Oie (Schlacht bei -en Galomon-Fnfeln.
Schwere Verluste
der anglo-amerikanischen Streitkräfte.
Tokio, 14. Aug. (D71B. Funkspruch.) Das japanische Hauptquartier gab am Freitag einen weiteren Bericht über die Niederlage der britisch-nordamerika- Nischen Seestreitkräfle bei den Salomon-Inseln bekannt. 3n ihm wird gesagt, daß die japanischen Mgrineslreilkräfte, soweit bis jetzt festgestellt werden konnte, 13 britische und amerikanische Kreuzer, 9 Zerstörer, 3 U-Boote und 10 Transporter versenkt und außerdem 1 Kreuzer, 3 Zerstörer und 1 Transporter schwer beschädigt haben. Die japanischen Verluste seien leicht. Zwei Kreuzer, die jedoch noch kampffähig seien, erhielten Schäden, und 21 Flugzeuge, die sich mit großer Tapferkeit direkt auf ihre Ziele gestürzt hätten, gingen verloren.
Oie angelsächsischen Schiffsraumsorgen.
Lissabon, 14. Aug. (Europapreß.) Auf mehr als fünf Millionen BRT. beziffert die enylische Zeitschrift „Sphere" die Verluste der alliierten «chifsahrt auf allen sieben Meeren seit Besinn des Jahres 1942 bis Ende des Monats Juni. Auch der Juli würde keinerlei Besserung der Dersenkungs- ziffer bringen, denn die Verluste der ersten drei Wochen des Monats Juli seien die schwersten seit Beginn des Krieges gewesen. Besonders beunruhi- gend seien die Verluste in den amerikanischen Ge- wässern, denn von Amerika und Kanada gingen die Rohstoffe, Kriegsmaterial und Lebensmittel nach England, Rußland und Wen. Die Alliierten könnten es sich nicht leisten, zehn oder zwölf Millionen Tonnen zu verlieren. Nach der 'bisherigen Schätzung fei diese Zahl aber keineswegs übertrieben. Es würde jedoch unklug sein, auf irgendein nennenswertes Absinken der Versenkungen in nächster Zukunft zu rechnen. Einige große Kriegsmaterialsäbriten in den USA. würden wahrscheinlich gezwungen sein, bereits im nächsten Monat ihre Tore zu schließen Ober zumindest ihre Produktion stark einzuschränken, weil es an den notroenbipen Rohstoffen fehle. Die Errichtung neuer und die Umstellung bereits bestehender Fabrikanlagen aus die Kriegsindustrie hätten die Rohstoffvorräte in den USA. erschöpft.
Bittere Erkenntnisse in -en LtSA.
Lissabon, 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) „Die Vereinigten Staaten haben es dringend nötig, das Land der Illusionen zu verlassen und eine Invasion in die Wirklichkeit zu machen" erklärte „New Port World Telegram" nach einem Bericht des Neuyorker Korrespondenten des Londoner „Daily Sketch". Das Blatt habe weiter geschrieben: „Wir müssen loskommen von der törichten Idee, daß wir,, obwohl wir fortgesetzt verlieren, den Krieg eines Tages sicher gewinnen werden und müssen uns endlich zu der Tatsache bekennen, daß wir den Krieg bestimmt verlieren, wenn wir nicht sofort anfangen, ihn zu gewinnen." — Ein amerikanischer Marineoffizier, der vom pazifischen Kriegsschauplatz zurückkehrte, erklärte dem Korrespondenten: „Jahre eines guten und leichten Lebens haben uns schlaff g e* macht. Die meisten von uns erstreben heute eine komfortable Schreibtischtätigkeit und scheuen sich vor Dreck und Kampf. Bevor wir aber nicht ebenso zähe und widerstandsfähig sind wie die Deutschen und die Japaner, werden wir den Krieg keinesfalls gewinnen."
Kleine politische Nachrichten.
Präsident Roosevelt hatte eine Sitzung des pazifischen Kriegsrates einberufen, um einen ersten Bericht über die Schlacht bei den Salomon-Inseln zu erstatten.
