Wer bei einem Lustangriff plündert, verfällt dem Tode.
LPD. Vor kurzem griffen feindliche Flieger eine süddeutsche Stadt an. Dabei wurde eine Gastwirtschaft fast völlig zerstört. An den sofort einsetzenden Aufräumungsarbeiten beteiligte sich auch ein 65jähriger Mann. Er stahl Labei 30 Pfund Mehl und ein Paar Sandalen, wurde auf frischer Tat ertappt, kaum eine Woche später vom Sondergericht zum Tode verurteilt und tags darauf h i n g e r i ch - t e t. Der Fall zeigt, wie unerbittlich der nationalsozialistische Staat zugreift, wenn es sich darum handelt. Hab und Gut der von Luftangriffen betroffenen Volksgenossen vor solchen verbrecherischen Elementen zu schützen. Weder die geringe Beute noch sein Alter konnten den Mann, der es fertig brachte, auf Trümmern zu plündern, vor dem Fallbeil retten. Das gleiche Schicksal hat der zu gewärtigen, der sich etwa bei der Räumung brennender oder einsturzgefährdeter Häuser an dem Eigentum der Bewohner vergreift oder der einen Fliegeralarm, welcher die Bevölkerung in den Luftschutzkellern festhält, zu Diebstahl, Raub oder Plünderung mißbraucht. Für solche Volksschädlinge gibt es keine Gnade, und jeder Deutsche darf sich darauf verlassen, daß seine Habe bei Luftangriffen mit eiserner Entschlossenheit und unnachsichtlicher Härte vor Verbrechern geschützt wird.
Oie Zündschnur.
NSG. Die Zündschnur ist ein Mittel, Pulver oder leicht brennbares Material aus. beliebiger Entfernung zur Entzündung zu bringen. Es sollte jedem in der Landwirtschaft Tätigen stets klar sein, daß herumliegende Spreu die gleiche Wirkung ausüben kann. Ein Funke, ein achtlos fortgeworfenes Zündholz oder ein glimmender Zigarettenstumm'el genügen oft, die Spreu in Brand zu setzen, die die Flamme wiederum mit Windeseile weiterträgt, — in die Scheune, an die Diemen oder an sonstwie gelagerte Vorräte. Darum ift besonders darauf zll achten, daß bei der Benutzung von Treckern oder Lokomobilen zum Dreschen der Platz um die Maschinen absolut rein gefegt und frei von herumliegenden Halmen, Spreu, Oellappen oder sonstigen .brennbaren Stoffen ist, die bei Funkenflug das Erntegut in Brand setzen könnten. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, Wassereimer bei den beweglichen Dampfmaschinen bereitzuhalten. Vor allem achte man stets darauf, daß der Wind vom Erntegut zur Maschine steht und nicht umgekehrt. Und dann: Genügend Abstand hatten zwischen Getreide und Maschinen! Denkt an den Sch u tz der Ernte!
Weizenmehl aufKundenfahrt gestohlen
Lpd. Zwei bei einer Offenbacher Mehlhandlung als Kraftfahrer und Mehlabträger beschäftigte Angeklagte standen vor dem Sondergericht in Darmstadt, weil sie im Fahre 1942 unter Mißbrauch und Ausnutzung ihrer Selbständigkeit bei Kunden- fahrten Weizenmehl entwendeten und zum "Teil an ein mitangeklägtes Ehepaar ohne Bezugsberechtigung weiterverkauft hatten. Der Diebstahl der Angestellten und die Hehlerei der Abnehmer wurden in der Zuständigkeit des Sondergerichts abgeurteilt, weil die Gesamtmenge der entwendeten Mehlvorräte und der Zweck der
S.Jl.-tfport
Gießener Sporterfolge in Friedberg.
