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Marinekonferenz der Achsenmächte.

Berlin, 16. Januar. (DNB.) Am 14. und 15. Januar fand in G a r m i s ch eine Zusammenkunft zwischen dem Oberbefehlshaber der deutschen Kriegs, marine, Großadmiral R a e d e r und dem Flotten­admiral Riccardi, Unterstaatssekretär und Ad- miralsstabschef der italienischen Kriegsmarine, statt. Im Laufe der im kameradschaftlichen Geist geführ­ten Besprechungen zwischen den beiden Oberbefehls.

Dr. Ley sprach vor 1400 Führern und Man* nern von Großbetrieben des Gaues Südhannover- Braunschweig über die Aufgaben, die das dritte Kriegsjahr vor allem den Betrieben und Dor­männern der Arbeit stellt.

Der italienische Außenminister Graf Ciano legte bei seinem Besuch in Budapest an dem ungarischen Ehrenmal und auf dem italienischen Heldenftledhof Kränze nieder. Mittags empfing er die ungarische Regierung in der italienischen Gesandtschaft.

neue Reichskommissar für die Preisbildung Staatssekretär Hans F i s ch b ö cf.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, emp­fing die Amtsleiterinnen und die Bezirksführerin­nen des Reichsarbeitshienstes der weiblichen Jugend.

In Deutschland traf der 250 000. freiwillige Ar­beiter aus Belgien ein, um im Reich feine Arbeit in der Industrie aufzunehmen.

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Habern wurde bk vollständige Uebereln« ftimmung in der weiteren operativen Zu­sammenarbeit der beiden Kriegsma­rinen zur Erringung des Endsieges über den gemeinsamen Feind festgestellt.

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Ausdem Aührerhauptquartler. 16. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m mittleren und nördlichen Ab­schnitt der O st front dauern die Kämpfe atu Beim Angriff gegen starke feindliche Kavallerie im mittleren Frontabschnitt nahm ein deutsches 3nfan- teriebataillon am 14.1. nach harten Kämpfen eine wichtige Ortschaft und erbeutete 10 Geschütze, zahl­reiche Maschinengewehre. Granatwerfer. Hunderte von Gewehren und 850 Pferde. Der Feind liefe mehr als 1300 Tote zurück.

Durch unsere Luftangriffe auf Schiffsziele bei Ieodosia und Kertsch wurde ein Transporter von 1500 BRI. versenkt, ein größerer Transporter und ein Zerstörer schwer beschädigt.

3m Westfahrwafser des weihen Meeres wurde ein Eisbrecher derStalins- Klasse durch mehrere Bombenvolltreffer schwer be­schädigt.

3n der Nacht zum 16.3anuar griffen Kampfflug­zeuge Hafenanlagen an der e n g l i s ch e n O st k ü st e an und erzielten mehrere Volltreffer in einer großen Hochofenanlage.

3n Nordafrika fetzte der Feind die Beschie­ßung der deutsch-italienischen Stützpunkte Im Raum von Sollurn durch Land- und Seestreitträfte fort 3n der westlichen Lyrenai ka keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampf- und Sturz­kampfflugzeuge griffen britische Kraftfahrzeugkolon­nen und Flugplätze sowie Zeltlager bei Marsa Matruk an.

Die Luftangriffe auf britische Flugplätze und Ver­teidigungsanlagen auf der 3nsel Malta wurden bei Tag und Nacht wirksam fortgesetzt.

Deutsche Transportflugzeuge schossen am 13.1. über dem Mittelmeer zwei angreifende britische Zerstörerflugzeuge ab.

Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Emden und weitere Orte Im norddeutschen Küsten­gebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Drei der angreifenden briti­schen Bomber wurden abgeschosseu.

Nachschub durch Schnee und Eis

Bon Hauptmann t. G. Heidenreich, Oberkommando des Heeres.

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PK. ... In der Libyschen Wüste.

Allen schuldigen Respekt: Er kann mehr als Staub aufwirbeln und von sich reden machen! Er ist im Gegenteil ein leuchtendes Beispiel des Moltke- schen Spruches: Mehr sein als scheinen!

