'111* o t et ’Wsraumei evkl. 1
Der
chsten 5agb
^genetf,
!r ist ein«
Aus aller Welt
ie An-
06
D
-LAMPEN
OS RAM-'
£1
Marinekonferenz der Achsenmächte.
Berlin, 16. Januar. (DNB.) Am 14. und 15. Januar fand in G a r m i s ch eine Zusammenkunft zwischen dem Oberbefehlshaber der deutschen Kriegs, marine, Großadmiral R a e d e r und dem Flottenadmiral Riccardi, Unterstaatssekretär und Ad- miralsstabschef der italienischen Kriegsmarine, statt. Im Laufe der im kameradschaftlichen Geist geführten Besprechungen zwischen den beiden Oberbefehls.
Dr. Ley sprach vor 1400 Führern und Man* nern von Großbetrieben des Gaues Südhannover- Braunschweig über die Aufgaben, die das dritte Kriegsjahr vor allem den Betrieben und Dormännern der Arbeit stellt.
Der italienische Außenminister Graf Ciano legte bei seinem Besuch in Budapest an dem ungarischen Ehrenmal und auf dem italienischen Heldenftledhof Kränze nieder. Mittags empfing er die ungarische Regierung in der italienischen Gesandtschaft.
neue Reichskommissar für die Preisbildung Staatssekretär Hans F i s ch b ö cf.
(Scherl-Bilderdienst-M.)
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, empfing die Amtsleiterinnen und die Bezirksführerinnen des Reichsarbeitshienstes der weiblichen Jugend.
In Deutschland traf der 250 000. freiwillige Arbeiter aus Belgien ein, um im Reich feine Arbeit in der Industrie aufzunehmen.
Rhrer verlieh ba« [(Kapert, ’J in einem
Mader.
Der btt Werten
1
l0«Wm! ! d» vb«. *•«« mit. letzte-
o.
aller amerl« Vereinigten hpuntte auj u erwerben i der ibero' isevelts nutz- r oorgeschla- Ä. soll noch fübamerifo«, merita, bas apan unter», ^erte Wirt» sich die süd» ?n der USA. jsche Kriegs» einmal mehl rbe eine Der» Welles mit gefahren für Ischen Mo« n unter hem srnaßnalMN
Tor öffnen Südamerika । zu einer würbe.
,en Absichten inien, das
Habern wurde bk vollständige Uebereln« ftimmung in der weiteren operativen Zusammenarbeit der beiden Kriegsmarinen zur Erringung des Endsieges über den gemeinsamen Feind festgestellt.
Oer Wehrmachtbericht.
DNB. Ausdem Aührerhauptquartler. 16. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m mittleren und nördlichen Abschnitt der O st front dauern die Kämpfe atu Beim Angriff gegen starke feindliche Kavallerie im mittleren Frontabschnitt nahm ein deutsches 3nfan- teriebataillon am 14.1. nach harten Kämpfen eine wichtige Ortschaft und erbeutete 10 Geschütze, zahlreiche Maschinengewehre. Granatwerfer. Hunderte von Gewehren und 850 Pferde. Der Feind liefe mehr als 1300 Tote zurück.
Durch unsere Luftangriffe auf Schiffsziele bei Ieodosia und Kertsch wurde ein Transporter von 1500 BRI. versenkt, ein größerer Transporter und ein Zerstörer schwer beschädigt.
3m Westfahrwafser des weihen Meeres wurde ein Eisbrecher der „Stalins- Klasse durch mehrere Bombenvolltreffer schwer beschädigt.
3n der Nacht zum 16.3anuar griffen Kampfflugzeuge Hafenanlagen an der e n g l i s ch e n O st k ü st e an und erzielten mehrere Volltreffer in einer großen Hochofenanlage.
3n Nordafrika fetzte der Feind die Beschießung der deutsch-italienischen Stützpunkte Im Raum von Sollurn durch Land- und Seestreitträfte fort 3n der westlichen Lyrenai ka keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen britische Kraftfahrzeugkolonnen und Flugplätze sowie Zeltlager bei Marsa Matruk an.
Die Luftangriffe auf britische Flugplätze und Verteidigungsanlagen auf der 3nsel Malta wurden bei Tag und Nacht wirksam fortgesetzt.
