*** (E i n Achtzigjähriger. Der Rentner Wilhelm Rühl, Dammstraße 42, vollendet am 16. Oktober sein 80. Lebensjahr. Dem Jubilar bringen auch wir herzliche Glückwünsche dar.
** T ö blich verunglückt. Am vorigen Sonntag früh zwischen 5 und 6 Uhr verunglückte der Reichsbahnzugführer Wilhelm Hohmann von hier nach der Uebernachtung im Bahnhof Köln schwer. Der Beamte wurde kurz vor der Ueber- nahme seines für die Fahrt nach Gießen bestimmten Zuges in einem Bahnhofsgebäude im Kellergeschoß am Fuße der Treppe liegend mit schweren Kopf- und Brustverletzungen aufgefunden. Er wurde sofort in ein Krankenhaus verbracht, wo er leider bald nach seiner Einlieferung an den schweren Verletzungen starb.
Aus der engeren Heimat.
Gin Marburger Ritterkreuzträger.
LPD. Der mit dem Ritterkreuz des Eisernen lenzes ausgezeichnete Major Wilhelm K n e t f ch würbe am 26. Februar 1906 als Sohn des Archivrats Karl Knetsch in Marburg (Lahn) geboren. Rach Ablegung der Reifeprüfung auf dem Philipps- Gymnafium in Marburg trat er im April 1924 als Offizieranwärter in das J.-R. 1 5 ein, in dem er im September 1928 Leutnant wurde. Im Oktober 1935 wurde er als Oberleutnant Kompanieführer im J.-R. 36 und ein Jahr später als Hauptmann Kompaniechef im J.-R. 110. Am 1. Februar 1941 wurde er zum Major befördert und im Juni 1942 mit der Führung eines Infanterie-Regiments beauftragt:
pferdeschau beim Gallusmarkt.
'+ Grünberg, 14. Okt. Im Rahmen des O al« lusmarktes fand heute vormittag eine B e - zirks-Pferdeschau des Landesverbandes der Pferdezüchter unter Leitung des Landesstallmeisters Dr. De n k e r (Darmstadt) statt. Der Besuch und das Interesse bei dieser Veranstaltung waren außerordentlich stark. Tausende von Menschen hatten heute wiederum unsere Stadt ausgesucht.
Neben dem Landesstallmeister Dr. Denker waren bei der Pferdeschau als Wertungsrichter noch die Bauern und Pferdezüchter Wilhelm Kuhl (Gambach) und Friedrich D i tz e l (Herrnhag) tätig. Die Prämiierung der zahlreich aufgetriebenen Pferde brachte folgendes Ergebnis:
Abt. A: Kaltblut.
Klasse la:, Einjährige Hengste (Jahrgang 1941): 1. Pr. Philipp Schudt (Londorf). — Klasse Ib: Einjährige Stuten (Jahrgang 1941): 1. Pr. Adam Hofmann (Langsdorf): 2. Pr. Heinrich Nicklas (Bernsfeld); 3. Pr. Dr. Buding (Heibertshausen); Anerkennung Jakob Schudt (Wetterfeld): Material in dieser Klasse fast gut. — Klasse II: Zweijährige Stuten (Jahrgang 1940): 1. Pr. Dr. Buding (Heibertshausen): (Stute „Elma" beste Stute der Kaltblutzucht): 2a-Pr. Karl Knorr (Birklar): 2b-Pr. Philipp Schudt (Londorf); 3a-Pr. Karl Gerhard (Bersrod): 3b-Pr. Heinrich Römer (Reinhardshain)); Material fast gut. — Klasse III: Dreijährige Stuten (Jahrgang 1939): la-Pr. Philipp Schudt (Londorf): lb-Pr. Heinrich Hartmann III. (Reiskirchen); 2. Pr. Hein-
Hart und schwer traf uns unerwartet die erschütternde Nachricht, daß unser BL lieber, treuer, ältester Sohn, mein lieber, herzensguter Bruder
Erich Frank
Oberschütze in einem Inf.-Regt, (mot.) am 16. September, 5 Tage vor seinem 20. Geburtstage, bei den schweren Angriffskämpfen um Stalingrad, in treuer Erfüllung seiner Soldatenpflicht für sein geliebtes Vaterland den Heldentod fand. Fern der Heimat, auf dem Ehrenfriedhof „Falke“ vor Stalingrad, wurde er zur letzten Ruhe gebettet.
