Hauptmann Baer erzählt.
Von Kriegsberichter Eugen Pretz.
DNB. ... 13. März. (PK.) Ein kleines Soldatenfest in der< Unterkunft am Feldflugplatz. Hauptmann Baer steht im Mittelpunkt der kleinen Runde, die sich um den wackeligen Tisch gruppiert. Seine hohe, vom Führer verliehene Auszeichnung, das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz ist der Grund zu diesem Fest. Im Ofen krachen die Holzscheite, die Kacheln verbreiten eine angenehme Wärme in dem Raum. Hauptmann Baer erzählt: „Ende September 1939 schnirbekn wir bei Weißen bura den Franzosen vor der Rase herum. Wir sind 8 Me's. Auf einmal neun Punkte, es sind Curties. Ich sehe plötzlich eines vor mir. Da war die ganze Friedensausbiloung zum Teufel. Ich fliege hinterher und schieße seelenruhig auf den Franzosen. Ich war ganz platt, als er plötzlich an-fing zu brennen. Das war mein er st er Abschuß.
„Das tollste Ding, das mir passierte, war noch am Kanal. Wir bummeln bei Ashford herum. Plötzlich fallen neun Spitfire völlig überraschend über uns her. Auf einmal bin ich allein, hinter mir eine Spitfire in Schußposition, verdammtes Ge- fühl, so einen Vogel im Kreuz zu Haden. Der Tommy hängt sich ati, da ziehe ich immer steiler hoch. Wie ich mit meiner Me so am Himmel hänge, sehe ich unter mir eine gelbe Masse hochkommen. Der Engländer hat sich verkalkuliert. Er ist unter mir hochgezogen. Ich drücke auf die Knöpfe. Die Spit- fire brennt sofort und geht mit der Schnauze senkrecht runter. Ich muß nun schnell verschwinden und stürze neben der taumelnden Spitfire herunter, daß meine Me fast die Ohren anlegt. Ein paar hundert Meter über dem Kanal fange ich ab. Mein Blick fällt in den Rückspiegel. Da wird es mir heiß und kalt auf einmal. Mit einer Mordsfahrt kommen da die acht Spitfires hinter mir hergerauscht. Die erste ist schon dran. Sie schießt schon, die Leuchtspuren zischen mir um die Ohren. Ich versuche den Angriff durch Wegdrücken zu parieren. Ader schließlich, wenn acht Jäger ein regelrechtes Schulschießen auf einen einzelnen Gegner veranstalten, kriegt man was ab. Immer weiter drücke ich auf das Wasser herunter. Eine Spitfire nach der andern sitzt hinter mir, eine nach der andern, kommt zum Schuß. Meine rechte Fläche ist fast durchsiebt, auch die linke hat unzählige Einschüsse. Hinter mir poltert es, plötzlich ist der Motor fertig, die Latte 'steht. Dom Jnstrumentenbrett zerplatzen die Gläser. Einer
der acht Tommys hatte es mal von der Seite versucht. Jetzt wird es ruhig. Sie lassen ab, aber ich bin auch am Ende meines Lateins. Ich muß ins Wasser. Ich werfe noch schnell die Kabine ab und sitze schon im Bach. Schnell losgeschnallt, die Schwimmweste fertiggemacht. Wie ich den Kopf aus dem Wasser hebe, versackt hinter mir das Leitwerk meiner guten Me im Wasser. Wenn man so in der weiten Wasserwüste herumschwimmt, kommt man sich klein und häßlich vor. Zuerst gehts noch, aber wenn so nach einer halben Stunde noch kein Schwanz zu sehen ist, da fängt es schon an, unerträglich zu werden. Aber Schwein muß man haben. Rach einer Stunde sehe ich ein Schiff aus mich zuhalten. Wenige Minuten später haben mich kräftige Matrosen fauste eines deutschen Torpedobootes geborgen!
