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Gietzener Anzeiger

Von Kriegsberichter Herbert van Hauth.

Probleme der Film-Wochenschau.

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Zchrlstleitung und Geschaftrstelle:

Gietzen, Zchulstrahe T-9

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Schwere Kämpfe im nördlichen und mittleren Frontabschnitt.

Behörde, die ! Lerpstich'! n, die eine- iahen, aber zur Wehr- einberufen ht entlassen

nicht mehr so viel Platz einnimmt wie früher, hat seine Gründe vor allem darin, daß die große Kälte den technischen Möglichkeiten der Filmapparaturen Grenzen setzt. Diese arbeiten normalerweise nur bis zu einer Temperatur von minus 12 Grad und er­fordern unterhalb dieser Temperatur eine Spezial- behandlung, die sich in der vordersten Front nur selten durchführen läßt. Bei Temperaturen unter minus 30 Grad sind die Filmapparate überhaupt nicht mehr einsatzfähig. Man sollte sich stets ver­gegenwärtigen, upter welchen Schwierigkeiten der Kameramann in vorderster Linie arbeitet. Dom ein­gesetzten Filmfachpersonal sind an der Front weit über 10 v. H. gefallen oder verwundet worden.

Auch der Wunsch nach mehr Kampfaufnahmen von U-Booten und Ueberwasserstreitkräften sowie von Versenkungen englischer Schiffe sei leichter oor=. gebracht als erfüllt. Denn ein großer Teil dieser Aktionen findet nachts statt, und Seeschlachten von Ueberseestreitkräften spielten sich oft auf Entfer­nungen ab, die den Feind für das bloße Auge nicht erkennen ließen. Bilder von dem Krieg im Stillen Ozean könnten vorläufig nicht gebracht werden, weil zwischen Japan und dem Deutschen Reich feindliches Gebiet liege.

sche Soldat über sich selbst hinaus und kämpft so, wie es der Führer befahl: mit fanatischem Ein's atz bis zum letzten Mann!

gestaltung unseres Staates und die Möglichkeit des völkischen Sichauslebens für die Achsenmächte; ver­lören wir ihn, so wäre aber auch ebenso alles das, und noch mehr verloren: nämlich unser nationales Leben überhaupt und insgesamt.

Der Minister betonte, daß man auch nur unter diesem Gesichtswinkel die Opfer verstehen dürfe, die uns allen in diesem Kriege aUferlegt werden müssen;Ich rede dabei in der Hauptsache nicht von den Opfern, die die Heimat zu bringen hat. Was mir zu Hause zumeist an Unannehmlichkeiten, Unbequemlichkeiten und kleinen Entsagungen zu tragen haben, fällt dem Heldentum und der Todes- bereitschast der Front gegenüber kaum ins Gewicht. Die Heimat könne sich der Front gegenüber mn* durch erhöhtes Pflichtgefühl und ständige Pfucht- bereitschaft behaupten. Die Pelz- und Wintersachen- sommlung für die Front, die größte Gememschasts- Hilfe des deutschen -Volkes, ist ein glücklicher Auf­takt für ein hartes und entscheidungsreiches Jahr auch für die Heimat, ein Maßstab für die seelische Stärke des deutschen Volkes, wenn wir uns daran erinnern, daß im Jahre 1917 Munitionsarbeiter streikten und eine unfähige politische Führung es zuließ, daß die Widerstandskraft der Heimat lang­sam zu zerbröckeln begann. Frönt und Heimat mus- en hart und gelassen bleiben, realistisch denken und niemals den 'Boden unter den Füßen verlieren die Kriegsprobleme angehen, wo sie sich zeigen und das neue Jahr mit derselben Entschlossenheit be­ginnen, mit der wir das hinter uns liegende ge­

fetzten am 14. Januar ihre heftigen Angriffe gegen die deutschen Linien im N o r d a b s ch n i t t der Ostfront fort. An einer Stelle des Kampfgebietes

