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Redner:
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Kleine politische Nachrichten
(Nachdruck verboten.)
1. Fortsetzung.
von
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Reichsmar- i» Allerlei,-
Verlobung be- Büro und geht zu Helene, Inder Arbeit auf.
rsten Mal« iuz L
*♦ D i e Hausfrau spart Strom. Die Verdunkelung soll natürlich vorschriftsmäßig, aber auch nicht vorzeitig durchgeführt werden. Eine Stunde zu früh verdunkelt kostet unter Umständen eine wertvolle Kilowattstunde! Ebenso ist es umgekehrt: Die Aufhebung der Verdunkelung soll nicht später erfolgen als vorgeschrieben ist, damit die Beleuchtung nicht länger als erforderlich brennt.
Oer Führer beglückwünscht Professor Darte'S.
i Der sow> Maisky, in Afrika die Eow- Schritt vor einer agte: „Wir n und be« g liegt vor
Samstag, 21. November 20 Uhr:
suchspilotin ferkelt und > hohe Vr- daß sie mit hi gleich^ ilt war sie
3m März II als der
von Eng- Besuch ht
Oas Eichenlaub für Leutnant Wuim^eller.
Berlin, 15. Nov. (DRV.) Der Führer hat
erheblich beschädigt.
Verdunkelungszeit:
16. November von 17.29 bis 7.16 Uhr.
*
Der britische Brigadegeneral Vogel vom Stabe des USA.-Oberbefehlshabers in Europa. General Eisenhower, ist bei einem Flugzeugunglück m Nordafrika ums Leben gekommen.
Rautenbergs.
Im Spätsommer geben sie könnt ... ,
Ludwig Rautenberg verlaßt zu seinem Detter. ,^ch fahre
113.3cchn die im Nahen her Palast
Vieth Diel Göbel
Der Gauleiter Schäfer III. Strohdach Keller Schuster Schnellrieder Werntz Stahl Canns Hoack Schmitt Brems Langula Schwei kert Schönfelder
Für Freiheit, Recht und Brot.
Unter dieser Parole finden am 21. und 22. November im kreis Detterau Versammlungen der NSDAP, statt, die das Ziel haben, in jedem Volksgenossen die Erkenntnis und feste Ueberzeugung zu wecken, daß es für Deutschland sowohl in seiner Gesamtheit als auch für jeden einzelnen Deutschen keine andere Möglichkeit geben kann als den Sieg.
Das Deltjudentum will die Vernichtung des deutschen Volkes. „Deutschland muh sterben", so lautet der Racheschrei Zudas. Und daher hetzten sie zum Krieg, den wir zu führen nun gezwungen sind. Dieser uns aufgezwungene Krieg ist für unser Volk ein Kamps um Sein oder Nichtsein. Der Sieg, den wir erringen werden, soll deshalb auch ein Sieg des ganzen Volkes fein. Und jene Völker, die mit uns im Bunde gleichfalls von den Gütern der Erde ausgeschlossen waren, haben den gleichen Kamps für ihre Zukunft zu führen:
Für Freiheit, Recht und Brot.
Darüber sprechen im Krejs Dellerau am:
Hannes."
Der ältere Rautenberg sieht „
Er nickt: „Gut, Ludwig. Herzliche Gruße.
„Sie sollen ausgerichtet werden."
Rautenberg geht mit festen, schnellen Schritten ,u seinem Wagen. Nun wollen wir doch Horen, denkt er, was mit Helene in diesen Wochen los war.
Dec große Irrtum
Roman von Meta Vrir.
Der Mann empfindet bald, daß Helene Veselius gern in seiner Gesellschaft weilt. Sie verstehen sich ausgezeichnet. Rautenberg ist überdrüssig, noch werter zu leichtem Tanz in der Liebe anzutreten. Er ist jetzt auch in den Fahren, sein Leben in ruhige $ 93ontefenfteüung her betrachtet, gefällt ihm die Reisegefährtin. Nach der Rückkehr von der Reise sehen sie sich auch in Berlin häufig. Fraulein Vese- lius ist reich und völlig unabhängig. Auch diese Tatsache ist n'cht ohne Einfluß auf die Entschlüsse
Du hast also heute keinen zärllichen Tag , steüt Ludwig fest, da Helene ihm mit einem ernsten sicht entgegentritt und sich seiner UmarmungI rasch entzieht. Er sagt es lächelnd und mit (eifer Überlegenheit im Ton. Er weiß, Helene ist zu Zeiten ein leidenschaftlicher Mensch.
geht sieht er seine Braut aufmerksam an als wollte er prüfen, ob sie anders. geworten ist tn diesen Tagen, da sie für ihn aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen unsichtbar blieb.
