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(Y2. Jahrgang Nr. 86 jwa 9 t

Eichener Anzeiger

vrLHIsch« UniverfltSIrdruckerri 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen «Iehen?Sch«Iftratze 7-9

Tauwetter an der Front im Osten

Das Ltnterhaus erwartet Cripps

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persönlich über seine Verhandlungen in Delhi Be-

Damit zst unmißverständlich gesagt, daß diese Reichstagsneuwahl übrigens als solche bereits ein Zeichen beträchtlicher Stärke und Selbstsicherheit! nichts mit parlamentarischen Spielregeln westlicher Prägung zu tun hat, die in Japan überhaupt nur während einer kurzen Spanne im ersten Weltkrieg eine Rolle gespielt haben. Während es damals den Anschein hatte, als ob die konstitutionelle Monarchie eine starke Einschränkung erfahren sollte dadurch nämlich, daß die Kabinette, die bislang mit dem Vertrauens-

Prägung.

Die rein dienende Rolle, die innerhalb dieser neuen Staatsformen dem Reichstag zufällt, ist übrigens durchaus vereinbar mit der Verfassung vom 11. Februar 1889, in der Tenno Mejji uralte Erbwerte und im Westen vor allem im preußi­schen und bayerischen Staatsrecht. erprobte Einrichtungen zu einem neuen Gebilde zusammen­schmolz. Auch die göttliche Stellung des Tenno ist im Artikel III der Verfassung verankert, m dem es heißt:Der heilige Thron würbe zu einer Zeit errichtet, als Himmel und Erde sich trennten; der Kaiser ist vom Himmel gestiegen, göttlich und heilig und ragt über alle seine Untertanen hin­aus. Er muß Verehrung genießen und ist unver­letzlich."

britischen KreuzerD o r s e t s h i r e" undE o r n - wall" und der FlugzeugträgerHermes hatten den Hafen von Trincomali verlassen, um dort nicht den Luftangriffen ausgesetzt zu sein. Sie seien dann jedoch von japanischen Flugzeugen versenkt wor­den. Britische Torpedo-Flugzeuge hatten die ,apa- ni chen Flugzeugträger zu erreichen versucht, doch sei ihnen dies n i ri) t gelungen. Der Oberbesehl der britischen Streitkräfte lag in den Händen von Sir James Somerville, dessen Versetzung von Gibraltar nach Ceylon erst in diesem Zusammen-

Bezirksbürgermeisterei zur Stadtverwaltung führt. In diesen Adern pulsiert das kommunale Kleinleben, das durch die Tonarigumi also an die autoritäre Staatsführung angeschlossen ist, während in der 1938 gegründeten Sangyo-Hokoku-Bewegung heute vier Millionen Japaner sich unter das verpflichtende Ethos desDienstes am Lande durch Arbeit" ge­stellt haben.

tische Admiralität einer dringenden Ueber- h o l u n g bedürfe.

Daily Herald" stellt ebenfalls fest, daß die Lage, in der sich die Pazifikflotte Englands befinde, äußerst ernst sei. Die Versenkung derHermes", Cornwall" undDorsetshire" bedeute eine große SchwächungderDerbindungswege durch den Indischen Ozean. Auf der Flotte Englands laste­ten so vielseitige Verpflichtungen, daß es nun nicht mehr möglich sei, aus anderen Gewässern Kriegs­schiffe für eine Festigung der Lage im Indischen Ozean zurückzuziehen. Die britische Admiralität habe damit einen großen Fehler begangen, daß sie den Japanern gestattete, Marineflugzeuge zu entwickeln, die den von der britischen Marine ver­wendeten Typen weit überlegen seien. In der britischen Flotte gebe es keine Bomber, Torpedo-

ausreichte.

Welche neuen Kräfte hat Japan nun aus sich selbst heraus entwickelt, um den Problemen, vor die es sich in Verfolg seines Weges von dergött­lichen Mission" zur Schaffung eines gesicherten ostasiatischen Raumes gestellt sieht, gerecht zu wer­den? Bereits im September 1940 rief General Abe dieBewegung zur Unterstützung des K a i s e r t h r o n e s" ins Leben. Von dem im April 1937, also noch vor dem Chinakriege, ge­wählten alten Reichstag gehören nicht weniger als 431 Mitglieder dieser neuen Bewegung an, während nur noch 121 völlig einflußlosen Splitter­parteien angehören. Zum Verständnis dieser Be- wegung, die japanischTaisei Pakistan Kai" heißt was wörtlich- übersetzt so viel wieVereinigung zur Beflügelung der großen Politik" bedeutet sei soviel gesagt, daß sich in der TPK. alle die Persönlichkeiten und Kreise zusammengeschlossen haben, die in der Stille schon seit Jahren den 11 ebergang Japans von der parlamentarischen zur autoritären Staatsform vorbereitet hatten.

