Einzelbild herunterladen

\ ringenden Alliierten, der Sowjetunion und Tschungking-China, vergeblich sich mühen, einen einheitlichen Kriegsplan überhaupt nur anzu­legen, geschweige denn durchzuführen. Zwar jagt in ihrem Lager eine Konferenz die andere, aber es ist immer nur von wachsenden Verlegen­heiten, von Aushilfen und Ueberbrückungen, von Zeitgewinnen, von Programmen und Hoffnungen für die Zukunft die Rede. Eben erst war Churchill in Washington, aber nicht einmal em Mäuslein hat der kreißende Berg geboren. Kein neuer Gedanke, kein fruchtbarer Ansatz, kein fester Punkt in dem hilflosen, wirren Gerede von derzweiten Front", mit dem die über die nicht abreißende Kette schwerer Mißerfolge in Rußland, in Afrika, in Ostasien und auf allen Meeren maßlos enttäuschte und erbitterte Oeffentlichteit in England und den Vereinigten Staaten auf ein neues Ziel abgelenkt werben soll, ohne freilich irgend etwas Greifbares vor Augen zu bekommen. Denn daß die ebenso schändlichen wie aufs Ganze gesehen sinnlosen Terrorangriffe der britischen Luftwaffe auf deutsche Städte, zu denen Churchill immer dann greift, wenn er vom eigenen Volk und den Verbündeten bedrängt wird, ein ge­fährlicher Bumerang sind, der eines Tages mit doppelter Kraft auf den Schützen zurückschnellen wird, das wird vielleicht heute schon mehr als einem Einsichtigen in England, der sich durch Churchill- sche Agitationsphrasen nicht düpieren läßt, im Unter­bewußtsein dämmern.

Jedenfalls scheint diese typisch Churchillsche Ver­legenheitsgeste keineswegs genügt zu haben, die bott schewiftischen Alliierten, die im Südabschnitt der Ostfront den völligen Zusammenbruch ihrer Stra­tegie erlebt haben und die siegreichen deutschen Ar­meen im unaufhaltsamen Vormarsch zwischen Kau­kasus und Wolga sehen müssen, davon zu über­zeugen, daß England alles, was in seinen Kräften steht, getan hat oder auch nur im Begriffe ist, zu tun, um den in ihrer Verteidigungskraft aufs äußerste bedrängten Sowjets Entlastung zu schaffen. Aber die Forderung nach einer wirklichen zweiten Front", die Stalins Botschafter in London und Washington vorgebracht haben, zu -deren Unter­stützung sie weite Kreise der Oeffentlichkeit in Eng­land und den Vereinigten Staaten mobil machen konnten, hat bei Churchill und der britischen Regie­rung anscheinend nur sehr gedämpften Widerhall, «aber um so mehr Bedenken und Vorbehalte ge­funden. Sie stützen sich vor allem auf das Problem der mangelnden Tonnage und haben damit wohl auch auf Roosevelts Betätigungsdrang abkühlend gewirkt. Erst müssen Neubauten und Versenkungen zumindest wieder ins Gleichgewicht gebracht wer­den, so argumentierte Churchill vermutlich. Aber Stalin, dem die Not auf den Nägeln brennt, hat keine Zeit mehr, darauf zu warten. Er kann sich mit Zukunftsprogrammen nicht zufriedengeben. Ihm wird es auch nur ein schwacher Trost sein, wenn nun in Moskau ein alliierter Kriegsrat tagt, denn mit Ratschlägen von Militärs, die selber auf allen ihren eigenen Kriegsschauplätzen nichts als Nieder­lagen und Rückschläge aufzuweisen halben, kann Stalin ebenso wenig anfangen wie mit Versprechun­gen von Staatsmännern, deren Unzuverlässigkeit sich in allen Phasen dieses Krieges gegenüber ollen ihren Verbündeten immer wieder eklatant erwiesen hat.

