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Mutter schuld. Was machen wir nun?

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Verflixt. Das kommt davon, daß sie immer Boy au mir sagen. Ich hasse diesen läppischen Namen, der mich immer an das Elefantenhaus im Tierpark erinnert. Zuerst taufen sie einen ,Kaspar? nach irgendeinem Erbonkel, und hinterher entdecken sie, daß es für Kaspar nicht mal eine anständige Der-

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Oie Einkellerung der Winterkartoffeln

Ausgabe von Einkellerungsscheinen. Bezug beim Handel oder direkt vom Erzeuger.

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Großer Gott irn Himmel, was soll nun werden? dachte sie verstört. Ich hab's gewußt, soviel Gluck hat keinen Bestand. ..

Als Martin Brügger ein halbes Stündchen spater auf den Zehenspitzen in das Schlafzimmer trat, fand er seine Frau schlafend. Er betrachtete sie gerührt, fuhr mit der Hand über ihr bräunliches Haar und dachte bei sich: So müde war sie, daß sie gleich in den Kleidern eingeschlafen ist. Er holte seine eigene Steppdecke und breitete sie über die Schlum­mernde. Dann schlich er vorsichtig hinaus.

.Anna hatte die Augen zu, aber sie schlief nicht. Sie schämte sich, daß sie ihren Mann in dieser Weise täuschte, bis Tranen kamen. Schon in der ersten Stunde'befleckte sie ihre Ehe mit einer Lüge. Aber sie konnte jetzt keine besorgten Fragen hören und keine Zärtlichkeit ertragen, auch von Martin nicht, der ihr jetzt der teuerste Mensch auf der Welt war. Sie mußte allein sein mit dem Ungeheuerlichen, das wie ein Blitz auf sie herniedergefahren war, sie mußte denken ryib Ordnung schaffen in ihrem wü­sten Kopf. Was' war geschehen? Das Aergste, was e.ner glücklichen Ehe geschehen konnte. Fender war da dieser gewissenlose Mensch, und vergiftete die Luft in diesem Haus. Konnte denn kein Ende sein damit? Seit sie denken konnte, hatte ihr Leben unter irgendeinem Druck gestanden: Knauserei, Lernen, Prüfungsängste, Noten. Dann eine kurze Atem­pause- die erste Anstellung. Ein bißchen mehr Frei­heit ein bißchen mehr Geld, mal ein Vergnügen, mal eine bescheidene Freude. Dann die Sache mit Kaspar Fender. Bitter, aber doch erstaunlich gut ausqeqangen. Brügger war auf den Plan getreten und hatte ihr Liebe, Geborgenheit, eine lockende Zu­kunft verheißen

Unb das alles nun war durch das Auftauchen die­ses Menschen bedroht. Verzweifelt unb voller Haß rang sie die Hände. Kaspar Fender der Stiefsohn Brüggers. Das war mehr als ein Mensch ertragen konnte. Riesengroß lag der Schatten des. anderen auf ihrem jungen Glück.

Man mußte etwas unternehmen, man mußte Fender heimlich sprechen. Aber wo unb wie?.

Das Bild des Tiahkarnpfes

in der neuen Wochenschau.

Anna schleppte sich an den Frisiertisch, befeuchtete einen Frottierlappen und preßte ihn auf die glühende Stirn. Dann wankte sie zum Fenster unb starrte hinaus. Hebet die Dächer ragten ein paar Bergesgipfel, zornig gezackt unb von der Farbe an­gelaufenen Eisens. In der Nachbarschaft krähte ein Hahn. Es war später Mittag. Um die Hausecke näherte sich Frauenlachen und der Baß einer männlichen Stimme. Im Hause selber war alles ruhig. Wo steckte wohl Fender? Es ging nicht an, viel nach ihm zu fragen, ohne Aufsehen zu erregen. Vielleicht war er im Garten? Oder im Park?

Anna legte den heißen Lappest weg, ordnete Frisur unb Kleid und schlich wie eine Diebin aus dem Zimmer, Sie ging geräuschlos die Treppe hin­ab unb hatte an der rückwärtigen Haustür plötzlich den Einfall, Fender könnte in einem der Gäste­zimmer sein. Aber sie ging nicht mehr zurück, son­dern in den Garten. Hingerl, mit einem alten Stroh­hut bewehrt, schleppte weihe Stühle und Lampions on ihr vorbei. Sie rief ihn an.

