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§reltag, 14-August 1942

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Lenken trugen britische Waren, die sie in der Stadt gesammelt hatten, auf einem Platz zusammen tnü> wollten sie öffentlich verbrennen. Die britische Po­lizei eröffnete das Feuer auf die Demonstranten. Die mehrtausendköpfige Menge bewaffnete sich mit Steinen und ging trotz des heftigen Feuers der Polizei zum Gegenangriff 'über, währenddessen an­dere die britischen Waren m Brand steckten. Zahl­reiche Tote blieben auf dem Platz liegen. An mehre­ren Stellen wurden Barrikaden errichtet, das Stra­ßenpflaster kilometerweit aufgerissen, sogar eine Brücke 'in die Luft gesprengt und das Fernsprechnetz zerstört.

Charakteristisch für die Entwicklung der Unabhän­gigkeitsbewegung istz daß man nun in allen Gegen­den des großen Landes ein Heb ergreifen auf breite Bevölkerungskreise beobachten kann. Aber auch zahl­reiche Jnk^r aus führenden Stellen von ihnen haben die meisten mehrere Jahre in England gelebt und studiert sind zu der Freiheitsbewegung ge­stoßen, weil sie durch die englischen Terrormaß­nahmen die Ueberzeugung gewannen, daß eine fried­liche Einigung mit England unmöglich ist.

Die britischen Bomber versuchen auf Befehl Chur« chills, dem kein Verbrechen zu groß und keine Un­tat zu gemein ist, immer wieder durch Terroran­griffe auf deutsche Städte und ihre Bevölkerung das deutsche Volk mürbe zu machen. Sie glauben, daß sie durch feige Bombardements von Wohn­vierteln die Moral der deutschen Bevölkerung er­schüttern können. Wenn sie und ihre Hintermänner und Auftraggeber wüßten, daß fie gerade das Gegenteil von dem erreichen, was sie anstreben, dann würden sie vielleicht in ihren Kalkulationen doch etwas erschüttert werden. Die britischen Bom­ber, die deutsche Wohnviertel und Kulturdenkmäler zerstörten, stoßen auf den Frontgeist der deutschen Heirnat, der sich in jeder Beziehung mit dem der deutschen Soldaten messen kann und der auf einer harten Entschlossenheit und einem ungebrochenen Siegeswillen beruht.

Erst in diesen Tagen hat die Mainzer B e völkerung, deren Wohnungen Ziel brittscher Terrorangriffe gewesen ist, Zeugnis davon abge­legt, daß sie sich dadurch keineswegs unter tri egen läßt. Ihr tapferer Einsatz und ihr heldenmütiges Verhalten machte die Pläne des Feindes zuschanden. Mit aller Kraft wehrten sich die Bewohner von Mainz gegen die Schäden, die ihnen die britischen Bomber zufügten, und gar mancher Schaden ist durch ihr einzigartiges heroischen Verhalten verhindert oder wenigstens eingedämmt worden. Die Bevölke­rung von Mainz ist uns Symbol und Bei­spiel. Wie in Mainz so wird in jeder deut­schen Stad t, auf die sich die britischen Bomber stürzen, die Bevölkerung in einmütigem Zusammen­stehen zur Abwehr bereit finden und in Gedanken an den Heldenmut der deutschen Soldaten an der Front ihre Pflicht der Abwehr tun und sich durch die Angriffe nicht in ihrer Siegesentschlossenheit und ihrem Siegeswillen beirren lassen.

©er neue türkische Außenminister.

Ankara, 14. Aug. (Europapreß.) Der bisherige Generalsekretär des türkischen Außenministeriums, Botschafter Numan Rifaat Menemencoglu, wurde zum Außenminister ernannt. Er ist 1892 ge­boren, studierte an der Rechtsfakultät der Universität Lausanne und ist 1914 in das türkische Außenmini­sterium eingetreten. Numan Menemencoglu war dann als Diplomat in Wien, Berlin, Paris, Bu­karest, Athen, Budapest und Beirut und wurde 1928 Generaldirektor der erftyi Abteilung des Außenmini­steriums. 1933 wurde er Generalsekretär, 1937 Unter« staatssekretär.