Das System der Aushilfen, das für die alliierte Kriegführung voni ersten Tage an kennzeichnend war, entspricht ebenso dem Charakter Churchills wie der Geistesverfassung des englischen Volkes. Chur­chill, der Mann von Antwerpen und Gallipoli, hatte zwar den Kopf voll Ideen, aber weder die Kraft noch das Instrument, auch nur eine von ihnen über einen schwächlichen Ansatz hinaus zum Siege zu führen. Alle feine Pläne wurden ihm aus der Hand geschlagen, der Flankenstoß von Norden und Süden, der Einbruch in den Rücken des Westwalls, die Mit­te lmeerfront gegen Italien, alle wurden bittere Nie­derlagen der britischen Waffen. Er hat im Kampf um Europa die Initiative endgültig verloren, in Ostasien hat er sie niemals gehabt. Zerfahren und hilflos stehen Churchill und Roosevelt den Fragen gegenüber, wie sie den Krieg weiterführen sollen, und jagen einer Verlegenheitslösung nach der an­dern nach, während die Mächte des Dreierpaktes ihre gewaltige Kriegsmaschine mit zusammsngesaß- ter Kraft dort einsetzen, wo ihnen wirklich kriegs­entscheidende Erfolge winken. Diese Kriegführung der Konzentration der Kräfte, von der Dr. Goebbels in seinem letzten Leitaufsatz in der ZeitschriftDas Reich" sprach, räumt deshalb mit einer fast auto­matisch erscheinenden Gesetzmäßigkeit alle Schranken weg, die noch zwischen unseren Waffen und dem Sieg stehen. Gleichzeitig schichtet sie aber auch schon mit derselben beharrlichen Folgerichtigkeit Stein auf Stein des neuen Weltgebäudes, das freien Völkern die ihrer Volkskraft, ihren wirtschaftlichen und kul­turellen Bedürfnissen gemäßen geschichtlich bedingten Lebensräume geben wird. Wir sahen, wie in Ost­asien den siegreichen japanischen Truppen Überallhin die Organisatoren der neuen Ordnung auf dem Fuße folgten und schen sich auch auf dem europäischen Kontinent schon die Grundzüge dieser neuen Ord­nung abzeichnen, während Churchill und Roosevelt mit papiernen Weltbeglückungsprogrammen ra­scheln, aber im Bereich der rauhen Wirklichkeit hilf­los zusehen müssen, wie eine neue Welt Gestalt ge­winnt und ihre Lebensräume sichert.

Die Ereignisse der vergangenen Woche sind jedes für sich eine Bestätigung des eben Gesagten. Mit einem geradezu atemberaubendem Schwung, der den Mühsalen der schier tropischen Hitze ebenso spottet wie den Schwierigkeiten des von der Steppe zum Gebirge fast ohne Üebergang wechselnden Ge­ländes dringen unsere tapferen Truppen in den Nordwesthängen des Kaukasus vor und erobern im Kampf mit einem sich zäh verteidigenden, jede Gunst der Oertlichkeit geschickt ausnutzenden Feind eine für die Versorgung der Sowjets wichtige Land­schaft nach der anderen, Lurchschneiden ihre Ver­kehrswege und tragen nun den Angriff vom Lande her zu den Nordkaukasushäfen, den letzten Schlupf- winkeln der sowjetischen Schwarzmeerflotte, der nur noch die eine Aufgabe bleibt, die Flucht der Sowjetttuppen über das Meer nach Transkauka­sien zu decken, die deutsche Luftwaffe wird hier jedoch ein gewichtiges Wort mitsprechen. Nach Osten.gewinnen inzwischen die Operationen durch die siegreiche Beendigung der Schlacht bei Kalatsch im Donbogen von der Gefahr eines Flankenstoßes befreit, bereits im Kalmückengebiet gegen die un­tere Wol^a und das Nordwestufer des Kaspisees Boden. Sie Moskauer Konferenz der Alliierten wird kaum ein Rezept finden, wie dem Vordringen der Deutschen Einhalt zu bieten fei, sie haben auf ihren eigenen Kriegsschauplätzen die ernstesten Sorgen. Denn die Wiederholung des Versuchs, die ägyp- ttsche Front durch einen stark gesicherten Geleitzug, der feinen Weg durch das wesUiche Mittelmeer nach Alexandrien nehmen sollte, mit Kriegsmaterial ju versorgen, ist wiederum fehlgeschlagen. Cs ist bezeichnend für die Dringlichkeit des Nachschubes für die in der El-Alamein-Stellung konzentrierten britischen Armeen, daß man nicht auf Transporte

Dr.Fr. W. Lange.

nicht zu führen wissen.

