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Willkie wieder in Washington.
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tet werden muß, ob im gluten-den Som- sind ausgeftiegen, rauchen bei dem Flugzeug stehend Luftschrauben der startenden Flugzeuge eine Zigarette, und als jetzt der Beobachter mir
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Musikinstrumente der Tiere.
Ein wenig später mußte Vater Schön oon seinem gelassener Tierstimmen 'vergleichen ' "
Fenster aus mit ansehen, wie seine eigene Tochter! Weniger bekannt ist aber, daß auch ^nftni«
Man weiß, daß die Tiere gute Vokalmusiker sein können; nicht nur die Vögel singen, sondern auch andere Tiere veranstalten Konzerte, die mehr durch ihre Kraft als durch ihren Wohllaut eine große Wirkung erzielen. So stellen die Leistungen der Frösche und Kröten in den amerikanischen Seen und Sümpfen mit ihrem Quieken und Quaken, Bellen und Pfeifen, Blöken und Brüllen, Seufzen und Schwirren alles in den Schatten, was menschliche Tonerzeugung zu leisten vermag, und nur die große Urwaldsymphonie der Brüllaffen und ihrer Genossen kann sich mit diesem Hexensabbath los-
die Hand schüttelt und mir spaßend und ermunternd zu meinem ersten Feindflug Glück wünscht, da
gratulieren anfangen." Da überkommt mich etwa wie Beschämung, aber dann werde ich erst re stolz, stolz auf meinen Staffelkapitän.
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den Warten beißenden Staub in die Augen wirbeln oder in der schneidenden Kälte russischen Win
ters beim Montieren die Haut der Hände am unterkühlten Metall der Motore kleben bleibt. Es ist ein Tagewerk, das Treue und Verzicht heischt wie selten ein anderes —--
Chiles Protest in Washington
Buenos Aires, 15. Okt. (Europapreß.) De chilenische Protestschritt in Washington gegen di beleidigenden Auslassungen des Unterstaatssekretär Sumner Welles wird als der energischste in de letzten 50 Jahren bezeichnet. Der argentinis Zeitung „Razon" wird aus Santiago de Chile
richtet, daß diplomatische Kreise in der chllenische Hauptstadt den gegenwärtigen Augenblick füi äußerst delikat hielten. Die chilenische Haltum finde durch die Stellung Argentiniens eine außeri
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Der südafrikanische Erstminister Smuts ist London eingetroffen und hat recht offenherzig über seine Absichten gesprochen. Er sagte: „Ich bin überzeugt, daß wir mit den Hilfsmitteln, über die wir jetzt verfügen, den Sieg erreichen können.
und wendigen deutschen U-Boote so verdrießlich.
Gmuis fordert Initiative in Afrika.
Von unserer Berliner Schristleitung.
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Fehlen jeder englischen und amerikanischen Jnitia-
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Neue Absichten auf Dakar?
Von unserer Berliner Schristleitung.
Romeo und Julia im Giedlergärtchen.
Bon Erich Paetzmarm.
Es war eine alte, in vielen langen Sommern erprobte und gefestigte Fehde. Soweit man sich noch auf den Anlaß besann, bestand er in einer halben Büchse Baumwachs. Die hatte sich Herr Pinnow eines Tages von Frau Schön entliehen, aber nicht zurückgegeben. Daraufhin entlieh Herr Schön sich von Frau Pinnow dreißig Meter Garten- feil und vergaß sie ebenfalls. Und da sich nun jeder selber mit dem Entleihen im Rückstand und den anderen mit dem Vergessen im Vorsprung wähnte, so suchte jeder diesen ungerechten Zustand so rasch und gründlich wie möglich zu beseitigen. Bis an irgendeinem Punkte plötzlich alle Höflichkeit und Zurückhaltung von den beiden Familienhäuptern abfiel und sie sich über ihre Himbeersträucher hinweg eine wütende Liste von geborgten und unterschlagenen Gegenständen zuschimpften, auf der auch nicht das kleinste Stückchen Pflanzholz vergessen war.
Dann versahen sie das Durchschlupftürchen in dem gemeinsamen Zaun mit viel Windungen eines festen Eisendrahtes und traten in die vorerwähnte Feindschaft.
