Ausgabe 
15.1.1942
 
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große Zahl *ber Veransto >|en Feuern , Willy Hahn.

37. Fortsetzung

(Nachdruck verboten.)

die

zu

glück mag zusammenschmieden. Glück tut es noch

unten sei, da rsiörerangrifs, nmt, daß bas Vlosionen ge- laucht roar. t handelt es i selbst ober Mm Jing- laten besitzen, begonnen, bei er Abkommen ih Jlugjeuge

gewandten Zeit benötigte, und machte, daß er aus dem Hause kam

Auch dem Schaden, den die Lunge durch das Ein­atmen sehr kalter Luft nehmen könnte, ist wirksam vorgebeugt. Don der eingeatmeten Luft gelangt

Lungenbläschen, die aber mit der ungefähr acht­mal so großen Menge vonAltluft" gefüllt sind, so daß beim Eindringen der kalten Frischluft erst einmal ein Temperaturausgleich, d. h. eine Luft­

land und betonte, daß mancher Mangel an Roh­stoffen bei uns durch körperlichen, geistigen und maschinellen Einsatz behoben worden sei. Der Vortragende erinnerte an die Bedeutung des Bodens, der mineralischen Düngemittel, der Bau­stoffe und Erze und erwähnte die Brennstoffe Kohle und das Oel. Rohstoffe, Arbeitswille und Arbeits­kraft seien heute mit ausschlaggebend für den End­sieg. Beigeordneter Nicolaus sprach im Namen der Zuhörer dem Redner Dank aus und Pl°ß dann in der üblichen Weise den Abend.

Nachgeben bereit war.

Wenige Minuten nach acht Uhr erhob er sich in seinem Stammlokal vom Stuhl und ging zur Telephonzelle. Sekunden später hörte er Karlas Stimme und strahlte vor Freude, obwohl niemand

und fand erst nach weit über einer Stunde den Weg nach Hause. Ueberlegen lächelnd, * betrachtete er die Möbel der beiden von ihin bewohnten Zim­mer, von denen ihm kein Stück gehörte. Das und der Aerger mit Wirtinnen würde nun bald ein Ende haben. Die praktische Seite seiner Liebes­angelegenheit war keineswegs nebensächlich. Sorg­sam suchte er sommerlich leichte. Wäsche heraus, legte den Badeanzug dazu, ging zu Bett und schlief sofort ein.

Früh um fünf Uhr klingelte der Wecker. Mit

Spritzern bedeckt war, trank den in einer Ther­mosflasche bereitgestellten Kaffee, kleidete sich sehr sorgfältig an, wobei er die doppelte der sonst auf-

gab bekannt, »siihnmg des ime in die ; neugeschnffe« werden soll ber Ursprung« , scheint dem« jein.

Gegend von stürme be« tweise so dich in der Nacht 'ages wulden ^inverserlichi lertien große Viehherden,

schlossen."

Ich bin pünktlich, Fräulein Kabelt."

Will ich mir auch ausgebeten haben!" sagte sie fröhlich.

Nun litt es Theo Kammin nicht mehr in dem Restaurant. Er zahlte sein Essen und ging. Da es noch hell war, schien es ihm zu früh, um schlafen zu gehen. Er bummelte ziellos durch die Straßen

Verdunkelungszeit:

15. Januar von 17.34 bis 9.25 Uhr.

NSG. Zu Beginn der Römerherrschaft am Rhein war die Strecke dieses Stromes zwischen Bingen und St. Goar wahrscheinlich noch nicht schiffbar. Ein Felsendamm durchschnitt das Binger Loch von einem Ufer zum anderen. Die Römer durchbrachen den Damm in der Nähe des linken Ufers, wodurch die Insel entstand, auf der 1219 zur Sicherung des Rheinzolles am Ehrenfels der Zoll- oder Mauth- turm erbaut wurde. Die Sage von dem flüchtenden Erzbischof Hatto, den die Mäuse über den Rhein verfolgten, ist eine aus der Luft gegriffene Fabel.

