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Nach kurzem, schwerem I.chlrn entschlief heute nun ft mein lieber Munn, mein guter S uter, Schwiegervater mm! Großvater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel

Ludwig Hartmann

Heivhabahidokoiuotivführer n. D.

im fltl. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna llrtrtmtiiH)' geb. Ritter

Zollinspektor Ludwig Hartmann und Familie

Gießen und Mainz, den 12. Juli 1102.

(Frankfurter Straße (hl)

DieTruuei feier findet amMittwooh, i '> Juli 12, um I LJUlUhr, luder Kunelled.Neuen Friedhofs statt.Sou Beileidsbesui nen bittenw.tibzusehvn 03353

I larl und schwer I ruf uns die unfaßbare, traurige Nachricht., daß um 2. Juli 1042 nun auch unser zweiter Sohn, mein Bruder und Schwager

Fritz Meister

Unteroffizier in ein. Panzerabwehr-Kompanie nach heldenhaft ein Einsatz im Outen gefallen ist.

In t iefer Trauer:

Frlti Meister und Frau Lina, geh. Klinket Heini Meister, z. Z. Im Felde

und Frau Lleal, geh. Oondolf

Gießen, Hindenburgwall 15

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzuiohen.

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Mein herzlicher Mann und Vater meiner Kurin, unser lieber Sohn und TB/ Schwiegersohn

Willi Althaus

Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment Hel als Stoßtruppführer in einem Gefecht im Südosten am tu. Juni 1042 fürs S aterland. I ,r lebte und starb für das Wohlergehen seiner I lehnet und seine, Familie, der seine große Liebe und sein tiefsten Sehnen galt. Ich bube mein Liebstes gegeben.

In uusiiglh'hem Herzeleid:

Frau Johanna Abbaus, geb. fusch mit Karin; Familie Ang. Allhaus Familie 1*. Pusch und ulle Angehörigen.

Heuchelheim, Gießen, den 14. .lull 1042.

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Aus dem Reiche der Frau.

Laßt Kinder unter sich!

(Einen Beinen Zank ober eine Beine Rauferei unter Stinben bitrsen wir Erwachsene nicht allzu ernft nehmen. Da unsere Kleinen es meistens noch nicht verstehen, sich zu beherrschen und sich freiwillig unterzuorbneu, mutz lebe Meinunßsnerschiebenheit zunächst erst einmal mit bösen Worten ober inji ben Wüsten oiißflefraßen werben Wie heftig solche Beinen Kampfhähne bann uuseinanber lasgehen, i irrtet sich n«d) dem jeroelligen Temperament, ober ebenso schnell wie begonnen ist ber Zwischenfall nud) fast immer wieder vergessen, und die Feinde non heute flnb morgen schon mieber bie birfften Freunde.

Richts ist nun verkehrter, als wenn sich bie Ollern in solche kleinen Streitereien einmischen unb gor für bas eigene Kind Partei ergreifen. Unsere kleinen merken es meistens sehr bald, wenn sie in miß Erwachsenen einen Rückhalt besitzen. Sie ucr- lasten sich auf unsere Hilfe, verlieren das Vertrauen nuf bie eigene Straft unb kommen borüber hinaus leid)! In 'Versuchung, ihre Spielgefährten heran > zufordern, da sie wissen, das; ihnen in Gestalt des Balers ober ber Mutter Immer ein Velstanb er­wächst, ben bie anbereu Slinber fürchten. Ruch bie häßliche Angewohnheit mancher Kinder, zu petzen, ist nur eine Holge mnngelnben Selbstvertrauens unb ber Gewissheit, daß die Ollern schon zu ihren Gun­sten eingreifen werden. Anderseits bleibt es nalür- lidi dann nicht aus, das, solche Kinder kaum flnb die Erwachsenen einmal nicht zur Stelle - besonder-, zu leihen haben und sich die schon lange onfgefpeidjerle Wut der anderen desto stärker über ihnen entlädt. Nichts zieht and) für Kinder schlim- mere folgen nach sich, als wenn sie In den Geruch eines Muttersöhnchens geraten, und oftmals rührt ein saldier Ruf nur von der an sich gut gemeinten tilnmlfdjung der Ollern in bie Streitigkeiten Ihrer Kl über her

