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Henner Voepel

Lenore Voepel

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Unser zweiter Sohn ist ange­kommen !

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NSG. Einige Tage sind erst vergangen seit der Aufdeckung eines umfangreichen Hamsterlagers im Gebiet des Gaues Hessen-Nassau, in Büdingen. So­eben wird ein zweiter Fall schwersten volksschädigen­den Verhaltens bekannt, diesmal in der Nachbarschaft von Frankfurt a. M. In S ch w o l b a ch a. T. betrei­ben die Eheleute Johann Nikolaus Scherer und Frau Elisabeth, geb. Freund, wohnhaft Taunusstraße Nr. 21, ein 22 Morgen umfassendes schuldenfreies landwirtschaftliches Besitztum. Als den zuständigen Behörden zu Ohren gekommen war, daß die Familie Scherer über Lebensmittelbestände verfüge, die über das einer Selbstversorgergemeinschaft zustehende Maß weit hinausgehen, wurde blitzschnell zugegrif­fen. Eine genaue Durchsuchung des Schererschen Anwesens führte zu haarsträubenden Ergebnissen. In einer Zeit, da jeder Volksgenosse um des End­sieges willen mit den festgesetzten Versoraungsratio- nen auskommen muß, haben dis Volksschädlinge in Schwalbach ein Warenlager zusammengehamstert, das an Umfang den eigenen Bedarf weit übertrifft. Dessen ungeachtet wurde den bei Scherer beschäftig­ten landwirtschaftlichen Hilfskräften (Hackfruchtarbei­tern) völlig unzureichendes Essen verabreicht, obwohl diese Arbeiter Zusatzkarten erhalten hatten.

Die Durchsuchung des Hamsterlagers förderte u. a. folgende Mengen an Lebens- und Genußmitteln zu­tage: 100 große Dosen Wurst und Fleisch, 10 große Würste, 15 Bratwürste, 14 Töpfe verschiedener Grö-

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Bekanntmachung.

Bett.: Fischversorgung.

Bei den nächsten Zuteilungen von Seefischen und Räucherfischen können nur solche Haushalte be­liefert werden, die bisher keine Zuteilung an See­fischen oder Räucherfischen erhalten haben.

Haushalte, deren Sonderausweiskarten für den Fischbezug in den Feldern für Seefische oder Räucherwaren einen Abstempelungsvermerk besitzen, können vorläufig nicht berücksichtigt werden. Vor­sprachen bei den Fischgeschäften sind vollkommen zwecklos.

Telephonische Bestellungen dürfen' von dell Fisch­geschäften nicht entgegengenommen werden.

Die Verkaufstage und -zelten sind jeweils aus den Aushängen in den Schaufenstern der Fischgeschäfte ersichtlich. 12550

Gießen, den 14. 4.1942.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

Ernährungsamt Abt. B._____________

Mein lieber, guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder

Heinrich Wagner V.

Maurer

wurde heute morgen um 7 Uhr, im Alter von 72 Jahren, durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst.

In stiller Trauer:

Katharine Wagner, geb. Fatum

Familie Heinrich Schmitt IX., Saasen Familie Karl Wagner, Frankfurt a. M. Familie Peter Wagner

nebst Angehörigen, Saasen Familie Georg Schmitt V., Saasen.

Saasen, Frankfurt a. M., den 14. April 1942.

Die Beerdigung findet Donnerstag, 16. April, nachmittags 14 Uhr statt.

me 7. Deutsche Reichslotterie beginnt übermorgen

Schnell noch ein Los aus den Gießener Staatlichen Lotterieeinnahmen

Hart und schwer traf uns die unfaß­bare Nachricht, daß unser einziger hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwa­ger und Pate

Obergefreiter Heinrich Nicolai in den schweren Kämpfen im Osten sein junges Leben im Alter von 27 Jahren hingab. Er war ein^m bayerischen Regiment zugeteilt. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.

In tiefer Trauer:

Familie Heinrich Nicolai nebst allen Angehörigen.

Burkhardsfelden, im April 1942.

Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 19. April, nachmittags um %3 Uhr statt.