Helene, läßt ihm nicht mol $clt trachtung. Sie nimmt in einem der Sessel Platze
Eine Handbewegung ... „Bitte, Ludwig . . ®denÄt an Ludwig vorbei. All-- ist wähl überlegt, und letzt wird das Beginnen doch schwer.
Die Morgenfeier zum 80. Geburtstage von Gerhart Hauptmann wurde eingelo'.tet mit dem Streichquartett des Städtischen Orchesters ge- spielten 1. Satz aus Mozarts 6-äur-Streichquartett. Nach dem Prolog zur Eröffnung des Deutschen Theaters in Berlin, gelesen von Herrn K ö ch l i n g, hielt der Dramatiker Hermann August Weber, dessen Schauspiele „Schloß im Wind" und „Holzappel" seinerzeit in Gießen uraufgeführt wurden, die Festansprache. Er rühmte Hauptmann, dessen lebendiger Gegenwart wir uns dankbar erfreuen könnten, als Kind einer der literarisch reichsten Provinzen Deutschlands. In seinem Werke strömten wesentliche Kräfte aus dem großen schöpferischen Vermächtnis Schlesiens zusammen. An seinen klassischen Dramen wie den „Webern", dem „Geyer , dem ,^Henschel", der „Pippa" und andern sei die HeimatlaiHschaft mitbauend am Werke gewesen. Hauptmann habe es selbst einmal ausgesprochen, Deutschland sei die uns beflügelnde Idee-, alles sei nur halb, was nicht von Deutschland als lebendiger Idee durchdrungen sei. Die Beseelung des Volkstums werde immer ein wesentliches Anliegen bleiben, und das Volk ehre sich selbst, wenn es sich, wie heute, um einen seiner Großen in Dankbarkeit versammele. Der Redner schilderte Reichtum und breite Fülle von Hauptmanns Dichterleben, das in Sturm und Stille, von Anfechtungen und Erfolgen begleitet, vom zweiten ins dritte Reich sich erstrecke. Seine Leistung und Wirkung sei nahezu unabsehbar. Erfolg habe mancher; Ruhm aber steige aus tieferen Bezirken empor. Hauptmanns Werk fei aus seinem Herzen ins Herz des Volkes gedrungen; es sei wie bei Goethe Bruchstück einer großen Konfession; eine außeroickientliche Bereicherung des deutschen Dramas sei von Hauptmanns Dichtung ausgegangen, die in der Vielfalt ihrer Vorwürfe und Formen zwischen Wirklichkeit und Magie angesiedelt sei. Mit einem Ueberblick über den riesigen Zug der von Hauptmann geschaffenen Gestalten schloß H. A. Weber seine Ansprache. — Es folgten dann Proben aus Hauptmanns Werk: zuerst Sonette, den meisten Hörern wohl unbekannt und überraschend,
Theater -erUniversitätsstadt Gießen
Gerhart Hauptmann-Feier.
dann die Szenen des Schiffsunterganges aus dem Roman „Atlantis", zuletzt zwei Abschnitte aus dem „Ketzer von Soana". Blanca Blacha, H. Koch» ling und W.M. Mund setzten sich hingebungsvoll für die Interpretation ein. Das Allegro aus Beethovens Streichquartett c-mol! leitete zum zweiten Teile über.