Üebrigens war mein 8 0. Abschuß im Ost e n genau so „kriminell". Es war bei R., wo wir im September auf zwei sowjetische Kampfmaschinen vom Baumuster P 2 stießen. Die beiden Bolschewiken wollen eine wichtige Brücke in diesem Abschnitt zerschmeißen. Wir gehen ran. Die Abwehr der beiden Burschen ist gut. Die Heckschützen schießen in schneller Folge hinten heraus. Ich bin auf kurze Entfernung hinter dem Doppelleitwerk, schieße. Treffer sitzen in Motoren und Rumpf. Die P 2 brennt. Wie ein Flammenbündel flattert sie runter, niemand steigt aus. Die zweite will wegdrücken. Ich schiebe die „Pulle" rein, damit er mir nicht entwetzt. Da fährt dem Burschen schon die Lohe aus den zerschossenen Flächentanks. Aber immer noch schießt der untere Heckschütze mit seiner Kanone. Es haut bei mir vorne ein. Kanonentreffer im Motor. 40 Kilometer weit hinter den sowjetischen Linien. Schon steht die Latte, ich bin schon ziemlich nahe am Boden. Also Bauchlandung. Ich schmeiße die Mühle hin, mir staucht es die Knochen zusammen, daß ich mich kaum noch rühren kann. Aber nur schnell raus. Es geht um Kopf und Kragen. Barfuß schlich ich über die Felder, einmal mußte ich 200 Meter robben, große Sumpfflächen mußte ich umgehen. Dazu hatte ich einen Mordskohldampf. Rohe Kartoffeln habe ich ausgegraben und gegessen. Aus den Lachen und Pfützen trank ich mit der hohlen Hand das Wasser. Man kann sich vorstellen, wie froh ich war, die deutschen Linien erreicht zu haben."
schon wenige Jahre nach der Grunduna Rigas begonnen hat, an den schönen Turm der spätgotischen St Petrikirche (15. Jahrhundert) und an viele andere stolze Baudenkmäler. Und in dem Wachs- und Flachshaus Reval kennzeichnen die vielen wehrhaften Mauern und Türme, so z. B. der „Kiek in de Köt" und die „Dicke Magarete", den sieghaften hansischen Wehrgeist. Wie schön ist der Blick vom Bergfried des gewaltigen Ordensschlosses, dem „Sangen Hermann , auf Altreval; das gotische Rathaus (1330), der schlanke, hohe Turm der St.- Olai-Kirche, die Rikolaikirche, die Bern Rottes Totentanzdarstellung beherbergt, sind ebenso Zeugen deutschen Kulturschaffens, wie Bern Rottes Altar in der Heiligen-Geist-Kirche.
Ueberall, wohin man im Ostland hinkommt, stößt man auf unvergängliche Spuren deutschen Kultur- und Geisteslebens, fei es in der früher gleichfalls zur Hanfe gehörenden Stadt Wenden, fei es in Mitcm mit seinem barocken Ordensschloß, sei es im sagenumwobenen Weißenstein, in Goldingen oder in einer der anderen typisch deutschen Kleinstädte, die schon in ihrem Namen ihren deutschen Cha- rafter die Jahrhunderte hindurch bewahrt haben.
Mit dem Niedergang der Hanse, des Deutschen und des Livländischen Ordens wurde das Oftland ein Spielb all fremder Mächte; Schweden, Polen und Rußland stritten sich um das Erbe. Bitter rächte sich, daß neben Schwert, Waage und Kelle nicht auch der deutsche Pflug nach hier gekommen war, daß nur eine dünne Schicht von Rittern, Kaufleuten und Handwerkern dieses Land der europäischen Kultur erschlossen hatte, während der deutsche Bauer das Fundament aller Arbeit, fehlte. 1556 überstürmten moskowitische und tatarische Scharen das Land; unnennbar sind die Greuel und Verheerungen, die Räubereien und Brandschatzungen des Moskowitertums, angefangen von Iwan dem Schrecklichen bis zu Stalin dem Blutgierigen. — So meldete z. B. Scheremethew im Jahre 1703 dem Zaren Peter: „In dem feindlichen Land gibt es nichts^ mehr zu verheeren ... Nichts steht aufrecht, außer Pernau, Reval und Riga ... Vieh und Esten haben wir in Mengen gefangen ... Kühe sind jetzt um 3 Altynen (etwa 18 Pfennige) zu haben ... Vier Stück kleine Kinder kauft man für einen Altyn (5 Pfennig)."
