nen auf der anderen Seite die Jndustrialisierungs- politik begünstigten. In vorsowjetischer Zeit betrug der Anteil der Ukraine an der gesamten landwirtschaftlichen Erzeugung Rußlands noch über 50 v. H., im Jahre 1930 war er bereits auf 40 d. jr). gesunken und ist in den Jahren bis 1941 noch weiter erheblich gesunken. Dafür entstand um die Erzlager von Kriwoj-Rog und Kertsch sowie um die Kohlenvorkommen des Donezgebietes eine umfangreiche Industrie: Hüttenwerke, Stahlwerke, Werke des Maschinenbaues, chemische Industrie, Schiffbau und andere Werke. Diese großen Roh- stoffvor kommen und wertvollen Industrien haben die Sowjets nunmehr verloren, ganz abgesehen von der ungeheuren landwirtschaftlichen Erzeugung, die gleichzeitig ausfällt, lieber die roh- stofftnäßige und industrielle Bedeutung dieser Gebiete sollen einige Zahlen Aufschluß geben:
Die Kohlenvorkommen des Donezgebietes, die auf 56 Mrd. Tonnen sichere und viele weitere Mrd. Tonnen wahrscheinliche Vorräte geschätzt werden, lieferten 1938 78,4 Mill. Tonnen Steinkohle, das waren rund 60 v. H. der sowjetischen Gesamtförderung an Kohle. In der Weltrangliste der Kohlenförderung nahm die UdSSR, die 4. Stelle ein, nach den USA., England und Deutschland. Mit dem gleichen Antell von rund 60 v.f). waren die Eisenerzlager von Kriwoj-Rog an der Gesamtförderung der UdSSR, beteiligt. Die sicheren Vorräte werden hier bei einem EisengehaU von 58 bis 67 v. H. auf etwa 300 Mill. Tonnen und die wahrscheinlichen auf etwa 800 bis 1000 Mill. Tonnen geschätzt. Die Manganerzlager von Nikopol, die mit einer Förderung von 1,3 Mill. Tonnen im Jahre 1937 mit rund 40 v. $). an der Gesamtförderung der UdSSR, beteilig waren, weisen geschätzte Vorräte von über 100, Mill. Tonnen sicheren und 300 Mill. Tonnen möglichen auf. Hier sei bemerkt, daß die deutsche Einfuhr im gleichen Jahr mir 0,5 Mill. Tonnen betrug.
Außerdem befinden sich die Erdölfelder von Maikop in unserer Hand, sie lieferten im Jahre 1939 2,2 Millionen Tonnen Erdöl, das überwiegend in den Raffinerien von Krasnodar und Tuavse verarbeitet wurde. Die Gesamtvorräte werden hier auf ,22,0 Mill. Tonnen sichere und wahrscheinliche geschätzt, dazu kommen noch 215 Mill. Tonnen vermutete. Neben den vorstehend erwähnten Rohstoffen finden sich aber noch unzählige andere, die m großen Mengen vorhanden sind, es seien nur Holz, Tors, Oelschieser und Braunkohle genannt. — Entsprechend den vorhandenen Rohstoffen lieferte die Industrie des Donezgebietes etwa zwei Drittel der gesamten sowjetischen Eisen- und Stahlerzeugung.
Diese Verluste haben nun einerseits die Sowjets schwer getroffen, sie stärken aber anderseits in nicht zu übersehendem Ausmaß das deutsche Kriegspoten- tial. Nicht umsonst verlangen die Sowjets die zweite Front und Materiallieferungen von den Briten und Amerikanern. Sie spüren den Verlust dieser Schätze bereits fehr empfindlich.
Inzwischen ist mit dem Wiederaufbau der Ostgebiete begonnen worden, und bereits im ersten Jahre des Wiederaufbaues sind die Erfolge als groß zu bezeichnen. Mit der Versorgung der gegen den Bolschewismus kämpfenden Truppen mit Lebens Mitteln liefern die besetzten Ostgebiete ihren ersten Beitrag. Die Landwirtschaft liefert aber auch schon in diesem Jahr erhebliche lieber» schösse an das Reich, sie wird es im kommenden Jahr in noch größerem Umfang tun und damit die Ernährungslage Deutschlands und dar- rüber hinaus Europas endgültig sichern.
