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Dr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klöpffer

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ig der Professor in male- Klubsessel, anzuschauen wie

** Akademische Ehrung. Der Professor Dr. W. Engelhardt von der Universität Tübingen, ein geborener Gießener, wurde zum Ehrenmit­glied der Italienischen Dermatologischen Gesellschaft in Bologna ernannt.

** Brandbomben a u f Straßen und Plätzen sind erst dann zu bekämpfen, wenn die benachbarten Wohnhäuser nach eingefallenen Brand­bomben bereits gründlich abgesucht sind.

floaten Kapitalmarkt beschaffen können. Für solche leten die Realkreditinstitute, Hypothekenbanken, lifentlich-rechtlichen Pfandbriesinstitute, die Spar- bssen und die Versicherungsunternehmen ein. Es hm bei ihnen ein Abgeltungsdarlehen aufgenom- Lrn werden. Der Eigentümer kann einen Teil bes, Ibgeltungsbetrages bar und den anderen Teil un-' ir Inanspruchnahme eines Abgeltungsdarlehens htrichten.

Das AbgeltuMsdarlehen muß spätestens am Dezember 1942 beantragt werden. Es ist durch [irre öffentliche Last gesichert, die an die Stelle der I zherrgen Steuer tritt. Es ist jährlich mit 4,5 v. H. [i verzinsen und mit 4 v. H. zuzüglich der ersparten zu tilgen. Die Jahresleistungen zur Ver­zinsung und Tilgung des Abgeltungsdarlehens be­sagen 815 v. H. der bisherigen Jahressteuer. Stehen fäume leer »der tritt eine sonstige Ertragsminde- mng ein, so wird bei der Hauszinsste>uer ein Erlaß kmiUigt; für Ertragsminderungen nach dem 31. De- jember 1942 werden an Stelle des bisherigen Steuererlasses Beihilfen gewährt. Die Realkredit- inftitute werden auf Grund der Abgeltungsdarlehen Pfandbriefe ausgeben. Es tritt dadurch eine Be- Ibwig des Pfandbriesmarktes ein. Die Ver- Srdnung soll zur Lenkung der Kaufkraft beitragen, daneben bringt sie eine erhebliche Verwaltungsver- «nfachung und fördert die Einheitlichkeit des Rechts.

Als die beiden in das zirbelgetäfelte, Helle Früh- ftückszimmer traten, lag <n'' - "" rischer Pose in einem 1. -

ein selig erschöpfter Schlaraffe aus einem Breughel-

jeden. der Katzen hält, sollte es eine «elbstve» tändlichkeit sein, die Tiere anständig zu behandeln, denn als Tierhalter muh man vor allem auch Tier- freund sein. Die Tiere danken es durch Anhäng­lichkeit. Wenn die eine oder andere Katze trotzdem einmal wildern sollte, so muß sie weggetan werden, und zwar bald, denn abgewöhnen kann man ihnen das nur schwer, meistens überhaupt nicht mehr. Unser Vogel- und Wildbestand darf unter deinen Umständen durch wildernde Katzen zu Schaden kommen.

Schweinezählung am 3. September.

Am 3. September findet im gesamten Deutschen Reich die^ übliche Schweinezwischenzählung statt. Da die Ergebnisse dieser Erhebung für die Durchführung einer geordneten Fleischversorgung von Front und Heimat, für die Festsetzung der Selbstoersorgungs- rationen und für eine planmäßige Verteilung der Futtermittel unentbehrlich sind, ist es Pflicht >edes Viehhalters, den Zählern richtige und ausführliche Angaben zu machen. Die Ernährungsamter. Ab­teilung A (Kreisbauernschaften), werden auch dies­mal vom Reichsernährungsminister beauftragt wer- den, die Angaben der Viehhalter nachzuprüfen. Gegen Viehhalter, denen falsche Angaben nachge­wiesen werden, wird mit strengen Strafen vorge-

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Fußball in Gießen.

VfV.-R. Gießen Sg. Büdingen 1:6.

LSD. Gießen Rb. Friedberg-Fauerbach 0:2 (0:0).

