Mittwoch, Ib.Dezember 1942
Gietzemr Anzeiger
192. Jahrgang Nr. 296
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Sehen wir uns die
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Zeit auch man
Geschenk Europas nennen." Dabei ist Europas Reichtum in derselben
Knox erklärte, daß untersucht würde, ob das Schiff auf eine japanische oder möglicherweise auf
amerikanischen „Wirtschaftswunder" war eine unkritische Uebertreibung.
Der bekannte italienische Nationalökonom und Statistiker Corrado Gini ist diesem Problem un- längst nachgegangen und hat die Frage so gestelltt 27% Millionen Einwanderer, fast alles Europäer, durchweg in der Blüte der Jahre und im Vollbesitz der Arbeitskraft, ließen sich während 1820 bis 1930 in den USA. nieder. Welchen Teil des amerikanischen Volksvermögens, haben sie ausgemacht? Der italienische Wirtschaftler berechnet nach den genauen Angaben amerikanischer Fachleute den volkswirtschaftlichen Wert der europäischen Eingewanderten im Jahre 1930. Er kommt auf eine Summe von 2200 Milliarden Dollar. Vor der Wirt-
ine USA. - Mine gelaufen sei.
Die Verhaftungswelle in Teheran.
allein noch von den Angelsachsen übertroffen wurden, haben damit Unschätzbares für Leben, Zukunft und Dauer von Volk und Staat in Nordamerika geleistet. Bis heute find diese eigentlichen Europäer am kinderreichsten geblieben, während die führenden Angelsachsen immer mehr nach einem Leben im „Komfort" als nach Kindersegen per-
mit Dorian in Nordafrika nicht notwendig gewesen". *
Verbindungsoffiziere der Gewerkschaften! Man erinnere sich einer Erkläung im Londoner Nachrichtendienst, die einige Monate zurückliegt. Ein Armeelektor, Mitglied der Labour Party, erzählte da, bereits seit 1941 würden politische Vorträge für die Soldaten gehalten. Kürzlich sei das Thema gewählt worden: „Die Geschichte des Bolschewismus". — Eine lebhafte Diskussion sei darüber entstanden, die ich bis in die Nacht hingezogen habe. Die Saat des Volschewismus, die hier insgeheim und ohne großes Aufsehen gesät wurde, soll nun hochgezüchtet werden. Was sind diese Verbindungsoffiziere der Trade Unions anderes als verkappte Kommissare, künftige Politruks in der englischen Armee? Zunächst liest sich das freilich noch recht harmlos. „Offiziere" sagen die Gewerkschaftsbonzen, damit der englische Spießbürger nicht erschrickt und kopfscheu wird.
Sowjet-Agitation im Irak.
Rom, 15. Dez. (Europapreß.) In Gegenwart englischer, sowjetischer und irakischer Persönlichkeiten wurde in Bagdad der Sitz der .^Vereinigung der Freunde der Sowjet-Union" eröffnet. Zahlreiche Beamte wurden gezwungen, sich in die Listen dieser Gesellschaft einzutragen, die den Zweck verfolgt, die Prinzipien des Bolschewismus im Irak zu verbreiten. Aehnliche Gesellschaften existieren bereits in Palästina, Syrien und Libanon und werden von den Sowjets finanziert. Auch in Iran ist die Propaganda für die Sowjet-Union trotz des Abzugs der sowjetischen Truppen verstärkt worden. In Teheran wurde ein ./Sowjet- zirkel" eingeweiht, wobei sowjetische Propagandafilme gezeigt wurden.
„Roosevelt weiß nichts von Europa."
Kroatien kam trotz Wilson unter bitterste Zremdherrschast. - Eine Unter, redung mit Ante pavelitsch.
wurde. „Diese Versuche werden sicherlich nicht die einzigen bleiben", schreibt Vomiuri Hotschi. „Der Feind wird jedoch erfahren, daß die japanische Luftwaffe wachsam ist und all seinen Bemühungen, feine Positionen an der indisch-burmesischen Grenze zu verstärken, begegnen wird."