Deutsche Transportflugzeuge schossen am 13.1. über dem Mittelmeer zwei angreifende britische Zerstörerflugzeuge ab.
Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Emden und weitere Orte Im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Drei der angreifenden britischen Bomber wurden abgeschosseu.
Nachschub durch Schnee und Eis
Bon Hauptmann t. G. Heidenreich, Oberkommando des Heeres.
'>5. «fallt: teil'SÄfB
’W
PK. ... In der Libyschen Wüste.
Allen schuldigen Respekt: Er kann mehr als Staub aufwirbeln und von sich reden machen! Er ist im Gegenteil ein leuchtendes Beispiel des Moltke- schen Spruches: Mehr sein als scheinen!
Aeußerlich merkt man ihm kaum an, daß mit ihm ein neues Kapitel in der Geschichte des so fanatisch verkehrsfeindlichen Erdteils Afrika aufgeschlagen wurde: Kleinwinzig und federleicht, hinten drin ein tleingr Motor, der kaum für die Wasserpumpe eines Mittleren Bauernhofes auszureichen scheint — alles in allem aber das Gefährt der Wüste und Steppe, der endgültige Ueberwinder des Jahr- tauferrbe alten weiland „Schiff der Wüste", des
5 norbamen« ! scheint nichts uneben.
Solidarität i 'zu tun, und j ohne, von 6m dfiil« .y lität jf>enm'Ui“er» eine (W*l unb , Blodä M NsUgual)' i w*\ ründung M
tfS?J
L befand^ K-Ä
b J er nt^/einen »•s
Der Volkswagen-für Afrika wie geschaffen
Von Kriegsberichter Walter Estermann.
geklagte legte nun den Säugling auf den Leib mit dem Gesicht nach unten, ein Vorgang, der nach Erklärung der Sachverständigen durchaus statthaft ist und in der Regel dazu dient, daß sich die Kleinen bann bald beruhigen. Allerdings muß in solchen Fällen die Wärterin unter allen Umständen bei dem Kind bleiben, da sonst die Gefahr besteht, daß die kleinen hilflosen Wesen ersticken. Diese Pflicht hatte die Angeklagte versäumt. Sie war abberufen worden und hatte über andere Aufgaben den Säuglin-H vergessen. Als sie nach etwa einer halben Stunde^ tn das Zimmer zurückkehrte, war das Kind inzwischen verstorben. — Die Angeklagte, seelisch vollkommen zufammenge- brochen, wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
!ebensadern des. Verkehrs zur Front.
Allerdings sind diese Hauptnachschubstraßen durchaus nicht mit europäischem Maße zu messen. Das Sowjettegime hat nur wenig für die Erschließung des Landes durch moderne Straßen getan. Aber auch Schnee,. Eis und Dunkelheit können im ruffl- schen Winter die Fahrer nicht in ihrer treuen Pflichterfüllung hindern. Ihr Weg führt sie vorbei an zahllosen Formationen der Baueinheiten, die ohne Unterbrechung an der Ausbesserung und dem Neubau der Sttaßen und Brücken und an der (Erhöhung der Verkehrssicherheit arbeiten. Ihr Einsatz hat bereits hervorragende Erfolge gehabt. Sie ha-
die Truppe lebt, wenn der Nachschub einmal gestört werden sollte. Für den Ostwinter sind sie von besonderer Bedeutung. In Frontnähe verästelt sich der Weg der Versorgung in feinste Kanäle, die schließlich bei den kleinsten Einhetten des Heeres, den Kompanien, Batterien und Schwadronen, enden.
Es liegt auf der Hand, daß mit dieser Verästelung eine solche Zunahme der Nachschubwege eintritt, daß zu ihrer ständigen Instandsetzung ausreichende Arbeitskräfte nicht überall zur Verfügung stehen. Damit wachsen die Schwierigkeiten vor allem im Winter. Doch deutsche Organisationsgabe und klarer Blick für die Notwendigkeiten haben noch für jede Lage ein System der Aushilfen gefunden, wobei sich der Soldat der Versorgungstruppen und -kolon- nen auch nicht durch die Versuche versprengter sowjetischer Kräfte durch Ueberfälle auf die Nachschub - bewegungen >stären ließ. Er steht auch im Kampf seinen Mann und schickt die Bolschewiken mit blutt- gen Köpfen und unverrichteter Dinge wieder zurück.
