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GletzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

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Zchrlftleitung und Geschäftsstelle:

Gießen, Zchulstraße 7-9

der NSG. 'rsweg 60, r«0

HITLER: THE FACTS

Guns sei up in Berlin to meet Potsdam coup

Faksimile de- LondonerDaily Expreß" vom 8. Januar 1942, der dem britischen Leser mit allen Einzelheiten vorlügt, daß in den verschiedenen Stadtteilen Berlins gegen einen bevorstehenden Putsch militärische Stützpunkte eingerichtet worden seien. Mit solchen dreisten Lügen will Churchill das englische Volk über seine schweren Niederlagen in Dftaften Hinwegtäuschen. (Scherl-Btlderdrenst-M.)

natürlichen Hindernisse des tropischen Malaya über­winden. Die Japaner haben uns mit einer neuen Technik des Dschungel-Krieges genau so überrascht, wie uns die Deutschen in Frankreich mit ihrer Blitz- kriegtaklik außerordentlich überrascht haben. Die ja­panischen Soldaten, die leichte Uniformen tragen und Taschen mit Reis als Verpflegung bei sich füh­ren, dringen in die Dschungeln einzeln oder in klei­neren Gruppen ein. Als Schießscheibe sind sie nicht zu benutzen. Ihnen wird einzeln der Befehl erteilt, an die ihnen auf der Karte bezeichneten Punkte vorzudringen. Sie sind schnell, listig, mutig, gut ge­führt und können nur sehr schwer aufgehalten wer­den. Wir begriffen in Singapur nicht, daß die Ja­paner die für einen totalen Krieg notwendigen Vor­bereitungen trafen. Ebenso wenig hatten wir tue absolute Entschlossenheit, die lebenswichtige Vertei­digung von Singapur allen anderen Interessen vor- anzustellen.

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Druck und Verlag: vrühlsche UniversttätLdruckerei R. tauge

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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 81/., Uhr desVormittags

Anzeigen-Preile:

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffel I AbfchlüffeMengenstaffelir

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) RiodeJaneiro,im Dezember 1941.

Mit 90 Kilometer Geschwindigkeit fegt unser Chauffeur, der an Kühnheit, wenn auch vielleicht nicht an Besonnenheit, jedem deutschen motorisierten Verband Ehre machen könnte, über alle Schlag­löcher hinweg von den Bergen Friburgos hin­unter durch die Fluminenser Niederung der R i o - bucht zu. In den Ohren dköhnt einem immer noch die Radionachricht vom Krieg JapanUSA., die einem Sonntag in ländlicher Stille ein verfrüh­tes Ende bereitet hatte. Was wird jetzt mit Brasilien geschehen, mit dieser friedvollen Insel nationaler Selbstdisziplin, die bisher wie wenig andere Länder es verstanden hat, sich in würdiger Weise allem Kriegsgeschrei fernzuhalten?Das Unwetter wird vorübergehen, ohne uns zu berühren", hat Präsi­dent Vargas erst vor wenigen Wochen der Ju­gend Sao Paulos zugerufen. Unwillkürlich saugt man bewußter als sonst das Bild der brasiliani­schen Landschaft auf, die wir durchfahren, vielleicht weil sie einem so offen den Widersinn kundgibt, der darin liegt, die optimistische Ankündigung des Präsidenten schon jetzt in Frage gestellt zu sehen.

