Dienstag, 15. September M2
(92. Jahrgang Nr. 2ir
Grichetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags
Erhöhung -er Brot- und Mischrationen
Fleisch.
Gewichtsangaben be-
Ab 19. Oktober 1942. z
250
150
200
400
Oie Gründung des Europäischen Jugendverbandes
eitsausschüssen präsidiert die Drganqation, Du dem Spezialgebiet besondere Leistungen aufzu^
neuen Bund.
350
300
450
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850
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350
550
700
950 ist
inder 0 bis 6 Jahre
inder und Jugendliche 6 bis
gendverbandes sind grundsätzlich gleichberechtigt. Das deutsch-italienische Präsidium fällt seine Beschlüsse gemeinsam. Der Europäische Jugendverband tritt alljährlich zusammen, 1943 in Italien. Für die. späteren Tagungen wird der Tagungsort durch das Präsidium auf Grund der Bewerbungen der einzelnen Mitglieder festgesetzt, wobei jede Nation die Erwartung haben kann, daß eine Jugendtagung auf ihrem Boden durchgeführt wird. Die Präsidenten der Arbeitsgemeinschaften können aud). unabhängig von der europäischen Jugendtagung die Mitglieder der Arbeitsausschüsse zusammenrufen.
Unter den Erdteilen dieser Welt ist Europa der geographischen Größenordnung nach einer der geringeren. Aber was bedeuten Flächenmaße in der Geschichte der Menschheit? Europa ist mehr als ein Kontinent. Europa ist ein heiliges Wahrzeichen der Menschheit. Hier auf dem Boden Deutschlands, dessen Fahnen den Lorbeer, den Ruhm, die Ehre und den Sieg der Waffen bedeuten, versammelt sich die Jugend Europas und verkündet entschlossen ihren
DftB. Aus dem Aührerhauptquartier, 14. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Deutsche Unterseeboote stießen am 9. September 1942, wie bereits in der Sondermeldung vom 13; September angekündigt, mitten im ft o r D - aktantik auf einen stark gesicherten, von England kommenden Geleitzug. 3n ununterbrochenen harten Kämpfen haben zum großen Teil jungir Unlerseebootbefahungen den Geleitzug bis heute verfolgt und angegriffen und aus ihm 19 Schiffe mit zusammen 122 000 BRT. sowie zwei Zerstörer und eine Korvette der feindlichen Sicherung versenkt. Sechs weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt, ftur kleine auseinandergesprengte Teile des Geleitzuges tonnten entkommen.
geszuversicht ab. Als der Führer sagte: „Für den deutschen Soldaten ist nichts unmöglich", da sprach er nur aus, was die heiligste Ueberzeugung jedes Deutschen ist. Stalingrad ist das Symbol eines aus Idealen geführten Krieges." Für uns! Stalin selbst hat der -Besatzung durch Sprengung der Brücken und Vernichtung der Fährboote den Rückweg ab- geschnitten. Auch für den Bolschewismus ist Stalingrad ein Symbol: Die Methode des Terrors mit der Maschinenpistole und dem Maschinengewehr des Politruks im Hintergrund wird hier zu ihrer letzten Steigerung geführt.
Die Londoner „Times" ist realistischer als ihre Namensvetterin in Neuyork. Sie schreibt, daß das Bewußtsein, immer noch einsam unter furchtbaren Opfern gegen Deutschland kämpfen zu müssen, „eine schwere Belastungsprobe für die Moral der Sowjets darftellt." Das Ergebnis der Schlacht um Stalingrad werde „tiefe Auswirkungen auf die operativen Reserven der Sowjets haben, Auswirkungen, die in diesem fortgeschrittenen "Stadium des Krieges nicht ohne Dauerwirkung auf den zukünftigen Verlauf dieses Krieges bleiben können." So schrieb der Moskauer Korrespondent der „Times", durch dessen Mund sich die Sowjetunion vor einem halben Jahr hart beklagte, daß die englische Presse sich über Art und Tragweite der Kämpfe an der Ostfront betrüge. Entscheidend ist, daß die sowjetische Zensur diesen Notschrei durchgehen ließ. Wie sollte sie auch nicht? Die ganze Wett weiß, daß der „Times"-Korrespondent w
Feindliche Flugzeuge bombardieren bulgarische Städte.