Ach, Sie sind es! Die junge Frau. Was ist los?" Anna nahm sich zusammen und gab ihrer Stimme einen gleichgültigen Klang.Haben, Sie vielleicht Herrn Fender gesehen?"

Der ist vorhin in den Park gegangen. Dorthin", gab Hingerl zur Antwort.

Danke, Herr Hingerl."

Der Gärtner fand es nur natürlich, daß die junge Frau nach ihrem Stiefsohn fragte. Wahrscheinlich hatten die beiden etwas zu besprechen. Gar so schlimm, wie er gefürchtet, war die nicht. Er fühlte sich verpflichtet, etliche Worte zu sagen.

Schönes Wetter. Wenn's anhält! Die Trettauer Sonne ist ein Tropf, ein miferabliger. Freuen S' Ihnen schon auf heute abend?"

Wie bitte?"

Kunst und Wissenschaft.

Jum 60. Geburtstag von Ludwig Weidmann, tim 15. August vollendet der bekannte Geo- lsiiker der Universität Leipzig Prof. Dr. Ludwig ieitfmann fein 60. Lebensjahr. Zn Neu^llm joren, studierte er in München und Göttingen und tc an der Bayerischen Meteorologischen Zentral­es Kustos und Hauptkonservator. Im ersten Welt- ?g war er Flieger und Luftschiffer und organi- tie den militärischen Wetterdienst in der Türkei.

habilitierte er sich in München, bereits im genben Jahr wurbee er als o. Professor der Physik und Direktor des Geophysikalischen In- jUts an die Universität Leipzig berufen. Auch als Schullehrer blieb er ein begeisterter Flieger. $1 nahm er als meteorologischer Leiter an der Erfahrt des Luftschiffes Graf Zeppelin teil. 1935 jrbe er mit der Organisation des Reichswetter- inftes beauftragt. Neue Beeobachtungsstationen p:en eingerichtet, die Uebermitthing der Mesiun- « im ganzen Reich an die Zentralstelle wurde be- jeurtigt, die Wetterkarte unb der Wetternach- btenbienft wurde verbessert. Die Wetteroorher- xsn wunden durch Hinweise für den Segelflug und td) Warnungen vor vereisten Autostraßen erwei= p, Winterwetterdienst und Bäderwetterdienst auf tere Grundlage gestellt. Weickmann, der Oberst- Iteorologe der Luftwaffe und beratender Meteo- |90e einer Luftflotte ist, ist Präsident der Süch­ten Akademie der Wissenschaften und Mitglied «reicher Akademien.

Zeitgenössische Opern in Essen.

bas Essener Opernhaus, die Stiftung eines Men Essener Bürgers, begeht in der kommenden ^elzeit das 50jährige Bestehen. Für einen Er« ierungsaft, der im Frühjahr des kommenden ihres vorgesehen ist, erteilte Oberbürgermeister Lgardt an die Komponisten Erich S e h l b a ch 6 Ernst Pepping einen Kompositionsauftrag, k Anlaß des Jubiläums wird Intendant Dr. Karl [uer zeitgenössische Opernwerke herausbringen U. BresgensDas Urteil", OrffsDie Kluge" und jirmina Catulli", ferner MalipierosCapriccio bi »lot". Auch die Uraufführung eines Tanzwerkes les zeitgenössischen Komponisten ist geplant.

hochschulnachrichten.

dem Podium rechtzeitig fertig wirb! Wahrscheinlich treten mir die Hammel wieder das ganze Gros zu­sammen. No, in Gottes Namen halt. Aber jetzt darf ich mich tummeln. Grüß Gott!"

Während Hingerl davonschwankte, schlenderte Anna in den Park. Gelbbekieste Wege und gestutzte Hecken zeugten von Hinaerls Ordnungssinn. Alle dreißig Meter war eine Bank da, sauber gestrichen, mit einem Busch oder Baum hinter sich. Nistkästen hingen an den Stämmen. Es war ein geräumiger Park, fast wie eine öffentliche Anlage. Als Anna um eine Gebüschgruppe bog, stand plötzlich Kaspar Fender vor ihr, barhäuptig unb eine Zigarette im Mundwinkel. Sein Anzug sah aus, als käme er direkt vom Schneider. Der junge Mann grüßte über­trieben unb begann munter:

Guten Tag, Anna. Ich warte schon eine Ewig­keit auf dich. Ich konnte mir ja denken, daß du kommen würdest. Wollen wir uns nicht liebersetzen?"