Wir fahren stundenlang durch flaches, fruchtbares Land, das auf friedliche Arbeit wartet, um feinen Reichtum wieder herzugeben, der feit Preisgabe der Sklaverei brachliegt. Und wir sehen immer wieder Spuren dieser Arbeit, wie sie seil einem Jahrzehnt systematisch eingesetzt hat. Auf der Straße, auf der wir heute in einem Omnibus drei Stunden bis zur Riobucht brauchen, konnte man vor wenigen Jah­ren noch, wenn man ein sportliches Gemüt und Sckstammketten hatte, in unbestimmter Zeit m die Berge gelangen, allerdings nur im eigenen Wagen, sofern dieser dazu hochbeinig genug war. Heute ist die Straße in ihrem Bergteil schon geschottert, tm Tal kriecht von der anderen Seite langsam eine Asphaltdecke bergan. Links und rechts vom Weg trifft man auf große Holztafeln, die Arbeiten des Sanierungsdienstes der Fluminenser Niederung an­kündigen, Flußregulierungen, Kanaldurchstiche, Trok- kenlegung weiter Sumpfstrecken. Ein Gebiet, um vielfach größer als die von Italien fruchtbar ge­machten Sümpfe, wird ohne viel Lärm, allerdings da auch ohne viel Kapital, eben in einem langsamen Tempo wieder einer systematischen Siedlung er­schlossen: der ganze große Ring zwischen Rw und der Bergkette der Serrä do Marl.

Etwas weiter kommen wir am Emgangstor einer -modernen Leprosensiedlung vorbei, angelegt im Kampf gegen die Lepra-Seuche, der man noch vor kurzem auf den Straßen der Städte begegnen konnte Heute findet man dort keinen Leprakranken mehr vor. Auch hier hat langsam Beharrlichkeit ohne viel Aufhebens grundlegende Änderungen geschaffen, überall wo nötig, gibt es heute Leprosen­kolonien, ebenso wie man der anderen großen Seuche, der Tuberkulose, mit einer umfassenden staatlichen Organisation zu Leibe rückt. Qualitäts­hebung des Menschenmaterials durch Schutz der Volksgesundheit und durch eine der vorbildlichsten Sozialgesetzgebungen der Welt, das ist eine der Grundlinien des brasilianischen Reuen Staates, im Kampf seinesfriedlichen Imperialismus", wie ihn Vargas einmal nannte, zur Eroberung und Er­schließung des kontinentgroßen Landes, dessen un­geheure Schätze die Geschichte ihm anvertraut hat.

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Stockholm, 16.,Ian. (Europapreß.) Die Lon­doner Presse ist über die bedrohliche Lage Singa­purs sehr bestürzt.Daily Mail" sagt: Die Zeit sei reif, endlich ein offenes Wort über die Lage euf Malakka und über die Singapur drohende Ge­fahr auszu'sprechen. Es fei nicht mehr daran zu zwei­feln, daß die. militärische Lage auf der Malaienhalb- infel dem britischen Oberkommando völlig aus ter Hand geglitten sei. Fast alle nichtamt­lichen Nachrichten sprächen von Unzulänglichkeiten, Mangel an Voraussicht und sogar vonwahrhafter Stupidität". Es bestehe kein Zweifel darüber, daß Singapur in höchster Gefahr schwebe. Gehe es aber verloren, werde das allerschlimmste Folgen für den weiteren Verlaus des Krieges haben.

In der konservativenPortshire Post" heißt es: Rein Zweifel herrscht darüber, daß mein nicht er­wartet hatte, die Japaner könnten so schnell die

Brand verursacht, im Hafen liegende Schiffe wur­den angegriffen, acht feindliche Buffalo-Bomber und ein Aufklärer abgeschossen. Bei den letzten zwei Luftangriffen sind 18 britische Flugzeuge in der Lu t abgeschossen und 7 am Boden zerstört worden.

WieTokio Nitschi Nitschi" aus Bangkok meldet, treffen in Singapur australische «Verstär- f ungen ein. Mit ihrem Einsatz soll versucht wer­den, den Rückzug der britischen Streitträfte zum Stehen zu bringen. Nach Informationen aus Sin­gapur soll man bereits vom britischen Festungsge­biet aus den Geschützdonner der Front vernehmen. Unaufhörlich ergießt sich ein Flücht­ling s st r o m von der Malaiischen Halbinsel nach Singapur, sodaß die Bevölkerung der Insel­festung in den letzten zwei Wochen auf weit über eine Million angeschwollen ist. Dadurch wird das Ernährungs- und Trinkwasserproblem in Singapur immer schwerer. Singapur erhält seit geraumer Zeit keinen Nachschub an Lebensmitteln und Munition. Trinkwasser wird nur noch zwei-

Brasilien am Scheidewege

Von unserem H. B.-Berichterstatter.

