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92. Jahrgang Nr. 271
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger D Oberhessen
Für unsere Iugend ein gelernter Beruf
planmäßiges Ausweichen in der Lyrenaika
Dr.
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Wir wissen aus den Erfahrungen des nordafrika- nischen Wüstenkrieges, wie unerheblich es ist, wenn weite Gebiete wegeloser Wüste den Besitzer wechseln. Die Parallele zum Seekrieg liegt auf der Hand, denn es ist auch hier gleichgültig, ob ein Verband von Kriegsschiffen weit in feindliche Gewässer vorstößt, wenn es ihm nicht gelingt, den Gegner in einer entscheidenden Schlacht zu stellen und so anzuschlagen, daß seine Aktionsfähigkeit für absehbare Zeit in Frage gestellt ist. Das ist der Unterschied zwischen der Einnahme von Tobruk durch die Truppen Rommels am 21. Juni und die jetzt erfolgte planmäßige Räumung, die das weitere Absetzen der deutsch-italienischen Truppen verbürgt hat, so daß es den Engländern bisher nicht gelungen ist, das Gros der deutsch-italienischen Panzerarmee am Erreichen neuer vorbereiteter Widerstandslinien zu hindern. Wir dürfen davon überzeugt sein, daß Rommel nach wie vor sich die Freiheit erkämpft, den Platz auszusuchen, der ihm als Ausgangspunkt neuer Operationen der günstigste zu sein scheint.
Generalmajor Herr! ein dankte Reichsminister Dr. Goebbels für seine Ausführungen und brachte das starke Vertrauen det kämpfenden Front in den unerschütterlichen Siegeswillen der Heimat zum Ausdruck. Den Abend verbrachten die Ritterkreuzträger im Hause von Reichsminister Dr. Goebbels-
könnten. Die Jugend dagegen dürfe niemals übersehen, daß die gewissenhafte Pflichterfüllung im Berufe und die vorbildliche Arbeitsdisziplin im Betrieb ihren wichtigsten Kriegseinsatz darstellen. Mehr denn je sei heute die Berufsarbeit Dienst am Volk und Hilfe für den Sieg.
Beichsorganisationsleiter Dr. Ley rief sodann der Jugend zu: Der nationalsozialistische Staat ebnet euch den Weg. Es ist heute nicht schwer, sich in der beruflichen Leistung zu bewähren. Im Betrieb betreuen euch HJ.-Führer und BDM.-Füh- rerinnen als Betriebs-Jugendwalter und -walte- rinnen der DAF. Durch diese Ordnung ist der Erziehungsring um den Jugendlichen geschlossen, da auch die Betreuung im Betrieb nach nationalsozialistischen Grundsätzen der Jugenderziehung erfolgt. Deutschland hatdenbestenJugendschutzder Welt. Wenn von den Jugendlichen in den Betrieben heute mehr geleistet wird und höhere Leistungen gefordert werden, so doch immer unter Berücksichtigung der körperlichen und geistigen Ent-^ Wicklung. Wie notwendig gerade die fachliche Ausbildung ist, hat der Krieg gelehrt. Rur dadurch, daß der Grenadier an seinem Maschinengewehr gelernt
her als Süddeutschland mit Hessen und Thüringen, wird aber nur von 2,6 Millionen Menschen oder 21 auf den Quadratkilometer bewohnt.
Im nördlichen und mittleren Tunis durchziehen mehrere Gebirgsstöcke das Land von Südwesten nach Nordosten und bilden schwer überwind- liche Riegel gegen Algier. Im Süden geht das Kulturland in Steppengebiete und schließlich in die Wüste über.
In der Rächt zum 15. Rovember fand vor der niederländischen Küste ein Seegefecht zwischen Vor- postenbooten und feindlichen Schnellbooten statt. Der Feind zog sich nach kurzem Gefecht zurück.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden im gemeinsamen Kampf der ita - lienifchen und deutschen Luftwaffen und der italienischen und deutschen Marinen in der Bekämpfung des feindlichen Geleitzuges gegen die nordafrikanifche Küste im westlichen Wittelmeer folgende Erfolge erzielt:
Vernichtet oder beschädigt wurden insgesamt 89 Einheiten, und zwar:
14 Handels- und größere Transporldampfer mit insgesamt 102 000 VRT. versenkt. Lin großer Tanker (etwa 10 000 SRI.) wurde torpediert und in sinkendem Zustand zurückgelassen. 7 Handels- und größere Transportschiffe mit insgesamt 71 000 BRT. wurden so schwer beschädigt, daß mit ihrem Verlust mit Sicherheit gerechnet werden kann.