Sicher aber ist, daß zwischen dem rechten Rhein­ufer und dem Eiland inmitten des Stromes im 13. Jahrhundert eine Fahrrinne geschaffen wurde, durch die der Schiffsverkehr mit einiger Sicherheit geleitet werden konnte. Zur Sicherung seines Zol­les ließ Erzbischof Siegfried II. den Mauthturm errichten. Schweden und Franzosen erweiterten dann die Stelle, durch die jedoch größere Schiffe sich noch nicht wagen konnten. Der Handelsstand von Frankfurt am Main bot ebenfalls zu den Er­weiterungsarbeiten in feinem eigenen Interesse hilf­reiche Hand. Das Wesentliche in dieser Beziehung wurde jedoch erst in neuerer Zeit durch die preu­ßische Regierung geleistet. Seit 1818 ist die Schiff-

Vortragsabend der Stadtverwaltung.

Im Rahmen der Dorttäge, die die Stadtverwal­tung in Verbindung mit der DAF. in diesem Winter für ihre Gefolgschaftsmitglieder veranstaltet, sprach am Dienstagabend im Großen Hörsaal der Lud­wigs-Universität Universitätsprofessor Dr. Hum- m e l über das ThemaDie Versorgung Deutsch­lands mit mineralischen Rohstoffen". Nach der Be­grüßung durch den Beigeordneten Nicolaus zeigte der Redner in allgemeinverständlicher Art die Bedeutung der mineralischen Rohstoffe, besonders während des Krieges, auf. Er sprach von dem Reich­tum und der Vielfalt an Mineralien in Deutsch-

großen hltz» alten herrscht.

Schwammen die Muse durch den Rhein?

Oer Mäuseturm bei der Gaustraßensammlunq des Kriegs-WHW.

viel mehr!

Als die nahe Turmuhr zum Schlage ausholte, stand der Kommissar vor dem Hause Kobelt. Zwei Kraftwagen, das ihm schon bekannte Kabriolett und ein großer offener Tourenwagen, standen fahrbereit am Bürgersteig. Auf der kleinen Treppe zum Hause erschien Karla mit einem anderen weiblichen Wesen und zwei Herren, die Taschen und Koffer trugen.

,Fortsetzung folgt)

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Der Anspruch aus Krankenhauspflege und Krankengeld.

früh?"

Nein, und wenn es um drei Uhr wäre.

fahrt durch das Binger Loch für größere und klei­nere Schiffe ohne wirkliche Gefahr. Seitdem aber die vielen Zollgrenzen der Klein- und Kleinststaaten in Deutschland gefallen sind, hat auch der Mäuse- türm feine ursprüngliche Bestimmung verloren und gilt heute mehr der Regelung des Schiffsverkehrs an ber engsten und für die Schiffahrt schwierigsten Stelle des Rheines. Als berühmte Sehenswürdigkeit unseres Gaues ist Bingen mit feinem Mäuseturm das Ziel vieler Reisenden aus dem In- und Aus­land.

Erzbischof Hatto hat sicherlich nicht geahnt, daß noch Jahrhunderte nach ihm der Mäuseturm von einer Sage umwoben ist, die noch heute von seinem traurigen Ruhm kündet. Er, wie auch der Erbauer des Turmes im Rhein, haben aber auch nicht ge- ahrtt, daß der Mäuseturm als Motiv für eines der schönsten Abzeichen bei der kommenden Gaustraßen­sammlung des Kriegswinterhilfswerkes am 17. und 18. Januar 1942 verwendet werden würde. Unsere Volksgenossen aber werden, wenn sie das schmucke ! Abzeichen bei der Gaustraßensammlung erwerben, dabei weniger des geizigen Bischofs, als vielmehr unserer tapferen Soldaten gedenken, denen sie sich i durch ihre Opfer dankbar zeigen wollen.

Explosion in Raum5

Roman von H.C. Hansen

CepyttfM by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Gröbenzell b.Mlndien

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Das Reich bezahlt Baumaterial für den Lustschutzraum.