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pluiokralische Mffenlügen als Ersatzoffensive

Von unserer Berliner Schriftleitung.

192. Jahrgang Nr.N flhfebeint täglich, außer öonniaaS und feiertags

Beilagen:

Siebener Fnmilienblätter Heimat imBild- DieScbolle

Bezugspreis:

Monatlich... RM.1.80 Allstellgebühr,.. ,, -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Deshalb zeigte sich gleich zu Beginn dieses Pluto- kratentrieges, daß ihnen die jungen, die strebsamen, die gläubigen und zukunftsfrohen Völker geistig und damit auch militärisch weit -überlegen waren. Der ganze ursprüngliche Kriegsplan Churchills wurde in wenigen Wochen zerschlagen. England flüchtete auf seine Insel und hoffte auf das Wunder, das von den USA. kommen sollte. Roosevelt, der inzwischen den größten Teil des britischen Goldes sich einverleibt hatte, versprach Hilfe in größtem Ausmaß. Sie kam nicht oder nur so tropfenweise, daß sie sich für Churchill nicht auswirkte. Roose­velt hatte noch einen viel weitgehenderen Plan. Ihm war nicht nur die militärische und politische Schwä­chung Großbritanniens sehr willkommen, er hoffte, durch eine raffiniert jüdische Taktik auch Japans Zukunftsstreben in Ostasien im Keime ersticken zu können. So kam es zum Krieg im Pazifik und im Indischen Ozean. Japan schlug dem beutelüfternen Roosevelt seine vermeintlichen Trümpfe aus der Hand. Aber es muß etwas geschehen. Und da be­sannen sich Churchill und Roosevelt auf jenes Kriegsnlittel, von dem Churchill einst gejagt hatte: Die Lüge ist eine wichtige Waffe im Kriege." Seitdem und das scheint das Ergebnis der Wa­shingtoner Konferenz zu fein wird die Welt von einer Lügenpropaganda über Deutschland und seine Verbündeten überflutet, die bi$ militärische Offen­sive ersetzen soll: Massenlügen als Ersatz- offensive. Das ist das Eingeständnis der mili­tärischen und politischen Niederlage der Kriegs­plutokraten.

Dieses Land verlangt eine Arbeit, deren Größe erst vor einem Jahrzehnt erkannt worden ist. Es verlangt eine fanatische nationalistische Ausschließ­lichkeit, weil die nationale Aufgabe Brasiliens einen Raum von riesiger Weite und von gewalti­gen Möglichkeiten zum Gegenstand hat. Um so mehr, als die Weite des brasilianischen Raums nicht nur die Gröhe, sondern auch die Gefahr des Landes darstellt. Auf unserer Fahrt durch die Abenddäm­merung einer Landschaft, die nirgends ein Ende hat, überstrahlt von der strahlenden Glut der Abendsonne, die weit hinten über dem Atlantik untergeht, lernt man den träumerischen Zauber dieses unendlichen Raumes verstehen.Deus e bra- sileiro, dieses Wort, das ruhiges, stolzes Ver­trauen auf die Größe des Landes vereint mit der dem Europäer oft so verhaßtenpaciencia, wird einem verständlich.

