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<44110 VvF \jifl01 Q/Ivptlt« so leben die Reckte und Pflichten, wenn auch nur in beschränktem umfange, wieder auf. Der Unter-
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geheimnisvoll mächtig ist, da künden noch Bauwerke von dem Geschehen, das sie selber erlebten, das sie sahen oder zu dessen Erinnerung sie geschaffen
nehmer hat insoweit insbesondere die Pflichten zu erfüllen, die ihm durch den Tod des Gefolgsmannes erwachsen, wie z. B. die Zahlung eines auf Grund der Tarifordnung, Betriebsordnung oder einer Ber
ber Luft wie von einer zähen Flüssigkeit umschlossen. Tropengeruch, der dem Boden entströmte, der Gestank der nahen Oelquellen und der sqlzig-herbe Atem des Ozeans vereinigten sich zu einem be- täubenden Parfüm, das die Stickigkeit der Atmosphäre noch zu verdicken schien. Seltsam klar und keusch ragte im Westen die Pyramide des Pik Orizaba schneeig schimmernd aus der irdischen Welt in die dünne Luft und die reinen Bezirke des Himmels hinein. Fern am östlichen Horizont, wo der Azur und das blaue Wasser verschmolzen, zog ein Schiff mit vielen Lichtern -seine Bahn. Sein Kielstreif hing wie der silberne Schweif eines Kometen sanft gekrümmt im unendlichen Spiegel der See.
Der Fremde, dem Frank Forester den Weg gewiesen hatte, verhielt vor dem dritten Haus, das Jens Orgasfa gehören sollte und das sich in nichts von den anderen Ingenieurhäusern unterschied, an denen er vorübergegangen war. Der Panamahut, tief in die Stirn gezogen, verschattete sein Gesicht. Es war dunkler als Europäergesichter- hier sonst zu sein pflegten, wo weiße Haut ein Adelsprädikat war, das man nicht leichtsinnig aufs Spiel fetzte. Es war ein kaltes, scharfes Gesicht, wie aus Stein gehauen,- ober nicht aus Marmor, sondern aus einem spröden, härteren Material. Hunger oder Leiden hatten es gezeichnet.
Zwei tiefe Kerben Kefen von den Nasenflügeln sichelartig zum Kinn. Der Mund war schmal. Die Lippen entblößten, wenn sie sich öffneten, zwei Reihen starker, sehr weißer Zahne. Die Dreiecke der Wangenmuskeln traten scharf hervor. Das Kinn war fest, die Haut schimmerte weiß, als hatte der Mann erst vor kurzem einen Bart abgenommen, der es der Sonne bis dahin verwehrt hatte, auch diesen Teil seines Antlitzes zu verbrennen und aus- zudärren. Die Augen waren hell, von der gefährlichen, farblosen Helligkeit jungen Eises auf sehr tiefen Seen. Ein böses Licht glitzerte in ihnen/ Das ganze Gesicht war böse. Es war das Gesicht eines Mannes von großer Willensstärke, aber mit ?mem bösen Ziel. (J^tsehüng folgt.)
Sinnbilder deutscher Geschichte.
Zur ersten Reichs ftraßensamm- lung zum Kriegswinterhilfswerk 1942/43 werden 16 Glasplaketten mit Darstellungen deutscher historischer Bauten und Denkmäler verkauft werden.
einbarung zy gewäbrenden Sterbena Halts an die Hmteroliebenen. Durch die Zahlung
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Karen doch um 'n ganzes Stückchen näherbringen, wie?" Eip leises Gelächter folgte.
„Ach, halt's Maul!" knurrte Formier grob. Seine Grobheit klang ein wenio kläglich.
Sie waren beide Angestellte der Baxter Oil Company. Forester hatte die Abenteuerlust verlockt, fünf Jahre lang das Oelkomp von Buena Esperanza nach besten Kräften freizuhalten von Malaria, Gelbfieber und Blattern, die sanitären Einrichtungen der Arbeiterbaracken und der Ingenieursiedlung zu überwachen und bei den nicht eben allzu selten vorkommenden Unfällen ärztliche Hilfe zu leisten. Sein Freund Jim Hawkins war Ingenieur.