Fräulein Hilde Schön war inmitten dieses Sippenhasses zu einer neunzehnjährigen und höchst wohlgeratenen Jungfrau herangeblüht, die nur den einzigen Fehler hatte, daß sie die Welt und ihre Händel nicht allzu ernst nahm, nicht einmal die der feindlichen Familie. So spazierte sie eines Samstags nachdem Mittagessen, als die Eltern sich drinnen ausführlich über einen alten Kohlstrunk ärgerten, der offenbar von Feindeshanü bei Nacht herübergeschleudert war, in aller Unschuld und Fröhlichkeit im Garten herum und versuchte sogar den Buchfinkenhähnchen ihre frechverliebten Schnörkel nachzupfeifen. Denn ihr war gerade wieder eingefallen, daß morgen Sonntag war. Und der Himmel schien es überdies mit feinen Pflichten gegen alles, was neunzehn Jahre zählte und ein neues Sommerkleidchen emzuweihen hatte, durchaus ernst zu meinen.
Da klangen aus dem Nachbargarten in ihre fest-
Ehrung der tapferen Hitler-Zungen.
Die Hitlerfungen, die durch das E. K. II und da« Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern für ihren tapferen Einsatz ausgezeichnet worden sind, besuchten di» alte Garnisonstadt Potsdam. Nach Besichtigung der historischen Stätten wurde die Abordnung durq den Oberbürgermeister General Friedrichs empfangen. Bei der Besichtigung des Reichssportfeldes wurden .die Jungen durch Dr. Diem im Auftrage des Relchssportführers begrüßt. Anschließend besichtigten die Jungen der luftbedrohten Gebiete einen Flak- türm, wo sie durch General von Axthelm herzlich willkommen geheißen wurden. Der General beglück- wünschte im besonderen die beiden jüngsten Träger des Eisernen Kreuzes im Namen des Reichsmar« challs. Zum Abschluß ihres Berliner Aufenthaltes besuchten die Jungen als Gäste des Reichsministers Dr. Goebbels die Aufführung der „Jungfrau von Orleans" im Deutschen Theater.
Wiederbeschästigte Ruhestandsbeamte-
Em weiblicher Beamter konnte bisher bei Verheiratung feine Entlassung verlangen. Nach den neuen Bestimmungen braucht dem Entlassungsaiv trag nur entsprochen zu werden bei Beistehen einer Schwangerschaft vom 6. Monat an oder beim Dor.
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immer wieder einen Halt finden zu können, krallte, er sich immer erneut zäh fest. Aber er mußte mei= I chen, wenn über chm im Heulen der stürzenden Flugzeuge die Stukas ihre todbringende Bombenlast auslösten.
Wir fliegen weiter der Sonne zu, die nun schon eine ziemliche Spanne über den Horizont gestiegen ist. Dörfer, deren kleine weiße Häuserreihen die lange Straße säumen, tauchen vor uns auf und wandern unter uns nach Westen. Dann überfliegen wir das breite, in aroßen Bogen sich windende Band des Don, dessen Flußbett von schmutzig aelben Sandbänken versperrt und eingeengt wird. Nun werden wir bald die Wolga und unser Zielgebiet erreicht haben. Ich taste an meinem linken
Die Ar Velchman en Arbe Bet der bnnten n •erben. ’ xm Lebe« Bimmen I bevorzugt jrad) sich Butter, Q Mare i: J geben.