Verschiedene Finanzämter haben die Erstattung von Kosten für die Beschaffung von Baustoffen zur Herrichtung von Luftschutzräumen mit der Begrün­dung abgelehnt, daß unter Herrichtung lediglich Ar­beitsleistung zu verstehen sei. Der Reichsfinanz­minister hat aber, wie dieSirene" mitteilt, ent-

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von der Kälte unmittelbar bettoffene Hautfläche ist. Denn wenn man nur einen Finger in kühles Was­ser steckt, ist das Kältegefühl viel geringer, als wenn man die ganze Hand in ein um 2 Grad wärmeres Wasser taucht.

Sobald ein größerer Teil der Haut von der Kälte berührt wird, reagiert die Haut in einer ganz charakteristischen Weise, indem sich die Muskeln, die mit den die Haut bedeckenden feinen Härchen in Verbindung stehen, zusammenziehen, wodurch die bekannteGänsehaut" entsteht. Zu diesem unbe. haglichen Gefühl kommt noch ein mehr ober weni­ger starkes Zittern, bis schließlich ein richtiger Kälteschauer daraus wird. Wann es bei einem Menschen zum Frieren kommt, darüber bestehen freilich erhebliche Unterschiede. Die Haut besitzt eben eine ausgesprochene Fähigkeit, sich ber Kälteein- Wirkung anzupassen, wie denn der Mensch starker Kälte gegenüber viel widerstandsfähiger ist, als man es sich im allgemeinen oorftellt So über­standen die Forscher der Deutschen Grönland-Expe­dition in einer iyrer Ueberwinterungsstationen im Innern GrönlandsEismitte" genannt eine Kälte von 65 Grad C und bewiesen damit erneut, wie energisch sich der Körper mit veränderten Temperaturverhältnissen abfindet.

Nach § 184 ber Reichsversicherungsordnung k a n n die Krankenkasse dem Versicherten an Stelle von Krankenpflege und Krankengeld Kur und Verpfle­gung in einem Krankenhaus gewähren. Es handelt ich hierbei, abgesehen von Sonderfällen, eindeutig im keine Pflichtleistung der Kasse, so daß der Der- icherte auch fernen Rechtsanspruch darauf hat, den er vor den Dersicherungsbehörden geltend machen könnte. Schwierigkeiten sind in der Praxis immer wieder wegen der Frage entstanden, inwieweit die Kasse, wenn sie sich einmal für die Gewährung von Krankenhauspflege entschieden hat, an diese Leistung gebunden bleibt.

Zu diesem Fragenkreis liegt nunmehr eine neue Entscheidung des Reichsversicherungsamts vor, zu der die Referentin im Amt für Rechtsberatungs­stellen der DAF., Assesiorin M. Rüdinger, in der Zeitschrist ,Die Ortskrankenkasse" erläuternd Stel­lung nimmt. Danach ist die Krankenkasse an die Krankenhauspflege solange gebunden, bis die Not- menimffeit dieser Leistungsform weggefallen ist: das hatte das Reichsversicherungsamt bereits früher klar- gestellt. Wenn der Versicherte, obwohl ihm die Ab­lehnung der weiteren Kostentragung durch die Kaffe bekannt geworden ist, noch im Krankenhaus bleibt, weil etwa der behandelnde Arzt im Gegensatz zum Vertrauensarzt der Kaffe das Erfordernis der wei­teren Krankenhausbehandlung bejaht, dann läuft er Gefahr, selbst für die1 Kosten dieses weiteren Aufenthalts aufkommen zu müssen. Daß aus diese Weise ein etwaiger Meinungsstreit zwischen dem behandelnden Arzt und dem Vertrauensarzt der

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Theo Kammin rang mit ähnlichen Empfindun­gen. Nach dem Beisammensein am Montagabend mar er, angefüllt mit Entschlüssen, nach Hause ge= : stürmt und faßte den festen Vorsatz, jetzt sofort ein Ende zu machen. Er war sich klar über seine Pläne. Warum also ihre Erfüllung hinauszögern? Zum ersten Male wurde ihm bewußt, daß die schönsten Jahre seines Lebens bereits hinter ihm lagen, aus- gefüllt mit Arbeit, mit Erfolgen und beruflicher An­erkennung, aber vergeudet, wenn man den Inhalt des Daseins nicht nur in Arbeit, sondern in Liebe, Gemeinschaft der Famllie, Sorge um andere Mep- schen sah.

