’Mftnunierfdnebe I den heftigen Widerstand der französischen Truppen Mieden und guten im Zusammenwirken mit den Emgebor-ner> kommt n die mit patria- der britische Vormarsch nur l°ngf a m vorwärts.
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Vor uns liegt Stalingrad
Von Kriegsberichter Hans-Joachim Biebrach.
PK. Die Steppe blühte noch, in tausend Farben dehnte sich der bunte Teppich von Horizont zu Horizont, da warfen Infanteristen die sowieüschen Schützendivisionen aus ihren befestigten Stellungen am Donez, Burlut und Oskol und trieben fie gen
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Um jeden Meter Boden wird hart gekämpft. Am Montagnachmittag jedoch gelang esdenl Briten, die Höhen Antsiafabosltra, 280 Kilometer südlich von Tananarive, der Hauptstadt Madagaskars, zu besetzen.
Zehn Jahre Mandschukuo.
Deutscher Ll-Boot-Nachwuchs am Feind
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Nun kam das letzte, das schwerste Stück vor dem endlichen Siege: die Ueberwindung der Befesti- aun gs gürtel um Stalingrad. Die Natur kam hier dem Verteidiger zu Hilfe. Durch die baumlose Steppe ziehen sich dem Äuge auch auf geringe Entfernung kaum wahrnehmbare Schluchten und Schänden, sie bieten dem Verteidiger sede Deckung und erschweren eine Annäherung aufs äußerste. Vor der Wolga, s ch o n i m G e s i ch t d e r S t a d t steigt das Gelände an, um kurz nach den Hohen tief in das Tal der Staritza abzufallen. Diese Hohen wurden von den Bolschewisten ausgenutzt um em Stellungs- snstem auszubauen, das seinesgleichen sucht. Viele Feldstellungen haben die Infanteristen und Planiere in diesem Sommer aufgebrochen. Das aber, was sich hier bot, waren F e st u n g e n, tief m die Erde, tn den spröden Boden gesprengte Kasematten, Die mit Stahlplatten abgedeckt, dem Gegner jedwede Deckung boten Befestigungsanlagen mit Beobachtungsstanden und aufgewölbten Geschützstellungen, die genommen werden mußten. t ..
Der Sturm gelang! Don den Hohen, die uneinnehmbar schienen, bietet sich nun dem deutschen Soldaten der Blick auf Stalingrad, die letzte Bastion, dieser letzte Eckpfeiler der bolschewistischen Front von Norden nach Süden. Die Stadt, die das politische Programm der Männer um Stalin bedeutet, die hier den Anfang ihres Aufstieges nahmen, der große Wolqahafen, der Umschlagplatz für das Oel des Kaukasus für die Industrie war aus dem Westen und Norden, liegt vor uns.
Mr sehen Stalingrad! Zum Greifen nahe liegen die Kasernen um den Flugplatz, dessen brennende Hallen die Rauchfahnen wie einen Triumph der deutschen Waffen über die Stadt ziehen lassen. Wir sehen die im Sonnenlicht gleißenden Kuppeln der großen Kathedrale. Wir sehen die Paläste der Sowjetbonzen, die sich von diesen Höhen in ihren überdimensionalen Ausmaßen wie Zwingburgen inmitten der kleinen niedrigen Hütten der Bewohner dieser Stadt ausnehmen, und wir sehen die Wolga als silbernen Streifen zwischen Dunst, Qualm, Einschlägen und Rauch, die Wolga, diesen mythenum- wobensten aller russischen Ströme.