Dabei haben biefe Beinen Raufereien unb Zanke­reien gewiß and) ihre guten Seiten. Das Kind lernt, sich eine größere Gemeinschaft einzuorbnen, es erwirbt Selbstbewußtseiu und Vertrauen auf die eigene Kraft. Sicherlich ift es angebracht, besonders temperamentvolle Kinder manchmal zu bremsen ober herrschsiichlige Kinder zurechlzuweisen, aber darüber hinaus sollten die Eltern sich von ben Streitigkeiten ihrer Kinder fernballen. Einmischun- gen führen nur zu unnüßen Aergernissen ber Ollern unter sich Unb Im übrigen können mir Er­wachsene ja and) ganz beruhigt sein ein richtiger Zunge ober ein flinke» Mäbchen varslehen es meist ganz allein, sich bei ihren Spielgefährten die ge­bührende Achtung zu verschaffen. P 8t.

Allerlei aus Rettich

Retiichtunke ift eine sehr pikante 'Beigabe zu al­len Arten von Mehl- und Karloffelklößeu Hierzu bereitet man eine (Einbrenne mit wenig Fell, die mit Salz, Essig und wenigen Tropfen Suppenwürze ahgefdymeift wirb. Dann mischt man eine Handvoll geriebenen Rettich darunter, der jedoch nicht mehr aufkocheu darf. Die Tunke soll dicklich an gerichtet werden R ohe Re111 d) tunk e gib! man gern zu kalten ,\lei|d>reften aller Art Man reibt Rettich auf den, Reibeisen, vermischt ibn mit Salz, gerie­benen Aepfeln und ein wenig Zucker Hier ist eiine Menge Rettich notwendig, ha bie Tunke, hie nur mit kaltem Wasser verlängert wird, ohne Mehlbei-

gäbe sämig werben soll. Für die saure rohe Rettich- tunke läßt man Aepfel und Zucker weg, fügt stall dessen Thhmian ober Schnittlauch feingehackt bei. Man verlängert bie Tunke durch einen in Wasser aufgelösten Brühwürfel. Rettichquarg wirb zu Pellkartoffeln gereicht. Unter ben gut verrührten Öiiarg mischt »nan geriebene Rettiche und Aepfel, schmeckt mit Salz und ein wenig Zitronensäure ab. Auch eignet sich ber Rettichquarg als Brotbelag; wer oen Geschmack des geriebenen Rettichs nicht mag, her belegt die Quargfchnitte mit Retlichscheiben, nach­dem man den Quarg mit Paprika gemischt hat SchnIIHauck) oder grüne Petersilie geben ber Schnitte ein besonders appetitliches Aussehen. Rettich- R ohkost kann aus geraffeltem oder in Scheiben aeschmllenem Rett ick) zubereitel werden. Man salzt ben ^bereiteten Rettich, läßt chn zugebecktschwit­zen", wie der Bayer sagt, um recht viel Saft zu ge­winnen. Dieser wird als Tunke zubereitet und nach Fertigstellung über ben Rett ick) gegossen. Man ver­dünnt den Saft mit entrahmter Frischmilch, fügt zum Entschärfen etwas Zucker hinzu und schmeckt mit Essig ab. Auch saure Milch kann benutzt werden, jedoch keinesfalls Del, das bas Gericht nur schwer verdaulich machen würde. Es empfiehlt sich, die Rettich-Rohkost bereits eine Stunde vor dem Essen anzurichten, damit die Schärfe verschwindet.

Vorsorge beim Einkochen.

