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Sie seestrategische Lage im Schwarzen Meer

Seine Männer sind schon in den Booten und ma-

eme qe unoe, aroeilsrrasnge

da nimmt der deutsche Besrerer, Wegbereiter und Aufbauer des Ostlandes die Tradition der Later auf und setzt den geschichtlichen Prozeß fort, der durch rnoskowitische Eroberung und Knechtung un­terbrochen den auf Europa gerichteten Ostraum seiner natürlichen Bestimmung und Zielsetzung wie-

^De^Ostraum ist das Land der Zukunft, in dessen Schoß noch ungeahnte Möglichkeiten schlummern und ungehobene Schätze des deutschen Schürfers und Gestalters harren.

chen sich Netzwerk und Motoren zu schaffen. Sie stecken in Oelzeug und hohen Stiefeln. Pallu führt uns in das Fischerhaus und verpaßt uns Pelzwe­sten.Original Kamtschatka", lächelt er. Erst später auf See vermögen wir Pallus Fürsorge ganz zu schützen.

_ Der Pernaufluß ergießt sich nicht einfach in die oee. Von zwei langen Molen wird er hinausgeleitet. Am Ausfluß stellen sich ihm noch zwei Schiffs- rümpfe in den Weg, die die Sowjets versenkten. Als die Boote Molen und Schiffssperre hinter sich haben, beginnt der Tanz. Die Wellen springen das Boot an, nehmen es auf ihren schäumenden Rücken. Manchmal ist die zweite Welle schon heran, wenn die erste noch unter dem Kiel hinwegläuft. Die Brecher schlagen ins Doot und überschütten seine Männer mit salziger Gischt. Steuerbord wächst eine Glockenboje aus den Fluten. Die Klöppel hämmern einen Wirbel. Der Sturm trägt ihn fort, das Signal ist kaum zu hören. In weitem Halbkreis sind die Ufer zurückgetreten, jagende Wolken und diesige Luft entziehen sie uns ganz. Die Fischer sitzen im Heck. Sie fluchen. Für eine Papyros haben sie eine ganze Schachtel Streichhölzer verbraucht.

Nach zwei Stunden sind die Boote am Netz. Das Motorengeräusch setzt aus und die Anker gehen in die Tiefe. Längs backbord wird das Fangnetz fest- gezurrt. Im zweiten Boot wird das Netz ebenfalls ausgenommen und wie über eine Rolle abgespult. So arbeitet sich das Boot längsseit. Der Abstand wird immer kürzer. Das Netz kommt hoch, und die fische werden auf kleinsten Raum zusammengc- drängt. Zwischen den Booten ist das Wasser ruhig und schwarz. Jetzt ist es so weit. Wie ein Sack hängt das Netz unter dem Wasserspiegel. Noch ein Ruck und das kleine Geviert zwischen den Booten hat sich in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt. Zwei bis drei Tonnen Strömlinge zappeln im Netz. Mit dem Stangennetz wird die Ernte ausgeschöpft. Drei Mann zerren an den Tauen, dann entleert sich der zappelnde Sack in das Boot. Die Schuppen sprühen einen Silberregen. Alle Mann sind dem aufregenden Schauspiel hingegeben. Das hüpft und sprüht und schlagt, wie beim Abstich eines Schmelz-

zusammen mit uns Japanern für Wohlfahrt unti Glück der Asienvölker arbeiten können/"

Oie silberne Ernte.

Eine Fahrt mit den Fischern von Pernau.

Reval, im Juli.

Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott." Die Bevöl­kerung des Generalbezirks Estland hat den Sinn dieses Sprichwortes erfahren, nicht nur in der Waldaktion, die über den reinen Nützlichkeitsstand­punkt hinaus das Ethos der Gemeinschaftsarbeit bekundete. Der Waldaktion, die den Brennstoffbe­darf für den kommenden Winter sichern Hilst, folg­ten eine Reihe weiterer Selbsthilfemaßnahmen. Tors wird in größerem Umfang gestochen, und zur Siche­rung der Ernte geht der Städter aufs Land, um den Bauern zu helfen. Mit der gleichen Bereitwilligkeit, mit der das ganze Volk im vergangenen Minter in die Wälder gezogen ist, folgt es heute der Auf­forderung, den Fischfang in allen Gewässern zu in­tensivieren. In welchem Umfang dies geschieht und bereits geschehen ist, zeigt nicht nur die Speisekarte, deren Programm in der Hauptsache von Fischen (Zander, Hecht, Strömling, Barsch und Aal) bestrit­ten wird, sondern die erhebliche Entlastung des Fleischmarktes, die wiederum den durch Dolschewi- stenwirtschaft und Kriegseinwirkung vielfach dezi­mierten Viehbestand des Landes schont. Während in Flüssen, Bächen und Seen der Fischfang durch Angeln betrieben wird, geschieht es im Peipussee und in den zum Fischfang freigegebenen Küsten­strecken der Ostsee in größerem Umfang durch die Netzfischerei. Jeder, der fischt, sei es der Angestellte und Arbeiter, der in seiner Freizeit tiL Angel zur Hand nimmt, oder der Berufsfischer, der bei jedem Wetter die Netze wirft, trägt zur Derbreiterung der Ernährungsgrundlage bei.

In diesen Tagen hat der Strömlingsfang in der Pernauer Bucht seinen Höhepunkt erreicht. Täg­lich werden bis zu 100 Tonnen und darüber Fische gefangen. Die Strömlinge werden eingesalzen ober geräuchert, mariniert oder gebraten, in Fässer und Kisten eingelegt, dem Verbraucher zugestellt und in Lagern gestapelt. Fischfang und -Verwertung bedin­gen eine Reihe weiterer Zusatzbetriebe, und so fin­den wir in Pernau von der Bootswerft angefan­gen bis zur Netzfabrik alles, was zur Fischerei und

Gleichberechtigung in Ostasien

Tokio, 14. Juli. (Europapreß.) Die Absichten Japans, in der Neuordnung Asiens alle asia­tischen Völker als gleichberechtigt ein* Zubeziehen, kam kürzlich wieder in den Aeußerungen General Jmamuras, des Chefs der Militär­verwaltung Javas, zum Ausdruck, der bei einer Besichtigung der japanischen Sprachschule in Ba­tavia den eingeborenen javanischen Studenten er­klärte, die Rassenverwandtschaft beider Völker ver­halte sich wie ein älterer zum jüngeren Bruder. Es gäbe zum Unterschied zu früheren Zeiten jede Aufstiegsmöglichkeit für die Eingeborenen. In der Verwaltung könnten fit bis zu den höchsten Stellen aufrücken.Von nun an wird keine an­dere Rasse als Asiaten dieses Land be­herrschen. Wer unter euch Japan kennt, japanisch versteht und sich richtig benimmt, wird, anders als unter Hollands Herrschaft, alle Sprossen auf der

Die Eroberung von Sewastopol durch die deutschen und verbündeten Truppen bringt für die seestrategische Entwicklung im Schwarzen Meer eine neue Grundlage. Das Schicksal der sowjetischen Kriegsflotte im Schwarzen Meer ist noch nicht end­gültig entschieden,- aber mit Sewastopol ist ihr der stärkste und wichtigste Stützpunkt entrissen. Die Bol­schewisten verfügen im Schwarzen Meer über eine Kriegsflotte von beträchtlicher Stärke, deren Einsatz auch für die deutschen Operationen zu Lande sehr törend fühlbar war. Die sowjetische Schwarzmeer- lotte besteht immerhin noch aus einem Schlacht- chiff, fünf Kreuzern (davon einem schweren), sechs Flottillenführern, elf Zerstörern, drei Torpedo­booten, 38 U-Booten und über 100 Schnell-Torpedo- bzw. Kanonenbooten. Ein operativer Einsatz dieser Flotte hat aber eine ausreichende Stützpunktbasis zur Voraussetzung. Ohne eine solche Basis verliert jede an -sich kampfkräftige Flotte ihre Einsatzfähig­keit, denn sie muß ja dauernd mit Nachschub an Brennstyffen, Munition, Material und Menschen versorgt und technisch instand gehalten werden kön­nen.

