■fX.
■-. M
F
^i»te
WWW^K "(*? ->>. , M; z.
-Wr V' X
’• x<-' ''x' Ä£^6t/)w .7/^..
MWMEtz'.. ‘'?’*^. ’
WlW
rchgehend
rHerren r Damen
milienbaP ■chgehend men rren milienbad
iBertteter bei t Polin! und M- Thyriot; Bhimitbem.
. Lange R. G. :: Hans Seck.
vurde un- chon vor» tiger An» 130 Mi- 11 auf das "als sehr Mannschaft vartet der en er an» m linken in Schluß» Robbe die erhinbern. ' entschei» iett, schoß chait roar in Augen- stversland- 1 Minuten den Siea Wfs pfiff «iedsrichter
^1« tetS '"'E ^En vir
kotiger e?aIten- /echnik, von g.' ^E« aus ?fh r!^°ch ’M ^elegen- 91119 der
Är das Minute } stürmte te; halb. s«h Mar- L wußte. tzEpiel N bei 'ther von v°r dem gs waren te sich aei. 05 werfen, \von der ins Feld ^punkt er. Reiften cha'ten ji|
Vlenrtag,^. April <9^2
Bezugspreis:
RM.1L0
Monatlich
Gießener svamilienblätter Heimat imBildDieScholle .
Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags
Beilagen:
Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M.
Annahme von Anzeigen für die Miltaasnummer bis 8l/9 Uhr desBormittags
Anzeigen-Preise:
Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell AbschlüsteMengenstaffelS Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/. mehr
(Y2. Jahrgang Nr. 86 jwa 9 t
Eichener Anzeiger
vrLHIsch« UniverfltSIrdruckerri 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen «Iehen?Sch«Iftratze 7-9
Tauwetter an der Front im Osten
Das Ltnterhaus erwartet Cripps
bis
nien i
persönlich über seine Verhandlungen in Delhi Be-
Damit zst unmißverständlich gesagt, daß diese Reichstagsneuwahl — übrigens als solche bereits ein Zeichen beträchtlicher Stärke und Selbstsicherheit! — nichts mit parlamentarischen Spielregeln westlicher Prägung zu tun hat, die in Japan überhaupt nur während einer kurzen Spanne im ersten Weltkrieg eine Rolle gespielt haben. Während es damals den Anschein hatte, als ob die konstitutionelle Monarchie eine starke Einschränkung erfahren sollte dadurch nämlich, daß die Kabinette, die bislang mit dem Vertrauens-
Prägung.
Die rein dienende Rolle, die innerhalb dieser neuen Staatsformen dem Reichstag zufällt, ist übrigens durchaus vereinbar mit der Verfassung vom 11. Februar 1889, in der Tenno Mejji uralte Erbwerte und im Westen — vor allem im preußischen und bayerischen Staatsrecht. — erprobte Einrichtungen zu einem neuen Gebilde zusammenschmolz. Auch die göttliche Stellung des Tenno ist im Artikel III der Verfassung verankert, m dem es heißt: „Der heilige Thron würbe zu einer Zeit errichtet, als Himmel und Erde sich trennten; der Kaiser ist vom Himmel gestiegen, göttlich und heilig und ragt über alle seine Untertanen hinaus. Er muß Verehrung genießen und ist unverletzlich."
britischen Kreuzer „D o r s e t s h i r e" und „E o r n - wall" und der Flugzeugträger „Hermes hatten den Hafen von Trincomali verlassen, um dort nicht den Luftangriffen ausgesetzt zu sein. Sie seien dann jedoch von japanischen Flugzeugen versenkt worden. Britische Torpedo-Flugzeuge hatten die ,apa- ni chen Flugzeugträger zu erreichen versucht, doch sei ihnen dies n i ri) t gelungen. Der Oberbesehl der britischen Streitkräfte lag in den Händen von Sir James Somerville, dessen Versetzung von Gibraltar nach Ceylon erst in diesem Zusammen-
Bezirksbürgermeisterei zur Stadtverwaltung führt. In diesen Adern pulsiert das kommunale Kleinleben, das durch die Tonarigumi also an die autoritäre Staatsführung angeschlossen ist, während in der 1938 gegründeten Sangyo-Hokoku-Bewegung heute vier Millionen Japaner sich unter das verpflichtende Ethos des „Dienstes am Lande durch Arbeit" gestellt haben.
tische Admiralität einer dringenden Ueber- h o l u n g bedürfe.
