Ausgabe 
14.11.1942
 
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Nogues, sah sich Murphy |

Richtlinien für die Winterarbeit der Partei

Oer Gauleiter auf einer Tagung des Führerkorps.

General Eifenhower

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gründet hatte und dis in dem Marottostrett der!

dierlen am Tage die Hafenanlagen von 3 o u g i und den Flugplatz Maison Blanche bei Algier.

Die Besetzung der füDfranzSflfche Küste ist im wesentlichen abgeschlossen.

linien für die Winterarbeit zu erhalten.

Der Gauleiter gab zu Beginn seiner Rede, die von stärkster Zuversicht auf den Endsieg getragen war, eine)! Ueberblick über die politische und militärische Lage. Im einzelnen erläuterte er dann die Auf­gaben der Partei und die für ihre Lösung anzuwendenden Mittel. Als eherner Block des festen Glaubens an den Sieg und des unbeugsamen Mu­tes, alles für ihn einzusetzen, werde die Partei jedem Kleinmut und jeder Verzagtheit mit dem mitreißenden Beispiel von Treue, Tapferkeit und Opferbereitschaft ihrer Gefolgschaft zu begegnen

Parteigenossen erkannt und durch eigene Zuversicht und aufklärende Haltung sofort abgeriegelt und damit unwirksam gemacht.

Der Gauleiter würdigte dann das Heldentum der Front und kennzeichnete nochmals die Schicksal- Hastigkeit und Härte unseres Freiheitskampfes mit dem Hinweis auf den Vernichtungswillen _unb haß des Weltjudentums und seiner gedungenen Söld­linge. In seiner letzten Rede, so schloß der Gau­leiter seine Ausführungen, habe der Führer wieder- um erkennen lassen, wie bedingungslos er fich in diesem Kampf um Sein ober Nichtsein unseres Volkes auf die Partei verlasse. Das handeln eines jeden Parteigenossen werde daher darauf ausge­richtet sein, den Glauben des Führers anhaltend zu rechtfertigen.

Referate über verschiedenste Sachgebiete und ein Vortrag des früheren Landeskreisleiters der Aus­landsorganisation der Partei von Kenia und Uganda, Bereichsleiter Hub le, über das Thema Die Stellung des Deutschtums in der Welt" ver­mittelten dem Führerkorps einen Einblick in be­sondere von der Partei bearbeitete Aufgaben.

schnitt nur örtliche Kampftätigkeit. Die Luftwaffe bekämpfte den feindlichen Nachschub auf Bahnen und Straßen.

Im Verlaufe der Angriffsoperationen deutscher Unterseeboote gegen die bri­tisch-amerikanischen Landungsstreitkräste in 5 r a n- zösisch -Nordafrika wurden am gestrigen Tage an der marokkanischen Atlanlikküste ein brifi- scher Kreuzer derBirminghams-Klasse durch fünf Torpedotreffer, ein Zerstörer der K-Klasse sowie auf der Reede von F e d h a l a drei Trans­porter von zusammen 22500 BRT. versenkt. 3m westlichen TNittelmeer versenkten andere Unterseeboote einen Transporter von 7000 BRT. und torpedierten zwei weitere Schiffe, darunter einen großen Zwei-Schornstein-Passagierdampfer.

3m Golf von Bougle versenkten deut- fche und italienische Kampffliegerverbände bei fortlaufenden Tag- und Nachtangrif­fen einen Transporter von über 10 000 BRT. so­wie ein kleines Handelsschiff und beschädigten 14 Handelsschiffe, davon einzelne so schwer, daß ckit ihrem Untergang gerechnet wird. Außerdem wurden bei Sturz- und Tiefangriffen schwere Bomben­treffer auf zwei große Kriegsschiffs­einheiten, einen Kreuzer und drei Zer­störer erzielt. Schnelle Kampfflugzeuge bombar-