Somit wurde eine G e s a m t s u m m e von 183 000 1 VRT. wertvollsten feindlichen Fracht-, Tanker- und i Transportraums vernichtet, hiervon sind bereits acht Schiffe mit 76 600 BRT. in der Sondermeldung vom 14. Rovember bekanntgegeben.
Weitere 35 Handels- und Transportschiffe mit ins- aesamt 234 000 VRT. wurden beschädigt, teilweise so schwer, daß mit ihrem längeren Ausfall für Transportzwecke zu rechnen ist.
Außerdem wurden ein Schlachtschiff beschädigt, drei Träger beschädigt, davon einer so schwer, daß mit
Lieber allem steht die Infanterie.
Berlin, 16. Nov. (DNB.) Reichsminister
Bewacher beschädigt.
Darlan als Verräter feines Postens enthoben.
Vichy, 16. Roo. (DRV.) Das französische In- ormationsministerium gab am Wontag folgendes rekannt: Der Rundfunk von Warokko hat eine Zroklamalion des Admirals Darlan rekanntgegeben, die tatsächlich einen Aufruf zur Abtrünnigkeit darstellt. Sobald Warschau ) e t a i n von diesem Dokument Kenntnis erhielt, richtete er an alle Franzosen des Wutterlandes und des Weltreiches folgende Botschaft:
„Admiral Darlan gibt vor, in meinem Rainen zu handeln. Ich bin nicht der Wann, der irgendeinem Zwang nachgeben würde. Wer das Gegenteil behauptet, der fügt mir eine Beleidigung zu. 3m Augenblick, in dem Afrika angegriffen wurde, habe ich dem Admiral Darlan die Verteidigung der französischen Souveränität anvertraut, die mir übertragen wurde. Schon seit der ersten Kampfhandlung hat der Admiral nicht gezögert, mit den Angreifern in Verbindung zu treten, und er hat, indem er den vorzeitigen Befehl zur Einstellung des Feuers gab, den Widerstand desorganisiert und die Woral der Truppen gebrochen. General G i r a u d wurde durch eine ausländische Wacht bestellt, die den Krieg auf französischen Boden trug. Der Admiral hat sich daher außerhalb der nationalen Gemeinschaft gestellt. Ich erkläre ihn aller seiner öffentlichen und des militärischen Vefehlshaberpostens für v e r l u st i g."
Die Pariser Blätter verurteilen die Ehrlosigkeit Darlans und die Wortbrüchigkeit Girauds. „Journal des Debats" ruft die Franzosen auf, alles abzulehnen, was die Einheit gefährden könne. Unter der Ueberschrift „Schluß mit den Zweideutigkeiten" schreibt der „Paris Soir", es liege nicht in der ehrenvollen Tradition der Marine und Armee, daß im Augenblick, wo Nation und Soldaten ihr Leben opfern, um ihre Pflicht zu erfüllen, ihr Chef mit den Angreifern gemeinsame Sache macht, nachdem er für seine persönliche Sicherheit gesorgt hat.. Der „Matin" schreibt, der einfache Sol- - dat habe die Ehre der französischen Fahne gerettet.
Goebbels empfing 27 Ritterkreuzträger der Infanterie, die, von der Ostfront kommend, in den Wehrertüchtigungslagern der HI. Vorträge gehalten haben. Dr. Goebbels legte dar, daß in diesem Kreise über die stolzen Taten der Infanterie kein Wort mehr zu verlieren sei. Trotz der Technisierung des Krieges habe sich auch diesmal wieder erwiesen, daß die Infanterie die Königin der Waffen bleibe. Erst wo ihr Fuß stehe, könne die Front als wirklich fest in unseren Händen gelten. Die Infanterie habe sich dazu die Waffen modernster Technik in einem Maße zueigen gemacht, so daß sie stoß- und feuerkrästig wie noch nie geworden sei. Das Führerwort: „Heber allem aber steht in seiner Leistung der deutsche Infanterist, der deutsche Musketier", bekräftige all die tapferen Taten von Hun- derttausenden von deutschen Männern.
Am Samstag meldete der Wehrmachtbericht diel und italienische Truppen Sollum und .Halsaya und ---2-.--. «P--------- — <r.<uw.t «n* erreichten Sidi el Barani, am 30. Ium Marsa Ma- truk und am 2. Juli El Alamein. Rommel hatte von
Deutsche und italienische Truppen in Tunesien gelandet.
