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mäßig« Haltung und Pflege der Hühnerkn den Zuchten Sorge zu tragen, für deren Ausbau und für Die Errichtung einwandfreier Stallungen Reichs- beihilfen gewährt werden. m v £

Don dem Ausmaß und der Bedeutung der Tier­zucht in Oberhessen gewinnt man ein eindrucksvolles Bild, wenn man hört, daß über 40 v. S). aller Zuchtpferde in Hessen allein m Oberhessen stehen, beim Rindvieh 50 v.H. des gesamthessischen Be­standes in Oberhessen gehalten werden, über 60 vom Hundert der Zuchtschweine in Hessen allein m Oberhessen vorhanden sind und etwa 30 v. H. aller hessischen Zuchtziegen ihren Standort in Oberhessen haben. *

Neben den Förderungsmaßnahmen, die vom Reich und vom Reichsnährstand auf allen Ge- bieten der Tierzucht durchgesührt werden, ist die Zuchtleitung in Oberhessen bestrebt, von sich aus durch weitere aufbauende Maßnahmen an einer stetigen Verbesserung der Zucht aller Tierrassen zu arbeiten. So unterhält z. B. der Züchterverein für Fleckvieh in den besonders hochstehenden Zucht- orten eigene Elite-Bullenstationen, deren eine ganze Reihe über die oberhessischen Kreise verbreitet ist. Ebenso hat der Züchterverein für Rotvieh eine An­zahl eigener Bullenstationen, wie auch für die ver­einseigene Ziegenbockzucht in zahlreichen Orten Zuchtstationen zur Verfügung stehen. Für die Schweinezucht sind in den Hauptzuchtorten Eber­stationen eingerichtet. Die Zuchtleitung hat von jeher, besonders aber in den letzten Fahren durch Len Ankauf wertvollster Zuchttiere ohne Rücksicht auf die Höhe der Anschaffungskosten dafür gesorgt, daß für die Aufwärtsentwicklung der suchten her­vorragende Vatertiere mit guten Körperformen und hervorragenden Leistungseigenschaften zur Ver­fügung stehen.

Durch hohe Anforderungen, die hinsichtlich der Leistungsfähigkeit an die einzelnen eingetragenen Herdbuchtiere gestellt werden, wurde in den letzten Fahren auch nach der Leistungsseite hin eine stetige Verbesserung der Tierzuchten erreicht. Die Bestre­bungen der Zuchtleitung sind ferner darauf gerichtet, gesunde Tiere großzuziehen. Zu diesem Zwecke ar­beitet die Zuchtleitung in enger Weise mit allen der Tierzucht dienenden Instituten der Universität Gie­ßen, insbesondere m:t den Einrichtungen der vete­rinärmedizinischen Wissenschaft zusammen, deren Mitarbeit für die Förderung unserer heimischen Tierzucht von großer Bedeutung ist.

So dient die Arbeit des Tierzuchtamtes Gießen zur Förderung der heimischen Tierzucht unmittel­bar auch den großen Aufgaben, die in der Gegen­wart durch die Kriegserzeugungsschlacht der hei­mischen Landwirtschaft gestellt werden, darüber hin­aus aber leistet sie ein wichtiges Stück Aufbauarbeit für die Zukunft unseres Volkes und Reiches. Wenn diese Arbeit auch für manchen Volksgenossen in der

Stadt vielleicht nicht so deutlich sichtbar tn Er­scheinung tritt, so wissen aber doch die maßgebenden Stellen des Reiches und des Landes, ebenso unsere Bauern und Landwirte den großen Nutzen dieser planvollen Lenkung der Tierzucht für die Gegen­wart und die Zukunft in ihrer weitreichenden Be­deutung zu schätzen. Mit dieser Arbeit wird ein ge­waltiger Beitrag für dgs Leben und Gedeihen un­seres Volkes geleistet, der jetzt im Kriege dem vollen deutschen Sieg den Weg bereiten hilft und für die kommende friedliche Aufbauarbei von größter Be­deutung ist. \ B.

Zuchtvieh-Absahveranstattüng in Gießen.