In tiefem Leid: Joseph Frank u. Frau Paula, geb. Wagner; Arno Frank.
Gießen, Herborn, Burg (Dillkreis), München- Solln, Bayreuth, den 14. Oktober 1942.
Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren treuen Arbeitskameraden.
BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Bänninger, G.m.b.H., Fittingsfabrik, Gießen. 3092D
Sonntag, den 11. Oktober, verschied an den Folgen eines Dienstunfalles -mein lieber, herzensguter Mann, unser guter, treusorgender Vater und Schwiegervater, Schwager u. Onkel
Herr Wilhelm Hohmann
Reichsbahnzugführer
im Alter von 63 Jahren.
In tiefer Trauer: Käthe Hohmann, geb. Günther Willi Hohmann, z. Z. im Felde, und Frau Gertrud, geb. Siefert; Ernst Lippert und Frau Erika, geb. Hohmann.
Gießen (Ederstraße 18 II, Bad Wildungen, Fulda, Worms, den 14. Oktober 1942.
Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 15. Oktober, 14% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.
3095D
Unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater
Herr Hermann Nagel
ist nach einem arbeitsreichen Leben, im 78. Lebensjahre, für immer von uns gegangen.
Um ihn trauern: Die Kinder. Gießen (Mittelweg 4), den 13. Oktober 1942. Die Beisetzung findet am 16. Okt., 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
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Kuliurwoche der NSDAP, in Gießen.
Oichterstunde der Hitler-Jugend: K. A. Zindeisen liest aus eigenen Werken
In der Reihe der Kulturveranstaltungen der Hitler-Jugend im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP, las gestern abend Kurt Arnold Find- eisen im Saale des Studentenheims aus eigenen Werken. Obergefolgschaftsführer K.-Bannführer Wolf dankte zu Beginn den Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen und hieß die Gäste, insbesondere die Verwundeten und den Dichter, herzlich willkommen. In den Kulturveranstaltungen der HI. habe man die Dichterlesung bewußt in den Vordergrund gestellt; es sei geplant, diese als wichtigen Erziehungsfaktor immer mehr auszubauen. Es solle kein Massenbetrieb sein, sondern jeder einzelne solle sich angesprochen fühlen und die Dichterlesung mit Freude, Verständnis und innerem Gewinn aufnehmen.
Das Streichquartett des Bannorchesters leitete mit einem Satz aus Händel zur Dichterlesung über. Kurt Arnold F i n d e i s e n, der vor allem durch seine Musiker-Romane und Erzählungen bekannt geworden ist, begann seinen Vortrag mit einigen Abschnitten aus seinem Wildschützenroman „Der Sohn der Wälder". Die wunderliche und romantische Zentralfigur dieses Buches ist der Wildschütz Karl Stülpner, der ähnlich wie der bayerische Hiesl und der rheinhessische Schinderhannes schon bei Lebzeiten eine fast sagenhafte Gestalt und eine Art erzgebirgischer Volksheld geworden ist. Findeisen erzählte merkwürdige Dinge aus seinem Leben und las, dann einige Abschnitte aus dem abenteuerlichen Roman: wie die Schützenbrüüer ausziehen, den Stülpner zu fangen und statt dessen selber von ihm in die Flucht gejagt werden; wie er mitten in der Nacht zu seiner alten Mutter zu Besuch kommt; wie der Stülpner bei einem Straßenräuberanschlag auf eine Postkutsche dem Staate 20 000 Taler rettet; und dann
das lchte Kapitel vom wunderlichen Traum, vom weißen Hirsch und dem merkwürdigen Ende Stülp- ners.