In Friedberg führte am Sonntag die Turnge- memde bei starker Beteiligung ein Sport- und Spielsest durch, an dem auch Vereine benachbarter Kreise, so aus Gießen, Frankfurt, Fulda und Bad Homburg teilnahmen. In den leichtathletischen Konkurrenzen gab es ausgezeichnete Leistungen. Recht erfolgreich war auch wieder die Jugend des Mto. Gietzen, nicht nur in den leichtathletischen Bewerben, sondern auch in dem Handballspiel gegen die Jugend der Tgm. Friedberg. Während das Spiel bei Halbzeit noch 1:3 für Friedberg stand, kam der Gießener Bannmeister (Jugend des Mtv.) nach Seitenwechsel stark auf und entschied das spannend verlaufene Treffen verdient für sich mit 6:4 Toren.
Der umfangreichen Siegerliste entnehmen wir die nachstehenden Gießener Sieger: Volkstümliche Dreikämpfe: Altersklasse II: 1. Sieger Adolf Müll, Postspgem. Gießen, 62 P.; Altersklasse III: 4. Sieger Philipp Götz, Postsstgem. Gießen 55 P. — HI.-Kl ässe A: 1. Kirstein, Mtv. Gießen/ 73; 2. Ketterer, Mto. Gießen, 69; 3. Hainer, Mtv. Gießen, 67 P. — HI.- Klaisje 6: 3. Sieger Werner Hofmann, Postsvg. Gießen, 70; 4. Becker, Mto. Gießen, 67; 8. Werner Ziemeck, Postspg. Gießen, 53; 12. Ewald Schwab, Mtv. Gießen, 4*1 P. — Leichtathletische Einzel- kämpse: 100 Meter, HJ.-Klasse A: 2. Sieger Kirstein, Mto. Gießen, 11,8 Sek.; 400 Meter: 2. Sie-
qer Seelbach, Mto. Gießen, 58,6 Sek.; 1500_ 357eter. 2® Sieger v Bentheim. Mw. Gießen 4:49,2 Mm.; 100 Meter, tzI.-Kwsie B: 1. Sieger: Ewald Schwab, Mtv Gießen, 12,5 Sek.; Keulenwettwurf, HJ^-Kl. A: 1 Hainer, Mtv. Gießen, 67,30 Meter; 3. Menges, Mto. Gießen, 57,65 Meter.
Orts-Turn- und Sporttag in Grimberg- + Grünberg, 14. Sept. Am Sonntag führte der Turn- und Sportverein den Orts-Turn- und Sporttag durch. Rach einer emlettenden Feier verbunden mit der Gefallenenehrung durch den Vereinsführer Wenzel, wurden die Wettkämpfe durchgeführt. In den einzelnen Stufen wurde je ein Dreikampf — Lauf, Weltsprung und Ballwurf — geturnt. Insgesamt waren 94 Tett- nehmer angetreten. Nachstehend die ersten Sieger jeder Gruppe: BDM., Klasse A: 1. Irmgard Siek 59 P. BDM., Klasse B: 1. Frieda Schlüter 48 P. IM., Klasse A: 1. Rosemarie Reabert 81 P. IM., Klasse B: 1. Margret Gehringer 92 P. DJ., Klasse A: 1. Werner Alb ach 79 P. DJ. Klasse B: 1. Herbert Röder 78 P. — Im Anschluß fanden unter Leitung-von Rektor Häusel zwei Grenzballspiele statt: Knabenmannschaft der Oberklasse der Volksschule gegen Mannschaft des BDM. mit 5:3 Punkten. Dieselbe Knabenmannschaft gegen die Mädchen der Oberklasse mit 9:6 Punkten (Halbzeit 0:5). Nach. der Siegerehrung wies in einer Schlußansprache Ortsgruppenletter Schutz auf die Bedeutung des Tages hin.
1= w
1 KEICHS- Strassen- SAMMLUNG )<S/2O.S£PT,
Am 19. und 20. September findet die erste Reichs^ Straßensammlung für das Kriegs-WHW. 1942/43} statt. Mitglieder des NS.-Reichsbundes für Leibest Übungen werden den Spendern 16 geschmackvoll ausgeführte Glasabzeichen,' die berühmte deutsch^
Baudenkmäler darstellen, anbieten. — (Scherl-M.) ,
Diebstähle zugleich auch den Tatbestand des Kriegswirtschaftsverbrechens und der Verbrauchsregelungsstrafverordnung erfüllten. Die beiden Kraftfahrer Johann M. und Theodor B. wurden mit 1 Jahr bzw. 10 Monaten Gefängnis, die Eheleute Heinrich und Katharina H. mit je 7 Monaten Gefängnis bestraft.
