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uannt feiere Der tüchtige Kameramann heißt E. W. Fiedler.

Im Beiprogramm sieht man die neue Wochen- schau und einen Kulturfilm von der Donau, dessen Bilder vom Schwarzwald dis Wien uns Appetit auf eine schöne Reise (nach dem Kriege) machen.

Hans Thyriot.

Giehen-Wieseck.

Unsere Mitbürgerin Frau Marie Becker, geb. Schäfer, Alicestraße 41, wird morgen 70 Jahre alt. Die Jubilarin ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Unseren herzlichen Glückwunsch.

Gietzen-Klein-Linden.

Der Standort Klein-Linden der Hitler-Jugend hatte am Samstag Eltern und Freunde der Hitler- Jugend xii einem fröhlichen Ad end in den Saal des GasthausesZum Turnerheim" eingeladen. Der Er­lös des außerordentlich gut besuchten Abends wurde dem Kriegshilfswerk 1942/43 überwiesen. Der Abend stand unter dem GeleitwortDem Fröhlichen ge­hört die Welt" und bot den Besuchern einige frohe Stunden, in denen Ausschnitte aus der Arbeit der Hitler-Jugend gezeigt wurden. Nach der Begrü­ßungsansprache von Oberrottenführer Herbert Jung folgten Lieder, heitere Szenen, lustige Vor­träge aller Art, zum Schluß das LaienspielEine Spitzbubenkomödie" von Margarethe Cordes. Die Darbietungen sanden verdientermaßen lebhaften Beifall.

** D i e aktive Offizierslaufbahn im Heer. Der Meldeschluß für Bewerber für die aktive Offizierslaufbahn des Heeres ist für Ange­hörige des Geburtsjahrganges 1925 auf den 31. Ja­nuar 1943 festgesetzt worden, wie in der heutigen Bekanntmachung des Oberkommandos des Heeres mitgeteilt wird. <

Der Gießener Vortragsring hat für Montag, 21. Dezember, Dr. Paul Fickeler (München) zu einem LichtbildervortragDer Mit­telmeerraum in der Weltgeschichte" gewonnen. Der Vortrag vermittelt, so schreibt man uns, eine um­fassende Uebersicht über den gesamten Mittelmeer­raum in landeskundlicher, wirtschaftlicher, geopoli- ttscher und strategischer Beziehung, von den Zeiten des altrömischen Weltreiches bis zu den Ereignissen der Gegenwart, die den Schwerpunkt der Ausfüh­rungen bilden. Den Vortrag werden 30 farbige Lichtbilderkarten und 30 Lichtbilder der strategiü wichtigen Schlüsselstellungen von Gibraltar, Toulon, Algier, Malta, Suezkanal, Bosporus und Darda­nellen bereichern.

* Erfolgreiche Kanarienzüchter. Am Sonntag fand im hiesigen Kanarienzuchtoerein die diesjährige Prämiierung der gefiederten Sänger durch den Preisrichter K. G u n h e r, Frankfurt am Main, mit folgendem Ergebnis statt: I. Selbst­zuchtklasse 1942: 1. Johann Gerlach, Silberg, 321 Punkte; 2. Heinrich Schmidt, Gießen, 318 Punkte; 3. Hugo Schmidt, Gießen, 297 Punkte; 4. Heinrich Pfeffer, Wenkbach, 279 Punkte. II. Allgemeine Klasse: 1. Johann Gerlach, Silberg, 327 Punkte; 2. Hein­rich Schmidt 324 Punkte; 3. Peter Reinhardt,

Eckelshausen, 294 Punkte; 4. Heinrich Schmidt, Gie­ßen, 285 Punkte.

** Verkehrsunfälle. Am Sonntagnachmit- tag fuhr im Horst-Wessel-Wall ein Obus auf den Anhänger einer dort abgestellten Zugmaschine auf. Am gestrigen Montagvormittag stießen an der Ecke Klinikstraße/Wetzlarer Weg ein Lastkraftwagen und ein Personenauto zusammen. In beiden Fällen kamen glücklicherweise Personen nicht zu Schaden, es entstanden lediglich Sachschäden an den Fahr­zeugen.