Neue schwere Schläge gegen feindliche Landungsstreitkräste

Ferner gibt das Oberkommando der Wehrmacht bekannt: Der Chef der französischen Flottenstreit­kräfte im TNittelmeer und der Befehlshaber der Kü­stenverteidigung von Toulon haben eine feier­liche Erklärung abgegeben, daß sie die franzö­sischen Kriegsschiffe und die Seefestung Toulon gegen jeden Angriff der angelsächsischen TNächte verteidigen würden. Der Führer und der Duke hoben deshalb besohlen, daß von

General Pague ist zum Befehlshaber der 10. Di­vision ernannt worben, die ihrer> Standort in Spa­nisch-Marokko hat. General Pague ist ein bekannte« Heerführer aus dem spanischen Bürgerkrieg.

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5n Vichy ist die Mitteilung der mittelamerika­nischen' Republik San Domingo über den Ab­bruch der diplomatischen Beziehungen zu Frank­reich eingegangen. Die französische Regierung hotte vor kurzem von San Domingo bte Abbe-

Porträt: Dehnen-Dienst.

markigen Unternehmens, und ich bin sein aktiver und eifriger Stellvertreter", hat auch im Militäri­schen seinen Niederschlag gesunden. Ches der alli­ierten Operationen gegen die französische Mittel- meer- und Atlantikküste von Nordafrika ist jener General Dwight D. Eifenhower, der seit Juni 1942 in London alsOberbefehlshaber der amerika­nischen Truppen an allen europäischen Fronten" Quartier bezogen hatte. Vor kurzem hatte ihn der Befehl des Präsidenten zu Besprechungen nach

Washington geholt. Dort dürste er jene militärischen Weisungen erhalten haben, die er sich nun gegen französisches Hoheitsgebiet zu vollziehen angeschickt hat.

Für Eisenhower ist durch den Agitationsapparat des Weißen Hauses in der amerikanischen Oeffent- lichkeit bereits heftig Reklame gemacht worden. Daß sein Name auf deutsche Abstammung hinweist, wird in den USA. als so peinlich empfunden, daß man ausgibt, die Vorfahren des Gen-rals seien schon im 17. Jahrhundert aus Deutschland nach der Schweiz gegangen und 1732 nach den Vereinigten Staaten gekommen, im übrigen fei die Mutter rein englischer Abstammung. Der General wird dann der Öffentlichkeit als dritter von sechs Söhnen eines Ingenieurs vorgestellt, der als Baseballspieler, Boxer und Fußballspieler seinen ÄZeg durch das College verdiente. Nach längerer Studienzeit auf der Schule des Generalstabs und industriellen hoch, schulen der Armee war Eisenbower seit 1935 Rat­geber des Generals MacÄrtyur auf den Philip­pinen und hatte hier die Aufgabe, die ehemalige nordamerikanische Besitzung im Pazifik zu einem militärischen Bollwerk ersten Ranges auszubauen. Mit welchem Ergebnis, sollte sich freilich zeigen, als die Japaner die Inselgruppe eroberten und den General Mac Arthur in die Flucht schlugen. Eisen­hower wurde nach Rückkehr von den Philippinen 1940 eine Zeitlang im Kriegsministerium verwen­det, verbrachte 1940 einen Manöversommer als Stabschef der 3. Armee, wurde dann Chef der stra­tegischen Abteilung im Generalstab und später stellvertretender Generalstabschef, wobei ihm'unter General Marshall die Bearbeitung aller operativen Fragen oblag, bis ihm im Juni 1942 das Europa­kommando übertragen wurde.