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fäumt. Die Feier des 10. Jahrestages der Rerchs- Eung Mandfchukuos fand m Gegenwart des Eifers im Knling-Stadian statt. Auf einet erhöhten Tribüne inmitten des Festpavillons und eigner festlich geschmückten Umgebung war der Thron errichtet In der Nähe des Thrones saß General moEiro Üme3u. der Oberbefehlshaber der japanischen Kwantung-Armee. Zu berden Selten hatten 200 Würdenträger Mandsthukuos und Vertreter Japans und anderer befreundeter Vtachte Platz genommen, darunter auch Dr. Wilhelm Wagner, der deutsche Gesandte. Der Führer hat dem Kaiser durch den deutschen Gesandten seine
Generation keine Klassen- und .
zu kennen und an deren Stelle Frieden »r,*.-* Willen zu setzen. Es gibt Staaten, die mit patriotischem Enthusiasmus erfüllt sind für ihre eigene Fahntz. und sich gerüstet haben, diese zu verteidigen. Eine Maßnahme gegen solche Tendenzen und zur Vermeidung eines neuen Krieges ist, diesen Enthusiasmus zu zügeln und anzuerkennen, daß es noch mehr Staaten auf der Welt gibt als den eigenem So ist das Gegengift gegen den übertriebenen Nationalismus guter Wille und Freundschaft
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(PK.-Kriegsberichter Beuchling. fSch.fl
hatte er 100 000 BRT. versenkt und bekam bereite nach seiner dritten Fahrt gegen den Feind das Rite terkreuz, acht Monate später, am 15. Juli 1942, das Eichenlaub. 26 Schiffe mit 178 366 BRT. ^nb einen Bewacher hatte er versenkt. Unter schwierigsten Bedingungen waren diese glänzenden Erfolge errungen worden. Sie stellen ein hervorragendes Beispiel für die Qualität des deutschen U-Boot-Fahrer-Nachwuch» ses. Das Hauptoperationsgebiet Mützelburgs war der Atlantik. Auch am Einsatz deutscher U-Boote gegen die USA., bei dem er als einer der ersten zum Schuß fam; war er hervorragend beteiligt. Ein aufrechter, ritterlicher Soldat, ein Kommandant, der kühl wägend mit überlegenem Können sein Boot führte, ein Kämpfer, zäh und einsatzbereit bis zum Aeußersten, ist nicht mehr zurückgekehrt. Sein Geist aber lebt in seinen Männern.
England verstärkt seine Garnisonen im Nord-Irak.
Rom, 15. Sept. (Europapreß.) „Die ständigen Sabotageakte gegen Erdöl an la gen im Irak haben das englische Kommando veranlaßt, die Garnisonen im ganzen Nordabschnitt des Landes zu verstärken", meldet „Messaggero". Diese Sabotageakte hätten die Treibstofflieserungen für die von den Engländern im Nahen Osten besetzten Länder wesentlich erschwert.
Kleine politische Nachrichten.
Der NS.-Reichsbund deutscher Schwestern — im Frühjahr d. I. hervorgegangen aus dem Zusammenschluß der NS.-Schwesternschaft und des Reichsbundes der freien Schwestern und Pflegerinnen — führt in Görlitz seine erste Oberinnen-Reichstagung durch, die von der Reichsoberin, Frau Moser, eröffnet wurde.
Kunst und Wissenschaft.
Erzieher als Kulturträger.
So betitelt sich eine Zusammenstellung der „Deutschen Lehrbücherei" von Auszeichnungen deutscher Erzieher für ihr Schaffen im Schrifttum durch Staat, Städte, Gesellschaften und Zeitschriften. Die Liste umfaßt 58 Namen, unter ihnen Baumann, Busse, Claudius, Findeisen, Linke, Luserke, Scharrelmann, Schroer, Ritter v. Srbik, Stehr, Waggerl, Watzlik. Bedeutend ist auch die Zahl derjenigen
diesem Kriege tausendfälttg bewährt hat Dar de-tt- sche U-Boot-Nachwuchs ist jetzt am Femd, _mette eifert mit den älteren kämpf- und siegerprobten Kameraden zu Lande, zur Lust und auf ©ec. Er wird es nicht bei den 122 000 BRT. aus der W- sten großen Geleitmgschlacht lassen. Deutschlmchs Ina end stellt dem Unteriochungswillen einer phito« klmifch.iiidifch-bolfchewistifchen alten Welt t^n. Seift des Freiheitswillens einer neuen jungen Welt ent gegen. Und mit ihr ist der Erfolg!