Jugendlicher stahl Fleifchmarken.
Lpd. Bei einigen Metzgern in Offenbach a. M. wurden in der ersten Jahreshälfte 1942 wiederholt Fleischmarken entwendet, die beim Eintauf von Kunden vereinnahmt und im Ladengeschäft vorläufig gesammelt und beiseitegelegt worden waren. Die Diebstähle wurden von einem Fünfzehnjährigen mit Wissen und Billigung seines Stiefvaters, des 39jährigen Josef S. aus Offenbach begangen. Ein großer Teil der erbeuteten Fleischmarken wurde im Haushaltt des S. von der Mitangeklagten Haushälterin Anna H. verbraucht, so daß dem Haushalt zeitweise erhebliche Zusatzmengen von Fleischwaren zukamen. Nachdem der jugendliche Dieb kürzlich von dem Jugend strafvichter des Amtsgerichts Offenbach mit einem Monat Jugend- arreft^unb Erziehungsmaßnahmen bestraft worden war, wurden nunmehr die Hauptverantwortlichen Josef S. und Anna H. von dem Sonder- g e r i ch t in Darmstadt wegen fortgesetzten Kriegswirtschaftsoerbrechens in Tateinheit mit Hehlerei und Zuwiderhandlung gegen die Derbrauchsrege-
lungsstrafverordnung zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Gr hatte keine Lust zum arbeiten.
Lpd. Ein jugendlicher Hilfsarbeiter, der aus Arbeitsunlust wiederholt in seiner Arbeitsstelle unentschuldigt fehlte und schließlich im August d. I. ganz wegblieb, wurde vom Jugendrichter des Amtsgerichts Mainz auf Grund der Verordnung über die
Schickt Mstrierte an die Front!
Ser Frontsoldat wird dafür dankbar sein.
Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels zu einem Monat Jugendarrest verurteil. Aus erzieherischen Gründen wurde im Anschluß an die Urteilsverkündung die sofortige Vollstreckung an- geordnet. Der Erziehungszweck des Urteils soll in dem Täter mit nachdrücklichem Ernst das zur Arbeitsdisziplin im Kriege notwendige Verantwortungsgefühl erwecken und fördern. '
Gießener Dochenmorktpreise.
* Gießen, 15. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 60 Rpf. Wirsing, Vi kg 9, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10. Spinat 17, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 30, Tomaten 20 bis 25, Falläpfel 10, Birnen
24 bis 30, Salatgurken 28, Einmachgurken, daq Stück 2 bis 5, Blumenkohl 20 bis 40, Salat 1h Endivien 10 Rpf. ■
** Vorsicht während der Hirsche brunft! In diesen Tagen beginnt die Brunft des Rothirsches. So sehr die Beobachtung und Belauschung dieses interessanten Wildes zum Besuch der Waldungen lockt, so seien doch unvorsichtige! Volksgenossen und vor allem Kinder gewarnt, während dieser Zeit, in der der Rothirsch überaus kampflustig ist und auch vor Menschen nicht zurückschreckt, sich zu nahe an die Tiere heranzmvagen.. Eine derartige Beobachtung muß dem [achkun- Ligen Tierliebhaber überlassen bleiben^.
Schweinemarkt in Alsseld.
* Alsfeld, 14. September. Auf dem heutigen; Schweinemarkt waren 69 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 7 bis 8 Wochen alte Ferkel 18 bis 20 RM. Marktverlauf schleppend, es verblieb geringer Ueberftand.
Verdunkelungszeil
15. September von 20.39 dis 6.27 Uhr.
Hauptschrtftleiter: Dr.Friedrich Wilhelm Lange. SreUvertreter des Hmwtichristleiters: Dr. Hans Thyriot. Berantworttich für Politik rmd Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtfchaft v. Sport: Ernst Biumschein (beurl.), L Srütjlldje Universitätsdruckeret R. Lange K.G.