Ein Musikant, der ähnlich wie der liebe Augustin zu Wien den Tod überwand, war zweihundert Jahre vor jenem der Sackpfeifer Nikol Reifenteufel: ihm ist die lautmalerische Ballade gewidmet, die Findeisen im Anschuß daran zum Vortrag brachte. Es folgte ein Stück aus dem Weltkriegstagebuche „Es ist ein blonder Schein": die kleine Geschichte „Perlen" ist eine vergnügliche Erinnerung aus dem Kriegslazarett in Frankreich, wo Findeisen damals als freiwilliger Pfleger beim Roten Kreuz Dienst tat.
Zum Abschluß der Lesung hörten wir zwei Geschichten, die Findeisen als den Dichter der Musik, als der er besonders bekannt geworden, auf seinem eigentlichen literarischen Felde bestätigten. Die Erzählung „Laterne, Laterne" aus dem Buche „Klingende Vergangenheit" schildert in zarten, besinnlichen Farben eine von plötzlicher Toüesnähe beschattete Idylle aus der Hamburger Kinderzeit von Johannes Brahms. Eine heitere Episode aus dem Bach-Roman „Gottes Orgel" bildete den Beschluß der durch verbindende und erklärende freie Erzählung. des Dichters recht lebendig gestaltete und von den jugendlichen wie den erwachsenen Hörern mit lebhafter Anteilnahme und großem Beifall aufgenommenen Lesung.
Nachdem das Quartett des Bannorchesters ein Stück von Mozart zum Vortrage gebracht hatte, stattete K.-Bannführer Wolf im Namen aller K. A. F i n d e i s e n herzlichen Dank für seine Darbietungen ab, die dem Verständnis der jugendlichen Hörerschaft angepaßt gewesen seien, und schloß mit einem Bekenntnis zu den deutschen Kulturgütern, insbesondere zum guten, über den Alltag hinaushebenden Buche. Das gemeinsam gesungene Lied „Gute Nacht, Kameraden" von Hans Baumann ließ die Dichterstunde der Hitler-Jugend harmonisch ausklingen. Hans Thyriot.
rich Müller IV. (Birklar); 3. Pr. Jak. Schudt (Wet- terseld).
Abt. B: Schweres Warmblut.
Klasse I: Einjährige Stuten (Jahrgang 1941): 1a-Pr. Rudolf Bock (Stangenrod); lb-Pr. Brauerei Jhring-Melchior, (Lich); 2a-Pr. Bürgermeister Peter (Bernsfeld):) 2b-Pr. Heinrich Schepp (Queckborn); 3. Pr./Ernst Krug (Beltershain); Material gut bis sehr gut. — Klasse II: Zweijährige Stuten (Jahrgang 1940): 1a-Pr. Albrecht Müller (Bellersheim) (Stute'„Mirakel" beste Stute der Warmblutzucht); lb-Pr. Ernst Zimmer (Bingmühle bei Lauter); Ic-Pr. Wilh. Bender III. (Langsdorf); 2a-Pr. Friedrich Horst (Ober-Ohmen); 2b-Pr. Rud. Reitz (Bernsfeld): 2c-Pr. Louis Mathes Bellersheim; Material gut bis sehr gut. — Klasse III: Dreijährige Stuten (Jahrgang 1939): 1a-Pr. Alex Köhler (Langsdorf); lb-Pr. Hermann Fay I. (Langsdorf): 2a-Pr. Hrch. Erb (Beltershain); 2b-Pr. Ernst Krug (Beltershain); 2c-Pr. Wilh. Koch III. (Villingen); 3. Pr. Georg
Liehr (Bernsfeld); Anerkennung Ernst Zimmer (Bingmühle bei Lautier); Material gut.
Abteilung A: Kaltblut
Klasse IV, Familien (Stuten mit mindestens zwei Nachkommen): 1. Preis und silberne Medaille der Landesbauernschait Karl Knorr (Birklar); 2. Preis Philipp Schudt.(Londorf); 3a-Preis Heinrich Römer (Reinhardshain); 3b-Preis Jakob Schudt (Wetterfeld). Material: fast gut.
Abteilung B: Schweres Warmblut.
Klaffe IV, Familien: 1. Preis und silberne Medaille der Landesbauernschaft Albrecht Müller (Bellersheim); 2. Preis Heinrich Schepp (Queckborn), Rudolf Bock (Stangenrod), 3. Preis Ernst Krug (Beltershain). Material sehr gut.