Aber auch auf dem Gebiet der Industrie geht der Wiederaufbau stetig vorwärts. Die Bevölkerung arbeitet dabei fleißig mit, um die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Ostgebiete gegen Bolschewismus, Judentum und Demokratie zum Wohle Europas auszunutzen. Für die Truppe werden schon heute industrielle Rohstoffe und Fertigwaren in großem Umfange geliefert, womit auch die Industrie der Ostgebiete bereits jetzt ihre ersten Beiträge für den Endsieg liefert.
Japanischer Geesieg bei Gnadalcanar.
Lechs feindliche Kreuzer und ein Zerstörer versenkt.
Io f io, 14. Nov. (Europapreß.) Nach einer Meldung der Agentur Domei versenkten starke Einheiten der japanischen Luftwaffe- und Marine am 11. November bei der Salomon-Insel Guadalcanar
Leben eines Kämpfers.
Ium 8V. Geburtstage von Adolf Bartels.
Es war um die Jahrhundertwende, als Adolf B a r t e Is seine Geschichte der deutschen Literatur veröffentlichte. Das Buch erregte ungeheures Aufsehen. Man fand in ihm eine Literaturbetrachtung, die anders war als die bisher übliche. In ihr hotte zum erstenmal ein Literarhistoriker gewagt, die völkischen Aufbaukräfte in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken, hier war zum erstenmal mit Erfolg versucht worden, das Fremde auch als fremd darzuftellen. Dieses Fremde war das Judentum in der Literatur. Nun unternahm es Bartels, dieses Jüdische zu finden und ohne Maske zu zeigen. Man lächelte zuerst, man sprach von einem wunderlichen Sonderling, und dann oeschloß man, Bartels totzuschweigen.
Aber Bartels ließ nicht tokschweigen. Er beschloß den Kampf, den er einmal angefangen hatte, bis zu jedem Ende durchzufechtem Fleiß, Beharrlichkett und die Vielseitigkeit seiner Anlagen, dazu ein unerschrockener Bekennermut und ein Glaube, den nichts erf(buttern konnte, waren ihm die Waffen in diesem Kamps. Wenn man an jemandem Stärke des Glaubens rühmen kann, so ist das Adolf Bartels. Sein Glaube war dabei nicht ein einsichtsloser Optimismus, er war vielmehr die Grundlage seines gesamten Wirkens. Seine durch gründliche Sachkenntnis gestützte Sicherheit ttotzte allen Versuchen, ihn im Komps einzuschüchtern, in dem Kampf, der Jahrzehnte dauern sollte.
Bald mußte Bartels erkennen, daß er seinen literarischen Kampf gegen das Judentum nicht auf dieser Ebene allein austragen könne, daß vielmehr dazu auch der volitische Kampf kommen müsse. Wir wissen nicht, ob er das von allem Anfang an gewollt hat. Der junge Student in Leipzig hatte angefangen zu schreiben: seine Dithmarscher Erzählun- gen und seine Gedichte wurden von Klaus Groth und Hermann Allmers sehr freundlich ausgenommen, auch Liliencron war auf ihn aufmerksam geworden. Schon in diesen Anfängen zeigte sich bei dem Dichter Bartels, was der Literarhistoriker später sichtend und richtend fortsehte, daß für ihn nicht das „junge Deutschland" das große Vorbild war, viel
sechs feindliche Kreuze rund einen Zerstörer, während zwei feindliche Kreuzer und drei Zerstörer schwer beschädigt wurden. Außerdem versenkten die japanischen See- und ßuftftreitfräfte drei feindliche Transporter. 16 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Die japanischen Verluste betragen: Ein Schlachtschiff schwer beschädigt, zwei Zerstörer gesunken, mehr als zehn Flugzeuge nicht zurückgekehrt. Mit diesen Erfolgen ist beinahe die Hälfte der feindlichen Flotte vor der Insel Guadalcanar vernichtet.