Aber gerade fh diesen Zeiten der Not, der Verfolgung und des Niederganges erwies sich die kulturelle und wirtschaftliche Kraft der Deutschen im Daltenland. Jener Typ des Ostpioniers entwickelte sich, wie wir ihn heute kennen: herb und kühn, stolz und zäh, verschlossen, aber doch gemeinschaftsbe- mußt und gastfreundlich. Es bewährte sich die Auslese besten deutschen Blutes, die mit Ritterorden und Hanse ins Ostland geströmt war und diesen Boden so oft in harten Kämpfen genetzt hatte. Auch die Bindungen zum deutschen Mutterland blieben in diesen Notzeiten lebendig: so verlangte beispielsweise der Schrägen des Revaler Goldschmiedeamtes von 1637 von jedem Meister eine Wanderzeit von „vier Jahren in Deutschland".
Bis in die heutige Zeit hinein hat das Deutschtum im Ostland der Welt viele Staatsmänner, Heerführer, Gelehrte und Künstler geschenkt. Erinnert sei nur an die Hilfe, die es dem Zaren Peter (dem Großen) bei seinem Aufbauwerk hat zuteil werden lassen, ebenso an die baltischen Seefahrer Krusenstern, Toll und Jessen, die Feldherren Barclay de Tolly, Roth und Totleben, den Bildhauer Elod von Jürgensburg und den Landschaftsmaler Julius Klever. — In deutschen Landen aber kennen wir viele dei'stchbaltische Gelehrte, Dichter, Schriftsteller und Maler von Ruf. Erwähnt feien hier nur die Gelehrtenfamilien der Schmidts, Hamacks und''Bergmanns, die Wissenschaftler Karl Ernst von Baer. Dehio, Ostwald, Schweinfurt und Hehn; die schriftsteller Jakob Michael, Reinhold Lenz, Eduard von Keyserling, Carl von Bremen, Manfred Kyber, Siegfried von Vegesack, Werner Bergengruen und schließlich die Maler Eduard von Gebhardt, Prof. Otto von Kurfell und Jürgen.von Nolke.
Im Mittelpunkt des Geistesleben im Ostland stand die Universität der alten Hansestadt Dorpat, die allein in den Jahren 1808 bis 1889 336 Professoren und Dozenten hervorgebracht hat, darunter 18 Mitglieder der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften, 119 Borpater Hochschullehrer, 160 Dozenten und Lektoren russischer Hochschulen und 39 Professoren anderer, vornehmlich deutscher, Universitäten. Der Bevölkerung dieses Ostlandes aber, also vornehmlich den Esten und Letten, sind die Segnungen dieser großen Kulturarbeit selbst zugute gekommen. Sie verdanken den Deutschen ihre Schriftsprache, ihr Bolksschulwesen, fast alle Grundlagen der Kultur, der Volksbildung und der wirtschaftlichen Entwicklung. Nicht zuletzt fei daran erinnert, daß die deutschbaltischen Grundbesitzer als erste in Rußland die Befreiung, von der Leibeigenschaft durchgeführt haben.
Mit der 1889 einsetzenden Russifizierungspolitik wurde der Einfluß des Deutschtums zurückgedrängt. Aber noch einmal schrieb sich deutscher Wehrgeist mit mannhaften Taten in das Buch der Geschichte des Ostlandes, als sich deutschblütige Männer und Jünglinge in der baltischen Landeswehr zusammenfanden, um mit der Waffe in der Hand ihre Heimat vor der bolschewistischen Flut aus dem Osten zu retten. Die Erstürmung Rigas durch die baltische Landeswehr und reichsdeutsche Freikorpskämpfer unter Führung des Baron v. Manteuffel ist
ein Ruhmesblatt im Kampf gegen den Bolschewismus. Nicht zuletzt durch diesen mannhaften Widerstand wurde die Freiheit Estlands, Lettlands und Litauens vom bolschewistischen Joch für Jahrzehnte gesichert.