ht feinen Hoffnungen getäuscht, aber fein« Spione haben in Marokko sowohl wie in Algier an Ort und Stelle alle Möglichkeiten und Gegebenheiten für die amerikanischen Landungsoperationen aus­gekundschaftet, wie ja auch der Staatssekretär hüll mit unverhohlenem Zynismus zugab, daß die Ver­einigten Staaten nur deshalb so lange die Be­ziehungen zu Vichy aufrechterhalten haben, um durch ihre Diplomaten den Boden für Die schon seit dem Sommer geplante Unternehmung zu erkunden. Als man in Vichy durch den amenkamfchen Ueber- ariff auf Liberia besorgt wurde und für das Schick­sal Dakars fürchtete, entblödete sich Roosevelt nicht, den Franzosen beruhigende Versicherungen zu geben, Obwohl er bereits in den Köcher geanffen hatte, um den Pfeil gegen Marokko und Algier auf die Sehne zu legen. Roosevelts falsches Spiel liegt offen da, das französische Volk weiß, was es von diesem Biedermann und seinen beutegierigen britischen Spießgesellen zu halten hat.

Dr. Fr. W. Lange.

einer Besetzung des Festungs bet elchesT o « Ion durch deutsche oder Itattenische Truppen ab­gesehen wird.

Oie italienischen Erfolge.

Rom, 13.9100. ($91$.) Der italienische Wehr, machtbericht vom Freitag gibt u. a. bekannt: 3n Frankreich und Korsika gehen die Bewegungen unserer Truppen planmäßig weiter. In der -War« . marica erneuerten englische Panzerstreitkrafte ihrs heftigen Angriffe. Italienische Torpedo- und Bom­benflugzeuge griffen englisch-amerikanische Flotten­verbände in der Bucht von B o u gi c an. Em. Kreuzer vomLeander"-Typ wurde schwer beschä­digt. Ein großer Zerstörer und zwei Dampfer, da­von einer von über 10 000 BRT., wurden getroffen. Ein mit Munition beladener Dampfer flog in MS Luft Major Buscaglia, der mst dem neuen Sieg insgesamt über 100 000 BRT. feindlichen Schiffs.- raum versenkte, kehrte nicht zurück, ebenso zwei wei­tere Flugzeuge. Ein englisches Flugzeug wurde ab- qeschossen. Bei den jüngsten Luftangriffen auf Sa r- djnie n verlor der Feind nach eigenem Eingestand-

schlossen in diese Bahn der aggressiven kontinentalen DNV. Aus dem Führerhauptquartter, Politik zurück. In Faschoda holte es vor der Kriegs- iz. ji00. Das Oberkommando der Tvchrmacht gibt Drohung Englands 1898 die Trikolore herunter, bie | (,efann(.

TOarcbanb dort nach s°- yn öer w e sl, a u k 0 s u s s r 0 n I wurden feind-

hißt hatte, und suchte die Freundschaft Englands, das ...

ihm durch Unterstützung der französischen Marokko- Mngriffe abgewiesen.

' Politik den Weg zur Entente cordiale ebnete. Dem Ein im Raum von Alagir vorübergehend ab- französischen Volke hat dieser Weg kein Glück von geschnittener eigener Panzerverband hat unter Ab , Dauer gebracht. Der erste Weltkrieg hat ihm schwere wehr zahlreicher feindlicher Angriffe die Verbindung Wunden geschlagen, und die Hegemonie über den zu den benachbarten Kräften wieder erkämpft und europäischen Kontinent hat es nicht behaupten babei mehrere hundert Gefangene eingebracht.

können. Rumänische Truppen schlugen südlich Stalin-

Deutschland hat nach dem Zusammenbruch Der grab feindliche Angriffe in Dalaillonsstärke ab. vn ^CfC<4 t 3n Stalingrad wurde das am Vortage geroon-

"tr^bHi^netlinTteHuzur Äi ncn.e ®e,änbe °°" ^Ipr-nglen feindlichen Gruppen scheu Kolonialpolitik, die Bismarck so klassisch de- gesäubert.