Hartnäckiger Widerstand in der Cyrenaika.
Berlin, 15.Nov. (DNB.) In der Cyrenaika lieferten die deittfch-italienischen Truppen den nach- drängenden Briten schwere Gefechte. Die Nachhuten kämpften hartnäckig gegen den anhaltend starken Druck des Feindes, dem das ausgedehnte Straßennetz dieses Kampfgebietes und der oft felsige Boden das Heranfuhren schwerer Waffen erleichterte. Die Gefechte um die Straßenkreuze, Wadis und Felsenterrassen nahmen an Härte Zu. Ueberall leisteten die «deutschen unt> italienischen Truppen auf der breiten Front an ihren Flanken hartnäckigen Widerstand. In ihrem schweren Ringen wurden sie von unseren Flugzeugen unterstützt, die ihre Bomben auf die britischen Angriffsspitzen warfen. Von den Nachhuten in aufopferungsvollen Kämpfen geschützt, konnten sich die Hauptkräfte weiter nach Westen absetzen.
Im Küstenabschnitt wurde der Feiitt» in heftigen Kämpfen aufgehalten, bis die Zerstörung sämtlicher militärischer Anlagen in Tobruk durchgeführt war. Alle Kampfftände, Hafenmolen und Defesti- gungen rings um die ©tobt wurden gesprengt, die Geschütze und sonstigen Waffen aus Feuerstellungen und Re paraturwerkstätten h er a u s gezogen. Der Feind fand nur noch Irümme r- ftätten und unbrauchbare Hafenanlagen vor. Versuche schneller britischer Einheiten, im Zusammenwirken mit feindlichen Flugzeugen die Vorbereitungen zur Räumung Tobruks zu behindern, blieben erfolglos.
„Oie Achse funktioniert im Mittelmeer."
Rom, 15. Nov. (Europapreß.) Ein Arttkel von Virginia G a y d a in „Voce d'Jtalia" vom Sonntag gesellt sich zu den vielen Stimmen der letzten Zeit, welche die absolute Festigkeit Italiens in der neuen Lage und den unzerbrechlichen Willen zum Widerstand und Oeaenangriff im Mittelmeer Herausstellen. Gayda schreibt: „Die Siegeszuversicht Italiens wird sich nicht ändern. Italien steht fest auf beiden Beinen und auf seinen Kampf post en, geschlossen um König und Kaiser und den Duce. Es schlägt sich und wirb sich schlagen, ist nicht müde und fühlt sich sicher. Es fühlt sich nicht vereinsamt. Die Achse funktioniert tm Mittelmeer, ohne den Druck an der Ostfront zu vermindern. Die Briten und Nordamerikaner können sicher sein, daß sie eine harte und riskante Partie eröffnet haben."
„Popolo d'Jtalia" schreibt, das italienische Volk beobachte die Ereignisse in Nordafrika mit Ruhe und Besonnenheit. Der gesunde Menschenverstand habe die ersten Überraschungen überwunden und sehe den Stand der Dinge immer klarer. Die Solidarität Deutschlands und Italiens sei wie immer vollkommen, rasch und bedingungslos. Italiens führende politische Wochenzeitschrift „Re la- z i o n i I n t e r n » z i o n a l i" schreibt, das italienische Volk sei sich bewußt gewesen, daß die Angelsachsen sich mit dem Versuch der Schaffung einer zweiten Front eines Tages in das Mittelmeer- Abenteuer stürzen würden. Der Aggressionsplan auf Frankreichs Mittelmeersystem war seit Monaten bei den Begegnungen in Washington und London ausgestellt worden. Die Luftangriffe auf Italien sollten diesen Plan vervollständigen. Man wollte Italien treffen und wenn möglich aus dem derzeitigen Konflikt ausschalten. Italien sollte zum Schlachtfeld werden, um Deuffchland zu schlagen. „Die Entschlossenheit des italienischen Volkes ist, das sei ohne Umschweife gesagt, die gleiche, die in bestimmenden Augenblicken seiner Geschichte den Lauf der Ereignisse wandelte. Das italienische Volk hält eifern durch und wird noch eiserner durchhalten, aUs die Feindseligkeiten die härtesten und blutig- ten Opfer kosten sollten. Wenn es ein Volk gibt, )as an Schmerz und Entbehrungen gewöhnt ist, o ist es gerade bas italienische Volk."
