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Die Obus-Strecken.

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Die vorstehende Abbildung zeigt in den starken Linien die Strecken des Obus-Verkehrs, in der schwachen Linie die Strecke der Straßenbahn auf. Der starte Kreis in der Mitte stellt die Obus-Linie rings um die Anlagen dar. Der dünne Halbkreis der Straßenbahn am Walltor bedeutet, daß dort eine Zahlgrenze des Obus-Betriebes liegt, die aber auf die Straßenbahn und den Straßenbahnfahrpreis keinen Einfluß hat. Die starke Linie vom Selterstor bis Waldweide stellt die neue Obus-Linie Gießen Klein-Linden dar. Bon der Haltestelle dieser Linie an der Ecke Frankfurter Straße/Schubertstraße bis herüber zum Obus-Wendeplatz Schubertstraße/Ecke .Gaffkystraße besteht kein Obusverkehr; wer von den Fahrgästen aus Klein-Linden hier umsteigen will, muß von der Frankfurter Straße bis zum Obus- Wendeplatz in der Schubcrtftraße gehen und ' kann dort bei Lösung eines neuen Fahrscheins in die Obuslinie 3 Schubertstraße/Ludwigsplatz usw. um­steigen. Die übliche Umsteigemöglichkeit der Strecke von Klein-Linden her ist am Selterstor.

Aus her engeren Heimat.

Scheunenbrond

bei der Beseitigung eines Wespennestes.

* Münzenberg (Kreis Friedberg), 14. Juni. Auf dem Grundstück der bei unserem Orte gelegenen Junkermühle des Mühlenbesitzers Friedrich Sam es bemerkten zwei Jungen, während die Er­wachsenen bei der Arbeit im Felde weilten, in der Wand einer Scheune ein Wespennest. Um dieses zu beseitigen, kamen sie auf den Gedanken, die Wespen mit einem brennenden Strohwisch auszuräuchern. Dabei wurde aber der Brand so groß, daß die Scheune selbst Feuer fing und trotz schnellen Eingreifens der Feuerwehr nicht mehr

gerettet werden konnte. Die Scheune samt Inhalt brannte voll st än big nieder.

Landkreis Gießen.

* Lollar, 15. Juni. Gendarmeriemeister H ch. Hahn und Frau Berta, geb. Weber, Hierselbst, kön­nen am morgigen Dienstag, 16. Juni, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar gilt auch unser herzlicher Glückwünsch.

* Londorf, 15. Juni. Am morigen Dienstag, 16. Juni, begehen der hiesige Gendarmeriemeister Friedrich Klapp und Frau Katharine, geb. Weber,

Möge das Studium der griechischen und römischen Literatur immerfort die Basis der höheren Bildung bleiben! Goethe.

Bei der grundlegenden Umgestaltung des deut­schen höheren Schulwesens im Jahre 1937 ist. das humanistische Gymnasium als einzige Schulform alten Stils im nationalsozialistischen Erziehungs­system erhalten geblieben. Es hat nach einem Er­laß des Herrn Reichserziehungsministers eine Auf­gabe zu erfüllen, die von einer anderen höheren Schule auf absehbare Zeit nicht zu lösen ist. Das Reifezeugnis des Gymnasiums eröffnet nach wie vor den Zugang zu allen Berufen, die den erfolg­reichen Besuch einer höheren Schule zur Voraus­setzung haben. Die hohe Bedeutung dieser einst so blühenden Bildungsanstalt, an der die beiden alten Sprachen gelehrt werden, ist auch im nationalsozia­listischen Staat anerkannt.

Wenn heute noch bei manchen Eltern, deren Söhne eine höhere Schule besuchen sollen, Bedenken gegen das Gymnasium bestehen oder gar offen Stel­lung gegen diese Schulform genommen wird, so kann das nur aus Unkenntnis ober auf Grund von Mißverständnissen geschehen. Man hört häufig von Berufenen und Unberufenen den Vorwurf mangeln­der Lebensnähe des Gymnasiums und der Welt­fremdheit des klassischen Bildungsmaterials. Die antike' Kultur entspreche nicht mehr dem Geist der heutigen Zeit, vor allem nicht den Forderungen, die die nationalsozialistische Weltanschauung an die geistige Ausbildung der deutschen Jugend stellen müsse. Demgegenüber aber muß betont werden, daß der Führer selbst nachdrücklich und unmißverständ­lich auf die erzieherischen Kräfte der Antike auf­merksam macht, die sich die völkische Schule niemals entgehen lassen darf. Er sagt z. B. inMein Kampf", S. 469:

Es liegt im Zug unserer heutigen materiali­sierten Zeit, daß unsere wissenschaftliche Ausbildung sich immer mehr den nur realen Fächern zuwendet, also der Mathematik, Physik, Chemie usw. So nötig dies für eine Zeit auch ist, in welcher Technik und Chemie regieren und deren wenigstens äußerlich sichtbarste Merkmale im täglichen Leben sie dar­stellen, so gefährlich ist es aber auch, wenn die all­gemeine Bildung einer Nation immer ausschließ­licher darauf eingestellt wird. Diese muß im Gegen­teil stets eine ideale sein. Sie soll mehr den huma­nistischen Fächern entsprechen und nur die Grund­lagen für eine spätere fachwissenschaftliche Weiter­bildung bieten. Im anderen Falle verzichtet man auf Kräfte, welche für die Erhaltung der Nation immer noch wichtiger sind als alles technische und sonstige Können. Insbesondere soll man im Geschichtsunter­richt sich nicht vom Studium der Antike avbringen lassen. Römische Geschichte, in ganz großen Linien richtig aufgefaßt, ist und bleibt die beste Lehrmeiste­rin nicht nur für heute, sondern wohl für alle Zeiten. Auch das hellenische Kulturideal soll uns in seiner vorbildlichen Schönheit erhalten bleiben."

Wenn das Bildungsziel und die Aufgabe aller Erziehung sein muß, den deutschen Menschen zu den Grundwerten seiner Art zurückzuführen und in den Kulturzusammenhang seines Volkes und feiner Zeit

das Fest der Silberho chzeit. Unseren herzlichen Glüwckunsch.

In Kassel aufgegriffen.

* Alsfeld, 15. Juni. Die seit 2. Juni hier ver­mißte und zuletzt in einigen Dörfern im Kreise Zie­genhain gesehene 14 Jahre alte Käte Brust aus Köln ist in Kassel von der Bahnpolizei a u f g e - griffen worden. Das Mädel trieb sich dort ziel- und zwecklos herum. Es wurde von der Bahn­polizei in gute Verwahrung gegeben und wird nun­mehr zu feiner zur Zeit hier weilenden Mutter zu­rückgebracht werden.

.hineinzubilden, bann können wir dabei die in sich abgeschlossene Kultur der alten Griechen und Rö­mer, der zwei uns artverwandten nordischen Völker, nicht entbehren. Unsere eigene Kultur und vor allem ihr klassisches Zeitalter ist ohne die Antike nicht möglich gewesen und auch heute nicht mehr ver­ständlich. Dabei finb die alten Sprachen ein treff­liches Mittel zur Schulung des Denkens und zur Schärfung des eigenen Sprachgefühls. Hier gilt das Wort Goethes:Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von feiner eigenen." Das Gymnasium hat das Lateinische als erste Fremdsprache beibehal­ten, weil diese klar aufgebaute Sprache viel mehr als das Englische den Jungen von vornherein in eine streNge geistige Zucht nimmt und eine unüber­treffliche Vorarbeit für das Erlernen anderer Spra­chen leistet. Der praktische Wert des Lateinischen ist allgemein anerkannt. Alle deutschen höheren Schu­len für Jungen haben deshalb Latein lehrplan- mäßig eingeführt. Das Griechische ist eine der schönsten Sprachen und dient ebenso wie Latein zur logischen Schulung des Geistes und Schärfung des Sprachgefühls. Es ist für eine Reihe von Berufen, zu denen ein Unwerfitätsftubium führt, fast unent­behrlich. An Stelle des Französischen ist durch die Neuordnung des höheren Schulwesens in allen Schulen das Englische getreten, bas auf dem Gym­nasium vier Jahre lang als Pflichtfach ausreichend gelehrt wirb. Daneben kann auch bie französische Sprache am Gymnasium in einem freiwilligen Lehrgang der letzten drei Schuljahre erlernt werden. Auch die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer stehen in dem heutigen Gymnasium auf einer ganz beachtlichen Höhe, so daß die Schüler allen Anforde­rungen der Universität für das Fachstudium oder auch allen Anforderungen des späteren Lebens ge­wachsen sind. In Physik und Chemie ist die Stün- denzahl am Gymnasium gegenüber früher wesentlich erhöht, und der biologische Unterricht ist an allen höheren Schulen ber gleiche. Wenn die Erwerbung von Spezialkenntnissen auf naturwissenschaftlichem Gebiet im Gymnasium etwas zurücktritt, so geschieht dies zugunsten einer allgemeinen geistigen Durch­bildung, bie als die wichtigste Voraussetzung und wertvollste Vorbildung für jeden Beruf anerkannt ist. Das Gymnasium will kein Fachwissen vermitteln, sondern deutsche Jünglinge heranbilden und vater­ländischen Geist und echtes stolzes Volksbewußtsein in die jungen Seelen pflanzen und sie ausrüsten mit sittlicher Kraft und einem starken Willen zu ernster Arbeit, bie sie befähigen soll, in allen Lagen des Lebens ihren Mann zu stellen.