Hamburg, 15. Jan. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach in Hamburg im Rathaus vor der Hamburger Bürgerschaft über die innere Notwendigkeit des 22. Juni 1941, an dem das natio­nalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten zum Endkampf für die Errettung Europas vor der bolschewistischen Bedrohung und Gefahr antraten. Unsere Soldaten haben mit eigenen Äugen gesehen, wie weit die bolschewistischen Vorbereitungen zur rücksichtslosen Vernichtung des Reiches und damit auch Europas schon gediehen waren. Ein Viertel- fahrhundert hätten 180 Millionen Menschen in einem Lande, das über so gewaltige Bodenschätze verfügt rote die Sowjetunion, auf jede Hebung ihres sozialen Niveaus verzichten müssen, nur damit ihre Führung eine Wehrmacht aufbauen konnte, um mit ihr das Dölkerchaos nach Europa zu tragen. Die Entscheidung, die der Führer am 22. Juni 1941 traf, märe uns sehr bald aufgezwungen worden, wenn wir sie nicht selbst gefällt hätten.

Dieser Krieg stellt in Wirklichkeit die Zusammen­fassung einer Reihe von kriegerischen Ausein­andersetzungen dar, die, wurden sie heute nicht vor­genommen, in einigen Jahren fällig sein würden. Das dürfen wir bei allen Belastungen seelischer und materieller Art, die nun einmal mit diesem

Herbstes und bann in Schnee und Eis ihren Mann i standen, sind herbe Falten gegraben. Die Augen strahlen das harte Wissen um Not und Tod wider. , Sie kennen den Tod, sie erlebten ihn in tausendfäl­tiger und gar oft in greulichster Weise, gar oft ver­spürten sie seinen Atem, sechs Monate lang folgten sie seiner Spur. Hart sind diese deutschen Infante­risten geworden, hart gebrannt in den gewaltigen Schlachten des Ostens.

Nun liegen sie in ihren Stellungen, Tag um Tag, Nacht für Nacht, seit Wochen ohne Ablö- s u n g, wissend um die Schwere und Bedeutung ihrer Aufgabe, von dem Willen beseelt, diese Auf­gabe restlos zu erfüllen, aber auch von der Hoff­nung erfüllt, daß ihnen die kommenden Winter­monate Ruhe und Erholung bringen werden. Aber noch ist es nicht so weit, noch heißt es halten und kämpfen. Wie eine unoersiegliche Flut dringen immer neue bolschewistische Massen aus den endlosen Weiten des Ostens an die Front; mit dem Blut dieser Massen, die sinnlos und unter schwersten Opfern immer wieder im zusammengefatzten Feuer der deutschen Infanterie, im deutschen Artillerne- feuer oder aber bei günstigem Wetter durch Luft­angriffs ihre Vernichtung finden, glaubt Stalin die deutschen Armeen fortspülen zu können. Und es scheint, als wolle er in diesen Wochen und den kom­menden Monaten fein ganzes Volk auf die Schlacht­bank und damit seiner restlosen Vernichtung ent­gegenführen.

Hier bewährt sich wieder hundertfach die Ueberlegenheit des einzelnen deut­schen Soldaten. Nur wenige sind es im Ver­hältnis zur Masse des Gegners, die hier im härte­sten Kampf Mann gegen Mann zäh das einmal Erreichte verteidigen,' hier ober dort durch einen kleinen Angriff eine günstigere Lage erzielen oder' aber durch die Zurücknahme der Front an dieser oder jener- Stelle das gleiche Ziel erreichen. Tage­lang tobten diese schweren Abwehrkämpfe in unse­rem Abschnitt, trotz grimmiger Kälte, trotz Eis und Schn-eesturm. Selbst bei diesen ungewöhnlichen kli­matischen Verhältnissen bewährt sich der deutsche Infanterist, der, unterstützt von den schweren Waf- . fen und wenigen Panzern, allein die ganze Wucht des Kampfes zu tragen hat. Zu Hunderten türmen sich an den Brennpunkten dieser Kämpft die Lei­chen der gefallenen Bolschewisten vor unseren Li­nien, und trotzdem stürmen immer wieder frische Kräfte heran, die sinnlos auf unsere Linien ein­dringen und bljnd in ihre Vernichtung hinein- rennen. Es ist eine harte Nervenprobe, die der deutsche Soldat in' diesen Tagen besteht. Aber er weiß, daß das hohe Ziel, der endgül­tige Sieg, ihm nicht mehr entrissen werden kann. So wächst der hier eingesetzte deut-

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l§2. Jahrgang Nr. 13

Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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DNB. Aus dem FührerhauplquarNer, 15. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bei Feodoflfa und auf der Halbinsel Kertsch griff die Luftwaffe feindliche Truppenansammlun­gen, Flakslellungen und Flugplätze mit guter Wir­kung an. Im Schwarzen und Asowschen Meer wurden drei feindliche Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt.