Bewegung aber um so entscheidungsvoller für den Bestand des Britischen Reiches. Als die englischen Kolonisten auf dem amerikanischen Kontinent sich auf Grund der Kurzsichtigkeit der Londoner Regie- ung von dieser lossagten, konnte England diesen Verlust noch verschmerzen, weil es mit der kolonia­len Ausbeutung seiner übrigen Kolonien kaum be­gonnen hatte. Indien, Südafrika und Australien »waren zur Zeit der Losreihung der amerikanischen »Kolonien vom Mutterland wirtschaftlich noch völlig .Milnerschlossen. Heute aber, da das indische Volk Jileinen Freiheitsanspruch geltend macht, hat Eng- Mand aus seinen Kolonien und Dominien bereits

DNB. Aus demFührerhauptguartier, 13. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zur Entlastung ihrer stark bedrängten Streit­kräfte in Aegypten versuchten die Briten, einen aus Tankern und Transportern zusammengestellten G e l e i t z u g von insgesamt 21 großen handels- chiffen, der durch drei Schlachtschiffe, vier Flug­zeugträger und zahlreiche Kreuzer und Zerstörer ge- ichert war, durch das Wittelmeer nach Alexandria zu bringen. Dieser aus 46 Ein­heiten bestehende Geleitzug wurde im westlichen Mittelmeer trotz stärkster Flak- und Iagdabwehr eit dem 11. August 1942 in fortlaufendem Einsatz und vorbildlichem Zusammenwirken von den ver­bündeten deutsch-italienischen Lust- und Seeftreit- kräften bekämpft. Aach der bereits bekanntge­gebenen Versenkung des FlugzeugträgersLagt e am 11. August durch ein deutsches Unterseeboot wur­den bisher neun Handelsschiffe mit ins­gesamt 90 000 VRT. versenkt. Ls wurden schwer beschädigt der britische Flugzeugträger F u r i o u s, der mit starker Schlagseite in Gibral- tag einlief, und der amerikanische Flugzeugträger ,,w a s p, der nach sechs Vombenvolltreftern in Brand geriet und Malta zu erreichen sucht. Ferner wurden beschädigt drei Kreuzer sowie sechs große Handelsschiffe und Tanker mit zusammen 51 000 VRT. Der Geteitzug wurde zer-

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Dokument der Heuchelei.

Don unserer Berliner Schriftleitung.

Am 14. August 1941 sangen Churchill und Roose­velt im Kreise ihrer Admirale den ChoralVoran Soldaten Christi!" Das war die musikalische Um­rahmung einer Proklamation, in der acht fromme Gelübde getan wurden. Das erste dieser Gelübde lautete:England und die Vereinigten Staaten uchen keinen Gewinn, weder territorialer noch an­derer Natur." Das dritte Gelübde:England und die Vereinigten Staaten remitieren das Recht aller Völker, ihre Regierungsform zu wählen." Das iebente Kapitel:Ein solcher Friede soll alle in die Lage versetzen, die Meere ungehindert befahren zu können." Einziger geistiger Vorbehalt dieser from­men Gelübde war dieendgültige Vernichtung der nationalsozialistischen Tyrannei". Die Welt kennt die Weise und kennt den Text seit Wilsons 14 Punk­ten und der Art ihrer Verwirklichung in Versailles.

Wenige Monate nach ihrer Entstehung ist die At­lantik-Charta von ihren Urhebern begraben worden. Im Oktober 1941 war auf Grund der in der Atlan­tik-Charta feierlich abgegebenen Versicherung der Ministerpräsident von Burma, U. Shaw, nach London und Washington gekommen. Er wollte für Burma nicht etwa das feierlich durch Roosevelt und Churchill proklamierte Recht jeder Nation, ihre Re- gierungssorm selbst zu bestimmen, sondern nur so etwas wie einen Dominion-Status erreichen; Chur­chill lehnte diesen Vorschlag des Vertreters eines Volkes ab, das jahrhundertelang selbständig gewesen war. Aehnlich verhielt sich Roosevelt. Ministerpräsi­dent Shaw wurde sogar von der USA.-Geheimpoli­zei verhaftet, als er in seine Heimat zurückkehren wollte, und jetzt ist U. Shaw, der den Briten aus- geliefert worden war, fern der Heimat in Kairo gestorben, wo ihn die Briten interniert hatten. Wie Burma, das inzwischen von Japan befreit worden ist, ergeht es den Indern.