Ohne Zweifel haben die großartigen deutschen Siege im Frühsommer 1940 entscheidend bei dem Durchbruch dieser Bewegung mitgewirkt, denn sie nahmen dem englandfreundlichen lapanischen Libe­ralismus den Boden unter den Füßen weg. Als

Härungen über die Verhandlungen in Indien nach Cripps Rückkehr zu warten.Der indische Mißerfolg von Cripps hat Churchills Stellung ge­stärkt", stellt der Londoner Korrespondent von Soenska Dagbladet" als den gegenwärtigen Stand des Stimmungsbarometers in England fest. Jeden­falls fei die Position des Premiers viel gefestigter als sie es gewesen wäre, wenn Cripps mit einem Vertrag in der Tasche aus Indien zurückkäme. Cripps habe zwar fein Prestige noch nicht ganz ver­loren, wohl aber sei jener Siegesschimmer, der ihn zum sicheren Rivalen Curchills gemacht hätte, ver­schwunden. DieTimes", welche als den Hauptgrund des Mißerfolges bei den indischen Verhandlungen das Mißtrauen der indischen und mohammedanischen Gegenspieler bezeichnet, entdeckt in ihrer sichtlichen Verlegenheit plötzlich denneuen Geist", welcher in der Stellung Indiens zu England durch die Ver­handlungen von Cripps geschaffen worden sei. Was

hang b'ekannt wird.

News Chronicle" schreibt, m der britischen Oef'fentlichkeit herrsche eine so große Beunruhigung und Verwirrung über die Schiffsverluste m Ost- asten, daß er sich um Rat an Lord Win st er, einen engen Berater des Ersten Lords der Admiralität, gewandt habe. Der Lord habe gesagt, äußerst wert­volle Kriegsschiffe seien offenbar bei Operationen verloren gegangen, die kein bestimmtes Ziel

Das indische Fiasko.

Die Verhandlungen von Stafford Cripps, des Verbindungsmannes zwischen Stalin und Churchill, mit den Führern Indiens sind gescheitert. Ueber die unmittelbaren Ursachen dieses Zusammenbruchs un­terrichten die Worte, die Az ad, der Präsident des allindischen Kongresses, an Cripps schrieb:Wir muhten zu der Schlußfolgerung kommen, daß die britische Regierung einer Beherrschung Indiens, so­lange sie irgendwie nur möglich ist, entscheidende Bedeutung beimißt, und daß sie deshalb lieber Zwietracht und Uneinigkeit in Indien fördert als eine wirksame Verteidigung gegen die Aggression und die Invasion einzurichten, die Indien bedrohen."

Diese Worte sind unendlich beschämend. Ganz dürr wirt England gröbliche Illoyalität vorgeworfen. Die Worte sind gewichtig, denn Azad ist Mohamme­daner und auf den Ausspielen der Mohammedaner gegen die Hindus wie auf. ähnlichen Spaltungs- manövern gegenüber anderen indischen Kreisen und Bevölkerungsschichten beruhte die bisherige Herr­schaft der Engländer, beruhten auch die Vorschläge vqn Cripps. Und hier steht ein Inder, der zugleich Mohammedaner ist, auf und nennt dieses Ränkespiel mit harten Worten beim rechten Namen.

Die Engländer selbst wußten, daß ihr Wort in Indien nicht mehr gilt. Sie haben sich daher gleich drei Nothelfer gerufen. Bevor Cripps nach Indien reifte, holten sie sich den Tschungking-Generalissimus Tschiangkaischek, um durch ihn auf die Inder zu drücken. Dann sandten sie als ihren eigenen Unter­händler Stafford Cripps, der zugleich Vertrau­ensmann Stalins ist. Sie wollten damit die starken unterirdischen Beziehungen einspannen, die zwischen Indien und Moskau von den Kremlherren seit langen Jahren gesponnen wurden. Bisher waren die Engländer den Sowjets darum spinnefeind. Die kommunistischen Parteien in Indien wurden mit allen Mitteln unterdrückt. Jetzt suchten sie die kom­munistischen Einflüsse für sich einzuspannen und. er­laubten die kommunistische Partei. Sie holten ihre Führer aus dem Gefängnis, um sie stracks zu Kon­ferenzen mit Cripps und dem Vizekönig zu fahren. Vor allem aber erklärten sie R o o f e v e l t als Bür­gen der Lockvorschläge und Versprechungen, die sie den Indern für die Zeit n ach d e m Kriege machten, wenn die Inder nur jetzt im Kriege das sehnlich begehrte Kanonenfutter stellen wollten.