tioieruna und Kultivierung als eine der frucht­barsten Aufgaben ber deutschen Zivilverwaltung er­scheint. Gerade in Weißruthenien mit den am schwierigsten gelagerten Aufgaben des Ostlandes sind die Männer der deutschen Ziviloerwaltung zuver­sichtlich, daß sich aus diesem verelendeten Lande ein wirtschaftlicher Aktivposten zum Nutzen des neuen Europas schaffen lassen wird.

Wie in dem zu 80 v. H. zerstörten und ausge­brannten Minsk, so ist es überall, wo im Ostland der Bolschewismus die Visitenkarte des Chaos ab­gegeben hat, als ob sich angesichts der Trümmer und des Verfalls die deutsche Kraft zu besonderer Leistung emporrankt und mit wahrem Feuereifer zu neuem Leben die Menschen mitreißt. Und mit wie wenigen Mitarbeitern meistert der deutsche Ge­neralkommissar, der Gebietskommissar, der Bürger­meister, der Polizeiführer die Ausgabe, die nicht nur den Einsatz der ganzen Willensstärken Persönlichkeit, Führungstalent, Einfühlungsvermögen, Rechtssinn I

Reichskriegerführer General der Infanterie Rein­hard besuchte in Nordwestdeutschland Kriegerkame­radschaften des NS.-Reichskriegerbundes, in luftge­fährdeten Orten und besprach Hilfsaufgaben des NS.-Reichskriegerbundes. In Dortmund besprach er mit dem Gauführer des neu gebildeten Gau-Krie- gerverbandes Westfalen, Generalmajor v. Cranach, Organisationsfragen.

Aus dem Reich.

General Gleppuhn 65 Jahre alt.

Am 15. Juli feiert der stellvertretende Komman­dierende General und Befehlshaber im Wehr» kreis XII, General der Infanterie S t e p p u h n, sei­nen 65. Geburtstag. Er wurde in Zoppot (West- Preußen) als Sohn eines Offiziers geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Danzig und der Hauptkadettenanstalt wurde er 1896 dem Infanterie- Regiment Nr. 128 in Danzig als Leutnant zuge- wiesen. Als Hauptmann rückte er mit feiner MGK. 1914 in Feld und wurde bereits an den Masurischen Seen schwer verwundet. Im Frühjahr 1915 kam er erneut zu einer Feldtruppe und wurde im Oktober 1917 bei St. Quentin nochmals verwundet. Er wurde mit dem Orden Pour le merite ausgezeichnet. Im März 1920 wurde er Kommandeur des III./Rsick)swehr-Jnf.-Rgts. 102, 1921 1. General­stabsoffizier des Jnfanterieführers I, 1926 Chef des Stabes der 3. Kavalleriedivision, 1928 Kommandeur des 20. (bayer.) Inf.-Rgts., 1929 Jn- fanterieführer VII, 1931 schied er als Generalleut­nant aus dem Heeresdienst aus, im August 1939 wurde er Stellv. Kommandierender General unb Befehlshaber im Wehrkreis XII.

Arbeitstagung der Neichspropagandaämter.