Durch englische Schuld.
Lissabon, 14. Dez. (Europapreß.) „Indien steht als Ergebnis früherer Fehler der britischen Verwaltung am Rande des Chaos. Man kann kaum erwarten, daß sich Indien ohne Revolution oder Bürgerkrieg vor diesem Chaos zu bewahren vermag", stellt die nordamerikanische Jounalistin Sonja Domara auf Grund ihrer Be- obachtungen während einer längeren im Auftrage der „New York Herold Tribüne" unternommenen Reise durch Indien fest. Die britischen Behörden in Indien hätten niemals daran gedacht, das'indische Problem grundlegend zu lösen ober auch nur für die Dauer des Krieges eine Zwischenlösung durch Schaffung einer vorläufigen indischen Nationalregierung zu finden. Es sei nicht zu leugnen, daß die britische Verwaltung in den letzten 20 Jahren praktisch nichts für dos indische Volk geleistet habe und es ihr an Einsicht wie an Tatkraft fehle.
In einer Zeit sozialer und industrieller Reformen habe die britische Verwaltung Indien teils absichtlich, teils auch aus Nachlässigkeit an den Fortschritten nicht teilnehmen lassen. Wenig oder nichts sei zur Verbesserung der Landwirtschaft und Förderung der Industrie Indiens getan worden. Das von den Engländern vorgebrachte Argument, Indien werde unter britischer Verwaltung der Demokratie und dem Fortschritt zugeführt, könne von jedem leicht widerlegt werden, der an Ort und Stelle gesehen habe, unter welchen Bedingungen das indische Volk zu leben gezwungen sei. Statt durchgreifende Reformen vorzunehmen, habe sich die bri- tische Regierung in Indien mit der Unterdrückung der Freiheitsbewegung und der Bekämpfung des zivilen Ungehorsams beschäftigt. Angesichts dieser Zustände sei es schwer, die Fortdauer dieser Herrschaft zu wünschen.
3um Untergang der „President Eoolidge-.
Buenos Aires, 16. Dez. (Europapreß.) Der Direktor der nordamerikanischen „President-Line" erklärte, daß die „President Coolidge" im Gebiet der Salomonen gesunken sei, obwohl der Kapttän bei der Einfahrt in einen Fronthafen zwei vor der Hafeneinfahrt liegende USA.-Zerstörer gefragt habe, ob die Einfahttt gefahrlos sei. Nach der bejahenden Antwort fuhr das Schiff in den Hafen ein und lief auf zwei Minen. Der USA.-Kriegsminister
Ein zweites „Pearl Harbour
In 8 Minuten war die Seeschlacht beendet.
Die Neuordnung des deutschen Rechts
Staatssekretär Rothenberger sprach in Frankfurt.
Welt zwangsweise große Fortschritte machen müssen. Die USA. könnten nicht im eigenen kleinen Schneckenhaus leben, sie müßten ihre „Segnungen in andere Länder bringe n". Daher werde die Nachkriegswelt wesentlich verschieden von der vergangenen Welt fein. Bei der Aufrichtung dieser neuen Welt müßten die USA. die ihnen gebührende Rolle spielen. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, das Warenlager der Welt zu werden und unsere Pläne müssen derart sein, daß wir diese Vorräte überall dort hinbringen können, wo sie benötigt werden."
Das ist also des Pudels Kem! Roosevelt will zwangsweise die „Segnungen" der amerikanischen Demokratie, die die amerikanische Zeitschrift „Life" als „amerikanisches Jahrhundert" mit Jazzband- und Hollywood-Zivilisation von Hamburg bis zum Südpol beschrieb, in Wirklichkeit als das riesenhafteste Geschäft seiner Juden verwirklichen. Die ganze Welt soll „amerikanisiert" werden und die Juden sollen den amerikanischen Ramsch allen Völkern aufnötigen, „zwangsweise". Das ist die Roose- velt-Lehmannsche „Philosophie dieses Krieges". Fürwahr, Shakespeare hat Recht, als er in feinem „Kaufmann von Venedig" die Shylocknatur des Weltjudentums entlarvte und den arischen Gegenspieler sprechen ließ: „Dank, Jude, daß du uns dies Wort gelehrt?"
