Die mißglückte Landung von Tobruk
Ein
feindliche Feuerstellungen, Bunker und Kampfstände mit beobachteter guter Wirkung.
Auf dem Ladogasee wurden rin Sowjet- bewacher und ein Frachtschiff durch Bombenwurf beschädigt. In der Zeit vom 5. bis 15. September verlor die Sowjetluftwaffe 1215 Flugzepge, davon wurden 936 in Luftkämpfen, 212 durch Flakartillerie und 43 durch Verbände des Heeres' ab- geschossen, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Z6it gingen an-der Ostfront 87 eigene Flugzeuge verloren.
Einschließlich der schon früher gemeldeten feindlichen Verluste vernichteten finnische und deutsche See- und Luftslreitkräfte im Laufe dieses Sommers 26 sowjetische Unterseeboote.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden die in der Rachl zum 14. September bei Tobruk unter Einsatz von Luft- und Seestreitkräften gelandeten britischen Truppen im engen Zusammenwirken deutscher und italienischer Kräfte nach hartem schnellen Kampf vernichtet oder gefangengenommen. Die feindlichen Flotkeneinheiten wurden von Küstenbatterien und Flakartillerie unter gutliegendes Feuer genommen und dabei drei Zerstörer, einige Korvetten und zahlreiche Landungsboote'versenkt. Die daraufhin nach Osten ab-
drehenden Schiffseinheiten wurden von deutschen und italienischen Luftwoffenverbänden angegriffen, die zwei Kreuzer und einen Zerstörer und mehrere Vlotortorpedoboote versenkten. Wettere kleinere Einheiten wurden schwer beschädigt. Diutsche Räumboote brachten ein britisches Sch nellboot mit 117 Gefangenen in den Hafen non Tobruk ein. Neun feindliche Bombenflugzeuge wurden abgeschossen. Insgesamt wurden 580 Gefangene, darunter 34 Offiziere eingebracht; außerdem verlor
Die Briten -sind kuriose Leute. Sie, unternehmen auf Geheiß Churchills von Zeit zu Zeit Landung s v e r s u ch e , bei St. Nazaire, bei Dieppe, und jetzt wieder bei Tobruk. Sie haben dafür alles mögliche bereitgestellt, Kriegsschiffe, Transporter, ausgesuchte Mannschaften sowie Flugzeuge, und wenn dann die Landungsaktion verhagelt, die Verluste schwer sind und sich die Truppen nur mit Mühe in 7>ie bergenden Schiffe flüchten konnten, dann behaupten sie, man habe ja in Wirklichkeit keinen Landungsversuch gemacht, sondern nur sehen wollen, wie stark der Feind wirklich sei. Da aber der Feind stärker ist als die Briten, die Niederlagen unzweifelhaft feststehen, Kreuzer und Korvetten und Landungsboote regelmäßig bei diesen Versuchen ver- enkt und Gefangene gemacht werden, muß man chon sagen, daß die Briten recht bescheiden ge- vorden sind, wenn sie behaupten, sie hätten ja überhaupt nichts Ernstliches unternommen. Dieppe war beispielsweise unzweifelhaft, wie aus den uns in die Hände gefallenen Befehlen Churchills hervorgeht, der Versuch zur Errichtung einer zweiten Front. Und Tobruk? Wenn man die Kräfteverhältnisse in Nordafrika berücksichtigt, hatten die Briten diesen Landungsversuch mit durchaus zureichenden Truppen und vor allem auch Kriegsschiffen' angesetzt. Nachdem zwei Zerstörer, einige Korvetten und mehrere kleinere Kriegsschiffe im Feuer der deutschen und italienischen Verteidigung sanken, ist es klar, daß es sich hier nicht, wie die verlegenen Briten der Welt vorlügen, um eine „Aufklärungsaktion" handeln sollte, sondern um einen ernsthaften Versuch, im Rücken Rommels so etwas wie eine zweite Front zu errichten. Daß auch dieser Versuch im Feuer der Verteidiger zusammebbrach, ist das Pech Churchills,
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 16. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.