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unternahm ein britisches Geschwader einen Angriff auf Dakar. Die französische Admiralität veröffentlichte folgende amtliche Mitteilung: „Die britischen See- und Luftstreitkräfte hatten am 24. September einen heftigen Angriff gegen den Hafen von Dakar, gegen die Küstenbatterie und gegen das Linienschiff „Richelieu" vorgetragen. Drei englische Flugzeuge wurden abgeschossen. Ein britischer Kreuzer wurde getroffen,"
Dakar, eine Stadt von 100 000 Einwohnern, ist ein befestigter Hafen der französischen Kolonie Senegal und Sitz des Generalgouverneurs von Französisch-Westafrika. Es besitzt moderne Hafenanlagen. In der unmittelbaren Nähe ist das Kap Verde gelegen, das der wesllichste Punkt Afrikas ist: unmittelbar gegenüber den portugiesischen Kapverdischen Inseln. Etwa 150 km südlich von Dakar liegt der englische Hafen B a t h u r st, der als Etappe des südatlantischen Luftverkehrs oft genannt wurde und Hauptstadt der englischen Kolonie Gambia ist; weitere 450 km südlicher liegt die Hafenstadt Free« t o w n in der englischen. Kolonie Sierra Leone, die inzwischen ein Hauptverkehrsvunkt für den englisch- amerikanischen Nachschub nach Mittelafrika und von da nach dem Sudan und dem Vorderen Orient geworden ist. Reuter ließ sich dieser Tage „von einem Stützpunkt in Westafrika" folgende Meldung fünfen: „Ein neues kleines Modell deutscher U-Boote versetzt der alliierten Schiffahrt vor der Ausbuchtung Westafrikas Schläge in Durchführung von Plänen, die bereits vor Jahren getroffen wurden. Wie Ueberlebende von nahezu einem Dutzend torpedierter Schiffe verlauten lassen, sind die meisten feindlichen U-Boote kleine Einheiten." Dem Reuter-Vertreter rutscht das kostbare Geständnis durch, daß Engländer und Amerikaner „bereits vor
zweihundert, ja mehr als dreihundert Mal am Steuerknüppel, auf dem Funkersitz oder hinter dem Bord-MG. über den rauchenden Ruinen sowjetischer Städte den Granaten der Flak und den Feuer- aarben feindlicher Jäger die Stirn geboten haben. Für sie alle war dieser erste Feindflug wie ein Ge- tübbe, immer erneut ihr Leben zu bieten, um den Tod in die Reihen des Gegners zu tragen.
Der Feldflugplatz liegt unter uns. Weich setzt das Flugzeug auf, rollt holpernd aus dem Liegeplatz der Staffel. Die Motoren schweigen. Ich öffne die Bodenklappe und steige aus. Als ich die Fallschirm- gurte abgelegt und die FT.-Haube vom Kopf genommen habe, bin ich noch ein wenig benommen, und in meinen Ohren klingt immer das dumpfe Dröhnen der schweren Motoren.
Es gibt keine Pause. Wir jungen Bordschützen legen beim Verladen der Bomben mit Hand an,
tive vierfach empfindlich ist. So wird jetzt wieder ein neuer kombinierter englisch-amerikanischer Angriff auf Dakar, die Hauptstadt der westafrika- nischen Kolonien Frankreichs, prophezeit. Madrider Vertreter der nordamerikanischen Nachrichtenagenturen werden von Neuyork auf bevorstehende Ereignisse in der Nähe von Dakar aufmerksam gemacht. Es sind bet diesen Agenturen Telegramme eingetroffen, worin von Geleitzügen gesprochen wird, die sich in der Nähe der westafrikanischen Küste befinden. Es wird hinzugefügt, offiziell liege in Neuyork keinerlei Mitteilung über die Absichten der Geleitzüge vor. Die Büros werden aber aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit dorthin zu lenken.
Dakar stand schon einmal im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Am 23-/24. September^1940
wenn wir d i e richtige Strategie mit äußerster Energie anwenden." Smuts selbst verrät auch sofort, was er als richtige Strategie anfiebt: „Ä frika tritt in unserer Kriegsstrategie als bestimmender Faktor immer mehr hervor. Jck> habe nach besten Kräften die Bedeutung dieses Kriegsschauplatzes stets unterstrichen."
Im Anschluß an die Moskaureise Churchills fand zwischen ihm und Smuts eine Begegnung in Kairo statt, als deren Folge der britische Generalissimus im Vorderen Orient, Auchinleck, und mehrere seiner Generale abgesetzt wurden. Starke südafrikanische Truppenteile sind während der Offensive Rommels im Juni aufgerieben oder gefangen genommen worden, insbesondere bei der verblüffend schnellen Einnahme von Tobruk. Seither suchte Smuts nach einem Prestigeerfolg. Darum setzte er sich für die Abhalfterung der britischen Generale als Sündenböcke ein, darum war er ein Haupttreiber bei dem neuen englischen Vorgehen gegen das französische Madagaskar. Die U-Booterfolge vor Kapstadt haben seinen Eifer neu entfacht. Die Sowjets dürften über die Herausstellung Aegyptens als Kriegsschauplatzes nicht sehr glücklich sein.
Oie Verteidigung Madagaskars.