Die am gestrigen Sonntag auf dem Waldsport­platz durchgeführte Doppelveranstaltung brachte nicht den allgemein erhofften Erfolg für Gießen. Die Gäste warteten mit sehr guten Leistungen auf und enttäuschten in keiner Weise.

VfB.-R. Gießen mußte mit einer sehr ersatzge- chwächten Mannschaft antreten und konnte die Bu° ringer nie ernsthaft gefährden. Er hielt das Spiel zwar eine halbe Stunde lang offen, ohne jedoch verhindern zu können, daß der Gegner in der Folge­zeit sichtlich überlegen wurde und hierdurch in regel­mäßigem Abstand seine Tore erzielte. Beim Stand 5:0 gelang Fleischhauer das Ehrentor.

Die Luftwaffe mußte ebenfalls mit einer stark veränderten Mannschaft antreten und war nicht in der Lage, den Gästen aus Fauerbach den Sieg streitig zu machen. Diese waren während des ganzen Spiels leicht tonangebend und hinterließen einen sehr guten Eindruck.

Sport der Hitler-Jugend.

Bann Offenbach hessennafsauischer Gebietsmcisler.

Die Prüfungen zur Ermittlung des hessen-nassau­ischen Gebietsmeisters im Radsport wurden am Sonntag mit einem Straßenrennen über 100 Kilo­meter abgeschlossen. Die bergige Strecke von Ans­pach über Obernhain, Saalburg, Wehrheim, Usin­gen, Landstein, Brombach, Anspach, die dreimal zu durchfahren war, stellte an die 33 Bewerber große Anforderungen. Nur 16 Fahrer erreichten das Ziel. Gebietsmeister Heinz P r o ch a s k a wurde

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Aus aller Wett.

hoch- und Landesverräter hingerichtet.

Die Justizpressestelle des Volksgerichtshofes teilt mit: Der 34 Jahre alte Erich Deibel aus Wetz­lar, den der Volksgerichtshof wegen landesver- läterischer Feindbegiinstigung, Vorbereitung zum ! Hochverrat und Rundfunkoerbrechens zum Tode ver­urteilt hat, ist am 15. August h i n g e r i ch t e t wor- i jen. Deibel hat sich während des Krieges hochver- läterisch betätigt und versucht, die Widerstandskraft Kes deutschen Volkes zu zersetzen.

Vergiftung forderte drei Todesopfer.

i- In dem bei Aschaffenburg gelegenen Großostheim nkrankte nach dem Genuß einer Mahlzeit aus frisch ierilifierten Bohnen, die anscheinend nicht fach­te mäß behandelt worden waren d^e vier- tapsige Familie des Einwohners Jakob Schmitt, Hein Bruder Georg Anton Schmitt und des,en Toch­ter unter schweren Vergiftungserschemungen Im I Krankenhaus sind die beiden Brüder und die Toc^ er des einen gestorben; die übrigen liegen noch

Anna nickte. . ... 1

Helmreich zog die Vorhänge zusammen und puffte i ein paar Couchkissen zurecht. Dann wurde er vater- ' lieh.So, da legen Sie sich jetzt hin. Der Onkel Doktor verordnet ein Stündchen Ruhe. Wollen Sie einen Umschlag? Ist besser als das Zeug aus den Fabriken. Vor einem alten Herrn brauchen Sie ich nicht zu genieren, wenn man auch die netten Beinchen ein bissel sieht. Und nun noch eine Decke. Sv, das hätten wir. Jetzt erzähle ich Ihnen was. Wenn es Ihnen zu dumm wird, machen «le die Augen zu und schlafen. Ja?"

Ja", echote Anna folgsam.

Der Professor langte nach seiner erloschenen Zigarre. Gemächlich marschierte er durchs Zimmer, wie er es in den Vorlesungen zu tun pflegte. Seme Hände lagen dabei auf dem Rücken. .