gründet hatte und dis in dem Marokkostrett derl 3m und a-rdttchei» Sroatah-

. Die Nachrichten von der Katastrophe des napoleo» Nischen Kaisertums im deutsch-französischen Krieg riefen in Algier einen Aufstand der Kabul en her­vor, der erst nach schweren Kämpfen 1873 nieder-1 Berlin, 13. Nov. (DNB.) Der weitere Angriff geworfen werben konnte. Auch in Aegypten mürbe I au| britisch-amerikanischen Schiffe in der Frankreich zur selben Zeit in die Verteidigung ge- «Bucht von Bougie begann mit Bombenwürfen dränat, schließlich gewann England durch Ankauf I schneller Zerstörerstaffeln auf die Hafenanlagen, der Kanalaktien des Khediven 1875 ganz die Vor- (Inter heftigen Explosionen stürzten zwei große Hand. Eine Kompensation bot die Errichtung des Lagerhallen ein. Das Feuer ergriff auch das im Protektorats über Tunis 1881 als Ausfluß des Hafengebiet aufgestapelte britisch - amerikanische Bemühens, die algerischen Grenzprooinzsn zu Kriegsmaterial. Gegen 4 Uhr morgens wurden drei sichern. Während England in Nordafrika sowohl »roße Handelsschiffe getroffen, zwei von ihnen in wie in Hinterindien, wo Frankreich 1883 zur Er- Brand gesetzt. Beim weiteren Angriff trafen die trotz oberung von Tcmkin schritt, der entschiedenste Geg- starker Flakabwehr unbeirrt angreifenden Kampf- ner der französischen kolonialen Expansionswünsche siieger ein am Pier liegendes großes Fahraastschiff, war und überall den Widerstand gegen die Fran- Heftige Explosionen und Brände dehnten sich auf die zosen schürte, fand Frankreich in seiner Kolonial- ganze Länge des Schiffes aus. Im Ostteil des Hafens Politik die wohlwollende Unterstützung Deutschlands, I erhielt ein weiteres, gleich großes Schiff zwei Voll- wo immer es sie brauchte. Bismarck war es nur hreffer mittschiffs und blieb brennend liegen. Andere recht, wenn die Franzosen,statt nach der blauen I Kampfflugzeuge zerschlugen die Kesselanlagen eines Linie der Vogesen zu starren, in fernen Ländern Frachters von 8000 bis 10 000 BRT. Kurz danach beschäftigt wären und über den Ruinen von Kar- versenkten zwei schwere Treffer ein Transportschiff thago die Kathedralen von Straßburg und Metz von über 10 000 BRT. und ein kleineres Handels- vergäßen". Aber in der Folgezeit siegte in Paris schiff, das durch Explosion der Ladung völlig zer- die Revancheidee über den Gedanken des über» rissen wurde. Ferner wurden zwei große Kriegs- seeischen Imperialismus. Schon 1834 hatte Passy schiffeinheiten, ein Kreuzer und drei Zerstörer ge- ge'fagt:Algier ist eine Kugel, die Frankreich troffen. Ein Kriegsschiff blieb mit schweren Beschjj- nach sich zieht, und die seine Politik in Europa be- digungen an Heck und Schraube bewegungslos einträchtigt. Gegen eine Hütte am Rhein würde liegen.

ich Algier hingeben, und der Handel würde gut

sein." Nun lenkte Frankreich unter Delcasst ent- VtV «tntPTinaöMVCl IUM«

nis 19 Bomber.

General Ooolitile mit knapper Not dem Tod entgangen.

Stockholm, 13.Nov. (DNB.) Der Londoner Korrespondent vonSvenska Dagbladet' erfahrt, daß General Dovlittle, der Befehlshaber der nordameritanifchen ß u f t ft r e 11E r a f t c in Nordasrika, wie durch ein Wunder dem Tode entkam. DieFliegende Festung", an Deren Bord er sich mit einigen Offizieren befand, wurde durch Jäger der Achse angegriffen, die sie mit Geschossen durchlöcherten und ihre Manövrierfähigkeit be­drohten. Ein Pilot wurde getötet, einige wettere Mitglieder Der Besatzung wurden verletzt. Im letzten Augenblick konnte Die Maschine sich Dem seinDlichen Angriff entziehen.