Oie Schlacht -ei -en Salomon-Inseln

Die helfende Volksgemeinschaft in Mainz

?v Qun8tei

Ute»«

Wen der Li

Groß

Putschet freisi

der, Kalifornien, Australien ihr Gold. Die Chinesen bauen Tee für uns an, und aus Ostindien strömen Kaffee, Zucker, Gewürze zu unseren Küsten. Frank­reich und Spanien sind unsere Weinberge, die Mit­telmeerländer unser Obstgarten, unsere Baumwoll­plantagen stellen die Vereinigten Staaten", sg kennzeichnet einmal ein führender Engländer (Stan-

Völkische WirisiHasi im neuen Europa.

Von Dr. K. W. Rath, Professor an der Universität Göttingen.

Steigern Wer ein 5 fine völkifi ^tinent an vor alle

nehmen. 3 15 seinem wgskrch k Vorbau

Einflai <Xn Eigena I durch oc Men Anlo

der ein titunb bai

Paul Keller.

Wertvolle Baudenkmäler zerstört.

Miehr v ö Östliche

ÜSMU5 Son der v iDirtschan nun unt d. Nicht Anil ihrer W Dai NonrislM ^kommen.

Europa i biologisch iinsamk lsamili - Wirtschaf .rung de ingsstei -eit. Dcnm kbenben D öder Wn i-tausch. Ader A :!t zu em :gt damit i r Werver tischen Wi Motiv! ; Bestände Heiligen, chen Stils, iht am ®ei n ehemals ch große ckn Diene ießliche 'M chn dann Annehmer tgegen. M r Menschei 1J4 bewähre ch dadei i ii M Lenk Kit der E r Völker

it Entgege tret W

'M »er Mlismus

88

Kd

^°°<i

Mirtschal .Mltinaß t.p« iMg MdE iw von Ar Kan

Oie Opfer des britischen Terrorangriffes auf Mainz.

NSG. Die britischen Terrorangriffe auf Mainz haben nach den bisherigen Feststellungen 8 0 To­desopfer gefordert. Es muß weiterhin leider damit gerechnet werden, daß eine Anzahl Vermißtet nicht lebend geborgen werden kann.

Vorbildliches Verhalten bei der Auf­klärung von Landesverratsfällen.

Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po< uzei tm Relchsministerium des Innern gäbt bekanntt Cin Ehepaar, das die deutschen Behörden auf einen* Lai^esoerrater hingewiesen und durch persönliche Mitwirkung dessen Festnahme ermöglicht hat, erhielt als Anerkennung für besonders umsichtiges Verhal­ten bei der Aufklärung des Landesverratsfalles eine Belohnung von 1000 RM. Der Landesverräter ist oerur teilt und hingerichtet worden.

Oer argentinische Militärattache in Bio ermordet.