Sofia, 14. Sept. (DNB.) Der Generalstab der bulgarischen Wehrmacht <gab über die Bombardierung bulgarischer Städte folgenden Bericht aus: In der Nacht vom Sonntag auf Montag überflogen feindliche Flugzeuge unbekannter Nationalität bulgarisches Territorium und warfen an einigen Punkten auf nichtmilitärische Objekte Bomben ab. Unter der Bevölkerung sind einige Verwundete zu beklagen.
122000 3ZRS. im Geleitzug vernichtet.
Deutscher Ll-Aoot-Erfolg im Nordatlantik. - 19 Schiffe, zwei Zerstörer und eine Korvette versenkt.
Fernsvrechanschluk 22.il Dnt« mid Verlag:
8^WeHtttotrfttau6rnd«eiH.£ail8t
und verteidigen.
Nach dem Akt im Gauhaus nahmen die Ehrenpräsidenten, Präsidenten und der Führerring des Europäischen Jugendverbandes sowie die Ehrengäste auf der von den Fahnen der 14 Nationen flankierten Ehrentribüne am Burgtheater den Vorbeimarsch der Wiener Hitler-Jugend ab. Eine Ehrenabordnung der Waffen--- bildete die Spitze des Marsches, ihr folgte der Fahnenblock des jungen Europa. Dann begann der Marsch der 25 000 Hitler-Jungen.
Oie Arbeitsrichtlimen.
Nach Absprache mit sämllichen Jugendführern wurden in der Gründungstägung.des Europäischen Jugendverbandes die Arbeitsrichtlinien durch Reichsleiter von Schirach befanntgegeben. Der Europäische Jugendverband ist ein Sinnbild der neuen und besseren Ordnung, die Europa auf friedlichem Wege aufrichten wollte. Die Bedeutung der europäischen Jugendverbände beruht gerade dann, daß sie als ausgesprochen nationale Erziehungsgemeinschaften innerhalb der Völker entstanden sind und jeweils nurindiesen arbeiten können. Diese nationale Eigenart bürgt dafür, daß der Europäische Jügendverband seine politische und erzieherische Aufgabe erfüllen wird. In diesem Gremium hat lebe nationale Jugend, ob sie nun einem kleinen oder großen Volk angehört, Sitz und Stimme, In den
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Landwirtschaftsführer'und dank des fortschreitenden Ausbaues des Transportwesens auch der deutschen Heimat Nahruttgsmittelzuschüsse zu liefern.
2. Die für unsere Versorgung nach wie vor entscheidende deutsche E rn t e ist dank des außerordentlichen Einsatzes unseres Landvolkes bei der diesjährigen Frühjahrsbestellung und infolge der günstigen ' Wochstumsbedingupgen in den letzten Monaten besser ausae fall en, als zunächst auf Grund der starken Äuswinterungsschäden befürchtet werden mußte. Die Verminderung der Getreideanbaufläche durch die Winterschäden wird durch
Seit Kriegsbeginn haben die deutschen U-Boote alle Hoffnungen Churchills, ihrer Herr zu werden, Lügen gestraft. Oft hatte Churchill das Ende der U-Boot-Gefahr verkündet. Seit 1939 sind die deutschen U-Boote angeblich van den Ozeanen „fortgefegt." Churchill hat sich noch in der letzten Woche mit der unverfrorenen Behauptung blamiert, die Schlacht im Atlantik neige sich zugunsten der Alliierten. Vor solchen Illusionen warnte sogar die „Daily Mail". Man dürfe solche Worte doch nicht als Tatsachen nehmen, denn es bliebe Tatsache, daß die
noch viel sorgenvolle Monate den Alliierten bevorständen.