3« Nordafrika schwere Nachhutkämpfe.

Berlin, 13. Nov. (DNB.) In NorDafrika führ­ten Die Briten h e f ti g e P a n z e r a n g r i ff e; wo die deutsch-italienischen Kräfte Dem Druck Der nach Zahl und Waffen überlegenen Angreifer auswichen, waren alle Kampfanlagen gesprengt. In die vor- rückenDen Kolonnen des Feindes schlugen Die Bom­ben unserer Kampfflugzeuge. Die trotz des schlech­ten Wetters geflogenen Angriffe trafen Die Briten so überraschenD, Daß sie kaum zur Abwehr über­gingen. Insgesamt schossen unsere Jäger 13 Fbag- zeuge ab, die meisten davon im Luftraum über Den angreifenDen Panzerspitzen und über Den Nachschub­straßen.

Europa eine »gepanzerte Schildkröte^.

Ankara, 13. Nov. (Europapreß.) Als eine gepanzerte Schildkröte", Der von außen nicht mehr beizukommen ist, bezeichnet Das türkische 53Iatt Ulas" Europa nach Dem Vorrücken Der Deutsch- italienischen Truppen zur Mittelmeerküste. In An­kara betrachtet man Den Gegenschlag Der Achse als notwendig und gerechtfertigt. Ein türkischer Abge­ordneter nannte Die Botschaft des Führers an Das französische Volkvon europäischem Geist gekennzeichnet.

Streit zwischen Gaullisten und Giraudisten in Syrien.

Istanbul, 13.Nov. (Europapreß.) In Syrien ist es zwischen den Anhängern De Gaulles und denen Girauds zu Auseinandersetzungen gekom­men, bie unter Den Offizieren zu verschiedenen Duellen, aber auch zu Ohrfeigenszenen unter Den kasernierten Soldaten und sogar zu Schießereien ge­führt haben. Selbst im Stabe von General Ca­troux gab es ernste Meinungsverschiedenheiten zwischen Offizieren, die sich weiter zu De Gaulle be­kennen, und jenen, die sofort mit fliegenden Fah­nen zu Giraud übergelaufen sind. Der Delegierte Großbritanniens für Syrien und den Libanon, Ge­neral Sir Edward Louis S p e a r s, hat versucht, zwischen Den streitenden Offizieren zu vermitteln.

Japanischer Luftangriff auf Neukaledonien.

Tokio, 13. Nov. (DNB.) Die japanische Ma-^ rineluftroaffe unternahm wiederum einen An­griff auf Neukaledonien. In mehreren Wellen flogen Die japanischen Bomber über den Hafen von C a n a l a unD zerstörten einen großen Teil Der Hafeneinrichtungen. Das neugebaute Ma» rinearfenal wurde durch Volltreffer vernichtet, eben­so Das amerikanische LastwagenDepot. Zwei Kasernen, die mit amerikanischen Truppen belegt waren, brannten nieder. Auch Die Jnselhauptstadt Nou- m e a wurde wieder schwer getroffen. Der Bahnhof und das Hafenviertel stehen in Flammen. Die Del- tanks der Shell-Gesellschaft brannten nieder. Das außerhalb der Stadt liegende Industrieviertel mit einer Anzahl von Kohlenzechen, Schmelz- und Hüt­tenwerken/würde start in Mitleidenschaft gezogen.