Südsee zu gewinnen. Die hochfliegenden Träume, die wohl der in alle Probleme der Seestrategie un­glücklich verliebte Präsident Roosevelt selbst aus­geheckt Haden wird, sind überraschend schnell zer­ronnen, Japan hat nicht einen Augenblick gezögert, mit aller Kraft zuzuschlagen, sobald die feindliche Armada günstige Angriffspunkte bot, und hat da­mit seine Seeherrschaft im südlichen Pazifik be­hauptet. Australien, nun ohne den ihm zugedachten Sperriegel, wird jetzt die japanische Zange bald hart und härter zu spüren bekommen, ohne daß es erwarten darf, daß seine Alliierten so schnell den Mut zum Start einer neuen Hilfsaktion finden. So entfaltet sich überall in den gewaltigen Räumen dieses Weltkriegsschauplatzes die ungeheure Aktivi­tät der Mächte des Dreierpaktes planmäßig, sinnvoll und zielbewußt. Churchill und Roosevelt wissen ihr nichts entgegenzusetzen und wo sie einmal a'nsetzen, oft im Widerstreit zu der Meinung ihrer militä­rischen Berater, oft im eigenen unsicheren Gefühl, um nur diese oder jene politische Geste zu machen, nicht weil es in ihrem Plan läge oder eine zwin­gende strategische Notwendigkeit es fordere, so er­leiden sie furchtbar Schiffbruch, die verdienten Nackenschläge von unverbesserlichen Dilettanten, die $üar einen Weltkrieg anzetteln konnten, ihn aber

Unermüdlich sind die Männer der Polizei, des SHD., des RAD. unö RLB. tätig. Viele Brände finb oft unter Lebensgefahr zu löschen, große Trüm­merfelder aufzuräumen, die Straßen frei zu machen Ahwer urck» gefahrvoll war die Arbeit in den beiden pachten. Mit ganz einfachen Worten erzählte ein PolizeiWachtmeister, wie er mit einigen Kameraden mitten in einem brennenden Wohnblock zahlreiche ^Äbgenossen aus dem verschütteten Keller befreite. LUftschutzwalter bahnten ferner Verschütteten 2ßi

Not au beweisen, die von allen als selbstverständlich angesehen wird.

Wir haben mit vielen Volksgenossen gesprochen. Noch liegt auf ihren Mienen der Ernst der durch­lebten Stunden des Grauens, aber nirgends findet man hilflose Verzweiflung oder gar Verbitterung. SMe finb sie gefaßt und wissen, daß sie nicht schutz- los sind, und daß ihnen geholfen wird. Hier öffnet sich abermals der Partei und ihren Gliederungen ein reiches Tätigkeitsfeld. Ihr Einsatz wird überall mit heißem Dank anerkannt.

Tapfer haben sich Politische Leiter, die Männer der Gliederungen und die HI. im Katastrophen­dienst eingesetzt. Manche von ihnen sind feit 36 Stunden und mehr nicht aus den Kleidern gekom­men. Verstaubt, verschmutzt tun sie ihre Pflicht, bringen sie die Heimatlosen zu den Sammelstellen, betätigen fie sich in den Verpflegungsstellen und sind behilflich bei der Ausstellung von Ausweisen aller Art, stehen den Beschädigten mit Rat und Tat zur Sette. Hier der Hitlerjunge war mit seinen Kameraden im Keller verschüttet, sechs Stunden mußten sie in Staub und Schutt ausharren, bevor man sie befreite. Ohne einen Augenblick zu zögern, helfen sie beim Loschen, beim Ausgraben Verschütt teter, einen ganzen Tag lang, und als in der fol- aenden Nacht wieder die Bomben sielen, da waren je abermals in d orberft er Front zu finden. Die Frauen und Mädchen der NSV. und der Frauen-

Helsen, wo sie auch eingesetzt werden, in der Obdachlosen, vor allem der Frauen und Kinder oder auch in den Dienststellen. Obwohl auch ihr Heim gelitten hat, stellen sie sich zu allen werdet ^UT ^erfu8un9' 3U denen sie herangezogen

NSG. In zwei Nachtangriffen haben britische Bomber rücksichtslos ihre tod° und verderbenbrin- ^chütt^ f Last Ü6er bem "Goldenen Mainz" ausge-

Es ist nicht das Ziel der britischen lerrorangriffe, militärische oder kriegswichtige Anlagen zu treffen. Ahr Stoß soll in das Herz des deutschen Volkes gehen. Sie sollen die Moral des in seinem Existenz- kampf befindlichen Deutschlands untergraben. Hier soll aus Unvermögen, eine militärische Front zu bilden, eine Front des Terrors errichtet wer­den, deren Aufgabe es ist, Verwirrung in das Volk zu tragen, es in feinem Sieges willen irre zu machen und feiner Cinfotzfreudigkeit zu berauben.

