Oer Auftakt m 3Rio.
LlSA-Imperialismus auf der panamerikanischen Konferenz.
rrbischen Meer noch am Panamakanal halt, sondern dehnte ihre Interessensphäre erst wirtschaftlich und dann fast zwangsläufig auch politisch auf Kolumbien und Venezuela, die südlichen Randländer des Karibischen Meeres, und nach dem Bau des Pa- namakanals, der erst eine schnelle Verbindung zwischen der Ostküste der USA und den Staaten der südamerikanischen Westküste herstellte, auch auf Ekuador, Peru und Bolivien aus. Petroleum, Kup. ser, Zinn, Salpeter waren die begehrten Objekte der wirtschaftlichen Expansion der USA. in den füll» amerikanischen Nord- und Weststaaten, aber der Nationalismus regte sich hier bald, als der USA.» Imperialismus begann, mit Hilfe von großzügig gewährten Anleihen, die man gefügigen Regierungen aufdrängte, politisch Fuß zu fassen. Die Nationalisierung der mexikanischen Oelindustrie oder der chilenischen Salpeterindustrie sind Aeuherungen des Protestes gegen eine Durchdringung der nationalen Wirtschaft durch das nordamerikanische Kapital mit ihren politischen Auswirkungen. Der Widerstand gegen die Dollardiplomatie wurde aber erst zu einer allgemeinen Sache des iberoamerikanischen Kontinents, als die USA. sich in südamerikanischen Fragen eine Schiedsrichterrolle anmaßten. Sie waren ja sowohl dem Völkerbund wie dem Welt- schiedsgerichtshof fern geblieben, um freie Hand in Südamerika zu oehalten. Schon zehn Jahre vor dem Weltkrieg hatten die USA. durch Begünstigung einer Revolution in Columbien Panama von Columbien losgerissen und von sich abhängig gemacht. Die Re» volution in Mexiko 1910 hatte hier Gelegenheit zu einer Intervention nordamerikanischer Marinetruppen gegeben. Wilson nahm Haiti in seinen militärischen Schutz und brachte Nikaragua in ein Ab- hängigkeitsverhältnis zu den USA., und nach dem Weltkrieg versuchte Washington sogar im Grenz- streit zwischen Chile und Peru über das Salpetergebiet von Tacna-Arica den beiden seinen Willen aufzudrängen. Auf der sechsten panamerikanischen Konferenz in Havanna 1928 zeigte sich deutlich die Reaktion auf diese rücksichtslose nordamerikanische Jnterventionspolitik. In Washington hat man dafür ein feines Ohr gehabt. Auch die Wirtschaftskrisis, die den Anleihestrom nach Südamerika abstoppte, zwang zu einem Wechsel in den Mitteln, das Ziel bliev nach wie vor das gleiche. Der jüngere Roosevelt, der soeben die erste Amtszeit seiner Präsidentschaft begann, proklamierte auf der siebten panamerikanischen Konferenz von Montevideo 1933 eine „Politik des guten Nachbarn".