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Hamilton Fish, einer der bekanntesten republikanischen Vertreter des Staates Neuyork im amerikanischen Repräsentantenhaus, der besonders in den letzten Jahren vor dem Kriege oft als Isolationist hervortrat, wurde in den Vorwahlen für den Kongreß mit großer Stimmenmehrheit wiedergewählt. Die Hauptwahlen sollen im November stattfinben.
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Buenos Aires feierte am Donnerstag die Wiederkehr des Jahrestages der Befreiung der Stadt von englischer Besatzung durch die Beflaggung der öffentlichen Gebäude und einen Gottesdienst, dem mit
Hans Kloepfer, Werksarzi und Bauern-ichter. Zu seinem 75. (Geburtstag am 16. August.
Die große Ueberlieserung der neuen Dichtung des deutschen Landes Steiermark heißt Peter Rosegger. Sie ist der Maßstab, mit dem der Deutsche im Reich bas aus bem südöstlichen Bezirk des groß- deutschen Dichtungsraumes kommende Schrifttum zu messen pflegt. Und es ist etwas Richtiges daran. Der Begriff von „Blut und Boden" ist in wenigen deutschen Landen in der Dichtung so wirksam, wie in der Steiermark; darum müssen alle Dichter des Landes irgendwie „so sein" wie der größte unter ihnen, der „Waldschulmeister", der ihr Vorbild ist.
Ader auch andere Kräfte gaben der steirischen Dichtung starke Antriebe. Eine Gruppe von Dich- lern schart sich um den Schöpfer des prächtigen steirischen Volkskundemuseums, Viktor von G e r a m b , den unermüdlichen Führer, Berater und Beschwörer im Kampf für die seelische Erneuerung des heimischen Volkstums durch die Rückkehr zur alten Gediegenheit und Ursprünglichkeit der Lebensführung. In seinem, Banne stehen Max Mell, auch Paula Grogger und einige andere Dichter von mehr örtlich begrenzter Bedeutung. Der eigentliche Poet dieser Gruppe aber ist der Werksar^t, Bauerndoktor und Dichter Hans Kloepfer, den man nicht mit Unrecht den „ft e i r i | d) e n Klaus Groth" genannt hat.
Als Sohn eines schwäbischen Vaters, von einer steirischen Mutter in Steiermark geboren, geradewegs aus dem Bauerntum kommend, ist keiner wie er vertraut mit dem Boden und mit den Menschen des Landes; keiner kennt das Volk so, wie er, der von Krankheit und Leib her, von Mühsal und Not ber Kreatur, allen ein Freund und Helfer geworben ist. Boden und Mensch sind ihm so zur Einheit geworden, die einander gegenseitig formen und bedingen. Dichter nicht aus Beruf, sondern aus echte-
schon ein rein mongolischer, auch heute noch ganz
überwiegend nomadisierender Volksstamm, der sich zum Lamaismus, der tibetanischen Abart des Buddhismus bekennt. Auch, volksmäßig stoßen also
jetzt unsere Truppen auf Asien.
NSG. Vor zwei Jahrzehnten schon gab der Gold-
hat nun ihrem Altstädter Rathaus den Namen
Büchertisch.
Hans Thyriot.
nlicht getaucht inw dem Bild heraus -
Staatspräsident Castillo sämtliche Minister beiwohnten.
den in diesem Kampfabschnitt 71 ganzer, davon 55 allein im Abschnitt einer Infanteriedivision, vernichtet.
Südostwärts des Ilmensees fetzten die Sowjets ihre vergeblichen Angriffe fort. Eine im unübersichtlichen Gelände eingeschlossene kleine Gruppe des Feindes wurde in erbittertem Nahkampf aufgerieben.
An der Ostfro nt wurden am 11. und 12. August in Luftkämpfen und durch Flakartillerie 161 sowjetische Flugzeuge abgefchossen. Acht eigene Flugzeuge werden vermißt.
Heber Nordafrika schossen vier deutsche Iäger in Luftkämpfen zwölf britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Ein Unterseeboot versenkte im östlichen Nlittelmeer fünf Transportsegler. Im westlichen Nlittelmeer greifen seil dem 11. August deutsche und italienische See- und Luftstreilkräfte einen großen stark gesicherten britischen Geleitzug an.