Die Ausgabestellen der Divisionen sind die letzten Versorgungseinrichtungen auf dem Wege des Nachschubs. Aus ihnen wird die Truppe unmittelbar je nach dem augenblicklichen Bedarf versorgt. Die Transportmittel her Truppe find auf die Unweg. samkeit des Geländes und die Winterverhältnisse besonders eingestellt. Auch die Kompanien voll- motorisierter Verbände verfügen über zahlreiche Schlitten und zusätzliche Panjepferde.
Der Versorgungsbewegung von der Heimat zur Front läuft ein ständi g e r Rückstr 0 m entgegen. In ihm fließt all das zurück, was die kämpfende Truppe tn ihrer Beweglichkeit hindert und wofür sie selbst nicht ausreichend sorgen kann. Im Vordergrund steht die Betreuung der Verwundeten und Kranken, die in rückwärtige Lazarette und in die Heimat gebracht werden. Än gleicher Weise wird für den treuen Helfer unserer Soldaten, das Pferd, gesorgt. Waffen, jegliches Gerät und Fahrzeuge, die beschädigt sind, kommen in die Werkstätten ünö Geräteparke.
Die Versorgung unseres Oscheeres fft auch hn Winter die nie abreißende Verbindung zwischen Heimat und Front. Don den großen Waffenschmieden unserer Rüstungs.inhuMe, von den Kriegsvorräten der Heimat, schlägt sie über mehr als tausend Kilometer und ungezählte Hindernisse hinweg eine Brücke, über die rastlos und unaufhalffam der Nachschub zu unserem Ostheer rollt. Die reibungslose Versorgung der Front auch im russischen Winter fft das Ziel, um das die Soldaten der Derforgungs- truppen unseres Heeres Tag und Nacht kämpfen.
taupWftiefter: Dr. Friedrich Wilhelm Lmige. Stellvertreter btt VkmptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. fa. W. Lauste: für bat» Feuilleton ^Dr. Ha"S Thyriot, für (stab: Ziesten, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumscheim
Druck und Verlag: Brüblsche Universität-druckerei R. Lange ft.®. Verlags,eiter- Dr.-Ing. Erich Hamann: Bnzeigen-Er- Hans Beck. Verantwörtlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel P "r.s.
Gandhi hat Nehm „als seinen gesetzlichen Erben" bezeichnet. Damit hat Gandhi seinem Wunsche eindeutig Ausdruck verliehen, im Falle seines Todes Pandit Nehm als Nachfolger aufgestellt zu wissen. Nehm hat ebenso wie Gandhi bereits fünfmal in britischen Gefängnissen gesessen.
hörte auch auf zu schreien. Nach kurzer Zeit ertönte aber neues Kindergeschrei aus dem gleichen Zimmer.
Diesmal war es das Kleine der Frau S Bit ~..
in diesem harten, unerbittlichen Klima so notige Ruhe und Erholung findet? Zelt und Ausrüstung, Waffen und Verpflegung schleppte er getreulich die Tausende von Kilometer nach vorne: Daß er nun aber auch noch die Sessel freigiebig zur Verfügung stellt, ist des Edelmutes leuchtender Gipfel.
Mit solcher Gesinnung muß es ihm in besseren und friedlicheren Zeiten gelingen, die unwirtliche Hälfte der Erde, die Zone der Steppen und Wüsten, dem weißen Mann zu erobern, der nun einmal Ansprüche mit in das große Garnichts bringt, die weiter reichen als die jenes altgriechischen Philosophen, der all das ©einige mit sich trug. In Wüste und Steppe liegt das Glück der Erde weder auf dem Rücken der Pferde noch dem der Krafträder: Es gehört schon der breitere Rücken des Volkswagens dazu, um alles mitzuschleppen, was die höheren Bedürfnisse und Ansprüche des Europäers selbst in den hintersten Ecken der Welt erfordern. Da in diesen hintersten Ecken aber meist begehrenswerte Rohstoffe liegen, wird die Bedeutung eines Aller- welffahrzeuaes wie des Volkswagens für die zu- künftige Erschließung der Welt klar und deutlich...
ben damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Nachschubs mit Lastkraftwagen geliefert. Schnellräunurupps mit modernsten Geräten stehen bereit, um bei einsetzen- dem starken Schneefall die Straßen unverzüglich wieder frei zu machen.