Erst mittwochs ergab sich für ihn Gelegenheit, Karla wiederzusehen. Seinen Wunsch, neuerlich aus­zugehen, hatte sie abgeschlagen und ihn ins Haus ihrer Eltern gebeten. Sie war fröhlich wie immer, voll Schelmerei und nickte ihm kameradschaftlich zu. Er ging auf alles guten Mutes ein, fand seine beste Laune wieder und war ein ausgezeichneter Gesell­schafter voll witziger Einfälle und schlagfertiger Antworten. Dabei blieb es jedoch Seinem Be­streben, ein Alleinsein mit ihr herbeizuführe-n, wich sie geschickt und beharrlich aus. Das verdüsterte ihn zum Schluß des Abends merklich. Aber bei der Verabschiedung drückte sie seine Hand so kräftig, sah ihm so strahlend ins Gesicht, daß es ihrer Worte Nicht bedurft hätte, um ihn glücklich zu machen. Unterwegs wiederholte er sich diese Worte wie ein verliebter Jüngling:Ich freue mich auf das nächste Wiedersehen, Herr Kammin. Lassen Sie nicht zu lange auf sich warten!"

Das hatte sie gesagt. Es war deutlich genug, um ble Gewißheit zu errichten, seine Gegenwart sei ihr

Es war ein strahlender Sommermorgen wie tausend andere auch, die Theo Kammin bereits erlebt hatte. Trotzdem schien ihm der Himmel noch nie so blank gewesen zu sein wie heute. Der Spatzenlärm klang wie Nachtigallentriller. Die Hupen der Autos hatten nichts Alarmierendes an

lieb. Und daraus ergaben sich die natürlichsten Folgen von selbst. Aber das Wiedersehen fiel auf einen späteren Tag, als der Kommissar es ge­wünscht hatte. Donnerstag rief er sie gegen Mittag an und erfuhr zu seinem Leidwesen, sie fahre den Freitag über zu einer auswärts wohnenden Freun­din, die Geburtstag habe. Ob sie Sonnabend schon zurück sei, wisse sie nicht. Herr Kammin könne aber auf alle Fälle einmal OonnabenÖTnittag anrufen.

Die Zeit bis dahin wurde ihm endlos lang. Seine Wirtin spürte ebenso seine Ungeduld wie einige der Untergebenen feine beißende Kritik an ihrer Tätigkeit. Sonnabends zuckte von zehn Uhr an seine Hand immer wieder nach dem Hörer. Er hielt sie zurück, weil er es nicht für anständig hielt, vor zwölf Uhr anzurufen. Dann war es endlich soweit. Die Verbindung wurde mit hastigen Fingern her- gestellt, und wie üblich meldete sich das Mädchen der Familie Kobelt.

Nein, Fräulein Kobelt war noch nicht zuruck. Aber sie hatte mit der gnädigen Frau telephoniert. Ob der Herr Kommissar mit dieser sprechen wolle? Zuerst hatte er dazu wenig Lust, bat dann jedoch darum. Frau Kobelt war die Liebenswürdigkeit selbst, nur kam sie für Kammins Ungeduld viel zu spät auf die Tochter zu sprechen.

Vor einer Stunde hat sie telephoniert. Sie kommt erst heute abend zurück und bringt Besuch mit. Anscheinend hat die Jugend für den morgigen Sonntag etwas Besonderes vor. Ich mußte näm­lich noch eine Freundin meiner Tochter benach­richtigen, sie solle heute abend um acht Uhr anrufen, und ich habe den gleichen Auftrag für Sie."