Wie sah mm diese „Politik des guten Nachbarn" in der Praxis aus? Zunächst steckte man tatsächlich einige für das Unabhängigkeitsgefühl der iberoame- rikanischen Nationen allzu unschöne Pflöcke zurück. Die nordamerikanischen Truppen aus Nicaragua und Haiti wurden zurückgezogen, auf das in der kubanischen Verfassung festgelegte Recht zur Landung von Truppen auf der Insel Kuba wieder verzichtet und im Streit der mexikanischen Regierung mit den angloamerikanischen Oelgesellsch-aften sich auf rein wirtschaftliche Druckmittel beschränkt. So meinte Roosevelt eine psychologisch günstige Atmosphäre geschaffen zu haben, um eine enge politische und militärische Zusammenarbeit zwischen den USA. und den iberoamerikanischen Republiken gegenüber dem europäischen Krieg zu erreichen. Schon im Dezember 1938 auf der panamerikanischen Konferenz in Lima hatte Roosevelts Staatssekretär Cordell Hüll auf ein Bündnis aller amerikanischen Staaten hingear- bertet. Schon damals hatten angebliche Angristsab- sichten der totalitären Mächte auf die „westliche Hemisphäre" als Schreckgespenst dienen müsien, um die iberoamerikanischen Staatsmänner für die Ge- dankengänge Washingtons einzunehmen. Aber das Ergebnis entsprach nicht den Wünschen Roosevelts. Er vermochte in Lima nur eine Erklärung der »panamerikanischen Solidarität" durchzusetzen, die auf der nächsten panamerikanischen Konferenz in Panama im September 1939, dem ersten Monat des europäischen Krieges, erneuert wurde. Hier in Panama zeigte sich schon die ganze Verlogenheit der Rooseveltschen Politik. Heute ist durch zahlreiche inzwischen veröffentlichte Dokumente bewiesen, daß der Präsident der^Vereinigten Staaten auch vor dem schärfsten Druck ^nicht zurückgeschreckt ist, um den europäischen Krieg heraufzubeschwören, weil er ihn zur Ablenkung von seinen verfehlten wirtschaftspolitischen Experimenten und zur Ankurbelung der nordamerikanischen Wirtschaft dringend brauchte. Damals gefiel er sich noch in der Pose des Friedensfreundes, der vorgab, alles zu tun, um die „westliche Hemisphäre" aus dem Kriege herauszuhalten. So muten die einzelnen Beschlüsse der panamerikanischen Konferenz von Panama geradezu als Erweiterung der nordamerikanischen Neutralitätsgesetzgebung an, wenn z. B. eine breite Sicherheitszone längs den amerikanischen Küsten geschaffen wurde, wenn ferner die amerikanischen Regierungen sich verpflichteten, ihr Land nicht als Stützpunkte für militärische Operationen herzugeben, ihre (Staatsbürger nicht in der Wehrmacht krieg führender Mächte dienen zu lassen und Schiffe kriegführender Mächte nicht länger als völkerrechtlich zulässig in ihren Häfen zu dulden. Die USA., unter deren maßgebendem Einfluß diese Deklaration entstanden war, waren selbst die ersten, die Punkt für Punkt wider Geist und Wortlaut dieser Deklaration von Panama handelten. England brauchte sich im Vertrauen auf die Freundschaft der USA. nicht um die panamerikanische Sicherheitszone zu kümmern, ja englische Kriegsschiffe gingen zur Reparatur in nord amerikanische Docks, Nordamerikaner nahmen in der bri- tischen Luftwafe Dienst, bie USA. selbst griffen mit ihrer Stützpunktpolitik wüt über die westliche He- mi'sphäre hinaus, bis schließlich unter dem berüchtigten Leih- und Pachtgesetz auch noch der Schein einer nordamerikanischen Neutralität fallen gelassen wurde. Damit war auch die Deklaration von Panama an ihren entscheidenden Stellen durchlöchert. Nicht besser ist es dem wichtigsten Beschluß der fol- genoen panamerikanischen Konferenz von Havanna ergangen. Auf ihr hatten sich — wiederum auf An. regung der USA — im Sommer 1940 alle freien amerikanischen Republiken verpflichtet, gemeinsam gegen jeden Besitzwechsel in Amerika vorzugehen, keine territoriale Veränderung solle ohne allgemeine Zustimung vorgenommen werden dürfen. Aber die USA. selbst haben sich um diese Beschlüsse nicht ehren Deut gekehrt, als sie sich im Tausch gegen 50 Zerstörer von England dessen Stützpunkte im At» lantik ab treten ließen und später sogar auf süd- amerikanischem Boden, in Holländisch-Guayana, Ma- rinetrupen landeten, um dort die für ihre Flugzeug- Industrie wertvollen Bauxitlager in die Hand zu bekommen. Daß daneben Roosevelt alles getan hat, um die iberoamerikanischen Staaten, vor allem Bra. silien und Uruguay, zur Ueberlassung von Stutz- punkten an die Marine und Luftwaffe der USA. zu bewegen, gehört mit in die Bemühungen des Präsidenten, sich Brückenköpfe zu schaffen, um über den Atlantik in den europäischen Krieg einrugreifen.