Die große Nachschubbewegung zur Front läuft im allgemeinen zu den Armeen. Einzelne Kolonnen laufen sofort weiter zu den Divisionen, andere werden aus den Lagern entsprechend dem augenblicklichen Bedarf der Truppe neu beladen. Alle Güter aber, die die Front im Augenblick nicht braucht, werden in den Armeelagern von Fachkräften sorgfältig eingelagert. Bauten und besondere Einrichtungen sind hier für den Winter geschaffen worden, die das wertvolle Nachschubgut gegen die Einflüsse der Witterung und den Zugriff Unbefugter schützen. Diese Auslagerungen aber sind zugleich Versorgungsreserven, aus denen
Der Schöpfer der größten Kinderbücherei.
Der Kurator der Reichssugendbücherei in Berlin, Karl hobrecker, begeht feinen 65. Geburtstag. Dieser Vorkämpfer für das gute deutsche Jugendbuch hat in zwanzigjähriger Sammlertätigkeit 12 000 in- und ausländische Jugendbücher zur größ- ten Iugendbücherei der Welt zusammengetragen, die er im Jahre 1933 der von Baldur von_ Schirach ins Leben gerufenen R e i ch s j u g e n d b ü ch e r e i gestiftet hat. Wenn diese heute über 50 000 Bände enthält, so ist dies mit Karl hobreckers Werk. Die ho- brecker-Sammlung selbst enthält bibliophile Kostbarkeiten von großem Seltenheitswert. Es sind alte deutsche Jugendbücher darunter, die überhaupt nur noch in einem Exemplar vorhanden sind. Ein vergilbtes Büchlein trägt die Jahreszahl 1772. Sein Verfasser R 0 ch 0 w nannte es ganz bescheiden „Versuch.eines Schulbuches", in dem er erstmalig den deutschen Jungen und Mädels an Stelle von Fabeln und Religionsgeschichten ein buntes Allerlei von Erzählungen darbietet. Und sieben Jahre später fft schon ein deuffches Jugendbuch, in dem auch der Humor zutage tritt, erschienen. Es ist sogar illuftrlert und die Bilder stammen teilweise von dem großen Meister Chodowiecki.
250. Geburtstag der Konserve.
Die Lebensmittelkonserve, die aus der neuzeitlichen Lebensmittelindustrie und dem Haushalt kaum mehr wegzudenken ist, kann tn diesem Jahre ein Jubiläum feiern. Es sind jetzt genau 250 Jahre her, daß der auch in Deutschland heimisch gewordene französische Physiker Denis Papin dem großen deutschen Philosophen Leibniz von seiner Er- ftnbung der Konserve berichtete. Papin hatte in dem von ihm konstruierten und später nach ihm beannten „Pavinschen Topf", einem druckstarken, dickwandigen Kochtopf — er verwendete zunächst Glasgefäße als solche — Fleisch gekocht und durch Sterilisieren haltbar gemacht. Das Prinzip des Pa- pinschen Topfes wird auch heute noch bei den Schnellkochtöpfen angewandt. Bei feiner Konserve vertrat damals ein Terpentin kitt die Stelle des jetzigen Gummiringes. Papins Gedanke wurde 100 Jahre später von dem deuffchen Chemiker : Scheele wieder aufgegriffen; endlich entwickelte 1 der Koch und Likörfabrikant Appert das Verfahren 1 weiter; er stellte Konserven in größerem Umfange 1 her, und zwar machte er Fleisch, Gemüse und Obst ' in Glasgesäßen haltbar, deren Deckel mit Pech luftdicht verschlossen wurde.
, Vorsicht mit Säuglingen.