Unser Omnibus macht seine letzte Station in einem Städtchen, berühmt als Geburtsort des größ­ten brasilianischen Schauspielers Joao Caetano. Und im Rahmen des Omnibusfensters bleibt für fünf Minuten unseres Aufenthaltes ein Bild von jener unwahrscheinlichen Schönheit haften, die man auf jeder Postkarte kitschig fände, die einen als Wirklichkeit aber überwältigt. Nichts als eine ein­fache Dorfstraße, rechts die schneeweiße Wand einer alten Kirche, auf deren Stufen ein halbes Dutzend kleiner, buntscheckiger Kinder einem Kameraden an- dächtig zuhören, der eintönig traurige Volkslieder auf seiner Flöte bläst. Die ältere Dorfjugend hat sich daneben, ebenso andächtig, um einen alten Ford versammelt, der von seinem Chauffeur ge­mächlich einer gründlichen Reparatur unterzogen wird. Links baut sich eine Reihe von Häusern im schmucklos klaren portugiesischen Kolonialstil wie eine Kette geruhsamer Familienburgen auf, vor denen sich die übrige Bevölkerung des Städtchens im sonntäglichen Abendbummel ergeht. Da die Straße abfällt, strömt hinter ihr die endlose Ebene ins Bild und überflutet alles mit dem Purpur des Abendrots. Ein glückliches, friedliches Land, das einem den Zauber solcher Bilder vermitteln kann.

Trotz aller Zeichen der zielbewußten Arbeit des Neuen Staates ist Brasilien dieser Zauber des ge­ruhsamen Friedens erhalten geblieben. Vielleicht konnte manches schneller und gründlicher vor sich gehen, wenn man dem Land diesen Zauber nehmen wollte. Man würde ihm aber dann auch seine Seele nehmen. Und das macht die Große des Neuen Staates aus, daß Vargas seinem Land eine natio­nale Aufgabe gesetzt hat, ohne ihm Fremdes auf- zuzwingen, ohne das Geringste an wirklicher na­tionaler Tradition zu zerstören. Brasilien ist ein Kontinent für sich, der an sich arbeiten und ferne innere Harmonie erhalten will. Und das ist nur möglich, wenn das Unwetter vvrubergeht, ohne Brasilien zu berühren, wenn sich die Hoffnung des Präsidenten Vargas erfüllt. Es sieht heute schon ehr bedenklich um die Erfüllung dieser Hoffnung aus. Die Kräfte, die trtn Werk sind, um Brasilien aus seinem Paradies des wirklichen Aufbaus zu vertreiben, werden übermächtig! Soll im Namen einer ideologischen Chimäre eine nationale Reali- tat gefährdet werden und ein Land, das auf dem Wege zu sich selbst war, für fremde imperialistische Interessen die Kastanien aus dem Feuer hole» Helsen?

Üche Verletzungen verursacht.

| Große Formationen von Armeebombern führten am Donnerstagmittag den fünften Tages- "6.V"" -.....

an ar i ff auf Singapur, und zwar auf die mal am Tage ausgegeben. Genau wie m Hongkong Flugplätze Sernbawan und Tengah sowie auf mili- ist auch in Singapur Mangel..^u^chußca^en tarische Ziele bei Endau an der Ostküste des Staa- sodaß die Zahl der Opfer bet Luftangriffen unver tes Johur durch. In Endau wurde ein großer l hältnisrnaßig hoch ist.

Ein Sprecher der britischen Regierung erklärte, daß gute Nachrichten aus Ostasien für die nächste Zeit nicht zu erwarten seien. Das britische Ober­kommando arbeite fieberhaft an der Verteidigung Singapurs; man müsse aber nun damit rechnen, daß es nur eine Zeitfrage ist, bis die Japaner die gesamte Halbinsel Malakka besetzt haben. Dann würden die Angreifer vermutlich ihre gesamte Macht gegen Singapur richten. Wenn es den Japanern gelänge, eine starke Flottenbasis dort einzurichten, wäre das, so sagtNews Chronicle", zweifellos ein tödlicher Stoß gegen die britischen Schiffahrts­verbindungen mit Indien. Die südchinefische See würde ein japanisches Binnenmeer werden.