Genf, 15.Okt. (Europapreß.) Auf Madagaskar hält der französische Widerstand gegen die britischen Eindringlinge auch weiter an. Eine Anerkennung für Leistungen der französischen Truppen ist die Verleihung des Kreuzes der Ehrenlegion an Generalgouverneur Anet. Vor nunmehr 35 Tagen fielen die Briten auf der Insel ein, ohne der schwachen Garnison in der Zwischenzeit Herr werden zu können. Aus Enttäuschung über das langsame Fort- schreiten der Operationen gehen die Engländer jetzt auch gegen die Zivilbevölkerung vor. Am 13. Oktober wurde eine kleine Ortschaft ohne jegliche militärische Bedeutung von britischen Flugzeugen unter Maschinengewehrfeuer genommen, wobei es zahlreiche Opfer gegeben haben soll.
kleinen Erfolg. Doch dem Beobachter scheint etwa; einzufallen. Er tritt vor den Kapitän, nimmt Hal hing an: „Bitte Herrn Hauptmann zum Hundert ftenv beglückwünschen zu dürfen!" Doch der wind lachend ab: „Das ist der Mühe nicht wert. Bein Dreihundertsten können Sie vielleicht einmal
Jni internationalen Blätterwald rauscht es: I Jahren" Pläne geschmiedet haben, um die Westküste - Vermutungen und Tendenzmeldungen Afrikas in ihren Aufmarschbereich einzubeziehen,
da vor dem vierten Kriegswinter das Gerade darum ist ihnen das Auftauchen der kleinep
und die Flugzeugführer, Beobachter und Funker besprechen den nächsten Einsatz. Das technische Personal geht an die Arbeit und wartet das Flugzeug zum folgenden Feindflug. Sie sind die treuen, um ermüdlichen Helfer der Besatzungen. Vor Anbruch des Tages, ehe die ersten Flugzeuge starten, treten ie -an ihre Plätze, und wenn in später Nacht die letzte Maschine zum Flugplatz zurückgefunden hat, dann dürfen auch sie zur Ruhe kommen. Sie leisten eine Arbeit, die noch keine Heldenlieder verherrlicht haben, aber die gekonnt sein will, die verläßlich und treu verrichtet werden muh, ob im glutend * wer die Luftschrauben der startenden F
mentalmusik" im Tierreich geübt wird. Es gibt ein» ganze Reihe von Vögeln, die nicht nur den Wohllaut ihrer Stimme ertönen lassen, sondern auch Gliedmaßen und Gegenstände als lauterzeugend» Instrumente verwenden. Der Truthahn schleift seine Flügel gegeneinander, daß es sich anhört, wie wenn Schrotkörner in einer Blechbüchse rollten; der Paradiesvogel vollführt mit feinen Flügeln ein Rasseln, der Mönchsschmuckoogel ein Schnurren, die Webervögel ancr v n
Parademarsch, der wie von lauter Kind er klappern klingt. Der Specht benutzt seinen Schnabel wie den Hammer eines Xylophons. In Zweiunddreißigstsl». ja Dierundsechzigftel-Takt schlägt er mit dem Schnabel auf einen dürren Ast, so daß ein lautes schnurren und hellklapperndes Knarren die Lust erfüllt.
Die Liebe ist es ih erster Linie, die die Tier» auf die Verwendung von Musikinstrumenten gebracht hat. Streichmusik ist besonders beliebt. Di» werbende Bekassine stellt beim Fluge ihre Steuerfedern so ein, daß der durch die Kiele stteichend» Wmd einen Geigenton erzeugt. In höchsten Fiedeltonen ergeht sich das Jnsektenoolk. So geigt die Heuschrecke wirklich, indem sie die mit einer Zahn- leiste versehenen Schenkel am Rande der Flügeldecken hjn und her zieht. Die Grille reibt di» epifcen ihrer Flügeldecken, die Feilen und Leisten haben, übereinander und erzeugt so einen schwirrenden, singenden Ton. Einige afrikanische In- sektenarten stellen geradezu lebende Violinen dar. Bei ihnen sind die ersten Hinterleibsringe blasenartig aufgetrieben, so daß sie einen sehr feinen Schall' hoben bilden; die Beine stellen den Streichbogen vor und die Flügeldeckenränder die Saiten. Eine brasilianische Grille bringt auf solche Weise so starke und angenehme Laute hervor, daß die (Eingeborenen sie zu ihrem Vergnügen nach Art unserer Singvögel in kleinen Käfigen, halten. Die besten Musikanten stellt aber merkwürdigerweise eine Schneckenart. Das sind die sogenannten Achatinellen der Sandwich-Jnseln. Diese Schnecken bringen durch Neiden ihres Gehäuses an Holz eine Art von Flaaeolettlauten hervor ober auch eine Art Aeols- Harfenmusik, bie als wohlklingend geschildert wird. Die sübländische Zikade handhabt die paukenförmigen Gebilde an ihrem Körper durch Muskel- Wirkung wie ein kleines Tamburin. CK.
dem Mattofengefreiten Pinnow eine Buchse Baum- wachs überreichte.