Wenn man Ihren Fall objektiv betrachtet, kleine Frau Doktor, bann ist es ein Glücksfall. Sie haben es gut getroffen. Ein stattliches Hauswesen, keine finanziellen Sorgen, einen liebevollen, tüchtigen Gatten. Auf den Brügger lasse ich nämlich nichts kommen. Es freut mich, daß er es diesmal bester getroffen hat. Seine erste Frau, nun ja, ich will einer Toten nichts nachsagen, aber sie war bestimmt nicht die Richtige für meinen Freund. Diel zu äußerlich, etwas für die Vitrine, aber nichts für Gemüt, nichts für einen Arzt auf dem Land. Ich bin nie recht warm geworden mit ihr. Für den Beruf ihres Mannes hatte sie keinen Sinn Die Pattenten waren bei ihr ungehobelte Lümmel oder lästige Bittsteller, die störten. So darf eine Arztfrau natürlich nicht fein. Ich verstehe nicht, wo Martin damals seine Augen gehabt hat.

Ich habe eine Menge Vorsätze, ach , kam es schüchtern von der Couch her.

Das ist recht. Darf ich Ihnen ein paar Ratschlage geben? Martin ist nicht schwer zu behandeln. Aber schauen Sie. so ein Arzt mit großer Praxis ist ein geplagter Mann. Eine richtige Doktorsfrau muß chm daher manches abnehmen, vor allem die Treiberei. Sie muß sich um ihn kümmern, muß

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Hoher deutscher Fußbattsieg in Beuchen

^Rumänien im Länderspiel mit 7:0 (1:0) geschlagen.

Srppenämter erfolgen.

Kampf gegen wildernde Katzen.

LPD. Besonders in den obstreichen Gegenden findet man viele wildernde Katzen, die dem Sing- vogelbestand ungeheuren Abbruch tun. Aber nicht nur den Singvögeln stellen die Katzen nach, oft gehen sie auch hinter die Feldhühner. Brütende Rebhühner, Fasane usw. sind ihre Opfer, und der Schaden, den sie hier anrichten, ist ebenfalls groß. Das muß unbedingt unterbunden werden, denn diese Katzen fangen ohnehin keine Mäuse mehr, sind also völlig nutzlos. Jungkatzen heranwachsen lassen, die man später einfach ihrem Schicksal über­läßt, ist unverantwortlich. Darum sollte jedes Jung­tier, das man nicht einwandfrei versorgen kann, sofort nach der Geburt durch einen Schlag ins Ge­nick getötet werden. Will man dem Muttertier em Junges lassen, bann soll es möglichst ein Katerchen fein, das man aber kastrieren läßt. Katzen zu er­tränken ist Tierquälerei und strafbar; ebenso ist das Aussetzen von Katzen unter Strafe gestellt. Für

Beseitigung der Hauszinssteuer.

In den Ländern des Altreichs wird feit der Zeit it Geldentwertung vom Althausbesitz eine beson­ne Steuer erhoben. Sie ist als GebäudeentschuU .'.ngsst-euer bezeichnet. In Preußen und in einigen iberen Ländern wird sie Hauszinssteuer genannt, tiefe Steuer wird jetzt beseitigt werden. Sie ist nur och für die Zeit bis zum 31. Dezember 1942 zu ntvichten. Zum Ausgleich für den Wegfall der steuer hat der Eigentümer einen einmaligen jb ge l t un g sb e t r a g in Höhe des Zehnfachen ts bisherigen Jahresbetrags der Steuer zu leisten. |ie bisher bei der Steuer gewährten Ermäßigun- pi werden berücksichtigt. Der Abgeltungsbetrag ist !Liestens am 31. Dezember 1942 an das Finanzamt l[ entrichten. Viele Hausbesitzer werden dazu selbst r. der Lage fein. Andere werden sich die Mittel aus hm Kreis ihrer Verwandten oder sonst auf dem

Aus der Stadt Giehen.

Pilze als Doppelgänger.

Genau genommen find sie keine richtigen Doppel­gänger, wenigstens nicht für den Pilzkenner, aber es gibt doch Pilzarten, zwischen denen eine gewisse Aehnlichkeit besteht, und um diese Ähnlichkeit geht es, denn sie kann zu folgenschweren Verwechslungen ühren.