Im Raum von Taganrog wiederholte der Gegner nach starker Artillerievorbereitung seine Vorstöße ohne Erfolg.

Im mittleren und nördlichen Ab­schnitt der Ostfront nimmt die Abwehrfchlacht ihren Fortgang. Bel einem Gegenangriff erbeutete von Sturmgeschühen begleitete deutsche Infanterie 8 Geschütze sowie zahlreiches anderes Gerät. Der Feind verlor hierbei etwa 600 Tote.

Bei einem erfolgreichen Stoßtruppunternehmen an der Front von Leningrad brachen Teile einer von Pionieren unterstützten Infanteriekompanie in 200 Meter Breite in die feindliche Stellung ein und iveruichleten 20 Bunker mit ihren Bejahungen.

Wolokolamsk falsch. Der Ort liegt 60 nördlich von Moshaisk (nicht Moskau).

Der Wehrmachtberichi.

Annahme von Ameisen für die Mittagsnummer bis 8^/, Uhr desG ormittagS

Ameigen-Preise:

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstastel I AbschlüneMengenstaffelU Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/»mehr

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Glücklicher Auftakt für ein entscheidungsreiches Lahr

Dr. Goebbels sprach in Hamburg.

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In der gestrigen Meldung über die Abwehr­kämpfe im Nordabschnitt der Ostfront am 12. Ja­nuar ist durch einen Satzfehler die Ortsangabe ........ km

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griffen zwei feindliche Bataillone mit Panzerunter­stützung an. Auch dieser Angriff scheiterte an der wirkungsvollen Abwehr, die den Bolschewisten schwerste Verluste zufügte. Don den angreifenden Panzerkampfwagen wurden zwei vernichtet. In einem anderen Abschnitt der Nordfront schlug eine Infanteriedivision bei strenger Kälte einen starken bolschewistischen Angriff zurück. Obwohl die Bolsche­wisten ihren Angriff mit Panzerkampfwagen vor­trugen, erlitten sie hohe blutige Verluste und mußten sich ergebnislos zurückziehen. Panzerabwehrwaffen vernichteten fünf feindliche Kampfwagen. Weiter nördlich griffen die Bolschewisten nach starker Ar­tillerievorbereitung mit zwei Regimentern an. Auch hier erlitt der Feind schwere Verluste, ohne einen Einbruch in die Rutschen Linien zu erreichen. Stoß­trupps, die das Gelände vor den deutschen Stellun­gen säuberten, zählten über 300 gefallene Bolsche­wisten. Ein besonders heftiger Kampf wurde um den Besitz einer Ortschaft geführt. Obwohl die Bolsche­wisten hohe Verluste erlitten batten, gelang es ihnen infolge zahlenmäßig starken Einsatzes, sich vorüber­gehend in den Besitz des Ortes zu setzen. Ein deut­scher Gegenstoß brachte die Ortschaft wieder in deutsche Hand und fügte den Bolschewisten erneute schwere Verluste zu.

Starke Kräfte der Bolschewisten unternahmen am 13.1. im mittleren Abschnitt der Ostfront einen Angriff gegen die deutschen Linien. Ihn traf der Gegenstoß einer deutschen Division in die Flanke. Trotz strengen Frostes stießen Infanterie, unterstützt von Panzerkampfwagen unb Sturm­geschützen, mitten in bie feindlichen Angriffsbewe­gungen hinein und entrissen dem Gegner trotz seines zähen Widerstandes mehrere Ortschaften. Hart be­drängt von unseren nachstoßenden Truppen, wich . der Rest her feindlichen Angriffstruvve aus. Noch ehe den Bolschewisten ein völliges Absetzen von den deutschen Truppen gelungen war, erschienen deut­sche Flugzeuge und warfen ihre Bomben. Im lief- . skug nahmen bie Flugzeuge seinbliche Gruppen unter MG -Feuer unb zersprengten sie.