„Daily Herald" stellt ebenfalls fest, daß die Lage, in der sich die Pazifikflotte Englands befinde, äußerst ernst sei. Die Versenkung der „Hermes", Cornwall" und „Dorsetshire" bedeute eine große SchwächungderDerbindungswege durch den Indischen Ozean. Auf der Flotte Englands lasteten so vielseitige Verpflichtungen, daß es nun nicht mehr möglich sei, aus anderen Gewässern Kriegsschiffe für eine Festigung der Lage im Indischen Ozean zurückzuziehen. Die britische Admiralität habe damit einen großen Fehler begangen, daß sie den Japanern gestattete, Marineflugzeuge zu entwickeln, die den von der britischen Marine verwendeten Typen weit überlegen seien. In der britischen Flotte gebe es keine Bomber, Torpedo-
ausreichte.
Welche neuen Kräfte hat Japan nun aus sich selbst heraus entwickelt, um den Problemen, vor die es sich in Verfolg seines Weges von der „göttlichen Mission" zur Schaffung eines gesicherten ostasiatischen Raumes gestellt sieht, gerecht zu werden? Bereits im September 1940 rief General Abe die „Bewegung zur Unterstützung des K a i s e r t h r o n e s" ins Leben. Von dem im April 1937, also noch vor dem Chinakriege, gewählten alten Reichstag gehören nicht weniger als 431 Mitglieder dieser neuen Bewegung an, während nur noch 121 völlig einflußlosen Splitterparteien angehören. Zum Verständnis dieser Be- wegung, die japanisch „Taisei Pakistan Kai" heißt — was wörtlich- übersetzt so viel wie „Vereinigung zur Beflügelung der großen Politik" bedeutet — sei soviel gesagt, daß sich in der TPK. alle die Persönlichkeiten und Kreise zusammengeschlossen haben, die in der Stille schon seit Jahren den 11 ebergang Japans von der parlamentarischen zur autoritären Staatsform vorbereitet hatten.
Ohne Zweifel haben die großartigen deutschen Siege im Frühsommer 1940 entscheidend bei dem Durchbruch dieser Bewegung mitgewirkt, denn sie nahmen dem englandfreundlichen lapanischen Liberalismus den Boden unter den Füßen weg. Als
Härungen über die Verhandlungen in Indien nach Cripps Rückkehr zu warten. „Der indische Mißerfolg von Cripps hat Churchills Stellung gestärkt", stellt der Londoner Korrespondent von „Soenska Dagbladet" als den gegenwärtigen Stand des Stimmungsbarometers in England fest. Jedenfalls fei die Position des Premiers viel gefestigter als sie es gewesen wäre, wenn Cripps mit einem Vertrag in der Tasche aus Indien zurückkäme. Cripps habe zwar fein Prestige noch nicht ganz verloren, wohl aber sei jener Siegesschimmer, der ihn zum sicheren Rivalen Curchills gemacht hätte, verschwunden. Die „Times", welche als den Hauptgrund des Mißerfolges bei den indischen Verhandlungen das Mißtrauen der indischen und mohammedanischen Gegenspieler bezeichnet, entdeckt in ihrer sichtlichen Verlegenheit plötzlich den „neuen Geist", welcher in der Stellung Indiens zu England durch die Verhandlungen von Cripps geschaffen worden sei. Was
hang b'ekannt wird.
News Chronicle" schreibt, m der britischen Oef'fentlichkeit herrsche eine so große Beunruhigung und Verwirrung über die Schiffsverluste m Ost- asten, daß er sich um Rat an Lord Win st er, einen engen Berater des Ersten Lords der Admiralität, gewandt habe. Der Lord habe gesagt, äußerst wertvolle Kriegsschiffe seien offenbar bei Operationen verloren gegangen, die kein bestimmtes Ziel
Das indische Fiasko.