Berlagsleiterr Dr.-Ing. Erich Hamanr^; Anzeigonleiter: Hans Bett.
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Hart und schwer traf uns die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß am 16. Aug. 1942 nun auch unser jühgster, innigstgeliebter, herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder, unser
guter Schwager, mein lieber Pate, Onkel, Neffe und Vetter
ff-Unterscharführer
Helmut Seibert
Obergefreiter in einem Infanterie - Regiment bei den schweren Kämpfen um Rschew sein junges Leben von 24 Jahren für Führer, Volk und Vaterland hingegeben hat.
In tiefem Schmerz:
Karl Seibert und Frau Marie, geb. Zlnnkann
Uffz. Heinrich Seibert, z. Z. im Felde, und Frau
Otty, geb. Wagner, u. Söhnchen Hans Ulrich Frau Hildegard Seibert, geb.Laumer, und Söhnchen Klaus Dieter
und alle Angehörigen.
Gießen (Leihgesterner Weg 19), im Sept. 1942.
04528
Bei den Kämpfen um Krymskaja fiel in treuer soldatischer Pflichterfüllung am 19. August 1942 mein lieber Mann, unser guter Vater, unser hoffnungsvoller Sohn und treuer Bruder
Dipl.-Kfn^. Dr. rer. pol.
Ernst Ludwig Rinn
Oberltn. und Kompaniechef in einem Inf.-Regt. Inhaber des, EK 1. u. 2. Kl. sowie des Infanterie- Sturmabzeichens u. d. Verwundetenabzeichens Vorstandsmitglied der Rinn & Cloos A.-G. Betriebsführer der Fritz-LeOnhardi-GmbH.
im 33. Lebensjahr. Inmitten seiner Kameraden fand er auf einem kleinen Heldenfriedhof seine letzte Ruhestätte.
Im Namen aller Angehörigen:
Inge Maria Rinn, geb. Haas
Ludwig Rinn und Frau Marie, geb. Kröck.
Gießen (Wilhelmstraße 20), im September 1942.
Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.
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Die Deutsche Arbeitsfront NSG. Krall durch Freude
Kreisdienststelle W/ Wetterau
Unseren Mitgliedern im 16er Ring geben wir bekannt, daß am Donnerstag, den 17. das Schauspiel „Der Thron zwischen Erdteilen“ nicht gegeben werden kann. Wir bringen hierfür die* Operette Saison in Salzburg von Fred Raymond.
Die für das Schauspiel „Der Thron zwischen Erdteilen“ bereits ausgegebenen Eintrittskarten sind für „Saison in Salzburg“ nicht gültig und werden zurückerbeten. Karten für „Saison in Salzburg“ in der Karten Verkaufsstelle, Seltersweg 60, Tel. 3961.
2784V
Oefsentliche Mahnung.
Folgende Rückstände werden hiermit, zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säum« niszuschlag berechnet und die Beitrechung eingeleitet werden muß.
1. 6. Rate Grundsteuer 1942, I
2. 2. Rate Hundesteuer 1942. [2773C
Gießen, den 15. September 1942.
Der Oberbürgermeister (Stadtkasse).
1 ■ ■■■ 1 1 "~V
Saatgetreide
Hochzucht Deutscher Ring-Roggen Hochzucht Petkuser Normal-Roggen Hochzucht Mahndorfer Winter-Gerste Hochzucht Schladener I Winter-Gerste gegen Bezugschein des Ortsbauernführers (keine Gegenlieferung erforderlich)
Samenhandlung Heinrich Hahn
Bahnhofstraße Fernruf 3403
_______________________________________________2776D
Denn davon hängt es ab, ob die Soße sämig Ist, den richtigen Geschmack hat und gut aussieht. Kochen Sie deshalb genau nach Vorschrift: den Wur« fei fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattrühren, y< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Mln. kochen«
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