Nein!" sagte sie schroff.

Nette Bescherung, was? Ich hatte keinen Schim­mer! Du?"

Sie schüttelte kurz den Kopf und blickte zu Boden.

Das kommt davon, daß Papa sich brieflich immer nur in Andeutungen gefiel. ,Junge Dame*, eine »Lehrerin^ usw. Herrgott, Lehrerinnen gibt's viele. Wie sollte ich ausgerechnet auf dich tippen? Deinen Namen nannte er ^uch nicht. Jetzt hoben wir den Salat. Du hattest wohl auch keine Ahnung, baß ich sein Stieftohn bin?"

Nicht die geringste."

Aus der Stadt Gießen.

Plagegeister sind Trumps.

Zwischen Heuernte unb Herbstdrusch ist die Flie­genzeit. Das ist mit einem Wort gesagt das Scheuß­lichste, das es auf Erden gibt. Gegen alles kann man etwas tun. Gegen die Fliegen aber sind die Menschen machtlos.

Wer hat nicht schon einmal an einem brutheißen Sommertag nach dem Mittagessen ein kurzes, wohl­verdientes Schläfchen auf dem Sofa halten wollen und ward gestört von dem lästigen, brummenden unb fummenben, trabbelnben unb zappelnden Ge­schmeiß, das nicht Ruhe hielt und nicht Frieden gab, das nur Last unb Qual, Aerger unb Wut ver­ursachte, das sich durch den Fliegenfänger nicht kurz, durch Flit nicht vertreiben unb durch Gaze nicht abhalten ließ unb nur, ganz bestimmt nur dazu ausersehen war, Menschen und Tiere zu ärgern und zu belästigen, wo es nur immer ging.

Wie dem Menschen, so ergeht es dem Vieh. Die Kühe unb Pferde haben ihre schwerste Zeit im Jahr, nicht nur wegen der lästigen Bremsen. Auch ihre Arbeitskraft wird Tag für Tag in besonderem Maße gebraucht. Unb kommt es heim von seiner Tageslast in den ruheoersprechenden Stall, wird das Leiben noch größer! Waren schon Plagegeister aller Größen unb aller Hungerstufen im freien Natur­bereich zu Dutzenden hinter den Aermsten her, so konnte man sich doch ihrer besser erwehren, weil man fortgesetzt in Bewegung war und Bewegung die beste Abwehr der Fliegen ist, viel besser als Franzosenöl, das man selbst nicht gern riecht. Aber zu Hause, wo man nachher angebunden wird, nur von einem Bein auf das andere treten kann, und wo man so nicht nebeneinandersteht, daß man mit Kopf und Zunge nicht weit genug nach hinten und mit dem Schwanz nach vorne wehren kann, da sitzen die Biester zu Hunderten an Decke und Wänden, Krippen unb Böden unb warteten nur darauf, bis man daheim ist und der losgelassene Bluthunger wie eine millionenfache Geißel spürbar wird. Unb ist man um die Tagesneige, wenn das Licht er­löscht, glücklich diese Tagesfliegen los, schwupp ist auch schon die Nachtschicht da, und die, diese ver­wünschten Mücken, sind eher noch schlimmer als die Tagesknechte, denn wo die einmal hingeraten, bleiben Beulen, die nicht Mehr Ruhe geben, und wie sie aasten, zeigt das Blut, das dort aus ihren Stichlöchern lief.'Wie dem Menschen, so dem Vieh! Ein einziges Erbarmen!

Ein Glück, daß man wenigstens noch einen Bundesgenossen in den Vögeln hat! Schon im Win­ter war es der Zaunkönig, das überwinternde Rot­kehlchen unb bie Meise, die die Ställe nach Winter­mücken und «fliegen absuchten, und es war gut, daß man ihnen, wie den Schwalben im Sommer, Einflugslöcher in die Ställe liefe. So konnten sie den Kleinkrieg schon zur Winterszeit beginnen, bis ihr Hauptverbündeter, die Schwalbe, im Früh­jahr seinen Einzug hielt. Die Schwalben sind ja ganz groß im Fliegenfangen, denn sie verstehen sich auf die Quadratmeterjagd im Flug, wie ein ausgelernter Kampfflieger auf Loopings unb Tourns. Ein Jam­mer aber auch, daß unsere Schwalbe nicht in bic Stäbte geht, sich nie vom Dorfe löst, obgleich sie hier am wichtigsten zu wirken hat. Nur ein Ver- manbter von ihr, der Turmsegler, mag mit den Stadtleuten etwas zu tun zu haben. Die Schwalbe aber hält es für immer mit den Bauern unb geht nicht davon ab.