Wegen fahrlässiger Tötung mußte sich vor dem ; Berliner Amtsgericht die 39)übrige Helene P. ver- ' antworten. Die Angeklagte, die seit mehreren Jah- - ren in einem Berliner Wöchnerinnenheim beschäftigt 1 war, hatte stets.eimnanbfrei ihre Pflicht erfüllt. In » der Nacht zum 12. Dezember hatte sie Wache und 1 hörte plötzlich aus einem Zimmer, in dem zwei ; junge Mütter mit ihren Neugeborenen lagen, heftiges Kindergeschrei und eine erregte Frauenstimme. 1 Die eine Patientin, eine Frau S-, beklagte sich dar- 1 über, daß der Säuglsng ihrer Zimmergenossin so 1 heftig schrie und ihr dadurch die Ruhe raubte. ? Schwester Helene begütigte, und das kleine Wesen
Reuter meldet, daß Sir Archibald Clark-Kerr, der augenblicklich britischer Botschafter in Tschung- king ist, Nachfolger von Sir Stasford Cripps als britischer Botschafter in der UdSSR, werden wird.
Kamels!
Die meisten der im nordafrikanischen Küstenrand laufenden Volkswagen haben Jules Derne mit seiner Reise um den Erdball weit hinter sich gelassen! 40 000 Kilometer, das war für sie ein Garnichts, ein kleiner Anfang, der sie erst zu den richtigen Taten anspornte! Heber und über mit Staub bedeckt, den niemand abwaschen würde, selbst wenn er das Wasser dazu hätte, denn die Staubschicht tarnt besser als jeder Anstrich, genügsam und geduldig, erinnert er irgendwie an die unermüdlichen Eselchen, die hierorts die Wüstenpisten entlang» traben — nur mit einem Unterschied: der Esel bockt Vst, der Volkswagen, Gott sei Dank, fast nie!
Mit einem Wort, er ist ein anspruchsloser kleiner Sandfloh, der nie enttäuscht und treu und zuverlässig seine Dienste tut — nicht ohne Grund ist er der Liebling aller geworden und der Neid der ortsansässigen Afrikaner weißer und brauner Hautfarbe, die voller Bewunderung vor allem der Tatsache gegenüberstehen, daß das kleine unermüdliche Ding keinen Tropfen Wasser, sondern nur Luft zur Kühlung braucht und die platt darüber sind, wie leicht das ganze Dingchen ist, wenn sie gelegentlich hilfreich herzuspringen, um fein Hinterteil aus dem Sand zu heben, in den sich seine hochachsigen Räder Iselten genug eingraben. So leicht ist er, daß zwei Paar handfeste Fäuste beim Reifenwechsel den Wagenheber ersetzen, so wendig, daß mancher von
den kleinen Volkswagen schon im Zick-Zack-Kurs querroüftein englischen Tieffliegern entronnen ist, die sich ihn zum Ziel genommen hatten, so genüg» fam, daß er selbst im gottverlassensten Gelände der libyschen Wüste kaum mehr als feine acht Liter Treibstoff je hundert Kilometer säuft, so unverwüstlich, daß ihm Dutzende tion Einschüssen — Narben trägt jeder von den „alten" — nichts ausmachen, und so zweckmäßig zusammengebaut, daß man notfalls — auch das kommt vor — vier Zylinder aus dem Motor einer abgeschossenen englischen Iagdmaschine ausbaut und Dem Volkswagen als neuen, allerdings dann im Verbrauch nicht mehr so bescheidenen Motor einbaut.
Ueberfyaupt: Was an dem Volkswagen in Afrika schon herumgebastelt worden ist, das geht auf keine Kamelhaut! Nicht nur, daß man angesichts feiner unerhört zweckmäßigen Raumverteilung alles und jedes aus ihm machen kann, fahrbare Marketenderei, ja selbst Rundfunk- und Filmaufnahmewagen, so wurde zu Porsches genialer Konstruktion von den treuen Fahrern schon allerlei dazuerfunden. Um den Luftfilter vor Versandung zu schützen, hat einer den Schlauch einer alten britischen Gasmaske angeschraubt und in den staubfreieren Kofferraum geführt, eine Einrichtung, die nun nicht nur im ganzen Afrikakorps allgemein ist, sondern die für Die künftigen Neukonstrukttonen auch vom Werk übernommen wurde! Ein anderer hat für Hunderte von Kilometern den gebrochenen Gashebel durch ein Stück Kameldornbusch ersetzt. Das geht auch!
