Don der Schlichtheit der Rede. — Ein Wort der Front.
E. S.
komödie geworden.
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der
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Reiskirchen.
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1942 tun.
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Statt Karten!
Danksagung.
1242 D
Iuugygeuci Gießen.
1249 D
Mit den Angehörigen trauern zugleich der Landrat und die Gendarmen des Landkreises Gießen um ihren treuen, vorbildlichen, stets
pflichtbewußten Kameraden. 234 D
i, den 11. April 1942.
Hessisches Jorffamt Gießen.
Für die überaus herzliche Anteilnahme beim Heldentod meines Mannes, unsres v Sohnes und Bruders, des Studienassessors Willibald Roth, Feldwebel und Zugführer in einem Infanterie-Regiment, danken wir tiefbewegt allen, die in Treue seiner und unser gedachten.
„Wir wissen es ja
15. d. M. ab gegen Erstattung der Schreibgebühren abgegeben. Nähere Auskunft durch das Forstamt.
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Luise Roth, geb. Schüler Familie Georg Roth.
Gießen, den 18. April 1942.
Die in den Verkau-fsstellen etwa verbleibenden Ueberstände sind an Haushalte mit Kindern bis zu 3 Jahren mit 1 Stück je Kind abzugeben. Die Abgabe ist in dem roten Haushaltausweis Spalte E zu vermerken.
Gießen, den 13. April 1942.
Der Oberbürgermeister. Ernährungsamt Abt. B.
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der als Soldat der deutschen Wehrmacht an Ostfront steht.
Keine Kriegs-Zeitverluste für Volksschullehrer.
Der Volksschullehrer soll nach vier Jahren planmäßig angestellt werden. 1% Jahre muß er im öffentlichen Schuldienst beschäftigt gewesen sein. Zur Vermeidung von Härten, die sich aus der Dauer des Krieges ergeben, können im Kriegsdienst stehende Volksschullehrer, die weniger als 1% Jahre im öffentlichen Schuldienst beschäftigt gewesen sind, in eine bestimmte Planstelle eingewiesen werden, wenn sie eine außerplanmäßige Dienstzeit von vier Jahren, die Wehrdienstzeit eingerechnet, abgeleistet und sich bewährt haben.
Entlastung der Volksschule.
Die reichseinheitliche Regelung des Hilfsschulwesens bedeutet nicht nur, daß die Hilfsschule und die anderen Sonderschulen die ihnen anvertrauten
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KN dem das III. Armeekorps wieder beteiligt war, wuröe General v. Lochow Oberbefehlshaber der 5. A r m e e. Im Dezember 1916 wurde er mit dem -Großkreuz des Roten Adlerordens mit Schwertern ausgezeichnet und zur Disposition gestellt. In der Nachkriegszeit widmete er sich der Arbeit dem Traditionsoerband des ehemaligen III. AK.
W7. Wir erhielten die schmerzliche Nach- richt, daß mein lieber Mann, der treu- sorgende Vater seines Kindes, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder und Schwager
Oberschütze
Willi Steinbrecher
im Alter von 3.3 Jahre für Führer und Volk sein Leben gegeben hat.
In tiefem Schmerz:
Frau Jlse Steinbrecher, geb. Baer, und Kind Frau Marie Steinbrecher (Mutter)
und alle Angehörigen.
Tambach (Thür.), Gießen, Bruchstraße 17.
01709
Danksagung.
Auf diesem Wege danken wir allen i» herzlich, die uns bei dem Heldentod unsres geliebten Sohnes, Bruders u. Schwagers Gefreiter Walter Schneider und meines geliebten Mannes und Vaters Unteroffizier Ernst Ludwig Krombach durch Wort und Schrift ihreTeilnahme bewiesen. Besonders herzlichen Dank Herrn Pfarrer Reusch für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, dem Gesangverein Liederkranz für die erhebenden Chöre und allen denen, die an der Feier teilnahmen.