Landkreis Gießen.

* Allendorf a. d. L d a., 15. Dez. Am kommen­den Donnerstag bringt die Rhein-Mainische Landes­bühne im Auftrage der RSG.Kraft durch Freude" in der hiesigen Stadthalle das LustspielHeimlich­keiten" von Scheu und Stiller zur Aufführung.

<£ Leihgestern, 14. Dez. Ein eigenartiger Unfall passierte einem hiesigen Einwohner. Als er auf dem Acker mit dem Streuen von Düngemitteln beschäftigt war, trat er versehentlich in eine Fuchsfalle, die zuschnappte, und aus der sich der Mann nicht mehr befreien konnte. Auf seine Hilferufe eilten Leute herbei, die die Falle lösten, jedoch war der Verunglückte von den Fallenbügeln so stark geschlagen worden, daß er nicht nach Hause gehen konnte, sondern mit einem Wagen heimge- sahren werden mußte.

cxd Bettenhausen, 14. Dez. Heute wurde unser ältester Ortsbewohner, der ehe­malige Fekdschütz und Landwirt Johann Georg Rücke l IV., zu Grabe gebracht. Vor kurzem hatte er das 9 3. Lebensjahr vollendet. Zwar war er in letzter Zeit sehr hilfsbedürftig geworden, und fein Augenlicht hatte er schon vor Jahren ganz ver­loren, aber sein Geist war rege bis zuletzt. Er ge­hörte zu einer unserer ältesten Bauernsippen, die in den Drangsalen des Dreißigjährigen Krieges zu uns kam. Johann Georg Rückel wußte besonders gut in den Familienzusammenhängen unseres Dorfes Bescheid, denn er war von den Vätern her fast mit allen Sippen der Gemeinde verwandt. Da er der ätteste Soldat unseres Dorfes war er hatte bei denRoten Dragonern" gedient gab ihm die Kriegerkameradschaft das letzte Geleit.

Verbotene Vorratswirffchast.

Lpd. B u tz b a ch, 14. Dez. Weniger finanzielles und eigennütziges Gewinnstreben, als vielmehr ein unbelehrbarer und den kriegswirtschaftlichen Not­wendigkeiten entgegenstehender handwerklicher Ehr­geiz brachten den Gerbereibesitzer Hermann K. aus Butzbach auf die Anklagebank des Sondergerichts in Darmstadt. Als Inhaber des seit 300 Jahren im Familienbesitz befindlichen Gerbereibetriebs setzte K. auch nach Kriegsbeginn bis September 1942 die zur geschäftlichen Tradition gehörende Tätigkeit als Sammler und Händler von Häuten fort, obwohl die Genehmigung der zuständigen Reichsstelle mit Rücksicht auf die Zuweisung von Rohware für die eigene Gerberei erloschen war. Auch die für Samm­ler und Händler von Häuten verbindlich vorgeschrie­bene Frist zur Ablieferung an den Großhandel wurde nicht eingehalten. Darüber hinaus 'hat sich der Angeklagte aber in erster Linie auch eines Ver­

brechens nach § 1 der Kriegswirrschaftsoerordnung schuldig gemacht, weil er 138 ausgesuchte Großvieh- Häute bester Qualität dem kriegswichtigen laufenden Umsatz seit mindestens IV2 Jahren entzog und durch deren Zurückhaltung an einem besonderen Aufbe­wahrungsort Material für eine verbotene und im Hinblick auf die derzeitige Bedarfslage auch unver­antwortliche Vorratswirtschaft für den Friedensfall erübrigen wollte. Die Hartnäckigkeit der eigensinni­gen Einstellung des Angeklagten und der Umfang der Verfehlungen stempeln das Verhalten zu einer vorsätzlichen und böswilligen Bedarfsdeckungsgefähr­dung im Sinne der Kriegswirtschaftsoerordnung. Das Sondergericht verurteilte K. zu 1 Jahr G e - f ä n g n i s und zu 5 0 00 R M. Geldstrafe, rechnete jedoch die Untersuchungshaft von 9 Wochen auf die Freiheitsstrafe an, weil der Täter nicht aus besonders verwerflichen oder unlauteren Mo­tiven straffällig wurde und deshalb einer milderen Beurteilung würdig erschien. Die beschlagnahmten Häute, die von dem Angeklagten in fachmännisch einwandfteier Beschaffenheit behandelt worden waren, verftelen auf Grund der Warenverkehrs­verordnung der Einziehung.