Schneller ist selten das Rad der Entwicklung über eine grenzenlos verlogene und unter Theaterblitzen der Oeftentlichkeit mitgeteilte ,,feierliche Erklärung" Roosevelts und Churchills hinweggerollt. Es war schon merkwürdig, daß Roosevett, Chef eines angeblich neutralen Staates, der feine Nation aus dem Kriege angeblich heraushatten wollte, sich mit Churchill zu einemVertrag" verband, der ihn offen als Feind der Mächte des Dreierpaktes hinstellte. Wilson hatte mit seinen 14 Punkten die Mittelmächte Europas begaunern können. Der Versuch seiner Epigonen, die ganze Welt mit den gleichen Argumenten zu be­trügen aber löst nur ein Hohngelächter aus. Die blutigen Orgien des englisch-amerikanischen Impe­rialismus nicht nur in Indien, sondern überall dort, wo die Völker zu Selbständigkeit und Unabhängig' kett streben, kennzeichnen besser als alles andere den wahren Charakter der Atlantik-Charta und ihrer Urheber.

II.

,The Indian Unrest" ist

Indiens Stunde

Von einem besonderen Mitarbeiter.

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ihrer Entsendung nach Indien sei lediglich gewesen, an der Hilfsaktion der Alliierten für Tschungking- China mitzuwirken. Es solle jedoch alles getan wer­den, um die USA. dem Konflikt in Indien fern« zuhalten.

Wachsende Erregung in Indien.

Schwere Zusammenstöße in Allahabad.

Bangkok, 13. August. (Europapreß.) In ganz Indien dauern die blutigen Unruhen fort, der bru­tale britische Polizeiterror rast unentwegt. Beson­ders schwer waren die Unruhen in Allahabad» der etwa 200 000 Einwohner zählenden berühmten Wallfahrtsstadt am Ganges. Zahlreiche junge Stu-

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Stark gesicherter Geleitzug im westlichen Mittelmeer zersprengt. Bisher 9 Handelsschiffe versenkt. - Weitere Flugzeugträger schwer beschädigt.

Frontgeist der Heimat.

Oer Gauleiter an die Bevölkerung der Stadt Mainz.

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Werke

Wie derEagle" unterging.

Bericht eines Augenzeugen von der Torpedierung des Flugzeugträgers.

S t o ck h o l m, 13. Aug. (DNB.) Reuters Sonder­berichterstatter Norman T h o r p e, der sich an Bord des von einem deutschen U-Boot versenkten briti­schen FlugzeugträgersE a g l e" befand, gibt fol­gende Schilderung vom Untergang des Schiffes:

Zusammen mit drei Offizieren befand ich mich gegen 13 Uhr in einem der Räume, als plötzlich zwei ungeheure Detonationen mich aus meinem Stuhl warfen. Als wir die Tür öffneten, durchschüttelten zwei weitere Detonationen das Schiff. Es schien, als ob die Wände auf uns zu- stürzten. Ich hörte das unheilverkündende Zischen des Dampfes. Als wir über das Deck liefen, sah ich mittschiffs Rauchwolken auffteigen. Wasser umspulte unsere Füße. Wir kletterten eine Leiter zum Ober­deck empor, und das Schift begann sich gefährlich auf d ie Seite zu legen. Das Meer, das sich sonst zehn Fuß (drei Meter) unter uns befand, war nunmehr kaum noch zwei Fuß (60 cm) unter uns Ich blies meinen Schwimmgürtel auf und be­merkte, daß sich das Schiff immer mehr auf die Seite legte. Dumm fragte ich den Ersten Offizier:Geht es mit dem Schiff zu Ende?" Er m<Die Mannschaften machten sich bereit. Ich ließ mich ins Wasser gleiten, sank unter, und als ich wieder auftauchte, bemerkte ich mit Entsetzen, daß ich den Schwimmgürtel nicht ausreichend mit Luft gefüllt hatte. Mein Kopf ragte kaum aus dem Wasser. Verzweifelt versuchte ich, aus der Nahe des Schiffes fortzukommen. Oelige Wellen gingen über