In Havanna war auch beschlossen worden, daß, falls eine amerikanische Macht von einer außeramerikanischen Macht unprovoziert angegriffen werden sollte, dieser Angriff al? gegen alle amerikanischen
Rio de Janeiro, 16.Jan. (DNB.) Am Donnerstagnachmittag wurde die Konferenz der amerikanischen Staaten in Rio de Janeiro mit einer Begrüßungsansprache des brasilianischen Staatspräsidenten Vargas eröffnet. Er erklärte, daß alles unternommen werde, was die Umstände erforderten, und nichts ungeschehen bleibe, um zu gewährleisten, daß „innerhalb unserer Grenzen keinem bekannten oder unbekannten Feind Zuflucht gewährt wird, damit er die Sicherheit der Amerikaner verletzen oder gefährden könnte". Der Sendbote Roosevelts, Un- terstaatssekretär Welles, suchte dann die südamerikanischen Staaten den dunklen Plänen der USA.-Imperialisten gefügig zu machen. Er malte die Achsenmächte als eine „Weltgefahr" an die Wand. „Wir wissen sehr wohl", sagte er, ,chaß das einzige Ziel dieser verbrecherischen Partner die Eroberung des Erdballes ist, der Raub der Besitzungen eines jeden einzelnen van uns unb die Unterroer» ung freier Männer und Frauen in die Sklaverei. Menschen mit gutem Willen müssen bereit und geneigt sein, mit klarer Voraussicht auf den neuen und dauerhaften Fundamenten der Freiheit, der moralischen Gerechtigkeit und vielleicht auch der Intelligenz neu aufzubauen." Die USA. wären natürlich gerne bereit, dabei „finanzielle und technische Hilfe zu leisten" ... Der Kern seiner Rede roar: „Es ist von äußerster Bedeutung, daß die amerikanischen Staaten die Handelsbeziehungen ju den Achsenmächten abbrechen, denen alle geschäft. lichen und finanziellen Beziehungen innerhalb der amerikanischen Hemisphäre unterbunden werden müssen." Gleichzeitig gab die amerikanische Regierung eine neue „Schwarze L i st e" heraus, auf der sowohl südamerikanische wie europäische Firmen in Verruf getan werden, um ihre Guthaben „einfrieren" zu lassen.
Sowohl die Rede von Sumner Welles wie die
Japans Erfolge zur See.
über36va»»BRT.feindlichenSchiffsra«ms
Tokio, 16. Januar. (DNB.) Das Hauptquartier der Marine meldet über das Ergebnis der japani- chne Flottenoperationen im Pazifik bis ein- chließlich 10. Januar: Die Flotte Deren 11 e 30 feindliche Schiffe mit insgesamt 192 OOO BRT. und kaperte 78 weitere Schiffe mit insge- amt 171000 BRT. Hierbei entfallen auf U - Boote 20 Schiffe mit 132 000 BRT., auf die Luftwaffe 10 Schiffe mit 57000 BRT. Die apcmischen Verluste belaufen sich aus insgesamt elf Schiffe mit 46 000 BRT.
Wiederaufnahme der Handelsschiffahrt Japan-Thailand.
Bangkok, 17. Januar. (DNB. Funtspruch.) Die Handelsschiffahrt zwischen Thailand und Japan ist
Staaten gerichtet betrachtet werden sollte. Auf diesen Artikel 15 der Deklaration von Havanna sucht sich Roosevelt nun zu berufen, um mit seiner Hilfe auch die ibero-amerikanischen Staaten in den Krieg hineinzuzerren. Er, der selbst noch unter dem Mantel der Neutralität zu offenen Kriegshandlungen gegen die Achsenmächte übergegangen ist, der durch eine Folge erpresserischer Provokationen Japan gezwungen hat, nachdem olle Bemühungen um einen friedlichen Ausgleich sich als hinhaltende Taktik der USA. erwiesen hatten, um seiner Existenz als Großmacht willen zum Schwert zu greifen, dieser selbe Roosevelt entblöbet sich nicht, sich nur als Opfer eines Angriffs hinzustellen, das nach der Deklaration von Havanna Anspruch auf die solidarische Hilfe der iberoamerikanischen Staaten habe. Es ist ihm freilich nicht gelungen, wie er es vielleicht gewünscht haben mochte, die iberoamerikanischen Staaten zu einer einheitlichen Aktion im Sinn seiner neuerlichen Kriegsausweitungspläne zu bewegen. Nur Mexiko und die mittelamerikanischen Trabantenstaaten der USA. waren ihm willfährig und haben die diplomatischen Beziehungen zu den Achsenmächten und Japan abgebrochen. In