In der Versteigerungshalle Rhein-Main auf 'dem Viehmarktplatz am Gießener Güterbahnhof veran- talteten am gestrigen Freitag der Landesverband der Rinderzüchter in Hessen-Nassau, Gruppe Fleck­vieh, und der Landesverband der Schweinezüchter eine Adsatzoeranstaltuna von Zuchtvieh, die aus dem Derbandsgebiet sehr gut beschickt war. Es waren 93 Höhenfleckoiehbullen, 25 hochtragende Höhenfleckoiehkalbinnen und 84 Zuchteber des Deut­schen veredelten Landschweines aufgetrieben. Die Veranstaltung war eine der größten dieser Art, die bisher in Gießen durch geführt wurden. Der Besuch von Käufern und Züchtern war so außerordentlich stark, wie man ihn bisher noch selten hier gesehen hat.

Am Donnerstagnachmittag wurde von einer Kom­mission in der Versteigerungshalle die Sonder­körung und Prämiierung der Zuchttiere durchge- führt. An Bullen und Kalbinnen waren ausnahms­weise überdurchschnittliche Tiere ausgetrieben, wie man es selten bei den früheren Absatzveranstaltun- gen vor sich hatte. Bei den Ebern war die Qualität der vorgeführten Tiere wiederum gut. Der gestrige Freitagvormittaq brachte den Absatz der Tiere. Zu dieser Veranstaltung waren die Interessenten, vor allem sehr viele Kauflustige, in so großer Zahl er­schienen, daß die große Halle fast voll besetzt war. Von den aufgetriebenen Tieren wurden 74 Bullen und sämtliche 25 Kalbinnen verkauft, bei den Ebern war der Absatz etwas schwächer,_ so daß hier ein größerer Ueberstand verblieb. Für die verkauften Tiere wurden bei flottem Geschäftsgang befrie­digende Preise bezahlt. Der größte Teil der Bullen und Kalbinnen verblieb bei dem Besitzwechfel im Dienstbezirk des Tierzuchtamtes Gießen. Größere Sammeltransporte von Zuchtbullen und 5 Kalbin­nen wurden von der Diehzentrale Prag für das Protektorat angekaust, eine Anzahl Bullen und Kalbinnen wurde für die Zucht im Saargebiet er­worben.

Das Gesamtergebnis der gestrigen Msatzveranstal- tuna kann nach jeder Richtung hin als sehr gut be­zeichnet werden.

©er Gießener Frühjahrsmartt.

Dom heutigen Samstag, 14., bis einschl. Sonn­tag, 22. März 1942, findet in Gießen auf Oswalds- aarten wieder der Frühjahrsmarkt (schaumesie) statt. Es sind Springpferde-Karussell, Skooter, Elektro-Kettenflieger, Kinder-Sport-Karussell, Schau» geschäste, Warenoerlosungen und sonstige Geschäfte verschiedener Art, Verkaufsstände mit neuen Spe­zialisten vorhanden. Mit Rücksicht auf die Der- ounkelungspflicht endet der Frühiahrsmarkt jeweils bei Eintritt der vorgeschriebenen Verdunkelungszeit. Am morgigen Sonntag, dem Heldengedenktag, sind auf dem Messeplatz die Verkaufsgeschäfte uneinge­schränkt von 14 Uhr ab, die Belustigungen, Waren- Ausspielungen, Schaugeschäste usw. von 18 Uhr ab geöffnet.

Gießener Dochenmarklpreise.

* G i e ß e n , 14. März. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Weißkraut, % kg 8 bis 11, Rotkraut 15, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 38, Endivien, das Stück 12 bis 15 Rpf.

* * 2 5 Jahre imDien st ederStadtG le­tz e n. Der Stadtinspektor Ernst K l u t t i g bei der Gießener Stadtkasse kann am morgigen 15. März 1942 auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Stadt Gießen zurückblicken. Der Jubilar trat am 15. März 1917 als Aushilfsangestellter bei der Stadt Gießen ein. Zuerst wurde er beim damaligen Le- bensmittelamt beschäftigt, dann fand er beim städti­schen Wohnungsamt Verwendung. Im Jahre 1924 wurde er zur Mitarbeit beim städtischen Wohlfahrts­amt versetzt, im Jahre 1927 kam er zur Stadtkasse, bei der er noch in vorbildlicher Weise mitarbeitet. Durch seine Dienstleistungen und seine ausgezeich­neten persönlichen Eigenschaften hat sich der Jubi­lar die Anerkennung seiner Vorgesetzten und die Wertschätzung seiner Berufskameraden erworben.