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS 81/« Uhr desVormtttagS Anzeigen-Preise

für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan­zeigen und private Gelegenheitsanzeigen

14Rpf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen

Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr

NSG Gauleiter und Reichsstatthalter e p r e n - a e r richtete an die Bevölkerung von Mamz, Die, mie der OKW.-Bencht mitteilte, die britischen An­griffe mit vorbildlicher Haltung ertrug, folgenden Aufruf: . ,

Männer und Frauen von Mainz!

Mit Terrorangriften auf Eure Wohnstätten hat der Brite sein wahres Gesicht unverhullt gezeigt Ohnmächtig und unfähig, gegen die militärische Macht des Reiches antreten zu können, verlegt er seine Kriegführung auf das Gebiet meuchlerischer Mordtaten geaen die wehrlose Zivilbevölkerung. Not und Leid hat diese Schandtat über viele von Euch acbracht. Tote haben wir zu beklagen, persönlich <rina vielen alles verloren, was ste sich mühsam m einem Leben von Fleiß und Arbeit erworben haben.

[92. Jahrgang Nr. 190 EnLelNi täglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen:

Gießener ^amilienblätter Heimat imBtld'DieScholle

Bezugspreis:

Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

sprengt. Der größte Teil der Deckungsstreitkräfte läuft nach Vesten zurück. Die restlichen Einheiten versuchen, Malta anzulaufen. Der Kampf dauert noch an. weitere große Erfolge find zu erwarten.

Kunous" undWasp".

Der amerikanische FlugzeugträgerW a s p" lief erst im April 1939 vom Stapel. Bei einer Wasser- Derbrämfüng von 14 700 Tonnen und einer Ge­schwindigkeit von 30 Knoten hat er eine Besatzung von 1173 Mann. Die Bewaffnung bestand aus acht 12,7-cm-Flakgeschützen, sechzehn 2,8-cm-Flakge- schützen in Viererlafette. Die Baukosten beliefen sich auf 20,7 Millionen Dollar. Der Flugzeugträger Wasp" hat nach amerikanischen Angaben aus der Friedenszeit 8 3 Flugzeuge an Bord und gehört in dieser Beziehung sowohl als auch in der Bewaffnung zu den stärksten feindlichen Schissen dieser Schifssgruppe. Der britische Flugzeugträger 5 u r i o u s,v hat bei einer Geschwindigkeit von 31 Knoten eine Wasserverdrängung von 22 450 Ton­nen. Außer seiner Friedensbesatzung von 750 Mann hat er noch 450 Mann Fliegerpersonal an Bord. Seine Bewaffnung beläuft sich auf zwölf 10,2-cm- Flakgeschützen, vier 4,7-cm-Geschützen, 24 4-cm- Flakgeschützen und 14 Maschinengewehren-. Er hat 36 Flugzeuge an Bord, die in zwei Decks unterge­bracht sind.Furious" war früher ein großer Kreuzer und ist 1916 von Stapel gelaufen, ist je­doch mehrmals, zuletzt im Jahre 1939, umgebaut worden.

und allen wurde die Euren Herzen so nahestehende Heimat verwüstet. Mit stolzer Genugtuung aber durfte ich, als ich an den Sammelstellen unter Euch weilte, feststellen, daß größer als alles persönliche und gemeinsame Leid Euer durch nichts zu beugen­der Wille ist. Euch in der Zuversicht am Siege und in der Gefolgschaftstreue zum Führer von meman- dcm übertreffen zu lassen. Diese Haltung kennzeich­net Euren in der Geschichte unseres Volkes immer vorhanden gewesenen beispielhaften persönlichen Mut. Sie ist aber auch Ausdruck Eures Vertrauens zu der vom Nattonalsozialismus errichteten Volks­gemeinschaft. Wenn ich Euch daher im Namen des Führers DankundAnerkennung ausspreche, so will ich Euch versichern, daß Euer Vertrauen auf die heljetche Kameradschaft unseres Volkes nicht ent-

General-Anzeiger für Oberhessen tssäs*

ein gut Teil ihrer wirtschaftlichen Kraft herausge- |ogen, hat auf Grund seines imperialen Reichtums, Mr nicht in England, sondern in den Dominien und Kolonien begründet liegt, ein Wirtschaftssystem »roßgezogen, das es vom Bestand feines Imperiums abhängig macht.

