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Puddingpulver

Man verlange beim Einkauf

X4.ZI5. Februar 1942

Gießener Anzeiger (Genrrai-Anzeiger für GberWen)

Zweiter Blatt

Vereine

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itadt Gießen

wollt' ich Sie nach Hause schicken. Ich glaube fast zu wissen, daß Sie mich nicht enttäuschen werden, wenn ich Sie bitte, mit mir nach Amsterdam zu fahren." Dem Erzähler war es recht, und daß er seinen Gastfreund selbst bis Amsterdam mit immer neuen Anekdoten unterhielt, beweist der Umstand, daß er dort, nachdem er in dem Vorraum zwei Stunden warten mußte (weil der Niederländer an­scheinend ein paar Dutzend der Histörchen zuerst berichten wollte), von Frau und Kindern und Ge­sinde mit einer Freude ausgenommen wurde, als sei er ein berühmter Wundermann.

Nun wäre es indessen an der Zeit gewesen, heim­zufahren. Der Niederländer aber ließ es sich nicht nehmen, seinem Gast die Stadt zu zeigen und ihn zu füttern und zu verwöhnen, wobei die Fraudie Kinder ~unb die Mägde ihn herzlich unterstützten. Bis der Fremde endlich doch zum Aufbruch drängte. Da waren unversehens vierzehn Tage über Land

technischen Prüfungsaufgaben bestimmt. Die Prü­fungen werden mitBestanden", nicht nach Punk­ten bewertet. Wenn eine Prüfungsgruppe nicht be­steht, muß sie die ganze Prüfung nach nochmaliger umfassender Ausbildung wiederholen. Man darf sich eine solche Prüfung nicht als eine rein theoretische Angelegenheit vorstellen, bei der nur. Fragen und Antworten vorkommen. Gewiß wird auch das theo-

In zahlreichen Gemeinden des Kreises Gießen, konnte der Kreisführer der Freiwilligen Feuer­wehr^» bisher schon ganz hervorragende Leistungen von Hitler-Jugend-Feuerwehrscharen feststellen, die Zeugnis davon ablegten, daß die jungen Feuerwehr­mannschaften aus der Hitler-Jugend ihre feuer­wehrtechnische Ausbildung mit allem Ernst wahr­genommen haben und nach bestandener Prüfung mit Recht für die Verleihung des Führerabzeichens in Vorschlag gebracht werden konnten. Eine große Anzahl Hitlerjungen konnte auch zur weiteren Aus­bildung der Landesfeuerwehrschule in Mainz über­wiesen werden und hatte dort Gelegenheit, ihr Fach­wissen weiter auszubauen und zu vertiefen, um dann zu Hause ihr Wissen und Können zur Be­kämpfung von Bränden an die Kameraden weiter-- zugeben. Alle HJ.-Feuerwehrscharen im Kreise Gie­ßen und auch einzelne kleinere Einheiten der Hitler- Jugend haben sich bisher stets in bester Weise be-

Die Hitler-Jugend ist auf vielen Gebieten des Kriegseinsatzes der Heimat mit tätig. Einer ihrer wichtigsten Einsätze ist die Mit­arbeit in den Freiwilligen Feuerwehren. 'Auch in Stadt und Kreis Gießen sind die Hitlerjungen im Feuerwehrdienst eifrig an der Arbeit^ um die Lücken ausfüllen zu hel­fen, die durch den Wehrmachtdienst von Feuerwehrmännern in den Reihen der Wehren entstanden sind, lieber die Tätigkeit unserer Hitler-Jugend im Feuerschutz haben wir uns mit dem Kreisführer der Freiwil­ligen Feuerwehren des Landkreises Gießen -Robert Bouffier unterhalten. Das Er­gebnis der Unterredung fassen wir in diesem Bericht zusammen.

Der Einsatz der Hitler-Jugend im Feuerschutz ent­stand im Kriegswinter 1939/40 durch eine Anord­nung des Amtes für Freiwillige Feuerwehren in Berlin im Einvernehmen mit der Reichsjugend­führung. Es wurden Feuerwehrscharen der Hitler- Jugend gebildet, die den Freiwilligen Feuerwehren zur Ausbildung in allen Zweigen des Feuerlosch- dienstes überwiesen wurden. Seit jener Zeit sind auch in den Gemeinden des Kreises Gießen zahl­reiche Angehörige der Hitler-Jugend entweder als Einzelhelfer oder in zusammengefaßten Feuerwehr­scharen der Hitler-Jugend für den Feuerschutz der Heimat mit am Werk. Dabei zeigen die jungen Feuerwehrmänner vorbildlichen Eifer, der die Feuerwehrführung befriedigt und zu besten Hoff­nungen für die Feuerwehrarbeit in der Zukunft

Verdunkelungszeit:

14. Februar von 19.32 bis 8.10 Uhr.

15. Februar von 19.34 bis 8.08 Uhr

Zeitschriften.