Gausängertag in Wiesbaden.

Lpd. Der Sängergau Hessen-Nassau hielt am Sonntag in Wiesbaden einen außerordentlichen Gausängertag ab, in dessen Mittelpunkt die Berichte des Sängergauführers Dr. Meißner über den Deutschen Sängertag in Weimar und über die Neu­einteilung der Sängerkreise im Gau standen. Nach der Begrüßung und Totenehrung berichtete Dr. Meißner über die Aenderungen organisatorischer Art, die durch den Deutschen Sängertag schon voll­zogen oder noch angeregt worden sind. Weiter gab er die neuen Satzungen bekannt, die ganz auf das Führerprinzip abgestimmt sind. Ferner machte er Mitteilung über die Gründung des NS.-Volkskul- turwerks für den Gau Hessen-Nassau in Frankfurt unter Mitwirkung des Sängerkreises Frankfurt. Durch die Neueinteilung der Sängerkreise, deren Grenzen sich nun mit den politischen Kreisen decken, wird die Zahl der Kreise von 43 auf 26 herabgesetzt. Die Neuregelung tritt wahrscheinlich am 1. Juli 1943 in Kraft. Durch die Neueinteilung soll die Sänger­kameradschaft nicht gehemmt, sondern gefördert wer­den. Durch weitere Maßnahmen, wie z. B. enge- Zusammenarbeit mit den Parteistellen, Schulung von Chorleitern auf dem Lande, Mitwirkung der Sänger bei den nationalen Gedenkfeiern usw. soll die Leistungssteigerung der Vereine, Gruppen und Kreise lebendigen Auftrieb erhalten. Die Beitrags­regelung für 1943 ist die gleiche wie in den ver­gangenen Jahren.

Vierzehn Generationen Bäckermeister.

LPD. Marburg, 14. Dez. In Marbura wurde am 14. Dezember der Bäckermeister und Konditor Conrad Raabe 80 Jahre alt. Er entstammt einer Alt-Marburger Familie, die mit dem Ratsmann Heintz Raabe um 1370 in der Geschlechterfolge be­ginnt und durch 14 Generationen hindurch Bäckermeister aufweist. Ein Sohn des vor­genannten Heintz Raabe war sogar über 50 Jahre, von 1420 bis 1473, Bürgermeister der Stadt Mar­

burg. Der Sohn des nunmehr . 80jährigen Jubilars» ist in der 15. Generation Träger des Handwerks bcr Väter und wird das Geschäft dereinst in die Händ> des 16. Namensträgers aus der Familie Raabe legen können.

G.A-Sport.

Handball der HZ.

Mtv. Gießen II Grüningen 12:16 (4:9).

Ein torreiches Treffen gab es am Sonntag auf dem Mtv.-Platz. Die Platzbesitzer hatetn sich durch Spieler der 1. Jugend verstärkt, um den Gästen stärkeren Widerstand entgegenzusetzen. Obwohl diese nur mit neun Spielern antraten, machten sie das Vorhaben der Gießener zunichte. Durch zweckmäßi-, ges Spiel verschafften sie sich einen sicheren Halb­zeit-Vorsprung. Die in der zweiten Hälfte einsetzende Drangperiode der Gießener verstanden die Grü- ninger sicher zu Überstehen. Hier war es besonders der Gästetorwart, der durch seine Leistungen hervor­trat.

Mtv. Gießen I Munzenberg 8:10 (3:4).

Die Gießener benutzten den pflichtspielfreien Sonntag zur Austragung eines Gesellschaftsspieles. Nur mit zehn Spielern antretend, entführten die Münzenberger den in stärkster Besetzung spielenden Platzbesitzern den Sieg. Schnelle Ballabgabe und gute Kombination nutzte der Gästesturm immer wieder zu Erfolgen aus.