In der zum 80. Geburtstage Hauptmanns er- scheinenden 17bändigen Gesamtausgabe findet sich, wie man erfährt, neben dem Reichtum des bekannten Werkes eine Reihe bisher unveröffenllichter größerer und kleiner Arbeiten, die das Gesamtbild von mancher Seite her beziehungsvoll abrunden. Zu den noch unerschlossenen kleinen szenischen Dichtungen gehört das einaktige dramatische Idyll „Kaiser Marens Brautfahrt", das gestern bei uns feine Uraufführung erlebte: eine Episode in Versen, eine heitere Szene in historischem Gewände, wie so vieles bei Hauptmann zwischen Realität und Romantik märchenhaft angesiedelt. Der junge Kaiser Max, auf der Jagd verirrt, findet in einer merkwürdigerweise schlesischen Bergbauernhütte Zuflucht, wird von Mutter Emmerenz freundlich bewirtet und erlebt eine wunderlich-heitere Liebesstunde mit deren junger Tochter Anna. Das Ganze könnte als romantisierendes Scherzo wirken, wenn man dahinter nicht den Reiz des Einfalls empfände, den jugendlichen Kaiser, außerhalb seiner angestammten Herrscher- liehen Umwelt, in einer ihm unwirklich fremden Sphäre seiner Majestät entkleidet und menschlich verwandelt zu zeigen. — Vor einem sachlichen Bühnenbilde (Löffler) ließ Herrn Munds sorg- fällige Inszenierung die eigenartig gegensätzlichen Elemente des Idylls sich auswirken. Herr Schmidt war ein romantischer, naiv-märchenhafter junger Kaiser aus Michel Hellriegels träumerischer Nach- barschaft, Hella Henzky die zwischen gutmütiger Lebensnähe und schlesischer Dersponnenhett schwankende Mutter, Josefine Lenzen die scheue, un- bäuerlich zarte Anna. — Die zahlreiche Morgenfeiergemeinde dankte mit lebhaftem Beifall.
Hans Thyriot.
Rautenberg war aus dieser südlichen Reise in einer gedämpften Stimmung und keineswegs c- rett, in ein neues und anderes Spiel , der Herzen binelnaugkiten. Da begegnete^ er FrauIemVest- lms. Ihm fiel feie große Sicherheit °ust nut d,r sich Helene bewegte. Er beobachtete sie mit steigen lern Jntereste, sah: Sie -st nicht mehr iun^ von einem schwer zu bestimmenden Alter. Ihr Gesicht wird umrahmt von dunklem Haar, da- m eigenwilligem Gelock dek, Kopf umschließt Und «em, Helene den Kopf hebt, so geschieht das stolz und sehr selbstbewußt. Aber erscheint dadurch ihr. We,en etwas hart, so versöhnen schnell die Ich°n°n^ braunen Augen unter der klaren Stern und der freund- liche Mund mit den prachtvollen Zahnen.
Helene Veselius ist die Tochter des verstorbenen, berühmten Malers Veselius. Es hat vor fahren einmal Aufsehen um diesen Künstler gegeben. De- felius, selbst schon ein Sechziger, Watete in zweiter Ehe eine schöne und sehr junge Frau. Sie betrog ihn bald und gab der Welt -'ne erregend Traaod^ Sie erschoß ihren Geliebten und sich selbst. Veselius erlitt kurze Zeit darauf durch die Erregungen einen Herzschlag. , .
Rautenberg sind diese Ereignisse nicht unbekannt. Und vielleicht, so denkt er, liegt in ihnen^e Ursache zu Helenes oft herber Art, obwohl die Tochter da mals dem Schauplatz fern war.
Helene erwähnte Rautenberg gegenüber, daß ste Jahre hindurch mit einer alten Dienerin mjnorb- dentfchland in einem von ihrer Mutter ererbten hause gelebt hat Seit dens Tode des Vaters wohnt sie in Dahlem in der hinterlaßenen Villa des Malers.
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Deutsche Frauen und deutsche Männer!
Worüber gesprochen wird — geht Euch alle an. Daher hinein in die Versammlungen der NSDAP, und hört, um was es jetzt geht.
** Verkehrsunfall. Heute früh gegen 7 Uhr ereignete sich auf der Marburger Straße in der Nähe der Karlsruhe ein Derkehrsunfall. Dort ci tiuu .... —......, stieß das Milchauto mit Anhänger des Milchhänd-
Reichsministers des! Dietz aus Staufenberg gegen ein auf der i Straße stehendes Sandfuhrwerk. Bei dem Zusammenprall trug Dietz einige Verletzungen davon, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machten, zum Glück aber nicht von ernster Art sind. Das Auto und das Fuhrwerk wurden
Rautenberg behält seine fröhliche Ueberlegenheit. Er sagt: „Also beichte. Liebes, was ist geschehen?
Noch schweigt Helene. Dann richtet sie sich sehr gerade auf. Sie erwidert: „Es ist etwas Unerwartetes geschehen, Ludwig. Aber du irrst, wenn du annimmst, von mir eine Beichte zu hören. Das heißt ... ich erwarte auch von dir nicht dergleichen ..."
Sie sieht den Mann fest an und spricht weiter: „Ich bitte dich, Ludwig ... wir wollen ... wir müssen unsere Verlobung lösen."
„Helene!"
Sie hebt die Hand. .