den südamenkanischen Hauptstädten roar man bedächtiger und nicht ohne weiteres bereit, sich im Fahrwasser der Rooseveltschen Kriegsausweitungspolitik in einen Konflikt von unübersehbarer Tragweite verwickeln zu lassen. Die Sinnlosigkeit der Argumente, mit denen Roosevelt eine Angrifssabstcht der Achsenmächte und Japans auf die westliche Hemi- sphäre, vor allem auf Südamerika, konstruiert hat, muß jeden unbefangen und nüchtern urteilenden Südamerikaner vor einem übereilten Schritt warnen, der nicht nur freundschaftliche Beziehungen zu Europa und Japan zerstören, sondern auch enge wirtschaftliche Verflechtungen durchschneiden würde. Gerade dieser Krieg, der den großen südamerikanischen Rohstoff- und Lebenmittelexportländern große Einbußen ihres europäischen Geschäfts auferlegt hat, hat ja wiederum schlagend bewiesen, daß sie für diese Verluste in den USA. keinen Ersatz finden können,
neuen Boykottmaßnahmen der USA. machen den eigentlichen Zweck klar: Die iberoamerikanischen Staaten auf Gnade und Ungnade an das Finanzkapital des „Riesen im Norden" auszuliefern. Das wissen auch die verantwortungsbewußten und selbständigen iberoamerikanischen Regierungen. Die. USA. suchen sie deshalb zu majorisieren, indem sie sich die kleinen iberoamerikanischen Staaten einfach kaufen und zugleich Juden und Freimaurer in der Innenpolitik der größeren Staaten als Sturmbock gegen die Regierungen ansetzen. Südamerika soll wenigstens einen Teil der soeben in der Südsee verlorenen Kriegsrohstofse den Nordamerikanern ersetzen. Der Außenminister Chstes, Rossettt, hat gerade jetzt angeprangert, mit welchen Methoden Roosevelts Leute vorgehen. Chile liefert Eisen, Salpeter, Küpser- und Manganerze, alles Dinge, die für eine Rüstungsindustrie notwendig sind. Die Nordamerikaner bezogen von Chile diese Grundlagen ihrer Kriegswirtschaft. Was gaben sie dafür? Nordamerikanische Verbrauchsgüter, aber während Chile seine Produkte vertragsgemäß zu den alten Preisen liefern mußte, wurden die nordamerikanischen Aus- tauschwaren um mindestens 40 v. H. im Preise erhöht. Also die Pankees bereichern sich auf Kosten der Chilenen. Die wirtschaftliche und finanzielle Durchdringung Südamerikas mit dem ihm fremden Pan- keegeist ist, wie in Südamerika selbst durchaus anerkannt wird, die größte Gefahr für diese Welt, die konfessionell und geistig durchaus dem spanisch-portugiesischen Kulturkreis angehört. Wenn etwas die Erkenntnis für die Gefahr, die ganz Südamerika bedroht, geben konnte, dann ist es die Tatsache, daß die Rooseveltianer den ganzen amerikanischen Kontinent in den Krieg stürzen wollen, der von Roosevelt gewollt roar, aber feine phantastischen Berechnungen über den Hausen warf.
wieder aufgenommen worden. Japanische Handels, schiffe sind bereits mit Reisladungen nach Japan unterwegs, während andere Schiffe mit Fracht aus Japan in Kürze in Thailand erwartet werden. Die Wiederaufnahme der Schift- fahrt war möglich, da die japanische Flotte das südchinesische Meer vollständig beherrscht.
Japan erhöht die Einkommensteuer bis 100 Prozent.
Tokio, 17. Ion. (DNB. Funkspruch.) Die Regierung verabschiedete siebzehn Verordnungen über eine Erhöhung der direkten Steuer^, die dem nächsten Reichstag zur Genehmigung unterbreitet werden sollen. ^Betroffen wird hauptsächlich die E i n k o m m e n st e u e r, die bis zu 100 v. H. erhöht wird.
da diese in den meisten Waren, die Südamerika im UeberfkUß produziert, selber auf die Ausfuhr angewiesen sind, um sie nutzbringend zu verwerten. Es war daher wohlüberlegt, wenn die südame- rikanischen Staaten vor irgendwelchen Aktionen im Sinne der Deklaration von Havanna nur den Fall einer gemeinsamen Konsultation für gegeben erach- teten. Dem soll nun die soeben in R i o de Janeiro, der brasilianischen Bundeshauptstadt, zusammengetretene panamerikanische Konferenz dienen.