Weil Ostasien auf der anderen Seite der Welt liege, so heißt es in derDaily Mail", hätten manche Engländer geglaubt, der neue Krieg könne leicht beendet werden, wenn man erst einmal den Krieg in Europa gewonnen habe. Das sei zwar sehr beruhigend, aber auch ebenso falsch. Wenn nämlich die Japaner ihren Vormarsch im gegen­wärtigen Tempo fortsetzen, dann werde es eines Tages schwer fallen, sie aus den eroberten Stel­lungen wieder zu verdrängen. Geschützt würden die Japaner durch die gewaltigen Räume weiter Ozeane. Selbst wenn die Verbündeten es fertig brächten, Japan in die Verteidigung zu drängen, dann hätte dieses den Vorteil der kürzeren Verbindungen mit dem Mutterland vor den Alliierten. Bis jetzt jeden­falls seien die Engländer von den Japanern in diesem Krieg immer nur geschlagen worden. Der Hauptgrund hierfür sei die Geringschätzung, mit der England auf die Japaner stets herabgeblickt habe. In geradezu selbstgefälliger Weise hätten die Engländer nicht zuletzt auch zu ihrer eigenen Be­ruhigung auf den japanisch-chinesischen Krieg ver­wiesen. Aber es sei sehr gut möglich, daß China für die japanischen Waffen nur ein Versuchsfeld gewesen sei. Es sei bemerkenswert, daß die japani- chen Truppen viel besser verständen, ihren Weg durch unwegsames Gelände und die Dschungel zu bahnen als die englischen Soldaten, die dort ihre, Ausbildung genossen hätten. Beim Ausbau von Singapur habe man die Möglichkeit eines feind­lichen Angriffs vom Lande her mit der Be­gründung abgelehnt, daß ein solcher Angriff un­möglich sei, da keine Armee durch die dichten Dschungel Malakkas hindurchkommen könne. Jetzt > aber hätten die Japaner bewiesen, daß sog a r , 12-Tonnen-Tanks ihren Weg fänden. Wie teuer müsse nun England für die Jahre bezahlen, t in denen man sich so in Sicherheit wiegte!

Blick auf Rio.

Der Schotte James Bryce, als Gelehrter wie als praktischer Staatsmann gleich bedeutend, hat in einem 1912 erschienenen Reisebuch über Süd­amerika den Gedanken geäußert, wieviel einfacher und besser es gewesen wäre, wenn jeder amerika­nische Kontinent einen eigenen Namen erhalten hätte, Gleichheiten wären nicht erträumt worden, wo Unterschiede bestehen, und mit ein und dem­selben Familiennamen hätte weder nördlich noch südlich des Golfs von Mexiko Mißbrauch getrieben werden können. Das mag insoweit zutreffen, als eine klare' Scheidung der geographischen Begriffe es dem Imperialismus der USA. erschwert hätte, seine seit hundert Jahren konsequent nach Süden vorgetriebene Expansionspolitik hinter dem propa­gandistisch äußerst wirkungsvollen Mantel einer Einheit der westlichen Hemisphäre zu verbergen, an dem ständigen und stetig wachsenden Bemühen der USA., über eine wirtschaftliche und kulturelle Einflußnahme auch die politische Führung über den südamerikanischen Kontinent an sich zu reißen, hätte sie schwerlich etwas geändert. Denn feit die Vereinigten Staaten sich nach dem Bürgerkrieg der sechziger Jahre als Großmacht konsolidierten, wuchs auch ihr Bestreben, ihr Verhältnis zu den südlichen Nachbarn aus einem grundsätzlich anderen Ge­sichtswinkel zu betrachen, wie ihre Beziehungen zu Den Nationen anderer Erdteile. Damit erhielt die Monroe-Doktrin ein ganz neues Gesicht. Sie war 1823 nach der Losreißunq der spanischen Kolonien in Mittel- und Südamerika vom Mutterlande und ihrer Unabhängigkeitserklärung verkündet worden als eine Warnung der USA. vor einer Einmischung europäischer Mächte in süd- und mittelamerikanische Fragen. Immer mehr wurde die Monroe-Doktrin zu der nackten Feststellung, daß alles Land südlich des Rio Grande, des Grenzflusses zwischen den USA. und Mexiko, eineReservation" der Ver­einigten Staaten sei.