Landkrei» Gieße«.
* Großen-Linden, 15. Okt. Der Schuhmachermeister und Landwirt Heinrich Faber II. und seine Ehefrau Kacharine, geb. Velten, feiern
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Gießen, den 14. Oktober 1942. Der Oberbürgermeister.
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Die städtischen Tennisplätze am SchützenbauS werden ab 16.10.1942 für die diesjährige Spielzeit geschlossen.
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Haushaltsatzung derStadtGietzenfürdasRechnungsjahr1S42
Auf Grund des § 86 Abs. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49) wird für das Rechnungsjahr 1Y42 folgende Haushaltssatzung bekanntgemacht.
I.
§ 1.
Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1942 wird im ordentlichen Haushaltsplan
in den Ausgaben auf .... 11113919,70 RM. und im außerordentlichen Haushaltsplan
in den Ausgaben auf .... 852700,— RM.
festgesetzt.
§2.
Die Steuersätze (Hebesätze) für die Gemeindesteuern, die für jedes Rechnungsjahr neu festzusetzen sind, werden rote folgt festgesetzt:
I. Grundsteuer.
1. Stadt Gießen und Schissenberg:
a) für land- u. forstroirtschaft-
liche Betriebe auf ...... 280 v.H.i der Steuer-
b) für Grundstücke auf.....135 v.H./meßbeträge
Für steuerbegünstigte Wohngebäude in lano- und forstwirtschaftlichen Betrieben ist die Grundsteuer nur mit 50 v. H. der sich hiernach errechnenden Steuerschuldigkeiten zu entrichten.
2. Stadtteil Gießen-Wieseck:
a) für land- u. forstwirtschaft
liche Betriebe auf ...... 280 v.H.-» der Steuer-
b) für die Grundstücke auf .. 125 v.H./meßbeträge
3. Stadtteil Gießen-Mein-Linden:
a) für land- u. forstwirtschaft
liche Betriebe auf ...... 230 v.H./der Steuer-
b) für die Grundstücke auf .. 125 v.H./meßbeträge II. Gewerbesteuer.
Stadt Gießen und eingemeindete Vororte: a) vom Gewerbekapital auf . a 280 v. H. der b) vom Gewerbeertrag auf .. ./Steuermeßbeträge c) Zweigstellensteuer auf 360 v. H. der Steuermeß- beträge.
III. Bürgersteuer.
Stadt Gießen mit eingemeindeten Vororten auf 600 v. H. des Reichssatzes.
IV. Hundesteuer.
1. Stadt Gießen:
a) wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor dem 1. Oktober fällt, auf......36,— RM.
b) vom 1. Oktober ab auf............18,— RM.
für jeden Hund.
2. Stadtteile Gießen-Wieseck, Mein-Linden, sowie Schiffenberg:
auf 24,— RM. bzw. 12,— RM.
_ § 3.
Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im lausenden Rechnungsjahr zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Stadtkasse in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf 600000,— RM. festgesetzt. In diesem Höchstbetrag sind 200000,— RM. Kassenkredite enthalten, die auf Grund früherer Ermächtigung ausgenommen und noch nicht zurückge- zahlt sind.
_ 8 4.
Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplans bestimmt sind, wird auf 630000,— RM. festgesetzt.
II.
Die nach § 86 der Deutschen Gemeindeordnung erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörde zu den §§ 2, 3 und 4 sind unter dem 8. Oktober 1942 erteilt. [gossC
Gießen, den 12. Oktober 1942.
Der Oberbürgermeister.
I. B.: Pr. Hill.
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morgen 6ei bester Gesundheit das Fest der Gol. denen Hochzeit. Beide Eheleute stehen in 72. Lebensjahre. Herzlichen Glückwunsch.
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Schwalb und feine Ehefrau Maria Katharina,, geb. Damm, können am morgigen 16. Oktober das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 76 Jahre, feine Ehefrau 75 Jahre alt. Beide versehen noch ihre Haus- und Feldarbeit in aller Rüstigkeit und nehmen an den Ereignissen unserer Zeit noch regen Anteil. Dem Jubelpaar gelten unsere herzlichen Wünsche zu seinem morgigen Festtage und für einen schönen Lebensabend.