Forester lauschte noch immer in die Richtung, in der sich der Unbekannte entfernte. Er fächelte sich mit der Grammophonplatte Kühlung zu. „Ueberfall —", murmelte er. „Ach, Mensch, vier- oder fünftausend im Jahr mehr, da solltest du mal sehen, was ich täte —"
Hawkins rekelte sich in seinem Strecksessel faul auf die andere Seite. „Du bist ein unheilbarer Idiot, und es macht mich verzagt, wenn ich an deine Zukunft denke", sagte er liebenswürdig und mit einem ehrlich besorgten Unterton in der Stimme. „Ich meine, du bist ein Idiot, wenn du noch nicht erkannt hast' daß du von Karen Orgassa einen Korb bekommst, ob du nun fünf- oder fünfzigtausend verdienst — wenn sie dich nicht nehmen mag. Und daß sie, wenn sie dich mag, dich nimmt, wenn du mit der Drehorgel durch die Indiodörfer ziehst. Jawohl, und wenn sie dich sehr mag, verstehst du, dann dreht sie noch die Kurbel für dich und fammelt die Centavos auf. Aber du hast von den Frauen ja nie was verstanden." Er seufzte tief auf und erhob sich: „Gute Nacht, Frank, ich laß mich jetzt von den Moskitos fressen. Sie sind schon ganz ungeduldig, daß ich so lange ausbleibe. Dudel du deine Serenaden nur weiter, wenn es dich beruhigt. Ich finde sie zum Kotzen, aber sie stören mich nicht weiter."
Die Nacht war erstickend heiß. Die Palmen stan- den schwarz und regungslos unter den Sternen, als voc/etn sie wie stne Dorwelttiere in Bernstein von
Aus aller Wett.
Des Schachturnier um die Meisterschaft von Europa.
von Wehrmacht- und Versorgungsbezügen sowie von Familienunterhalt hat das Reich lediglich die laufenden Verpflichtungen des Unternehmers gegenüber feinen Gefolgschaftsmitgliedern abgelöst, nicht aber auch einmalige, wie die Zahlung eines Sterbenachgehalts.
In einem Kommentar des Amtes für Rechtsberatungsstellen zu der Entscheidung heißt es, daß die
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Heute beginnt unser neuer ORomon „Ein Mann rechnet ab" von Horst Hiernach
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Menschen, Ernte, Vieh und Gebäude...
Lustschuhmaßnahmen, die sich aus dem Lande bewährt haben.
Der deutsche Sport sammelt für das MW
Oie NSRL.-Gemeinschasten Gießens zum Sammeln bereit.
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Wenn der Gefolgsmann fällt...
Das Amt für Rechtsberatungsstellen der DAF. zitiert in feiner Entscheidungssammlung ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Stuttgart über das Sterbenachgehalt. Während der Einberufung ruhen nur solche Pflichten, die für den Unternehmer durch sich ständig wiederholende Zahlungen eine unter Umständen unerträgliche Belastung darstellen würden. Die Treuepflicht des Gefolgfchastsmitgliedes und die Fürsorgepflicht des Unternehmers bestehen während der Einberufung weiter. Stirbt der ein-
worden sind.
Es ist nicht von ungefähr, daß uns Deutsche das Bild einer mittelalterlichen Stadt, einer alten Burg oder eines Denkmals bedeutender geschichtlicher Erinnerung besonders stark ergreift, denn wir find ein Volk, das mehr als manches andere nach einer vertieften Erkenntnis und Sinndeutung feiner Existenz und seiner Aufgaben drängt und das deshalb zu den steinernen Zepgen und Abbildern der Vergangenheit als den Sinnbildern feines überzeitlichen Lebens eine besondere tiefe und innige Beziehung hat. Früher mag wohl dieses zu allen Zeiten mächtige Gefühl zu einer romantischen Schwärmerei ober zu einem pathetischen Historienkult verschwommen und zerflossen fein, — heute ist es in einer großen Zeit mit großen Aufgaben und angesichts des Beginnes der großen deutschen Erfüllung klar ausgeprägt worden zu der bewußten Erkenntnis, daß alle Gegenwart eines Volkes letztlich aus der Verpflichtung der Vergangenheit und der Verantwortung gegen die Zukunft besteht. Deshalb auch vermag das deutsche Volk feinen Weg durch diese Zeit mit allen ihren Prüfungen, in denen wir zu Entscheidungen für Jahrhunderte aufgerufen find, mit solcher inneren Kraft, mit solcher Gewißheit und Gläubigkeit zu gehen.