Es ist offenbar Roosevelt nicht gelungen, die iberoamerikanischen Länder irgendwie festzulegen. Es scheint, daß er es auf den Versuch ankommen lassen will, auf der, Konferenz von Rio die auf eine eigene und unabhängige Haltung bedachten großen Nationen Südamerikas durch seine zahlreichen kleinen Mitläufer unter den der Dollardiplomatie gefügigen mittelamerikanischen Staaten zu majorisieren. Ob ihm dies freilich gelingen wird, müssen erst die nächsten Tage lehren, bisher wenigstens scheinen die Auffassungen recht weit auseinander- zugehen. Sumner Welles, der die USA. in Rio vertritt, hat recht voreilig das Ergebnis der Konferenz vorwegzunehmen versucht. Er erklärte in völliger Verdrehung der Tatsachen, daß die Konferenz notwendig wurde, weil gewisse Mächte die ganze Welt durch das Schwert beherrschen wollten, Angriftshandlungen gegen Nationen der Neuen Welt unternähmen und die heutige Sicherheit und künftige Unabhängigkeit der westlichen Hemisphäre bedrohten, er vertraue, daß die Konferenz den gleichen Geist der Solidarität manifestieren werde, wie die früheren, um die Hand des Angreifers auf diesem Teil der Welt abzuwehren. Das ist die schon recht abgeleierte Melodie seines Herrn und Meisters, die wohl kaum in Rio besonderen Eindruck machen wird angesichts der ausdrücklichen Verfiche- rungen der Achsenmächte und Japans, daß sie nicht im entferntesten daran dächten, die Unabhängigkeit und territoriale Unversehrtheit Südamerikas anzutasten. Praktisch wird Sumner Welles auf
Oer Lustangriff auf Pearl Harbour.
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Die uns als Funkbild Übermittelte Luftaufnahme ist von einem japanischen Flieger am 8. Dezember 1941, morgens, während des Angriffs der japanischen Bombengeschwader auf Hawai von einem Flugzeug aus gemacht worden. Das Bild zeigt die Einschläge der Bomben auf zahlreichen Einheiten der amerikanischen Marine. — (Funkbild: Atlantic fSch.j.)
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Berlin, 16.Januar. (DNB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh
Das Eichenlaub mit Schwertern für Korvettenkapitän Kretschmer.
DNV. Aus dem Jührerhauplqvarlier, 16. Januar. Der Führer und Oberste Befehls- Haber der Wehrmacht hat dem korveltenkapltSv
bedauerte, daß einige Staaten bereits ohne, vorherige Konsultation 'sich einseitig für den Zustand der Kriegführung entschieden hätten. Chile hat bereits am 2. Januar seine Neutralität erklärt. Paraguay erklärte durch seinen Außenminister, es hoffe in Rio auf eine Lösung, die eine Kriegsbeteiligung Südamerikas ausschlösse und befürworte die Schaffung eines politischen Blocks der Nationen mit der gleichen Auffassung. Uruguay, das schon seinerzeit in der Frage der Ueberlassung
Roosevelts klar durchschaut. Argentinien, das von jeher der stärkste Gegenspieler des norbameri- konischen Imperialismus gewesen ist, scheint nicht gewillt zu sein, seine Neutralität preiszugeben. Sein Äußenminister Ruiz Guinazu erklärte, Solidarität habe mit einem Militärbündnis nichts zu tun, und
Mittlere Zolles in Q[i
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deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Korvettenkapitän Kretschmer hat als Kommandant eines Unterseebootes — wie im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 25.4. 1941 mit- geteilt wurde — drei feindliche Zerstörer und 313 611 Tonnen feindlichen Schiffsraumes, darunter drei Hilfskreuzer, versenkt.
Das Ritterkreuz.