Am 13. und 14. Juli versammelten sich in Berlin die Leiter der Reichspropagandaämter zu einer Ar­beitstagung. Reichsminister Dr. Goebbels aab einen Ueberblick über die militärische und politische Lage und zeigte, wie heute an der Ostfront die vom Führer während des vergangenen harten Winters erngeschlagene Führung ihre großartigste Rechtfer­tigung fände. Die sowjetische Winteroffensioe habe Schiffbruch erlitten und die Sowjetarmee erheblich geschwächt. Die feindlichen Propagandalügen über die Zerstörung der deutschen Wehrkraft seinen in sich zusammengebrochen und machten einem zunehmen­den Pessimismus des Feindes Platz. Dieser werde noch verstärkt durch die britische Niederlage in Nord­afrika und die steigenden Tonnageverluste, die ein für Großbritannien und die Vereinigten Staaten katastrophales Ausmaß angenommen hätten. Dr. Goebbels betonte, daß der Kampf nach wie vor äu-

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Meeres ein Hindernis entgegengesetzt. Die Küste ist hier nämlich wenig gegliedert und hat nur ziemlich flache nach dem 'Meere offene Buchten, die den Schüfen wenig natürlichen Schutz bieten können. Bei Noworossijsk senken sich die letzten Ausläufer des Kau­kasus zum Meer hinab. Das Gebirge zieht sich an der Küste entlang bis Suchum, wo sich die Trans­kaukasische Mulde öffnet.

Bei Tuapse, dem Endpunkt der Oelleitung aus dem Gebiete von Maikop und Grosny, befinden sich große Oellager. Die oberirdischen und unter­irdischen Tanks fassen wahrscheinlich 1 Million Ton­nen. Tuapse war auch mit Datum in der Haupt­sache Ausfuhrhafen für Oel nach den übrigen russi­schen Häfen an der Nordküste des Schwarzen Meeres und des Asowfchen Meeres, von wo aus das Oel in die Hauptoerbrauchszentren der füdrussi- schen Industriegebiete und der landwirtschaftlichen Traktorenstellen der Ukraine befördert wurde. Im Gebiet von Grosny wird ein hochwertiges^ Flie­gerbenzin gewonnen. Bei Poti endet ein Strang der großen transkaukasischen Oelleitung aus dem Gebiet von Baku am Kaspischen Meer, während der andere Strang nach Datum geht. Saturn hat nur einen wenig leistungsfähigen Hafen, der nur von kleinen Schiffen benutzt werden kann, während alle größeren Schiffe auf der Reede ankern müssen, ist aber stark befestigt und kann die russischen Kriegs­schiffe mit Oel versorgen.

Als Stützpunkthafen für die größeren Einheiten der sowjetischen Schwarzmeerflotte kommt demnach zunächst Noworossijsk in Betracht. Andererseits kön­nen die Seestreitkräfte der deutschen und verbünde­ten Kriegsmarine jetzt Sewastopol als Stützpunkt einsetzen. Damit gewinnen sie eine größere Be­wegungsfreiheit als bisher an den Küsten der Krim und im westlichen Teil des Schwarzen Meeres. Der Seeverkehr kann jetzt in großem Ausmaß in den Dienst der deutschen und verbündeten Kriegführung im südlichen Abschnitt der Front gestellt werden. Der militärische Nachschub dürfte sich jetzt ziemlich ungehindert von der Donaumündung nach der Krim und vielleicht auch schon durch die Straße von Kertsch über das Asow sch e Meer nach dessen Nord­küste vollziehen. Das bedeutet selbstverständlich für die militärischen Operationen zu Lande eine wesent­liche Erleichterung. So zeigt sich auch hier wieder die Bedeutung einer Zusammenarbeit der verschiede­nen Wehrmachtteile und die Wichtigkeit einer in allen Lagen einsatzfähigen deutschen Kriegsmarine. Was aber das Schicksal der russischen Schwarzmeerflotte anlangt, so wird darüber die Zeit entscheiden. Ohne ausreichende Stützpunktbasis kann sich die Flotte auf die Dauer in ihrer militärischen Schlagkraft nicht halten. Sie kann zwar mit Nachschub und Brennstoffen auf hoher See versorgt werden, aber Ausbesserungen und Reparaturen erfordern lei­stungsfähige Werft- und Dockanlagen.