"Auch b i er irrt Churchill." Wie Reichs- Minister Dr. Goebbels in seiner Rede zu den Bombengeschädigten in Köln sagte, wird er dies viel niemals erreichen. Er verkennt die große Kraft des deutschen Volkes, wenn er auch hier nur die geringste Siegesmöglichkeit für sich erblickt. Alle diese Terrorangriffe, mögen sie auch noch so schwer fern, machen uns hart. Auch hier wird sich die Heimat nicht vor der Front zu schämen brauchen. Wie der Soldat im Kampf mit den Waffen fein Letztes gibt, so wird auch der schaffende Mensch, die deutsche Frau und die deutsche Jugend in voller Elnsatzfreudigkeit ihre Kraft anfpannen, alles daran- setzen, um würdig der kämpfenden Front, den ver- brecherischen Willen der Plutokratie zunichte zu machen.

Wir haben im brennenden Mainz mit ihnen gesprochen, mit dem Politischen Leiter, mit den Mannern und Frauen, deren Heim, deren Hab und Gut dem britischen Mordbrennertum zum Opfer siel, mit den Männern der Gliederungen der Partei der Feuerwehr, der Polizei und des SHD., des Neichsarbettsdienstes und des Reichsluftschutzes den Mannern und Frauen des Deuffchen Roten Kreuzes, die nun schon die zweite Nacht und den zweiten Tag aufopfernd tätig sind, um zu helfen das Leid zu lindern. Viele von ihnen haben selbst Hab und Gut verloren, aber darüber nachzudenken, haben sie keine Zeit. Hier steht i n h ä r t ester Bewährungsprobe der Be-

Volksgemeinschaft vor allem Persönlichen. Hier gilt es, eine Kameradschaft der

wurde. Männer und Frauen eilten aps schützenden Unterständen, um Hab und Gut vor dem Unter, gang zu retten. Unzählig find die Beispiele selbst, losen Heldentums, keine Altersklasse, kein Stand ausgenommen. Aber das ist das Große dabei, man* macht davon kein Aufhebens, alle fassen das, was t fie für die Volksgemeinschaft geleistet haben, als' etwas ganz Selbstverständliches auf.

Mainz hat unerschütterlich seinen Karnpfesmut und seinen Willen bewiesen, alles zu tun und zu opfern für das große Ziel des Endsieges.

Eine völlige Mißachtung der völkischen Gebens* rechte'und Verständnislosigkeit gegenüber der Kill, tur Europas liegt in dieser Wirtschaftsform be­schlossen. Das aber verbindet sie mit dem über weite Strecken recht andersartigen Bolschewismus. Es wird leicht übersehen, daß auch von ihm aus Vorstellungen vom internationalen Wirtschaftsver-I kehrim Weltmaßstab" entwickelt wurden. Das erste Opfer waren die Völker im Osten. Immer wieder muß man sich klarmachen, daß die Wirtt schäft Sowjetrußlands ja gar keine Wirtschaft eines Volkes ist, sondern daß sie etwa hundert ver. schiedene Nationalitäten umfaßt, die auf bem Gebiet der Sowjetunion existieren. Diese etwa hundert Völkerschaften und Völker aller Art, zuletzt

Nberg-Ht ^0.^

; der fe**

Ä

um das Kap der Guten Hoffnung warten konnte, sondern die Gefährlichkeit des weit kürzeren Weges durch das Mittelmeer in Kauf nehmen wollte. So hat schon zwischen Gibraltar und Malta auch diesen Geleitzug ttotz überaus starker Sicherung durch FlugzeuKräger und Kreuzer fein Schicksal erreicht. U-Boote und Luftwaffe der Achsenmächte haben in hervorragendem Zusammenwirken ein furcht­bares Debakel unter Transportern und ^Begleit­schiffen angerichtet.