Jeder Giftpilz besitzt Merkmale, die ihn von seinem ungiftigen Doppelgänger unterscheiden, allein man muß sie genau kennen, und zwar nicht nur die hauptsächlichsten, sondern alle seine wichtigen War­nungszeichen. So fällt beim giftigen Knollen­blätterpilz die wulstige Verdickung seines Fußes auf, die bei seinemDoppelgänger", dem eß­baren Champignon, fehlt. Oft aber steckt ge­rade der knollige Wulst so tief, im Boden, daß man ihn nicht gleich sieht. Ist der Hut des Pilzes gelb­lich bis olivgrünlich und dazu noch lose mit dünnen weißen Hautfetzen bedeckt, sind Fleisch und Lamel­len weiß, der Hutrand unzerrrssen und riecht der Pilz nach rohen Kartoffeln, so handelt es sich um den Knollenblätterpilz, denn der Champignon be­sitzt rötliches Fleisch, zuerst rosa und später bräun­lich-violette Lamellen, und riecht immer na$ ^nl5> Der Geruchsunterschied erweist sich besonders auch dann als wichtig, wenn man junge Champignons sammelt, so lange nämlich die Lamellen noch ge­schlossen sind und ihre rötliche Farbe noch nicht erkennbar ist. Obwohl sich auch der junge Knollen­blätterpilz durch ein gutes Merkmal bestimmen läßt: eine weihe, vom Hutrand bis zur Erde reichende Hülle, die den Stiel umgibt und beim Champignon

Anstalten, z. B. Heil- und Pflegeanstalten, den ent- sprechenden Abteilungen allgemeiner Krankenhäuser usw., befinden sich, so sagt der Erlaß, häufig «chrift- stücke, die für die Sippen-, Rassen- und Erbforschung sowie für den Abstammungsnachweis von Bedeutung fein können. Es ist erforderlich, solche» Schriftstücke von der sonst üblichen Vernichtuna der Akten aus­zuschließen und für die künftige Auswertung burd) Gesundheits- und Sippenämter aufzubewahren. Der Erlaß enthält die erforderlichen Anweisungen. Er erstreckt sich auch auf private oder karitative Anftal- ten, soweit sie von Gemeinden oder Gemeindeoer- bänden belegt werden. Da kriegsbedingte Schwierig­keiten eine sofortige Auswertung des anfallenden Materials nicht gestatten, kann die Verarbeitung erst nach Beendigung des Krieges, nach Entlastung der Gesundheitsämter und nach Einrichtung der

bllt$inÖer, Kinder, hier ist gut sein, hier laßt euch nieder! Eure Köchin, die Resi ist eine Perle, schade, daß es für so etwas keine Orden gibt.

Ein verzücktes Lächeln floß über fern breües Gesicht Er hatte bei Tisch aber auch Beachtliches aeleiftet Nun war er bei den Schnapsen ange- Pangt von denen ihm ein breigefiernter Kognak, eine ausgesprochene Männerangelegenheit, am mei- ften imponierte. Er hatte sichMarscherle.chterung maebilliqt. und die untersten drei Knapte feiner ffiefte geöffnet. Er blie» aus einer erworbenen Brasil kunstvolle Ringe in die Lust.

Da bringe ich dir Anna", sagte Brügger, küm­mere dich ein wenig um das arme Mäuschen Ich habe draußen noch zu tun. Wegen der Gaudi heute abend. Unterhaltet euch gut! Er entließ feine Frau mit einem zärtlichen Klaps und verließ den Raum.

Wird besorgt", ^erwiderte Helmrelch, erhob sich und schloß unbemerkt seine Weste. Dann wandte er sich ZU Anna.So sind die Manner: da geht er hin und läßt uns zwei Schönen.allein. Was ist denn kleine grau? Sie kommen mir ein bissel bläh nor. Kopfweh? Ist ja auch kein Wunder bet all dem Durcheinander.

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s ..Ach. da ist die klein- Au-r-.tz"h A dich wie eine Stecknadel, ^ch 0ane

Ifkgungseinrichtungen, denen kein Schifisgeschütz fb keine schwere Bombe etwas anhaben können, chnisch auf das vollkommenste ausgestattete Stütz- ,'ntte für Seestreitkräfte und Flugplätze mit beto- s-rten Startbahnen und weiten Hallen sind ent- enben, um von hier aus Schläge gegen die bri- zjche Insel zu führen. Ein von den vorgelagerten faseln bis in die Tiefe der Fjorde gespanntes Netz m Hindernissen, Sperren unb feldmäßigen An- slgen wurde -geschaffen, fo daß heute Europas grdwestflanke eine einzige Riesenfestung darstellt.