Während am 13. und 14.1. im Gebiet o st - wärt? von Kursk deutsche Truppen im er­folgreichen Gegenangriff den Bolschewisten schwere Verluste zufügten, fanden im Gebiet nordost­wärts von Kursk heftige Kämpfe statt. Die Bol­schewisten versuchten unter Einsatz starker Kräfte, oie deutschen Linien hier zu durchbrechen. Nach starker Artillerievorbereitung gelang dem Gegner auch ein Eindringen in einige Waldstücke. Die deut­

höchster Gefahr diese zu bannen.

Es ist schwer, ein Bild von diesen Kämpfen zu zeichnen. Ist der Gegner stärker geworden als frü­her, hat er sich jetzt von den schweren Schlägen, die die deutsche Wehrmacht ihm erteilte, erholt? Nein, im Gegenteil! Die feindliche Artillerie wirkt bei weitem nicht mehr in dem Maße wie früher, die Zahl der in größeren Abschnitten auftretenben Panzer kann man fast an den zehn Fingern ab­zählen, unb der a «greifende deutsche Infan­terist hat hier nicht mir diesen Gegner vor unb bie winterliche Witterung gegen

lieber bie Frontaufnahmen der Filmberichter un­serer Propagandakompanien sprach im Rundfunk Ministerialrat Dr. H i p p l e r. Denen, die im Kino nur Entspannung suchen unb nichts vom Krieg sehen wollen, sagte er:Würden wir uns nach die­sen Erholungsbedürftigen richten, so würde mit Recht der Soldat sagen: Warum setzen wir Leben und Gesundheit an der Front ein, wenn die Heimat für bie wir kämpfen, hiervon keine Notiz nimmt?" Auf die Frage:Müssen die Bilder von der Front so schrecklich sein", müsse man mit der Gegenfrage antworten, ob die Wochenschau etwa den Krieg so verniedlichen solle,daß am Ende der kämpfende Soldat zu dem Eindruck gelangen muß, als ver­fälsche die Wochenschau das wirkliche Fronterleb­nis?" Der Wunsch, die Wochenschau möge auch zei­gen, wie Soldaten verwundet würden oder fielen und wie der Feind vorgehe, fei als Sensationslust zu brandmarken. Gerade der deutsche Soldat würde sich die Veröffentlichung von Bildern verbitten, die zeigten, wie ein Kamerad von einer feindlichen Kugel getroffen wird. Was das Zeigen der Aktionen des Gegners anbelangt, so müsse man bedenken, daß der Feind sich der Sicht unserer Truppen natür­lich zu entziehen sucht.

Daß der Ostfeldzug im Rahmen Her Wochenschau

DNB... 15. Jan. (PK.) Heulend weht der Sturm über die weiten Ebenen, die nur von flachen Mul- fren und den Tälern der Flüsse und Bäche unterbro­chen werden. Schnee rieselt vom Himmel, und wie lpeiße Schwaden nimmt der Sturm die Flocken und egt und schüttet sie über das Land. Auf den großen Ebenen reißt er den Schnee wie weiße Pulverwol­ken empor und füllt sie in die Leere der Hohlwege, in Mulden, Täler und in die Gräben zu beiden Seiten der Straßen. Schwarze, vorsorglich in die harte Erde gerammte Holzpfähle zeigen den Verlauf der schneeoergradenen Straßen und Wege an. Die niederen Bauernkaten der trostlosen Dörfer ertrin­ken schier in der weißen Flut des Schnees. Fahl ist das Licht der kurzen Tage. Grau wölbt sich der )immel, und blaßrote ober schwefelgelbe Längs- treifen am Horizont künden an windstillen Tagen teuen Sturm, Schnee st urm!