Im Februar-Heft der ZeitschriftNeues Volk (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) erzählt eine Stu­dentin unter der UeberschriftDer Galoppwechsler" heiter, menschlich und aktuell von ihren Erlebnissen und Eindrücken im Kriegseinsatz als Straßenbahn­schaffnerin. Die Fremdarbeiterfrage betrachtet vom rassenpolitischen Gesichtspunkt Professor Dr. Walter Groß. Bilder vom Kriegseinsatz der Heimat wirken als überzeugende Illustrierung markanter Führer- Worte. Kunstgeschichtlich ist der Beitrag Germanen auf der Krim" von aktuellem Interesse. Dr. Gustav Franke untersucht in derKleinen Vererbungslehre die Vererbung der Haarfarbe.

Das Gesicht der Zeit prägt sich eindrucks­voll in den verschiedenen Veröffentlichungen des Februarheftes derneuen linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig-Berlin) aus. Es spiegelt sich m den Zügen der jungen Fliegergeneration wieder. Es wird sichtbar als imvosantes Symbol (Photos von Scheinwerfern und Flakgeschossen): und es zeigt sich von einer heiteren unbeschwerten ©eite in der Der öffentlichunq über Andalusien. Oder es offenbart sich in dem Ergebnis des WettbewerbsDas funge Mädchen": oder in den z. T. farbigen schonen Kunst, tafeln: oder im Theaterbericht. Neben diesen Gegen- wartsthernen finden wir die bedeutendsten Illustra­tionen zuDon Quichote", oderDie Handschrift des Feldherrn" eine interessante graphologische Untersuchung.

KrimmalpoW im Dienst der Volksgemeinschaft

Ein Besuch bei der Kriminalabteilung der Polizeidirektion Gießen.

Hitler-Jugend im Keuerschuh.

Dorbildliche Milarbeii in den ;ve netto ehren des Kreises Gießen

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^Die^ Ausbildung der Hitler-Jugend-Feuerwehr- schuren besteht in der vollkommenen Unterweisung im Feuerwehrdienst, vor allem in der Bedienung der Feuerwehrgeräte, auch der größten und der motorisierten Feuerlöschfahrzeuge, damit jeder ein­zelne der jungen Helfer jederzeit in der Lage ist, in Zusammenarbeit mit erfahrenen älteren Feuerwehr­männern an allen Einsatzstellen die ihm über­tragene Feuerschutzarbeit zu verrichten. Die Aus­bildung erfolgt unter dem Kommando des Wehr­führers der Freiwilligen Feuerwehr nach dem vom Amt für Freiwillige Feuerwehren aufgestellten Dienstplan. Neben dem theoretischen Unterricht geht die praktische Feuerwehrarbeit an den Geräten ein­her, verbunden mit größeren Hebungen, zum Teil in Verbindung mit anderen Feuerwehrscharen, da­mit auch für größere Ernstfälle die reibungslose Zusammenarbeit einer umfangreicheren Gemein­schaft von Feuerwehrmännern gewährleistet ist. Die Ausbildung umfaßt das Wissen von der Organisa­tion der Freiwilligen Feuerwehren, die Kenntnis der wichtigsten Bestimmungen des Feuerlöschge­setzes, die Einteilung der verschiedenen Brande und die Taktik der Feuerlöscharbeit je nach der Art des Brandes. Jeder der jungen Helfer wird dabei mit den Aufgaben vertraut gemacht, die eine Gruppe hr.lv ein Zug der Feuerwehr bei einem Brande zu erfüllen hat: der junge Kamerad muß ferner u. a. über fein persönliches Verhalten auf der Brand­stelle genau Bescheid wissen und auch die wichtigsten Kenntnisse auf dem Gebiete der Baukunde, d. h. darüber, was feuerbeständig oder feuerhemmend ist, besitzen. Die Löschwasserversorgung, die Schlauch- nnd Gerätekunde, die Kenntnisse an den kleinen Löschgeräten und den motorisierten Feuerwehrfabr- zeugen müssen ihm selbstverständlich ebenso geläufig sein wie die elementarsten feuerpolizeilichen Vor­schriften oder die' Bestimmungen über den Rauch- schntz, die Entrümpelung, die Eigenschaften und die Bekämpfung von Brandbomben, über Verhütung imb Bekämpfung von Waldbränben usw. Ferner wirb auf guten kameradschaftlichen Zusammenhalt Gewicht gelegt, ba nur auf bieder Grundlage die erfolgreiche Arbeit einer Feuerwehr aufgebaut sein kann. Es ist also ein weitschichtiges Gebiet, das bei der-Ausbildung der jungen Feuerwehrmänner von dem Ausbilder und den Lernenden gemeinsam mit aller Liebe zur Sache zu bearbeiten ist.