Immer ergreifen uns die Bauten und Denkmäler der Vergangenheit mit ihrem symbolhaften Gehalt besonders stark. Beim Anblick der Marienburg denken wir an den vielhundertjährigen Kampf im Osten, den wir jetzt endlich auch ganz zu gewinnen im Begriffe find, und beim Anblick des Straßburger Münsters etwa denken wir an die deutsche Behauptung im Westen, an den ewigen Grenzkampf, der nun sein Ende gefunden hat. Die Garnisonkirche än Potsdam ist uns untrennbar verbunden mit der Zeit und dem Geiste des Großen Friedrich, und das Bild des Ste- phansbomes in Wien ist uns Gleichnis des deutschen Geistes an der Donau und der deutschen Sendung der alten Ostmark des Reiches. Das Völkerfchlachtdenkmal bei Leipzig beschwört uns die Erinnerung an die Zeit der Freiheitskriege, und das H e r ma n n s d e n k m a l im Teutoburger Walde lenkt unsere Gedanken zurück bjs zu dem ersten großen germanischen Schicksals- kampfe. Aber auch unsere heutige Zeit schafft sich schon, wie jede echte geschichtsträchtigS Zeit, ihre Symbole in Baudenkmälern: der Mythus der nationalsozialistischen Revolution lebt in dem Münch e- nerMahnmal, jedem Deutschen längst vertraut, und das Tannendergmal ist uns ^Denkmal des deutschen Heldentums im ersten Weltkrieg und zugleich Mahnmal und Verpflichtung für uns, den damaligen Krieg, um dessen Preis und Krönung wir.betrogen worden waren oder uns selber betrogen haben, nun doch noch für Jahrhunderte zu gewinnen, damit alle großen Opfer von damals ein Vierteljahrhundert später doch ihren Sinn, ihre Krönung und Erfüllung finden sollen! Mit solchen Gedanken werden wir auch die sechzehn Bilder deutscher Bauten, Türme, Tore und Denkmäler, der Zeugen deutscher Geschichte und der Zeugnisse deutschen Schicksals, auf den Glasplaketten der ersten Reichs ft raßenfammlung im Kriegswinterhilfswerk 1942/43 betrachten, und wir werden uns auf solche Weise abermals erinnern, worum es in diesem Kriege geht und wofür wir
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Verpflichtung des Unternehme zur Zahlung eines Sterbegeldes an die Hinterbliebenen in der Regel nur die Voraussetzung des Todes des Gefolgmannes. während eines rechtlich bestehenden Arbeitsverhältnisses kennt. Da das Arbeitsverhältnis durch die Einberufung nicht gelöst wird, ist diese Voraussetzung also auch stets dann erfüllt, wenn der Gefolgsmann während der Wehrdienftleistung stirbt ober fällt. Ob der Anspruch der Hinterbliebenen auf Sterbegeld zu den während der Einberufung ruhenden Reckten und Pflichten gehört oder nicht, könnte eigentlich dahingestellt bleiben. Denn selbst wenn er dazu gehörte, würde er bei Beendigung der Wehrdienftleistung wieder aufleben unb die Leistung, da hier Ende der Einberufung und Ableben des Einberufenen zusammenfallen, in diesem Zeitpunkt fällig werden.
auch Duette, dann war noch ein schmelzender Bariton dabei, dessen Stimme man es anmerkte, daß er mit sehr langem Hals sang, weil ja die Angesungene sich hoch oben hinter dem grausamen Gitter eines Balkonzimmers befand. Forester hatte die Platte in Verakruz gekauft, und weiß der Teufel, er fand sie schön. Bevor er jedoch dazu kam, die andere Seite aufzulegen, wurde er von der Straße über die Mauer hinweg angerufen.
„Hallo, Senor, wo wohnt Senor Orgassa?" „Drei Häuser weiter!" antwortete Forester.
„Nach links oder nach rechts?"
„Da Sie vermutlich mit dem Gesicht zu mir stehen, nach links."
Der Fremde ging ohne Dank davon. Dr. Forester lauschte auf bas Geräusch der Schritte unb trat für einen Augenblick ins Freie, um dem Fremden nachzuspähen; aber er konnte nicht mehr als dessen Hut erblicken, einen breitkrempigen weißen Panama, schon die Schultern wurden von der Mauer verdeckt. Es war 22 Uhr.