Um so schärfer ist jetzt die Bloßstellung der Eng­länder und ... ihrer drei Nothelfer. Eine besondere Rolle haben bei der Verwerfung der englischen An­gebote Umstände gespielt, die in Deutschland teils bekannt, teils aber auch nach ihrer aktuellen Be­deutung nicht richtig gewürdigt sind. Bekannt ist das indische Mißtrauen. Am 13. April waren es gerade 23 Jahre, daß der englische General D n e r in der Stadt Amritsar auf waffenlose Demonstranten ein Maschinengewehrfeuer eröffnen ließ, das 450 Tote und 1500 Verwundete kostete. So löste England

Stockholm 13. April. (Europapreß.) Schwere Verluste bei der Abwehr der japanischen Angriffe auf Ceylon hat nicht nur die britische Flotte, son­der auch die Luftwaffe erlitten. C h u r ch i l l teilte im Unterhaus Mit, daß f ast alle für die Ver­teidigung von Trincomali eingesetzten britilc* .i Flugzeuge im Verlaufe der Kämpfe z e rft ö r t wor­den seien. Am 4. April sei ein japanischer Verband

oer o qlen 8®ie SRefte der britischen Pazifikflott- bomber unb keine Jagdslugzeugtypen die an Ge- kimnten unqestchts her -nahen Ucberinach, der Ja- schwindigkeit, Aktionsradius unb Schlagkraft ben paner solange nicht mehr bei Operationen eingesetzt Maschinen gleichkamen, die von ben lapanischen werden, als die Amerikaner nicht nennenswerte Flugzeugträgern aufftiegen.Daily Expreß schreibt.

Alle diese Bewegungen sind ein Zeichen des immer weiter fortschreitenden Gärungsprozesses des heu­tigen Japans, das in der Autorität des Tenno und damit auch in der Autorität der Regierung Die Grundlagen für die straffe Durchführung der ge­waltigen Pläne sieht, vor die sich Japan heute an­gesichts des weltgeschichtlichen Ringens um seinen Lebensraum und die Sicherung des größeren Ost-- asiens gestellt sieht. Die neue Reichstagswahl ist ein Abschnitt in diesen Umwälzungen des inneren japanischen Lebens. Sie steht unter dem Zeichen der Zurücksetzung aller Einzelinteressen und der Mit­arbeit an den erhabenen Zielen des Tenno. In­folgedessen rekrutieren sich die Kandidaten für die Neuwahlen auch durchweg aus den Kreisen der Be­wegung zur Unterstützung des Kaiserthrones. Wahl­berechtigt sind grundsätzlich alle Japaner männlichen

I Geschlechts über 25 Jahre.

Japans innere Ordnung

Von unserem S.-Berichierstatter.

die britische Flotte in der Bucht von Bengalen und im Pazifik könne nach den neuesten schweren Schiffsverlusten nur noch Rückzugsgefechte führen und müsse auf jede Offensivtätigkeit ver­zichten.

Oie feindlichen Gchiffsverluste im Indischen Ozean.

Tokio, 13. April. (Europapreß.) Ein zusammen­fassender japanischer Bericht gibt einen Ueberblick über die feindlichen Flugzeug- und Schifssverluste im Indischen Ozean zwischen dem 5. und 9. April. Bei dieser Gelegenheit stellt das Hauptquartier fest, daß die Meldung über die Versenkung je eines Kreuzers derBirmingha m"- und E m e r a i d" - Klasse am 9. April sich bei der Nach­prüfung als irrtümlich herausgestellt hat. Im übrigen bestätigt der Bericht die bereits gemeldeten Verluste des Gegners und stellt zusammenfassend fest, daß die Japaner während der Gesamtoperatio­nen nur 17-Flugzeuge verloren, daß aber keines der beteiligten japanischen Schiffe Beschädigungen oder Verluste erlitt. Die freimütige Berichtigung des Irr­tums hinsichtlich der beiden leichten englischen Kreu­zer- ist ein weiterer Beweis für das Streben der amtlichen japanischen Berichterstattung nach dem Höchstmaß an Zuverlässigkeit.