Die Verhandlungen von Stafford Cripps, des Verbindungsmannes zwischen Stalin und Churchill, mit den Führern Indiens sind gescheitert. Ueber die unmittelbaren Ursachen dieses Zusammenbruchs unterrichten die Worte, die Az ad, der Präsident des allindischen Kongresses, an Cripps schrieb: „Wir muhten zu der Schlußfolgerung kommen, daß die britische Regierung einer Beherrschung Indiens, solange sie irgendwie nur möglich ist, entscheidende Bedeutung beimißt, und daß sie deshalb lieber Zwietracht und Uneinigkeit in Indien fördert als eine wirksame Verteidigung gegen die Aggression und die Invasion einzurichten, die Indien bedrohen."
Diese Worte sind unendlich beschämend. Ganz dürr wirt England gröbliche Illoyalität vorgeworfen. Die Worte sind gewichtig, denn Azad ist — Mohammedaner und auf den Ausspielen der Mohammedaner gegen die Hindus — wie auf. ähnlichen Spaltungs- manövern gegenüber anderen indischen Kreisen und Bevölkerungsschichten — beruhte die bisherige Herrschaft der Engländer, beruhten auch die Vorschläge vqn Cripps. Und hier steht ein Inder, der zugleich Mohammedaner ist, auf und nennt dieses Ränkespiel mit harten Worten beim rechten Namen.
Die Engländer selbst wußten, daß ihr Wort in Indien nicht mehr gilt. Sie haben sich daher gleich drei Nothelfer gerufen. Bevor Cripps nach Indien reifte, holten sie sich den Tschungking-Generalissimus Tschiangkaischek, um durch ihn auf die Inder zu drücken. Dann sandten sie als ihren eigenen Unterhändler Stafford Cripps, der zugleich Vertrauensmann Stalins ist. Sie wollten damit die starken unterirdischen Beziehungen einspannen, die zwischen Indien und Moskau von den Kremlherren seit langen Jahren gesponnen wurden. Bisher waren die Engländer den Sowjets darum spinnefeind. Die kommunistischen Parteien in Indien wurden mit allen Mitteln unterdrückt. Jetzt suchten sie die kommunistischen Einflüsse für sich einzuspannen und. erlaubten die kommunistische Partei. Sie holten ihre Führer aus dem Gefängnis, um sie stracks zu Konferenzen mit Cripps und dem Vizekönig zu fahren. Vor allem aber erklärten sie R o o f e v e l t als Bürgen der Lockvorschläge und Versprechungen, die sie den Indern für die Zeit n ach d e m Kriege machten, wenn die Inder nur jetzt im Kriege das sehnlich begehrte Kanonenfutter stellen wollten.
Um so schärfer ist jetzt die Bloßstellung der Engländer und ... ihrer drei Nothelfer. Eine besondere Rolle haben bei der Verwerfung der englischen Angebote Umstände gespielt, die in Deutschland teils bekannt, teils aber auch nach ihrer aktuellen Bedeutung nicht richtig gewürdigt sind. Bekannt ist das indische Mißtrauen. Am 13. April waren es gerade 23 Jahre, daß der englische General D n e r in der Stadt Amritsar auf waffenlose Demonstranten ein Maschinengewehrfeuer eröffnen ließ, das 450 Tote und 1500 Verwundete kostete. So löste England
Stockholm 13. April. (Europapreß.) Schwere Verluste bei der Abwehr der japanischen Angriffe auf Ceylon hat nicht nur die britische Flotte, sonder auch die Luftwaffe erlitten. C h u r ch i l l teilte im Unterhaus Mit, daß f ast alle für die Verteidigung von Trincomali eingesetzten britilc* .i Flugzeuge im Verlaufe der Kämpfe z e rft ö r t worden seien. Am 4. April sei ein japanischer Verband
oer o qlen 8®ie SRefte der britischen Pazifikflott- bomber unb keine Jagdslugzeugtypen die an Ge- kimnten unqestchts her -nahen Ucberinach, der Ja- schwindigkeit, Aktionsradius unb Schlagkraft ben paner solange nicht mehr bei Operationen eingesetzt Maschinen gleichkamen, die von ben lapanischen werden, als die Amerikaner nicht nennenswerte Flugzeugträgern aufftiegen. „Daily Expreß schreibt.