Allerbings setzt ber Besuch des Gymnasiums auch eine idealistische Gesinnung voraus, bie nicht wie bie materialistische Zeit unaufhörlich nach ber prak- tfchen Verwenbbarkeit des Gelernten im späteren Leben fragt und geistige Werte nur insofern schätzt, als sie sich in materielle Werte Umsetzer, lassen.In­dustrie und Technik, Handel und Gewerbe vermögen immer nur dann zu blühen", sagt unser Führer,so­lange eine idealistisch veranlagte Volksgemeinschaft bie notwendigen Voraussetzungen bietet." Das Gym­nasium ist im Staate Mols Hitlers eine Pflegestätte echt nationalsozialistischer Gesinnung, die neben ber Uebermittlung gelegenen Wissens auch bie seelische

Vertiefung und die Erfassung des ganzen Mensches vor Augen hat unb alles, was nicht nur zur Aus­bildung des Verstandes, sondern vor allem auch des Charakters, des Willens und des Gemütes wert­voll ist, für feine Schüler fruchtbar zu machen sucht. Die Forderungen, die im Gymnasium an die Schü- ler gestellt werden, enthalten hochgesteckte Ziele, und" sie lassen sich nur erreichen durch harte und ernste Arbeit. Das Gymnasium ist aber darum nicht schwerer als die übrigen höheren Schulen. Man würde diesen Unrecht tun, wenn man sie als leich- ter bezeichnete. Nicht nur ber hochbegabte, sondern auch jeder normal beanlagtc Schüler kann den An-, farberungen bes Gymnasiums entsprechen.

Wenn ber Generaloberst von Seeckt seinerzeit (in ber Festschrift zum 350jährigen Bestehen des Karls­ruher Gymnasiums, 1936) oas humanistische* Gym­nasiumeine ber wertvollsten Borbereitungsanstalten! für den Offizier" bezeichnet, so gilt das in gleichem Maße auch für alle anderen Berufe noch heute im nationalsozialistischen Staat.

G.A^Spori.

Dieletzten Vier" im Handball

Bei ber Zwischenrunde zur Deutschen Handball- Meisterschaft ber Männer setzten sich am gestrigen Sonntag LSV. Reinecke Brieg, SG. Ordnungs- polizei Berlin, SV. Waldhof unb bie SG. Orb* nungspolizei Magdeburg für die am 31. Juni an­gesetzte Vorschlußrunde burd).

Die Ueberraschung war das Ausscheiden des Titel­verteidigers Ordnungspolizei Hamburg, die in Magdeburg von ber Ordnungspolizei mit 13:11 (5:9) aus dem Rennen geworfen wurden. Als ein­zige Reisemannschaft kam die -Ordnungspolizei Ber­lin in Minden gegen den MSV. Hindenburg mit 5:2 (3:1) zum Erfolg. Unerwartet hoch fielen die Siege des SV. Waldhof mit 18:5 (9:4) über die

Stuttgart und des LSV. Reinecke Brieg mit 20:5 (7:3) über die Oftbahn-SG. Krakau aus.

Kreiswandertag des AS.-Reichs- bundes für Leibesübungen.