ie AGA., „das Warenlager der Welt"
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Lissabon, 16. Dez. (Europapreß.) „Seit Pearl Harbour Hot es für die USA. auf dem Kriegsschauplatz nur Niederlagen gegeben; wenn man auch der vmerikonifchen Oeffentlichkeit gegenüber diese Mi tz- mol ge in Siege umwandelte, schreibt der Ä)geordnete Elwin I. Maas in der Zeitschrift .News Week" vom 23. November, die erst jetzt m Lissabon eintraf. Die Seeschlacht bei Tulagi bei den Salomonen, die von der USA.-Presse als Sieg ^gestellt wurde und in der die USA., mie Moos »ngibt, vier schwere Kreuzer sowie drei Zerstörer int) die australische Marine einen Zerstörer verloren hüben, ohne daß die Japaner nur einen einzigen Rann eingebüßt hätten, sei in acht Minuten zu ende gewesen. „Die Japaner", so erklärte Maas, «griffen die USA.-Flotte mit nur drei Kreuzern Md einem Zerstörer an, eröffneten ihr oernidjten’ les Feuer und waren schon wieder aus dem Bereich der USA.-Kanonen, ehe von nordamerikanl- roer Seite überhaupt nur ein Schuß übgefeuert vnrde. Mit den versenkten Schiffen fanden laufende von Nordamerikanern den Tod m den Bluten."
„News Week" erklärt dazu, der Feldzug gegen sie Salomonen-Inseln sei schlecht organisiert warten. Weder in Washington noch im Paziftk bestehe «ne einheitliche Kommandogewalt, und schlletzuch Zersplitterten die USA. ihre Kräfte cuf zu vielen zweitrangigen Kriegsschauplätzen, |o sich sie für ihre Hauptfront im Pazifik nicht mehr jWügend Kräfte zur Verfügung hatten.
Der japanische Sieg bei Chittagong.
Berstärkimg »erburmesischenGrenzstellungen verhindert
Io Mo. 15. D-z. (DNB.) Bei dem Ueberrajchungs- «ngriff auf den britischen Geleitzug. der den Ber- tch machte. Truppen in Chittagong. dein s' Ichsten indischen Hasen am Meerbusen von Bengalen. M landen, zerschlug die japanische Lustwasjeam 5. >nd 1g. Dezember mehr als 21 britische SchMe. »ährend zehn Flugzeuge abgeschossen und großer Schaden in dem britischen Hafenstutzpunktverur^chcht »urden. Der Geleitzug bestand aus Ezig Trans- kortfchiffen, einem kleinen Kr°>r,er und fünf «a «onenbvoten. Die japanische Luftflotte battefruh- ritig von dem britischen Landungsversuch erfahren, üi- japanischen Kampf- und Bombenflu^euge er leiten trotz fchweren Flakfeuers und br, scher Jager i-n glänzenden Sieg, der von der l°Pan'^.n «Cs Verhinderung englischer B-rsuch-, nut °mem «rotzen Geleitzug Truppen und Kriegsmaterial ^ie LP grenze Indiens zu bringen, gewertet
von 1820 bis 1930 auch noch gestiegen, wenn langsamer als in Amerika. Im Grunde kann also mit wissenschaftlicher Berechtigung nicht nur die Zunahme des europäischen Reichtums, sondern auch den ganzen Reichtum Amerikas als ein Werk Europas ansehen. Mit ihrem Blut und ihrer Hände Arbeit haben viele Millionen Europäer zum Entstehen des „reichsten Landes der Welt" beigetragen. Das Blut der Angelsachsen allein hätte wohl auch ein namhaftes Kolonialvolk jenseits des Atlarttiks geschaffen, aber ein großes mächtiges Volk von über einhundert Millionen konnte sich nur mit dem Blut von Deutschen, Holländern, Nord- und Westeuropäern entwickeln. Voran die Deutschen, die
In Frankfurt sprach der Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Rothenberger über Sinn und Bedeutung des Führerauftrages an den deutschen Rechtswahrer. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger verwies eingangs auf die Tatsache, daß Heimat und Front einen ehernen Block des Widerstandswillens bilden. "Grundlage dieser Haltung sei die vom Führer geschaftene Volksgemein- schatt. Trotz Anspannung aller ihrer physischen Kräfte für den Sieg sei es im Interesse dieser Volksgemeinschaft notwendig geroort)en, noch während des Krieges mit der Neuordnungdes deutschen Rechts zu beginnen. Das Ziel dieser neuen Rechtsordnung sei die Sicherung der deutschen Volksgemeinschaft. Der Gauleiter versicherte hierbei dem Staatssekretär die aktive Michilse der Partei mit dem Hinweis auf die Führerworte: „Wir haben begonnen den Kampf um ein neues Recht. Wir wollen das Vertrauen in unsere Iustiz wieder Herstellen. Wir stellen den Grundsatz auf, daß jeder vor dem Gesetz und vor dem Recht gleich ist!"