** Einzelhandelsgeschäfte wieder täglich geöffnet. Wie die Kreisgruppe Gießen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel im heutigen An­zeigenteil bekanntgibt, sind die Einzelhandels­geschäfte mit sofortiger Wirkung wieder an allen Wochentagen entsprechend den Vorschriften geöffnet.

** Theater der Universitätsstadt Gießen. Aus dem Dramaturgischen Büro wird uns geschrieben:Das heroische Japan", unter diesem Leitgedanken bringt das Theater der Univer­sitätsstadt in der 7. Morgenveranstaltung am Sonn­tag, 15. März, die einaktige TragödieTerakoya" von Takeda Jzumo (1688 bis 1765) in der deutschen Bearbeitung von Wolfgang von Gersdorff^zur Erst­aufführung. Der Schauplatz dieses Einakters ist das Zimmer einer Dorfschule, weshalb wohl der deutsche Bearbeiter dem Stück den UntertitelDis Dorf­schule" gab. Die Zeit, in der die Tragödie spielt, ist das Jahr 902. In den Hauptrollen wirken mit:

August Wilhelm Funke als Hofmeistet des vek» triebenen Fürsten, jetzt Vorsteher einer Knaben« chule, Luise Prasser als seine Frau, Carl Maria Zeppenfeld als Kanzler des vertriebenen Fürsten, Renate Frechen als feine Frau, Carl Bruno Schmidt als Ritter Gemba. Das Spiel ist als Weihe« tunde anläßlich des Heldengedenktages gedacht.

** Abschlußprüfung ander Gewerbe­schule Gießen. Dieser Tage fand die staatliche Abschlußprüfung an der Gewerbeschule statt. Der Prüfungsausschuß setzte sich zusammen aus dem Direktor Tielmann als Vorsitzendem, der auch beauftragt war, die Landesregierung zu vertreten, dem staatlichen Prüfungskommissar Oberbaurat Kuhlmann, der beauftragt war, auch die Hand­werkskammer Darmstadt zu vertreten, den Ver­tretern des Handwerks, Obermeister Freitag und Obermeister Schmidt, und dem Lehrerkollegium. Der Prüfung aus der Abteilung Hochbau, Maschi* nen'bau und Elektrotechnik unterzogen sich 67 Stu­dierende. Mitgut" Beständen 21 Prüflinge, mit befriedigend" 14, mitbestanden" 32 Prüflinge.

Wegen Beraubung von Postsendungen verhaftet.

Schotten, 14. März. In unserem Nachbar­orte Eschenrod wurde die Frau E. P. verhaf­tet, gegen die der Verdacht besteht, daß sie sich an Postsendungen aus dem Fetde in straf­barer Weise vergangen hat, indem sie die Sendun­gen öffnete und deren Inhalt für sich verwen­dete. Die Verhaftete wurde nach Gießen in Unter­suchungshaft verbracht. Die Ermittlungen sind noch im Gange, so daß über das abschließende Ergebnis heute noch nichts berichtet werden kann.

Landkreis Gießen.

- Cid), 14. März. Am Montag, 16. März, kamt Glasermeister und Landwirt Joh. Heinr. Gros in körperlicher und geistiger Frische sein 80. Lebens­jahr vollenden. Unseren herzlichen Glückwunsch.

Lollsireckies Todesurteil

LPD. D a r m st a d t, 13. März. Die Justizpresse­stelle Darmstadt teilt mit: Am 13. März 1942 ist der am 4. Juni 1905 in Lautern (Kreis Bergstraße) geborene Heinrich Schmid thingerichtet worden, den das Sondergericht in Darmstadt am 5 März 1942 als Gewaltverbrecher, Sittlichkeits­verbrecher und Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Schmidt hat sich an einem Mädchen und einer Frau, deren Ehemann im Osten eingesetzt ist, schwer vergangen.

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

Bekanntmachung.

Vekr.: Ausgabe von Zwiebeln.