Aeußerlich merkt man ihm kaum an, daß mit ihm ein neues Kapitel in der Geschichte des so fanatisch verkehrsfeindlichen Erdteils Afrika aufgeschlagen wurde: Kleinwinzig und federleicht, hinten drin ein tleingr Motor, der kaum für die Wasserpumpe eines Mittleren Bauernhofes auszureichen scheint alles in allem aber das Gefährt der Wüste und Steppe, der endgültige Ueberwinder des Jahr- tauferrbe alten weilandSchiff der Wüste", des

5 norbamen« ! scheint nichts uneben.

Solidarität i 'zu tun, und j ohne, von 6m dfiil« .y lität jf>enm'Uier» eine (W*l unb , Blodä M NsUgual)' i w*\ ründung M

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Der Volkswagen-für Afrika wie geschaffen

Von Kriegsberichter Walter Estermann.

geklagte legte nun den Säugling auf den Leib mit dem Gesicht nach unten, ein Vorgang, der nach Erklärung der Sachverständigen durchaus statthaft ist und in der Regel dazu dient, daß sich die Kleinen bann bald beruhigen. Allerdings muß in solchen Fällen die Wärterin unter allen Umständen bei dem Kind bleiben, da sonst die Gefahr besteht, daß die kleinen hilflosen Wesen ersticken. Diese Pflicht hatte die Angeklagte versäumt. Sie war abberufen worden und hatte über andere Aufgaben den Säuglin-H vergessen. Als sie nach etwa einer halben Stunde^ tn das Zimmer zurückkehrte, war das Kind inzwischen verstorben. Die Angeklagte, seelisch vollkommen zufammenge- brochen, wurde zu zwei Monaten Gefängnis ver­urteilt.

!ebensadern des. Verkehrs zur Front.

Allerdings sind diese Hauptnachschubstraßen durch­aus nicht mit europäischem Maße zu messen. Das Sowjettegime hat nur wenig für die Erschließung des Landes durch moderne Straßen getan. Aber auch Schnee,. Eis und Dunkelheit können im ruffl- schen Winter die Fahrer nicht in ihrer treuen Pflichterfüllung hindern. Ihr Weg führt sie vorbei an zahllosen Formationen der Baueinheiten, die ohne Unterbrechung an der Ausbesserung und dem Neubau der Sttaßen und Brücken und an der (Er­höhung der Verkehrssicherheit arbeiten. Ihr Einsatz hat bereits hervorragende Erfolge gehabt. Sie ha-

die Truppe lebt, wenn der Nachschub einmal ge­stört werden sollte. Für den Ostwinter sind sie von besonderer Bedeutung. In Frontnähe verästelt sich der Weg der Versorgung in feinste Kanäle, die schließlich bei den kleinsten Einhetten des Heeres, den Kompanien, Batterien und Schwadronen, enden.

Es liegt auf der Hand, daß mit dieser Verästelung eine solche Zunahme der Nachschubwege eintritt, daß zu ihrer ständigen Instandsetzung ausreichende Ar­beitskräfte nicht überall zur Verfügung stehen. Da­mit wachsen die Schwierigkeiten vor allem im Win­ter. Doch deutsche Organisationsgabe und klarer Blick für die Notwendigkeiten haben noch für jede Lage ein System der Aushilfen gefunden, wobei sich der Soldat der Versorgungstruppen und -kolon- nen auch nicht durch die Versuche versprengter sow­jetischer Kräfte durch Ueberfälle auf die Nachschub - bewegungen >stären ließ. Er steht auch im Kampf seinen Mann und schickt die Bolschewiken mit blutt- gen Köpfen und unverrichteter Dinge wieder zu­rück.

Die Ausgabestellen der Divisionen sind die letzten Versorgungseinrichtungen auf dem Wege des Nach­schubs. Aus ihnen wird die Truppe unmittelbar je nach dem augenblicklichen Bedarf versorgt. Die Transportmittel her Truppe find auf die Unweg. samkeit des Geländes und die Winterverhältnisse besonders eingestellt. Auch die Kompanien voll- motorisierter Verbände verfügen über zahlreiche Schlitten und zusätzliche Panjepferde.