Staatssekretär Dr. Rothenberger
erklärte dann, ein Blick in die Geschichte aller Volker beweise, daß wir eine starke Rechtspflege brauchten. Die ersten Entscheidungen im Leben der Volker seien immer im Machtkampf gefallen. Aber das Ziel jeher Machteroberung und jeder großen Neuordnung müsse die Ordnung des Rechts fein. Mit der Rede des Führers im April v. I. an die deutsche Justiz habe das deutsche Rechtsleben eine neue Epoche an getreten. Die Justiz weise in ihrer Entwickelung seit Jahrhunderten Schlacken auf, die restlos aus dem deutschen Volksleben beseitigt werden müßten. Wir hatten immer einen Richter- stand von hohem Berufsethos. Trotzdem ist öfters mit Recht Kritik am Richterfpruch geübt worden. Es lag dies an dem fremden Rechtsdenken früherer Zeiten, für das unser deutsches Empfinden
Was die LlSA. Europa verdanken.
Von Prof. Dr. Litt. D. h. c. F.Schönemarm, I.
Die „Neue Welt" erhielt Namen und Inhalt durch Europa. Europäer entdeckten, eroberten, besiedelten das neue Land und taten ihr Blut, ihren Geist, ihre Kultur hinein. So erfüllt, konnte es erst unabhängig werden, etwas Eigenes sein, sich neben Europa stellen, doch immer wieder bis in die neueste Zeit hinein brauchte es europäisches Gei- st e 5 g u t zur Befruchtung, zur Anregung und kritischen Läuterung. Besonders in feinen Krisen hat es stets europäischen Beistand nötig gehabt und auch genutzt, indem es aus Grundsätzen und Einrichtungen Europas lernte; freilich dankbar anerkannt hat es das nie, dazu war es stets viel zu anmaßend
schaftskrife von 1929 betrug das gesamte Volksvermögen der USA. 362 Milliarden, d. h. ein Sechst e l jener Summe. Aber selbst wenn man den Wert jener Einwanderer auf 1000 Milliarden herabsetzt, so beträgt das Gesamtvermögen der amerikanischen Bevölkerung immer noch einen Teil davon. „Der wirtschaftliche Beitrag der Einwanderer stellt nicht etwa einen Teil des jetzigen amerikanischen Dolksvermögens dar, sondern das jetzige amerikanische Volksvermögen bildet einen Teil des. wirtschaftlichen 'Beitrags der Eingewanderten. In gewissem S'mrr kann man also den Reichtum Amerikas *1 “
kein Verständnis hatte. Es kommt hierbei weniger auf die Gesetze, als auf die Menschen an.