Die deutschen U-Boote mit ihren erfahrenen so- wohl, wie mit ihren jungen Besatzungen bleiben hart am Feind. Im Atlantik, an der Küste Nordamerikas, im Karibischen Meer, im Mittelme^ und im Nordmeer mit ihren Kameraden zur Luft sind auch sie beteiligt an den erfolgreichen Kämpfen und entscheidenden Siegen ihrer Kameraden, die an der Ostfront vom Eismeer bis zum Kaukasus, m Nordafrika wie an allen andern Fronten die feindlichen Heere zerschlagen.
Kapitänleutnant Mühelburg.
kennen.
Wenn nun heute die Jugend von 14 europäischen Nationen in immer neuen Freiwilligenoerbänden zu den Waffen greift und zusammen mit den deutschen Divisionen im Osten für einen wahren Weltfrieden kämpft, dessen Voraussetzung die restlose Vernichtung der jüdisch-plutokratisch-bolschewistischen Seuchenherde ist, wenn sich in diesen Tagen die Jugend dieser Rationen in Wien mit der Gründung des Europäischen Jugendverbandes zum konstruktiven Neuaufbau Europas unter dem Zeichen einer verständnisvollen und ehrlichen Zusammenarbeit bekennt, so ist das zugleich eine vernichtende A b- sageanSirRobertBaden-Powellund jein System. Die Jugend Europas hat inzwischen politisch denken gelernt und ist immun geworden gegen jegliche Missionstätigkeit angelsächsischer Politiker — gegen den Scoutismus ebenso wie gegen die Kaminreoe Roosevelts an die Jugend der Welt. Diese wurde von der marschierenden und kämpfenden Jugend Europas mit homerischem Gelächter abgetan; die Machenschaften des kurzbehosten britischen Generals aber leben nur noch in Geschichtsbüchern als Schulbeispiel britischer Doppelzüngigkeit. R- 6.
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Führer und Duce an den Europäischen Iugendverband.
Wien, 15. Sept. (DNB.) Die zur Gründung des Europäischen Jugendverbandes in Wien versammelte Jugend Europas richtete an den Führer und den Duce telegraphisch ihre Grüße. Der Führer hat diese Grüße mit folgendem Telegramm beantwortet: „Ich danke Ihnen und den in Wien vertretenen Führern der europäischen Jugend für die mir übermittelten Grüße von der Gründungstagung des Europäischen Jugendoerbandes und erwidere sie mit meinen besten Wünschen für einen vollen Erfolg der Tagung." — Das Telegramm des Duce lautete: „Ich habe mich sehr gefreut über den Gruß, den Sie mir im Namen des Europäischen Jugendverbandes gesandt haben. Ihre große Tradition lebhaft mitfühlend, wünsche ich der europäischen Jugend den größten Erfolg in ihrer Mission des Glaubens, die zu erfüllen sie berufen ist."
Erbitterte Kümpfe auf Madagaskar.
Vichy, 15. Sept. (DNB.) Wie amtlich bekannt- gegeben wird, Haven die britischen Streitkräfte den Ort Morantava wieder geräumt. Durch
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langen"
Hsingking, 15.Sept. (DNB.) Feststimmung herrscht in Hsinkina, die Rattonalfahnen wehen von ollen öffentlichen Gebäuden und Häusern, wahrend
Zwei deutsche Sondermeldungen gaben ber Welt Kunde von Tatsachen, deren politische und militärische Bedeutung nicht unterschätzt werden kann: der siegreiche Abschluß der bereits am Sonntag angedeuteten großen Geleitzugschlacht im Atlantik und Die Erhöhung der Brot- und Fleischratton im Zutei- lungsplcyi der deutschen Lebensmittelversorgung. Im deutschen Volk sind diese beiden Meldungen mit freudiger und stolzer Genugtuung ausgenommen worden — im feindlichen Ausland dagegen hat man feststellen müssen, daß nicht nur eine ihrer mancherlei bang-hoffnungsvollen Berechnungen übet den Hausen geworfen wurden, und zwar Berechnungen gerade auf jenem Gebiet ihrer Kriegspolitik, wo sie hofften, Deutschland und seine Verbündeten auf die Knie zwingen zu können. Londons Aushungerungstheorie hat mit einem Schlage einen sehr fühl- und sichtbaren doppelten Knacks bekommen: Deutschlands Ernährungspolittk befindet sich aus aufsteigender Linie, und in seiner Blockade- Abwehrschlacht hat der deutsche U-Boot-Nachwuchs einen hervorragenden Sieg erfochten.