Die Front, die zerklüftete breite Front im mitt­leren Abschnitt vor Moskau, kennt aber trotz Schnee und Kälte keine Rüste, im Gegenteil, jetzt hoffen die Bolschewisten, uns stellen unb zurück- werfen zu können mit der erdrückenden Masse ihrer Menschen. Der deutsche Infanterist kämpft in diesen Tagen den schwersten Kampf, den er je im Verlauf dieses Krieges zu bestehen hatte! Tag und Nacht stürmen die Bolschewisten gegen unjere Stellungen und, getrieben von ihren Kom­missaren, umnebelt vom scharfen Wodkarausch, der bie tierischen Instinkte dieser Horden man kann babei nicht mehr von Soldaten, kaum mehr von Menschen sprechen satanisch auspeitscht, so stür­men sie in quellenden Massen gegen nufere Linien, bechen gegen die deutsche Front wie das sturm­gepeitschte Meer aegen den schützenden Deich. Nur mit letztem Einsatz, mit letzter Kraft ge­lingt es immer wieder, den Gegner zu halten, und wo die Ueberwacht des Gegners dennoch in die deutsche Front einbrechen konnte, da gelang es noch jedesmal dem Heldenmut deutscher Infanteristen, vielfach mit letzter Kraftanstrengung, im Augenblick

sich, sondern er hat sechs Monate Offensive, sechs Monate härtesten Kampfes, sechs Monate schwerster Märsche, er hat 2000 Kilometer Weg in die bolsche­wistische Hölle hinter sich. In jugendfrische Ge- sichter, die mit leuchtenden Augen in den sommer­

lichen Kampf gingen, die in den Kämpfen des

der die Bolschewisten wieder zurück. Der Feind ver­lor ein ganzes Bataillon, das bis auf wenige Ver­sprengte aufgerieben wurde. Südostwärts von Kursk sind trotz des stürmischen Wetters und starker neuer Schneefälle deutsche Infanterie-Einheiten zum Gegenangriff angetreten. Obwohl die Bolschewisten mehrfache Vorstöße mit Panzerunterstützung unter­nahmen, gelang es ihnen nicht, den deutschen Gegenstoß zum Stehen zu bringen. Auch Ent­lastungsangriffe in den Nachbarabschnitten wurden zurückgeschlagen. Noch am Abend des 13.1. drangen deutsche Truppen in eine vom Feind zäh verteidigte Ortschaft ein/ Eine Panzerkompanie vernichtete vier Panzerkampfwagen, obgleich der tiefe Schnee ihre Bewegungen' sehr erschwerte. In den Abendstunden des 14.1. dauerten die harten Kämpfe noch an.

In Jtorbafriffl dauert das feindliche Artille- riefeuer auf die deutsch-italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum mit unverminderter Heftig­keit an. Der Feind hatte einige örtliche Erfolge. Angriffe deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge richteten sich gegen britische Kraftfahrzeugkolonnen sowie Hafen- und Flugplatzanlagen im Raum südlich A g e d a b i a und in Tobruk.

La Valetta und britische Flugplätze auf der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht wir­kungsvoll bombardiert.

Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf mehrere Orte im norddeutschen Küsten­gebiet. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Mehrere Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Drei der angreifenden Bom­ber wurden abgeschossen.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 15. Januar. (DNB.) Der Führer unb Oberste BeMshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an Generalmajor von Sauden, Führer einer Panzerdivision, Hauptmann B u ch - l e r, Bataillonskommandeur in einem JR., Haupt­mann Wahl, Abteilungsführer in einem Panzer­regiment, Oberleutnant Muegge, Dataillons- führer in einem JR., Leutnant Bachem, B.-Offi­zier in einem Artillerie-Regiment, und Leutnant Schiller, Kompanieführer in einem JR.

Der Führer unb Oberste Befehlshaber der Wehr­macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers, der Luftwaffe das Ritterkreuz an Oberleutnant Setz, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader.