Von unserer Berliner Schristleitung.
hatte, mit Eisen und Stahl umzugehen, der Panzermann seine Motoren kannte, der Pionier ein guter Zimmermann war, war es möglich, daß wir den Vorsprung im Ausbildungsstand unserer Wehrmacht erhalten. Wir können glücklich sein, daß wir in Deutschland eine Berufsausbildung besitzen, wie sie nirgends in der Welt vorhanden ist.
Fugendkongreß ohne Jugend.
Stettin, 16. Nov. (DNB.) Auf einer Kundgebung in Stettin nahm Reichsjugendführer Ax- mann Stellung zu den Beschlüssen einer in London tagenden internationalen Jugendkonferenz unter dem Vorsitz des plutokratisch-bolschewistischen Gespanns Frau Roosevelt—Maisky. Als Präsident des Europäischen Jugendoerbandes stellte Axmann fest, daß in Wien sich die Führer der Jugend'gegenübergetreten seien, die zum Teil Soldaten dieses Krieges waren. Ihre kameradschaftliche Zusammenarbeit diene dem Glück und der Zukunft ihrer Jugend. In London dagegen sei den Emigrantenjünglingen die verwahrloste bolschewistische Jugend als Musterbeispiel gepriesen worden. Die Beschlüsse hätten sich nicht befaßt mit dem Elend, dem die bolschewistische Jugend ebenso verfallen sei, wie die Kinder in den britischen Bergwerken und die Arbeitslosen zwischen den Hochhäusern der amerikanischen Dollarkönige. Der gemeinsame Beschluß, die deutsche Jugend zu deportieren und einer Zwangserziehung nach diesem Kriege zu unterziehen, werde sich ebensowenig verwirklichen wie der größenwahnsinnige Führungsan- fpruch Roosevelts auf die europäische Jugend. Mit der Fortdauer dieses Krieges rücke die Jugend Europas an den Fronten im Osten immer entschlossener zusammen. Ihr kämpferischer Einsatz verbürge den Sieg, der auch dem letzten Spuk dieser Hasser einer wahren Jugend ein Ende bereite.
Oie Räumung Tobruks
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Deutsche und italienische Truppen sind — so sagt ter Wehrmachtbericht vom 16. November — in vollem Einverständnis mit den zivilen und militärischen Behörden in Tunesien gelandet. Die Ruinen tes alten Karthago befinden sich etwa 16 Kilometer nordöstlich von der heutigen Großstadt Tunis. Man braucht den Namen dieser alten phönizischen Gründung nur zu nennen und die Erinnerung an die drei panischen Kriege zwischen 264 und 146 zu beschwören, um der Bedeutung inne zu werden, die Tunis und Tunesien für die Kontrolle des Mittel- neeres haben. Denn auch in den drei punischen Kriegen ging es um die Herrschaft über das Mittel- meer.
Tunesien ist das Land an der Westseite der großen Einbuchtung Nordafrikas, die Sizilien gegen- uberüegt. Es ist nicht umsonst der Sitz des alten Karthagos gewesen und nicht umsonst errangen die Römer ihren ersten entscheidenden Vorteil über Karthago, indem sie sich auf Sizilien niederließen, das nur etwas über 160 Kilometer von dem nächsten Punkt auf tunesischer Erde geschieden ist. Tunesien und Sizilien in einer Hand kontrollieren die Straße von Sizilien viel intensiver als etwa der gleichzeitige Besitz von Sizilien und Tripolis. Tri- K' olis ist von Sizilien 480 Kilometer entfernt, also reimal weiter als das Kap Bon in Tunis! Der Weg nach Tripolis führt hart an der Insel Malta vorbei. Der Schiffahrtsweg nach Tunis liegt 300 Kilometer westlich von Malta ab! Tunis streckt zwei Vorgebirge in das Mittelmeer hinaus. Das eine, das Kap Blanc, mehr in westlicher, das Kap Bon in östlicher Richtung. Zwischen beiden Kaps liegen sowohl der bedeutende Kriegshafen B i z e r t a als auch die Stadt Tunis. Tunesien bedeckt eine Fläche von 125 000 Quadratkilometer, ist also grö-