. „Du mußt mich erst anhören Ludwig. Ich gestehe ehrlich, es ist auch eine bittere Erkenntnis für mich. Wie ich schon sagte, es ist etwas Unerwartetes geschehen. Für mich vor allem, aber vermutlich wirst auch du von den Ereignissen überrascht seist. Du wirst noch nicht wissen, datz dir em Sohn geboren wurde." ,... ,
Rautenberg springt aus. Sem Gesicht ist böse, so böse, wie Helene es sich niemals vorstellen konnte. Sie fühtt: Das ist kein ehrlich stufwallender Zorn, sondern ein niedriges Gefühl von Haß und Wut. Diese Erkenntnis schnürt ihr fast das Herz zusammen, aber sie versucht, sich zu beherrschen, und spricht weiter. Sehr schnell, spricht sie weiter, weil sie Ludwig keine Zeit geben will, sie jetzt zu unter- ^.Jch halte es für selbstverständlich, Ludwig, daß du deinen Namen und deine Fürsorge den Menschen gibst, die dir jetzt am nächsten stehen muffen ... Käte Altert und deinem Kinde!"
Nun ist der Name ausgesprochen. .
Rautenberg bezwingt den Ausbruch seines Aergers Er hat von der Verbindung nut Helene sehr viel erhofft und ist durchaus nicht gesonnen, in diesem Kampf zu unterliegen. Es ist allerdings ein Kampf, der den Mann völlig unvorbereitet
Doch Rautenberg weiß auch, daß seine Braut ihn liebt und sich nach der Ehe mit ihm sehnt. So
Sonntag, 22. November Sonntag, 22. November ..... 15 Uhr:
Leutnant w urmheller, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, als 146. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
*
Leutnant Wurmheller hat sich in vielen hundert Feindflügen fast ausschließlich im Kampf gegen die britische Luftwaffe als ein besonders kühner und draufgängerischer Jagdflieger bewährt, weshalb er kürzlich vom Oberfeldwebel zum Leutnant befördert wurde. Er hat sich im letzten Jahre besonders bei der Abwehr britischer Fliegerverbände an der Küste der besetzten Westgebiete ausgezeichnet und war mich bei der Bekämpfung der britischen Luftstrettkräfte, die das Landungsunternehmen bei Dieppe schützen sollten, hervorragend beteiligt.
©er Führer beglückwünscht Gerhart Hauptmann.
Der Führer sandte an den Dichter Gerhart Hauptmann ein in herzlichen Worten gehaltenes ; Glückwunschtelegramm sowie eine Ehrengabe. Die Stadt Breslau ehrte den Dichter in einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen. Dabei feierte Gauleiter Hanke Gerhart Hauptmann als den größten lebenden Schlesier, der auch als Mensch aufs tieftte zu verehren und zu bewundern sei. Er verlieh ihm den niederschlesischen Kunst- preis und den neugestifteten Silin g°Ring in dem Bewußtsein, daß diese Auszeichnungen weniger eine Ehrung für den Jubllar als für seine Heimat bedeuteten. Reichsleiter von Schirach, der gekommen war, um den Dichter zu den Ger- hart-Hauptmann-Tagen nach Wien zu geleiten, verlieh dem Dichter als höchste Auszeichnung des Gaues den Ehrenring der Stadt Wien.
Aus -er Siadi Gießen.
Rezepte aus Großmutters Zeiten.
Küchenfragen haben stets die Frauen beschäftigt. Sie sind in diesen Krieasläuften genau so aktuell wie zur Zeit, da der Großvater die Großmutter nahm. Sie aber hat das gekocht, was in Urgroßmutters „Kochbuch" stand, in einem Kochbuch, das nie gedruckt, das vielleicht handgeschrieben war. Jedenfalls standen in ihm die überlieferten Koch- vorschristen der Gegend, des Dorfes, der Kleinstadt, in welcher der elterliche Vorfahr ausgewachsen war und die heimatlichen Gerichte (wie sie die Jahreszeiten mit sich bringen) genießen gelernt hatte. Das sind die bodenständigen Köstlichkeiten, die kein Küchenchef erster Hotelküchen so trefflich bereiten kann, wie die Hausfrau an ihrem einfachen Herd. Einsachhett, das ist es, darauf kommt es an. Und so schlicht wie die Küche, aus der die Herrlichkeiten der Heimat hervorgehen, sind diese selbst. Wegen ihrer Schlichtheit aber haben sie oft Jahrhunderte überdauert und versagen auch nicht in einer Zeit wie dieser, da es nicht immer leicht ist, all das zu beschaffen, was man gewohnt ist, beim Kochen zu verwenden. Da sind die Vorschriften, wie die Großmutter oder gar die Urgroßmutter sie überliefert haben, die richtigen, auf die man gar zu gerne zurückgreist und sich dabei der Juaendjahre erinnert, wo man bei der Mutter ihre Ziwereitung erlernte.