Die gestern von einem britischen Flugzeug über einer westdeutschen Stadt aus großer Höhe dbgc- roorfenen Bomben blieben ohne Wirkung. In der Nacht zum 13. August wiederholten Verbände der britischen Luftwaffe ihre Terrorangriffe auf das Rhein-Main-Gebiet. Bei der Bombardierung von Wohnvierteln der Stadt Mainz hatte die Zivilbevölkerung, deren Haltung vorbildlich ist, wieder Verluste. Zerstörungen und Brände größeren Umfanges wurden verursacht. Nach bisherigen Meldungen wurden vier der angreifenden Bombenflugzeuge durch Nachtjäger und Flakartillerie abgeschosfen.
Im Kampf gegen Großbritannien belegten Kampfflugzeuge bei Tage und in der vergangenen Nacht Hafen- und Rüstungsanlagen in Süd- und Oslengland sowie in Südschottland mit Spreng- und Brandbomben. Bei guter Trefferlage entstanden Explosionen und zahlreiche Brände.
ir.med.6rk t für geric worden.
,n und pror st am ger t, von 1936 1941 in 5) -druck, Sei oigsweisen hansischen «isjahr ftai
daß die Internationale Tabakwisseuischastttche Ge- ellschaft in Bremen dem Forscher den Dr.-Richard- Kißling-Preis zuerkannte.
Warnung Dintenoei Grundla
Schwälmer Kunst auf der Großen Deutschen Kunstausstellung.
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«Essener ilzeit das . Wgsakt, us oorgese :irbt an t Ernst Pe ! Anlaß des -r zeitgen ^resgens imina Calu it". Auch i szeitgenösf
Die türkische Nationalversammlung hat für den Ausbau des Schwarzmeerhafens Eregli einen Kredit von 100 000 Türkpfund bewilligt. Neben Zonguldak kommt Eregli für die Verschiffung von Kohle aus dem Zonguldakrevier in Frage.
die Don-Wolga-Landbrücke wie gegen den Kaukasus — in so erfolgreicher Entwicklung begriffen ist, ist bem zähen Widerstand der deutschen Truppen im mittleren und nördlichen Abschnitt nicht genug zu danken. Bei Woronesch haben die Kämpfe soeben, nach einer Pause von wenigen Tagen, wieder auflebt. Das zeigt, daß hier allein am Dienstag und am Mittwoch 234 (!) feindliche Panzer abgeschossen wurden. Die sowjetische Kriegsführung, die seit dem Beginn der Frühjahrskämpfe bis zur Beendigung der Schlacht im großen Don- Bogen 6271 Panzerkampfwagen verloren hat, hat hier ein neues Massenopfer dieser Waffe darge- bracht. Dabei steht noch aus, ob schon der Höhepunkt dieser Abwehrkämpfe erreicht ist. Der Wehrmachtbericht vom 13. August spricht davon, daß die Kämpfe im Raum von Woronesch an Heftigkeit „zunehmen". Ganz ähnlich ist die Lage beiderseits von Rschew, wo allein am Mittwoch 71 Panzer, davon 55 im Abschnitt einer Infanteriedivision vernichtet wurden. Ueberall wurden die Hoffnungen der Sowjets auf ihren Flankenstoß vereitelt.
In Sprottau starb der älteste Bürger der Stadt, der 93jährige Reichsbahninspektor a. D. H e i n tz e. Er hat als Kriegsfreiwilliger im Kriege 1870/71 an der Belagerung von Paris teilgenommen und erhielt damals das Eiserne Kreuz. Im Weltkriege 1914/18 wurde fein Sohn mit dem Eisernen Kreuz ausge« Zeichnet und im gegenwärtigen Weltkriege erhielt der Enkelsohn das Eiserne Kreuz, das damit in der Familie Heintze in drei Generationen erworben
Oer Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhauplquarlier, 13. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Deutsche und verbündete Truppen warfen trotz hartnäckigem Widerstand den Feind im kaukasusgebiet weiter zurück. Eine von ihren Verbindungen abgeschnittene bolschewistische Gruppe wurde vernichtet. Nördlich des M a n y t s ch nahmen bewegliche Kräfte der Infanterie im raschen Vorstoß nach Osten die Hauptstadt des Kalmücken- Gebietes Elista. Die Luftwaffe bekämpfte erneut mit starken Kräften Schiffsverkehr im nordkaukasischen Küsten- und Seegebiet sowie in der Straße von Kertsch. Dabei wurden ein Küstenfahrzeug versenkt, mehrere Frachter sowie drei Transportschiffe in Brand geworfen.