Ich danke Ihnen, gnädige Frau", erklärte Kam­min und fügte daran eine Menge landläufiger Be­teuerungen, deren Inhalt ihm jedoch vollkommen gleichgültig war Mit Grüßen wurde das Gespräch beendet. Besuch bringt sie mit und hat scheinbar die Absicht, für morgen eine an n ie Karamane zu- fammenzuttommeln. Was soll Ich dabei? Wenn sie etwas für mich übrig hatte, würde sie mit mir allein beisammen sein. Er war ernstlich böse und

♦♦ Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde der Gefreite Hans Georg Schmidt aus Gießen, Goethesttaße 28, der als Funker in einer Panzer-Einheit im Osten kämpft. Vor feinem Einrücken zur Wehrmacht hatte Hans Georg Schmidt die Führung des HI.-Funk- zuges in Gießen inne.

♦♦ Steuer- und Gebühren-Rück- stände werden heute in einer Bekanntmachung der Stadtkaffe zur fofortigen Zahlung angemahnt.

♦♦ Zur Einsendung der Lohnsteuer- und Bürgersteuerbelege für 1941 for­dern die Finanzämter heute in einer Bekannt­machung auf. Die Einsendung muß bis spätestens zum 16. Februar erfolgt fein.

Mischung entsteht, deren Temperatur, zumal dann, wenn man bei großer Kälte nicht tief, sondern mehr flach atmet, immerhin ziemlich gemäßigt aus­fällt. Zudem wird die Lust in den Lungenbläschen noch durch das die Lungen durchziehende Blut an» gewärmt. Allerdings muß dem Blut seine Normal­temperatur von 36 bis 37 Grad Wärme erhalten bleiben. Die niederste Körperwarme, die bisher an Menschen beobachtet wurde, war 23 Grad, und das war und ist natürlich gleichbedeutend mit dem Tod des Erfrierens.

Große Kälte kann sich auch in anderer, und zwar sehr merkwürdiger Weise auswirken. Sowohl in den nord- als auch in den südpolaren Gebieten ist die winterliche Luft fast frei von Bakterien.^ Die davon ist, daß man sich' dort in der größten keinen ErkältungsHnUpfen Anziehen kann, daß Wunden kaum eitern und selbst der Staub bakterienfrei ist. M. A. v. L.

Sprechstunde des Kreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Don­nerstag, 15.1. 42, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, In Gießen statt.

Lornotizen.

Dom Theater der Universitätsstadt Gießen.

Aus der Stadt Gießen.

Haut und Kälte

Der Kältesinn der Haut ist eine ihrer bedeutsam­sten Eigenschaften, weil es, wenn er fehlte, nie zu einer Empfindung der Kälteeinwirkung käme, und der Mensch infolgedessen, eben weil er nicht frieren könnte, erfrieren müßte. Der Kältesinn der Haut ist in ständiger Alarmbereitschaft, lieber die ganze Körperhaut verteilt sind dieKältepunkte", Stellen, on denen allein die Haut die Kälte empfindet. Ihre ^ahl schwankt auf einem Quadratzentimeter Haut eschen 6 und 23, während die gesamte Körper- baut ungefähr 250 000 solcher Kältepunkte besitzt. Da sich die meisten solcher Punkte in der Haut der Brust, an den Armen, den Kniekehlen sowie an der Stirn und den äußeren Handflächen befinden, macht sich die Kälte an diesen Körperteilen immer stärker fühlbar, als etwa auf dem behaarten Kopf, wobei es allerdings auch darauf ankommt, wie groß die

f(hieben, daß die Kosten der Herrichtung von scyutzräumen nach den Richtlinien des Reichsluft- fahrtministers zu erstatten sind. Dazu gehören auch die Kosten für die Baustoffe, die für die Herrich­tung beschafft werben müssen.

Landkreis Gießen.

* Watzenborn-Steinberg, 14.Ian. Un­ser Mitbürger Walter Häuser, der schon bei den Kämpfen in Frankreich zum (Befreiten befördert und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden war, erhielt jetzt im Osten für hervorragende Tapferkeit das Eiserne Kreuz I.Klasse und wurde zum Unteroffizier befördert. Zur Zeit weilt er nach Heilung einer Verwundung in einer Ge- nesungskompanie.

Kreis Bübingen.

(D Schotten, 14.Jan. Leutnant Dr. Philipp Engel alls dem Nachbarort W i n a e r s h a u f e n erhielt zum Eisernen Kreuz II. Klasse für tapferen Einsatz an der Ostfront das Eiserne Kreuz L Ä lasse und das Infanterie-Sturmabzeichen in Silber.