Karl Schneider und Frau, geb. Schön Frau Ella Krombach, geb. Schneider und Kind.
Neuhof, Leihgestern, den 13. April 1942.
1241 D
Allen, die unseres lieben Entschlafenen
Karl Krebast
in so großer liebevoller Teilnahme gedachten, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Im Namen aller Angehörigen: Familie Fritz Rohrbach.
Lollar, den 14. April 1942.
Bekanntmachung.
Verbraucher, die ihre Apfelsinenzuteilung auf den Abschnitt 35 der Nährmittelkarte 34 bisher noch nicht eingekauft haben, können dies letztmalig am 14. April
richs des Großen - als eines Vorbildes europäischen Soldatentums gedacht. In Sanssouci ergriff auch der spanische Studentenführer Guitarte das Wort,
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Wertholzverkauf.
Dienstag, den 21. April, vormittags 10 Uhr, werden im Hotel „Hindenburg" in Gießen (Seltersweg) aus dem Staatswald, Försterei Treis (Lumda), und den Gemeindewaldungen Annerod, Alten-Buseck, Daubringen, Climbach, Gießen, Mainzlar und Rödgen öffentlich verkauft: 12380
Kiefer: Schneideholz-Stämme: 67 fm 2b- bis 4. Kl.
Kiefer: Schneideholzhalt. Stämme: 88 km 3a- bis 5. Kl.
Nach dem öffentlichen Verkauf werden beschränkt an Handwerker verkauft:
Kiefer: Stämme Gütekl. B: 5 km 3a- bis 4. Kl.
Aichlen-Abschnttte: 62 fm 2b- bis 5. Kl.
Lärchen-Stämme: 2 fm 2b= und 3a-Kl.
Einkaufsscheine für Nadelrundholz sind im Termin vorzuzeigen. Nummerverzeichnisse werden vom
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Bekanntmachung.
Bett.: Elerbezug bei Hühnerhaltern.
Diejenigen Haushaltungen, die ihre Eier unmittelbar von Hühnerhaltern beziehen wollen, werden aufgefordert, die 12440
Bestellscheine Nr. 35 der Reichseierkarte
auf Zimmer 16 des Ernährungsamtes in der Zeit von 8 bis 13 Uhr zum Umtausch in Berechtigungsscheine vorzulegen.
Gießen, den 13. April 1942.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
Crnährungsamt Abt. B» .
rate besiegen zu können, und daß sie sich gründlich blamiert haben, als sie seinerzeit das Abschwenken Deutschlands von der Gold- zur Arbeitswährung mit Hohn und Spott begleiteten. Wir haben den Plutokraten die Arbeit und den Willen, ohne Gold eine neue und bessere Wirtschaft, aufzurichten, entgegengehalten. Ihre Proteste und Bemühungen prallten ab. Als wir 1924 den Versuch machten, eine goldlose Währung zu errichten, wurde der Daweskommissar uns auf den Hals geschickt, um Deutschland an der Goldkette zu halten und die goldlose Rentenmark in eine goldgedeckte Reichsmark umzuwandeln. Vergeblich haben damals die Habenichtsnationen sich an die Weltmoral gewendet. Der Besitz blieb taub. Als dann Adolf Hitler die goldlose, nur aus Arbeit beruhende Wirtschaft organisierte und neu aufbaute, konnten die Yankees nicht genug höhnen. Deutschland aber ließ sich nicht irre machen. Es blieb bei dem, was einst auch ein englischer, nicht vom plutokratischen Denken angekränkelter Philosoph, David Hume, als Axiom erkannte: „Alles in der Welt wird durch Arbeit erkauft." Dieser Grundsatz der nationalsozialistischen Volkswirtschaft hat denn auch auf der ganzen Linie gesiegt. Die Pankees aber müssen jetzt ihren nutzlosen Reichtum verwenden, um ihre Konservenbüchsen zu verlöten. Die Götzendämmerung des Goldes ist zu einer amerikanischen und vor allem Rooseveltschen Tragi-
100. Geburtstag
des ältesten Marineangehörigen.