Am Terek scheiterten mehrere feindliche Angriffe. In der Schlacht um Stalingrad wurden in erbitterten Kämpfen weitere bedeutende Geländegewinne erzielt. Verbände der Luftwaffe unterstützten den Kampf des Heeres und griffen den feindlichen Nachschubverkehr auf Bahnen und Straßen im Vlündungsgebiet der Wolga an.
,3m Raum von Woronesch nahm der Feind seine Angriffe mit stärkeren Kräften wieder auf. Er wurde in harten Kämpfen unter hohen Verlusten abgewiesen.
Bei Rschew wurden bei der Abwehr wiederholter feindlicher Angriffe im Bereich tines Armeekorps am gestrigen Tage 106 Panzerkampfwagen, davon 71 allein im Abschnitt einer Infanteriedivision vernichtet. An anderer Stelle wurde ein eigener örtlicher Angriff erfolgreich durchgeführt.
Im Rordabschnitt der Front brachen örtliche Vorstöße der Bolschewisten zusammen. Südlich des Ladogasees wurden schwächere feindliche Kräfte eingeschlossen und vernichtet. ArKllerie bekämpfte
Der neue japanische Außenminister.
Tokio, 17. Sept. (DRV. Funkspruch.) Der Präsident des Informationsbüros der Regierung 2Ha- fayuki Toni wurde zum Außenminister ernannt Er steht im 54. Lebensjahr. 1914 trat er in die Dienste des Außenamtes und war in Kanton, Hamburg, Holland, Paris, Washington und Blandschn- kuo. 1933 war er Gesandter in Oesterreich, 1936 Geschäftsträger in China und wurde dann unter Arita 1940 Vizeminister.
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Der Britenangriff auf Tobruk. Die Pfeile bezeichne^ die beiden Buchten, in denen die Briten ihre Truppen an Land zu setzen versuchten. — (Scherl-M.)
der Feind eine große Anzahl von Toten. Umfangreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet Unter den Gefangenen befinden sich zahlreiche Schiffbrüchige der versenkten britischen Kriegsschiffe. Die eigenen Verluste sind gering.
An der Front von A e g y p t e n bekämpften leichte deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Kraft- wagenanfammlungen der Briten mit großer Wirkung. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpfen über Nordafrika und Malta 25 britischeFlug- zeuge bei einem eigenen Verlust ab.
Heber dem Seegebiet westlich Brest sowie bei Einflügen in die befehlen Westgebiete wurden fünf britische Flugzeuge abgeschössen.
3m Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge in der letzten Rächt die Hafen- und Industriestadt Boston an. Es entstanden zahlreiche Brände.
3n der westlichen Rordsee versenkten Vor- poslenboote in einem kurzen Seegefecht zwei britische Schnellboote und schossen ein drittes in Brand.
An der ägyptischen Front errang Oberleutnant Marseille seinen 145. bis 151. Luft* sieg.
aufhört und ihm andächtig lauscht. Zitternd ver- furche schießt und gleich einer rostbraunen Welle raten die beiden weißen Halbmondsteckc am Hals I darin auf- und niederjagt. Zuweilen springt es wie
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seit Jahresbeginn 1942 alle Rekorde des ersten Bauherrn von Amerika ... .
Aber Kaiser, der Rüstungsspekulant, will und muß produzieren. Kaiser will Schiffe bauen und Flugzeuge und mit Zahlen bluffen. Kaiser braucht darum Rohstoffe. Kaiser braucht stahl um jeden Preis — und Kaiser scheut keinen Preis, keine Mittel, keinen Raubbau an den Reserven des Staates. Bis das Gericht ihm feine schwarzen Geschäfte verbietet, die er — und das ist ein treff-, liches Schlaglicht auf die Geschäftemacherei der amerikanischen Rüstungsindustrie in ihrer Gesamtheit! — nicht als sein Privileg, sondern als das Uebliche im Lager aller seiner Konkurrenten bezeichnet.