12590

Kurz nach dem Tode seines Vaters er- [rStMj hielten wir die unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß mein jüngster lieber Sohn, unser lieber Bruder, mein lieber Enkel, Schwager und Pate

Alfred Soodmann

Soldat bei der Luftwaffe

infolge seiner im Osten erlittenen schweren Verwundung sein junges Leben im blühenden Alter von 23 Jahren für Führer, Volk und Vaterland lassen mußte. Seine Gedanken bis zur letzten Stunde galten seiner schwer ge­prüften Mutter.

In tiefer Trauer: Emma Soodmann

Walter Soodmann, Oberwachtmeister, z. Z. im Felde und Familie

Karl Soodmann,Gefreiter, z.Z.im Felde, und Familie. Großen-Linden, im April 1942.

Zmsscheinen und anderen Einnahmen wurden tote« herum nicht in der Ertragsrechnung ausgewiesen. Nach Zuführung an den Pensionsfonds non 1,50 (1,00) Mill. RM. errechnet sich einschließlich 1,73 Mill. RM. Vortrag ein Reingewinn von 7,73 (6,53) Mill. RM. Hieraus sollen auf das hn April 1941 auf 100 Mill. RM. erhöhte AK. wieder 6 v. H. Dividende verteilt werden.

Für die Ertragsgestaltung war es nicht unwesent­lich, daß der Anteil der täglich fälligen Gelder bei den Einlagen der Kundschaft nicht nur nicht zurück­ging, sondern sogar auf 61,10 (60,80) v. H. anwuchs. Während sich die Einlagen der Kundschaft um 30 v. H. vermehrten, erhöhten sich die Spareinlagen sogar um 43 v. H. auf 441,84 (307,55) Entsprechend der Erhöhung des Aktienkapitals auf 100,0 (80,0) wurden die Rücklagen auf 20,0 (15,0) verstärkt.

Wirtschaft.

Commerzbank, Hamburg-Berlin.

Mit der fortschreitenden Zusammenfassung aller wirtschaftlichen Kräfte im Kriege hatte auch die pri­vate Wirtschaft trotz der allgemein steigenden Geld­flüssigkeit neuen Kreditbedarf, der in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres 1941 erstmalig wieder seit Kriegsbeginn zu einem Ansteigen der Schuldner bet der Commerzbank AG., Hamburg-Berlin, führte. Die Commerzbank hat ihre europäischen' Beziehun­gen durch Errichtung, von Tochtergesellschaften in Amsterdam und Den Haag, in Brüssel, in Riga und Reval verstärkt. Sie unterhält darüber hinaus stän­dige Vertretungen in Paris und Bukarest und ist aktienmäßig an einigen Instituten in Rumänien, Serbien und Kroatien beteiligt.

Trotz weiterer Verringerung der Zinsspanne war das Ergebnis befriedigend. Es drückt sich in Rekord­ziffern für die Anzahl der geführten Konten, für die Bilanzsumme und für die Gesamtumsätze aus. Die Gesamtumsätze fliegen um 12 Mrd. RM. auf 133 Mrd. RM., die Bilanzsumme erhöhte sich um 28 v. H. äuf 2957 (2306) Mill. RM., die Zahl der Konten um 11,3 v. H. auf 551560 (495 349). Die Barliqui­dität stellt sich bei einer Barreserve von 107,4 (84,3) auf 4,52 (4,47) v. H. In der Gewinn- und Verlust- rechnung kommt die Ausweitung des Geschäftsvolu- mens tu einer Erhöhung der Erträge aus Zinsen und Diskont auf 42,07 (36,59) Mill. RM. zum Aus­druck, während Provisionen und Gebühren im we­sentlichen infolge einer Minderung im Börsenkom­missionsgeschäft auf 28,69 (31,46) Mill. RM. zurück­gingen. Die Gewinne aus Wertpapieren, Konsor­tial- und sonstigen Beteiligungen, Devisen, Sorten,

