käte Allert im Haufe einer euch befreundeten Familie tennengelernt, wo sie als Erzieherin tätig war. Als sie annahm, daß man ihren Zustand erkennen konnte, gab sie diese Stellung auf. Die Ersparnisse waren nicht groß."
„Und was ist jetzt geworden?" fragte der Mann ungeduldig. ,
Helenes starres und kühles Gesicht hellt sich auf. Der Mann sieht es verwundert und verständnislos. Er kann nicht wissen, daß Helene eben wieder an das beglückende Gefühl denken muß, das sie immer durchftrömt, wenn sie bei ihren Besuchen im Entbindungsheim .den kleinen, warmen Körper des nun glücklich geborenen Kindes in ihren Armen hält.
„Es gibt wenig mehr zu sagen, Ludwig. Ich habe von jener Begegnung an bis heute die Sorge für Käte Allert und das Kind übernommen. Diese Sorge band mich. Und du wirst verstehen, daß ich dich in diesen Tagen nicht sehen wollte."
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durchaus nicht einverstanden. Kmnt denn Mene das bemyttern sie.
Gehen so wenig? Es war vielleicht nicht einmal 1 Die alte Frau schüttelt den Kops. Was sind das
,vben I einberufen. Die kommenden Aufgaben, so sagte er, I verlangten alle Kraft, den Einsatz auch des letzten Mannes und eine innere und äußere Haltung, die
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für Sachen! Nein, diese Geschichte gefällt ihr gar nicht. „Das tut bestimmt nicht gut, Frumein Helene!"
Aber durch Besorgnis und Verwunderung Hingt auch schon Ergriffenheit. Mit liebevoller Gebärde streicht Bernhardine dem Fräulein über die Schulter. Sie fühlt, für das, was Helene tut, reicht die Weisheit des Alltags nicht aus.
Es ist wenig mehr zu besprechen. Helene Veselius besitzt zwar noch das Gut im Harz, das aber bewirtschaftet wird. Sie kümmert sich wenig darum. Vor Jahren hatte der Maler Veselius dort. Geld in Grundbesitz angelegt, den Uhlenhof, jedoch dem Pächter, der schon damals dort saß, zur weiteren Bewirtschaftung überlassen. An dieser Regelung hat auch Helene nach dem Tode ihres Vaters nichts geändert.
Noch einmal versucht Ludwig Rautenberg, die Entscheidung Helenes umzustoßen.
Er kommt nach Dahlem. Bernhardine zögert, ihn zu Helene zu führen.
Rautenberg schiebt die Frau zur Seite. Nicht heft * tig. Bittend vielmehr: „Wenigstens Sie sollten vernünftig sein, Fräulein Bernhardine! Ich muß meine Braut'sprechen!"
„Fräulein Veselius ist im Begriff, zu verreisen", sagt Bernhardine.
„Dann komme ich also zur rechten Stunde."
Rautenberg ist nicht mehr fremd in diesem Haufe. Er findet zu Helenes Zimmer und findet dort sie selbst.
Ein rasches Umwenden des Mädchens zur Tur hin — ein heißes Erschrecken zuerst —
„Du —?"
Dann Abwehr. Stolz und falt.
Noch einmal soll sie also ten Kampf aufnehmen gegen das Bezwingende dieses Menschen.
Man könnte annehmen, daß Rautenberg sich gerade heute besonders in Erscheinung setzen will, wie ein guter Schauspieler das'für eine entscheidende Rolle zu tun pflegt.
Und vi-lleicht erschwert er damit Helene diese Stunde wirklich. (Fortsetzung folgt)
___ Kaninchenzuchterverein Gießen, dem auch Mitglieder aus den Vororten Klein-Linden und Wieseck und einigen Nachbarorten angehören, hielt am Samstag und Sonntag im „Burghof" feine alljährliche Kaninchenausstellung ab. Trotz des Krieges war die Beschickung um etwa 40 Nummern größer als im Vorjahr. Die Ausstellung hatte in erster Linie die Aufgabe, den Volksgenossen vor Augen zu führen, daß eine nutzbringende Kaninchenzucht, namentlich der anerkannten Wirtschaftsrassen, weit wirtschaftlicher ist als eine planlose Kaninchen-
NSG. Die NS.-Frauenschaft im Gau Hessen- Nassau führte unter Leitung der Gaufrauenschaftsleiterin, Frau Erna Westernacher, eine Schulungstagung durch, auf der Gauleiter und Reichs- tafthalter Sprenger sprach. Ausgehend von dem Einsatz der Frau in der Kampfzeit, würdigte der Gauleiter die Verdienste der NS.-Frauenschast in den Jahren des Aufbaues und während des Krieges. Heute stehe die Frau in den Rüstungsbetrieben, in den Büros, in der Landwirtschaft, kurz auf allen ' in der Volksgemeinschaft,
Arbeitsplätzen so tatfrl ~ . ...