Kaiser, der Routinier, wird weiterhin seine Geschäfte machen, wo immer nötig, auf Kosten des amerikanischen Staates. Daß seine Schifte, einmal aus seinen Werften, den Weg aller Schiffe, aus den Grund des Atlantik, nehmen, was vermag das einen Kaiser zu stören, solange Geld in ferne Vorje fließt ...
Spannung zwischen Schwarz und Weiß in den LlSA.
Genf, 14. Sept. (DNB.) Der Krieg hat die Negerfrage in den USA. wieder akuter denn je gemacht. Der Neger, der weiß, Laß man ihn m der Wehrmacht und in der Kriegsindustrie braucht, tritt immer anmaßender auf. Kürzlich hatte in der Neuyorker Halbmonatsschrift „Pic" , ein Vertreter des Kadettenkorps der Staatsuniversitat Louisiana der Befürchtung Ausdruck geaeben, die weißen Amerikaner würden nach dem Kriege gezwungen fein, „ihre Ellbogen an solchen von Negern zu yeiben . Der Neger C. Imine erklärte in einer Erwiderung, di» Weißen würden sich im Kriege daran gewöhnen müssen, mit den Negern nicht nur die „Ellbogen zu reiben", sondern mit ihnen zusammen zu schlafen, zu essen und ständigin eng st er Gesellschaft zu leben. Den Negern genüge auch nicht die Aufforderung der Weißen, mit ihnen für Derno- - kratie und Freiheit zu kämpfen, sondern sie wünschten darüber hinaus .die Anerkennung der R a s s e n g l e i h e i t. Der Neger S. B. Jackson ironisierte die amerikanischen Angriffe auf die deutfche Rassengesetzgebung und erklärte, Amerika unterdrücke ohne Gesetzgebung durch Lynchmorde die Negerrasse und verfolge sie unerbittlich. Die Erörterung zeigt, daß die Spannung zwischen Weiß und Schwarz in den USA. wächst und daß die Bevorzugung der Neger durch den Präsidenten und noch mehr durch Frau Roosevelt nur zur Erhöhung dieser Spannung beiträgt.
Wie die „ftorktown" versenkt wurde.
der Gallipoli, Dieppe und jetzt auch Tobruk au, dem Gewissen hat. , Ä rr „ .. ..
Wie die anglo-amerikamsche Oeffentlichkeit, die begierig auf weitere Nachrichten über das Tobruk- abenteuer Churchills wartet, von der britischen Kriegführung behandelt wird, geht aus den Berichten der Admiralität hervor. Seit Mittwoch nacht hat die Admiralität nichts weiter von sich hören lassen als, die Verteidigung sei stark gewesen und die Truppen hätten bei ihrem Rückzug von Tobruk ernste Verluste erlitten. Natürlich ergeht sich die Phantasie der Londoner Presse in allerlei Vermutungen, die amerikanische Telegraphen-Agentur United Preß weiß aus London zu berichten, die britischen Kriegsschiffe hätten ein heftiges Bombardement auf Tobruk eröffnet, englische Truppen seien gelandet und „bis an die Befestigungslinien der Achsenmächte vorgedrungen, worauf sie sich wieder einschifften". In einem anderen Zusammenhang sagt die United Preß, der Widerstand sei hart gewesen. Aber man stelle sich vor: die britischen Truppen gelangen angeblich bis an die Befestigungslinien, darauf kehren sie einfach wieder um und flüchten sich auf das offene Meer! Jeder Leser muß annehmen, sie seien entweder zu feige gewesen, die Befestigungen anzugreifen, oder, der Widerstand sei so furchtbar gewesen, daß — die Briten unter starken Verlusten ins Meer getrieben wurden. Genau so wie bei St. Nazaire, bei Dieppe und vorher bei Andalsnes, ober, im Weltkriege, bei Gallipoli. Aber die englische Admiralität schweigt verlegen. Aber Stockholms „Aftonbladet" meldet aus London, der kurze Bericht der englischen Admiralität über den britischen Landungsversuch habe in London „wie eine kalte Dusche gewirkt". Und das glauben wir gern ...