Am 13. April konnte der älteste ehemalige Angehörige der Kriegsmarine, der Oberingenieur Paul B r a u s e r in Aachen, seinen 100. Geburtstag feiern. Der Führer übermittelte ihm seine besten Wünsche. Das Bild des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine überbrachte der Bundesführer des NS.-Deutschen Marinebundes, Konteradmiral z. D. Klüpfel. Brauser, in Mussin in Bommern als Sohn eines Pastors geboren, macht^ als Einjährig-Freiwill'iger und Maschinistenmaat auf dem Panzerkanonenboot „Basilisk" die Kriege von 1866 und 1870/71 mit. Nach seinem Ausscheiden aus der Kriegsmarine betätigte er sich beim Norddeutschen Lloyd als Jnge- . nieur bei Brückenbauten, als Lehrer an der Gewerbeschule Aachen und in leitenden Inge nie urstel- len. Dem NS.-Deutschen Marinebund gehört Brauser als Ehrenmitglied an.
Das studentische Frontkämpfertreffen.
Das europäische studentische Frontkämpfertretfev nahm in Berlin seinen Anfang. Zur Teilnahme find Angehörige der spanischen, kroatischen, französischen und wallonischen Legion des Heeres sowie der dänischen, finnischen, flämischen, niederländischen und norwegischen Verbände der Waffen-^ einge- troffen. Das Frontkämpfertreffen begann mit einem Besuch von Schloß Sanssouci, einem Flötentonzert im Neuen Palais mit Werken Friedrichs des Großen und einer Orgelfkierftunde in der Garnistm- kirche. In Ansprachen wurde der Bedeutung Fried-
^Mein lieber, väterlicher Freund!
(NSK.) Deinen so gut gemeinten und ausführlichen Brief nehme ich zum Anlaß, um einmal einiges zu sagen, was mir schon lange auf dem Herzen liegt. Du wirst vielleicht etwas verwundert den Kopf schütteln, wenn Du über diesen Brief die Worte „Von der Schlichtheit der Rede" sindest, aber gerade von ihr will ich hier ja sprechen. Sieh es bitte auch nicht als anmaßende Schulmeisterei eines jungen Gernegroß an, wenn ich hier verschiedene Ratschläge andeute, jedoch mutz einmal all das Euch in der Heimat berichtet werden, was uns Soldaten in manchem Eurer Schreiben, die Ihr mit so viel Liebe in unsere Hände legt, trotz aller Anteilnahme mißfällt. Es ist das heldische Pathos, das uns Jungen so gänzlich fremd geworden ist, es ist das Sprechen von unseren Tgten, die — wir wissen es am besten — unser ganzes Ich fordern, es ist E u e r Lob, das uns auszeichnen soll und dennoch manches Mal seiner uns fremden Würde und der tönenden Worte wegen nicht in unsere Herzen dringt.
Eines sei gleich vorausgeschickt: Wir Soldaten sind dieselben geblieben, die wir waren, als wir noch nicht den Waffenrock trugen, wir sind dieselben geblieben in unserem Innern, in unserem Fühlen und Denken, auch unsere Hochwerte sind immer und stets die gleichen, und dennoch hat unser ganzes Kriegserleben das Maß unseres Empfindens gewandelt. Wenn wir z. B. als Illegale im schwarzen Schuschnigg-Oesterreich mit einer Sehnsucht in der Stimme von Deutschland sprachen, da lag in unserer Rede eine völlig andere Melodie, als heute, wenn wir vom Reich sprechen, das wir nun selbst verteidigen dürfen. Nicht daß uns jetzt etwa Reich und Vaterland weniger bedeuteten als damals, da wir es uns erst erringen mußten, nicht daß wir des Ringens um Deutschland müde geworden wären — weit gefehlt! —, dieser Kampf ist uns vielmehr nun zur Selbstverständlichkeit geworden, und diese verbietet wieder ein tönendes Lob, das un^ im Augenblick wohl ein wenig schmeichelt, uns dennoch aber peinlich sein muß.