Zwischen Wolga und Don gewann der Angriff deutscher und rumänischer Truppen gegen zäh verteidigte Stellungen im harten Kampf weiter an Boden. Bei einem Angriffsversuch sowjetischer Schlachtflugzeuge gegen einen deutschen Flugplatz wurden in Luftkämpfen 28 feindliche Flugzeuge abgeschossen und damit der angreifende Verband fast völlig vernichtet.
Im Raum von Woronesch nehmen die Kämpfe an Heftigkeit zu. Alle von zahlreichen Panzern unterstützten Entlastungsangriffe des Feindes brachen unter schweren Verlusten im Abwehrfeuer der deutschen Truppen und unter den Bombenangriffen starker Kampf- und Sturzkampfflieger zusammen. Allein während des 11. und 12. August wurden in diesen Kämpfen 2 3 4 feindliche Panzer vernichtet.
Südostwärts und nördlichRschewstehen Infanterie- und Panzerdivisionen weiterhin in schwerem Abwehrkampf. Am gestrigen Tage wur-
Nach einer Reuter-Meldung aus Neuyork ist der ehemalige USA.-Botschaster in Berlin Jacob Schurmann im Alter von 88 Jahren gestorben.
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Die Streichung der in London beglaubigten Diplomaten der ehemaligen baltischen Staa- ten von der amtlichen britischen Diplomatenliste wird in unterrichteten Kreisen Londons als Ergebnis des letzten Molotow-Besuches gewertet.
Oer Feind im Kankasnsgebiei weiter zurückgeworfen.
IÄ fe? lei n«hifl
VergedlicheHoffnnngavfden Flankenstoß
Von unserer Berliner Schriftleitung.
ster Berufung, denkt und fühlt er aus der Seele des Volkes, spricht dessen Sprache als seine eigene und dichtet nicht in die Bauern hinein, sondern aus ihnen heraus. Mit seinen „Gedichten in steirischer Mundart" stellt er sich neben Groth pnd seinen Landsmann Franz Stelzhammer, aber auch, wenn er hochdeutsch schreibt, bleibt er das einfache Naturkind, bleibt seine Kunstform immer naturnah, find seiye Menschen lebendige Sprosse^ ihrer schönen, starken und gesunden Heimat, hart geschnitten, wie der Umriß der Berge hinter den sanften Hängen des Heimattales.
So find seine Helden die kleinen Leute der steirischen Seitentäler, die Grubenarbeiter und Berg- bauern, die Handwerker und „alle, die öffentlich scharwerken". Sie leben und erleben die ganze Skala der Empfindungen von heiterer Schalkhaftigkeit über stille Besinnlichkeit bis zur herben Tragik des Lebens, die gerade in den Bergen den Erden- gang der Menschen begleitet, und so „weitet sich ihm das winzige Fleckchen Erde, das er besingt, zum Weltall".
Möchten recht viele Deutsche in allen deutschen Landen nach den Büchern dieses deutschen Dichters greifen, die neuerdings in einer schönen fünfbän» digen Gesamtausgabe in Graz erschienen sind. Der Reichsstatthalter von Wien hat dem Dichter-Arzt in Würdigung seines Schaffens in diesem Jahre den Raimund-Preis der Stadt Wien verliehen, als Beweis dafür, „daß sein dichterisches Werk über seine steirische Heimat hinaus überall dort Bestandteil des deutschen Kulturguts geworden ist, wo sich Menschen nach Herzens« und Gemütstiefe sehnen". Diese verdiente Ehrung war nicht die erste, die dem in ber Steiermark Vielgeliebten zuteil würbe. Dabei ist erst als Fünfzigjähriger ber Dichter Hans Kloepfer mit seinem ersten Buche beroorgetreien, aber an ihm hat sich bewährt, daß „spät altert, was lange reift"; ber grüne Lorbeer auf filterneri Schlafen hat einen verdienten Ruhm gekrönt.