Nie falte Dusche von Tobruk
Von unserer Berliner Schriftleitung.
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das Morgenfrühstück.
Ach, ist das eine Lust, mit den roten Beinen in dem Halmengewust herumzustrampeln! Gierig zausen die hungrigen Schnäbel die reich gefüllten Lehren, klauben, beuteln und picken. Das Wohlbefinden des Taubers hat den Höhepunkt erreicht, als er sich plötzlich mit kleinen Schritten im Kreise zu drehen beginnt, dienernd den stahlblauen Hals bläht und laut zu rucksen anfängt. Dies gefällt seinem Weibchen so gut, daß es sofort zu fressen
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Ringelhals.
Ein Tierbild von Kurt Änaak.
Die Frühsonne überflutet das Stoppelfeld mit eitel Gold, daß es eine Lust ist, darauf entlang zu gehen und den Blick über den weiten Ackerrücken schweifen zu lassen. Die Roggengarben trocknen, zu Mandeln zusammengestellt in langen Reihen. Der Tau tropft von ihren reifen Aehren und versiegt. Dampf wallt empor, und der Boden der Erde quillt aus den klarfunkelnden Stoppelzeilen dringlich auf, Herz und Lunge belebend.
Spitzmäuse zwitschern erregt auf der Käferjagd, Brand- und Feldmäuse huschen flink um die Roggenpuppen, rutschen hinauf und herunter und knabbern und schroten die mehligen Körner nach Herzenslust aus den Spelzen.
Aber nicht nur die Mäuse wissen das Korn zu schätzen, die Wildtauben aus der Bauernheide sind auch Liebhaber dafür.
Ringelhals, der Tauber, hat eben von dem Dürr- zacken einer alten Birke seinen Morgengruh in die Feldmark hinausgerufen. „Gru gru-grugrugru gruh!", verklingt seine tiefe, volltönende Stimme. Dann singt jein Flügelschlag über dem Baumwipfel, seine Schwingen klatschen, und schon ist seine Familie vom Heiderande beisammen
Reißend kommt der Zug der viet Wildtauben herangerauscht. Kein anderer Flieger tut es ihnen an Schnelligkeit gleich, aber auch nicht an Vorsicht. Einen weiten Kreisbogen beschreiben sie über dem Stoppelacker und schwenken bamf erst, da alles in Ordnung ist, auf den Puppen ein, noch ein ganzes Weilchen ringsum äugend. Dann erst beginnt
des minniglichen Vogels den unablässigen Atern- stoß der Kehle.
Die beiden Jungtauben flattern indessen zur Erde hinab, wo genug Körner verstreut umherliegen, laufen eifrig kreuz und quer und füllen ihre Kröpfe.
Aufmerksam äugen die beiden Altoögel zu den Kindern herab und vergewissern sich ihrer aller Sicherheit. Dann gleiten auch sie zu ebener Erde. Wie kleine Flöckchen Himmelsgezelt trippeln sie nun alle vier zwischen den goldgleißenden Puppen einher. _
Die Sonye meint es indessen zu gut. Das Stroh knistert in der aufkommenden Dürre, und selbst im Schatten unter den eingebundenen Garben wird es warm.
Quick, das spannenlange Mauswiesel, das dort zusammengerollt schlief, merkt die Hitze auch jetzt und schnellt sogleich auseinander: Mit wenigen zierlichen Strichen seiner kleinen, krallenbewehrten Vordertatzen hat es sich schon gewaschen und gekämmt. So eilig tut es dabei, als Hütte es seine gewohnte Zeit verschlafen. Dabei lebt es in diesen Tagen, wo es überall täppisches Jungtier in reicher Fülle gibt, eigentlich zeitlos und genießt die sorglosesten Stunden seines unsteten Lebens: denn immer ist hn Sommer seine Tafel voll gedeckt.