Die Abhängigkeit, in die sich England ohne - Notwendigkeit begab, würde es heute den Ver- ' lüft einzelner Kolonien ober gar Dominien jchwer empfinden lassen. Gerade die Abhängig­keit von Indien, von der indischen Tribut- 1 pflicht, macht England in Mittelasien so verwund- | bar. Die indischen Steuergelder waren für den bri­tischen Reichtum notwendig, denn es war mühelos verdientes" Geld, das aus den Taschen der armen Leute im Pundschab, in Bihar-Orissa und in ' ^ädwchputana herausgeholt und in englischen I.Konsols" oder südafrikanischen Goldminenanteilen nngelegt wurde. Der indische Steuerzahler, der kleine Reisbauer ober Baumwollpflanzer von My­sore oder aus Kaschmir, finanzierten den Aufbau ier englischen Industrie, und nicht nur diesen, son- . iern auch.die Entwicklung Kanadas, den Bau der ftrand Trunk Pacific, die Modernisierung cher Gold- nninen am Witwatersrand in Südafrika, die Grün­dung des britischen Diamantpools. Alles das imb noch vieles mehr mußte er so genügsame Lnb nichts von internationaler kapitalistischer Wirt- schaftspolitik verstehende indische Bauer finanzieren, ter oft für sich selbst und seine Familie nicht ge­nügend zu essen hatte. Dieindische Unruhe" weist »Iso alle Merkmale einer tiefgreifenden sozialen Revolution auf.

Die englischen Kolonisten auf novdamenkanischem Boden konnten, weil sie mit den Lonboner Me­thoden und deren Hintergründen genau vertraut waren, ihren Protest gegen die Ausbeutungs- Mthoden der englischen Regierung allem und m wirksamer Form Vorbringen; sie besahen auch beim sie waren ja nicht, wie die Engländer von den Ändern sagen,poor coloured people, sondern selbst Engländer ober doch englischen Blutes die physische und organisatorische Kraft, diesem Protest den nötigen militärischen Nachdruck zu verleihen. Diese Kraft kann das indische Volk nicht haben, Dicht nur, weil es auf Grund der britischen divide- et-impera-Politik noch nicht einmal den Weg zum einheitlichen nationalen Denken gefunden hat, son­dern auch weil es wirtschaftlich vollkommen unter­höhlt ist und keinen Rückhalt besitzt.

I DieMutiny", der Aufstand von 1857, mußte scheitern, weil - kraß gesagt - die propagandisti- fchen Voraussetzungen für einen Erfolg nicht vm- kanben waren. Das, was wir hierpropagandistische Boraussetzungen" nennen, wallen JDtafrcrtma Gandhi, Panbit Nehm unb m der schärfsten Form Subhas Chandra Bose nachholen. Die Briten aber handelten bisher nach der Erfahrung, daß Propaganda ohne Machtfundament höchstens zu gewissen.Konzessionen" führen kann, w't denen des­halb das LondonerJndia Offtce hin-und wieder m Delhi auftaucht. Bei solchen Gelegenheiten entfaltete die Londoner Regierung stets em Höchstmaß diplo^ malischer und verfassungsrechtlicher Schlaue, aber

I cs war immer nur eine Vertagung öer großei

I Entscheidung.