In den Abwehrkämpfen oor ßeningrab ist der Ritterkreuzträger Oberst Lohme y er gefallen. Die von Oberst Lohmeyer geführte Kampfgruppe hatte die Aufgabe, den stärkeren über den Wolchow südlich der Tigoda-Mündung in unsere Stellungen eingebrochenen Gegner zu vernichten. Unter Einsatz von Panzern und herangeführten Reserven wurde der Angriff im dichtesten, von nur wenigen Schnei­sen durchschnittenen Wald entlang der Eisenbahn geführt. Da er ins Stocken geriet, ging Oberst Loh­meyer nach vorne, um den Angriff erneut vorzu­reihen. Dicht hinter der Angriffsspitze bog er in eine Waldschneise ein, als aus dem dichtesten Un= : terholz einige Schüsse fielen. Schon der erste Schuß : traf ihn. In zweitägigem hartnäckigen Kampf 1 wurde der zahlenmäßig weit überlegene Gegner : vernichtet.

Amerikanisches Jahrhundert?

Beobachter" veröffentlicht einen Artikel von Dr. Richard Sollet unter der lieber- schrift:Amerikanisches Jahrhundert?", dem wir folgendes entnehmen:

Im Februar 1941 erschien in der USA.-Wochen- chriftLife" ein Artikel des Herausgebers Henry Luce unter der Überschrift: Das amerikanische Jahrhundert", der in der dortigen, Oeffentlichkeit wegen seiner erstaunlichen Perspektiven Aufsehen erreate. Gewissermaßen als Ruf an die Nation wurden hier Worte gesprochen, die an Gewichtig» feit sich neben die von 118 Jahren verkündete Monroedoktrin stellen wollten. Was sagte Luce? Er erklärte kurz und bündig, daß die UsA. schon unter Wilson Gelegenheit gehabt hätten, der Welt ihr Zeichen aufzudrücken, als 1918 zahlreiche europäische Völker ihre Hoffnungen auf die Wil» sonfchen Proklamationen setzten. Damals habe je­doch Wilson seine Ideen nicht durchführen können, weil das amerikanische Volk nicht bereit gewesen sei, mit der nötigen Polizeigewalt in Europa auf­zutreten. Nun sei unter der Präsidentschaft von Roosevelt eine neue Gelegenheit gekommen, und diese müsse voll ausgenutzt werden. Diesmal; müsse Amerikas Zivilisation zur herrschenden Lebensform Europas sowie der gesamten Welt und das 20.Jahrhundert in Wahrheit ein ameri­kanisches Jahrhundert werden. Daß hier­bei das britische Weltreich stillschweigend als von USA. einverleibt angesehen wird, sei nur am Rande verzeichnet.

Als Folge des Aufrufes von Luce wurde von der Roosevelt-Negierung eine Abteilung für Aus­landspropaganda eingerichtet unter der Lei­tung jenes bekannten Oberst Dono van, der im vergangenen Frühjahr in einer Tanchar von Sosta seinen Reisepaß verlor. Die amerikanische Propa­ganda würde, so rechnete man im Weißen Hause in Europa manch williges Ohr finberi, hatten doch die USA. vor Errichtung des Donovan-Buros schon seit vielen Jahren in geschickter Weise eine Art Amerikanjsmus in der Welt vorbereitet. Opfer die­ses Trugbildes sind in vielen Schichten der euro­päischen Bevölkerung zu. finden: Arbeiter und Kleinbürger, die nach den Vereinigten Staaten aus- geroanbert waren, dort in jahrelanger Entbehrung ein paar Dollars zusammengekratzt hatten unb nach Rückkehr in die Heimat vor ihren Angehörigen und Freunden in phantasievollen Erzählungen schwelg­ten, Kinobesucher, die sich durch Hollywoodkitsch ein völlig falsches Bild von den USA. machten, Tou-

Krieg wie mit allen Kriegen verbunden sind, nie­mals vergessen. Wichtiger also noch als die Frage, wann dieser Krieg zu Ende geht, ist die Frage, roieerzuEndegeht. Gewinnen wir ihn, dann ist alles gewonnen: Rohstoff- und Ernährungs- v freihert, Lebensraum, Grundlage der sozialen Neu- meutert haben.

Berlin, 15. Jan. (DNB.) Die Bolschewisten l scheu Soldaten gingen jedoch sofort zum Gegenstoß * " ' ~ " i vor und trieben in dem dichten Unterholz der Wal-

tocfcl Bezugsvreis:

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SrrnfvrcdiOTtolufi 2251 vruck und Verlag: f 111*

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