Die Infanterie fordert die Vesten der Jugend.
. Vier Ritterkreuzträger des Heeres sprachen zur Jugend.
n a b i e r e geworden. Wir brauchen einen jungen Soldaten, der kräftig und geschult genug ist, jede körperliche Strapaze zu ertragen. Wir brauchen aber auch einen Soldaten, der immer weiß, daß es für das Gelingen des großen Ganzen auf benein* zelnen antommt, der weiß, daß es für ihn nur eines gibt, auszuharren bis zum letzte n und den Feind zu schlagen, wo es nur immer gilt Wie großartig sich eine solche harte Ausbildung auswirkt, hat sich gerade an unseren Gebirgsjägern im Kaukasus bewiesen." An den lebendig erzählten Beispielen einzelner Kaukasuskämpfe und an der Bezwingung des Elbrus führte der Rit- tertreu^träger seine Zuhörer zu den stolzen Erleb« Nissen dieser Kampftage.
Oberleutnant K i e s g e n schilderte dann ein Zusammentreffen seines Stoßtrupps mit 70 sowjetischen Panzerst, bei dem es. auf Geistesgegenwart, Geschick, schnelles Zupacken und Verschlagenheit der Infanteristen ankam. „Völlig auf sich selbst gestellt, nur auf Grund seiner kämpferischen Ueberlegen» beit, aber auch dank seiner vorzüglichen Ausbildung kämpft der deutsche Grenadier in der trostlosen Wette der Kalmücken st eppe gegen für ihn ungewöhnliche Temperaturschwankungen, Sandstürme, teilweise mit ungenügenden Karten, oft in erbittertem Kampf um eine Wasserstelle." Dann fährt Ritterkreuzträger Oberleutnant K l a p p i ch fort: „Wir fanden selbst, daß mir viel zu sehr verstädtert waren. Man kann in seinen Jugendjahren nicht genug Geländespiele und Schnitzeljagden gemacht haben, denn als Soldat draußen im Osten, braucht man alles das, was man als Junge nur gespielt hat. Es ist überhaupt die Voraussetzung, um dort gegen den bestialischen Gegner bestehen zu können. Deshalb habe ich in den Wehrertüchtigungs-. lagern immer wieder mit großer Freude festgestellt, daß hier bei Geländeausbildung, Geländespiel und beim Schießdienst die Voraussetzungen für den jungen Soldaten gegeben werden, den wir im Osten brauchen."
Berlin, 14. Nov. (DNB.) Auf einer Kundgebung der Reichsjugendführung in der Deutschlandhalle sprachen zum Abschluß chrer Besuchsreise durch verschiedene Gaue, wo sie in Wehrertüchti- gungslagern und Jugendoersammlungen ihre Kampferlebnisse schilderten, vier Ritterkreuzträger des Heeres zur deutschen Jugend. Den Auftakt bildete der Einmarsch der Fahnen und einer Ehrenabordnung des Heeres. Als Sprecher der Jugend begrüßte Reichsjugendführer A x - m a n n die Ritterkreuzträger des Heeres und brachte zum Ausdruck, daß der Jugend schönstes Erlebnis fei, wenn die Tapfersten der Front unter ihr weilen; in Dankbarkeit und Ehrfurcht grüße die Hitler-Jugend die Helden dieses Krieges. Ihre Begeisterung für deren Heldentaten bringe sie nicht in Worten zum Ausdruck, sondern durch die Tat beim Kriegseinsatz in der Heimat. Der Reichsjugendführer würdigte in dankbaren Worten die tatkräftige Förderung der Wehrertüchtigungslager der HI. durch die Wehrmacht und bezeichnete es als bas große Glück der Jugend, daß sie im Frieden wie im Kriege auf das engste mit der ruhmreichen Wehrmacht verbunden fei. Den Gruß der kämpfenden Front an die Jugend des Führers überbrachte der Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres, Eichenlaubträger Generalmajor Wolff. Aus den Reihen der HI. feien die jungen Soldaten, die sich feit mehr als drei Jahren im gewaltigen Ringen unseres Volkes bewähren, hervörgegangen. Ein neuer Jahrgang trete bald wieder unter die Fahnen. So wachse das Heer aus der HI. beständig nach. Die Wehrertüchtigungslager der HI., die jeweils den ältesten HJ.- Jahrgang auf den kämpferischen Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Heer vorbereiten und in denen bereits die Erfahrungen des Ostfeldzuges genützt würden, hätten heute schon bas Vertrauen von Heer und Elternschaft erworben.