„Da soll doch gleich bas 'Donnerwetter!", sagte er zu seiner Frau.
Noch etwas später wurden dem alten Pinnow dreißig Meter Gartenseil enfführt, mit denen sein eigener Sohn auf dem Grundstück des Erbfeindes verschwand.
„Sieh doch den verfluchten Bengel!" sagte er zu feiner Frau, „nun geht der ganze Spektakel von neuem los!" —
Aber er ging nicht los, durchaus nicht. Im Gegenteil, am nächsten Morgen wurde von einer starken Männerhand der Eisendraht am Durchschlupfpförtchen abgewickelt. Unb eine schwächere weibliche Hand hielt daneben solange die blaue Jacke. Ja, an diesem Montag, so in der Abenddämmerung, war diese Mädchenhand so schwach geworden, daß sie sich schon an der Jacke festhielt, als noch der Besitzer drinnen steckte. Unb der ließ sich das sichtlich gern gefallen.
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..Da kannst du mal sehen, Karl", sagte Vater Schön bei der Derlobungsfeier zu seinem Nachbarn Pinnow, „wie im Leben alles seinen verschiedenen Gang geht. Bei uns alten Schafsköpfen fing es auch einmal mit Baumwachs an."
-Mit Gartenseil", sagte Herr Pinnow freundlich rügend, „abfcr laß nur! Das kommt ja doch nun mal alles zusammen. — Prost, du alter Sünder!"
Uchen Gedanken plötzlich höchst unmelodische Geräusche. Als ob jemand mit einer alten Baumsäge an einem noch älteren Ast herumarbeite. Sie wagte einen halben Blick hinüber. Aber alles, was sie erspähen konnte, war eine blaue Marinejacke, die an einem Apfelbäumchen hing.
Fräulein Hilde rupfte zunächst einige Grashalme zwischen dem jungen Salat heraus, bann holte sie eine Harke herbei unb harkte nach unb nach alle Beete sauber.
Die Beete hatten zwar einiges von ihrer Grad- linigkeit verloren, aber sie sah es nicht. Sie bemerkte dafür an dem blauen Aermel ein paar geheimnisvolle Zeichen, einen Winkel unb einen gezackten Blitz, beren Bebeutung sie sichtlich interessierte.
„Nanu — ich frage mich andauernd, sind Sie nicht die kleine Hilde Schon?" fragte plötzlich eine Männerstimme nicht weit von ihr.
„Die kleine Schön?" wiederholte sie ein bißchen schnippisch, „von klein kann man nun wirklich nicht mehr reden."
„Aber von schon um so mehr! Ich hätte Sie beinahe nicht erkannt. Aber der Teufel mag auch wissen, Fräulein Hilde, was in die Mädchen heutzutage gefahren ist, daß sie alle so hübsch und appetitlich aussehen!"
„Das wird wohl daran liegen, Herr Pinnow", lachte sie, nun schon viel freundlicher, „daß Sie sie mtt zuviel Appetit betrachten."
„Na, Gott sei Dank, Sie kennen mich also noch. Ich dachte schon. Sie wollten nicht."
„Oh — warum? Weil sich unsere Eltern früher mal gezankt haben, wegen einem bißchen Baum- wacbs ober was es war?"
„Gartenseil war es. Uebrigens, wo wir gerabe von Baumwachs sprechen, ich habe da ein paar von unseren Apfelbäumen ausgesägt, unb nun hat mein alter Herr kein Baumwachs mehr."
„Da kann ich Ihnen etwas geben. Warten Sie, ich bringe Ihnen eine Büchse her."
"Eine halbe genügt schon. Aber bringen sollen Sie sie nicht, ich hole sie mir selber." Damit fuhr er unternehmungslustig in die blaue Jacke mit dem gelben Blitz am Aermel.