Wir wissen, daß die Werte, die unsere Frontkämpfer uns heute erkämpfen, nur Bestand haben, wenn es uns gelingt, die Gerechtigkeit im deutschen Richterspruch zu verankern. Unser Strafrecht ist ganz auf den Krieg eingestellt zum Zusammenhalt der Heimatftont; zwar großzügig und mild, wenn einer mal strauchelt, aber rücksichtslos gegen Asoziale. Die Kunst des Richters besteht darin, zu ergründen, wo ist der Bose und wo der Gute, der nur einmal gestrauchelt ist. Auf dem Gebiete des Z i v i l r e ch t s treten all die Fragen, die jeden Volksgenossen täglich berühren können, im Kriea« etwas in den Hintergrund, denn jetzt geht das All- gememintereffe vor. Wir werden aber dafür sorgen, daß auch diese Gebiete gesetzgeberisch auf nationalsozialistischer Grundlage vorbereitet werden. Unsere Gesetze sollen elastisch gestaltet werden. Der, der sie anzuwenden hat, wird eine erheblich größere Verantwortung tragen müssen. Wir wollen, daß jeder Lebensvorgang von einem Richter entschieden wird. Die Urteile sollen in einer klaren Sprache abgefafjt sein. Für die kleinen Streitig« feiten des täglichen Lebens wird der Friedensrichter eingeschaltet. Der Berufsrichter muß Fachwissen haben. Rechtsfindung aber ist fein wissenschaftlicher Vorgang, sondern eine Kunst, sich in die Menschen hineinzuoersetzen und das Leben in seinen Spielarten zu erfassen. Deshalb muß der Richter praftisch im Leben gestanden haben, bevor er auf den Richterstuhl steigt. Der Richt er stand wird so ausgestattet werden, daß es für jeden eine hohe Ehre ist, Richter zu werden. Staats- und Rechtsanwälte werden auch ferner ihre große De- deutung behalten, doch wird der Beruf des Anwaltes so umgestaltet, daß er sich als absoluter Ge- Hilfe des Richters bei der Findung des Rechts erweist.
Roosevelts Neuordnungspläne lehnte Pavelitsch ganz entschieden ab. „Manche Völfer Europas", so sagte er, „auch viele Kroaten haben nach dem ersten Weltfrieg an die Versprechungen Wilsons geglaubt. Der Präsident der USA. hat aber feinen Finger gerührt, als Kroatien trotz der 14 Punkte nicht nur feine Selbständigfeit erhielt, sondern auch noch alle bis dahin behaupteten Rechte verlor und unter bitterfte Fremdher.r schäft tarn. In den darauf folgenden zwei Jahrzehnten haben die USA. dem kroatischen Volk in seinem Freiheitsfarnpf nicht die geringste Hilfe gebracht. Die europäischen Voller schenken Roosevelt feinen Olauoen. Wir wissen vielmehr", so sagte der Poglavnik, „daß Roosevelt einer der Hauptschuldigen an diesem Kriege ist. Allen seinen Handlungen entnehmen wir, daß er durch diesen Krieg Europa dem jüdischen Weltbolschewismus unterjochen möchte. Die Männer, auf die Europa vertraut, sind Hitler und Mussolini, aber nicht Roosevelt."
Der Gouverneur des Staates Neuyork, Herbert Lehmann, wurde bei den letzten Wahlen ge- chlagen, folglich mußte fein Freund Roosevelt für tiefen Juden einen neuen Posten schaffen. Roosevelt terief also Lehmann auf den Posten eines „Beauftragten für die Hilfsaktion und Wiedergutmachung In überseeischen Ländern". Natürlich ließ er sich mich auch von der „New Port Times" interviewen. Lehmann erklärte: Seine Arbeit, obwohl sie pigent- tch unter das Staatsdepartement falle, werde die Mitarbeit der Armee, der Marine, des Schatzamtes, tes Landwirtschaftsministeriums und vieler neuen jkriegseinrichtungen notwendig machen. Hierbei taten Fragen der Finanzierung, des Transports und der Erzeugung berücksichtigt werden. Seine feläne feien noch im Entstehen, doch würden in ptorbafrifa bald die Ergebnisse seiner Arbeit |u sehen sein.