Johannes Moeller.
Die Schwalm hat das Glück, in Karl Lenz, Erdhausen, einen Künstler gefunden zu haben, ber sich wie wenige in das Wesen dieser Landschaft, die seine Wahlheimat ist, versenkt. Noch in feinem Jahre hat ber 1937 mit bem kuvhessischen Kultur« preis ausgezeichnete Karl Lenz auf ber Großen Deutschen Kunstausstellung in München gefehlt, und auch in diesem Jahre ist er wieder mit drei großen Werken vertreten, die alle von ber Schwälmer Landschaft und ihren Menschen künden. Zweimal begegnen wir bem Dorf Erdhaufen, einmal im Sommer und dann im tiefen Winter. Lenz nennt feine Bilder „Juni" und „Januar". In bem dritten Bild überrascht Lenz mit einer fast monumental wirkenden figürlichen Kunst. In einem nahezu lebensgroßen Bildnis zeigt er eine Schwälmerin in der derben Alltagstracht der Schwälmer Bäuerinnen. Es ist um die Mittagsstunde eines Sommertages. Die Landschaft — weit im Hintergrund das heimatliche Dorf — ist in blendendes Sonnenlicht getaucht und ganz im Vordergrund, fast aus bem Bild heraus» tretend, die junge üppige Frau, die den Dauern auf bem Felde bas Essen bringt. Es ist ein Bild, wie es nur einer gestalten kann, den tief mit Land und Volk verbunden ist« Adolph Menen
lilung des s, Professv
Auf einer Reise durch die Ostgebiete weilte ber Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, in Kiew. In Besprechungen mit dem Generalkommissar, bem Reichstreuhänder ber Arbeit unb Männern ter Wehrmacht und verschiedenen Dienststellen wurden alle Fragen des Arbeitseinsatzes im Reich und im Reichskommissariat erörtert. Gauleiter Sauckel betonte u. a., baß bie im Reich arbeitenben Ukrainer zur Zufriedenheit der dortigen Stellen tätig sind. Es werde alles ge, tan, die Lebensbebingungen biefer Arbeitskräfte zu entwickeln.
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Man kann die ganze deutsche Ostfront in ihrem mittleren und nördlichen Abschnitt als Flanke des Südabschnittes ansprechen, der in raschem Vordringen ist. Einer solchen Auffassung ist nur entgegenzuhalten, baß sie bie EigenbedeutuAg des mittleren und nördlichen Abschnitts der Ostfront vernachlässigt. Aber ebenso richtig ist, daß diese einseitige Auffassung die augenblicklichen Kampfbeziehungen scharf herausarbeitet und eben darum den lang andauernden schweren Abwehrkämpfen bei Woronesch, Rschew, sowie südlich unb nördlich des Ilmensees Gerechtigkeit widerfahren läßt.
Im Süden wird ber Feind trotz hartnäckigen Widerstanbs tiefer in bie Gebirgstäler bes Kaukasus zurückgeworfen und barmt der Zusammenhalt seiner Front aufgelöst, im Süben wirkt ftd) jetzt auch das Ergebnis ber Schlacht im Donbogen — jenseits des Don — aus: Der Wehrmachthericht kann feststellen, daß der Angriff deutscher unb rumänischer Truppen zwischen Wolga unb Don gegen zäh verteibigte Stellungen in hartem Kampf weiter an Boten gewonnen hat.
Daß bas möglich ist, baß ber weit vorspringenbe Sübkeil an seinen beiten Flanken —- sowohl gegen
3m Kalmückengebiet.