Da hat man denn auch schon längst die Fxeund- schaft quittiert und kommt ihr entgegen, wo man nur immer kann. Unb es brauchte keiner von den gelehrten Leuten aus der Stadt erst zu dem Bauern zu kommen und ihm zu sagen, baß die Schwalbe ihm seine Viehseuchen bekämpfen hilft, ben gefähr­lichen Rotlauf, der an seine Schweine geht, unb die Maul- und Klauenseuche, bie bas Rinbvieh über­

fällt. Wie manche Fliege, die den Stall verließ, um einen neuen gegenüber in der Hofreite aufzusuchen und die kurz zuvor noch am Speichelmaul eines erkrankten Tieres saß unb nun mit einem Hausen Keime frischbeladen auf dem Weg zu neuem Unglück war, sie kam der Schwalbe vor der Stalltür gerade erwünscht in die Parade gebraust, daß sie das Weiterfliegen und Viehanstecken vergaß, unb -eine Sekunde weiter bereits Kropfinsasse im allgemeinen Mehlpapp war. Ja, so sind die Schwalben! Das weiß der Bauer und das vergißt er ihnen nicht. Und wenn sie bauen wollen, macht er ihnen Brettchen unter die Decke der Ställe und rauhes Gesimswerk unter das Dach, schüttet auch untertags einmal eine richtige Pfütze in den Hof, wenn das Erdreich zu trocken zum Lehmkneten ist, und faßt ihnen unter die Arme, wo er nur kann, denn er denkt immer an die Zeit, da die Plagegeister üppig werden im Land, und an die Wochen zwischen Heuernte und Ernte­drusch, da man sich nicht wehren kann gegen'das Blutsaugeroolk. F-

Ein Ereignis, das uns bei dem Vormarsch durch die Kuban-Ebenen noch kaum zum Bewußtsein ge­kommen ist, wird uns im symbolhaften Schlußbild der neuen Wochenschau eingeprägt: Deutsche Sol­daten haben am Manytsch-Staudamm eine große TafelGrenze zwischen Europa und Asien" ange­bracht. An ihr vorbei ziehen die endlosen Kolonnen der Infanterie den Bergen des Kaukasus zu, damit zum erstenmal in diesem Kriege den Boden Asiens betretend.

Der Schwerpunkt der neuen Wochenschau liegt in ben hervorragend gelungenen Nahkampfaufnah­men. Hier sieht man u. W. zum erstenmal z. B. bei einer durch das Scherenfernrohr gemachten Auf­nahme von den Entlastungsangriffen der Bolsche­wiken an der Wolchowfront die Gestalten angreifen­der Feinde. So flüchtig diese Bilder selbstverständlich auch sind, so werden sie ihren Eindruck auf den den­kenden Zuschauer der Wochenschau doch nicht ver­fehlen. Aeußerlich effektvoller wirkt die Aufnahme der Beschießung eines sowjetischen Tankwagens während des Vormarsches zwischen Don unb Sal. Unmittelbar nach dem Treffer schießt die Rauch­fahne der Explosion in die Höhe. Offenbar von einer

von 4,5 Kilo einmal nach oben oder nach unten ab­weichen zu lassen, wird die Praxis zeigen. Jeden­falls soll diese Menge allen Verbrauchern ohne Altersunterschied gegeben werden. Lediglich dem unter Tage arbeitenden Volksgenossen wird eine zu­sätzliche Menge zugebilligt werden. Wo geeignete Lagermöglichkeiten vorhanden sind, ist bie Winter­einkellerung von Kartoffeln durch die Haushaltun­gen erwünscht.