Und, wunderbare Duplizität der Ereignisse, fast gleichzeitig scheiterte rund 45 Breitengrade weiter südlich ein ganz ähnliches Unternehmen der Alli­ierten ebenso katastrophal durch den schneidig vor­getragenen Angriff japanischer U-Boote und Flie­ger. Die Schlacht bei den Salomon-Inseln, die Briten und Amerikanern u. a. 13 Kreuzer und 10 Transportschiffe kostete, hat nach der schweren Niederlage der Alliierten im Korallenmeer den Versuch vereitelt, den wachsenden Druck, den Japan von Neu-Guinea und den Salomon-Inseln her auf Australien ausübt, zu mildern, ja die japanische An- ariffsbafis zu durchstoßen und mit dem erheblichen Truppenaufgebot, den die britisch-amerikanischen Transportschiffe offenbar an Bord hatten, Aus­gangsstellungen für eigene Angriffsoperationen gegen die neugewonnenen Räume Japans in der

Ni Mensc jfewrmÖM; ferne fül

Alle fünf Weltteile sind unsere freiwilligen Tri.

chutzahler. Die Ebenen Rußlands und Nordamerikas ir- sind unsere Getreidefelder, Chikago, Odessa unfere. X Viehställe; Kanada, die baltischen Wälder unsere $ Wälder; Australien, Asien beherbergt unsere Schaf.; "

Herden, Amerika unser Rindvieh; Peru schickt Sil-

6er feindlicher Transporter von 9000 BRT. durch Lufttorpedo versenkt.

Am 30. Juli wurde, wie damals kurz gemeldet, die Besetzung der Inseln Kei, Aroe und Tenimber in der Alfurensee durchgeführt. Nach Verlust der niederländischen Hauptinseln hat­ten die holländischen Militärbehörden kleinere Ein­heiten, die nach Australien geflohen waren, nach diesen Inseln entsandt. Auf allen drei Inseln be­fanden sich Funkstattonen, so daß eine Verbindung mit Australien hergestellt werden konnte. Die Landeoperattonen wurden fast reibungslos durchge- führt. Zunächst wurde die Inselgruppe Kei besetzt. Am gleichen Tage landeten Japaner auf der Aroe- Jnsel. Zu Kämpfen kam es nur bei der Pesetzung Saumlakkis auf der Insel Nanimbar, wo einge­borene Soldaten unter Befehl von holländischen Offizieren zunnächst heftigen Widerstand leisteten. Zwei kleine Handelsschiffe, auf denen die australische Flagge wehte, fuhren zwei Tage nach der Besetzung völlig ahnungslos in den Hafen Saumlaki und ver­suchten hier, Truppenverstärkungen zu landen. Das Unternehmen mißlang jedoch völlig.

Die Unruhen in Indien breiten sich aus.

Bangkok, 14. Aug. (Europapreß.) Am Don­nerstag haben sich die Unruhen in Indien weiter im ganzen Lande verbreitet und nun auch a u f Madras und Kalkutta übergegriffen. Zn Madras kam es zu Kundgebungen der Bevölke­rung, die von der Briten-Polizei mit ihren befann- ten Terrormethoden zerschlagen wurden, wobei es wieder viele Tote und Verletzte gab. In Kalkutta führten zunächst Studenten eine große Protest­kundgebung durch, die von der Polizei zersprengt wurde. Im Laufe des Tages legten die Studenten überall den Verkehr lahm. Alle Läden der Stadt waren geschlossen, die großen Iutefabriken und Eisenhütten liegen still. Am Donnerstagabend gab es in ganz Kalkutta keinen Stadtteil mehr,- in dem nicht zwischen de» Engländern und den Indern gekämpft wurde.