daß sie stolz auf diesen Einsatz sein kann. Darüber . habe die Frau ihre ureigenste Aufgabe, als Hausfrau und Muller Hüterin des heimischen Herdes zu 1 (ein, nicht vergessen. Auch in Zukunft wird sie zur gesteigerten Mitarbeit bereit fein, um fo mitzu- helfen am Aufbau und der Gestaltung einer neuen Seit In vorderster Linie stehe die Aufklärungsarbeit der NS.-Frauenschaft auf dem Ernährungssektor. Die Leistungen, die hier vollbracht wurden, seien einmalig. Vornehmste Aufgabe der NS.- Frauenschaft sei es, durch ihr Vorbild zu wirken. Der Weg, der bisher gegangen wurde, fei der richtige, und der Dank des Führers fei den Frauen Ansporn für die weitere Arbeit.
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Oie neuen Heise- und Lebensmittelmarken.
Die Ernährungsämter geben vom 16. November 1942 ab neugestaltete Reife- und Lebensmittelmarken aus. Während die bisherigen Reife- und Gaststätten- marken keinen Aufdruck über ihre Gültigkeitszeit trugen, ist auf den neueingeführten Marken ein Gültigkeitsvermerk angebracht. Die neuen Reifemarken gelten danach bis zum 30. September 1943 einschließlich. Die Einlösungsmöglichkeit für die neuen Marken beginnt am 16. November 1942. Die bisherigen Reisemarken verlieren gemäß An« Weisung des Reichsernährungsministers ihre Gültig- feit mit Ablauf des 10. Januar 1943. Zwischen dem 16. November 1942 und dem 10. Januar 1943 gelten also die bisherigen und die neuen Reisemarken nebeneinander, vom 11. Januar 1943 ab dagegen nur noch die neuen Marken.
Für besondere Lebensmittelzulagen anläßlich von Hochzeiten oder bei Krankheit usw. geben einige Ernährungsämter schon feit einiger Zeit statt der früheren Berechtigungsscheine Lebensmittelmarken aus. Die erste Ausgabe dieser Lebensrnittel« marken wird mit dem 31. Dezember 1942 ungültig. Bereits vom 16. November 1942 ab können auch neue Lebensmittelmarken ausgegeben werden, die bis 30. September 1943 einfchl. gelten. Vom 16. November 1942 bis 31. Dezember 1942 sind also beide ' Arten der Lebensmittelmarken nebeneinander gültig. Vom 1. Januar 1943 ab dürfen dagegen nur noch die neuen Marken verwendet werden.
Da die Kartenstellen teilweise noch größere Bestände alter Reise- bzw. Lebensmittelmarken haben, ist in jedem Falle die örlliche Regelung maßgebend. Möglicherweise kommen in einigen Gebieten die neuen Marken erst nach einer Uebergangszeft zur Ausgabe. Ein Umtausch von Marken alter Ausgabe gegen neue Marken ist unzulässig.
in seinem prächtigsten Vertreter, der allen Wehl- bürg, hier gezeigt wird, einen alten. Bekannten grüßen. Die Freunde der Ostmark werden das urtüm» liche Kärntnerhaus ober den eirtt) rucksvollen Dier- kanter Oberdonaus wählen. So wird jeder das sin- den, was ihm von seinen Wanderfahrten oder Reisen her am meisten vertraut ist. Darüber hinaus werden die kleinen WHW.-Abzeichen uns mahnen, durch unser Opfer dazu beizutragen, daß das hohe Kulturleben der Vergangenheit dereinst in einem freien und glücklichen Deutschland an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben werden kann. Durch Kampf und Opfer ist Deutschland entstanden, Kampf und Opfer werden es unsterblich machen.