Durch Umtausch des jetzt gültigen unb bes in Kürze für die Zeit vom 13. Dezember 1942 bis 25. Juli 1943 auszugebenden Bezugsausweises für Speisekartoffeln in einen Einkellerungsschein bei den Kartenstellen der Ernährungsämter ist es dem Ver­braucher möglich, für die Zeit von 20 Wochen (5 Zuteilungsperioden) 100 kg, für 30 Wochen (1% Zuteilungsperioden) 150 kg und für 40 Wochen (10 Zuteilungsperioden) 200 kg Speifeßartoffeln unmittelbar beim Erzeuger einzukaufen. Die Berech­nung ist so erfolgt, daß bei Einkellerung auf die wöchentliche Zuteilungsmenge von 4,5 kg ein Zu­schlag von etwa 10 v. H. für Lagerschwund ge­geben wird. Die Einkellerung kann durch Kauf so­wohl vom Klein- ober Großverteiler wie auch vom Erzeuger unmittelbar erfolgen. Bei Einkellerung über ben städtischen Verteiler wirb es notwendig werden, die Einkellerungsmenge auf mehrere Lie- rungen zu verteilen, um eine möglichst gleichmäßige Versorgung aller Verbraucher zu erreichen. Von städtischen Verbrauchern, die auf ihnen zur Ver­fügung stehenden Flächen diesmal zusätzlich Kar­toffeln anbauten, wirb erwartet, daß sie zuerst ihre eigene Ernte Heranziehen unb nur ben darüber hinausgehenben Bedarf durch Kauf decken.

flankierenden Position aus wurde der Angriff ita­lienischer Truppen am Don aufgenommen, der mit bem Einsatz von Flammenwerfern seinen kraftvollen Höhepunkt erreicht. Luftaufnahmen aus geringer Höhe über große Abschnitte der Gefechtsraume span­nen bie Einzelaufnahmen in ben größeren Rahmen ein. So sieht man u. a. raffiniert angefeate sowje­tische Stellungen im mittleren Teil der Ostfront, unb bann vor allem auch Malta, bas noch immer im ständigen Bombenhagel unserer Luftwaffe liegt.

Ein geändertes äußeres Gesicht hat bic Wochen­schau gegenüber dem vorigen Jahr insofern er­fahren, als auf den meisten Aufnahmen neue Waf- fcnmobellc, neue Panzerkampfwaaen, Geschütze, Mannschaftswagen usw. zu sehen sind. Hier ver­mittelt Die Wochenschau einen Eindruck von der un­geheuren Leistungsfähigkeit der deutschen Kriegs­industrie. Filmstreifen, bie bic Stärke unseker Ä5 feftigungen an der Atlantikküste illustrieren, ergän­zen die Wochenschau, die außerdem noch Bilder vom Führer, vom Reichsmarschall Göring, Generalfeld- marschall Kesselring und Generaloberst Küchler bringt. G. A.

'eutsches Goldschnuedehaus" gegeben und das zvs der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiede- W für chre Ausstellungen zur Verfügung gestellt, «n Deutschen Goldschmiedetag am 1. Oktober, an Jn bie Hanauer Golbschmiebeschule als älteste §>isterschulc des» Reiches auf ein 170jähriges Be- MN zuruckschauen kann, wird die Ausstellung > Jahre Deutsche Gesellschaft für Goldschmiede- Jtft" eröffnet werben.

im Jahre 1916 Dekan der philosophischen Fakultät und im Universitätsjahr 1919/20 Rektor unserer Ludoviciana war. Die medizinische Fakultät der Universität Rostock ernannte ihn 1919 in Anerken­nung seiner Verdienste zum Dr. med. h. c. 1934 trat Professor Kalbfleisch in den Ruhestand.

Besondere Verdienste erwarb sich der Gelehrte vor allem auf ben Gebieten der griechischen Medi­zin und der Papyrologie. Ihm ist es vor allem zu verdanken, daß Gießen außer der Papyrussammlung des Museums noch über zwei ansehnliche Sammlun- gen verfügt, die der Universitätsbibliothek und bie Janda-Papyri. Diese Sammlung wurde im Jahre 1906 von Professor Kalbfleisch begründet unb nach dem Gelnhauser Buchdruckergeschlecht, dem seine Mutter entstammte, genannt,