Nacheinander reifen die Gar len fruchte heran, die, zusammen als Mehrfruchtmarmelade ver­kocht, herrlichen Brotaufstrich geben. Za, aber das 'Nacheinander" mad)t uns dabei oft etwas Schwie­rigkeiten, man hat nicht immer die gewünschten Früchte zu gleicher Zeit einmachreis. Da helfen wir uns, indem wir unsere leeren Patentgläser mit Gummiring und Deckel hervorholen und die zur Zeit anfallenden Früchte, wie z. B. Kirschen oder später Mirabellen, Pflaumen ufro., was es auch fei, e r ff einmal ft er l(i f i e r e n. Alles Steinobst muß für diesen Zweck entsteint werden, bie Früchte kön­nen bann ohne ober mit ganz wenig da Mi scheu gestreutem Zucker haltbar gemacht werben. Haben wir nachher alle Früchte, bie zur Marmelade ver­kocht werden sollen, zusammen, können wir ohne Schwierigkeiten diese zusammen verkochen. Wir den­ken hierbei auch daran, daß manche Hausfrau auf diese Weise auch Fl e ine Mengen, bie sie be­kommt, für ben Winter vor rat vorteilhaft verwen­de» kann. Kürbis kann man zum Strecken ber Mar­melade mllverwenden, wie im Sommeranfang Rha­barber. Der Quantität unserer Vorräte ist hiermit sehr gedient, während die Qualität durchaus voll­wertig bleibt. Die für dieses vorübergehende Halt­bar machen benutzten Patenlsiläser werden dann noch rechtzeitig wieder frei, um für Gemüse ober anderes Obst Verwendung zu finden.

Rhabarber - Erdbeer - Murmelnder I Kilogram in Rhabarber. 1 Kilogramm Erdbeeren, KOO Gramm Zucker. Die Erdbeeren zuckert man am Abend vorher ein, den vorbereiteten Rhabarber kocht man mit etwas Wasser weich, gibt den Zucker dazu Wenn her Rhabarber ziemlich stark eingekocht ist, gibt man die (Erhbeercn mit dem Saft dazu und läßt bis zur Marmeladenprobe kackten. Heiß in die vor bereiteten Gläser einfüllen unb zubinden.

Marmel a d e aus reifen StacheIbee - reu: I Kilogramm Stachelbeeren, -WO Gramm Zucker, auf 2Vt bis 3 Kilogramm Masse evtl. Vz Li- ter roter Johannisbeersaft Stachelbeeren werden

von Stiel und Blättern befreit, gewaschen und durch die Maschine gedreht. 20 Minuten läßt man sie ko­chen, gibt dann Zucker und Johannisbeersaft dazu und kocht bis zur Marmeladenprobe.

Himbeer . Fohannisbeer - Marme­lade: Vs Kilogramm Himbeeren. IV2 Kilogramm Johannisbeeren, KOO Gramm Zucker. Die vorberei­teten Früchte werden ahne Wafscrzufatz bei mäßi­gem Feuer unter Rühren eine Weile gekocht. Dann wird das Ganze mit Zucker bis zur Marmeladen­probe gekocht.

Rezepte.

Dreifru d) t mit Möhren: 1 Kilogramm saure Kirschen, 500 Gramm Himbeeren, 750 Gramm rote, recht reife Johannisbeeren, 750 Gramm Möh­ren, aus .500 Gramm Fruchtmus 250 Gramm Zuk- ter. Die weichgekochten, durch die Fleischmaschine gegebenen Möhren werden mit den entsteinten Kir­schen und den anderen Beeren unter Rühren zum Kochen gebracht. Wenn alles zusammen etwas ein­gekocht ist, wiegt man den Tops mit der Masse (Topf vorher allein wiegen), gibt die entsprechende Zuckermenge dazu, kocht unter Rühren weiter bis zur Marmeladenprobe, füllt in die Gläser unb bin­det zu.

Ki rfch au sl a u s: 500Gramm Brot, 100Gramm Zucker, Eiaustauschmittel oder 1 Ei, etwa V« Liter

entrahmte Frischmilch, evtl, abgeriebene Zitronen, schale, 750 Gramm Kirschen, evtl, etwas Fett. Brat in Würfel schneiden, mit der kochenden Mich übergießen und stehen lassen, bis die Milch ganz eingezoaen ift. Zucker, Eigelb und das Fett schau, mig rühren, das Brot zugeben, alles gut verrühren, die' entsteinten Kirschen daruntermengen, zuletzt den Eisschnee darunterziehen und die Masse in eine ge. fettete Auflauf form füllen. Backzeit etwa 45 M« nuten.

Rhabarbermilchsuppe: 500 Gramm Rha, barber, Vr Liter Wasser, Vr Liter Milch oder Butter, milch, 30 Gramm Stärkemehl, evtl, etwas Zitronen, schale, 100 Gramm Zucker. Der geschnittene Rhä. barber wird mit Wasser und Gewürzen ausgekocht. Dann läßt man die mit dem Stärkemehl verrührt« Mild) einlaufen und kocht die Suppe unter tüchti­gem Rühren gar.