Der englische Flottenadmiral Lord Chatfield hat am Samstag erzählt, über 16 000 Seeleute seien den U-Booten zum Opfer gefallen, und der dauernde Kampf auf den Meeren stehe den Kämpfen zu Lande und in der Luft gleich. Was aber der Verlust eines nur 10 000 BRT. großen Handelsschiffes ausmacht, das lehrt gerade jetzt die Londoner „Picture Post", die den Briten vorrechnet, ein 10 000 BRT. großer Frachter fasse eine Getreidemenge, die genüge, 40 000 Familien mit täglich einem Kilo Brot für ein ganzes Jahr zu versorgen, und, wenn es gar ein Tanker sei, so fasse er 118 000 Hektoliter Oel, enthalte also den Treibstoff für 1000 mittlere Panzer oder 1000 Bombenflugzeuge für eine Strecke von nicht weniger als 1300 Meilen, das find umgerechnet 2080 km, also eine Entfernung von Aachen bis Sofja. Man kann sich danach vorstellen, welche Lücken die versenkten rund 21 Millionen BRT. in den Schiffsraum des Feinde gerissen haben, und welche Mengen Güter ihnen damit verloren gipgen. Unsere U-Boot-Leute hausen in den Schiffest und Geleitzügen wie Wölfe in einer Hammelherde. Allein in der letzten Woche sind von ihnen wieder 121500 BRT. versenkt worden, eine große Geleitzugsschlacht im Nordatlantik endete soeben mit dem Verlust weiteren 122 000 BRT. Ob im Atlantik, in Westafrika, ob unmittelbar vor Roosevelts Augen oder im Nord- mecr, unsere Wölfe brechen in die Konvois und versenken sie. Und dagegen ist, wie die Berfenfungs* zifftrn beweisen — im Juni 886 000, im Juli 815 900, im August 808 100 BRT. —, kein Kraut gewachsen.
Wie sieht die zukünftige Offensivkraft der Sowjetunion aus,- wenn Stalingrad fällt? Das ist die Frage, die im Hintergrund der oft weitschweifigen, immer sehr nervösen Erörterungen in den feindlichen Ländern steht. Ihre Presse bietet ein äußerstes Raffinement auf, um von dem Wesentlichen auf das Anektotische hinzulenken. Die „New York Times" bietet ein Musterbeispiel für diese raffinierte Kunst, den Leser, ohne daß er es merkt, von dem Entscheidenden wegzuführen, wenn sie schreibt: „Der rücksichtslose Einsatz von Menschen und Material durch Stalin in der Schlacht bei Stalingrad zeigt, daß es hier um weit mehr als um die Stadt selbst geht. Der Kampf hat etwas von einem Duell an sich. Man kann sich nur schwer des Eindrucks erwehren, daß Stalin und Hitler persönlich in diese Schlacht verwickelt sind. Es ist, als ob beide Männer wie auch ihre Armeen diesseits und jenseits der Barrikaden einander gegenüberstehen. Stalingrad ist mehr als eine Stadt, es ist ein Symbol."
Ein anderes Schlagwort der Weltpresse, das diesmal von den Sowjets eingeblasen ist, lalltet: „Stalingrad ist das Verdun der Sowjetunion." Das ist falsch. Verdun war im Rahmen des erstarrten Grabenkrieges eine Episode einer völlig festgefahrenen Front. Stalingrad ist der entscheidende Abschnitt einer großangelegten Bewegungsoperation. Die Madrider „Arriba" bemerkt: „Das deutsche Volk wartet das Ende dieser gewaltigen Schlacht ohne jede Ungeduld und mit einer absoluten Sie-
Wien, 14. Sept. (DNB.) Uetzer Wien wehen De Fahnen der jungen Völker Europas, deren Ju- »nd sich vereint hat, um ihren Willen zu einer rmeradschaftlichen Zusammenarbeit zu bekunden, ihren sichtbaren Ausdruck in dem Kampf an der ameinfamen Front gesunden und nun auch ihre organisatorische Prägung durch die Gründung Les, europäischen Jugend verband es erfahren hat. Unter dem stürmischen Beifall der Teil- Nkhmer betraten die Jugendführer, an ihrer Spitze H'ichsleiter von Schi rach und der General- sikretär der Faschistischen Partei, V i d u s s o n i, der italienische Korvorationsminister Ricci und Reichs- jügendführer A x m a n n , den Sitzungssaal des Bauhauses. Reichsleiter von Schirach konnte unter dln Ehrengästen Reichsletter Dr. Ley, zahlreiche (Bauleiter, Offiziere der Wehrmacht sowie Person- eiten des europäischen Geisteslebens begrüßen.