VorrundenTabelle.

Unentsch. Verl. Tore Pkte.

Die I. Mannschaft des besitzt alle Aussichten,

0

1 0

1

0

0

1

2

2

4

8

5

4

8

0

30:14 41:18 14:26 30:24

1:34

Gew.

4

2

2

1 0

Mtv. Gießen I Grüningen Holzheim Lang-Göns Mtv. Gießen II

Männerturnvereins Gießen auch in diesem Spieljahr wieder Bannmeister zu werden. Allerdings besitz: Grüningen (wie jedesmal) noch Möglichkeiten, in die Entscheidung einzugreifen. Holzheim wird auch in den weiteren'Spielen zu beachten sein und seinen Mittelplatz behaupten. Durch nicht genügenden und nicht gleichwertigen Nachwuchs scheidet Lang-Göns diesmal aus dem Kampf um die Führung aus, je­doch kann in den Rückspielen eine Verbesserung des Tabellenplatzes möglich fein. Der II. Mannschaft der Gießener fehlt noch die Spielerfahrung.

Fußball.

Atten-Buseck 3gb. Londorf Jgd. 6:2.

Am Sonntag trafen sich die Jugendmannschaften zu einem Freündschäftsspiel. In der ersten Halbzeit konnten die Gäste das Spiel ziemlich ausgeglichen gestalten. Nach dem Wechsel konnten die einheimi­schen Stürmer in rascher Folge fünf Treffer für sich buchen, denen die Londorfer nur noch einen ent­gegensetzen konnten.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantworllich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtjchaft und Sport: Ernst Blumschetn.

Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Auzeig-nletter: Hans Beck, Anzeigenpreislifte Nr. 6.

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Rödgen, den 14. Dezember 1942.

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In tiefer Trauer: Karoline Haas, geb. Hammel; Karl Haas, 7. Z. bei der Luftwaffe; Ottilie Haas; Farn. Heinrich Karl Haas; Farn. Ludwig HammelI.; Karl Haas, z. Z. im Felde, und Familie; Wilh.Haas, z. Z. im Felde, und Familie; Ludwig Hammel II., z. Z. im Felde, und Familie; Familie Wilhem Becker; nebst allen Verwandten und Bekannten.

Gießen, Annerod, Oppenrod, 15. Dez. 1942. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 16. Dez., nachmittags 3 Uhr, in Annerod statt.

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Meldeschluß für Bewerber für die aktive Ofsizierlaufbahn des Heeres.

Angehörige des Geburtsjahrganges 1925, die sich für die aktive Offizierlaufbahn des Heeres be­werben wollen, müssen ihr Bewerbungsgesuch ein­reichen bis spätestens

31. Januar 1943!

Nur für diejenigen Bewerber/ die ihr Gesuch bis 31. 1. 1943 eingereicht haben, ist die Verwen­dung im Heere sichergestellt. Bewerbungsgesuche sind zu richten an die dem Wohnort des Bewerbers nächstgelegeneAnnahmestelle für Offizierbewerber des Heeres" oder an das zuständige Wehrbezirks­kommando. [3782D

Auskünfte erteilen die Annahmestelle IX, Kassel/ Frankfurter Str. 84/ Fernruf: Vermittlung Kom­mandantur 24231, Apparat 423/ alle Wehrbezirks­kommandos und die Nachwuchsoffiziere.

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Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied plötzlich und unerwartet am 13. Dez. 1942 mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder. Schwiegersohn, Schwager, Neffe und Onkel

Tierpfleger Jakob Haas

im Alter von 40 Jahren.

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teil­nahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter

Frau Louise Garny, geb. Uhl

sagen wir allen innigen Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Maja Schulz, geb. Garny.

Gießen, im Dezember 1942.

Danksagung.

Allen, die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen so viel Anteilnahme erwiesen, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Müller danken wir auf diesem Wege herzlichst.

Im Namen

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Gießen (Neustadt 1), Bielefeld, Stuttgart, Preßburg, im Dezember 1942.

Beileidsbesuche dankend verbeten.

Das feierliche Requim findet am Donnerstag, 7% Uhr, in der Kath. Kirche statt.

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