Es verlohnt schon, diesen zäh erfochtenen Erfolg junger deutscher U-Boot-Besatzungen in den Vordergrund der Überlegungen zu stellen, nachdem
Der 104. Eichenlaubträger der deutschen Wehrmacht, Kapitänleutnant Rolf Christian Detlev Mützelburg war einer der erfolgreichsten Kommandanten der U-Boot-Wasfe. 1913 zu ftiel ate Sohn eines Stabsingenieurs geboren, trat er 1932 in die Kriegsmarine ein und bekam im Frühjahr 1941 ein eigenes U-Boot. Schon nach 5% Monaten
juTin-ben Straßen eine «m-sprechenden.
drängt. Die Straßen selbst sind von Girlanden um« >
die feindliche Agitation in völliger Verkennung der Entwicklungen glauben machen wollte, als müßte der'veutsche U-Boot-Krieg an dem fehlenden Ersatz der U-Boot-Besatzungen zerschellen. Vor wenigen Tagen machte allerdings Reuter darauf aufmerksam, daß man der deutschen U-Boot-Gefahr am wirksamsten entgegentreten könnte, wenn man den Geist der deutschen U-Boot-Besatzungen brechen würde. In England hat man also schon erkannt, daß nicht nur die unübertreffliche Werkmannsarbeit des deutschen U-Boot-Baues, sondern in Verbindung damit die ungeschwächte Kampfmoral der deutschen U-Boot-Besatzungen die sensationellen deutschen U-Boot-Erfolge erklären. In ihnen lebt der Geist Weddigens, der Geist Priens und wie alle die erfolgreichen deutschen U-Doothelden des ersten und dieses Weltkrieges heißen. Wenn jetzt das deutsche Oberkommando in seinem Bericht über die erfolgreiche Geleitzugschlacht im Atlantik ausdrücklich hervorhebt, daß an ihr hauptsächlich junge U-Boot- Besatzungen beteiligt waren, so bringt es damit zum Ausdruck, daß dieser Nachwuchs aus dem Holz geschnitzt ist, dos den Willensstärken Geist der deutschen Jugend ausmacht. Das ist -der Geist, den sie aus der Hitler-Jugend mitbringt und der sich in
mit anderen Nationen."
Die Parallelen zum Wortschatz der Freimaurer, der jüdisch verseuchten Presse, der Schlagworttiraden aus der Downing Street, dem Weißen Haus und dem Kreml, der Atlantik-Charte Churchills und Roosevelts und der jüngsten „Freiheits -Versprechungen an Irland und Indien, deren Kehrseite durch das Walten von Bleirohr und Henkersbeil illustriert wird, sind unverkennbar. Auch in der Jugenderziehung und -beeinflussung sagt der Engländer „(Sott" und meint „Kattun'.
Rach dem blutigen Intermezzo des von England inszenierten Ersten Weltkrieges, den Millionen bester junger Menschen mit ihrem Leben haben bezahlen müssen, ist von Baden-Powell «Ilerorts wieder die alte Melodie vom „ewigen Weltsrieden intoniert worden, nur mit dem einzigen Unterschied, daß dabei hin und wieder als neues Motiv der Status quo des Versailler Diktates mit aufklang. Auf die Hellhörigen wirkte dieses Motiv allerdings als schrille Dissonanz, die von den Flötentonen der Weltharmonie in britischer Tonart nicht mehr überdeckt werden konnte. Während sich die deutsche Jugend durch ihr stolzes Bekenntnis^ a u s dem Hohen Meißner allen britischen Einnebelungsversuchen von vornherein entzog, im faschistischen Italien Mussolinis den Scoutismus sofort zusammen mit der Freimaurerei als staatsfeindliche Zer- setzungsherde verbot und sich die Busenfreunde Churchills im Kreml jegliche innerpolitische Einmischung des britischen Generals verbaten, brauchte die Jugend der übrigen Völker des Kontinents viele Jahre, um die Doppelzüngigkeit und den Betrug der britischen Politik, der sie über den Umweg „gleicher Spiele" für den „Weltfrieden" jüdisch- plutokratischer Art zum Opfer gefallen war, zu er»
Osten d em Don entgegen.