Der Versorgungsbewegung von der Heimat zur Front läuft ein ständi g e r Rückstr 0 m entge­gen. In ihm fließt all das zurück, was die kämp­fende Truppe tn ihrer Beweglichkeit hindert und wofür sie selbst nicht ausreichend sorgen kann. Im Vordergrund steht die Betreuung der Ver­wundeten und Kranken, die in rückwärtige Lazarette und in die Heimat gebracht werden. Än gleicher Weise wird für den treuen Helfer unserer Soldaten, das Pferd, gesorgt. Waffen, jegliches Ge­rät und Fahrzeuge, die beschädigt sind, kommen in die Werkstätten ünö Geräteparke.

Die Versorgung unseres Oscheeres fft auch hn Winter die nie abreißende Verbindung zwischen Heimat und Front. Don den großen Waffenschmie­den unserer Rüstungs.inhuMe, von den Kriegsvor­räten der Heimat, schlägt sie über mehr als tau­send Kilometer und ungezählte Hindernisse hinweg eine Brücke, über die rastlos und unaufhalffam der Nachschub zu unserem Ostheer rollt. Die reibungs­lose Versorgung der Front auch im russischen Winter fft das Ziel, um das die Soldaten der Derforgungs- truppen unseres Heeres Tag und Nacht kämpfen.

taupWftiefter: Dr. Friedrich Wilhelm Lmige. Stellvertreter btt VkmptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. fa. W. Lauste: für bat» Feuilleton ^Dr. Ha"S Thyriot, für (stab: Ziesten, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumscheim

Druck und Verlag: Brüblsche Universität-druckerei R. Lange ft.®. Verlags,eiter- Dr.-Ing. Erich Hamann: Bnzeigen-Er- Hans Beck. Verantwörtlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel P "r.s.

Gandhi hat Nehmals seinen gesetzlichen Er­ben" bezeichnet. Damit hat Gandhi seinem Wunsche eindeutig Ausdruck verliehen, im Falle seines Todes Pandit Nehm als Nachfolger aufgestellt zu wissen. Nehm hat ebenso wie Gandhi bereits fünfmal in britischen Gefängnissen gesessen.

hörte auch auf zu schreien. Nach kurzer Zeit ertönte aber neues Kindergeschrei aus dem gleichen Zimmer.

Diesmal war es das Kleine der Frau S Bit ~..

in diesem harten, unerbittlichen Klima so notige Ruhe und Erholung findet? Zelt und Ausrüstung, Waffen und Verpflegung schleppte er getreulich die Tausende von Kilometer nach vorne: Daß er nun aber auch noch die Sessel freigiebig zur Verfügung stellt, ist des Edelmutes leuchtender Gipfel.

Mit solcher Gesinnung muß es ihm in besseren und friedlicheren Zeiten gelingen, die unwirtliche Hälfte der Erde, die Zone der Steppen und Wüsten, dem weißen Mann zu erobern, der nun einmal An­sprüche mit in das große Garnichts bringt, die wei­ter reichen als die jenes altgriechischen Philosophen, der all das ©einige mit sich trug. In Wüste und Steppe liegt das Glück der Erde weder auf dem Rücken der Pferde noch dem der Krafträder: Es gehört schon der breitere Rücken des Volkswagens dazu, um alles mitzuschleppen, was die höheren Bedürfnisse und Ansprüche des Europäers selbst in den hintersten Ecken der Welt erfordern. Da in diesen hintersten Ecken aber meist begehrenswerte Rohstoffe liegen, wird die Bedeutung eines Aller- welffahrzeuaes wie des Volkswagens für die zu- künftige Erschließung der Welt klar und deutlich...

ben damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhö­hung der Leistungsfähigkeit des Nachschubs mit Lastkraftwagen geliefert. Schnellräunurupps mit modernsten Geräten stehen bereit, um bei einsetzen- dem starken Schneefall die Straßen unverzüglich wieder frei zu machen.