3'r italienische Generalsekretär Vidussonr schlug denn Reichsletter von Schirach zum Ehrenprä- sl'd enten des Europäischen Jugendverbandes vor? A if einmütigen Beschluß der Jugend führen wurde : dem Reichsjugendführer Axmann und dem Generalsekretär Vidussoni die Führung des Europäischen Ä gendverbandes übertragen. Reichsjugend sichrer ^rnann schlug den ersten Jugendführer des faschisti- Men Italiens, Renato R i c c i als Ehrenpräsidenten : vor. Als Präsidenten der Arbeitsgemeinschaften vernahmen Elola (Spanien) die Arbettsgemein- skhaft „Jugend und Familie", Pilar Primo de Ri oera (Spanien), die italienische Mädelsuhrerin Dr Testa und die Reichsreferentin Jutta Rüdi - etr die Arbeitsgemeinschaft „Weibliche Jugend", Nrichssportführer von Tscha m m er u nd Oste n
Arbeitsgemeinschaft „Sport", Stabsführer Ä ö ck e l die Arbeitsgemeinschaft „Bauten und Fchrten", Selani (Italien) „Presse, Film und Kndfunk", Bonamici „Führererziehung Dr. L - h e m b r e (Belgien) '„Jugend-Gesundheitspflege, Di. Kl et sch ko pf (Bulgarien) „Jugendrecht Stufen (Dänemark) „Freizeitgestaltung , Probst Loohivouri (Finnland) „Ethische Erziehung ßifanic (Kroatien) „Jugend-Berufserziehung , oe n Seel fern (Holland) „Kultur und Kunst , Minister Stang (Norwegen) „Landdienst , Genera! Jlizscu (Rumänien) „Schulerziehung der Ju- orud", der Hauptführer der Hlinka-Jugend, Ma- the k „Volk- und Brauchtum" und - Feldmarschall- feutnant von Beldy (Ungarn) „Vormilitärische Cnüchtigung".
: Alle Jugendführer legten ein Bekenntnis zu Den Skalen ab, die die kämpfende Jugend an den ß Fronten dieses Krieges beseelt. Aus «ihren Ausfich- tungen, die sie teils in ihrer Landessprache, teils in deutscher Sprache machten, ging hervor, daß Die enopäische Jugend die Notwendigkeit der heute m Dien vollzogenen Einigung erkannt hat. Reichsleiter e. Schirach schilderte die Gründung eines Reiches der nationalen Ehre und Freiheit und sozialen Gerechtigkeit. In Italien hatte Mussolini der Sagend seines Landes den stolzen und heroischen Nichtspruch gegeben „Glauben, gehorchen, kämpfen. 2as bolschewistische Rußland dagegen kann den
Stalingrad - das Ooppelsymbol
Von unserer Berliner Schristleitung.
Bund -er Jugend — Bund der Zukunst.
Die Gründung des Europäischen Jugendverbandes < ist feige „Vereinsgründung". Der Sinn dieses Krieges ist einmal: daß sich Europa seiner selbst bewußt wirb, daß es sich von den außerkontinentalen Einflüssen, mögen sie nun jüdisch oder englisch, amerikanisch oder bolschewistisch heißen, befreit. Der Sinn dieses Krieges ist aber auch, daß die kommenden Geschlechterfolge — gehärtet durch den Krieg — einen wahren Frieden aufbauen kann. Die Probleme für diesen Frieden konnten — das sehen wir Mitlebende mit jedem Tag aus einer Unsumme von Erfahrungen eindringlicher — nur durch einer, energischen Schnitt gelöst werdeg. Die Jugend hat die Aufgabe, aus den Erfahrungen Des Krieges den Frieden zu gestatten. Mr erinnern nur an eines: . die bloße Tatsache der großen Reichweite der Luftwaffe läßt auf einem Kontinent nur eine vorwaltende Ordnung zu. Die Kontinente können sich nicht mehr teilen, nicht mehr in Sondergebilde auflösen, die miteinander rivalisieren und sich mit ihren Luftwaffen kaputt machen. Die Jugend stellt die Besatzungen der U-Boote. Sie stellt die Besatzungen der Panzer. Sie stellt die Besatzungen Der Flugzeuge. Die Juaend liebt die Technik, weil sie in ihr eine Bürgschaft der Zukunft sieht. Aber dieselbe Technik erzwingt ein Aufräumen mit der Vergangenheit, ein ganz großes Umlernen.