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einen gemeinsamen Derieidigungsplan aller amerikanischen Nationen hinarbeiten, der den Vereinigten Staaten Gelegenheit geben soll, Stützpunkte auf dem iberoamerikanischen Kontinent zu erwerben und die Kriegs- und Handelsmarinen der iberoamerikanischen Staaten dem Krieg Roosevelts nutzbar zu machen. Der von Welles weiter vorgeschla- gene Wirtschaftsaustausch mit den USA. soll noch mehr, wie es bisher schon durch die schwarzen Listen geschehen ist, die Achsenmächte vom südamerika- nischen Markt ausschalten und Südamerika, das enge wirtschaftliche Beziehungen zu Japan unterhält, in die freilich schon arg durchlöcherte Witt-
(Scherl-Bilderdienst-M.)
ragenden Leistungen als fünftem Offizier
Einer unserer kühnsten und erfolgreichsten Jagdflieger, Träger des Eichenlaubes zum Mtterkreuz, Oberleutnant Graf Kageneck, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, hat am 12.1. den Heldentod gefunden. Er ist einer schweren Verwundung, die er am 28.12! 1941 erhalten hatte, in einem Lazarett erlegen. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz erhielt er am 20. Oktober 1941 als 39. Soldat der deutschen Wehrmacht, als er feinen 65. Luftsieg errungen hatte. Insgesamt hat er 67 Gegner zum Absturz gebracht.
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So sehen wir in der Auffassung der Lage am Tage des Zusammentritts der vanamerikanischen Konferenz von Rio, der dritten seit Kriegsbeginn, alle Variationen von der offenen Beteiligung am Kriege Rofevetts bis zur strikten Neutralität» Wir werben in Ruhe abroarten können, ob es gelingen wird, sie auf einen Nenner zu bringen und auf welchen. Dr. Fr. W. Lange.
fchaftsdlockade gegen Japan einfpannen.
Es ist nun die Frage, wie weit sich die süd- amerikanischen Staaten diesem Verlangen der USA. gefügig zeigen werden. Auf eine solidarische Kriegserklärung wagt man anscheinend nicht einmal mehr in Washington zu hoffen. Immerhin würde eine Verwirklichung der Pläne, die Sumner Welles mit nach Rio gebracht hat, die größten Gefahren für die Unabhängigkeit der iberoamerikanischen Natto- nen heraufbeschwören, denn sie würden unter dem Vorwand notwendiger Verteidigungsmaßnahmen dem Präsidenten Roosevelt Tür und Tor öffnen ,z>u einer Expansion größten Stils, die Südamerika politisch, militärisch und wirtschaftlich zu einer Riesenkolonie der Pankees degradieren würde.
Ritterkreuz an Oberleutnant von Malapert, gen. von Neufville, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwaber und Oberleutnant Rudel, Flugzeugführer in einem Sturzkampsgeschwader.
den Wünschen der USA. sehr nachgiebig gezeigt hatte, scheint ebenso wie Venezuela, K o 1 u m» bien, Panama und die mittelamerikanischen einem' Staaten bereits ganz in die Linie Washingtons ein- J i , M der aeschwenkt zu fern. Ungewiß ist offenbar noch die oj^e Dien Haltung Brasiliens, Perus und Boliviens. ° aller Auf den brasilianischen Außenminister Ara n ha I v.dl'Wn 2lj setzt die Politik Roosevelts in Rio ihre besondere ' die ool Hoffnung. Er bildet in dem autoritären Regime Menüb des brasilianischen Staatspräsidenten Vargas das I L» keinen <i demokratische Element, das aus seiner Freundsä>aft zu den USA. niemals ein Hehl gemacht hat. Aranha hat schon im Juli 1940 einem nordamerikanischen Journalisten erklärt: „Wir werden an der Seite der Vereinigten Staaten und der andern amerikanischen Länder kämpfen, um diese Halbkugel vor einem Angriff zu schützen, mag er nun von außen kommen ober von innen durch einen revolutionären Versuch entstehen." Aranhas Gegenpol im Kabinett ist der Kriegsmimster General D u t r a , der ebenso wie der Generalstabschef General Goes Monteiro der Stützpunktpolitik der USA. sehr reserviert gegenübersteht und ebenso wie argentinische Militärs einer engen Zusammenarbeit der ABC-Staaten das Wort redet.
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