und ein menschlich fühlendes Herz verlangt, sondern auch ein Ausmaß von Entbehrungen, Entsagung und Verzicht erfordert, wovon sich der im Reiche Tätige kaum eine Vorstellung machen kann? Wo heute noch die deutschen Ordensburgruinen, die deut­schen Bürgerhäuser und Marktplätze den alten Or­dens- und Hansegeist verlebendigen, wo Charakter­merkmale und Antlitz die nordisch-germanischen Elemente der Ostsee-Anliegervölker bezeugen und eine scharfe Grenze zum Slawentum ziehen, wo die Menschen nach der sowjetischen Verelendung, Verwahrlosung und Hoffnungslosigkeit wieder frohe Lieder singen, sich zu Spiel und Tanz lebensbe-

Uhr geht es auf Fangfahrt, der Tag ist lang und die Nächte sind kurz, und wer weiß, wie lange der Fisch in der Bucht steht? Fischmeister Pallu ist Ka­pitän der Mannschaft. Er hat viel von der Welt gesehen. Sachalin, Kamtschatka, Aleuten. Von dort bat er auch ein Fangsystem eingeführt, wie es bei den Japanern gebräuchlich ist. Mit den Fingern zeichnet er die Netzänlage auf die Tischplatte. Hier, das ist die lange Netzwand desKakuam", und das ist der Kasten, in dem die Strömlinge gefangen wer­den. Nach seinen Angaben sind die Netze angefertigt und ausgesetzt worden. Sie stehen draußen, wo sich die Pernauer Bucht in den Rigaer Meerbusen öff­net. Die Bucht ist flach und warm, und lange vor Johanni kommen die Fische, um in der Bucht zu laichen. Das wird ihnen zum Verhängnis. Die Fisch­züge stoßen auf die Netzwände, versuchen sie zu um­gehen und geraten dabei links und rechts in die auf- gestellten Netzküsten, die ein Ausmaß von 40 auf 60 Meter haben. Je nachdem der Wind steht, die Strömungen laufen und die Temperatur steigt ober fällt, sind die Netze gefüllt.

Heute regnet es, und der Wind weht von der See her. In breiten Bändern rinnt das Wasser über die Scheiben. In den Stuben der Männer ist ein dump­fer Geruch von Schlaf und nassen Kleidern. Ab und zu fährt einer der Fischer auf und starrt mit gla­sigen Augen zu unserem Tisch. Dann dämpft Pallu seine Stimme, bis der Auf geschreckte wieder auf seinen Strohsack niedergesunken ist. Wir trinken die Gläser aus und gehen hinunter zum Strom. Der Regen hat sich verstärkt und der Wind steht steif von der See her.Morgen wird ein hartes Fischen sein", sagt der Meister, als wir uns von ihm ver­abschieden.

Anderntags hat der Sturm zugenommen. E^ treibt schwere Wolkenfrachten vor sich her. Der Ho­rizont ist verhangen, und die Helligkeit der Som­mernacht wie aufgesoge».Sechs Ball Wind", er­

stehen die Saaten gut, so daß die Ernteaussichten günstig beurteilt werden. Freilich bedarf bas Ost­land noch jahrelanger intensiver Bewirtschaftung und agronomischer Schulung, um die Erträge auf- zubringen> die im Reiche Aecker der gleichen Boden­klasse abwerfen.

Die deutschen Landwirtschaftsführer haben schon ein beachtenswertes^ Aufbauwerk im Ostland voll­bracht, aber sie stehen erst am Beginn jener not­wendigen Erschließung des Landes, die auch die in den Kolchosebetrieben und durch die Kriegswirren arg dezimierte Diehwirtschaft auf jene Stufe bringt, die einen Nahrbeitrag für den großeuropäischen Raum sicherstellt. Wenn heute die Anforderungen ganzer Armeen aus dem Ostland befriedigt werden und die einheimische Bevölkerung bei zwar einge­schränkten, aber doch ausreichenden Rationen ar­beitsfreudig am Werke ist, so ist das ein Ergebnis einjähriger deutscher Verwaltungspraxis, das der Tatkraft der deutschen Verwaltungsstellen und der loyalen Mitarbeit der vorwiegend bäuerlichen Be­völkerung der Ostlande das beste Zeugnis ausstellt.