Du darfst mich, und uns alle, in Deinen von mir stets herbeigesehnten Briefen nicht „H e l d" nennen, auch das Wort von der „Einsatzbe- r e i t s ch a f t", die Ihr in der Heimat zu Eurem Spruch der Tatbereitschaft gemacht habt, klingt in unseren Ohren ein wenig fremd, denn daß Ihr daheim auf Posten steht, wissen wir gut genug, wir können es ja nahezu Tag für Tag an all den Spenden und Opfern, die Ihr uns bringt, ermessen, aber darüber zu reden, erscheint mir ein wenig verfehlt.
Große Taten bedürfen nun einmal keiner tönen®
Kinder so erziehen, daß sie später möglichst vollwertig in den wirtschaftlichen Arbeitsprozeß eingefügt werden können. Durch die Herausnahme der Kinder,, die ihrer Veranlagung nach in die Sonderschulen gehören, entlasten sie auch die Volksschule und tragen so zur Erhöhung ihrer Leistungen bei. Nach einem Erlaß des Reichserziehungsministers sollen in Zukunft möglichst alle Kinder, bei denen die Voraussetzungen vorliegen, den Sonderschulen überwiesen werden. Wo diese Schulen nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, wird ihre Neugründung in Aussicht zu nehmen sein, sobald die Zettoerhältnisse das gestatten.
Der Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft.
Im Einvernehmen mit dem Reichsernährungs- minister hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, den Reichshauptamtsleiter Landesbauernführer Staatsrdt Peuk- k e r t zu feinem Beauftragten für den Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft und der Kriegsernährungs- wirtfchaft ernannt, da die Sicherung der Frühjahrsbestellung und die Bergung der Ernte nur durch restlose Mobilisierung der Arbeitskräfte, insbeson-
Nach überstandenenKämpfeninPolen, Frankreich und an der Atlantikküste starb im Alter von 26 Jahren am 7.4.42 durch unerwarteten Unglücksfall unser einziger, lieber Sohn, herzensguter Bruder, Neffe, Onkel, Schwager und Schwiegersohn, mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Bräutigam Obergefreiter Franz Schwarz in einer Flak-Abteilung
Inhaber des E. K. II und Sudetenband
Sein Leben war Liebe, Treue und Pflichterfüllung bis zum Tode. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben.
In tiefer Trauer: Franz Schwarz und Frau Geschwister Helga und Ingeborg Familie Karl Wagner Elfriede Wagner (Braut).
Danzig, Rodheim/Gießen, den 13. April 1942.
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den Worte, um der Umwelt nahegebracht zu werden, denn sie wirken durch sich selb st, und das Wort, das sie erklären will, wirkt klein, ja anmaßend, gemessen an der ganzen Gewaltigkeit solcher Ereignisse.
Wie klassisch schlicht sind da zum Beispiel unsere Wehrmachtberichte, die völlig ohne Pathos Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung knapp und einfach melden. Es wird hier eine Sprache geführt, die gerade uns Soldaten nahezu aus dem Herzen spricht und vor allem in ihrer knappen Korrektheit unserem Denken völlig entspricht. Mag in Zeiten des Meinungsstreites auch das große Wort zum „Schwert des Geistes" werden, so wird dennoch nur das Geschehen selb st in Zeiten des Daseinskampfes Geltung haben, rnnb die Rede darüber muß ebenso schlicht und einfach sein wie der Mann, der durch sein Tun solche Ereignisse herbeiführt, — wie der Soldat also.