Wochen vergingen, die nichts anderes brachten als mühseligen Marsch in glühender Hitze durch die nun dörrende Steppe im steten Gefecht mit Den Nachhuten des Gegners. Da stießen dieselben Truppen zum Don vor. Hier hatte die sowiettsche Heeresleitung eine Auffangstellung von ungewöhnlicher Stärke vorbereitet. Auf dem Hohengelande westlich Kalatsch hielten in tiefgestaffelten B u n k e r l i n i e n die bolschewistischen Dwiswnen, die im großen Donbogen zusammengezogen waren, um den deutschen Vorstoß abzufangen. Hier warteten die feindlichen Panzerbrigaden, daß der entscheidende Aufbruch dieses Sommers an ihren stählernen Wänden und Waffen zerbrechen mochte. Die Armeen wurden geschlagen und die in Auflösung befindlichen Reste über den Don geworfen, während die rauchenden Trümmer der Panzerbrigaden auf den hügeligen Westen über dem Don von unserem Siege kündeten.
Nun kam der letzte Stoß des unendlichen Weges zur Wolg, der Kampf im Vorfeld vor Stalingrad. Marsch und Gefechte in den Steppen zwischen Donez und Don hatten das Letzte gefordert, was der Infanterist herzugeben imstande schien. Ein Allerletztes wurde nun von ihm gefor- bert, denn das, was von den Geschlagenen übrig- gebtteben war, stand hier vor Stalingrad noch einmal zum letzten. Schlag bereit. Dazu hatte der Gegner alles an-Kräften herangezogen, was irgendwie geeignet schien, den deutschen Vormarsch aufzuhalten. Luftlandetruppen und Garde- d i v i s i o n en waren von der Nordfront vor Leningrad nach Stalingrad geworfen worden. Die Einheiten der Ostseeflotten hatte man zu Matrosenbrigaden zusammengestellt, um sie ebenfalls als Stützen des Eckpfeilers der Südfront einzusetzen. Nichts half. Der Sturm stürzte über die weißen Tonmeigelhöhen des Donabfälles in das Land vor der Wolga.
Werner Bergengruen.
Hum 50. Geburtstage des Dichters am 10. September.
Die baltischen Länder haben uns — namentlich in der letzten Zeit — eine ganze Reihe bedeutender Dichter geschenkt. Auch Werner Bergengruen, der aus'altem baltischen Geschlecht stammt und in Riga geboren wurde, gewann mit seinen Romanen und Erzählungen viele Leser — und zwar schon ehe er mit seinen großen Roman-Dichtungen in die vorderste Front der deutschen Erzähler rückte. Er hatte bereits das dreißigste Lebensjahr überschritten — nachdem er am Weltkriege auf deutscher Seite und später als Mitglied der Baltischen Landwehr an den Baltikumkämpfen teilgenommen hatte —, als sein erster Roman „D a s G e s e tz d e s A t u m" 1923 erschien. In seinen Frühwerken folgte er den Spuren des Dichters E. T. A. Hoffmann, von dem er die Vorliebe für kuriose und unheimliche Geschichten übernahm, die solche Erzählungen wie die in den Bänden „Rosen am G a l g e n h o l z", „Schimmelreuter hat mich gösse n" und „Das B r a u t h e m d" entstehen ließ. Auch in späteren Erzählungen, gesammelt in den Bänden „Der tolle M ö n ch", „D e r T e u f e l i m W i n- t e r p a la i s", „B e g e b e n h e i t en", „D i c Schnur um den H a l s" ist diese Vorliebe oftmals spürbar, wenn auch der Einfluß Hoffmanns nicht mehr: denn Bergengruen hat längst zu seinem eigenen Stil gefunden, dem mit den „kuriosen Geschichten aus einer alten Stadt" „D e r Tod von R e v a l" wahrhaft Meisterliches gelang. Als Novellist gehört Bergengruen zu den wenigen Meistern dieser dichterischen Form — als Beispiel sei die Novelle „Die drei Falken" genannt. Der vielfältige Stoff, den Bergengruen mit der großen Anzahl von Erzählungen bewältigte und den er oft dem Bereich des Geschichtlichen entnahm — wie auch in dem „Buch R o d e n st e i n", das altes Sagengut aus dem Odenwald unerhört lebendig werden läßt, und in den Romanen „D a s Kaiserreich in Trümmern" und „Herzog Karl der Kühne" —, hat dem oberflächlichen Leser das zu
meist verdeckt, was im Grunde Bergengruens Dichtungen ihr besonderes Gewicht verleiht und in den letzten großen Romanen zwingend zum Ausdruck kam: eine hohe adelige Gesinnung und ein von innerster Verantwortlichkeit getragener sittlicher Ernst — beides auch eingegangen in die Gedichtbände „Die verborgene Frucht" und „D i e Rose von Ierich o".