Die große Nachschubbewegung zur Front läuft im allgemeinen zu den Armeen. Einzelne Kolon­nen laufen sofort weiter zu den Divisionen, andere werden aus den Lagern entsprechend dem augenblicklichen Bedarf der Truppe neu beladen. Alle Güter aber, die die Front im Augenblick nicht braucht, werden in den Armeelagern von Fachkräf­ten sorgfältig eingelagert. Bauten und beson­dere Einrichtungen sind hier für den Winter ge­schaffen worden, die das wertvolle Nachschubgut gegen die Einflüsse der Witterung und den Zugriff Unbefugter schützen. Diese Auslagerungen aber sind zugleich Versorgungsreserven, aus denen

Der Schöpfer der größten Kinderbücherei.

Der Kurator der Reichssugendbücherei in Berlin, Karl hobrecker, begeht feinen 65. Geburtstag. Dieser Vorkämpfer für das gute deutsche Jugend­buch hat in zwanzigjähriger Sammlertätigkeit 12 000 in- und ausländische Jugendbücher zur größ- ten Iugendbücherei der Welt zusammengetragen, die er im Jahre 1933 der von Baldur von_ Schirach ins Leben gerufenen R e i ch s j u g e n d b ü ch e r e i ge­stiftet hat. Wenn diese heute über 50 000 Bände ent­hält, so ist dies mit Karl hobreckers Werk. Die ho- brecker-Sammlung selbst enthält bibliophile Kostbar­keiten von großem Seltenheitswert. Es sind alte deutsche Jugendbücher darunter, die über­haupt nur noch in einem Exemplar vor­handen sind. Ein vergilbtes Büchlein trägt die Jahreszahl 1772. Sein Verfasser R 0 ch 0 w nannte es ganz bescheidenVersuch.eines Schulbuches", in dem er erstmalig den deutschen Jungen und Mä­dels an Stelle von Fabeln und Religionsgeschichten ein buntes Allerlei von Erzählungen darbietet. Und sieben Jahre später fft schon ein deuffches Jugend­buch, in dem auch der Humor zutage tritt, erschie­nen. Es ist sogar illuftrlert und die Bilder stammen teilweise von dem großen Meister Chodowiecki.

250. Geburtstag der Konserve.

Die Lebensmittelkonserve, die aus der neuzeit­lichen Lebensmittelindustrie und dem Haushalt kaum mehr wegzudenken ist, kann tn diesem Jahre ein Jubiläum feiern. Es sind jetzt genau 250 Jahre her, daß der auch in Deutschland heimisch gewordene französische Physiker Denis Papin dem großen deutschen Philosophen Leibniz von seiner Er- ftnbung der Konserve berichtete. Papin hatte in dem von ihm konstruierten und später nach ihm beanntenPavinschen Topf", einem druckstarken, dickwandigen Kochtopf er verwendete zunächst Glasgefäße als solche Fleisch gekocht und durch Sterilisieren haltbar gemacht. Das Prinzip des Pa- pinschen Topfes wird auch heute noch bei den Schnellkochtöpfen angewandt. Bei feiner Konserve vertrat damals ein Terpentin kitt die Stelle des jetzigen Gummiringes. Papins Gedanke wurde 100 Jahre später von dem deuffchen Chemiker : Scheele wieder aufgegriffen; endlich entwickelte 1 der Koch und Likörfabrikant Appert das Verfahren 1 weiter; er stellte Konserven in größerem Umfange 1 her, und zwar machte er Fleisch, Gemüse und Obst ' in Glasgesäßen haltbar, deren Deckel mit Pech luft­dicht verschlossen wurde.

, Vorsicht mit Säuglingen.

Wegen fahrlässiger Tötung mußte sich vor dem ; Berliner Amtsgericht die 39)übrige Helene P. ver- ' antworten. Die Angeklagte, die seit mehreren Jah- - ren in einem Berliner Wöchnerinnenheim beschäftigt 1 war, hatte stets.eimnanbfrei ihre Pflicht erfüllt. In » der Nacht zum 12. Dezember hatte sie Wache und 1 hörte plötzlich aus einem Zimmer, in dem zwei ; junge Mütter mit ihren Neugeborenen lagen, hef­tiges Kindergeschrei und eine erregte Frauenstimme. 1 Die eine Patientin, eine Frau S-, beklagte sich dar- 1 über, daß der Säuglsng ihrer Zimmergenossin so 1 heftig schrie und ihr dadurch die Ruhe raubte. ? Schwester Helene begütigte, und das kleine Wesen

Reuter meldet, daß Sir Archibald Clark-Kerr, der augenblicklich britischer Botschafter in Tschung- king ist, Nachfolger von Sir Stasford Cripps als britischer Botschafter in der UdSSR, werden wird.