Die Prüfung der jungen Mannschaft am Schlüsse ihrer Ausbildung erfolgt durch den Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehren, der allein zur Abnahme dieser Prüfung berechtigt ist und im Einvernehmen^

Aus der Giadl Gießen.

,0u brauchst mir nichts zu sagen!"'

Wir wollen hier gar nicht von den Menschen «rechen, die uns bei jedem Schritt, den sie machen sollen, um unfern Rat fragen. Bei wichtigen Ge­sichelten muß sich jebet Mensch auf sich selbst .-rlassen. Er muß seinen Weg gehen, ohne viel J andere zu hören. Freilich gibt es solche Men­gen, die mit nachtwandlerischer Selbstverständlich' litt ihre Entschlüsse treffen, selten. Die meisten kom- ,en zunächst einmal zu ihrem Freunde und tragen im die Sache vor. Und das ist gut so: denn wenn J unserem Leben umwälzende Ereignisse eintreten wir vor ganz neuen Tatsachen stehen, dann «erben wir für jeden guten Rat dankbar fein.

Aber es gibt auch Volksgenossen, die jeden Zu- Mch von anderer Seite glatt ablehnen. Seihst «enn sie sehen, daß sie auf dem falschen Wege sind, Heiben sie bei ihrer Meinung und sind für keinen jat zugänglich. Sie sind halsstarrig wie ein stör- isches Pferd. Nur ihrem eigenen Urteil wollen sie iolgen. Niemals werden sie zugeben, daß sie sich

Im Gegensatz zu ber uniformierten Polizei tritt bte in Zivilkleidung arbeitende Krimi­nalpolizei nach außen hin nicht sichtbar in Erscheinung. Ihre Aufgabe ist aber so be­deutend, daß sie einen ganz wesentlichen Be­standteil der Polizeiarbeit im Dienste ber Volksgemeinschaft barstellt. Aus Anlaß bes Tages der Polizei" haben wir uns mit dem Leiter der Kriminalabteilung bei der Polizei­direktion Gießen, Kriminalkommissar Schö- nef eit), über die Arbeit der Kriminal­polizei unterhalten.

Die Aufgabe der Kriminalpolizei besteht in erster Linie aus der Aufklärung begangener Straftaten, darüber hinaus aber auch was manchem vielleicht eigenartig erscheinen mag in ber Verhütung von Verbrechen. Zu diesem Zweck ist bas Arbeitsfelb der Kriminalpolizei in eine Reihe von Dezernaten aufgeteilt, von denen hier die wichtigsten als Bei­spiel genannt seien: Abteilung für Mordsachen und Körperverletzung: Einbrüche und Diebstähle, Ur­kundenfälschung, Betrug, Unterschlagungen und Nauschgiftsachen: Brände; Sittlichkeitsverbrechen; tödliche Verkehrsunfälle, Fahrerflucht, Transport­gefährdung; Falschgeld: Erkennungs- und Fahn­dungsdienst. Zur Durchführung der Ermittlungs­maßnahmen stehen der Kriminalpolizei Gießen, deren Arbeitsfeld sich nicht nur auf die Stadt Gießen beschränkt, sondern über ganz Oberhessen erstreckt, alle modernen polizeilichen Hilfsmittel zur Der- ^Me^ Kriminalpolizei rymmt ihre Tätigkeit auf Anzeige aus der Bevölkerung hin auf, daneben aber tritt sie auch von Amts wegen in Funktion, sobald ihr auch ohne Anzeigen Straftaten ober geplante Verbrechen zur Kenntnis kommen. Zur Aufklärung von Verbrechen ist es stets von ausschlaggebender Wichtigkeit, daß die Bevölkerung den Tatort un­verändert läßt, d. h. keinen Gegenstand berührt und auch nicht in dem Raume oder Gelände herumläuft, damit keine Spuren verwischt werden oder unbe­teiligte Personen in falschen Verdacht kommen kön­nen. Die Sicherstellung aller Spuren ist die erste Aufgabe der Kriminalpolizei, die dabei oft wichtige Anhaltspunkte entdeckt, welche dem Laien in den meisten Fällen nicht als wichtig erscheinen mögen. Sobald die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen am Tatort abgeschlossen hat, steht den interessierten Per-