Am Sonntag führte der Sportkreis 23 Gießen des NSRL. feinen diesjährigen Wandertag nach Staufenberg durch. Etwa 400 Turner, Turnerinnen, Wanderer, .Radfahrer und Paddler waren dem Ruf des Sportkreisfühpers gefolgt und hatten sich zu bet! Kundgebung auf dem inneren Burghof eingefunderu Das gemeinsame LiedSeht, wie die Sonne dort leuchtet" unb ein Dorspruch, gesprochen von Kreis« frauenmartin Jbel Hauck, leiteten zu der An­sprache des Kreissportwarts Heller über, ber intz Namen des verhinderten Sportkreisführers die Tur­ner, Wanderer und Sportler begrüßte, auf den Wert bes Wanderns und den Zweck des Treffens an ge* fch'ichtlicher, herrlich gelegener Stätte hinwies, zu!. erhöhtem Einsatz nach dem Vorbild unserer Kame^ raden an der Front aufforderte und nach dem ge­meinsamen LiedO Deutschland hoch in Ehren" bis Kundgebung mit dem Gruß an Führer und Wehr­macht schloß.

Anschließend fand im Saale des GasthausesZue Burg" eine vom Turnverein Staufenberg gut vor­bereitete und sehr gut besuchte Werbeveranstaltung statt, bie von der Kreisvorführungsgruppe und den Turnerinnenabteilungen von Lollar und Staufen­berg gestaltet wurde. Nach der Begrüßung durch ben Turnverein Staufenberg zeigte Kreisfachwart Sau» P e r t Zweck und Ziel derartiger Veranstaltungen und forderte zur Mitarbeit und zum Mittnachen auf. In flotter Folge wechselten Körperschule unb Boden - übungen der Jungen mit Keulenübungen, Reigen, Tänzen und Barrenturnen ber Turnerinnen. Die Darbietungen fanden ihre Höhepunkte im Barren- und Reckturnen der Turner Reuter, Herbert, Bettin und Bierau in guten Einzelleistungen von Helma Schmieder. Reicher Beifall belohnte die schönen Vor- führungen.________________

Hauptschristleiler: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hanptschriftleiters: Ernst Blumschein. Bercmtwortlich für Politik und Bllder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Dhyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlaa: Brühlsche Un'.versttätsdruckerei R. Longe K. G. Beriagslelter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzergenpreisliste Nr. 6.

Sie Vedeuiung des humanistischen Gymnasiums im nasionalsozialistischen Siaat.

Von Oberstudiendirektor Dr. Wolkewitz, Leiter des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums Gießen.

Am 2. Pfingstfeicrtag erlitt mein ge­liebter Mann, der gute Vater seines Söhnchens, unser einziger treuer Sohn, Schwiegersohn und Schwager

Kurt Beyer Rottenführer in einer ^-Division Inhaber des Eisernen Kreuzes u.des Sturmabz. den Heldentod. Er kämpfte und fiel als Held für die Größe und Zukunft Deutschlands.

In tiefer Trauer:

Frau Emmi Beyer und Klein-Erich Erich Beyer und Frau Anna Ludwig Seth und Frau Marie Ludwig Seth uqd Frau Elly Willy Seth

Gießen (Neuenweg 18), Großen-Linden, Ober-Scheid, den 15. Juni 1942. '

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nser einziger, prächtiger Sohn, unsere inzcZukunftshoffnung, mein geliebter rüder

Georg Gail

Oberreiter in der Aufklärungsabteilung eines Kavallerie-Regiments

starb im 20. Lebensjahr Anfang Juni an der Ostfront den Heldentod.

In tiefer Trauer:

Dr. jur. 6g. Gail und Frau Irene, Irene Gail. [geb. Benislawski I

Gießen, den 14. Juni 1942.

Von Beileidsbezeigungen bitten wir abzusehen. I 02861 I

Mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwie­gervater, Großvater, Bruder, Schwager u.Onkel

Karl Hinterlang I.

Metzgermeister

ist heute im Alter von 66 Jahren für immer von uns gegangen.

In tiefer Trauer: Anna Hinterlang, geb. Abel; Karl Hinterlang und Frau Margarete, geb. Bepler; Wilhelm Jung, z. Z. im Felde, und Frau Marie, geb. Hinterlang; Gertrud Hinterlang; 4 Enkelkinder u. alle Angehörigen.

Gießen-Klein-Linden, den 14. Juni 1942.

Die Beerdigung findet am Dienstag, 16. Juni, 15 Uhr, vom Trauerhatise, Wetzlarer Straße Nr. 20, aus statt.

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