Handgelenk hoch. Dort umspannt ein Talisman meinen Arm. Menschen, die mich lieb haben, schenkten ihn mir und dachten dabei an bie Liebe und an den Tod. Da vorn am Knüppel sitzt ein Mann, aus dessen Lachen der Sieg klingt, und neben ihm ein zweiter und über mir im Funkersitz ein dritter, der mehr als hundertmal dem Tod ins fahle Angesicht gelacht haben, und auch der kleine Bordmechaniker, der jetzt zu mir nach yinten geturnt kommt und mir bedeutet, daß ich die Atemmaske aufsetzen müsse, wenn ich nicht höhenkrank werden wolle, ist so ruhig und gelassen wie gestern abend, als er sich vor dem Schlafengehen den letzten Glimmstengel anbrannte. Braucht es denn da noch einen Talisman?
Der Bordmechaniker nimmt seinen Platz in der Wanne ein, und ich steige ein Stockwerk höher unb blicke über bas Maschinengewehr aus den Seitenfenstern. Breit unb majestätisch spannt unser Vogel seine starren Schwingen über das weite Land. Ruhi-g und sicher fliegt er feinem Ziel zu, rechts und links hinten von den beiden Kettenhunden flankiert. Den Menschen dort unten auf der kleinen (Erbe erscheinen wir hier oben wie ein winziges Kreuzchen im Aetherblau. Doch wir selbst sehen bie Erde mit ihren Häusern und Bäumen klein unb zerbrechlich, wie einer Spielzeugschachtel -entnommen, sind uns selbst eine Welt für sich, ein festgefügter Block des Vertrauens auf die eigene Kraft und die Stärke der Motoren.
Stalingrad. — Der Zielraum liegt vor uns. Ziehende Rauchschwaden haben längst die Nähe der Stadt angekündigt, denn der Kommandeur hat vor uns seine Bomben über der Stadt ausgelöst. Jetzt überfliegen wir die breiten, träg rollenden Fluten der Wolga unb was nun geschieht, spielt sich in rascher Reihenfolge ab. „Auf feindliche Jäger achten!" Mit weiten Augen burchforsche ich ben Luftraum rechts und links unter der Maschine. Dunkle Pulverwölkchen tanzen in nächster Nähe an uns vorbei unb bleiben zerflatternd zurück. Die sowjetische Flak schießt, was bie Rohre hergeben wollen. Es ist ein Augenblick wahnwitziger Spannung: Wird uns die Flak erwischen, werden Jäger angreifen? Dann fühle ich mich plötzlich emporgehoben und mit Gewalt wieder niedergepreßt. In messerscharfer Linkskurve legt der Flugzeugführer die Maschine auf Gegenkurs unb drückt sie in rasender Fahrt aus dem Bereich des wütenden Flakfeuers. Der Mechaniker winft mir, hinab in bie Wanne zu kommen unb beutet burch das Plexiglas der Hinteren Bobenlafette. Die Atemmaske läßt npr seine Augen frei, aber bie leuchten in Kampfesfreude. Vorsichtig, um in dem engen Raum nicht auf ihn zu treten, klettere ich zu ihm hinunter unb hocke mich neben ihn. Ich brauche ben Zielraum nicht zu juchen. Rote Bränbe kennzeichen die Stellen, wo die Bomben unseres Verbandes ihr Ziel fanden, unb schwelender Qualm zieht in graugelben Schwaden über bas breite Bett der Wolga. Unaufhaltsam werben jetzt bort unten bie deutschen Infanteristen in die brennenden Nester boschewistischen Widerstandes vorstoßen unb sie ausräuchern können. Wir bürfen ihren harten, schweren Kampf um jeden zäh verteidigten Häuserblock unterstützen, ihnen ben Sieg erleichtern unb manchen Mann ersparen. Wir sind auf geringere Höhe gegangen unb können die Atemmaske abnehmen. Aufmerksam und gespannt beobachten wir noch eine Weile lang den Luftraum, dann ist die größte Gefahr vorüber, und der Bordmechaniker kriecht zurück in ben vorderen Teil der Maschine. Nun hocke ich wieder allein in der Wanne. Durch bie Lafettenscheiben sehe ich die Flüsse, die Dörfer, die Wälder wieder vorüberziehen unb zurück nach Osten wandern. Die Schatten der drei Flugzeuge der Kette huschen uns über die Felder voraus. Eine große, fast beklemmende Freude überkommt mich, gepaart mit einem Gefühl gänzlicher, befreiender Entspannung. Das also war mein erster Feindflug. Alle haben sie so begonnen, als junge Hasen mit dem ersten Foindflug, alle, die heute schon mehr als hundert, mehr als