„Kanntest du die Stimme, Jim?" fragte Forester in die Dunkelheit der Veranda hinein, wo der Lichtpunkt einer Zigarette aufglühte und für den Bruchteil einer Sekunde das Gesicht eines jungen Mannes rötlich erleuchtete.
„Nein, Frank, ich kannte die Stimme nicht , kam die von einem herzhaften Gähnen begleitete Antwort, „aber roenn’s ein Mörder ober ein Banbit wäre, hätte er sich nicht nach dem Weg erfunbigt, nehme ich an. Immerhin, vielleicht haft bu Glück — ich würde dir fo einen netten kleinen Mordüberfall von Herzen gönnen."
„Was soll bas heißen?"
Der Zigarettenrest flog wie eine winzige rote Sternschnuppe durch die Dunkelheit unb zerstob vor Foresters Füßen auf der Veranbatreppe in einem kleinen Funkenregen. ........
„Gott, Frank", murmelte die schläfrige Stimme, „stell dich nicht so dämlich an. Ein kleiner Ueberfall, bei dem du mit deinem Schießeisen dazwischen spritzen unb als Held und Retter auf tauchen könntest, denk mal an, bas würde dich dem kleinen Frausein
schutzkasten 39 wird erinnert
Zur Löschwasser Versorgung müssen alle verfügbaren Behälter, wie Eimer, Kübel, Tonnen, Fässer, Wasserwagen, Jauchefässer, Jauchewagen, unb alle vorhandenen Brunnen^ Teiche, Seen, Bäche usw. nutzbar gemacht werden. Fliehende Gewässer können durch Anstauung mittels bereitgelegter Bretter, Bohlen oder alter Türen im Bedarfsfälle eine wichtige Löfchwafferhilfe ergeben. Wichtig ist die Forderung, die Höfe nach getaner Arbeit aufzu- rnumen, Stroh- und Heureste besonders zwischen Schobern unb Stapeln zu beseitigen und das Ackergerät orbnungsgemäß unterzubringen. Ein Feuer darf keine Brücken vorfinden, über die es fiJL
’.ger hat.
Fast 750000 RM. durch Opferschießen für das whw. !Der Schießdienst gehört zu den wichtigen Aufgaben des NS.-Reich skriegerbundes. Alljährlich veranstaltet er Opferschießen zugunsten des -Wnterhllfswerks. Durch diese Veranstaltungen wurde für das Kriegs-Winterhilfswerk 1941/42 ein Gesamtbetrag von 748029,87 RM., also 100000 RM. mehr als im Jahre zuvor, aufgebracht. Das Opfer- fcheßen des NS.-Reichskriegerbundes wird auch 1942/43 fortgesetzt.
Erstbesteigung an der Südseite des Matterhorns.
Auf der Südseite des Matterhorns ist von dem Bergsteiger Luigi Carrel und dem Alpinisten Profchor Alberto Deffeyes als kühne Erstbesteigung der Mette Aufstieg über die Südwand des Tyndall- gwtes vollzogen worden, die noch niemandem ge- furgen war. Der Aufstieg erforderte 10)4 Stunden.
Schwere Vlullat im Gerlchisfaal.
Während einer Gerichtsverhandlung in Avignon (Sübfrankreich) trug sich eine schwere Bluttat zu. Während der 65jährige Rechtsanwalt Roux für feinen Klienten bas Plädoyer hielt, zog der Angeklagte plötzlich eine Pistole und schoß den Rechtsanwalt aus nächster Nähe nieder. Roux war auf bet Stelle tot. Sein Mitarbeiter, der sich auf den Mrd er stürzte, wurde ebenfalls durch drei Schüsse Mich getroffen. Als der Staatsanwalt dem Täter bie Pistole entreißen wollte, zog dieser einen zweite« Revolver unb schlug mit dem Kolben auf den stwtsanwatt ein. Dem Täter gelang es, in dem int Gerichtssaal entstandenen Tumult auf die Straße zu flüchten. Er konnte jedoch nach kurzer Jagd fest- jjetommen werden. Die Gründe, die den 55jährigen Angeklagten zu dieser blutigen Tat veranlaßten, sind noch nicht geklärt. Der getötete Rechtsanwalt war . Later von 12 Kindern.