Esten, Letten und Litauer haben es dem Deutschtum in ihren Ländern wenig gedankt. Erst mußten sie am eigenen Leibe die harte Prüfung des Moskauer Blutregimes erfahren, um sich bewußt zu werden, vor welchem grauenhaften Schicksal sie damals — im Jahre 1919 — der mannhafte deutsche Einsatz bewahrt hatte. In dem knappen Zeitraum von einem Jahre fyat das bolschewistische Regime Hekatomben von Opfern im Raum des jetzigen Reichskommissariats Ostland gefordert. Das Deutschtum im Ostland ist durch die Weitsicht des Führers vor einem grauenvollen Geschick bewahrt worden; aber in diesem einen Jahr hat der Bolschewismus vernichtet, was er hat vernichten können, auch das Schwarzhäupterhaus und die altehrwürdige St.- Petrikirche in Riga sind seinem Wüten zum Opfer gefallen. Den Esten, Letten und Litauern sind die Augen aufgegangen; sie haben die deutsche Wehrmacht jubelnd als Befreier begrüßt — und wissen sich heute sicher und geborgen im Schutz des mächtigen nationalsozialistischen Reiches. Im Reichs- tommifjariat Ostland sehen auch sie einer glücklichen, arbeitsfrohen Zukunft entgegen, denn die Drohung aus dem Osten wird für alle Zeiten beseitigt.
F. 0.
Das Ritierkreuz.
Berlin, 13. März. (DRV.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Dr. Ren- d u l i c, Kommandeur einer Infanterie-Division; -- -Standartenführer Fegelein, Kommandeur einer Kavallerie-Brigade der Waffen---; ^-Sturmbannführer Schlamelcher, Kommandeur einer Artillerie-Abteilung der Waffen---: Oberleutnant Westhofen, Kompaniechef in einem Schützen- Regiment, und Feldwebel Walter L i p p o l t, Zugführer in einer Panzer-Jäger-Abteilung.
Dem tapferen Einsatz des Generalleutnant Ren- d u l i c ist es zu danken, daß es im mittleren Abschnitt der Ostfront gelang, starke Kräfte der Sowjets, die vorübergehend bis nahe an eine wichtige Nachschub- und Versorgungsstraße vorgedrungen waren, einzuschließen und zu vernichten. — ---Standartenführer Fegelein schloß am 5. Februar durch einen trotz schwierigster Wetter- und Geländeverhältnisse schwungvoll vorgetragenen Angriff den Kessel um eine sowjetische Armee so überraschend, daß selbst feindliche Masfenangriffe den Ring nicht mehr sprengen konnten. — ---Sturmbannführer
Schlamelcher vernichtete mit feiner in vorderster Linie in offener Feuerstellung eingesetzten Abteilung durch schnell zusammengefaßtes Feuer 17 Panzerkampswagen, 144 LKW. und über 600 Bolschewisten. — Oberleutnant Westhofen nahm mit der Apitzenkompanie seines Regiments eine vom Feind besetzte Ortschaft im Handstreich, um für den weiteren Angriff des folgenden Tages eine günstige Ausgangsstellung zu schaffen. Am 18. Januar riß er, trotjöem er dreimal selbst verwundet wurde, den stockenden Angriff an der Spitze feiner Kompanie vor und erreichte das Angriffsziel. — Feld* webel Lip,polt gelang es mit 30 Kameraden eine an Zahl weit überlegene Landungstruppe der Sowjets auf der Krim neun Tage lang an der Vereinigung mit rückwärtigen bewaffneten Banden zu hindern. Seinem Entschluß ist das Gelingen des späteren entscheidenden Dermchtungsstotzes zu verdanken.
Dr. Fricks 65. Geburtstag.