In T e n a l i, einem wichtigen Eisenbahnknoten­punkt, griffen 2000 Demonstranten die Eisenbahn- statton an, zerstörten Warenlager, Züge und einen Teil der Strecke. Signaldrähte wurden durchschnitten und ein Zug zum Entgleisen gebracht. Die brittsche Polizei schoß mit Maschinengewehren in die Menge, wobei es viele Tote und Verletzte gab. In Luck n o w wurde das Hauptpostamt gestürmt und völlig zerstört. Die Briten muhten Truppen ein- setzen, um die Polizei zu unterstützen. In N a g p u r wurden drei Polizeistationen und ein Postamt in Vrand gesetzt. Die ersten Unruhen aus einem der indischen Fürstenstaaten werden aus Secunderabad gemeldet. Im Staate Hyderabad wurden streikende Textilarbeiter von der Polizei mit Tränengas und Maschinengewehren angegriffen, worauf die Inder mit Sttinwürfen antworteten.

Berlin, 14. Aug. (DNB.) Die britische Luftt Waffe hat mit unverhohlener Brutalität und Skrw vettosigkeit in zwei aufeinanderfolgenden Nächten die Wohnviertel der Stadt Mainz mit Spreng- und Brandbomben belegt. Die britischen plieget warfen aus großen Hohen ihre Bomben, lasten auf die Zivilbevölkerung. Wertvolle alte deutsche Baudenkmäler brannten bis auf die Grundmauern aus. Das bischöfliche Palais wurde ebenfalls zu einem großen Teil zerstört, fünf Kirchen fielen de» ^rbert. 2Ri Vernichtung anheim. Die bewußte Bombardierung «t ter »n, der Wohnviertel der Stadt Mainz liefert erneut Wl Öen Beweis dafür, daß es der britischen Luftkrieg« r^ieritan fubrung ausschließlich darauf ankam, die d e u ts che Zivilbevölkerung zu treffen und mit bet Zerstörung historischer Denkmäler das tiefeingewur# lerne fül Seite geschichtliche Empfinden des deuffchen Volkes >bie vöM zu verletzen. 1

Tokio , 14. Aug. (DNB.) Die kombinierte eng­lisch-amerikanische Flotte, die von vielen Trans­portern «begleitet wurde, näherte sich am 7. August ,den Salomon-Inseln in dichtem Nebel und begann auf einer der Inseln mit Landungs­operationen. Japanische Aufklärungsflugzeu'ge benachrichtigten sofort ihren Stützpunkt, worauf ein Geschwader japanischer Jäger die feindlichen Flug­zeuge zum Kampf stellte. 49 feindliche Jäger und 9 Bomber wurden abgeschossen. Gleichzeittg gelang es japanischen Kriegsflugzeugen, einen feindlichen Zerstörer zu versenken und einen -anderen schwer zu beschädigen. Der Feind wurde dadurch schon au Be­ginn der Kämpfe in Verwirrung gebracht. Am fol­genden Morgen näherten sich japanische Torpedo­flugzeuge der feindlichen Flotte und führten einen heftigen Angriff durch, der die Versen­kung des Flaggschiffes der amerikanischen Flotte, eines Kreuzers vomWichita"-Typ, und eines britischen Kreuzers zur Folge hatte. Ein wei­terer Kreuzer der ^-Klasse wurde schwer beschädigt, zwei Kreuzer der 6-Klasse sowie zwei Zerstörer wurden versenkt. Japanische Torpedoflugzeuge grif­fen die feindlichen Transporter an, von denen einige versenkt wurden. In der Nacht begannen japa­nische M ari n e e in h e i t e n in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe und U-Booten einen kühnen Nachtangriff gegen die bereits schwer ange­schlagenen , feindlichen Schiffe. Dabei wurden das zweite feindliche Flaggschiff, ein amerikanischer Kreuzer vom TypAstoria^, sechs Kreuzer der britischen ^-Klasse, ein USA.-Kreuzer der ö-Klasse vom TypOmalga" sowie sechs Zerstörer versenkt und zwei Zerstörer schwer beschädigt. Am dritten Tage der Schlacht jagten japanische Torpedoflug­zeuge die Ueberbleibsel der fliehenden feindlichen Flotte und versenkten einen britischen Kreuzer der Achilles"-Klasse, der auf den südostaustxalischen Stützpunkt Sydney zu dampfte. Das kleine feind­liche Landungs ko r p s, das auf einer der kleinen Salomon-Inseln an Land gegangen war, ist vollständig abgeschnitten und hilflos, da weder Transporter noch Kriegsschiffe zur Verfügung stehen.