Ist es denn nahezu nicht so, daß in heldischen Zeiten das Wort „Heldentum" selbst die matteste Farbe besitzt? Es ist nun einmal so, daß all die Begriffe, die in Tagen der Geruhsamkeit zu Ideal- werten emporgehoben werden, sich in Zeiten des Kampfes und der Verteidigung zur Selbstverständlichkeit wandeln. Und eine solche ist doch heute der Einsatz der gesamten Nation. Da opfert man eben und empfindet dieses Opfer als Leistung, die getan werden muß und die nicht erst durch Worte gewürdigt zu werden braucht.
Mein lieber väterlicher Freund, all das habe ich Dir nicht gesagt, um irgendwie geistreich zu erscheinen, sondern vielmehr wollte ich Dir, nur ein Zeugnis unseres Empfindens und Denkens geben. Da hat doch zur vergangenen Weihnacht jeder von uns Liebesgaben And Päckchen erhalten, für deren Sorgsamkeit und Liebesmüh des Zusammentragens die Auswahl des Inhalts eine beredte Sprache führte. Und jedem dieser Päckchen lagen Segensbriefe bei, die oft, ach, ebenso verfehlt stilisiert waren, wie ich es oben dargestellt habe. Und das gab auch letzten Endes mir Anlaß, diesen Brief zu schreiben. Wir Soldaten sind uns Eurer Treue, Ihr Lieben daheim, so sicher, daß es solcher betonter Versicherungen erst gar nicht bedarf; wir fühlen es ja, das starke Band, das uns alle umschließt, aber gerade das haben wir so tief in unsere Herzen ausgenommen, daß wir mit lauten Worten davon nicht schreiben mögen.
Nimm bitte diesen Brief, so wie er gemeint war, als ein Schreiben an einen Menschen, den man in Liebe so verehrt, daß man ihm selbst all das zu sagen wagt, was ich Dir heute erzählt habe.
Kriegsberichter Dr. Stocker.
Nach Gottes unerforschtem Ratschluß verstarb am Sonntag, um 9.30 Uhr, nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Großvater und Bruder
Philipp Stumpf II.
Hptw. der Gend. der Res.
im 57. Lebensjahr. tieker Iraner-
Kath. Stumpf, geb. Stumpf und alle Angehörigen.
Reiskirchen, den 12. April 1942.
Beerdigung findet am Mittwoch, dem 15. April, nm 2 Uhr statt.
Mit den Angehörigen trauert um ihr langjähriges Vorstandsmitglied und Kontrolleur der Vorstand und Aufsichtsrat'
der Spar- und Darlehnskasse e.G.m.b.H.
Aus dem Reich.
General v. Lochow gestorben.
General der Infanterie v. Lochow, Ritter des Pour le mSrite mit Eichenlaub, ist in Berlin im Alter von 87 Jahren gestorben. Er wurde zu Petkus im Kreis Jüterbog geboren. Aus dem Kadettenkorps hervorgegangen, bekleidete er vor dem Weltkrieg verschiedene Generalstäbsstellen und wurde 1903 Kommandeur des 4. Garde-Regiments zu Fuß und 1912 Kommandierender General des III. Armeekorps. Am siegreichen Vormarsch bis zur Marne und 1915 in der Schlacht von Soissons hefteten die Märker unter seiner Führung unvergänglichen Ruhm an ihre Faynen. Nack) der Eroberung Serbiens und dem Kampf um Verdun,
dere der Frauen und der Jugend durchgeführt werden können. Die Vorarbeiten für einen großzügigen Arbeitseinsatz der Jugend sind abgeschlossen worden. Die Heranführung einer großen Anzahl ausländischer Arbeitskräfte wird im kriegsbedingten Ausmaß erfolgen.
Kunst und Wissenschaft.
Eröffnung der Essener Kuliurwoche.