Berlin, 13. März. (DNB.) Der Führer hat dem Reichsminister des Inneren Dr. Frick in einem in herzlichen Worten gehaltenen Handschreiben seine Glückwünsche zum 65. Geburtstage übermittelt. Er hat sie mit dem Dank für die bisherige Tätigkeit und mit der Hoffnung verbunden, daß es dem Minister noch lange Jahre vergönnt fein möge, so wie bisher für Volk, Partei und Reich zu wirken. Für den verhinderten Reichsmarschall Göring überbrachte Staatsrat Dr. Gritzbach des Reichsmarschalls Bild mit Widmung. Die Reichsminister, Reichs- und Gauleiter und viele andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, aus Diplomatie, Wirtschaft und Kultur gedachten durch persönliche Besuche oder dupch Ueberfenbung von Glückwünschen des Innenministers. Außer den Generalfeldmarschällen von Mackensen und von Brauchitsch gratulierten u. a. Großadmiral Raeder, die Generalfeldmarschälle Keitel, Milch und Kesselring. Für den verhinderten Reichsführer -- und Chef der deutschen Polizei überbrachte ---Obergruppenführer und General der Polizei Heydrich die Glückwünsche der -- und der Polizei. In den Mittagsstunden versammelten sich die Gefolgschaftsmitglieder des Reichsmini- fteriums des Inneren zu einer schlichten Feier, in der leitender Staatssekretär Pfundtner die Wirksamkeit des Ministers würdigte. Der Minister selbst gab in seinen Dankesworten einen Rückblick auf fein bisheriges Leben Mit einer Abordnung von Reichsstatthaltem und Oberpräsidenten war Reichsstatthalter General Ritter von Epp erschienen. Reichsarbeitsführer Reichsleiter Hier! gedachte der Verdienste, die sich Dr. Frick um den
Reichsarbeitsdienst erworben hat. Abordnungen der Landeshauptleute, des Deutschen Gemeindetages, des Deutschen Roten Kreuzes usw. überbrachten ihrs , Glückwünsche. Auch das Ausland hat Anteil ge« nommen.
Totenamt der italienischen Wehrmacht für den Herzog von Aosta.
Rom, 13. März. (DNB.) In der gewaltigen, in die Diokletian-Thermen von Michelanaelo hineingebaute Basilika Santa Maria Degli Angeli fand das Totenamt der italienischen Wehrmacht für den Vizekönig von Aetiopien und Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Ostafrika, Herzog von Aosta, statt. Vor der Basilika hatten Abteilungen aller Truppengattungen der Garnison Roms in voller Feldausrüstung Aufstellung genommen. Im rechten und linken Seitenschiff standen Vertretungen der Kolonialtruppen und der Kolonialpolizei, der Wehrmacht, der faschistischen Partei, der Jugendorganisationen und der Kriegervereine. Am Sarko- ihag hielten Offiziere der Lustwaffe und des Heeres )ie Ehrenwache. An der Trauerfeier nahmen das Königspaar mit dem gesamten Hof, der Duce, der die Uniform des Ersten Marschalls des Imperiums trug, mit der Regierung, die Präsidenten des Senats und der Kammer, der Sekretär der faschistifchen Partei, der Gouverneur von Rom, Fürst Borghese, und eine große Zahl Würdenträger des Staates und der Partei, die Träger der Goldenen Tapferkeitsmedaille, als Vertreter des Führers Botschafter von Mackensen, ferner das gesamte Diplomatische Korps mit dem apostolischen Nuntius als Doyen, die Wehr- machtsattachss und der Großmeister des Malthcser Ordens, Fürst Chigi, teil. Das Totenamt wurde von dem Feldbischof der italienischen Wehrmacht zelebriert.
Das Regierungsprogramm Kailays.