Berlin,- 16. Nov. (DNB.) Die Reichsjugendführung veranstaltete für die Elternschaft und die vor der Schulentlassung stehende Jugend eine Kundgebung, auf der Reicysjugendführer Axmann unterstrich, daß Berufswahl und Berufserziehung im vierten Kriegsjahr mehr denn je unmittelbar kriegswichtig seien. Was wäre geschehen, wenn man bei Ausbruch dieses Krieges auf eine ordnungsgemäße Berufsausbildung verzichtet hätte? Die Leistungshöhe der deutschen Qualitätsarbeit, eine Lebensfrage für die Nation, würde nicht mehr zu halten sein. Jeder junge Deutsche könne heute einen Beruf erlernen. Dagegen mache die Zusammenballung der Berufswünsche auf wenige besonders beliebte Berufe eine Nachwuchslenkung erforderlich, die den Notwendigkeiten des Krieges und der Nachkriegszeit Rechnung zu tragen hat. Damit sei kein Zwang verbunden. Es gelte vielmehr, die Jugend auf der Grundlage der Freiwilligkeit in die Berufe zu führen, die ihrer persönlichen Begabung entsprechen, die dm dringendsten Nachwuchs benötigen und zugleich die besten Zukunftsaussichten bieten, so z. B. die landwirtschaftlichen Berufe, zu denen die städtische Jugend über den Landdienst der Hitler- Jugend den Weg findet, um später als Wehrbauern auf eigenem Hof im Osten zu stehen, ferner der Bergbau, der durch feine hohen sozialen Vergünstigungen und die Tatsache, daß Deutschland schlechthin zum Kohlenland Europas geworden sei, für die Jugend besondere Bedeutung gewonnen habe, enblid) die Hauptberufe der Metallindustrie, chemische Industrie, Baugewerbe, Verkehrswirtschaft, Textilindustrie, Groß-Ein- und Ausfuhr- handel sowie Volksschullehrer — und für die Mädel die sozialen und pflegerischen Tätigkeiten, vor allem in den neuen Ostgebieten. Betriebe und Berufe, die heute über Nachwuchsmangel flogen, müßten überprüfen, ob sie n'cht durch fortschrittliche Berufsausbildung und soziale Verhältnisse den gesunden Wettbewerb um den Nachwuchs erfolgreicher bestehen
Am Samstag meldete der Wehrmachtbericht die! planmäßige Räumung von Tobruk nach Zer- jtörung aller militärischen Anlagen und fügt hinzu, daß der Feind am Freitag mit unverminderter 'Stärke in breiter Front in der Marmarica an- Veift. Die Marmarica ist der Name des novdafrika- mschen Küstenlandes, das nach Westen an Aegypten anschließt. Es ist eine etwa 200 Meter hohe wellige, auch schluchtenzerrissene Hochebene, die steil zum 'Mittelländischen Meer nach Norden und etwas allmählicher, aber doch sehr unregelmäßig nach Süden zur Libyschen Wüste abfällt. Die Mamarica ist, wenn einmal die Eingangspforte von Aegypten her heim Halsaya-Paß überschritten ist, ein schwer zu verteidigendes Gebiet, weil Umgehungen von Süden her infolge der zahlreicher werden Pisten iWüstenwege) leichter möglich sind. In den Jahren 1940 und 1941 wurde darum auch als Sperrstellung bgs Gebiet gewählt, das (südlich von Benghasi) an bem innersten Bogen der großen Küsteneinbuchtung anschließt, die als Große Syrte bekannt ist.
dem Durchbruch bei der Sperrstellung von Dir Hacheim bis El Alamein genau drei Wochen gebraucht. England holte aus Palästina, Syrien, dem Irak, dem Iran, aus. Britisch-Ost- und Süd-Afrika heran, was es nur irgendwie heranholen konnte. Für Rommel waren di? Verbindungswege um 600 Kilometer länger, für die Engländer um dieselbe Strecke kürzer geworden. Daß Rommel.so lange und mit solcher Bravour unmittelbar vor dem britischen Aufmarschgelände aushalten konnte, ist die Leistung der deutschen und italienischen Truppen von El Alamein gewesen.
Die Aufgabe Rommels unter den gegenwärtig gegebenen Verhältnissen angesichts des Einbruchs der Engländer in die Nordflanke bei El Alamein und der amerikanisch-englischen Landungen in Marokko und Algier ist eindeutig: sich so stark wie mög- lief) zu halten. Das Abfetzen vom Feinde ist eine schwere Bewährungsprobe für den Feld Herrn. Dor einem halben Jahr waren die Engländer in derselben Lage. Nach dem Fall ihrer Sperrstellung non Bir Hacheim am 11. Juni waren sie nicht mehr Herren des eigenen Rückzugs, weil sie aus Prestigegründen zögerte-n. Am 21.6. fiel Tobruk, wobei 33 000 Gefangene in die Hände der Achsenmächte fielen, von einem sehr erheblichen Kriegsmaterial gar nicht zu sprechen. Am 25. Juni nahmen deutsche
Oer wirischastliche Sieg im Osten.