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ßen Fett (geschätzter Nettoinhalt 125 Pfund), 61 Pa­kete Seifenpulver aller Art, 36 Stück Seife, 5 Kisten Zigarren, 38 Päckchen Zigaretten, 5 große Tüten. Bohnenkaffee, 11 große Tüten Zucker, 5 Tüten Grünkern, ebensoviel Haferflocken, 6 Päckchen Mai- zenamehl, eine 10-Liter-Kanne Olivenöl, 2 Sack Mehl, einen großen Korb mit Eiern, 14 Flaschen Kognak aller Art, 95 Flaschen Wein, 2 Säcke Wei­zen, 5 Paar neue Schuhe. Im Hauskeller wurden außerdem 15 bis 20 Zentner Speisekartoffeln unter Dickwurzresten versteckt aufgefunden. Ein nicht un­erheblicher Teil der Lebensrnittel, so uof allem die meisten der Würste waren bereits verschimmelt. Zum Abtransport des beschlagnahmten Hamsterlagers wurde ein Lastwagen benötigt.

Die Familie Scherer, die in sehr guten finanziellen Verhältnissen lebt, nahm von jeher eine Sonder­stellung zur Volksgemeinschaft ein. So wurde die Unterbringung von Soldaten in ihrem Anwesen von Scherer und seiner Frau abgelehnt, weil sie angeb­lich selbst nickst genug zu essen - hätten. Nach der Sicherstellung des Hamsterlagers werden die der allgemeinen Versorgung bisher entzogenen Lebens­und Genußmittel nunmehr denen zugeführt, die in erster Linie ein Anrecht darauf haben, unseren ver­wundeten Soldaten in den Lazaretten. Die Volks­schädlinge wird die volle Strenge des Gesetzes treffen.

Einziehung überhöhter Mieten als Mehrerlös.

Wie aus einem'Erlaß des Reichskommissars für die Preisbildung ( 651 746/42 vom 7.4.1942) heroorgeht, gelten die Vorschriften der Verordnung zur Aenderung^der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Preis­vorschriften vom 28. August 1941 über die Abführung des Mehrerlöses, wie nach einer allgemeinen Fas­sung nicht zweifelhaft sein kann, auch für die von einem Vermieter aus einem Mietverhältnis erlang­ten Mehrerlöse. Hier kann es keinen Unterschied machen, ob der Vermieter den Mehrerlös unmittel­bar durch eine Erhöhung der (Haupt- oder Neben-) Leistungen des Mieters oder lediglich mittelbar durch eine Verminderung seiner Gegenleistungen-erzielt hat.

Aus her engeren Heimat.

3m Walde tödlich verunglückt.

* Grün berg, 14. April. Bei der Gewinnung von Dürrholz zum Selbstoerbrauch im Revier des hiesigen Forstamts Nieder-Ohmen war der 72 Jahre alte Maurer Friedr. Becker aus Nieder-Ohmen mit dem Fällen einer Fichte beschäftigt. Beim Stürzen des Baumes brach dieser von einem anderen dürren Baum einen starken Ast ab, der den bedauerns­werten alten Mann so schwer am Kopfe traf, daß der T 0 d auf der Stelle eintrat.

Unter einen Zug gefallen.

* Kinzenbach (Kreis Wetzlar), 15. April. Die 18 Jahre alte Irmgard Stroh von hier fiel am Dienstagabend gegen 23 Uhr auf dem-hiefigon Bahn­hof auf bis jetzt noch ungeklärte Weife unter den Zug. Das bedauernswerte Mädchen stürzte so un­glücklich, daß ihm das linke Bein ab g,e fah­ren wurde. Schwer verletzt mußte die Verunglückte vom Gießener Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden, wo sie in ernstem Zu­stand daniederliegt.

Schweinemarkk in Friedberg.

* Friedberg, 15. April. -'Der heutige Schweinemarkt war mit 114 Ferkeln beschickt. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 30 bis 36 RM., 6 bis 8 Wochen alte 36 bis 42 RM., 8 bis 12 Wochen alte 42, bis 58 RM. pro Stück. Der Handel war leb­haft, es verblieb geringer Ueberstand.

Schweinemarkt in Gederg.

* Gedern, 14. April. Der heutige Schweine­markt war mit rund 300 Ferkeln beschickt. Es kosteten 4 bis 6 Wochen alte Ferkel 30 bis 35 RM., 6 bis 8 Wochen alte 36 bis 42 RM. und je nach Qualität mehr. Bei flottem Geschäft wurde der Markt geräumt.