Aus dem Reich.

Schlafwagenplätze nur bei kriegswichtigen Reifen.

Roman von Walter ruopner

l 17. Fortsetzung. OMtmid verboten.)

Mit kleinen Fehlern", lächelte sie. -Man muß

i tinanber doch helfen. Vielleicht kommt eine Zett da ich dictt um einen Gefallen bitten muß.

^Ämm nur.änna. Für dich

F-uer. Du kannst 00N mir oerlangen w°-bn w.llftt

die Schleppe trägt.Was b-,urchtest du denn. ÄÄltS-",,«.ii...«-

etj. mei6 ,5 nicht. Manchmal hat man s° törichte Gedanken. Du mußt nicht fo beftu^t '

Franzel. Ich bin ein bummes JXng. Oft ich nicht, was Martin an mir findet. Er patte ootp ganz andere Frauen haben können^

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I neuerte. Das eintönige Plätschern tat w I) Ich mutz jetzt gehen. 6ranzel. , Ind wegen des Zahlungsbefehls' 'ragt

nie vorkommt. .

Einen schönen Steinpilz zu erkennen, scheint nicht schwer zu sein, allein in der Form und Größe ist ihm der stark giftige Satanspilz ähnlich. Verwechslungen find jedoch so gut wie ausgeschlos­sen, wenn man darauf achtet, daß bei den Stein­pilzen das Fleisch unverändert weiß, die Röhrchen unter dem Hut weiß bis gelbgrünlich und die Stiele hellbräunlich sind, der Satanspilz indes durch blutrote Röhrchen, einen oben stark gelben und nach unten hin rot gesprenkelten Stiel auffällt und sein weißes Fleisch sich beim Anschneiden zuerst rötlich und hernach blau und violett verfärbt. Wenn über­haupt das Fleisch eines dem Steinpilz irgendwie ähnlichen Pilzes, sobald man ihn anschneidet, bläu­lich anläuft, ist damit schon der Beweis gegeben, daß der Pilz ungenießbar ist, wie denn auch alle Röhrenpilze mit rotem Röhrenlager ober rotem Stiel unbedingt zu meiden sind.

Auch beim Unterscheiden des eßbaren .Eier­pilzes oder Pfifferlings von dem ihm beim flüchtigen Hinsehen gleichenden falschen Gelbling muß man sich an die Färbuna halten, indem beim Pfifferling Stiel, Hut und die unter dem Hut sitzenden Lamellen bas gleiche kräftige Gelb zeigen, wogegen beim Falschen, aber ebenfalls gelb ge­färbten Gelbling die Lamellen dunkler getont sind als feine übrigen Teile.

Der Doppelgänger des echten Reizkers, Gif treizke'r, ist seinem wohlschmeckenden Ver­wandte ziemlich ähnlich, unterscheidet sich ober durch ein leicht wahrnehmbares Kennzeichen von ihm, da der Milchsaft des echten Reizkers orangerot, der des Giftreizkers jedoch weiß ist.

Wer feinen Geschmack auf ein leckeres Gericht aus gebratenen Brätlingen spitzt, darf sich ja nicht am stark giftigen Speiteufel vergreifen und muß vor allenr daran denken, daß. der Hut des jungen Brätlings gelbbräunlich unb der des jungen Speiteufels rötlich bis scharlachrot ist, daß die La­mellen beim Brätling geldlich, beim Spetteufel weiß sind, unb beim Brätling vom Hut ausgehend em Stückchen weit dem Stiel entlang nach abwärts laufen, beim Speiteufel aber gleich unter bem Hut­rand dem Stil zuwachsen. Auch daran, daß der Brätling einen weißgelblichen Milchsaft enthalt, der feinem giftttzen Doppelgänger fehlt, lassen sichre beiden Pilze leicht voneinander sondern.