Die im Stadtkreis Gießen wohnhafben Ver­braucher erhalten in den nächsten Tagen durch die einschlägigen Geschäfte je Person 200 Gramm Speisezwiebeln gegen Vorlage des roten Hans- hattsausweifes und Abgabe des Abfchnilles Ar. 26 ver Nährmittelkarte 34.

Die Kleinverteiler tragen rn dem roten Hcms- haltsausweis in Spalte E folgendes ein:

Tag der Abgabe, (Zw.), Gewicht: sie trennen den Abschnitt 26 der Nährmittelkarte 34 ab. Die Ab­schnitte sind bis zum Abruf aufzubewahren.

Gießen, den 12. März 1942. 901D

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

Ernährungsamt Abt. B.____________

Bekanntmachung.

Detr.: Steuer der Arbeitskräfte aus den neu be­setzten Ostgebieten (Ostarbeiter-Steuer)..

Arbeitskräfte aus den neu besetzten Ostgebieten, die durch die Arbeitseinsatzverwaltung innerhalb des Deutschen Reiches eingesetzt sind, unterließen auf Grund der Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung vom 20. Januar 1942 hinsichtlich ihres Arbeitslohnes einer besonderen Steuer (Ost- vrbeiter-Steuer). Ostarbeiter sind alle Arbeitskräfte aus den neu besetzten Ostgebieten mit Ausnahme der Personen deutscher Volkszugehörigkeit und der Personen aus dem in das Generalgouvernement eingealiederten Distrikt Galizien, aus dem Gebiet des Reichskommissariats Ostland ohne Weißruthe- tiien und aus dem Bezirk Bialystok. Das Gebiet des Reichskommissariats Ostland ohne Wcißruthe- nien umsaßt die Gebiete der früheren Freistaaten Estland, Lettland und Litauen einschließlich der früher polnischen Gebietsteile des Generalkommis- jari-ats Litauen.

Die Ostarbeiter-Steuer tritt für die Ostarbeiter ton die Stelle der Lohnsteuer und der Bürgersteuer. Sie ist aus. den von dem Reichsminister der Knan- gen herausgegebenen besonderen Steuertabellen zu entnehmen. Der Arbeitgeber hat die Ostarbeiter- Steuer vom Arbeitslohn einzubehalten und bei der Abführung an das Finanzamt und in der Lohn­steueranmeldung besonders zu bezeichnen.

Die Vorschriften über die Besteuerung der Ost- Arbeiter sind erstmalig auf den Arbeitslohn anzu- wenden, der nach dem 30. November 1941 gezahlt wird. Eine Wiederaufrollung von Lohnsteuerberech­nungen, die bereits nach anderen Vorschriften oor- genommen worden sind, kann für die Zeit vor dem 1. Februar 1942 unterbleiben.

Der Erlaß des Reichsministers der Finanzen über die Ostarbeiter-Steuer mit den zugehörigen Steuer­tabellen kann bei der Reichsdruckerei (Verlagsabtei­lung) in Berlin SW 68, Alte Jakobstraße 106, käuf­lich erworben werden. Bei der Bestellung ist anzu­geben: Erlaß des Reichsministers der Finanzen vom 25. Februar 1942 2040 225 VI verkäuf­liche Nr. 1197. 891D

......... ... Marz 1942.

Finanzamt

Finanzamt Alsfeld, Büdingen, Friedberg I. h.» Gießen, Grünberg, Hungen, Lauterbach, Nidda,

Schotten.

Bekanntmachung.

Sämtliche Rechnungen, die durch Lieferungen und Arbeitsleistungen im Rechnungsjahre 1941, d. h. in der Zeit vom 1. April 1941 bis einschließlich 24. März 1942, entstanden sind bzw. noch entstehen, sind sofort, spätestens jedoch am 25. März 1942, bei den unter­zeichneten Verwaltungen einzureichen. 817D

Bei späterem Eingang der Rechnungen ist mit einer erheblichen Verzögerung der Bezahlung der Rechnungen aus technischen Gründen zu rechnen.

Gießen, den 9. März 1942.

Die Vermattungen

-er klinischen Universitäts-Anstalten und der Veterinär- klinikea und -Institute der Universität Gießen.

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