Alle diese Bewegungen sind ein Zeichen des immer weiter fortschreitenden Gärungsprozesses des heutigen Japans, das in der Autorität des Tenno und damit auch in der Autorität der Regierung Die Grundlagen für die straffe Durchführung der gewaltigen Pläne sieht, vor die sich Japan heute angesichts des weltgeschichtlichen Ringens um seinen Lebensraum und die Sicherung des größeren Ost-- asiens gestellt sieht. Die neue Reichstagswahl ist ein Abschnitt in diesen Umwälzungen des inneren japanischen Lebens. Sie steht unter dem Zeichen der Zurücksetzung aller Einzelinteressen und der Mitarbeit an den erhabenen Zielen des Tenno. Infolgedessen rekrutieren sich die Kandidaten für die Neuwahlen auch durchweg aus den Kreisen der Bewegung zur Unterstützung des Kaiserthrones. Wahlberechtigt sind grundsätzlich alle Japaner männlichen
I Geschlechts über 25 Jahre.
Japans innere Ordnung
Von unserem S.-Berichierstatter.
die britische Flotte in der Bucht von Bengalen und im Pazifik könne nach den neuesten schweren Schiffsverlusten nur noch Rückzugsgefechte führen und müsse auf jede Offensivtätigkeit verzichten.
Oie feindlichen Gchiffsverluste im Indischen Ozean.
Tokio, 13. April. (Europapreß.) Ein zusammenfassender japanischer Bericht gibt einen Ueberblick über die feindlichen Flugzeug- und Schifssverluste im Indischen Ozean zwischen dem 5. und 9. April. Bei dieser Gelegenheit stellt das Hauptquartier fest, daß die Meldung über die Versenkung je eines Kreuzers der „Birmingha m"- und „E m e r a i d" - Klasse am 9. April sich bei der Nachprüfung als irrtümlich herausgestellt hat. Im übrigen bestätigt der Bericht die bereits gemeldeten Verluste des Gegners und stellt zusammenfassend fest, daß die Japaner während der Gesamtoperationen nur 17-Flugzeuge verloren, daß aber keines der beteiligten japanischen Schiffe Beschädigungen oder Verluste erlitt. Die freimütige Berichtigung des Irrtums hinsichtlich der beiden leichten englischen Kreuzer- ist ein weiterer Beweis für das Streben der amtlichen japanischen Berichterstattung nach dem Höchstmaß an Zuverlässigkeit.
*
Ein britischer Kreuzer der „Leander"- Klasse ist an der indischen Küste von japanischen Flotteneinheiten schwer beschädigt worden. Die Kreuzer der „Leander"-Klasse stammen aus den Baujahren 1931—1934 und haben eine Wasseruer- örängung von 7000 bis 7270 Tonnen. Die Besatzung der Kreuzer, die eine Geschwindigkeit von 32,5 Seemeilen entwickeln, beträgt 550 Mann.
Oie Besetzung Baiaans abgeschloffen.
Tokio, 13. April. (Europapreß.) Die auf der Bataan-Halbinsel operierenden japanischen Armee- Einheiten beendeten am 11. April die Besetzung der Halbinsel, acht Tage nach Eröffnung ihrer (Beneraloffenfiue gegen die amerikanisch-philippinischen Streitkräfte in Bataan. Die . Lage Corregidors wird unhaltbar, nachdem die Lebensmittel- und Munitionsdepots von Ma- riveles in japanischen Besitz gelangt sind. Bei der Besetzung des Ortes entdeckten die japanischen Truppen ungeheure unterirdische Munitionslager. Danach scheint es General Wainwright nicht geglückt zu sein, die Bestände rechtzeitig nach Corregidor schassen zu lassen. Die japanischen Truppen auf Den Philippinen stehen unter dem Befehl von Generalleutnant Masccharu H o m m a. Die Insel Cebu ist fast völlig besetzt. Sie wurde von annähernd 5000 philippinischen Soldaten verteidigt, die unter dem Befehl von 20 USA.-Ostiziettn standen. Der Gegner versucht jetzt von Gebirgsstellungen aus einen letzten Widerstand zu leisten.
schreibt London seine Handlungswelse vor." »yanoiungen von i«.