Ein Mannrechnetab
Roman von Horst Biernath (Nachdruck verboten.)
L Kapitel.
Der zunehmende Mond stand über dem mexikanischen Golf. Seiner goldenen Scheibe fehlte noch ein Viertel zur völligen Abrundung. Ader auch in ferner noch unvollendeten Gestalt spendete er genug Licht, um die Landschaft unb die Häuser von Buena Esperanza deutlich erkennen zu lassen. Es waren weiße Würfel im spanischen Kolonialstil; zum Schutz gegen die Ueberschwemmungen der Regenzeit und gegen bie Insektenplage bes Sommers hatte man sie aus kniende Betonsäulen gestellt, bie zudem noch der Vorteil bieten sollten, daß die Luft kühlend unter den Boden hinburchstreichen konnte. Es gehörte viel Phantasie dazu, diese wohltuende Wirkung zu ver-
IDflren.
Zu jedem der Häuser gehörte eine Wellblechgarage unb eine Veranda. Die Mauern, die sich um die ein- jeltien Grundstücke zogen, waren auffallend stark unb mit bösartig glitzernden Glasscherben gespickt, vielleicht sollten sich an ihnen Streiks unb Revolten Machen, vielleicht aber dienten sie auch nur zum Schutz gegen die wildernden Hunde, deren Geheul t(out und leise, anschwellend und perebbenb bte Nacht brherrschte. Es schien den Leuten von Buena Esperanza so vertraut zu fein wie Sphärenmusik falls es so etwas gibt — ober wie bas Summen der Moskitos, und bie gab es gewiß. Deshalb brauchte (■.[man die Grammophonplatte noch lange nicht mit Rbtr stärksten Nadel zu kitzeln. .
A Dr. Frank Forester drehte bie abgespielte Platte IW Welche Seite man auch auflegen mochte, es öittdL- irgendein chauderhaft süßes Zeug, das wie Himbeersaft in die Ohren floß Schwermütiges Gl- --tarrengeklimper, zu dem eine Senonta etwas von Dcndsch-m irnd Li"^ flötete. Manchmal waren es
Der Bauer hat weiter die Pflicht, der Gefahr, die feinen Feldern droht, oorzubeugen und zu überlegen, wie Schäden an feiner Ernte verhindert werden können. Beim Ausladen des geschnittenen Getreides ist darauf zu achten, daß nicht etwa Brand- plättchen ober Phosphorstückchen, bie sich wegen der Feuchtigkeit noch nicht entzündet haben, in die Scheune mitgebracht werden. Beim Lagern gedroschenen Getreides in Speichern usw. ist Lagerung als Schüttgut zu bevorzugen, weil Getreide in Säcken nicht nur leichter verdirbt, sondern auch leichter in Brand gerät und schwerer zu löschen ist. Wenn aber Sacklagerung unvermeidlich ist, müssen die einzelnen Stapel möglichst klein gehalten und ausreichend voneinander getrennt werden. Nach Luftangriffen darf bas sorgfältige Adfuchen sämtlicher Baulichkeiten unb bei Tagesanbruch auch der landwirtschaftlichen Anbauflächen unb Weiden nach Brandstiftungsmitteln nicht unterbleiben. Die Tiere sollen zur Nachtzeit möglichst aufgeftaüt werden, um sie der Splitterwirkung von Bomben zu entziehen. Es sind auch Ausweichplätze vorzubereiten, um bei Brandschäden sofort erfolgreich bergen zu können.
Oeffentliche Kundgebung berNGDAP.
Die Ortsgruppe Gießen-Süd bet NSDAP, veranstaltet am morgigen Freitag, 18. d. M-, in der Neuen Aula der Universität eine öffentliche Kundgebung. Gauamtsleiter Pg. Holländer spricht über bas Thema „Vorwärts bis zum Endsieg !". Die Veranstaltung beginnt pünktlich 20.15 Uhr (Saalöffnung 19.45 Uhr). Alle Volksgenossen sind dazu eingeladen.