Landkreis Gießen.

-Allendorfa. d. Lda., 14. April. Am Sonntag fand eine Versammlung der Ortsbauernschaft statt, in der die wichtigsten Maßnahmen der Kriegserzeu­gungsschlacht sowie besondere Anordnungen durch Örtsbauernführer Wallenfels besprochen wur­den. Anschließend hielt Landwirtschaftsassessor N a ° gel von der Landwirtschaftsschule Gießen einen Vortrag über die Kalkung der Aecker und Wiesen auf Grund der Bodenuntersuchungsergebnifse, die nunmehr nach Probenahme im Herbst von der Ver­suchsstation in Darmstadt mitgeteilt wurden. In einer Aussprache wurden ferner noch Fragen des

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= Lich, 14. April. Maurermeister Heinrich U h r h a n IV. vollendet am morgigen Mittwoch, 15. April, in voller körperlicher und geistiger Rüstig­keit sein 7 5. Lebensjahr. Trotz seines hohen Alters ist er noch täglich vom frühen Morgen bis zum späten Abend in seinem Geschäft sowie in der Landwirtschaft tätig und vertritt außerdem seinen zur Wehrmacht eingezogenen Sohn, den Maurer­meister Ludwig Uhrhan Der Jubilar entstammt einem alten Licher Geschlecht. Die besten Wünsche des weiten Verwandten- und Bekanntenkreises und seiner Geschäftsfreunde für einen langen und schönen Lebensabend werden dem Jubilar an seinem Ehren­tag dargebracht. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche.

Kreis Dehlar.

(D Krofdorf, 14. April. Der nun 55 Jahre bestehende Turnverein Krofdorf bot am Sonntag in seiner Turnhalle im Rahmen einer Veranstaltung für das WHW. turnerische Vorfüh- runaen, die von der Turn- und Sporttätigkeit auch im Kriege bestes Zeugnis ablegten. Der Vorsitzende Ernst Schleenbecker und die Leiterin des Mäd­chenturnens Hilde Leib zeigten vor allem mit den einzelnen Jugendabteilungen zu den schönsten Hoff­nungen berechtigenden turnerischen Nachwuchs. In anerkennenden Worten ynb der Jugend als Vor­bild hinstellend ehrte der Vorsitzende das Mitglied Ernst Schmidt für 50jährige Zugehörigkeit zum Verein, sowie für 25jährige Vereinstreue die Mit­glieder Karl Kreutz, Ernst Leib und Willi S u ch a n (letzterer im Felde). Der Verein zählt elf über fünfzig Jahre zu ihm gehörige Turner, sowie noch sechs lebende Gründer.

Dneflasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

H. h. in G. Die Frage, inwieweit der Jagdberech­tigte verpflichtet ist, den durch Wild angerichteten Schaden an Grundstücken zu ersetzen, war geregelt durch § 835 des Bürgerlichen Gesetzbuches und Artikel 70 bis 72 des Einführungsgesetzes hierzu, sowie durch landesrechtliche Vorschriften. Heute gilt das Reichsjagdgesetz vom 3. 7. 1934 (Reichsaesetzblatt 1934, 549), das am 1.4.1935 in Kraft getreten ifK Maßgebend sind vor allem die Bestimmungen der §§ 44 bis 47 in Verbindung mit der Ausführungs­verordnung vom 27.3.1935 (Reichsgesetzblatt 1935, 431). Die zahlreichen Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, um eine Schadenersatzpflicht des Jagd-^ berechtigten zu begründen, können im einzelnen hier nicht zitiert werden. Sie können diese den oben angegebenen Bestimmungen entnehmen. Dasselbe gilt für das Verfahren, jn dem die Geltendmachung des Ersatzanspruches zu erfolgen hat. Wir verweisen hierzu vor allem auf den § 49 des Reichsjagdgesetzes.

Hmiptfchriftleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter be$ Hanptschriftleiters: Emst Blumlchein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feniüeton: Dr. Hans ThstriotZ für Stadt Gienen, Provinz, Wirtschaft und Svott: Emst Bluoychein.

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