Cripps wirb nach seiner Rückkehr bem Unterhaus aber zunächst geschehen müsse, meint bte „Times , persönlich über seine Verhanblungen in Delhi Be- sei bi- 3u(ammen!eflurig bes 3nbienmrafterturn5 richt erstatten Churchill erklärte am Montag mit bem Dommionmimsterium, so baß Indien sofort im Unterhaus, er halte es für besser, mit allen Er-1 als Dominion dehanbelt werbe.
gierung die Volksverbundenheit sichern. Je zehn Hausgemeinschaften werden in der Tonarigumi zusammengefaßt, die einen „Bu" bilden, während mehrere „Bus" wieder als „Cho" bezeichnet werden und damit also den Anschluß an die alte tädtische Gliederung gewinnen, die mit dem „Cho" , .
anfängt und über den „Ku" zum „Schi", über die I Geschlechts
Schanghai, 13. April. (Europapreß.) Stafford Cripps hat in Karachi nur eine durch den Maschinenwechsel bedingte kurze Zwischenlandung vorgenommen und ist dann sogleich nach Kairo weitergeflogen. Cripps erklärte in Karachi den ihn dort bestürmenden Journalisten auf die Frage, ob Eng-- land doch noch zu einer Verständigung mit Indien kommen werde, „ich hoffe es, kann aber nicht sagen, wann das „fein wird." Cripps betonte, es sei für England untragbar, zu gestatten, daß die Befugnisse des Vizekönigs beschnitten würden. Ein Zeitungsvertreter wollte wissen, ob infolge Verfügens seine Mission in Indien nun mit weiteren Unterdrückungen für Indien gerechnet werden müsse. Cripps erwiderte: Schwierigkeiten für Indien entstehen in dem Augenblick, wo feine künftige Haltung die britischen Kriegsmaßnahmen behindert. Großbritannien ist gegenwärtig im Krieg, und"der Krieg allein schreibt London seine Handlungsweise vor."
Unter st ützungen schickten. Die Geschichte des ersten Weltkrieges und auch dieses Krieges habe gezeigt, daß die Deutschen es viel besser verstünden, ihre kleinere Kriegsflotte richtig einzusetzen. Aus allem aber, was die britische Admiralität zuwege bringe, lasse sich ein zusammenhängender strategischer Plan nicht erkennen. Im Gegenteil, man habe oft das Gefühl, daß dieselben Fehler mit immer katastrophalerem Ausgang wiederholt würden. Nach all den Niederlagen zur See sei §s klar, daß die Seekriegführung sich zuungunsten der Verbündeten immer mehr zuspitze und die bri-
Außer der halbamtlichen Vereinigung der TPK., deren Vorsitzender zugleich Ministerpräsident ist und deren Bestrebungen von der Krone ausdrücklich gutgeheißen werden, ist bei der inneren Neuordnung Japans, die insgesamt unter dem Wort „Schintaisei" — das ist soviel wie „neue Struktur" — zu- ammengesaßt sind, vor allem noch die Nachbar- ch a f t s - V e r e i n i g u n g", die sog. Tonarigumi, zu erwähnen, ein Begriff übrigens, der in dem apanischen Familiensystem keine Parallele indet, aber bereits vor mehr als tausend Jahren aus China den Weg nach Japan gefunden hat. Die Tonarigumi soll über das starke Sippengefühl und die Familientradition der Japaner hinaus der Re-
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Anfang April 1942.