An Mäusen hat es keinen Mangel, Rebhühner lassen sich beim Sonnenbade überrumpeln. Zuweilen gelingt es ihm auch, einen schläfrigen Hasen zu überfallen, juchheißa, wie gestern den alten Rammler am Feldrain!
In der Kornpuppe ließ es sich darauf gut und sicher ruhen.
Aber jetzt, wo Quick erneut Hunger empfindet, ist er mit einem Satze am Rande seines strohernen Zeltes und schiebt, vorsichtig mit dem rosigen Näschen schnuppernd, seinen Kopf durch die Lücke zwischen den Garben. Seine breiten Ohren zeigen im Widerlichte deutlich das reich verzweigte Adernetz. Die weißen Nadelspitzen seiner Reißzähne werden beim Schnuppern zuweilen sichtbar, und die Schnurrhaare beiderseits der Oberlippe tun so aufgeregt, daß man vor dem Gesicht mit den funkelnden Augen ordentlich Angst haben muß, noch mehr, als das Tierchen mit einem Ruck in die Acker-
Stockholm, 16. Sept. (DNB.) Nach einer Reutermeldung gab das Washingtoner Marine- minifterium bekannt, daß der 19 900 Tonnen große Flugzeugträger „Yorktown" in der Seeschlacht bei den M i d w a y - I n s e l n durch japanische Bomben- und Torpedoangrifte versenkt worden ist. Die „Yorktown" war ein Schwester- schifs der „Entreprise", die ebenfalls bei den Kämpfen im Pazifik von den Japanern versenkt worden ist. Beide Schiffe waren 1936 vom Stapel gelaufen, hatten eine Geschwindigkeit von 34 Knoten und führten 60 Flugzeuge an Bord. Die Besatzung belief sich auf über 2000 Mann, von denen rund 850 Mann Flugzeugpersonal waren.
Die ersten vernichtenden Bombenschläge hatten das große Schiffe bereits am ersten Tage der Schlacht getroffen. Der Flugzeugträger wurde später erneut angegriffen. Von Torpedoflugzeugen erhielt er zwei Trester und nahm so starke Schlagseite, daß der Befehl erteilt wurde, das Schift zu verlassen. Kreuzer und Zerstörer nahmen Hunderte von Besatzungsmitgliedern auf, die ins Wasser gesprungen waren. Am nächsten Morgen schwamm das Schiff noch, es wurden zwar Versuche gemacht, es wieder aufzurichten, aber ein japanisches U-Boot gab ihm den Gnadenstoß. Durch Torpedotreffer sank die „Yorktown" rasch, zusammen mit einem in der Nähe befindlichen Zerstörer.
Syriens Beamte drohen mit Streik.
Sofia, 17. Sept. (Europapreß.) Wie man aus Beirut erführt, drohten die syrischen Staatsbeamten der Regierung, in Streik zu treten, um gegen d i e Teuerung, vor allem den Mangel an Brot, Mehl und Zucker zu protestieren. Die syrische Regierung war gezwungen, ihnen ihre Gehälter für eineinhalb Monate auszuzahlen und für sie
ein Nahrungsmittellager bereitzustellen, das den Militärbehörden vorbehalten war. Auch die Regierung des Libanon mußte den Arbeitern und Privatangestellten eine Erhöhung ihrer Bezüge um monatlich 60 bis 120 v. H. gewähren, um
Zroteftkundgebungen ein Ende zu fetzen.
Churchill bloßgesteltt.
Die tatsächliche Auswirkung der Unruhen inJndien.
Schanghai, 16.Sept. (Europapreß.) In der gesetzgebenden Versammlung in Neu-Delhi wurde von Dem nationalistischen Abgeordneten des Pun- schab, Singh, ein Antrag eingebracht, der i>ie ofortige und vollständige Unabhängigkeitserklärung iir Indien fordert, ferner Aufhebung des Versammlungsverbots, sofortige Haftentlassung Gandhis und
Kunst und Wissenschaft.