Mochten auch nordamerikanische Politiker die Monroe-Doktrin als eine verstärkte Unabhängig­keitserklärung der USA., gleichsam als Maßnahme ihrer Selbstverteidigung aufziehen, wie z. B. Elihu Root, der Staatssekretär des älteren Roosevelt, der erklärte, die Sicherheit der Vereinigten Staaten verlange, daß amerikanisches Gebiet amerikanisch bleibe, so war dies in der Praxis doch nur eine schlechte Verhüllung für die immer weiter nach Süden greifende nordamerikanische Expansions­politik reinsten Wassers. Sie machte weder im Ka-

,Lum Kriegführen gehört Geld, Geld und noch- mils Geld!" Dieser pvlittsche Weisheitssatz ist heute nur zum Teil richtig. Gehörte nur Geld zum Krieg- sühren, dann müßten Churchill und Roosevelt ihren non langer Hand vorbereiteten Krieg längst gewon- «nen haben. Sie sitzen oder richtiger saßen auf den prallgefüllten Geldsäcken. Aber mit dem Geld allein -ist es eben nicht getan. Es gehören schließlich noch dazu Soldaten, Waffen und militärische Führer. Und föud) das genügt noch nicht. Wenn die Führer nicht Mn einer politischen Idee getragen sind und wenn sie diese Idee ihren Soldaten nicht als den Sinn imb den Zweck ihres Kampfes ttarmachen können, bann muß die Führung von vornherein versagen. Benn aber die Soldaten den Sinn ihres Kampfes unö Blutopfers nicht einzusehen vermögen, dann muß ihr Kampf matt, ohne Elan, ohne Begeisterung sein. Und wenn schließlich eine Rüstungsindustrie nur an das Geschäft, an den Kriegsgewinn denkt, dann vird sie nicht die Waffen hervorzubringen vermo- kqcn, die im heutigen modernen Krieg ins Feuer ge- Whrt werden.

Churchill und Roosevelt hatten sich den Krieg so gedacht, daß sie verdienen und ihren Besitz vermeh­ren, während die andern sich dafür opfern, die ver­ließen sich auf die Macht ihrer Geldsäcke. Ihr Gott Dar das Gold. Zu ihm beteten sie. Sie wußten flächt daß dieser Gott alt, müde und ohnmächtig geworden war. Die Massen ihrer Völker glauben schon lange nicht mehr an ihn, da er bisher nicht zu ihnen gekommen ist. Er schenkte seine Gunst nur ' einigen wenigen, während sie in Not, Sorge und T Nend ihr Leben verbringen mußten.

lagen über Südmalaya liegt, geht der Vormarsch ktT Japaner unaufhaltsam weiter. Ihre Streit- I?frö'fte haben bereits am Donnerstagabend den KdUflUpiupp |g.I'u ^uar überschritten und befinden

filmvorttag.L augenblicklich nur noch rund 100 Ki 1 o - >un» X| Bieter von Singapur e n ts e r n t. Der rechte der Westküste entlang vorrückende Fluge! der japanischen Truppen konnte feinen Vormarsch so beschleunigen, daß er bereits d i e Flanke des Feindes bedroht. Nur ein außerordent­lich geringer Prozentsatz der japanischen Truppen In Malaya leidet an Malaria oder anderen endemi- mischen Fieberkrankheiten, während nicht ein ein­ziger Fall von Cholera, Blattern und Beulenpest gemeldet wurde. Skorpione und Dschungel-Reptile i haben unter den japanischen Truppen nur unwesent-