Kamels!

Die meisten der im nordafrikanischen Küstenrand laufenden Volkswagen haben Jules Derne mit seiner Reise um den Erdball weit hinter sich ge­lassen! 40 000 Kilometer, das war für sie ein Gar­nichts, ein kleiner Anfang, der sie erst zu den rich­tigen Taten anspornte! Heber und über mit Staub bedeckt, den niemand abwaschen würde, selbst wenn er das Wasser dazu hätte, denn die Staubschicht tarnt besser als jeder Anstrich, genügsam und ge­duldig, erinnert er irgendwie an die unermüdlichen Eselchen, die hierorts die Wüstenpisten entlang» traben nur mit einem Unterschied: der Esel bockt Vst, der Volkswagen, Gott sei Dank, fast nie!

Mit einem Wort, er ist ein anspruchsloser kleiner Sandfloh, der nie enttäuscht und treu und zuverläs­sig seine Dienste tut nicht ohne Grund ist er der Liebling aller geworden und der Neid der orts­ansässigen Afrikaner weißer und brauner Haut­farbe, die voller Bewunderung vor allem der Tat­sache gegenüberstehen, daß das kleine unermüdliche Ding keinen Tropfen Wasser, sondern nur Luft zur Kühlung braucht und die platt darüber sind, wie leicht das ganze Dingchen ist, wenn sie gelegentlich hilfreich herzuspringen, um fein Hinterteil aus dem Sand zu heben, in den sich seine hochachsigen Räder Iselten genug eingraben. So leicht ist er, daß zwei Paar handfeste Fäuste beim Reifenwechsel den Wagenheber ersetzen, so wendig, daß mancher von

den kleinen Volkswagen schon im Zick-Zack-Kurs querroüftein englischen Tieffliegern entronnen ist, die sich ihn zum Ziel genommen hatten, so genüg» fam, daß er selbst im gottverlassensten Gelände der libyschen Wüste kaum mehr als feine acht Liter Treibstoff je hundert Kilometer säuft, so unver­wüstlich, daß ihm Dutzende tion Einschüssen Narben trägt jeder von denalten" nichts aus­machen, und so zweckmäßig zusammengebaut, daß man notfalls auch das kommt vor vier Zy­linder aus dem Motor einer abgeschossenen eng­lischen Iagdmaschine ausbaut und Dem Volkswagen als neuen, allerdings dann im Verbrauch nicht mehr so bescheidenen Motor einbaut.

Ueberfyaupt: Was an dem Volkswagen in Afrika schon herumgebastelt worden ist, das geht auf keine Kamelhaut! Nicht nur, daß man angesichts feiner unerhört zweckmäßigen Raumverteilung alles und jedes aus ihm machen kann, fahrbare Marketende­rei, ja selbst Rundfunk- und Filmaufnahmewagen, so wurde zu Porsches genialer Konstruktion von den treuen Fahrern schon allerlei dazuerfunden. Um den Luftfilter vor Versandung zu schützen, hat einer den Schlauch einer alten britischen Gasmaske angeschraubt und in den staubfreieren Kofferraum geführt, eine Einrichtung, die nun nicht nur im ganzen Afrikakorps allgemein ist, sondern die für Die künftigen Neukonstrukttonen auch vom Werk übernommen wurde! Ein anderer hat für Hunderte von Kilometern den gebrochenen Gashebel durch ein Stück Kameldornbusch ersetzt. Das geht auch!