Bewegliche Kräfte ber Infanterie haben im, raschen Vorstoß nach Osten E l i st a , bie Haupt stabt bes Kalmückengebietes nörblich bes Manytfch, eingenommen. Elista ist ein kleines Steppenstädt chen von 9000 Einwohnern am gleichnamigen Fluh unb am Ostfuß ber Jergenj-Hügel, bas Quellgebie: bes vor kurzem viel genannten Sal-Flusfes. Dl; Westküste des Kaspischen Meeres ist von Elista nur noch 250 km entfernt unb weist ferne größeren Bodenerhebungen, dagegen einige Seen und Sümpfe auf, in denen dse ostwärts von ber Jergenj-Hügeln abfließenben Gewässer ein Ende nehmen. Das Steppenland nördlich ber Manytsch- senke, ein weite, baumlose unb spärlich bevölkerte Landschaft, geht in seiner östlichen Hälfte in bas Nieterungsgebiet ber unteren Wolga über, im west liehen, höher gelegenen Teil stellt es als Südver- längerung bes zentralrussischen Lanbrückens eine höher gelegene Platte bar. Die letzten Ausläufer dieses Hügelgeländes unb das ostwärts vorgelagerte Niederungsgebiet bis zur Wolga werden von den Kalmücken bewohnt. Der Verwaltungssitz dieses 74 000 Quadratkilometer großen, aber von nur 220 000 Menschen bewohnten autonomen Gebietes ber Kalmücken ist Elista. Die Kalmückensteppe leibet besonders unter trockenem Klima. Dies hat zur Folge, baß bei ber starken Verdunstung bie Ober- flächen gemässer vielfach salzig sind unb eine intenftoc* landwirtschaftliche Nutzung ausschließen. Der Fütterungswert des Steppengrases ist gering unb nur für Schafhaltung geeignet. Die Kalmücken sind
worben ist.
Grober Verstoß gegen die Luftschuhpslicht.
Ein Mann, ber in einem Jndustriewerk tätig war, war aufgeforbert worben, im W er klu st- ch u tz Dienst zu tun. Er weigerte sich unb erklärte in Gegenwart zahlreicher Arbeitskameraben: „Luft- chutzdienst mache ich nicht, ich übernehme keine Verantwortung. Ich will meine Freiheit haben." Wegen bes Unwillens, ben er erregt hatte, wurde er in ein Konzentrationslager gebracht. Don bem Sonderge- richt würbe er außerdem wegen groben Vergehens gegen das Luftschutzgesetz zu einem Jahr Oefäng» n i's verurteilt.
Ein Deutsches Goldschmiedehaus.
Professor Dr. Adolf Mayer, der Altmeister ber Agrikulturchemie, konnte bas 99. Lebensjahr vollenden. Adolf Mayer trat 1868 in ben Lehrkörper ber Universität Heidelberg. Er hat bahnbrechend zur Ergründung der Tabakkrankheiten beigetragen, so
— In ber Sammlung „Der Zauberspie ge 1", in ber ber Verlag Rütten & Loening in Potsdam große Romane ber deutschen Vergangenheit erscheinen läßt, und auf die an dieser Stelle bereits hingewiesen worden ist, liegen auch zwei der bedeutendsten Werke von Jean Paul (Friedrich Richter) vor: „Siebe n F ä s" (739 Seiten; geb. 8,50 RM.) und „F l e g e l j a h r e" (666 Seiten; geb. 8 RM.). Der „Titan" soll, in zwei Bänden, später folgen. Die handlichen, überaus geschmackvoll und durchaus friedensmäßig ausgestatteten Bände geben tem Leser Gelegenheit, sich mit ber eigentümlichen Welt Jean Pauls vertraut zu machen: beibe Romane, bie „Blumen-, Frucht- unb Dornenstücke ober Ehestanb, Tob unb Hochzeit bes Armenadvokaten F. St. Siebenkäs" im Neichsmarktflecken Kuhschnap- pel, unb die verzwickte Testamentsgeschichte der Zwillingsbrüber Dult und Walt sind nach Inhalt und Form ungemein charakteristisch für einen Dichter, ber im klassischen Jahrhundert ber Deutschen als Zeitgenosse Goethes und Schillers lebte, in Literaturgeschichten und Monographien geziemend gewürdigt wird, aber doch eine unvergleichliche, unklassische, einzelgängerische und im tiefsten Wesensgrunde nie volkstümlich gewordene Erscheinung des deutschen Geisteslebens geblieben ist: mag er ber Romantik näher stehen als der Welt ber deutschen Klassik, am ehesten wird er auf ben kundigen, zeitgenössischen Leser wie ein zu spät geborener Barockmeister wirken. Für viele wird bie erste ober nach langer Zeit erneuerte Begegnung mit „Siebenkäs" unb den „Flegeljahren" eine Ueberraschung bedeuten, für viele die Erschließung einer Weltansicht von groteskem und verschnörkeltem Humor, der kaum irgendwo seinesgleichen hat. Daß der Zugang zu Jean Pauls dichterischen Bereichen nicht mühelos zu gewinnen ist, braucht kaum ausdrücklich bemerkt zu werden: es ist keine leichte Lektüre, und man braucht Zeit dafür, denn Jean Pauls Humor ist zwiespältig unb hintergründig, seine Schilderung breit unb umständlich, gespickt mit Anspielungen, Abschweifungen, aus der Mode gekommenen Fremd-
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Aus aller Wett.