Gerade jetzt hat es der .Heimatbund für Hessen und Nassau" unternommen, alles, was die Heimatküche an einfachen und verfeinerten Gerichten kennt, zu sammeln und ihre Zubereitungsvorschris- ten allgemein zugänglich zu machen. Es ist eine schöne Aufgabe, die sich der Heimatbund gestellt hat.
Was wird gesammelt? Alles, was die Lebenshaltung in unserem Gau betrifft. Seien es nun Speisen oder Getränke, seien es Brot, Brötchen oder Kuchen und Festaebäck, sei es Wurst in ihrer verschiedenartigsten Zubereitung und Verwendung. Da gibt es in und um Lauterbach den sehr beliebten „Nackfroosch". Aus geriebenen rohen Kartoffeln, die in Beutel ausgedrückt werden, wird er unter Verwendung von Mehl und Hefe hergestellt. Er wird im „Boaleeise", einer Kuchenform, mit verschiedenen Zutaten gebacken und ist ein begehrtes Mittagessen, zu dem gleich der xaffee getrunken wird. In Angersback heißt ein „Nationalgericht" „Häcksel- Bloads". Kommt Besuch und ist er angenehm, dann tischt man Bloads auf. Er gilt als vornehmes und wertvolles Gebäck, das außer den Angersbacher Frauen niemand so ausgezeichnet backen kann. Außerhalb verheiratete Kinder bekommen stets Bloads gebacken, wenn sie zu vorher angemeldetem Besuch kommen. Und die Angersbacher Urlauber nehmen ihn mit, wenn sie wieder ins Feld aus» rücken.
Bunt ist die Speisekarte der Hessen und Nassauer. Gegenden, Städte und gar Dörfer zeichnen sich durch Spezialgericht aus. Zwar wird kaum jemand hutzeln und Säufieß" verzehrt haben, aber andere geheimnisvolle Gerichte wie „Beutelches Gezeig", „Schmahlert", „Bieberauer Dungsel", „Wallen- röder Owelappe", „Schnerkelchesbrieh" sind Köstlichkeiten der Heimatküche und nur eine Andeutung des ungeheuren Reichtums der gastronomischen Landkarte. eit aus die meisten Gerichte unserer Landschaft dürften es mit den notwendigen Erfordernissen des Krieges aufnehmen können. Darum verlohnt es sich, sie aus dem Gedächtnis der Mütter und Großmütter hervorzulocken oder sie aus handgeschriebenen überlieferten Kochbüchern ans Licht zu boten und sie mitzuteilen an den Heimatbund in Darmstadt, Alicenstrahe 25.
Eine große Freude hatte am Vorabend des Geburtstages die schlesische Friedrich-Wilhelm-Unioer- sität zu Breslau dem Jubilar durch die Verleihung ihrer Ehrenbürgerwürde bereitet.
Staatssekretär von Weizsäcker gab im Namen des von Berlin abwesenden
Auswärtigen einen Empfang für die japanischen Missionschefs in den europäischen Staaten, die unter dem Vorsitz des Botschafters Oshima m Berlin zu einer Tagung zusammengetreten sind.
ist seine Stimme jetzt warm und beschwörend: „Helene, ich bitte dich, dieses Verhältnis zu jenem Mädchen bestand, ehe ich dich kannte."
Helene bewegt wieder abwehrend die Hand. Aus chrem Gesicht spricht eine starre, eisige Ablehnung.
Da bricht der Zorn des Mannes los: „Und du meinst nun, diese vergangenen Gefühle gehen dich so viel an, daß du darum unser Verhältnis zueinander, unsere gemeinsame Zukunft ablehnen mußt? Das Mädchen war also bei dir? Denn woher soll- test du sonst auch wissen ..."