Das imposante und für Japans Feinde zweifellos schreckenerregende Bild der militärischen Erfolge aller japanischen Wehrmachtsteile hat seit Beginn des Krieges den unauffälligeren Rahmen — nämlich die Umformung des politischen Lebens des Kaiserreiches — in den Hintergrund treten lassen. Nachdem die bereits um ein Jahr verlängerte Legislaturperiode des japanischen Abgeordnetenhauses nach insgesamt fünfjähriger Dauer nunmehr abgelaufen ist und am 30. April d i e Reichstags-Neuwahlen stattfinden, wendet sich das Interesse wieder , verstärkt diesen Fragen zu. Das Ziel und der Weg sind eindeutig. Bereit svor einem Monat erklärte Ministerpräsident T o j o : „Die japanische Nation verlangt zweifellos die siegreiche Beendigung des Krieges und die Schaffung eines neuen Asiens. Handelnde Träger dieses nationalen Willens sind die sind eindeutig. Bereits vor einem Monat erklärte japanischen Soldaten, die auf allen Kriegsschauplätzen den nationalen Auftrag verwirklichen. Diese Soldaten sind zur Zeit nicht in der Lage, selbst zu wählen. Darum hat die Heimat die Aufgabe, einen Reichstag zu bilden, der sowohl dem Willen der Soldaten als auch der gesamten Nation Rechnung trägt."
Vertrauen des Tenno regierten, vom votum des Parlaments abhängig werden sollten, stehen heute völlig andere Kräfte im Vordergrund. Das alte politische Parteiensystem hat restlos abgewirtschaftet, die Umwälzungen auf allen Gebieten des japanischen Lebens sind seit der letzten Reichstagswahl so groß gewesen, daß völlig neue Voraussetzungen für die Arbeit und auch für die Zusammensetzung des Unterhauses bestehen. Die Auflösung der Parteien begann schon vor zwei Jahren. Teils waren sie selbst zu der Ueberzeugung gelangt, daß ihr Bestehen nutzlos geworden sei, teils erfolgte ihr Verschwinden unter dem übermächtigen Druck der neuen Verhältnisse. Als am 26. März der alte Reichstag aufgelöst wurde, war damit endgültig der Schlußstrich unter ein System gezogen worden, das für die gewaltigen Aufgaben, vor die sich heute Japan auf politischem, militärischem und wirtschaftlichem Gebiet gestellt sieht, in keiner Weise mehr
am 22.Juli 1940 Fürst Konoy e als Vorkämpfer dieser Bewegung mit der Kabinettsbildung beauftragt wurde, ging von dem neuen revolutionären Gebilde der „Taisei Pakistan Kai" bereit- eine solche Anziehungskraft aus, daß die meistenpolitischen Parteien, aber auch alle anderen poly schen Vereinigungen, Gewerkschaften usw. sich auflösten, um neuen Formen Platz zu machen.
Heute ist diese Bewegung zur Stützung und Stärkung der kaiserlichen Politik das feste Rückgrat des autoritären Regierungskurses, sie bildet die Klammer, die alle Volkskräfte zusammenfaßt,
.Vergleich der TYK. mit europäischen Vorbildern, .....
etwa der nationalsozialistischen oder faschistischen Partei, ist abwegig, da die japanische Kaiseridee das Führerproblem bereits für alle Zeiten gelost hat. Die Bewegung bedeutet nichts anderes als die zielbewußte Ablösung der bisherigen liberalistischen Staats- und Wirtschaftsformen durch einen n a - Monaten Kollektivismus japanischer
An vielen Frontabschnitten des Ostens liegen jetzt die Temperaturen über null Grad. Natürlich gibt cs nun große Ueberfchwemmungen, die an unsere Truppen erneut gewaltige Anforderungen stellen. Hier wollte das Wasser in den Gefechtsstand einer Fliegergruppe hineinlaufen. Es mußten richtige Staudämme gebaut werden, um eine Ueberfltitung der Unterkünfte zu verhindern.
(PK.-Kriegsberichter Lauterwasser. sSch.j)