Preissenkung auch für Stamm-und Zeldküchengerichte

Zu der Anordnung über die Senkung der Gast­stätten- und BeherbergungKpreise, bic der Reichs­kommissar* für bie Preisbildung unb der Staats­sekretär für Fremdenverkehr gemeinsam herausge­geben haben, ist noch folgendes hervor.mheben: Die Speisenpreise haben ben verabreichten Speisen noch Zusammensetzung, Güte, Menge und Zubereitung zu entsprechen. Die durch bie Kriegsverhältnisse be«

pr. med. Erich Fritz in Hamburg ist zum o. Pro- jor für gerichtlicheMebizin unb Kriminalistik er- rnt worden. Fritz würbe 1899 in Hotting (Tirol) gc- ten unb promovierte in Innsbruck, war bann As- fcnt am gerichtlich-mebizinischen Institut Inns- kick, von 1936 dis 1937 in Münster unb von 1937 f 1941 in München. 1935 habilitierte er sich in jnsbruef. Seit bem 1.1.1942 ist er mit ber ver- Eungsweifen Wahrnehmung bes Lehrstuhls an i Hansischen Universität beauftragt. Im 50. »ensjahr starb ber leitende Arzt der Chirurgischen jteilung des Städtischen Krankenhauses Mann- In, Professor Dr. Walter (Seberting. Sebe- Ig studierte in Freiburg und Bonn und habili- dte sich 1929 in Frankfurt. 1934 würbe er a. o. Metfor. Im selben Jahr erfolgte seine Berufung b chirurgischer Abteilungsleiter des Rubolf-Vir- »v-Krankenbauses in Berlin, von wo er später ch Mannheim üdersiebelte. Am 14. August voll- ftete ber Ordinarius für Pharmazie an der Uni- »sität Jena Professor Dr. Oskar Keller sein ^Lebensjahr. In Stockach (Baden) geboren, stu-

_ _ ift Halle und Marburg und habilitierte sich tt 1908. Während des ersten Weltkrieges war er Vertretenber Korpsapotheker bei einem General- hmanbo. 1918 erhielt er einen Ruf als Extra - hinarius nach Jena, wo er 1930 Ordinarius |rbe. Am 16. August vollendet ber Frankfurter itentanwalt und langjährige Professor der Tech- saeschichte an der Darmstadt Professor -^ipl- ». Karl Weihe sein 70. Lebensjahr. Weihe Kirnt aus Berlin, war bis 1905 Ingenieur unb Bin Patentanwält in Frankfurt. 1919 erhielt er en Lehrauftrag an ber T.H. Darmstadt. 1936 he er dort Honorarprofessor. Er schrieb eine Lc= ksbeschreibung von Max Eyth. Der o. Professor I Chemie an der Universität Marburg Dr. Wil- h Strecker ist von den amtlichen Vcrpflich- Men entbunden worben. Strecker, der 1877 m Henbad) a. M. geboren wurde, wirkte zunächst m teifswalb und kam 1918 als a. o. Professor nach S Mrburg, wo er 1922 Orbinarius würbe.

Kür Tapferkeit vor öem Keinüe.

Der Oberwachtmeister Walter Schon aus Rup­pertsburg wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit bem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgczLichnet.

Der Unteroffizier Kurt Hertel aus Gießen, Asterweg 72, erhielt bas Eiserne Kreuz II. Klasse.

GoldenrS Doktorjubiläum.

Der langjährige Ordinarius für klassische Philo­logie an der Universität Gießen, Professor Dr. phil. Dr. med. h. c. Karl Kalbfleisch, kann am kommenden 16. August in körperlicher unb geistiger Frische fein goldenes Doktorjubiläum begehen. Prof. Dr. Kalbfleisch, der am 3. Novemoer 1868 in Gelnhausen geboren wurde, studierte von 1887 bis 1889 klassische Philologie und Germanistik in Leip­zig, von 1889 bis 1893 klassische Philologie, Archäo­logie und Philosophie in Berlin und dort von 1893 bis 1895 auch Medizin. Am 16. August 1892 promo­vierte er in Berlin zum Dr. phil. 1896 habilitierte er sich für klassische.Philologie in Freiburg i. Br., wo er bis 1900 tätig war. Dann wirkte er bis 1903 als a. o. Professor in Rostock, hierauf in gleicher Eigenschaft bis 1904 in Marburg. Dort wurde er 1904 Ordinarius ber klassischen Philologie. Im Ok­tober 1913 wurde er nach Gießen berufen, wo er