Im Essener Opernhaus eröffnete Oberbürgermeister Dillgardt die Kulturwoche „Stadt der Arbeit — Kunst unserer Zeit". Er würdigte die Leistungen Essens als Folkwangstadt; die Folkwangidee konnte nur hier inmitten der schaffenden Bevölkerung ausreifen. Bezeichnend dafür ist, daß der in Essen gebildete künstlerische Nachwuchs fast nur aus Arbeiterkreisen stammt. Erstmalig wurden zwei Kompositionsaufträge für festliche Musiken erteilt, der eine an Erich Sehlbach, Lehrer für Musik an der Folkwangschule, der andere an den Duisburger Ernst Pepping. Solche Aufträge sollen künftig regelmäßig vergeben werden. Der Präsident der Reichstheaterkammer Ludwig Körner wies auf die besonderen Aufgaben der Bühnen im Kriege hin und dankte vor allem den Stadtgemeinden, die ihre Aufgaben voller Verantwortungsbe- wußtfein durchführten. Die Feierstunde wurde mit Ottmar Gersters „Festlicher Musik", einem gradlinigen, sanfarenüberglänzten Werk, eingeleitet und mit Karl Höllers, dem deutschen Frontsoldaten gewidmeter „Heroischer Musik" abgeschlossen. Das Städtische Orchester unter Leitung von Musikdirektor Bittner war beiden Werken ein ausgezeichneter Vermittler. Heinrich Schmidt.
Huldigung für Sibelius.
Die Deutsche Sibelius-Gesellschaft trat mit einer Feier in der Berliner Philharmonie zum ersten Male vor die Oesfentlichkeit. Drei symphonische Werke des großen finnischen Komponisten, vorgetragen vom Berliner Städtischen Orchester unter Generalmusikdirektor Fritz Zaun, umrahmten eine Ansprache des Präsidenten der Gesellschaft, Generalintendanten Dr. D r e w e s. lieber den Rundfunk war Sibelius selbst Gelegenheit gegeben, auf die Ansprache zu antworten. Der musikalische Teil des Abends enthielt drei Werke, die sich in deutschen Konzertsälen schon einen Platz gesichert haben. Während in der symphonischen Dichtung „Finlandia" der Patriot Sibelius den Schicksalsweg seines Volkes musikalisch gestaltet und in der Karelia-Suite ein Wesensbild des lebensfrohen, weltzugewandten Stammes in der jetzt neu umkämpften Grenzlandschaft zum Klingen bringt, lebt auch die um absolute Form bemühte erste Symphonie aus deu Kräften des tapferen Volkes mit feiner zwischen leidenschaftlicher Kraft und herber Innigkeit gespannten Polarität.
Johannes Jacobi.
Gertrude Pihmger und Egon kornaulh.
In einet Meldung des Deutschen Kulturdienstes über eine gemeinsame Konzertreise Gertrude Pit- z i n g e r s und Egon Kornauths durch mährische Städte wurden die beiden Künstler fälschlicherweise als Ehepaar bezeichnet. Der Deutsche Kulturdienst stellt heute seine Meldung richtig.
Line neue Erzählung von Benno von INechow.
Von Benno von Mechow kennt man jetzt eine neue Erzählung, die er auf einem Leseabend des Kulturamtes Lichtenberg (Berlin) vorlas/ Wie der Reiterroman aus dem ersten Weltkrieg „Das Abenteuer", spielt auch die neue Erzählung „D a s Li e - b e s m a h l" im Kreise der geliebten Ulanen. Das tragische Ende eines deutschen Reiteroffiziers, der 1917 bei Verhandlungen zwischen den Fronten von einem russischen Revolutionär meuchlings erschossen wird, scheint sinnbildliche Bedeutung für das Nachkriegsschicksal beider Völker zu gewinnen, deren eines der Vernichtung aller menschlichen Werte entgegenging, währenddem anderen aus dem Niederbruch die Kraft zu neuem Auf erstehen erwuchs.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz. Wirtichaft und Sport: Ernst Blumfchein.
Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck.
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