Dieser Krieg ist feine romantische Angelegenheit für feurige Knabenherzen. Jugend ist etwas anderes als Knabenhaftigkeit. Wenigstens Unsere Jugend, die in frühen Jahren schon im Kriege gereift ist. Seit die Menschen sich aus Dem lastenden Bann und Zwang von Ewigkeitsordnungen lösten, seitdem sie das Wunderwerk vollbrachten, außerhalb der festgefügten Schranken von Geburt und überkommenem Beruf frei ihre Kräfte zu entfalten und zugleich in Ordnung zu l^ben, einer Gemeinschaft zu Dienen: Seit dieser großen Wende Der Menschheit, die im 16. Jahrhundert beginnt und im 19. und 20. Jahrhundert in einen Strudel von Irrungen und Wirrungen hineingezogen wird, hat es Jugendbewegungen gegeben. Aber wenn heute die Vertreter Der Jugendtzewegun gen so zahlreicher europäischen Länder zusammentreten, wer denkt dann an den Sturm und Drang, der Goethe und Schiller emporgetragen hat? Oder an die „Deutsche Burschenschaft", die eine Frucht der Freiheitskriege war? Oder an das Junge Deutschland, das um 1840 sich anmeldete? Oder an Die vielen literarischen und künstterischen Bewegungen vom Ende des 19. Jahrhunderts? Oder selbst an die Freideutsche Jugend, die sich im Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner traf? Oder an den Wandervogel? Sicherlich Hatzen alle diese Bewegungen irgend etwas der heutigen Jugend weitergereicht. (Hoethe und Schiller sind ihre festen Begriffe. Don der Burschenschaft führt eine Linie über die Wandervogelbewegung mit/ ihren Kriegsopfern und den Langemarck-Regimentern bis zur heutigen Jugend. Und doch ist es wieder etwas anderes. Es ist etwas viel bewußteres. Es ist weniger Stimmung und Gefühl als Wille und Klarheit. Ein altes Wort sagt: „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft." Wir erinnern uns noch, daß dieses Wort vor einem Dutzend Jahren im, Reichstag von dem Mb geordneten Dr. Goebbels in den Satz abgewandelt wurde: „Wer die Zukunft hat, hat die Jugend." Ueberlegt man es sich recht, so ist die Abwandlung des ursprünglichen Sprichworts inhaltsreicher. Und eine große Zukunft mußte es fein, die die jugendlichen Menschen so vieler Länder in der Front des zweiten Weltkrieges zusammenführen konnte. Dr. Ho.
den vorbildlichen Ablieferungswillen des deutschen Landvolks und die Heranziehung der Gerste als Brotgetreide ausgeglichen.
3. Die in ganz Europa nach dem Beispiel der deutfchen und italienischen Erzeugungsschlacht oder unter deutscher Führung eingeleiteten Maßnahmen zur <5 t e i g e r u,n g Der landwirtschaftlichen Produktion beginnen sich mehr und mehr auszuwirken. Deutschland kann infolgedessen im Wirtschaftsjahr 1942 seine G e tr eid e li e s e - runden an verschiedene Gebiete Europas im Vergleich zu dem gewaltigen Umfang der letzten beiden Jahre erheblich herab setzen.
traurigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen, durch I Arbeitsausschüssen präsidiert die Draanifation, Die seine Methoden der systematischen Ausrottung des auf Dem Spezialgebiet besondere Leistungen aufzuelterlichen Einflusses und der planmäßigen sittlichen | weisen hat. Dis Mitglieder des Europäischen 3u= Zersetzung feiner Jugend in Der Weltkriminalaliftik —nfo, für jugendliches Verbrechertum den ersten Platz errungen zu haben. England schuss sich in seinen .Feudal-Schulen die Ausbildungsstätfen eyier kleinen vermögenden Kaste, die trotz aller laut verkündeten demokratischen Ideale sorgfältig darüber wachte, daß sie unter sich die politischen und wirtschaftlichen Geschäfte des nun schon angeschlagenen Weltreiches betreiben kann. Der Vereinigten Staaten von Nordamerika haben auf erzieherischem Gebiet mangels eigener Ideen europäische Vorbilder kopiert und scheiden daher aus unseren Betrachtungen ganz aus. Wer die Jugend der Welt in einen Krieg gestürzt hat, um zum dritten Male Präsident werden zu können, und in Der Jugend seines eigenen Landes für soziale Mißstände verantwortlich ist, um die ihn nur Stalin beneiden kann, kann von der Jugend Europas nur eine einzige Antwort erhalten. Indem sich die Jugend unseres Kontinents am heutigen Tag zum Europäischen Jugendverband zu- sammengeschlossen hat, bekundet sie die einmütige Entschlossenheit der Jugend unserer Volker, Roosevelt als Dem kapitalistischen Kriegsverbrecher d t e Idee Der neuen national en und s o - zialen Ordnung entgegenzusetzen. Hier sind die Jugendführer und Delegationen der Mächte versammelt, die, anders als Herr Roosevelt und seine (Betreuen, picht von Reformen geredet haben, sondern die Errungenschaften der größten Revolution der Weltgeschichte mit ihrem Leben behaupten
ang- und Nachtarbeiter 600
chwerarbeiter 800
chwerstarbeiter 1000
Die Verbesserung unserer Dersoraungslage juf folgende GrünLe zurückzuführen:
j 1. Dem Opfermut unserer Soldaten ist es genügen, die unser Volk feit einem Jahrhundert berückende Enge des Lebens- und Nah- Iungsraumes zu überwinden. Die von ;r deutschen Wehrmacht eroberten fruchtbaren ft gebiete, Die schon im vergangenen Jahr bei n:r Versorgung der kämpfenden Front Wesentlich halfen, beginnen jetzt dank der Tatkraft lacgen nehmen, uenu e» uueue vuD
Ir dort zum Wiederaufbau eingesetzten deutschen Schlacht im Atlantik nicht gewonnen fei, und daß
Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen ■
Berlin, 14. Sept. (DNB.) Reichsmarschall Göring hat angeordnet, daß ab 19. Oktober 1942 die Brot- und Fleischrationen erhöht werden. Die Brotration wird in vollem Umfange wieder auf den Stand gebracht, der vor der Rationskürzung am 6. April 1942 bestand, d. h. der Normalverbraucher über 20 Jahre erhält wiederum 2 2 50 Gramm B r oft pro Woche. Die Z Le i f d) r a t i o n wird bei sämtlichen Versorgungsberechtigten pro Kopf und Woche um 50 Gramm, bei den Lang-, Nacht-, Schwer- und Gchwerstarbeitern um wöchentlich 100 Gramm er- Pht. Die nachstehenden Tabellen zeigen das Ra- Üonsbild vor und nach dem 6. April 1942 (Ecnfung Der Rationen) und Das künftige Ra- fionsbilD (ab 19. Oktober 1942).
Brot.
Vochensätze in Gramm. Die Gewichtsangaben begehen sich jeweils auf Dig folgenden Zeiträume: 2D. 7.1940 bis 5. 4.1942. — 6. 4.1942 bis 18.10.1942.
Ab 19. Oktober 1942.
Iinder 0 bis 3 Jahre inder 3 bis 6 Jahre inder 6 bis 10 Jahre ugendliche 10 bis 20 Jahre ormaloerbraucher über 20 Jahre lang- und Nachtarbeiter Schwerarbeiter
1100
900
1100
1100
1200
1200
1700
1700
1700
2600
2600
2600
2250
2000
2250
2850
2600
2850
3650
3400
3650
4650
4400
14650