Zu den lebendigsten und unmittelbarsten Mittlern der reichen deutschen Geschichte gehören die Bauten, die Tore und Burgen unb Denkmäler in ben beutschen Gauen, benn sie sind Zeugen jener Zeiten unb ihrer Inhalte. Wo sonst nur bte geschichtliche ig ihre Bilder sich schafft unb wo sonst nur Mythos vergangener Zeiten und Taten
wieder ein reichhaltiges Programm, Frauen- unb Kinderturnen, Gymnastik, Spiel, Tanz, Boden- und Gerätturnen geben in bunter Folge eine vielseitige Schau turnerischer Leibeserziehung. Die Rollschuhläufer werden zu verschiedenen Zeiten ihre schöne Kunst zeigen. Aber nicht nur kommen, sehen und spenden sollen diesmal bie Volksgenossen, sondern der Zuschauer soll selbst mit tun. Er kann praktisch ausprobieren, wie man ben Elfmeter tritt, , bei den Schützen, die in der Stadt ben Scheibenstand aufbauen, wird mancher versuchen wollen, ins Schwarze zu treffen, unb bei den Keglern, die auf der Straße ihre Bahn bauen, lautet die Paroler Für einen Groschen in bie Vollen.
Das mag ein kleiner Ausschnitt aus ber Fülle der Veranstaltungen fein, über bie wir im einzelnen noch berichten. Zur Büchfenfammlung folbst find bic Gießener NSRL.-Gemeinschaften ben einzelnen Ortsgruppen zugeteilt, habssn ihre Sammler nament- lick gemelbel und stehen zum Einsatz bereit. Die gute Zusammenarbeit des NSRL. mit d e r H I. zeigt sich auch bei dieser Sammlung darin, daß die Bannführung nicht nur die jugendlichen Sportler und Sportlerinnen freigibt, sondern darüber hinaus weitere Sammler zur Verfügung stellt. Der deutsche Sport sammelt aber nicht nur, sondern er opfert auch, indem alle NSRL.-Gemeinschaften eine besondere Spende der Vereine an ihre zuständige Ortsgruppe abführen.
Der Gvoßdeutsche Schachbund begann in München .mit dem ersten Schachturnier um bie Meisterschaft van Europa. Die Auslosung der Bewerber hatte fdaenbe Reihenfolge ergeben: 1. Stoltz (Schweden), 2. Dr. Aljechm (Frankreich), 3. Foltys (Protektorat), 4. Rellstab (Deutschland), 5. Junge (Deutschland), ö. Keres (Estland), 7. Radar (Kroatien), 8. Rohacek (Slowakei), 9. BogoljUdow (Generalgouvernement), 10. Richter (Deutschland), 11. Barcza (Ungarn), 12. Napolitano (Italien). Die Ueberraschung der erften Runde war der Sieg von Napolitano über Stoltz, der sich in einem aussichtsreichen, aber schwer zu brechenden Spiel verkomvinierte. B o g o l- jubow nutzte als Schwarzer eine ungünstige Er- ofsnungshandlung Rellstabs aus unb gewann die erste Partie. Weltmeister Aljechin erdrückte Äarcza förmlich. Ke r es siegte über Radar. Junge bekam als Schwarzer ein gutes Endspiel denen Rohacek. Hier unterliefen dem sonst fo sicheren Arbeitsdienstler jedoch einige Versehen, so Mjj der Slowake gewann. Richter hatte, um den Angriff gegen Foltys fortzusetzen, einen Bauern geopfert, den er im Endspiel ber nach fünf Kampf- jtitnben schwebend abgebrochenen Partie noch weni-
Zu ben Richtlinien des Reichsministers ber Luftfahrt unb Oberbefehlshabers ber Luftwaffe über eine Verstärkung des Luftschutzes auf bem Lande «gibt Regierungsrat D§. Graf von Hardenberg vom Reichsluftfahrtministerium in ber „Sirene" Erläuterungen, bie sich auf Erfahrungen aus Angriffen auf ländliche Gebiete gründen. Die Alarmmittel können örtlich verschieden fein, Handsirenen, Signalhörner, Pflugscharen, be helfsmäßige Gongs ufw. find geeignet. Bei großer räumlicher Ausdehnung müssen mehrere Alarmmöglichkeiten Zusammenwirken. Alarmierung von Haus zu Haus ist wegen des unvermeidlichen Zeitverlustes in jedem Fall unzweckmäßig. Die Ausbildung für Luftschutzzryecke wird meist im Ort selbst oder