Es sammeln am kommenden Samstag und Sonntag SA., ff, NSKK. und NSFK.
auch in diesen Fällen die Preisrichter gute Bewertungen vornehmen konnten. Erwähnt fei noch die Mitteilung, daß den Ehrenpreis des Tierschutzoer- eins Gießen der Züchter Ferü. S ch e l l h a a s (Gießen) für ein Tier der Raffe Deutsche Widder, weiß, errang. Dig Ergebnisse:
Angora: Helmuth Müller, Gießen, Ehrenpreis, 2. Preis, 3. Preis; Otto Steih, Gießen, drei Ehrenpreise; Hermann Viehmann, Heuchelheim, zweimal 1., zweimal 2., zweimal 3. Preis. — Deutsche Widder, grau: Georg Kirschbaum, Gießen, 1. Preis; Ehristian Hüttenberger, Gießen, Ehrenpreis, 1., zweimal 2., 3. Preis. — Deutsche Widder, weiß: Ferdinand Schellhaas, Gießen, zwei Ehrenpreise, zweimal 1., zweimal 2., zweimal 3. Preis. — Helle Grohsilber: Georg Heep, Gießen, 2. Preis; Otto Peter, Gießen, Ehrenpreis, 1., 2., 3. Preis. — — Großchinchilla: Wilh. Brauer, Gießen, 3. Preis; Richard Glaaow, Gießen, 3. Preis; Richard Mulch, Annerod, 3. Preis; Peter Brinkmann, Gießen, Ehrenpreis, 3. Preis; Emil Marker, Gießen, Ehrenpreis, 1., dreimal 2. Preis; Adolf ©Heber, Gießen, Ehrenpreis, zweimal 2. Preis; Karl Mittmeier, Gießen, Ehrenpreis, dreimal 1., 2., 3. Preis; A. Eckertz, Gießen, 3. Preis. — Wiener, weiß: A. Stohr, Gießen, 2. Preis; Johann Nicolai, Gießen, zweimal 3. Preis; Wilhelm Breuer, Gießen, Ehrenpreis, 3. Preis; Hermann Diehmann, Heuchelheim, zweimal 3. Preis; Wilhelm Röhrich, Gießen, 2. Preis; Helm. Müller, Gießen, 3. Preis; Karl Melius, Gießen, zweimal Ehrenpreis, zweimal 3. Preis; Professor Urstadt, Gießen, 1. Pkeis; Wilhelm Schepers, Reiskirchen, Ehrenpreis, zweimal 1. Preis; Adolf Steih, Gießen, zweimal 1., 2. Preis; Albert Wißner, Gießen, 1. Preis; Georg Schellhaas, Gießen, Ehrenpreis, 1., viermal 2. Preis; Wilh. Hofmann, Gießen, Ehrenpreis, 1., sechsmal 2., 3. Preis. — Wiener, blau: Wilh. Spahr, Wieseck, Ehrenpreis, 1., zweimal 2. Preis; Karl Berghöfer, Wieseck, zweimal 2. Preis; Otto Dörr, Gießen, dreimal Ehrenpreis, dreimal 1., zweimal 2., 3. Preis; Peter Thomas, Gießen, 3. Preis; Wilh. Schepers, Reiskirchen, 2. Preis; Helm. Müller, Gießen, 3. Preis; August Dormehl, Gießen, 1., 3. Preis; Albert Stohr, Gießen, 3. Preis; Wilh. Röhrich, Gießen, Ehrenpreis, 1., zweimal 3. Preis; Albert Wißner, Gießen, 1 zweimal 3. Preis. — Kleinchinchilla: Joh. Nicolai, Gießen, 2. Preis; H. Mattheis, Gießen, 3. Preis; Karl Väth, Beuern, Ehrenpreis, 1. Preis. — Deutsche Riesen: Georg Bernhardt, Gießen, zweimal 2. Preis. — Havanna: Adolf Stieber, Gießen, Ehrenpreis, zweimal 2., 3. Preis. — Hermelin: Helm. Müller, Gießen, 2. Preis. — Jugendgruppen: Rudolf Zinßer, Wieseck, auf Großchinchilla 1. Preis und auf Angora 1. Preis; Hugo Jung, Klein- Linden, auf Deutsche Widder zweimal 1. Preis.
Vottsfchädlinge werden ausgemerzt.