Schwarzschlächter vor dem Darmstädter Sondergericht.

Darmstadt, 14. Ian. (Lpd.) Unter der An­klage, fortgesetzt schwarzgeschlachtet zu haben, hat ten sich der 49jährige Adolf Schmidt und der 60jährige Adolf H a m m 5., beide aus Weiterstadt, vor dem Darmstädter Sondergericht zu verant­worten. Schmidt gab zu, 9 Stück Großvieh, 5 Käl­ber und 21 Schweine schwarzgeschlachtet zu haben. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis, 1OO RM. Geldstrafe ußd 6160 RM. Wertersatz ver- urteilt. Strafmildernd wurde sein Geständnis und die Tatsache in Betracht gezogen, daß er sich im Weltkrieg das E. K. I. und II. Klasse erworben hat. Dagegen traf den Angeklaaten Hamm, dem in der Verhandlung nachgewiesen werden konnte, daß er seit der Bewirtschaftung insgesamt mindestens 33 Rinder, 29 Kühe und Kälber schwarzschlach- tete, ganz abgesehen von den schwarzgeschlachteten Schweinen, die ihm nicht nachzuweisen sind, die ganze Strenge des Gesetzes. Der Angeklagte wurde zu zwei Jahren Zuchthaus, 1000 RM. Geldstrafe und 29 975 RM Wertersatzstrafe ver­urteilt. Das Gericht bezeichnete ihn als einen Schwarzfchlächter größten Stils.

Handball.

$3.-Spiele im Bann 116.

In der HI.-Klasse gab es die ersten Ueberraschun- gen. Mtv. Gießen mußte in Golzheim einen Punkt abgeben. Watzenborn gelang es ebenfalls nicht, den Vorspielsieg gegen Lich zu wiederholen. Das Spiel Lang-Göns Grüningen fiel aus.

Holzheim M t v. Gießen 4:4 (2:1).

Die lange Ruhepause ist den Gießenern nicht aut bekommen. Jedenfalls kam man noch nicht an Oie Leistungen der Vorserie heran. Beide Mannschaften lieferten sich ein flottes Spiel. Die Platzmannschaft hatte in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und konnte eine verdiente Führung erringen. Nach dem Wechsel kam Gießen immer mehr auf, und man rechnete noch mit einem Siege der Gäste. Die Er­folge wurden aber jeweils wieder vom Gegner auf­geholt. Weitere Angriffe wurden dann von der jetzt sicheren Verteidigung Holzheims abgeftoppt. Das Unentschieden entspricht gerechterweise dem Spiel­verlauf.

Lich Watzenborn 5:5 (3:3).

Lich hätte eigentlich den Sieg verdient gehabt. Obwohl es in der einen Hälfte bedeutend überlegen war, gelang es nur, das Spiel unentschieden zu gestalten. Nach der Pause stand das Treffen bald

1 5:3 für die Gastgeber. In den letzten Minuten konnten die Gäste die Gegentore wieder aufholen und ein für sie günstiges Unentschieden erringen. \ Gespannt ist man, wie sich Lich durch diesen Teil- erfolg in den weiteren Spielen behaupten wird.

' Hauptschriftleiter: Dr. Frtetchch Wilhelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Polttit und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Han- Thyriotr 8 für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein.

- Druck und Verlag: Brüblsche Universitütsdruckerei R. Lange KG. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann,- Auzeigenleiter: Hans Beck.

Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Lümmel PI.Nr.S.

Kasse auf dem Rücken des Versicherten ausgetragen wird, muß als unerfreulich bezeichnet werden.