Helene Veselius hat ihre Sicherheit zuruckge- wonnen. Sie erwidert kühl: „Du irrst, Ludwig. Du unterschätzt den Stolz von Fräulein Allert. Wahrscheinlich schätzt du uns Frauen überhaupt falsch ein!" „ , ,,
Obwohl Rautenberg sich zur Beherrschung zwingt, tobt in ihm immer noch diese Erregung. Er ist auf- gestanden und ein paarmal durch das Zimmer gegangen. Jetzt lehnt er an Helenes Schreibtisch, und sie sieht, wie die Muskeln in seinem Gesicht arbeiten.
Er blickt sie bittend an, aber fie verschließt sich. Sie will nicht mehr, daß er zu ihrem Herzen findet.
,Zch bitte dich, liebe Helene, laß uns aus der Kenntnis, die du jetzt erhieltest, keine große Sache machen. Sieh diese Geschehnisse natürlich an.
„Das tue ich, Ludwig."
Er erwiderte heftig: „Nein, Helene, das tust du ja eben nicht." Ruhiger bann: „Es ist selbstverständlich, daß ich meinen gesetzlichen Verpflichtungen Mutter und Kind gegenüber nachkomme, aber darüber hinaus ..." Eine entschieden ablehnende Hand- ^^Die^Frage dann: „Und weshalb hat Käte Allert mich nicht benachrichtigt? Wieso wurdest du unter- richtet?" E _ • . „
„Du hast fie ja nicht empfangen, Ludwig!
Das stimmt. Ein einziges Mal hatte Käte nach der Trennung versucht, Rautenberg zu sprechen. Er hat ein peinliches Gefühl. Helenes Feststellung wirkt wie ein Schlag. ■
(Fortsetzung folgt)
Der Führer hat Professor Dr. Adolf Bartels, dem hochverdienten Literaturhistoriker und Dichter anläßlich seines 80. Gebuvtstages ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übersandt und ihm sein Bild mit Widmung überreichen lassen. Reichsminister Dr. Goebbels ließ dem Jubilar durch Ministerialrat Professor Dr. Ziegler seine herzlichsten Glückwünsche übermitteln. In einem persönlichen Handschreiben, das Professor Adolf Bartels zusammen mit einem Exemplar der kostbaren Sondevausgabe der Mannesfischen Handschrift überreicht wurde, gedachte Dr. Goebbels in warmen Worten der hervorragenden Verdienste, die sich Professor Adolf Bartels im Kampf um die Leutsche Dichtung und Literaturgeschichte erworben hat. Die NSDAP, hatte im Deutschen Theater in Berlin eine Feierstunde veranstaltet, bei der Reichsdramaturg Obergebietsführer Rainer Schlösser die Gedenkrede hielt. Die Feierstunde war umrahmt -zqmjsiu^ sag uröun;s'cpvT uschstivzijnm uoa et hat da Quartetts sowie des Mozart-Chors der Berliner i. Hiller-Jugend. Worte von Adolf Bartels sprach
l Staatsschauspieler Matthias Wieman.
? Adolf Bartels wurde am Vorabend seines 80. Ge- ' burtstages im Deutschten Nationaltheater zu W e i - L mar eine festliche Kundgebung bereitet, bei der Gauleiter und Reichsstatthalter S a u ck e l im Namen und im Auftrage des Führers das Bild Adolf Hitlers mit einer persönlichen Widmung sowie das Goldene Ehrenzeichen der NSDAP, dem anwesenden Jubilar überreichte.
' Eingk>.leitet wurde die Feierstunde mit einer Rede des Reichskultursenators Staatsrat Dr. Ziegler, der das Lebenswerk von Wolf Bartels würdigte.
zweien Frau In der Geschichte dieses mllitärischen Ortens. Gleichzeitig überreichte ihr ter Reichsmarschall das Flugzeugführerabzeichon in Gold Brilla'vten.
ie bekannt, J , Geräusche : j sie solche! mancherlei orf)«® ;;! ati
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Daubringen
Mainzlar
Staufenberg
Freienseen
Laubach
Lauter
Trais-Horloff
Ober-Hörgern
Gambach
Gießen-Klein-Linten
Lang-Göns
Kirch-Göns
Grünberg
Harbach
Ettingshausen
Hausen
Steinbach
Garbenteich
Großen-Bufeck
Holzheim
Grüningen
Hungen
Villingen
Ruppertsburg
Lich
Londorf
Geilshausen
Weitershain
Rödgen
Gießen-Wieseck
Heuchelheim
Steinfurth
Griedel
Rockenberg
Watz e nb o rn-Sternberg
Leihgestern
Großen-Linden
Wvhnbach
Wölfersheim
Melbach