Neukaledonien, eine lange, durchweg nur 50 Kilo­meter breite und sehr gebirgige Insel, ist mit 16 250 1 Quadratkilometern etwas größer als Thüringen Ursprünglich war Die Insel französische Verbrecher« , kolonie, bis 1§96 Die Verschickung von Sträflingen , eingestellt wurde. Seit dieser Zeit hat Die Kolonie, die über reiche Erzlägerstätten verfügt, einen an- , sehnlichen Aufschwung genommen. Die Bevölke­rung von wenig mehr als 60 000 Einwohnern setzt sich aus Franzosen, farbigen Wanderarbeitern und etwa 30 000 eingeborenen Melanesiern zusammen, j Hauptstadt ist Noumea, das früher Port d s , Frange hieß, mit rund 14 000 Einwohnern, da« , nala an Der Ostküste besitzt einen guten Flughafen. > Die Insel, Die etwa 1000 Kilometer ostwärts vom australischen Kontinent liegt, geriet unter gauI« 1 listischen Einfluß und hat jetzt eine auftra« 1 lisch-amerikanische Besatzung. Bedeutend sind die - Lagerstätten an erzreichem Garnierst, einem wich« tigen Nickelerz, Das an Ort und Stelle verhüttet . wird. ,

: Kleine politische Nachrichten.

Die Schweiz übernimmt die Interessenvertretung . Frankreichs in Washington und Die Vertretung Der

Interessen Der USA. in Vichy.

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inbicn bis auf winzige Prestigeposten ein. Auch hier war es England, das Den Nutzen zog aus Der Schwächung Frankreichs in Uebersee Durch sein Streben nach Hegemonie in Europa. Mit Dem Sturz Napoleons war auch Dessen Idee, Frankreich zur ersten Mittelmeermacht zu erheben dahin, und England hatte auch hier mit Dem Besitz von Gi­braltar, Malta und Korfu Das Uebergewicht. Die Eroberung von Algier unter Dem letzten Bourbonen- könig Karl X. kurz vor dessen Sturz in Der 3uli- reoolution Des Jahres 1830 sollte Der Auftakt zur Errichtung des zweiten an Umfang wieDerum ge­waltigen französischen Kolonialreiches auf dem Bo- ........~ k

den Afrikas werden. England hat auch dessen Ent- wissen. Jede Einbruch st eile Der feinD« stehen mit Argwohn und Mißgunst begleitet unD (ich en Propaganda, Die sich in Zeiten, Da den Franzosen Schwierigkeiten bereitet, wo es nur Belastungen und Schwierigkeiten auftreten, be» konnte Algier, einer Der berberischen Seeräuber- sonDers rege betätige unD unter bewußten Geg- ftaaten Der seit Dem Mittelalter Den europäischenern ebenso wie unter Schwachköpfen und Feig- Mittelmeerhandel belästigt hatte, war mit Frank- fingen ihre Handlanger besitze, werden von Den reich wegen finanzieller Forderungen aus Der Re-> volutionszeit für algerische Getreidelieferungen in Konflikt geraten. Berühmt geworden ist Der Fliegen- weDel, mit Dem Der Dey Hussein von Algier Dem

d^eser° einen hochfahrenden^ Ton migeMagen ^hatte^. I Das englische Abhängigkeitsverhältnis von Den Durdi eine Blockade Algiers Den I USA., Das Ehurchill im Hinblick auf Den anglo- Dev ZÜr^Anmihme der französischen Suhnesorde- amerikanischen Ueberfall auf Französisch-Nordafrika runa zu zwingenAber EnglanDwar es, Das Dem mit Den Worten charakterisiert h°t: "Der Präsident Sei?Den Mcke9n stärkte^ so daß dieser alle Verhand- der Vereinigten Staaten ist der Urheber Des gegen- lungen ablehnte. Erst als man sich Der russischen I Unterstützung sicher wußte, wagte Polignac, Der Minister Karls X., auch gegen Die Drohungen Eng- lands eine energische FlottenDemonstration, Die nach wenigen Gefechten zur Eroberung Algiers nut feinen riesigen Schätzen führte.