Möhrensuppe: 500 Gramm Möhren, 10 Gramm Fett, 40 Gramm Mehl, 1 Liter Wasser ober Gemüsebrühe, V< Liter Milch, Salz, Petersilie. Etwa zwei Drittel der geraffelten Möhren dünstet man in dem Fett an, füllt mit der heißen Flüssig teil auf und kocht gar. Dann dickt man mit dem in der heißen Milch angerührten Mehl oder mit 2 roh geriebenen Kartoffeln, reibt die restlichen Möhren daran und gibt die gehackte Petersilie hinein.

HEISSi i tage

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Flotte Waschkleider für heiße Tage

Für heiße Tage sind die heute gezeigten flot­ten Waschkleider gedacht.

Ihr Material ift fein- gestreifte, Beingcmuftitrte ober einfarbige Wasch­seide.

Bei den Formen links und in der Mitte ist der Rock dem langen Ober» teil jackenkleidartig ange* fcßt, auch die auflge« setzten ober eingeschnitts« nen Taschen unterstützen diesen Eindruck der strek« kenden Form, rechts sind vier Schlitz laschen einge­arbeitet, alle drei Kleider haben Gürtel und Knöpfchen aus dem Grundmaterial. H.

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Heute entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit unsere Hebe, herzensgute Schwester und Schwägerin

Aenne Winnecker

In tiefem Schmerz: Elisabeth Winneoker Hüte Winneoker; Hanny Bus, geb. Winneoker Dr. Rloh. Bus, z. Z. bei der Marine.

Gießen (Bleichstraße 46 II, Nebenhaua), Münster i. Westf., den 18. Juli 1042.

Die Trauerfeior findet Donnerstag, 10. Juli, 1 L Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

033h5

Bekanntmachung.

1. Mit Wirkumi uotn 16. Juli 1042 ist die Ab­gabe von Obst nn bie Verbraucher nur noeb In ben Gesrliafien inügllrb, In bereu Kundeultsto sie für ben OoftbMUß eingetragen sind.

11. Aeoe Abgabe von Obst ift ab 18. Juli 1942 nur noib gegen Eintragung in ben roten Hauobaltb- niibtueiv. 3 palte <, gestattet. Die Eintragung muh von ben 'Verteilern uornenonnuen werben.

111 Die 'Verteiler sind verpflichtet, bad ihnen Aiigetviefcne Obst in gerechter Weise gleichmäßig ab uigeben. Der Einzel- unb Ambulante Handel bat nut ber E intragung der Verbraucher in seine Kun bcnllüeu die Verantwortung für die Versorgung bei Verbraurberscbast mit Ovst übernommen.Gine Vevmzuaiing biolieriacr 2tniiinitiuibcii ift streng­stens verboten. Durch den Eintrag in bie Kunden Ufte haben sämtliche eingetragenen Hunden nid Stammt uudeu 311 gelten. Die Verteiler werden hierzu norhninld auf bie genaue Einhaltung her ihnen von der WtrtschasttmruLwe Einzelhandel unb her Wirtfchaftdgrupve Ambulnnted (deiverbe uige- aaugenen Anweisungen über bie Regelung beb Cbftuertaufb hinneivtefen.

1 \ Ed wird hierdurch erneut (u fauiitaeaebeu. daß der Bezug von Gemüse zunaihst noch nicht au ben E iutraa in eine Miiubeulifte nebunbeii ist.

v. Verstoße werden strengstens geahndet.

Gießen, den 14. Juli 1942.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen uhmD VrnabrnngSamt Abt B.

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Wer übernimint das Stricken eines Fullovers?

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Für die anläßlich unserer VTer- lobung erwiesenen AufmcrkNam- keiten danken wir recht herzlich

Erna Bonarlus Erich Noch Großen-Buseck Rödgen

Juli 1942

Meine Verlobung mit Fräulein Maria Zentgraf zeige ich ergebenst an

Ernst Ludwig

Pfarrvikar

Neu-Isenburg, Pfarrgasse 22

6. Juli 1042

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Horst

Die Geburt ihres dritten Sohnes zeigen hocherfreut an

Ingeborg Appel, geb. Davids Willi Appel

Gießen, Kaiserallee 49

18. Juli 1042

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