Bei Pilzen und Dichtern lammen, auf einen guten zehn schlechte", sagt ein Scherzwort, aber so schlimm ist es denn doch nicht. Rur kennen muß man die .Schlechten" so gut, daß sich kein Doppelgänger unter die genießbaren ein schmuggeln kann. Und daran festhalten: nur die Pilze ernten, deren Merkmale man sich genau eingeprägt hat. M. A. V.L.

chwer krank darnieder.

Ein neuer Gigli-Fttm.

In den Grünewald-Ateliers der Tobis beginnen die Aufnahmen zu dem MusikfilmLache B - a z ; o", den Leopold HalnlIch inszeniert. Ben- cnnino Gigli ha! eine bedeutende Ge>angsrolle >arin übernommen. _

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Im fünften Fußball-Länderspiel mit Rumänien siegte am Sonntag im Beuthener Hindenburg- Stadion die deutsche Nationalmannschaft überlegen mit 7:0 (1:0) Toren. Die deutsche Mannschaft spielte wie aus einem Guß. Die Rumänen mußten sich einem in Höchstform spielenden Gegner beugen.

Deutschland: Jahn; Janes, Miller; Kupfer, Sold, Sing; Burdenski, Decker, Wa^er, Willlmosti, Klingler. ~ -

Rumänien: Pavlooici; tfelcean, yiegrcscu; Simatoc (später Constantinescu-Grecu), Wetzer, Moldoveanu; Bindea, Marian, Constantmescu- Grecu (später Sonny Niculescu), Jordache, Bogdan.

Ütze 1. und 2. Klasse muß daher in Zukunft gründ­lich der Nachweis über Dringlichkeit und Kriegs- ichtigkeit der Reife durch die bereits feit dem jj. Juni 1942 vdrgefchriebene schriftliche Be­tz e i n i g u n g oder Erklärung gebracht werden.

Die Nachfrage nach Schlafwagenplätzen für drin- Bde kriegswichtige Reifen ist fo groß, daß Schlaf- agenplätze 1. und 2. Klaffe für Reifen aus rrfönlichen Gründen nicht mehr zur g e st el l t werden können. Für Bett- Klaffe muß daher in Zukunft grünt)»

Mit dem deutschen Anstoß wurde bas Spiel er­öffnet, und bereits in der ersten Minute gab cs den ersten Eckball für unsere Mannschaft. Der Gegenstoß der Rumänen wurde abgebremft, wah­rend auf der anderen Seite ein schöner Hochschuß von Klingler von dem ausgezeichneten rumänischen Tormann Pavlooici sicher abbewehrt wurde. Das Spiel unserer Mannschaft lies über eine Vierte - stunde hindurch geradezu musterhaft. Der Ball wanderte von Mann zu Mann wie an der Schnur gezogen. Doch die Ausbeute waren fünf ergebnis­lose Eckbälle. Die treibende Kraft im rumänischen Sturm war der junge Halblinke Marian. Nach Ab» ein teilnahmsvolles Gesicht zeigen. Sie darf auch nicht gleich gekränkt sein, wenn er einmal hochgeht. Chirurgen sind vor Operationen immer ungenieß­bar. Eine rechte Frau sieht auch daraus, daß der Mann alle Jahre Urlaub nimmt. Jin übrigen läßt es sich hier schon aushalten. Das Hochallgäu ist zu jeder Jahreszeit ein Genuß. Auch Fremde sind da. Für meinen Geschmack sogar zu viele. Und nun wollen wir dieses kleine Privattssimum beenden, meine liebe junge Frau. Machen wir ein bissel Musik. Wenn wir Glück haben, erwischen wir etwas Leichtes, Sanftes." Er ging zum Radio unb drehte an den Knöpfen.

Ich denke, das geht. Und jetzt versuchen sie zu schlafen. Ich gucke derweil in die Zeitung."