Ueberall sind im Ostland Ansätze zu neuem frucht­barem Aufbau festzustellen, sei es im Einsatz des Handwerks, sei es in der Gemüse- und Obstkultur, sei cs in der Pferde- oder Schweinezucht, sei es im Straßenbau und der Meliorierung, sei es in der Torf- oder Sägewirtschaft, sei es auf allen Gebieten der kulturellen Pflege. Ein blühendes Pressewesen, zahlreiche Theater, Kinos und Rundfunksendungen, ein blühendes Volksschulwesen zeigen ebenso bie neue, durch die Deutschen ins Land gebrachte Zeit wie die gepflegten Straßen, der geordnete Verkehr und die Tierheit in Stadt und Land. Landeseigene Polizei­kräfte und Schutzbataillone, dazu viele Frontfrei­willige, haben sich als zuverlässige Helfer wider Ju­den und Bolschewisten, entlaufene Kriegsgefangene und Banditen erwiesen.

Wo noch Juden im Lande leben, sind sie in Get­tos hinter Stacheldraht gesammelt, werden gruppen­weise zu Aufräumungsarbeiten angesetzt oder sind als Handwerker dort tätig, wo es heimische Hand­werker, wie meist im Osten, nicht gibt. In Städten wie Dünaburg, das zu 80 v. H., Minsk, das zu 50 ö. H., Wilna, das zu 30 v. H. der Bevölkerung Ju­den zählte, ist durch die Ausschaltung des Juden­tums eine reine Atmosphäre geschaffen; aber die Niederbrennung von über drei Vierteln des Wohn» raumes von Minsk und-Dünaburg durch die Juden hat die Wohnungsfrage zu einer Lebensfrage die­ser Städte gemacht: die aus den Wäldern und Moo­ren zurückgekehrten Bewohner gehen an die Arbeit und lassen sich führen, wo ihnen mit Vertrauen und Gerechtigkeit begegnet wird.

Ein Volk, das, wie die Esten, 185 Frauen auf 100 Männer aufweift und obendrein bas geburten­ärmste und geburtenunfroheste Land Europas ist, dazu durch Hypertrophie des Akademikerstandes vom Bauerntum in den Strudel überzivilisierter Ver­städterung geraten ist, war unter dem Bolschewisten­joch dem biologischen Volkstod ausgeliefert heute lebt es in seinen gesunden Frauen und Mädchen der Hoffnung, daß es als Vorposten gegen die öst­liche Flut mit deutscher Hilfe und Führung nicht untergehen wird. Leichter liegen die Verhältnisse im ehemaligen Lettland und im bauernreichen Litauen, dem jedes mehr als dopelt so groß wie das ehemalige Estland, nicht so volk- und land- verwüstet wie jenes und zudem durch bessere Böden wirtschaftlich ertragreicher ist.

Freilich die russischen und polnischen Bestandteile der Generalbezirke Lettland und Litauen bergen Aufgaben, die in die Probleme Weißruthe- niens überleiten, das, als Kulturwüste verschrien und im Reiche wenig bekannt, 25 Jahre im Bolsche­wismus verstrickt, ein grauenvoll verwüstetes Land mit künstlich aufgeputzten Städten darstellt, aber in Land und Leuten Kräfte umschlossen hält, deren Ak-

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ofens ergießen sich die Fische, eine silberne Lahe, ins Boot. In der Gesellschaft der Strömlinge sind auch einige Aale, Zander und Barsche. Sie schnellen noch an der Bordwand hoch, als sich die Ström­linge schon längst mit ihrem Schicksal ab gefunden haben. Nur wenn die Brecher über Bord schäumen, rührt es sich mächtig in den silbernen Leibern, der Atem des Meeres geht über sie hin.