Groß wie seine technischen sind auch seine militärischen Leistungen. Der größte Flugplatz der Cyrenaika würbe im April von Volkswagen erobert, in denen MG.-Schützen Platz genommen hatten. Der Staub der Volkswagen veranlaßte bff stolzen Britten mehr als einmal zu siegreichen Rückzügen — in der Fehlmeinung, da seien starke Panzerkräfte in Anmarsch.
Das Schönste aber sind seine Sessel: Was wären die Hunderte von Wüstenw-gwams, wenn vor ihnen nicht ein ausgebauter Volkswaaenstuhl stände, in dessen weichen Pfühlen der glückliche Besitzer die
Sr. I ]yä| le* htnSf Aufgabe der Heeresversorgung ist es, dem Felder- . r Feindesland alle Güter zuzufuhren, die es
L Leben braucht und feine Kampfkraft durch : Nachschub aller notwendigen Kampfmittel und Aus- mstungsgegenstände ständig zu erhalten. Die ge- ivaltigp Größe unseres Ostheeres mit feinen Mrl- i [inner Soldaten und Waffen, mit feinen Hundert- tauienöen von Pferden, Kraftfahrzeugen und Pan- ,ern gibt -eine Vorstellung von dem Umfang der Versorgung, die für dieses Heer geleistet werden muß Seit dem Einbruch des Winters in der Sowjetunion kommen zu den. üblichen Schwierigkeiten, mit denen die Versorgung jederzeit zu kämpfen hat, neue Hindernisse hinzu, die überwunden werden müssen. Es ist selbstverständlich, daß die Heeresver- -Drgi#ng auf dem Weg von der Heimat zur Front )je Möglichkeiten aus den verfügbaren Transportmitteln entsprechend den örtlichen Verhältnissen bis mm Aeußersten ausnutzen muß, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können.
Aus den Erzeugungsstätten, Lagern und Magazinen der Heimat stießen d-ie Versorgungsgüter des [Heeres, Munition, Betriebsstoff, Verpflegung und Unterhinftsmittel für Mann und Pferd, Gerät und iriegsausrüjtung jeher Art, mit eigenen Transportmitteln dem Feldheer zu. Nach wohldurchdachten Mnen letten der General q u ar Herrn elfter mi Oberkommando des Heeres und feine Der- sprgungsd lenst st eilen bie Nachfchubtrans- Kte entsprechend dem Verbrauch und Bedarf an verschiedenen Frontabschnitten. Ueber die wiederhergestellten Strecken her besetzten Ostgebiete rol- (n sie vor zu den Armeen oder in große front- ^e^gTringe Dickte des sowjetischen Eisen- dahnnetzes und der s ch l e ch t e Z u st a n d der übernommenen technischen Einrichtungen stellen die Ei- jenbahn vor eine besonders schwierige Ausgabe. Die Tinslüsse des Winters, Schneeverwehun- gen und starker Frost kommen hinzu, sie müssen Lberwunden werden. Die unterschiedliche Spurweite deutscher und sowjetischer Eisenbahtt- strecken erfordert an vielen Stellen einen ständigen Umschlag her 23erförgungsg-üter, für den zahlreiche Arbeitskräfte bereitgehalten werden. Trotz all dieser Schwierigkeiten aber wird durch vorausschauende Planung erreicht werden, daß alle Verbände des Ostheeres auch im Winter laufend die lebensnot- u b e s M vendigen Dersorgungsgüter erhalten.
] Reichen hierzu die Möglichkeiten der Eisenbahn droaöer hn! Nicht aus, so wird aus den umfangreichen front- £r ist nahen Beständen ausgeholfen. Gerade dieser 21 Möglichkeit kommt im Winter stärkste Bedeutung -Jenen w zu, ist es doch möglich, von hier bas Nachschubaut am 20 Oft mit T r a n s p o r t k 0 l 0 n n e n vorzubringen, die ©ehrrnnX überall, wo es erforderlich ist, als Ergänzung ober alte e.auch als Verlängerung her Eisenbahn eingesetzt jrQ*f a weiden. In unermüdlichem Einsatz, oft tagelang ohne größere Ruhepause, lenken bie Fahrer ihre schweren Kolosse über die Rollbahnen, die großen