Berlin, 16.Nov. (DNB.) Wenn jetzt wieder Urteile über Verbrechen gegen die Rationierungs- bestimmungen bekannt werden, so zeigen sie, daß jederzeit und ohne Nachsicht mit Schärfe überwacht wird, daß sich jeder'den für alle in gleicher Weife geltend en Anordnungen füge. In Krainsbürg in Schlesien bekleidete der Bürgermeister Bruno K a st- ne r gleichzeitig die Stellung eines Leiters der Kar- tenfteUe. Er hatte seit Kriegsbeginn drei Schafe und elf Schweine geschlachtet und sich die Genetzmigungs- bescheinigung hierzu selbst ausgestellt, die Schlachtungen jedoch nur teilweise auf seine normalen Fleischkarten angerechnet. Er stellte sich selbst Mahlscheine aus und erhielt dadurch mindestens acht Zentner Mehl, die ihm 'nicht zuftanden. Bekannten verschaffte er zusätzliche Bezugsberechtigungsscheine. Schließlich unterschlug er noch Reisemarken. Er wurde zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde bereits vollstreckt.
Bei den Juwelier-Eheleuten Dr. Josef und Helene Miller in Hamburg wurde ein ausfallend großes Lager an Weckern, Taschen- und Armbanduhren vorgefunden. Es stellte sich heraus, daß die beiden seit langem den Verkauf dieser Waren stark gedrosselt hatten und später überhaupt keinen Verkauf mehr vornahmen, sondern die Kunden mit der Erklärung abjviesen, es seien keine Uhren mehr vorrätig. Mit den Uhren trieben sie dagegen Tauschgeschäfte und erhielten dafür von anderen pflichtvergessenen Kaufleuten Spirituosen, Fleischkonserven und Geflügel. Sie wurden zu drei bzw. zwei Jahren Zuchthaus sowie zu einer Geldstrafe von je 10000 RM. verurteilt.
Einen gut organisierten Ketten- und Tauschhandel in bezugsbeschränkten Waren und in Mangelwaren hatten sich die Filialleiterin eines Wäschegeschäfts, Kläre Beck, die Private Trude Lohrenz, beide aus Frankfurt a. M., und die Händlerin Ella Gerecht aus Bad Homburg ausgebaut. Strümpfe, Damenwäsche, Blusen und Mäntel wanderten im Austausch gegen Oel und Kaffee hin und her, nicht ohne daß diese begehrten Artikel von Hand zu Hand immer teurer wurden. Das Gericht verurteilte sie zu zwei bzw. drei Jahren Zuchthaus, während die übrigen Beteiligten mit Gefängnisstrafen davon- kamen.
Aus Vor Stadt Gießen.
Besinnliche Stunden.
Der mit angespannter Tätigkeit ausgefüllte Alltag kennt kaum besinnliche Minuten. Dringlicher denn je ist das Gebot der Pflicht, und niemand entzieht sich den Aufgaben, die die Zeit uns auferlegt. Doch abends kommt die Dämmerung zeitiger, länger dehnen sich die Stunden, die wir beim Schein der Lampe verbringen. Des Lichtes gesellige Flamme aber läßt auch die Besinnlichkeit zu ihrem Recht kommen. Gibt nicht der Feierabend Gelegenheit zur geruhsamen Atempause? Sollen wir sie nicht nützen um der Erholung willen? Gewiß, auch die Erholung hat ihre Grenzen angesichts der Zwangsläufigkeiten der Gegenwart, und nicht jeder ist in der Lage, täglich einen beglückenden Feierabend zu verbringen. Doch wem nach der Tagesarbeit Stunden der Besinnung geschenkt werden, der nehme sie auch hm wie ein Geschenk, sie helfen ihm, feine ernsten Aufgaben um fo besser zu erfüllen.
Da hat jemand dem Schachspiel feine besondere Neigung zugewandt. Nichts dünkt ihm reizvoller, als oann und wann mit einem Freunde eine Partie auszutragen. Es herrscht eine geruhsame Atmosphäre, wenn das Schachbrett im Lichtkreis der Lampe steht, man hört nur das Ticken der Uhr und das gelegentliche Klappern der Figuren. Die Spieler stehen ganz im Bann ihrer stillen Auseinandersetzung, die sie zur Konzentratton zwingt. Ein anderer zieht die Lektüre von Beschreibungen ferner Länder vor. Im Geiste durchwandert er Steppen und Buschgebiet, sieht die Wellen südlicher Meere an den Strand schlagen und erlebt interessante Abenteuer im tropischen Urwald. Manche Soldatenfrau wiederum sitzt am Nähtisch, lauscht den Klängen der Radiomusik und arbeitet fleißig an den Kleidern der Kinder. Sie läßt die Finger kaum einmal ruhen, aber auch für sie ist diese Abendstunde voller Beschaulichkeit. Es gibt Briefmarkensammler, denen bei der Abendlampe nichts schöner dünkt als das Hantieren mit Lupe und Pinzette. Wer literarische Neigungen pflegt, sucht gern einen kleinen Zirkel auf, in dem nette Aussprachen geführt werden. Auch die Freunde der Hausmusik wissen sich häufig zu einem Quartett zu finden, um sich an musikalischen Kostbarkeiten zu erfreuen.