Ritterkreuzträger Oberleutnant Spindler, ein Kaukasuskämpser, sagte dann: „Der Kampf an der Ostfront ist immer mehr ein Kampf der Gre«
Die italienischen Wehrmachtberichte.
Rom, 14. Nov. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag gab u. a. bekannt: Eines unserer U-Boote unter dem Befehl von Kapitänleutnant Roberto Rigoli, das mit kiihnern Manöver in d i e Bucht von Bougie eingedrungen war, torpedierte und versenkte einen 10 000-BRT.- Dampfer. — Genua wurde in der vergangenen Nacht von zahlreichen englischen Flugzeugverbän- den bombardiert. Es entstanden beträchtliche Schäden, vor allem an Wohnhäusern im Zentrum und in den östlichen Stadtvierteln. — Der Wehrmachtbericht vomSonntag gab u. a. bekannt: Kampfflugzeuge schossen im Tiefflug auf einem Flugplatz in Französifch-Nordafrika zahlreiche Flugzeuge, die kurz vorher gelandet waren, in Brand. In den frühen Morgenstunden erzielte ein Unterseeboot in der Bucht von Bougie zwei Torpedotreffer auf einen englischen Kreuzer der Leanderklasse (7200 Tonnen). Der Kreuzer, ist gesunken. Im östlichen Mittelmeer griffen Torpedoflugzeuge einen Flottenverband erfolgreich an. Ein Zerstörer wurde schwer getroffen und kann als versenkt betrachtet werden. Von den Feindflügen der letzten Tage kehrten insgesamt zehn unserer Flugzeuge nicht zu ihrem Stützpunkt zurück. Beim letzten Luftangriff auf Genua sind fünf Tote und 14 Verwundete zu beklagen. Das unter dem Befehl von Kapitänleutnant Gazzana fahrende Unterseeboot versenkte im Atlantik ein bewaffnetes englisches Motorschiff von 10 000 Tonnen und durch Geschützfeuer den bewaffneten Dampfer „Veerhaven" von 3500 Tonnen. Damit hat das Unterseeboot in zehn Tagen insgesamt über 30 000 Tonnen feindlichen Schiffsraum versenkt.
Britische Bomben zerstörten historische Bauwerke Genuas.
Rom, 15. Nov. (Europapreß.) Durch die letzten Bombenabwürfe der Engländer auf Genua sind historische Bauwerke von unermeßlichem Wert zerstört worden. Darunter befindet sich der aus dem 13. Jahrhundert stammende berühmte Palazzo San Giorgio, der eines der schönsten Bauwerke Genuas war. In diesem hatte die erste Bank, die in Europa gegründet worden ist, 300 Jahre hin
durch ihren Sitz. Es handelt sich um die im 13. Jahr» hundert gegründete „Banca di San Giorgio", die ihre Finanzoperationen in Europa und im Nahen Osten ausübte. Weiterhin ist ein historischer Palast zerstört worden, in dem König Georg V. von Eng« land und die Königin Mary bei ihrem Besuch in Genua nach dem Weltkrieg weilten.
Jloröofrifa ist für die Sowjets nicht die zweite Front.