Ein grober Vertrauensmißbrauch.
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Lpd. Darmstadt, 13. Okt. Die seit November 1940 als Kriegsaushilfsangestellte beim Ernährungsamt der Stadt Darmstadt beschäftigte Ehefrau Anna Matzel.t, die auf Grund besonderer Dervflich- tung zur Ausstellung von Lebensmittelbezugscheinen für Werksküchen und den Lebensmittelgroßhandel
Verdunkelungszeit:
15. Oktober von 19.29 bis 7.18 Uhr.
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nächst durck die Vernichtung der für das Ernäh» rungsamt bestimmten Belege die Entdeckung ihrer Verfehlungen zu verhindern suchte. Die Täterin hat in leichtfertiger und unverantwortticher Weise mit
berechtigt war, entnahm seit Dezember 1941 bis Juli 1942 fortgesetzt in 18 Fällen unberechtigt Be. zugscheinsormulare, füllte sie teilweise unter Mißbrauch und Fälschung einer Unterschrift für Butter, Margarine, Käse und Mehl aus und erwarb auf
verbrecherischen Mitteln das berechtigte Vertrauen der Bevölkerung in die ordnungsgemäße Verteilung der bezugsbeschränkten Güter durch die amt- ' । ;e liehen Stellen gefährdet und verdiente deshalb ohne , Rücksicht auf ihre bisherige Unbeftraftheit schwere Strafe. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte sie deshalb wegen eines fortgesetzten Verbrechens im Sinne der Kriegswirtschaftsverordnung, zugleich auch wegen gewinnsüchtiger Falschbeurkundung im Amt und wegen Vergehens gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung zu 2 Ja hi _ 1
Haus. Die erschwerenden Umstände, unter denen die Angeklagte die Bedarfsdeckung der Bevölkerung zum eigenen Vorteil gefährdet hat, kennzeichneten die Straftat als ehrloses Verhalten. Der Verurteilten wurden deshalb auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf 2 Jahre aberkannt.
Margarine, Käse und Mehl aus und erwarb auf JjL.. diese Weise bei Lebensmittelhändlern, die sie von Men chrer Ernkaufsberechtigung zu überzeugen verstand, unberechtigt für den eigenen ' Verbrauch ungefähr Lj6 aus 20 kg Butter und Margarine, 18,7 kg Mehl und Backwaren und eine geringfügige Menge Käse. Den Bedarf für die Urlaubszeit im Juli versuchte die Täterin durch die Mitnahme einiger weiterer Be> zugscheinsormulare zu sichern, wurde aber durch das Eingreifen einer behördlichen Kontrolle und die anschließende Verhaftung an der Fortsetzung ihrer verbrecherischen Tätigkeit gehindert, obwohl sie zu-s
«# n »-» ; jjflStWlf iiprogran nn je s uns aun
r-n Zucht.
Hauptfchriftlester: Dr. Friedrich Wilhelm firniße. Stellvertreter der Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot: für Stadt Gieren, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumfchein.
Druck und Verlag: Brühlfche UniverfitätSdruckerei R. Lange K. G. Lerlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeig-nletter: Hans Beck.
Anzeigenpreisliste Nr. 6
Ludwigs-Universität Giefeen
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sröen, un diesem gerungen »en. Wie Mialisü ist e erns i bchinde ch'mmng d Lieferi ri Seite «den mi
Im Rahmen der Kulturwoche der NSDAP.
Dienstag, den 20. Oktober 1942, 19.80 Uhr in der Neuen Aula x
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Vortrag von Prof. Dr. Nlessen, Köln
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Oeffentliche Mahnung.
Folgende Rückstände werden hiermit zur um» gehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säum« niszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muß:
7. Rate Grundsteuer 1942.
3. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßern reinigungsgebühren 1942. [sooeG
Gießen, den 15. Oktober 1942.
Der Oberbürgermeister (Stadtkasse).
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