Mordtat zweier Wilderer.
LPD. Im St. Martiner Wald bei Neustadt an der Weinstraße roor der bekannte 70 Jahre alte Weinkommissär Philipp Wenz von einem Jagdgang nicht zurückgekehrt. Feuerwehr unb Streifen' ber Hitler-Jugenb sanden in der Nähe bes Hullenbrunnen Blutspuren unb ben Stock bes Erwarteten, sowie ben Haarbüschel feines Jägerhutes. Jeboch erst am solgenben Morgen wurde bie Leiche in einem Weinberg aufgefunben. Wenz hatte eine große Stichwunde am Hals. Der ber Tat verdächtige Georg Sehrn aus Albersweiler, ber als Wilderer bekannt ist unb in besten Weinberg ber Tote I ausgesunben wurde, erschoß sich, als er verhaftet werben sollte. Als vermutlicher Mittäter würbe ber ebenfalls als Wilterer bekannte Jakob Schmitt aus St. Martin verhaftet. Man vermutet, baß Wenz auf einem Jagbgang mit ben Wilberern zufammenge- toßen ist, die ihn bann ermorbet haben. Eine Beraubung liegt nicht vor.
Das Eiserne kreuz in drei Generationen.
1 studierte •i sich 192« schor. Äm chirurgisch s-Krankenh ! Mannheim ile ber Ort iiiit Jena Lebensjahr, le er ift j)a :1908. M mlretendei Ando. 19: inarius na, le.-Km entanmalt । sichte an i Karl W A aus B 1 Patenten ! Lehramt er dort.
Mreibun Chemie an streckt M entbun tiad) a.M Wb uni
chmieb F. R. Wilm, Berlin, ber Orünber ber Deutschen Gesellschaft für Golbschmiebekunst, deren Präsibentt Staatssekretär Esser ist, die Anregung zur Schaffung eines Deutschen Golbschmietehauses. Die alte Goldschmiedestadt Hanau, bie schon die Grünbung ihrer Neustabt vor Jahrhunberten den zugewanderten Gold- und Silberschmieden verdankt,
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715. M
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Iben "il' jen 3a$r Ufi!
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| Wärtern und Fußnoten (an denen man die erstaun- l'che Belesenheit des Dichters ermessen kann). Für e eilige und ungeduldige Leute unb für solche, die H\ n leicht den Faden verlieren, sind diese Romane nicht ttjt Rp geschrieben. (Aber auf solche Leser ist die ganze [ Sammlung bes „Zauberspiegels" nicht berechnet.) Die anberen werben sich, was Jean Paul betrifft, für anfängliche Mühen auf mancherlei Weise entschädigt finden. Ueberhaupt ift die Roman-Reihe, roic wir glauben, sehr geeignet, bem gerade währendes Krieges außerordentlich gesteigerten Lesebedürfnis auf eine geschmackvolle, bildende und volkserzieherisch schätzenswerte Art entgegenzukommen.