Während das eine Netz mehr drüben bei Liüküla ausgesetzt mar, lag das andere in Richtung Tahku Die Boote pöttern hinüber, und da sie die Bückt durchqueren, liegen sie mit der Breitseite am Wind der die ganzen Wasser der Ostsee in die Peruaner Bucht hineintreiben will. Der Sturm hat die- oen verjagt. Als vorhin die Netze eingeholt wurden, stürzten sich einige Seeschwalben auf die leichte Beute. Nun segeln sie mit hinüber nach Tahku. Der Sturm hält an, und auch Regen kommt wieder auf. Das Leuchtfeuer Sorgu, das vor der Bucht rechts abliegt, ist nicht mehr zu sehen. Beim Einhalen der Netze schlagen die Boote fast über. Der Fang bleib-' weit hinter den durchschnittlichen Tagesergebnissen zurück. Die Boote, die bis zu 9 Tonnen fassen, ha' ben kaum ein Drittel der Menge erreicht. Aber trotz­dem wird gefahren. Jeden Tag und bei jedem Wet-j ter. Die Sicherstellung der Emährungswirtschafl erfordert es.

Mit dem Wind im Rücken geht es nach Haus Es sind nur wenige Boote auf See gewesen.Fisch' wetter sieht anders aus", meint Pallu, als wir aus dem Oelzeug steigen. Es ist noch früh, als die Män­ner bereits von ihrem Tagwert zurückkehren. Es isi kein leichtes Brot, das sie verdienen. Auch bei schö­nem Wetter nicht. Aber es sind prachtvolle Burschen. Etwas raut), das bringt das Handwerk mit, und der viele Durst, aber sie höben gutmütige Augen.

In der Jansenstraße ist der letzte Rest froftigef Beklommenheit mit dem Oelzeug weggelegt worden Die Mannschaften sitzen um die Tische ober nehmen ein Auge voll Schlaf. Heute werden sie nicht mehr hinausfahren.Sechs Ball Wind, das will nicht viel heißen, wir fahren auch noch bei acht. Und heute, wo es auf jeden Fischschwanz ankommt, erst recht Im Sommer ziehen wir hinüber nach ArensburH. und im Winter setzen wir die Reusen unter das Ei» An uns soll's nicht fehlen!" gr.

Sewastopol war in der Lage, die gesamte russische Schwarzmeerflotte aufzunehmen und zu versorgen. Die Bolschewisten hatten diesen Stützpunkt mit allen Einrichtungen für die Versorgung der Kriegsflotte mit Nachschub ' an Menschen und Material ausge­stattet und die benachbarte Bucht von Balaklawa als U-Boot-Äützpunkt eingerichtet. Es waren Dock­anlagen und Reparaturwerkstätten füv die schweren Einheiten und Baumöglichkeiten für kleinere Kriegs­schiffe bis zum Zerstörer geschaffen worden. Dank der von Natur geschaffenen geschützten Lage von der Landseite bedeutete Sewastopol zusammen mit der intakten Kriegsflotte einen Dorn in der Süd­flanke der deutschen und verbündeten Truppen. Die bolschewistischen Seestreitkräfte stellten eine ständige Bedrohung des militärischen Nachschubs im west­lichen Teil des Schwarzen Meeres dar. Nachdem den bolschewistischen Seestreitkräften und besonders den U-Booten Sewastopol als Stützpunkt genommen worden ist, dürfte diese Flankenbedrohung im west­lichen Teil des Schwarzen Meeres in erheblichem Umfange ausgeräumt fein.