Hochschulnachrichten.
Der a. o. Professor Dr. med. habil. Alexan - der Freih err von Danckelman von der i Charite in Berlin wurde von der Reichsuniversität < Straßburg zum Direktor der Orthopädischen Uni- . versitätsklinik bestellt. Er munbe 1898 in Montevideo geboren und habilitierte sich 1938 in Berlin. | — Der Dozent Dr. phil. habil. Fritz Bopp ist beauftragt worden, an der Universität Breslau das Fach theoretische Atom- und Kernphysik zu ver- i treten. Bopp wurde 1909 in Frankfurt a. M. ge- i boren, promovierte 1937 in (Böttingen, habilitierte sich 1940 in Breslau und wurde 1941 Dozent. Er war dann am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Physik j in Berlin-Dahlem. — Der außerplanmäßige Professor Dr. Lutz Mackensen ist zum ordentlichen j Professor an der Neichsuniversität Posen für ältere deutsche Philologie ernannt worden. Mackensen
i MN i-Seres ( iDwakei) 1). Nichts 11, Napol M Rui zer Sich per zu 1 iiboD n Jtwmnsht
Büchertisch.
— Die Dichtung im kommenden Europa. Weimarer Reden 1941. 64 Seiten. Pappband 2,60 : RM. Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg j 1942. — Der Band vereinigt die Ansprachen und , Reden, welche auf dem Weimarer Dichtertreften des Jahres 1941 — im Zeichen des europäischen Zu- i sammettschlusses gegen den bolschewistischen Welt- | feind und unter Beteiligung der meisten europäischen Nationen — gehalten wurden, so von Ministerialdirigenten Haegert, Oberregierungsrat Dr.Erckmonn und Hanns Johst als Präsidenten der Reichsschrist- tumskammer. lieber den unmittelbaren Anlaß hinaus interessant und von grundsätzlicher Bedeutung erscheinen die. Reden von Bruno Brehm („Unser Kampf im Osten") und Moritz Jahn („Zukunftsauf- s gaben der europäischen Literatur^). Im ganzen gibt । dieser Sammelband ein auftchluhreiches Bild vom Wesen der alljährlich wiederkehrenden Weimarer ; Dichtertreffen, vom Geiste der gegenwärtigen Schrift- j fteUergeneration in der Mehrzahl der europäischen Länder, und von der Bewährung der jungen Dichter im Kriege; über dieses Thema äußert sich Hans Baumann temperamentvoll aus persönlichem Front- \ erlebnis. Hans Thyriot
— Jahrbuch des Auslandsamtes der deutschen Dozentenschaft. Vorträge und Berichte zwischenstaatlicher Tagungen. Heft 1: Bul- I garisch-deutsches Akademikertreffen in Leipzig 8. bis 14. Juni 1941. Verlag Bibliographisches Snftitut, 1 Leipzig 1942. — Das über 200 Seiten starke Jahrbuch enthält nach dem einführenden Teil den Wort- | laut der zum Tagungsthema (Bulgarisch-deutsche Wirtschasts- unb Kulturbeziehungen) in den verschie- 1 denen Arbeitskreisen gehaltenen Vorträge. Eine Reihe von ihnen erscheint über das Spezialthema 1 und Den besonderen Anlaß hinaus für die breitere , Öffentlichkeit interessant und aktuell; wir nennen etwa die Referate über die Deutsche Bücherei, über Theater, Architektur und Literatur im neuen Deutschland, über Wesen und Bedeutung des Arbeits- und Genesungswillens, über Gemeinsames in Der Ge- schichte Deutschlands und Bulgariens, über Handels- 1 beziehungen zwischen Deutschland und Bulgarien, > über grundsätzliche Fragen der Kriegschirurgie, über Paradentose und über Grundlagen und Bedeutung der menschlichen Erblehre. Hans Thyriot.