Eine für den Versicherten erfreuliche Lösung ist jedoch durch die neue Entscheidung in der Hinsicht gefunden worden, was zu geschehen hat, wenn der Versicherte von der Ablehnung der Weitergewäh­rung der Krankenhausbehandluna durch die Kasse ohne eigenes Verschulden keine ^Kenntnis erhält. Der Entscheidung liegt ein Fall zu Grunde, in dem die Kasse es unterlassen hatte, bei Ablauf der ge­setzten Frist die Notwendigkeit der weiteren Kran- kenhauÄehandlung zu prüfen und den Versicher­ten davon in Kenntnis zu setzen, daß sie die Weiter- gewähruna dieser Leistung ablehne. Der Versicherte blieb infolgedessen im Krankenhaus und die Kasse weigerte sich später, für die Kur- und Verpfie- gungskosten für diese Zeit aufzukommen, weil ihr Vertrauensarzt entgegen der Ansicht der Kranken- hausärzte die Notwendigkeit weiterer Krankenhaus­pflege verneint hatte. Das Reichsversicherungsamt hat nun klargestellt, daß der Versicherte, solange er ohne fein Verschulden keine Kenntnis davon er­hält, daß er von der Kasse nicht mehr als anstalts­bedürftig betrachtet wird, nicht berechttgt sei, das Krankenhaus zu verlassen. Dieser Verpflichtung ent­spreche andererseits die Verpflichtung der Kasse gegenüber dem Versicherten, solange für die Kosten des Krankenhausaufenthalts aufzukommen, bis der Versicherte von dem Standpunkt der Versicherung ausdrücklich in Kenntnis gesetzt ist. Beim Kranken- geld lägen die Verhältnisse ähnlich, da der Bezug erst endet, wenn der Versicherte den Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit erfährt.

Die am Sonntag, 18. Januar, stattfindende Mor­genfeier der neugebildeten Kammertanzgruppe des Theaters der Universitätsstadt Gießen ist die Wie- deranfetzung der am 14. Dezember wegen Erkran- hing des Ballettmeisters Andreas Dolpert ausge­fallenen Tanzmorgenfeier. Es kommen neue Tanz- schöpfungen nach Musik von Corelli, Mozart, Brahms, de Fatta u. a. zur Aufführung. Es wirken mit: Brigitte Dietz, Katja Kröck, Edith Stoll und Ballettmeister Andreas Volpert, der die Leitung

Veranstaltung hat. Am Flügel begleitet Earl

überlegte schon eine Ausrede, um sich jeder Ein­ladung für den kommenden Tag zu entziehen. Dtenftgefdjäfte hielten ihn von schnellen Ent­schlüssen ab. Der Nachmittag war weit vorgeschrit­ten, als er endlich nach Hause gehen konnte, und dabei wirkte die strahlende Sonne so besänftigend auf sein verbittertes Gemüt, daß er jetzt zu jedem

Dann nehmen Sie meine Instruktionen ent­gegen! Für Essen und Trinken sorge ich. Sie Haden also nichts als gute Laune und einen Badeanzug mitzubringen. Treffpunkt sechs Uhr vor unserm stch- Auf der Vorderplattform der Straß h Hause. Wir fahren in zwei Wagen, da außer; stehend, sah er die sonntäglichen Au meinem Besuch noch zwei Damen und zwei Herren zustreben und freute sich JJJjM&ijen. Urt^ mitfahren Macht mit Ihnen und mir acht Per­sonen. Es wird bestimmt luftig. Wie wir uns den Tag vertreiben, wird erst an Ort und Stelle be-

einem Satz war der hoffnungsvolle Zukunfts­fein Gesicht sehen konnte. I bräutigam aus dem Bett, wusch sich geräuschvoll

Nett, daß Sie anrufen, Herr Kammin. Ich »nd ahne Rücksicht auf feine Wirtin, di- es nicht hab- einen großartigen Plan. Meine Freundin! .kannte.^wenn der halbe Zusiboden^mit und ihr Bräutigam sind mitgekommen und bleiben bis Montag bei uns. Wir wollen morgen zum See bei Kringsdorf fahren und den ganzen Tag draußen bleiben. Machen Sie mit?"

Natürlich!" rief Theo Kammin begeistert in

Muschel.Wann soll es losgehen?"

Schon um sechs Uhr. Oder ist Ihnen das

Ö. VUiyc-vcuyt. ouu mu iuuuuui"I»

flw, oaj i nämlich nur etwas mehr als die Hälfte bis in die n fei, ju be. | f ..... ------