Anna machte die Augen zu und ließ die dünne Musik über sich hinrieseln. Es war schön, hier zu liegen in dem Zimmer mit den Gamskrickeln, den Geweihen, dem Lüsterweibchen und der verschwim- menben Dämmerung. Wenn der andere, dieser Frie­densstörer, hielt, was er zugesagt hatte, konnte noch alles recht werden. Dann dachte sie an ihren Mann. An seine klugen, ein wenig müden Augen, an seine reife Güte, die für aU*5 Nachsicht und Verstehen hatte. Ich möchte dir alles vergelten, Martin, dachte sie inbrünstig. Man muß mir nur ^Sie°merkte nicht mehr, daß der Professor mit ber Zeitung raschelte und daß er sich auf den Fuß­spitzen hinausschlich, um irgendwo ein Nachmittags­schläfchen zu halten. Auf der Wiese, die an den Park grenzte, ging es wild her. Der hemdärmelige Zim­mermann nagelte an dem Podium herum, ein In­stallateur legte das provisorische Lichtkabel, Hingerl schleppte immer neue Sitzgelegenheiten herbei, Stühle, Tische und Bänke, die zum größten Teil das Bräuhaus zur Verfügung gestellt hatte.

Dr. Brügger stand sinnend unter einer Buche am Wiesenrand und blätterte in einem Notizbuch. Hatte i man alles? Das Bier, die Speisen, die Krüge, den Zapfhahn?

t (Fortsetzung folgt. .

durch Radschaden zurückgeworfen, nachdem er zwei Runden vorne lag. Den Meistertitel errang die Mannschaft des Bannes 287 Offenbach mit der Zett von 3:14:17 Std.

hesieN'Nasiau vor Kurheffen.

Im Gießener Sckützenhaus trafen die Gebiete Hessen-Nassau unb Kurhessen in einem Vergleichs- kämpf im schießen zusammen. Die jungen Hessen- Nassauer siegten mit 2965 Ringen gegen 2912 Ringe non Kurhessen. Die besten Einzelschützen waren: 1. Joachim Holzel (Bann 116 Gießen) 613 Ringe, 2. Horst Niederberger (Bann 117 Mainz), 3. Werner Kugelstadt (Bann 80 Wiesbaden), 612, 4. Hans August Siebers (Bann 83 Kassel) 597, 5. Helmut Beiz (Bann 83 Ziegenhain).

Oer Aufstiegskampf entschieden.

Rüsselsheim und Isenburg in ber Gauklasse.

Der Kampf um den Aufstieg zur Fußball-Gauklasse Hessen-Nassau wurde am Sonntag entschieden. In der Gruppe 1 hat sich die Spvg. Neu-Isen­burg, in ber Grupps 2 der SC. Opel Rüs­selsheim den Ausstieg erkämpft.

Leichtathletik-Mehrkampfmeister von Hessen-Tiassau.

Die Mehrkampfmeisterschaften des Sportgaues Hessen-Nassau wurden nicht in Gießen, ^wie ur­sprünglich vorgesehen, sondern auf dem F-LV.-Platz in Frankfurt a. M. durchgeführt. Im Fünfkampf ber Männer siegte der Frankfurter Paul Rapp (Ein- tracht) mit 2954 Punkten, während der Frauen- Fünfkarnpf von Frl. Aenne Rackles (SC. Frank­furt 1880) mit 209 Punkten gewonnen wurde.

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Erb- und Sippenforschung auS gemeindlichen Akten.

In einem Erlaß an die Gemeinbeaufiichtsbehör- ben Gemeinden und Gemeindeoerbände nimmt der Reichsminister des Innern zur Auswertung ge­meindlicher Akten für die im Interesse der Volks­gesundheit und Volkskraft wichtigen prägen ber Sippen-, Rassen- und Erbforschung Stellung. In den Akten gemeindlicher Behörden, insbesondere der Mablfahrts- und Jugendämter, sowie gemeindlicher Has Kopfweh besser, Liebling? Sonst hole ich Tabletten." Er sah sie besorgt an.

Danke, es ist besser, Martin '

Als ich dich oben nicht fand, vermutete ick), Ou wärst im Park. Es gibt da so nette stille Winkel. Ich habe mich schrecklich nach dir gesehnt, Annerl. Er nahm ihren Arm und sah sie mit großen ^^Sie"hörte seine Werbung, blieb stumm und ging neben ihm ins Haus.

9.