Wahren hon (Süi U Währ Men Klagte pli llwalt q K Stell, Herber f: Alich ge;
Pistol >5 Revol Äoatsani 'n Gerich P flüchte! Mommer geklagt N nicht Hier Don
ein Pfeil von der Sehne geschnellt über das Brom- beergeranfe, und dann ist es wieder ganz und gar verschwunden. Wahrscheinlich ist es den vor Angst zwitschernden Mäusen in die vielverzweigten unterirdischen Wohnungen nachgefolgt.
Soeben taucht es wieder hinter einer Getreidemandel auf, schlieft aalglatt hindurch und sitzt kerzengerade aufgerichtet plötzlich davor.
Steif wie ein Stock beobachtet es die Tauben, die kaum zehn Meter vor ihm die Stoppeln absuchen. Sie haben das quecksilbrige Tierchen nicht bemerkt, auch Ringelhals, der Tauber, nicht, obwohl er ihm am nächsten ist. Jetzt schaut er auf, um sofort weiterzupicken. Das Wiesel war nicht in seinem Blickfeld — wie ein Taschenmesser klappte es vorzeitig zusammen und duckte sich glatt auf die Erde.
So schiebt es sich heimlich bis zur nächsten Korn- puppe. vor und verhält darin. Immer näher sucht sich der Täuberich nach Den Getreidekörnern heran.
Deutlich sieht Quick Die gelben Ringe seiner Iris, die weißen Bugflecke an Den Schwingen. Den ganzen taublauen Federkörper, der bedeutend großer als das Wiesel ist, umfängt es mit Der ganzen Jagdleidenschaft, die ihm eigen ist. Da ist fein Halten mehr. Der kleine Räuber fiebert an jedem Nerv. Nur etwas näher müßte der hübsche Vogel noch kommen, aber nun biegt er in Der Richtung ab und folgt feinen Familienmitgliedern.
Sofort hat das Wiesel die veränderte Sachlage erkannt, schlupft an die nächste Garbenlucke, ruftcht hinterher, verhält unter einem Lappen, und während Ringelhals auftchaut, fährt es ihm schon an Die Kehle.
Zu spät guckte Der Tauber auf. Wohl schlagen seine Schwingen Die Luft und reißen chn mitsamt dem Raubtiere hoch, aber um so schneller sollen sie in ihrer Kraftlosigkeit zurück.
Federflaum fliegt auf, die glasklaren Augen des Vogels brechen im Frühsonnenschein. Gierig leckt Quick sein warmes, rotes Blut, das ihm aus Dem Halse rinnt, während Die anderen Tauben erschrocken davonstieben. —
Die Wärme wabert über Den Stoppeln, Die Eidechsen hasten. Die Grillen zirpen. Ein Rebhuhn ruft vom Feldrain her ...
Quick schläft wieder unter einer Kornmandel ...
seiner Mitarbeiter sowie Zurückerstattung aller Geldstrafen. - M
Mitglieder Der britisch-indischen Verwaltung wanden sich gegen die Bemühungen Churchills, die Unruhen in Indien als unbedeutend hinzustellen. Ein Mitglied Der Postverwal ung teilte mit, daß 550 Postgebäude von aufständischen Indern angegriffen worden seren. 53 feien bis auf Die Grundmauern nieDergebrannt und etwa 200 völlig unbrauchbar, Hunderte von Kilometern Telegraphen, und Telephonleitungen feien zerstört. Ein Mitglied des Amtes für Kriegstransporte teilte mit, daß die Schäden der Eifenbahnverwaltung sich auf weit über 750 000 Pfund belaufen. In der Aussprache wurde festgestellt, daß die oon Churchill gemachten Angaben über die bisherigen T o des- opfer bei den Unruhen nicht im entfernte st en den tatfüchlichen Zahlen nahekämen.
Hafen
Mana l/me/jriaujc]
> -T / W' - -'''z Manoe/Auda .
TOBRUK,