*

Ein britischer Kreuzer derLeander"- Klasse ist an der indischen Küste von japanischen Flotten­einheiten schwer beschädigt worden. Die Kreu­zer derLeander"-Klasse stammen aus den Bau­jahren 19311934 und haben eine Wasseruer- örängung von 7000 bis 7270 Tonnen. Die Be­satzung der Kreuzer, die eine Geschwindigkeit von 32,5 Seemeilen entwickeln, beträgt 550 Mann.

Oie Besetzung Baiaans abgeschloffen.

Tokio, 13. April. (Europapreß.) Die auf der Bataan-Halbinsel operierenden japanischen Armee- Einheiten beendeten am 11. April die Be­setzung der Halbinsel, acht Tage nach Er­öffnung ihrer (Beneraloffenfiue gegen die amerika­nisch-philippinischen Streitkräfte in Bataan. Die . Lage Corregidors wird unhaltbar, nachdem die Lebensmittel- und Munitionsdepots von Ma- riveles in japanischen Besitz gelangt sind. Bei der Besetzung des Ortes entdeckten die japanischen Trup­pen ungeheure unterirdische Munitionslager. Da­nach scheint es General Wainwright nicht geglückt zu sein, die Bestände rechtzeitig nach Corregidor schassen zu lassen. Die japanischen Truppen auf Den Philippinen stehen unter dem Befehl von General­leutnant Masccharu H o m m a. Die Insel Cebu ist fast völlig besetzt. Sie wurde von annähernd 5000 philippinischen Soldaten verteidigt, die unter dem Befehl von 20 USA.-Ostiziettn standen. Der Gegner versucht jetzt von Gebirgsstellungen aus einen letzten Widerstand zu leisten.

schreibt London seine Handlungswelse vor." »yanoiungen von i«.

Cripps wirb nach seiner Rückkehr bem Unterhaus aber zunächst geschehen müsse, meint bteTimes , persönlich über seine Verhanblungen in Delhi Be- sei bi- 3u(ammen!eflurig bes 3nbienmrafterturn5 richt erstatten Churchill erklärte am Montag mit bem Dommionmimsterium, so baß Indien sofort im Unterhaus, er halte es für besser, mit allen Er-1 als Dominion dehanbelt werbe.

gierung die Volksverbundenheit sichern. Je zehn Hausgemeinschaften werden in der Tonari­gumi zusammengefaßt, die einenBu" bilden, wäh­rend mehrereBus" wieder alsCho" bezeichnet werden und damit also den Anschluß an die alte tädtische Gliederung gewinnen, die mit demCho" , .

anfängt und über denKu" zumSchi", über die I Geschlechts

Schanghai, 13. April. (Europapreß.) Stafford Cripps hat in Karachi nur eine durch den Maschi­nenwechsel bedingte kurze Zwischenlandung vorge­nommen und ist dann sogleich nach Kairo weiter­geflogen. Cripps erklärte in Karachi den ihn dort bestürmenden Journalisten auf die Frage, ob Eng-- land doch noch zu einer Verständigung mit Indien kommen werde,ich hoffe es, kann aber nicht sagen, wann dasfein wird." Cripps betonte, es sei für England untragbar, zu gestatten, daß die Befugnisse des Vizekönigs beschnitten würden. Ein Zeitungs­vertreter wollte wissen, ob infolge Verfügens seine Mission in Indien nun mit weiteren Unterdrückun­gen für Indien gerechnet werden müsse. Cripps er­widerte: Schwierigkeiten für Indien entstehen in dem Augenblick, wo feine künftige Haltung die britischen Kriegsmaßnahmen behindert. Großbritan­nien ist gegenwärtig im Krieg, und"der Krieg allein schreibt London seine Handlungsweise vor."

Unter st ützungen schickten. Die Geschichte des ersten Weltkrieges und auch dieses Krieges habe ge­zeigt, daß die Deutschen es viel besser verstün­den, ihre kleinere Kriegsflotte richtig einzusetzen. Aus allem aber, was die britische Admiralität zu­wege bringe, lasse sich ein zusammenhängender strategischer Plan nicht erkennen. Im Gegenteil, man habe oft das Gefühl, daß dieselben Fehler mit immer katastrophalerem Ausgang wiederholt würden. Nach all den Niederlagen zur See sei §s klar, daß die Seekriegführung sich zuungunsten der Verbündeten immer mehr zuspitze und die bri-

Außer der halbamtlichen Vereinigung der TPK., deren Vorsitzender zugleich Ministerpräsident ist und deren Bestrebungen von der Krone ausdrücklich gut­geheißen werden, ist bei der inneren Neuordnung Japans, die insgesamt unter dem WortSchintaisei" das ist soviel wieneue Struktur" zu- ammengesaßt sind, vor allem noch die Nachbar- ch a f t s - V e r e i n i g u n g", die sog. Tonarigumi, zu erwähnen, ein Begriff übrigens, der in dem apanischen Familiensystem keine Parallele indet, aber bereits vor mehr als tausend Jahren aus China den Weg nach Japan gefunden hat. Die Tonarigumi soll über das starke Sippengefühl und die Familientradition der Japaner hinaus der Re-

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Anfang April 1942.