Die Frage nach der Gerechtigkeit, vor allem aber das rechte Vertrauen in ihre alles überdauernde Macht durchzieht jedoch am stärksten Bergengruens große Romane, die zudem von einer Klarheit — auch in der Sprache! — erfüllt sind, die alles Dar- gestellte förmlich durchsichtig macht und diese Dichtungen auf eine Ebene erhebt, die nur wenige in den letzten Jahrzehnten erreichten. Daß Bergengruen das von ihm Gestaltete zuvor schärfstens hurchdentt — um solche Klarheit zu erreichen —, bewies bereits der Roman aus Der Inflationszeit „D e r goldene Griffe l". Stärker kam das noch in dem Roman „Der S t a r o ft" — einer Ueberarbeitung des früheren Werkes „Der große Alkahest" — zum Ausdruck, am stärksten aber in der großartigen, auf dem Hintergrund der italienischen Renaissance spielenden Dichtung „Der Großtyrann nnddas Gerich t", mit welcher Bergengruen ein Meisterwerk gelang, das in wahrhaft strenger Zucht eine ungemein erregende Handlung gestaltet, in der sich die Gerechtigkeit machtvoll zu behaupten weiß. Dieses Werk jedoch wurde durch ein weiteres noch überboten: durch das — in jeder Hinsicht gewaltige — geschichtliche Epos aus dem Berlin des 16. Jahrhunderts „Am Himmel wie auf Erden", das von drohenden Katastrophen berichtet und von der Furcht der von ihnen heimgesuchten Menschen, die sich im scheinbar sicheren Untergang zu bewähren haben. „Fürchtet euch nicht!" steht als Motto dem Buche voran x— insgeheim aber dem ganzen Werke Bergengruens, das erfüllt tft von dem Glauben an die himmlische Gerechtigkeit: „Man muß Jahrzehnte gelebt haben, um das Recht glauben zu können, das den Triumph der Ohnmacht flebären kann. Die Kraft siegt jede Woche, das Recht bedarf der Jahrhunderte — aber es bindet sie auch („Herzog Karl der Kühnes H.
Abenteuerliches Tagewerk.
Aus den Kindheitstagen des Kinos.
In den Kindheitstagen des Kinos entstand auch ein neuer Beruf, der des eigentlichen Filmschau- pielers, der völlig andere Aufgaben hatte als der Schauspieler auf der Bühne. Von ihm wurden in erster Linie Wagemut und körperliche Gewand- heit verlangt, um die aufregenden Ereignisse, um die es sich meistens handelte, tnöglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Das Spiel im Film wurde zum Abenteuer. Hier stand- auch die Frau nicht hinter dem Manne zurück. Das zeigt die Schilderung einer Filmschauspielerin von damals, die von ihrem romantischen Tagewerk erzählt.