EnglanD hat Dann Die Einverleibung Algeriens Und den Beginn systematischer kolonialer Arbeit durch das Büraerkönigtum Louis Philipps nut un­verhohlenem Argwohn betrachtet, nur die Anleh- nung an die Festlandsmächte gestattete es Louis Philipp, über das englische Uebelwollen hinweg- zuaehen. Aber England, das den Franzosen 1842 schon in Syrien Durch Unterstützung der Drusen und 1843 in der SMsee bei der Besetzung von Tahiti Schwierigkeiten bereitet hatte, rächte sich, als Frankreich 1844 mit Marokko in Konflikt geriet, dessen Sultan den aufständischen Algerier- Häuptling Abd el Kader unterstützte. Zu Wasier und zu Lande wurde Marokko erfolgreich angegrif­fen und wäre vielleicht Damals schon französischer Besitz geworden, wenn nicht England aus Angst vor einer Bedrohung seiner Stellung im westlichen ' Mittelmeer vor allem bei einer Besitznahme Tangers durch Die Franzosen in Paris kategorisch die Räu­mung Marokkos gefordert hätte und der Bürger- könig, der sich einem Waffen gang mit England nicht gewachsen fühlte, zurückgewichen wäre. Auch Napo­leon III., der auf ein gutes Einvernehmen mit Eng­land befonderen Wert - legte, ist trotzdem mit Den Briten aneinandergeraten, als er den Bau Des Suez­kanals förderte, um Aegypten in die französische Interessensphäre einzubeziehen, und in Syrien Frankreichs traditionelle Stellung als Schutzmacht Der katholischen Christen zu befestigen suchte.

iümer zurückgegeben hat. Cs weiß auch, Daß Der s wilhelminischen Aera 190411 sehr echeblicher nordamerikanische Imperialismus sich stets als ge- wirtschaftlicher Interessen

lehriger Schüler Des britischen gebärdet hat und ihn sen worden war, erneut ch 9^obzugigster Weife o an Skrupellosigkeit womöglich noch überttifft. Roose- tumentiert und ^Jlbmeh^briti'

velts Griff nach Guadeloupe und Martinique, den stutzung gewahrt bei dem ^^uch d^er Abwehr briti französischen Antilleninseln im Karibischen Meer, scher und amerikanischer Anschläge auf bas uber- nach Neukaledonien in Der Südsee, nach Libreville, seeische Kolonialreich ^^ ^maligen ^2^06)6 6^ Der Hauptstadt Gabons an Der westafrikanischen Wenn bislang Dabei Maland m Der ersten Lime 6'jjUp Franzosen aezeiat wessen sie sich von I stand und Roosevelt mehr aus Dem Hintergrun _ WalünZon zu Men Habern Die Briten hohen dirigierte, so scheint Der im Pazifik so wenig aus Die Hand auf^Madagaskar gelegt, Syrien besetzt und seine Kosten gekommene Betätigungsdrang der -MSSSSSs

hatten.v aung eines gaullistischen Aufstandes durch Den

Frankreich kennt Den Briten als erbittertste unD §eßr<r(r^ei^en, General Nogues, sah sich Murphy hartnäckigsten Feind-aller (einer kolonialen Bestre-,1 bungen, mochten sie in Amerika, in Asien oder Afrika sein, von Anbeginn seiner Kolonialgeschichte an. Gerade Algier, Das jetzt im Mittelpunkt Der anglo-amerikanischen Begehrlichkeiten steht, ist em Schulbeispiel für Diese Feindschaft. Schon das erste französische Kolonialreich, Das in Nordamerika vom

St.-Lorenz-Strom bis zum Mississippibecken reichte, NSG. Das Führerkorps des Gaues Hessen-Nassau war in einem hundertjährigen Krieg an England &er Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen verlorengegangen. Zu gleicher Zeit büßten die Verbände hatte sich am Freitag im Adolf-Hitler- Franzosen auch ihren großartigen Besitz in Vorder- Haus in Frankfurt a. M. versammelt, um von Gau- ..... ' ' M"'* (gitet* und Reichsstatthalter Sprenger die Richt-