in einem Gehöft stattfinden, wobei die Zeiten mit den Belangen ber Landwirtschaft abzustimmen sind. Das Schwergewicht der Ausbildung ist auf praktische Hebung von Bekämpfungsmaßnahmen bei Bränden in Gehöft unb Wald sowie auf Bergungsübungen unb erste Hilfe bei Mensch unb Tier zu legen. Entsprechen!) der besonderen Brandempfindlichkeit ländlicher Gebäude wird gefordert werden können, daß in jedem Raum ber Wohngebäube, Stallungen, Schuppen und Speicher mindestens zwei Lö sch sand tüte, n zu je 5 kg Inhalt aufgestellt werden. Auch an ödn Tierluft-
Daß bie 1. Reichs st raßenfammlung für bas Winterhilfswerk 1942/43 einen neuyn Beweis ber Bereitschaft ber inneren Front zum freiwilligen Opfer erbringen wird, ist sicher. Das der deutsche Sport, dem vom Führer ber, ehrenvolle Auftraa erteilt wurde, diese erste Schlackt eines Winterfeldzuges, ben bie Heimat führen wird, siegreich bestehen wird, unterliegt bei der ben beutschen Turnern unb Sportlern eigenen Zähigkeit unb Einsatzbereitschaft keinem Zweifel. Seit Wochen rüsten bie einzelnen Gemeinschaften bes NSRL. ür diesen großen Auftrag. Die Vorbereitungen inb nunmehr zum Abschluß gekommen. Sportkreis- ührer Heller hat ben Auftrag an bie Gemein- chaftsführer auf bem Land weitergegeben und mit ben Führern der Gießener Turn- und Sportvereine in verschiedenen Besprechungen bie Organisationsfragen geklärt und den besonderen Einsatz feftgelegt.
Reden ber eigentlichen Büchsensammlung unb dem Verkauf der Abzeichen wird ber Sportkreis Gießen ein umfangreiches sportliches Programm abwickeln, um mit den babei erzielten Einnal)rnen bas Sammelergebnis wesentlich zu erhöhen. Diesmal werben wieder die Straßen unb Plätze ber Stadt zwei Tage lang Spiel- unb Sportplatz fein. Alle Sportarten find vertreten: Fußball, Handball und Faustball, Ringen, Boxen und Gewichtheben der Schwerathleten; bie Turner bringen
mlirbe 1901 in Bad Harzburg geboren. Er promo-' vürte 1923 in Heidelberg, habilitierte sich 1926 in Greifswald und gründete 1927 bas Pommersche Volkslied-Archiv, bas später zum Volkskundlichen Archiv ber Provinz Pommern erweitert wurde. 1932 wurde er an die Herder-Hochschule in Riga berufen und dort 1935 Ordinarius. 1940 war er Austauschprofessor an ber Universität Genf. Macken- sev ist Inhaber ber Silbernen Ehrenplakette für Verbienfte um bas Volkstum bes Deutschen Aus- lanbsinftituts in Stuttgart. — Dem Dozenten an ber Hochschule für Bobenkultur in Wen, unb Leiter ber Versuchs- und Forschungsanstatt für Landwirt- frfjaft, Dr. Wilhelm Liebscher ist unter (Ernennung zum ordentlichen Professor der Lehrstuhl für Tierernährungslehre übertragen worden. Liebscher wbrde 1897 in Mähr.-Schänberg geboren. Er studierte an bet Hochschule für Bodenkultur in Wien unb habilitierte sich 1932 ebenda. — Der außerplanmäßige Professor Dr. Karl Kindler ist zum o. Professor an ber Universität Innsbruck für pharmazeutische Chemie ernannt worden. Kindler wurde 1891 in Deutsch-Lissa geboren. Er promo» oierte 1916 in Breslau, habilitierte sich 1923 in Hamburg, wurde 1927 a. o. Professor unb 1929 Wissenschaftlicher Rat am Chemischen Staatsinstitut in Hamburg. — Der emerit. Ordinarius für Straf- unb Prozeßrecht an ber Universität Greifswald, Prof. Dr. Paul Merkel, vollendet am 18. September fein 70. Lebensjahr. In Rostock geboren, studierte er in Göttingen, München und Marburg unb habilitierte sich 1900 dort. 1906 wurde er Extraordinarius in Königsberg, 1909 ging er nach Greifswald unb wurde dort 1916 o. Professor als Nachfolger von Weismann. Seit' feiner Emeritierung 1935 lebt in München.