Beweist schon der Hinweis auf Nordafrika, wo poosevelts Sendboten mit Hilfe französischer Ver- jäter der Welt das augenfälligste Beispiel geben, pas Hilfeleistung bedeutet, nämlich 9Uu* der wirt- Ichaftlich bedeutsamsten französischen Kolonie, so Raffen die weiteren Ausführungen Herbert Leh- panns die bisher von dem Judentum um das Problem gelegte Hülle der Verschleierung völlig Baden. Lehman verlangt, daß die USA.-Jdeen der wirtschaftlichen Durchdringung der
und innerlich zu unsicher.
Sehen wir uns die Frage Europa — Amerika zunächst von einer in den Vereingten Staaten sehr beliebten Seite an, nämlich der Gegenüberstellung: Reichtum Amerikas — Armut Europas. Es erübrigt sich fast, zu sagen, daß diesem „Hauptunterschied" eine maßlose Ueberschät- zung der USA.-Hilsquellen zugrunde liegt. In Wirklichkeit hat die gewaltige Reichtumsschöpfung in den USA. niemals bestanden, alles Gerede vom
Ankara, 15. Dez. (Europapreß.) In der iranischen Hauptstadt Teheran dauern die Verhaftungen von Personen, die verdächtig sind, an den Hungerdemonstrationen teilgenommen zu haben, an. Die unruhige Stimmung in der Bevölkerung hält trotz der scharfen Unterdrückungsmaßnahmen der unter britischem und nordamerikanischem Druck testenden Behörden an. Sämtliche Studenten der iranischen Hochschulen wurden wegen ihres „undisziplinierten Benehmens" bei den Hungerdemon- trationen durch einen Erlaß des Teheraner Erziehungsministeriums scharf gerügt. Es wurde angedroht, diejenigen, die sich weiterhin an öffentlichen Kundgebungen beteiligen, sofort von den Hochschulen zu entfernen. Zur Beruhigung der aufgeregten Stimmung der Bevölkerung wird der iranische Ministerpräsident Achmed Kawami eine Rundfunkan- prache halten.
Englands Gewerkschaften fordern politische Kommissare im Heer.
Stockholm, 14. Dez. (Europapreß.) In einer dem Premierminister Churchill überreichten Entschließung fordern die englischen Gewerkschaften die Einstellung sogenannter politischer Verbindungsoffiziere bei allen „gegen feindliches Gebiet eingesetzten Truppen". Diese politischen Kommissare — denn darum handelt es sich — sollen teils von den englischen Gewerkschaften gestellt werden, zum anderen Teil will man sie aus „verläßlichen Londoner Emigrantenkreisen" rekrutieren. Wenn eine solche Maßnahme schon früher durchgeführt worden wäre, so heißt es in der von einer Gewerkschaftskonferenr in London angenommenen Entschließung, wäre ,J)as peinliche Uebereinkommen
21 g r a m, 15. Dez. (Europapreß.) Der Poglavnik, ttnte Pavelitsch, erklärte einem EP.-Vertreter: .Präsident Roosevelt hat äußer st mangel« jafte Vorstellungen von den europäischen Verhältnissen, besonders bezüglich einzelner Teile inferes Kontinents. Seinen kürzlich gemachten pleußerungen habe ich entnommen, daß er die Bölter Südosteuropas kaum zu unterteilen vermag. Roosevelt möchte einem i h m Ire mb en Kontinent Lehrmeister sein, iber er müßte zuerst beweisen, baß die Einrichtun- »en in seinem eigenen Lande befriedigend sind. )as Gegenteil aber ist der Fall. Sicher möchte kein europäisches Volk sich eine Korruption wünschen, wie sie in den USA. durch die Herrschaft des üdischen Bankkapitals heraufbeschworen wurde. Krotz feiner ungewöhnlich langen Präsidentschaft, Krotz des Friedens und des Reichtums feines Landes, konnte Roosevelt das Problem der Arbeitslosigkeit nicht lösen. Dagegen ist bas Gangsterunwesen nach wie vor bort in größter Blüte."