Stockholm, 15. Nov. (Europapreß.) Der sow- jetrussische Botschafter in London, Iwan Maisky, erklärte in einer Rede, die Operationen in Afrika seien noch nicht die zweite Front, welche die Sowjets in Sinn hätten. Sie seien nur ein Schritt auf die zweite Front zu. Maisky warnte vor einer optimistischen Beurteilung der Lage. Er sagte: „Wir sollten alle Illusionen über einen leichten und bequemen Sieg aufgeben. Ein schwerer Weg liegt vor uns."
Hanna Reiffch erhielt das Eiserne Kreuz I. Klaffe.
Berlin, (DBB.) Der Führer Hal der Fliegerin Flugkapilän Hanna Reitsch in An- .erkennung der besonderen Verdienste, die sie sich unker stetem Einsatz ihres Lebens um die Lnlwick- wicklung des deutschen Fluggeräks erworben hat, das Eiserne kreuz I. klasse verliehen. Reichsmarschall Göring hat der tapferen Fliegerin Anerkennung und Glückwünsche ausgesprochen.
Durch diese Verleihung wurde zum ersten Male eine deutsche Frau mit dem Eisernen kreuz I. klasse ausgezeichnet.
* I
Hanna Rettschs Leistungen als Dersuchspilotin setzen ein solches Maß v^n Mut, Tapferkeit und Einsatzwillen voraus und haben eine so hohe Bedeutung für den Kampf an der Front, daß sie mit vollem Recht den soldatischen Leistungen gleichgestellt werden. Als erste Frau der Well war sie 1937 zum Flugkapitän ernannt worden. Im März 1941 verlieh der Führer 'ihr das E.K. II als der
mehr der „poetische Realismus" dessen volkhaftes Wesen Bartels in feiner Bedeutung für die geistig- seelische Entwicklung der Natton erkannte. Dieser poetische Realismus von Alexis über Stifter, Storm, Hebbel, Freytag, Keller und Raabe in seiner ganzen völkischen Bewährungskraft und Menschengestaltung ist ihm der wahre Träger deutschen Geistes.
(Scherl-Archiv-M.)
Bartels hat einmal gesagt, daß an eine Existenz als Dichter für ihn nicht zu denken war, daß er deshalb zunächst einmal Redakteur mar. Aber er sagte weiter, daß er als solcher — bei der „Didas- kalia" in Frankfurt — sich nicht nur Kenntnis der Literatur erwarb, sondern auch Kenntnis des Lebens. Es würde zu wett führen, das literarische Werk von Adolf Bartels im einzelnen zu verfolgen. Es hat dazu immer im Schatten feiner literarisch- polittschen Arbeit gestanden. Aber wir wollen die Gedichte, die Dramen, die Romane, darunter die wuchtigen „Dithmarscher" nicht vergessen.
Bartels griff auch in die Auseinandersetzung der damals jüngsten Dichtung, in den Streit um Na- turalismus und Neuromanttk mutig ein und son
derte vom rassischen und vom völkischen Standort her die Spreu vom Weizen. So wurde Bartels zu einem Vorläufer und Wegweiser. Es wundert, uns nidjt, daß in der gleichen Zeit, in der er feine Literaturgeschichte erscheinen ließ, eine Arbeit von ihm erschien Unter dem Titel „Der Bauer in der deutschen Vergangenheit", daß er Streitzeitschriften herausgab, daß er in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, in der nach außen hin politisch und wirt- schafllich alles gut zu gehen und immer besser zu werden schien, schon den Verfall erkannte und sich 1913 m einer Flugschrift, gegen alle Mächte der Zeit, zu feiner besseren Einsicht öffentlich bekannte. Rasse und Volkstum, diese Begriffe immer wieder klarzulegen, nach ihnen das völkische £eben wieder auszurichten, war freilich eine .politische Arbeit, hinter der das Dichten zurückstehen mußte; nicht verwunderlich ist es, daß schon 1924 eine Schrfft, „Der Nationalsozialismus — Deutschlands Rettung" von Adolf Bartels erschien.