In den Dschungeln von Papua-Land.

Berlin, 14. August. (DNB.) Während der Schlacht bei den Salomon-Inseln haben die Kämpfe auf Neu-Guinea keinen Augenblick ausgesetzt. Die Japaner sind trotz ungünstiger Klima- und Gelände­verhältnisse in den Dschungeln^ von Papua-Land wieder um mehr als 20 Kilometer auf Port Moresby vorgerückt. Der Flugplatz von Ko- koda wurde von der japanischen Marineluftwaffe in Betrieb genommen. Japanische Kampffliegerver- bände unternahmen Angriffe auf die nordaustra- lischen Hafenplätze, insbesondere gegen Townsville, Cairus, Port Darwin, Wyndham, Derby und Port Hedland. Im Hafen von Townsville wurde ein gro-

6Y\ & i?; Ind« i f,ß5l!er- L das

Buenos Aires, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Presse berichtet über die Ermordung des argen« unffchen Militärattaches in Rio de ärneiro, der Haupfftadt Braslliens, Oberstleutnant Gay. Die Leiche wurde in einer Grotte am Meeresufer in der Rahe der Autostraße aufgefunden. Gay ist durch zwei Revolverschüsse in Rücken und Kopf getötet worden. Die Vermutung eines Raubmordes scheidet aus, da die'Brieftasche mit einem erheblichen Geld­betrag sowie die Armbanduhr und sonstige Wert- fachen des Toten nicht entwendet worden sind. Das Auto Gays stand 500 Meter vorn Tatort entfernt auf der Straße. Die Polizei wurde kurz nach der Tat durch einen mysteriösen Telephonanruf verstau- dcgt. Außenminister Ruiz Guinazu erklärte, daß Gay das Opfer eines Verbrechens gewor-

*<2ntcn f-mer Verschütteten Dege abVtruf en moXn icrnma^'^

burd) den Küler, t>i$ endlich ein Ausweg gefunden Mendoza übernehm^L

erd), aus uigsvermöc rbam wirt

ley Ievons) plastisch die Weltwirtschaft. Eine Schilderung der englischen Wirklichkeit des 19. Jahrhunderts und das Traumbild der zukünf­tigenOrdnung" englischer Prägung. Ob die 2lme«h rikaner sich zukünftig weiterhin als Beherberger englischen Rindviehs und Bereitsteller englischer Baumwollplantagen gefallen werden, steht aller­dings dahin. Vielleicht denken sich die Amerikaner das Ganze in Zukunft umgekehrt. ; .

Wie dem aber auch sei, es gehört zu diesem -ifchafison

Bild der Weltwirffchaft, daß unruhige Störenfriede "AmAA1 dieses »Harmonischen Gleichgewichts" rücksichtslos ausgemerzt werden. Und berartiaeStörenfriede" sind alle Völker, die sich nicht einfach als Getteide«, Kaffee, Gewürz-, Wein-, Obst-, Silber-, Gold-, Rind­vieh-, Woltt, Schafproduzenten bewirtschaften lassen wollen. Das gilt vor allem von den europäi« schen Volkern, die den Anspruch erheben, gleichberechtigt an der Weltwirtschaft teilzunehmen oder gar Miene machen, durch ihre Leistung als Wettbewerber um die Güter dieser Erde aufzutteten. Wirtschafttiche Unselbständigkeit, politische Erpres­sungen aller Art, schließlich die völlige Entmachtung der Völker und Abhängigkeit vom Weltwirtschafts- mcwkt London oder Neuyork, das ist die Kehr« eite dieser Weltwirtschaft angelsächsischer Prägung Europa erwartete dabei bestenfalls das Schickscck eines Koloniallandes: ausaebeutet, solange es noch Erträge versprach, sonst aber rücksichtslos der Ver­elendung anheimaegeben.