Roosevett sorgt um sein Crbe. I Stockholm, 13. August. «Europapreß.) Die Inordamerikanstche Presse lästt deutl.ch erkennen. daß I die Vereinigten Staaten nicht gewillt stno, aen I Engländern 'üie Lösung der mölschen 'trage aUc I äu Überlassen. Man drangt auf eine baldige Bei iegung des wischen Kansilk.es. In «andan nerha- I man sich diesen Einmischungsoersuchen gegenüber I Sehr kühl. und erklärt, daß eine D^ttlung d- I Bereinigten Staaten oder Chinas nicht in F rage I komme, weil dadurch nichts gewonnen werden^konne^ I Di- Times" hatte nämlich berichtet, daß man m I Washington erneut von der MWichkelt emer n

amerikanischen Garantie für die G-wahrung I einer vollständigen Freiheit Indiens nach dem

mich Hinweg, und ich gab mich verloren, da ich nir­gends Trümmer oder Balken sah, an die ich mich hätte anEIammern können.

Endlich sah ich ein mit Kork gefülltes Netz schwim­men, an das sich Matrosen geklammert hatten. Nach verzweifelten Bemühungen konnte auch ich mich om Netz festhalten. Dann betrachteten wir stumm den Untergang unseres stolzen Schiffes. Worte können nicht beschreiben, was wir dabei fühlten. Mehrere Stunden später nahm uns ein Zerstörer auf.

Wachsende Schwierigkeiten auf Malta.

Stockholm, 13. Aug. (DNB.) Ein Korrespon­dent desDaily Herald" berichtet aus Matta, es sei zwar bisher, wenn auch unter großen Schwierig­keiten, möglich gewesen, die Lebensmittel­versorgung 'einigermaßen auftechtzuerhcstten, aber nur unter Hintansetzung aller gesundheitlichen Erfordernisse. 80 v. H. der Zivilbevölkerung litten an Skorbut, der verheerende Ausmaße ange­nommen habe. Alle Bequemlichkeiten des Lebens blieben mehr unb mehr aus. Es fehle infolge ber Zerstörung wichtiger Wasserleitungen unb Brunnen vielfach sogar an Wasser. Ein großer Teil ber Häu­ser fei vollkommen zerstört, man könne sie nicht wieder aufbauen. Den Schutt benutze man zur Wiederherstellung der fortgesetzt schwer mitgenom­menen Rollfelder. Matta verfüge zwar über tiefe Felsenschutzräume, die meisten seien aber so eng, daß man in ihnen nicht einmal aufrecht stehen könne.

Roosevelt mit '^7 Einmischung verfolgt, dürfte auch in England .n^ Zweifel Yap fein. Wenn es Roosevelt jemals ^t ftmen Phrase

(M&s ä; menbrud) des Empires den ^re^igie (riben die Reste des britischen Weltreiches möchte, und daß er nun den kost s ^es Empires, nämlich Indien, zu nertte bereinigten leichnenö für die Haltung, »« Staaten im englisch-indischen . an

>st eine Warnung des Staatsdepar m-nts an me 'n Indien stehende nortamentan\d)' 2 Polizei. Sie wird aufgefordert, uni^ Umständen an den Aktionen der r* 3n)eif und des britischen Militärs terlzunehmen. ^weli

täuscht werden wird. Alles, was in der Lage ist, Euch den erlittenen materiellen Verlust zu ersetzen, wird zum Einsatz gebracht werden. Mit dem Blick auf die kämpfende Front und dem Gefühl, dem Dpferfum des Soldaten nahe zu sein, hat die Be- üölterung von Mainz bewiesen, daß fie durch noch 0 harte Schläge nicht erschüttert, sondern nur i 0 ch härter wurde. Ihre Haltunig ist uns allen verpflichtendes Beispiel und allein gültiges Gesetz im Kampfe unferes Volkes für Freiheit, Recht und Brot!

S p r e n,g e r.

ßssas .......

Post'check 11686 Franks./M. vmhlfche UnlverMkdnickerer 8. Lange

. . eine ziemlich alte eng-

üsche Krankheit. Sie ist zwar nicht so alt wie die­jenige, die in Verfolg des berüchtigtenStempel­gesetzes" zum Abfall Der nordamerikanischen Kolo­nien führte, dafür ist die indische-Home-Rule"-

en ca anberil irbenti )q dich

IW für bii h- gi Nam einmal