„Im Laufe von wenigen Tagen muß man sich da ertränken, eine Feuerspritze bedienen/als Chauffeur ein Auto lenken oder sich aus einem brennenden Hause retten, natürlich am besten so, daß man am Schornstein in die Höhe klettert. Ich erinnere mich, wie mir der Leiter eines Tages ganz kühl sagte, heute müßte ich ins Wasser gehen. „Aber", sagte ich, ein wenig aufgeregt über diesen Gedanken, „ich kann nicht schwimmen". „Desto besser", meinte er zufrieden. „Dann werden Ste desto leichter ertrinken." Er hätte mit diesem Wort beinahe mehr Recht bchalten, als er ahnte. Ich sollte vor meinem Verfolger mit gestohlenen Papieren fluchten. In tollstem Lauf komme ich an das Ufer des' Flusses, in den ich springen soll, und stürze mich hinein. Ich sichle, wie ich sinke. Der Leiter, der den Film aufnimmt — er stand auf einer kleinen sumpfigen Insel in der Mitte des Flusses — schreit voll Entzücken: „So ist's recht, Fräulein. Sie gehen ja glänzend unter." Und ich wäre wirklich glänzend untergegangen, wenn nicht noch im letzten Moment einer der Umstehenden gesehen hätte, daß aus Der Komödie furchtbarer Ernst wurde, und mich gerettet hätte.
Solche Abenteuer sind nicht selten. Aber mein gefährlichstes Erlebnis hatte ich, als ich mich vor einen Schnellzug werfen sollte. Die Sache war auf einer richttaen Eisenbahnlinie arrangiert: aber es sollte eine Lokomotive und ein Zug verwendet wer
ben, der bereits außer Dienst war. Ich stand auf dem Geleise und wartete auf die Maschine. Sie kam und kam nicht, und ich dachte schon, ich hätte etwas versehen. Da höre ich plötzlich den Ton eines heranbrausenden Zuges, und von fern kommt die Lokomotive in Sicht. Der Leiter stellt seinen Apparat auf und ich eile zwischen die Geleise, um mich vor dem Zug niederzuwerfen. Da sehe ich auf einmal zu meinem Entsetzen, daß der Zug, der da rasch heranbraust, gar nicht meine ausrangierte Maschine ist, sondern ein wirklicher Schnellzug. Der Lokomotivführer bemerkt mich nicht. Den Bruchteil einer Sekunde stehe ich wie angewurzelt da. Dann sagt mir etwas in meinem Gehirn, daß ich versuchen muß, mich zu retten. Aber ich war so verwirrt, so vom Schrecken betäubt, daß ich nicht zur Sette sprang, wozu noch Zeit gewesen wäre, sondern in sinnloser Angst vor dem Zuge herlief, wie wenn ich ihm entlaufen könnte. 20, 15, 10 Meter hinter mir höre ich das Fauchen der Maschine, das Donnern des Zuges. Und nun kommt mein gewisses Ende ... War es nun Instinkt oder das Gesetz Der Selbsterhaltung — ich weiß es nicht. Ich stolperte, ich stürzte, ich warf mich zur Seite und rollte kopfüber Die steile Böschung herunter, währenD Der Zug oben an mir vorübersauste ..." fb.
Zeitschriften.
— Das Septemberheft der Monatsschrift „N e u es V o l k" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) wird mit einem Aufsatz über nationalsozialistische Lebensführung von Professor Dr. Walter Groß eingeleitet. Zu dem reizvollen Thema „Deutsche Frauenschönheit^ findet man Wiedergaben von Plastiken und Gemälden aus der Großen Deutschen Kunstausstellung in München. Bemerkenswerte Auskünfte erteilt das Rassenpolitische Amt in Den „Völkischen Lebensfragen". Lebendig bebilDerte Beiträge beschäftigen sich mtf den Ukrainern in Osteuropa und berichten vom (Ernte« Hilfe-Einsatz württembergischer BDM.-Mädel bei den Wolhyniendeutschen. In der „Kleinen Vererbungslehre" behandelt Dr. Gustav Franke die Frage „Wo* versteht man unter ,Koppelung' und »Austausch? von Erbanlagen?"»
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