Das imposante und für Japans Feinde zweifellos schreckenerregende Bild der militärischen Erfolge aller japanischen Wehrmachtsteile hat seit Beginn des Krieges den unauffälligeren Rahmen nämlich die Umformung des politischen Lebens des Kaiser­reiches in den Hintergrund treten lassen. Nachdem die bereits um ein Jahr verlängerte Legislatur­periode des japanischen Abgeordnetenhauses nach ins­gesamt fünfjähriger Dauer nunmehr abgelaufen ist und am 30. April d i e Reichstags-Neuwah­len stattfinden, wendet sich das Interesse wieder , verstärkt diesen Fragen zu. Das Ziel und der Weg sind eindeutig. Bereit svor einem Monat erklärte Ministerpräsident T o j o :Die japanische Nation verlangt zweifellos die siegreiche Beendigung des Krieges und die Schaffung eines neuen Asiens. Han­delnde Träger dieses nationalen Willens sind die sind eindeutig. Bereits vor einem Monat erklärte japanischen Soldaten, die auf allen Kriegsschauplätzen den nationalen Auftrag verwirklichen. Diese Solda­ten sind zur Zeit nicht in der Lage, selbst zu wählen. Darum hat die Heimat die Aufgabe, einen Reichstag zu bilden, der sowohl dem Willen der Soldaten als auch der gesamten Nation Rechnung trägt."

Vertrauen des Tenno regierten, vom votum des Parlaments abhängig werden sollten, stehen heute völlig andere Kräfte im Vor­dergrund. Das alte politische Parteiensystem hat restlos abgewirtschaftet, die Umwälzungen auf allen Gebieten des japanischen Lebens sind seit der letzten Reichstagswahl so groß gewesen, daß völlig neue Voraussetzungen für die Arbeit und auch für die Zusammensetzung des Unterhauses bestehen. Die Auflösung der Parteien begann schon vor zwei Jahren. Teils waren sie selbst zu der Ueberzeugung gelangt, daß ihr Bestehen nutzlos geworden sei, teils erfolgte ihr Verschwinden unter dem übermächtigen Druck der neuen Verhältnisse. Als am 26. März der alte Reichstag aufgelöst wurde, war damit endgültig der Schlußstrich unter ein System gezogen worden, das für die gewaltigen Aufgaben, vor die sich heute Japan auf politischem, militärischem und wirtschaft­lichem Gebiet gestellt sieht, in keiner Weise mehr

am 22.Juli 1940 Fürst Konoy e als Vorkämp­fer dieser Bewegung mit der Kabinettsbildung be­auftragt wurde, ging von dem neuen revolutio­nären Gebilde derTaisei Pakistan Kai" bereit- eine solche Anziehungskraft aus, daß die meisten­politischen Parteien, aber auch alle anderen poly schen Vereinigungen, Gewerkschaften usw. sich auf­lösten, um neuen Formen Platz zu machen.

Heute ist diese Bewegung zur Stützung und Stärkung der kaiserlichen Politik das feste Rück­grat des autoritären Regierungskurses, sie bildet die Klammer, die alle Volkskräfte zusammenfaßt,

.Vergleich der TYK. mit europäischen Vorbildern, .....

etwa der nationalsozialistischen oder faschistischen Partei, ist abwegig, da die japanische Kaiseridee das Führerproblem bereits für alle Zeiten gelost hat. Die Bewegung bedeutet nichts anderes als die zielbewußte Ablösung der bisherigen liberalistischen Staats- und Wirtschaftsformen durch einen n a - Monaten Kollektivismus japanischer

An vielen Frontabschnitten des Ostens liegen jetzt die Temperaturen über null Grad. Natürlich gibt cs nun große Ueberfchwemmungen, die an unsere Truppen erneut gewaltige Anforderungen stellen. Hier wollte das Wasser in den Gefechtsstand einer Fliegergruppe hineinlaufen. Es mußten richtige Staudämme gebaut werden, um eine Ueberfltitung der Unterkünfte zu verhindern.

(PK.-Kriegsberichter Lauterwasser. sSch.j)