II.
Der Stand der Aufbauarbeit in den einzelnen Zweigen des Bergbaues und der Industrie ist zur Zeit etwa folgender: x
Koh 1 e: Als die deutsche Wehrmacht die Bezirke des Donezbergbaues befreite, waren die Gruben zum größten Teil zerstört. Der Bedeutung der Kohle entsprechend, wurde aber sofort mit den Aufbauarbeiten begonnen. Heute ist bereits eine große Anzahl der Schachtanlagen wieder be-- triebsfähig, während bei einer großen Anzahl weiterer die Wiederingangsetzungsarbeiten noch andauern. — Aus den vorgefundenen Haldenbeständen, die etwa zwei Millionen Tonnen betrugen, war es möglich, Wehrmacht und Industrie bis in die letzte Zeit zu versorgen. Seit Monaten ist nun ein ständiges Anwachsen der Kohlenförderung zu verzeichnen. Durch den weiteren Ausbau der bereits arbeitenden und durch weitere wiederhergestellte Schachtanlageb wird die Förderung auch in den nächsten Monaten weiter erheblich steigen, und es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis das Donezbecken die Ukraine wieder in vollem Umfange versorgt.
Tors: Die Vorräte an Torf in den Ostgebieten sind unerschöpstich. In vielen Gegenden sind sie die ausschließliche Kraft- und Wärmequelle. Eine große Zahl kleinerer Elektrizitätswerke wie auch andere Industrien arbeiten auf Torfbasis. So ist es zu verstehen, daß der Torfbergbau überall in den Ostgebieten energisch und zielbewußt gefördert wurde. Sie diesjährige Torfförderung wird mit mehreren Millionen Tonnen mithelfen, die Ostgebiete mit Brennstoffen zu versorgen.
O e l s chi e f e r : Allein die Vorräte an Oelschiefer in Estland werden auf fünf Milliarden Tonnen geschätzt. Daraus können etwa eine Milliarde Tonnen Rohöl gewonnen werden. Der verbleibende Brennschiefer ist ein gutes Heizmaterial. Das aus dem Oelschiefer gewonnene Rohöl wurde bereits in den Jahren vor 1939 in großem Umfange von der deutschen Kriegsmarine abgenommen, da es eine sehr gute Qualität besitzt. Auch hier sind die im Jahre 1942 geförderten Mengen bereits wieder erheblich, wenn auch die Förderung von 1939 noch nicht ganz erreicht wird. Die Brennstofflage im Ostland erfährt dadurch jedoch eine weitere wesentliche Entlastung. Schon im kommenden Jahr dürfte der Stand von 1939 zumindest erreicht sein, und ent-
Oer Webrmachiberichi.
DRB. Aus dem Führerhauptquartier.' 16. Roo. Das Oberkommando der Wehrmacht gibl bekannt:
Deutsche Truppen vernichteten im Kaukasus zwei eingeschlossene feindliche Kräftegruppen und . wiesen an anderen Abschnitten Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zurück. Kampfflugzeuge warfen ein Frachtschiff im Kaspischen Weer in Brand und beschädigten zwei Transporter.
In Stalingrad wurden durch Stohtrupp- unternehmen weitere Häuserblocks genommen und ieindliche Gegenstöße abgewiesen.
Am Wolchow brach ein feindlicher Angriff im eigenen Abwehrfeuer zusammen.
Die Ausweichbewegungen in der L y r e n a i k a verlaufen planmäßig. Deutsche und italienische Kampf- und Ierstörerverbände griffen feindliche Kolonnen mit guter Wirkung an. In Luflkämpfen mit überlegenen feindlichen Fliegerverbänden wurden drei feindliche Flugzeuge abgefchossen.
Deutsche und italienische Truppen sind in vollem Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden in Tunesien gelandet.
An der Küste Algeriens wurden Hafen und Flugplatz B o n e bombardierf. Ein deutsches Unter- leeboot torpedierte vor der marokkanischen Atlantik- küsle ein Fahrgastschiff von 6000 BRT.
seinem längeren Ausfall zu rechnen ist. drei Kreuzer versenkt. 14 Kreuzer und große Zerstörer beschädigt. 4 Zerstörer und Bewacher versenkt, 7 Zerstörer und
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