Groß wie seine technischen sind auch seine mili­tärischen Leistungen. Der größte Flugplatz der Cyrenaika würbe im April von Volkswagen er­obert, in denen MG.-Schützen Platz genommen hatten. Der Staub der Volkswagen veranlaßte bff stolzen Britten mehr als einmal zu siegreichen Rückzügen in der Fehlmeinung, da seien starke Panzerkräfte in Anmarsch.

Das Schönste aber sind seine Sessel: Was wären die Hunderte von Wüstenw-gwams, wenn vor ihnen nicht ein ausgebauter Volkswaaenstuhl stände, in dessen weichen Pfühlen der glückliche Besitzer die

Sr. I ]| le* htnSf Aufgabe der Heeresversorgung ist es, dem Feld­er- . r Feindesland alle Güter zuzufuhren, die es

L Leben braucht und feine Kampfkraft durch : Nachschub aller notwendigen Kampfmittel und Aus- mstungsgegenstände ständig zu erhalten. Die ge- ivaltigp Größe unseres Ostheeres mit feinen Mrl- i [inner Soldaten und Waffen, mit feinen Hundert- tauienöen von Pferden, Kraftfahrzeugen und Pan- ,ern gibt -eine Vorstellung von dem Umfang der Versorgung, die für dieses Heer geleistet werden muß Seit dem Einbruch des Winters in der Sow­jetunion kommen zu den. üblichen Schwierigkeiten, mit denen die Versorgung jederzeit zu kämpfen hat, neue Hindernisse hinzu, die überwunden werden müssen. Es ist selbstverständlich, daß die Heeresver- -Drgi#ng auf dem Weg von der Heimat zur Front )je Möglichkeiten aus den verfügbaren Transport­mitteln entsprechend den örtlichen Verhältnissen bis mm Aeußersten ausnutzen muß, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können.

Aus den Erzeugungsstätten, Lagern und Maga­zinen der Heimat stießen d-ie Versorgungsgüter des [Heeres, Munition, Betriebsstoff, Verpflegung und Unterhinftsmittel für Mann und Pferd, Gerät und iriegsausrüjtung jeher Art, mit eigenen Transport­mitteln dem Feldheer zu. Nach wohldurchdachten Mnen letten der General q u ar Herrn elfter mi Oberkommando des Heeres und feine Der- sprgungsd lenst st eilen bie Nachfchubtrans- Kte entsprechend dem Verbrauch und Bedarf an verschiedenen Frontabschnitten. Ueber die wie­derhergestellten Strecken her besetzten Ostgebiete rol- (n sie vor zu den Armeen oder in große front- ^e^gTringe Dickte des sowjetischen Eisen- dahnnetzes und der s ch l e ch t e Z u st a n d der über­nommenen technischen Einrichtungen stellen die Ei- jenbahn vor eine besonders schwierige Ausgabe. Die Tinslüsse des Winters, Schneeverwehun- gen und starker Frost kommen hinzu, sie müssen Lberwunden werden. Die unterschiedliche Spurweite deutscher und sowjetischer Eisenbahtt- strecken erfordert an vielen Stellen einen ständigen Umschlag her 23erförgungsg-üter, für den zahlreiche Arbeitskräfte bereitgehalten werden. Trotz all dieser Schwierigkeiten aber wird durch vorausschauende Planung erreicht werden, daß alle Verbände des Ostheeres auch im Winter laufend die lebensnot- u b e s M vendigen Dersorgungsgüter erhalten.

] Reichen hierzu die Möglichkeiten der Eisenbahn droaöer hn! Nicht aus, so wird aus den umfangreichen front- £r ist nahen Beständen ausgeholfen. Gerade dieser 21 Möglichkeit kommt im Winter stärkste Bedeutung -Jenen w zu, ist es doch möglich, von hier bas Nachschubaut am 20 Oft mit T r a n s p o r t k 0 l 0 n n e n vorzubringen, die ©ehrrnnX überall, wo es erforderlich ist, als Ergänzung ober alte e.auch als Verlängerung her Eisenbahn eingesetzt jrQ*f a weiden. In unermüdlichem Einsatz, oft tagelang ohne größere Ruhepause, lenken bie Fahrer ihre schweren Kolosse über die Rollbahnen, die großen