Dann lind mir wieder gestartet unb noch einmal. Dreimal haben wir an diesem Tage unsere Bomben über Stalingrad, der sowjetischen Hochburg an der Wolga, abgeladen unb, wenn bas Flugzeug bann ein zweites Mal über dem Zielraum kreiste, gesehen, daß sie haargenau ihr Ziel ge» "un'ben hatten und dort unten das Chaos d-er Hölle chufen. Dreimal waren wir der rasend Sperre chießenden Flak entkommen und hatten mit wachen Augen nach Jägern gefpät, aber kein sowjetischer Jagdflieger hatte uns angegriffen. Mögen die USA. den Bolschewisten chre Curtiß-Jäger durch das Eismeer, Sibirien ober wenn sie wollen über den Nordpol schicken — es ist, als wenn man einem in der Wüste Verschmachtenden mit verbindlichem Lächeln statt des rettenden Trunkes eine dollar- gespickte Brieftasche reicht.
Einmal nur, nach dem dritten Anflug, jagen plötzlich Jäger hinter uns heran. Schon will der Bordschütze ihnen ben ersten warnenden Feuerstoß vor die Nase setzen, da ziehen sie hoch und zeigen die Hoheitsabzeichen unter ihren Flächen. Es sind unsere italienischen Waffengefährten, die uns auf dem Rückflug das Jagdgeleit geben.
.. Mein erster Feindflug geht seinem Ende zu. Wir
i als o -Jren.
(Siraffi 11 Gin Ofrl Washington, 15. Okt. (Europapreß.) 2Ben< hafte bei dell Willkie ist in Washington angekommen und !tv-' c wurde vom Präsidenten Roosevett empfangen, jnes RW Pressevertretern erklärte Willkie, die zweite Front ur besow müsse so rasch wie möglich eröffnet werben. Aus enzus die Frage, ob Stalin zufrieden sein würbe, wenn -kündig' die Eröffnung der zweiten Front erst im nächsten inö für bi Frühjahr geschehe, gab Willkie' keine Antwort. Er hasten di erklärte, feine Ansicht vonoder Notwendigkeit einen nmpfung Entlastung der Sowjetunion grünbe sich auf bie Meinung ber militärischen Fachleute aller Länder, die er besucht habe. Seine Reise habe den Zweck ue «urr. verfolgt, so viel als möglich darüber zu erkunden, Heidend i wie ber Krieg gewonnen werben könne. Aber be> haften u vor die USA. ben Krieg gewinnen würben, würden yd) n u r viele ihre Muskeln unb ihr Hirn anftrengen müssen, her vom
Aus dem Reich. - Ä Reichsmarschall Göring E?” an die Mutter ZmmelmannS.
Der Mutter des Weltkriegsfliegers Jmmelman» p üterni hat zu ihrem 80. Geburtstag Reichsmarschall Gö. sr kann > ring die herzlichsten Glückwünsche übermittelt Er betonte in seinem Schreiben, baß Jmmelmann» kämpferischer Mut und fein unbeugsamer (Sieges» ? Wille als fruchtbare Saat in dem gegenwärtigen gingen unseres Volkes um die Freiheit aufgegangen fei. Mit stolzer Freube könne die Mutter an ihrem Lebensabend Zeugin sein, wie das beispielhaft» Heldentum ihres Sohnes in ben Reihen der jungen Fliegergeneration weiterlebe.
orbentliche Stütze, obwohl man ben Ton ber chile Nischen Reklamation als weit schärfer betrachtet In Santiago finb Gerüchte aufgetaucht, daß Staats» präfibent Rios wohl auf seine Reise nach Washing. drei hm verzichtet habe, jeboch baran benke, eine Reih» L^en, von ibero-amerikanischen Nationen zu besuchen, zwei Inzwischen unterhält bas chilenische Außenministe« V Die rium einen ständigen engen Kontakt mit seiner Kege on diplomatischen Vertretung in Washington und mik dem argentinischen Außenministerium. V v-