. Budapest, 13. März. (Europapreß.) Vor der ungarischen Regierungspartei bezeichnete es Ministerpräsident von Kallay als seine Aufgabe, die enge Zusammenarbeit mit den Achsenmächten fortzusetzen. „Unser Platz kann nur an der Seite Deutschlands und Italiens sein", betonte er. „Wir würden keine Ungarn fein, wenn_ wir nicht dort ständen, wo der Kampf gegen die östliche Barbarei geführt wird, wo es gilt, das Christentum zu beschützen und wö wir die Erfüllung der ungarischen Ideale erwarten können. Unser Schicksal entscheidet sich auf den sowjetrussifchen Schlachtfeldern. In myerpolitischer Beziehung stehe seine Regierung auf dem Grundsatz der 95 Punkte von Julius Goem - b o e s. Durch neue Gesetze solle die Uebernahme des jüdischen Grundbesitzes beschleunigt werden. Die Zurückdrängung des Judentums in der Wirtschaft sei die Grundvoraussetzung für das wirtschaftliche Wohlergehen der Nation.
Kleine politische Nachrichten.
Beim Einflua britischer Flugzeuge nach Nord« f ran f r eid) schossen deutsche Jäger am Freitag in Luftkämpfen vier Spitfire ab. Außerdem brachten sie über Holland eine einzeln fliegende Spitfire zum Absturz. Auf deutscher Seite trat kein Verlust ein. n
Wie das-Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, errang das von Major Trautloft geführte Jagdgeschwader am 11. März seinen 1800. Luft- sieg. Allein an der Ostfront vernichteten die Jagd- gruppen dieses bewährten Geschwaders 1430 Feindflugzeuge.
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Der Reichskommissar für die Preisbildung hat die Preisüderwachungsstellen ermächtigt, Betätigungsverbote und die Schließung von Erzeugerbe- trieben bis zu drei Jahren anzuordnen. Ferner können sie den unteren Preisbehövdsn (Landräte, staatliche Polizeiverwalter, Oberbürgermeister) die Befugnis übertragen, Ordnungsstrafen bis zu 1000 RM. zu verhängen.
Kunst und Wissenschaft.
Der Geiger Gustav Havemann 60 Jahre all.
Am 15. März vollendet in Berlin der Geiger Gustav Havemann sein 60. Lebensjahr. Er ist nicht nur als Solist und als Primarius eines Streichquartetts weithin bekannt geworden, bedeutsam ist auch sein Einwirken auf den geigerischen Nachwuchs, von dem Havemann als Professor der Berliner Musikhochschule seit dem Ende des Weltkrieges eine ganze Generation unterrichtet hat. Daneben ist Gustav Havemann als Komponist und als Dirigent des vor der Machtübernahme aus stellungslosen Musikern gegründeten Kampfbundorchesters hervor« getreten, das den Grundstock bildete für das heutige Städtische Orchester der Rsichshauptstadt. Have- manns Einsatz für den Nationalsozialismus und seine Polemik mit einem jüdischen Geiger über die vermeintliche Prädisposition der Juden für das Violinspiel trugen ihm die Bezeichnung als Nazigeiger ein. Auch auf berufsständischem Gebiet hat er sich nachdrücklich für seine Kameraden eingesetzt.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de4 Haupt,cbristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Ibiiriot; für Stadt (Steten, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst B:um>chein.
Truck und Verlag: Brühlschc Un-versitätödruckcrei R. Lange ft. G. Berlagsteiter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Än^eigenteiler: Hans Beck.
Anzeigenpreisliste Nr. 6.
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6. Das Sparguthaben wird in Notfällen» bei der
Spare eisern jetzt im Krieg, kaufen kannst Du nach dem Siegt
Geburt eines Kindes und bei der Verheiratung einer Sparerin auf Antrag sofort ausgezahlt.
t. Wer eisern spart, zahlt weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.
2. Die Höhe des Krankengeldes berechnet sich trotzdem nach dem vollen Lohnbetrag.
8. Der Sparbetrag wird zum Höchstsatz verzinst 4» Das Sparguthaben ist unpfändbar.
sagt der Bauarbeiter August W... aus Dresden. „Selbstverständlich wird eisern ge- soll ein prima Motorrad her mit Beispart. Vieles braucht man jetzt nicht wagen und allen Schikanen. Dann Wenn aber der Krieg vorbei ist dann geht’s wieder hinaus nach Feierabend.
Fünf einzigartige Vorteile