IDr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klöpffer

»Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

| Warum fährst du nicht mit der Bahn?" tadelte fcuqqer Immer diese Abhaltungen! Dem ZweUes Art ist: ,,der Wagen". Pünktlichkeit ist me deine Mike Seite gewesen. Aber nun bist du ja glucküch M Jch hoffe, ihr werdet euch gut vertragen, du und Krta. Und jetzt lasse das Essen nicht kalt werden. E hatte weder von Annas Erschrecken noch von Anders Befangenheit etwas gemerkt. Auch S c Kriaen nicht, bis auf die Purgs aller. Die lafl me K&idjs auf Ser Lauer und rastest« herum: was Kc bas eben? Kennen sich S.e zwei? Ganz siche- kr sie ihrer Sache nicht, aber ihr Interesse war Mnber hatte nach Sem ersten Mas sein« alte ktbekürnrnertheit wicbergcfunben unb knüpfte ein jk'präcf) mit seinem Tischnachbar Hub al an'6e f 9 M> wilder Schlafsucht gewaltsam in die Hohe w- M> muhte. Fender dachte: Ach was! ®nn

k Nachdenken wird es auch Nlchh'anders^ Wenn fr Anna sich nicht- anmerken laht! Sch muhi sie Her einmal unter vier Augen fpre*en. ®«mrt M°r bie Geschichte für ihn crlebigt. Es gab eben M'kückte Sachen im Leben.

I 5r. 'Brügger schob seiner ^au cmc Krachmand W unb forschte liebevoll:Du bist fo W Ifabe, gelt? Bist ja seit fünf Uhr auf den Beinen, ha^Kopfschmerzen, Martin. Darf ich mich W'ückziehen?" erwiderte sie leise.

I .Aber natürlich, Kind. Ich begleite dich. I Nein, banke, du mußt bei deinen Achten die p. Ich werbe mich ein wenig hmlegen , T I jr M unb erhob sich. Ohne jemand anzusehen, verlietz le bas Zimmer. Ähre Kraft reichte gerade noch bis Schlafzimmer. Dort wart j?e m , l/nen, Dogelbaften Wehlaut aufs Bett unb prefet plü 5dufte an bic tobenden schlafen.

9er|f bei bit nur üetes! leiht-

üb«. *

Zur Kartoffelverforgung im Winter 1942/43 macht jetzt ber Vorsitzende der Hauptvereinigung der deut­schen Kartofseiwirtschaft, Bauer Kurt Hecht, in ber NS.-Lanbpost" Mitteilungen. Nachdem nunmehr bie Anbauflächen und die voraussichtlichen Ernte­erträge besser zu übersehen sind, erfolgt die Fest­legung des übergebietlichen Ausgleichs zwischen den Ueberschuß- unb ben Zuschußgebieten. Auf den aus- gewählten Lagerplätzen wird eine wesentlich er­weiterte Zwischenlagerung von Kartoffeln erfolgen. Hier beginnen in nächster Zeit bie Arbeitskolonnen mit bem Ausheben ber Mieten. In ben Empfangs­gebieten schreitet ber Bau der Kartoffellagerhäuser rüstig doran.. Auch wurde ein umfassender Irans« portplan aufgestellt. Alle diese vorbereitenden Maß­nahmen sind darauf abgestellt, dem Verbraucher ausreick>end lind rechtzeitig sowohl für ben täglichen Bebarf, wie für bie Einkellerung Speisekartoffeln zur Verfügung zu stellen. Je nach bem Eintritt der Kartoffelernte unb ben Witterungsverhältnissen während der Ernte wird die wöchentliche Zuteilungs­menge an Speisekartoffeln bemessen sein. Denn auch die beste Organisation ist gegenüber Feld- früchten von unbeeinflußbaren Faktoren abhängig, insbesondere von der Witterung, im Kriege aber auch von ber jeweiligen Transportlage.

Die wöchentliche Zuteilungsmenge an Speise­kartoffeln soll, entsprechend dem jeweiligen Anfall, allmählich erhöht werden, bis Ende Oktober 1942 als Berechnungsgrundlage für die Versorgung, also nicht als Festration, eine Höchstmenge von 4,5 Kilo je Woche und Kopf erreicht unb beibehalten wird. Ob es notwenbig ist, nach ben örtlichen Gegeben­heiten ober den erwähnten Faktoren diese Richtzahl

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pd) meine, ob eie sich aus bas Fest fteuen. Oha, kleinerungsforrn gibt. Man kann zu einem Knaben id) hatte ia nichts lagen Jollen. Die ^igcn bringen bod) nid)t fiafperle sagen. An allem ist nur meine bem Doktor und Ihnen nämlich ein Ständchen. Unb - - - '

r'-rnod) gibt's Bier und Tanzmusik auf ben Wiesen.

nur der Zimmermann, bex Leimsieder, imk