Die Bolschewisten verfügen jetzt westlich von Kertsch über keine Stützpunkte mehr, von denen sie Seestreitkräfte einsetze^ könnten. Es bleibt ihnen nur noch die Nordostküste des Schwarzen Meeres. Oestlich von Kertsch bis Datum an der türkischen Grenze in Kleinasien befinden sich allerdings zahl­reiche kleinere Häfen. Die bedeutendsten unter ihnen sind Noworossijsk, Tuapse, Poti und Batum. Vob ihnen wiederum ist Noworossijsk der größte. Dorthin hat sich auch das Gros der sowjetischen Flotte mit den schweren Einheiten seit Beginn der Belagerung Anfang Juni zurückgezogen. Dieser Ha­fen bietet einer größeren Flotte günstige Anker- möglichkeiten, verfügt über Dockanlagen mit Repa­raturmöglichkeit, aber wahrscheinlich nur für kleinere Einheiten, Vorposten schiffe, Minensuch- und Räum­boote, Schnellboote, Torpedoboote und Zerstörer. Man wird aber wohl annehmen können, daß sich die Bolschewisten feit dem vorigen Sommer bemüht ha­ben, die Leistungsfähigkeit der Hafenanlagen von Noworossijsk weiter zu steigern und ihren Schutz zu verbessern. Bereits vor dem Kriege hatten die Sowjets in Erkenntnis der Wichtigkeit, die dieser .Hafen einmal neben Sewastopol erlangen könnte, hier eine Industrie mit Produktionsstätten geschaf­fen, wie sie als Rüstungs- und Nachschubbasis für eine moderne Kriegsflotte notwendig sind. Lager­häuser, Getreidesilos und vor allen Dingen Oeltanks befinden sich hier.

Auch bie'übrigen Häfen an der Nordostküste des Schwarzen Meeres find von den Bolschewisten in den letzten Jahren verbessert und mit einem mo­dernen Küstenschutz ausgeftattet worden. Aber die Natur selbst hat der Ausbildung leistungsfähiger I Stützpunkthäfen in diesem Teile des Schwarzen

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Kleine politische Nachrichten.

Reichsschatzmeister Schwarz besichtigte in Ann- meiler die Gauschulungsbura des Gaues Westmart und die alte Reichsburg Trftels. Nach einem Besuch von Kaiserslautern begab er sich nach Saarbrücken. In Metz sprach er in größeren Arbeitstagungen.

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Der englische LuxusdampferAvila Star' (14 443 BRT.) wurde 300 Kilometer von den Azo, ren entfernt versenkt. 110 Schiffbrüchige wurden von einem portugiesischen Kriegsschiff gerettet, das gerade noch sah, wie das Schiff in den Fluten vev sank. Unter den Geretteten befinden sich Angehörige eines anderen versenkten Schiffes, die von der Avila Star" gerettet worden waren.

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Zum Befehlshaber der nordamerikanischen Land> ftreitfräfte in England wurde General M a c C l a r k ernannt, zum Leiter des Versorgungswesens für die nordamerikanifchen Truppen in England General- major C. H. M. Lee.

Das ungarische Parlament hat eine Novelle zum Wehrgesetz angenommen, nach der die 'Juden aus dem ungarischen Heer ausgeschlossen werden sollen. Als Juden gelten Personen, die zwei und mehr jüdische Großeltern haben.

Italien errichtet jetzt an allen größeren Unioer- fitäten Institute zur Erfors chung der Iudenfrage. Die ersten Institute wurden in Florenz und T r i e st geschaffen. Ihre Mitarbei­ter sind namhafte italienische Soziologen und. Histo­riker.

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ihrer Auswertung gehört. Am Fang beteiligen sich klärt Fischmeister Pallu, aber wir fahren trotzdem, nicht nur die ortsansässigen Fischer, aus dem gan- zen Land treffen sie sich in Pernau, um die silberne Ernte des Meeres bergen zu helfen. In der Jan- fensträße, dicht am Wasser, steht das Haus einer Fischerei-Genossenschaft. Als wir abends die Räume betraten, schliefen die Männer schon. Früh um vier

iahenb mfammenfinben wo auf ertragfähiger Erde! Leiter des Erfolges offenfinden Besonders Tücht«. gesunde arbeitskräftige Völkergruppe werkt, werden zu höchsten Aemtern befördert, so daß sie geiunoe, ajoeuyi iti vvr h $ufnmmen mit uns Javanern für Wohlfahrt und