Das Leben eines Mannes — der unentwegte Kampf eines Mannes. Ein anderer als Bartels wäre in diesem Kampf vielleicht unterlegen, den er über ganze Strecken allein auskämpfen mußte. Heute darf der Achtzigjährige gelassen auf die Jahrzehnte des Kampfes zurückblicken, und er weiß, daß er ihn bestanden hat, daß es wohl ein schwerer Kampf war, aber auch ein guter Kampf, und daß er Sieger blieb. Die Saat ist aufgegangen, die er gesät, und über allen Worten, die man ihm zum Glückwunsch sagen kann, mag für ihn das Bewußtsein stehen, das glückhafte Empfinden, an der Wiedergeburt seines Volkes tätigen Anteil gehabt zu haben.
Carl Ems.
Merkwürdiges vom Tierlaut.'
Ein weites Gebiet, mit dem man sich bisher noch verhältnismäßig wenig beschäftigt hat und das doch viele auffallende Erscheinungen zeigt, sind die Lautgebungen der Tiere. Man kennt sie von den Haustieren, den großen Fleischfressern und einigen anderen gutbekannten Arten, man hat besonders den Dogelgesang eingehend beobachtet und beschrieben, aber darüber hinaus kennt man wenig von den Lauten, die andere Tiere hören lassen. Bei den wirbellosen Tieren ist mit Ausnahme der Insekten
fast nichts über von ihnen erzeugte Laute bekannt! daß man die von ihnen hervorgebrachten Geräuschs nicht hört, ist fein Beweis dafür, daß sie solche auch nicht von sich geben, man hat vielmehr mit kräftigen Lautverstärkern neuerdings mancherlei Töne in der Tierwelt vernommen, die vorher unbekannt waren. So wollte man ein „Singen" der Regenwürmer, ja sogar „geigende Töne" beobachtet haben, aber bei der Nachprüfung zeigte es sich» daß es sich nur um ein merkwürdig raschelndes Geräusch handelt, das sie vielleicht durch das Reiben ihrer feinen Borsten auf dem'Boden beim Fort« bewegen Hervorrufen.
Früher war die Schweigsamkeit der Fische sprich- wörtlich, aber heute weiß man, daß manche Meer- fische, besonders solche mit offenen Schwimmblasen, wenn sie an die Oberfläche kommen, Geräusche erzeugen; diese werden vielleicht durch das Entweichen eines Gases aus der Schwimmblase hervorgerufen. Die „Orgelmusik" der Frösche, die oft einen stimmungsvollen Akkord in der Sommerlandschaft ab« gibt, ist so genau beobachtet worden, daß man aus Der Verschiedenheit dieser Töne sogar die verschiedene Art der Frösche angeben kann.
. Die Stimme der Reptilien wird allgemein als cm zorniges Zischen bezeichnet. Bei den' Schlangen stimmt dies ja auch, aber es gibt manche Echsenart roie die scharfschreienoen Geckos, die ganz andere Laute von sich geben. Schildkröten zischen in der ■ rReptilien, die größeren Arten lassen jedoch
in ber Brutzeit sehr laute Töne erschallen, die an Das Gegacker einer Henne erinnern, die ein Ei legt. Krokodile und Alligatoren lassen nachts oder ftüh am Morgen oft ein Gebrüll hören, das an den Ruf öes Uomen erinnert und schon manchen Reisenden erschreckt hat.
Die Beuteltiere gelten als schweigsame Geschöpfe, mit Ausnahme des „tasmanischen Wolfes" und des „tasmanischen Teufels"; diese beiden seltsamen Tiere haben ihren Namen wegen der merkwürdigen Laute erhalten, die sie ausstoßen. Ein langgezogenes, melancholisches, aus- und absteigendes Geheul bei dem ,Molf" ein gräßliches grelles Schreien bei dem „Teufel". Die Känguruhs, die selbst beim Kämpfen und beim Werben keinen Laut von sich geben, lassen doch, wenn sie erschreckt werden, ein klagendes Geheul erschallen.
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