Immer sind es hier wie dort besinnliche Stunden, die den Abend verschönen und die für kurze Zeit die Stimmen des Alltags verstummen lassen. Im Unterbewußtsein fteilich sind die Aufgaben des Tages nicht ausgelöscht, ja, oft geschieht es, daß dort durch die Atempause der Besinnung em Gedanke reift, der vordem noch tastend gesucht wurde. Darum sollte man die entspannende Ablenkung der besinnlichen Stunden nicht verpönen, sie birgt neben ihrer Beschaulichkeit meist auch sehr Nützliches. H.W.Sch.
Haltung.
Bei der Eröffnung der Ausstellung dankte Ausstellungsletter Dörr den beiden Preisrichtern W i ß l e r (Neu-Isenburg) und Dietrich (Klein- Karben) für ihre Arbeit. Er sprach dann über die Ziele einer wirtschaftlichen Kaninchenzucht, über den planmäßigen Fortschritt, die Aufgaben des Vereins, die Bedeutung der Erzeugnisse aus der Kaninchenzucht, der Unterschied zwischen Kaninchenhalter und Kaninchenzüchter und u. a. auch darüber, daß die rechte Behandlung und Ablieferung der Kaninelle für die Allgemeinheit weit wichtiger seien als las Fleisch für den einzelnen. Sehr interessant war eine Mitteilung, daß, nachdem bereits 645 Zuchtkaninchen nach Lublin und Umgesend gesandt worden wären, nun auch aus Gießen und den benachbarten Kreisfachgruppen 400 Tiere nach Krakau und Umgegend zum Versand unterwegs seien.
Bei einem Rundgang durch die Ausstellung war zu sehen, welch schönes Tiermaterial zur Schau stand. Es waren vertreten: die Vereinsrasse Angora mit 13 Nummern, die Vereinsrasse Weiße Wiener mit 42 und als dritte Vereinsrasse die Großchinchilla mit 22 Nummern; ferner waren ausgestellt neun deutsche Widder, weiß, neun deutsche Widder, grau, 32 Blaue Wiener, einige Deutsche Großsilber, Kleinchinchilla, Havanna, Deutsche Riesen und Hermelin.
Besonderes Augenmerk hatten die Aussteller einer sehr sorgfältig aufgebauten Lehrschau zugewandt. Diese brachte Tafeln mit Bilder über sachgemäße Haltung der Tiere, Fellbehandlung, die anerkannten Wirtschaftsrassen der Reichsfachgruppe, Kaninchenfleisch, Kaninchenrohwurst, Fellspanner u. a. m. Die lockere, seidenweiche Angorawolle und wunderbar weiche Kleidung aus Angorawolle erregten namentlich das Interesse der Frauen und Mädchen. Die Bilder über neuzeitliche Stallungen werden sicher manchem Kaninchenhalter die Augen geöffnet haben, denn Nutzen kann, wie aus der Lehrschau zu ersehen war, nur der erreichen, der sich das Geschaute zu Herzen nimmt und danach verfährt.
Die Jugendgruppe des Vereins, die von jugendlichen Züchtern aus den Vororten Wieseck und Klein- Linden in der Ausstellung mit Tieren vertreten war, brachte recht schöne Tiere zur Schau, so daß
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ein Ausdruck des altern SA.-Geistes fei. Doppelt wichtig sei dieser Einsatz während des Krieges, in dem der SA.-Mann in der Heimat, wie immer, der stärkste und fanatischste Wecker des Wehrwillens und der Siegeszuversicht des Volkes bleiben müsse. Mit solchem geschlossenen vertrauensvollen Einsatz werde die führende Stellung der Gruppe in der SA. aufrechterhalten werden. Heber die einzelnen Sachgebiete gaben dann die Sachbearbeiter Einzelheiten.
von den britischen Behörden verhaftet, da er emeigert hatte, das französische Geschwader britischen Kriegsmarine auszuliefern.