retische Wissen sorgfältig geprüft, daneben spielt aber das praktische Können an den Feuerlöschge­räten eine hervorragende Rolle. Da müssen die jun­gen Männer zeigen, ob sie mit den Hand- und Motorspritzen, mit dem Schlauchwagen und den Schläuchen, mit den Leitern und dem Sprungtuch, mit den Hydranten und den Schaumlöschern sach­gemäß umzugehen verstehen; sie müssen aber auch zeigen, daß sie bei alles Schnelligkeit und Wirk­samkeit des Gerät- und Materialeinsatzes dessen schonendste Behandlung verstehen, damit kein un­nötiger Materialverschleiß eintritt, der besonders jetzt im Kriege nach bester Möglichkeit zu vermeiden ist. Vor der strengen sachlichen Prüfung des Kreis­feuerwehrführers und vor den kritischen Blicken der Wehrführer gibt es in diesen Stunden keine Halbheiten, denn ungenügende Ausbildung im Feuerlöschdienst wäre nicht nur ein risikoreicher Nachteil für den Ernstfall der Brandbekämpfung, sondern leicht auch die Ursache von Unglücksfällen

^.Februar .30 Uhr n Theater etto 2ppe Verdi, bis 4.10 RM.

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so.nen der Zutritt wieder offen. Nunmehr arbeitet der polizeiliche Ermittlungsapparat unter Anwen­dung aller Möglichkeiten, wie z. B. Funkdienst, Presse, Kinosteckbrief, öffentliche Anschläge, Frem­denkontrotte, Erfassung von Spezialistenverbrechern, Nachforschungen in interessierten Kreisen, Ansetzen von Fährtenhunden usw. Dabei kommt es in zahl­reichen Fällen hervorragend auf die Mitarbeit der Bevölkerung an, die mit ihren Wahrnehmungen der Polizei oft sehr wertvolle Hinweise geben kann. Das Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Be­völkerung, das erfreulicherweise in Gießen schon von jeher besteht, kann sich bei solchen Gelegenheiten im­mer erneut bekunden. In den meisten Fällen schlie­ßen die polizeilichen Ermittlungen schon nach ver­hältnismäßig kurzer Zeit erfolgreich ab, so daß der Straffall dann der Staatsanwaltschaft zur gericht­lichen Sühne zugeleitet werden kann.

Zur Verhütung von Straftaten bzw. zur Ein- schränkung von strafbaren Handlungen bedient sich die Kriminalpolizei auf dem Wege über die Presse, den Rundfunk oder das Kino des Mittels der recht­zeitigen Aufklärung der Bevölkerung. Hierzu ge­hören die Warnungen vor herumreisenden «Spe^al- Verbrechern, eine Aufforderungen zum Selbstschutz und zur Vorsicht, die rechtzeitige Erstattung von An­zeigen etwa in Angelegenheiten, die mit Hehlerei Zusammenhängen usw. Damit will die Kriminal­polizei den Volksgenossen dienen, sie insbesondere vor strafbaren Handlungen ober Schäden bewahren. In vielen Fällen hat sich auch diese vorbeugende Tätigkeit als außerordentlich wertvoll erwiesen.

So dient die Kriminalpolizei in vielfältiger Weise der Volksgemenschaft, sie will in allen Fällen Hel­ferin der Bevölkerung sein, bittet aber auch um deren vertrauensvolle Mitarbeit, damit durch das Zusammenwirken aller guten Kräfte der beste Dienst für unser Volk geleistet wird. 6.

Lale Andersen persönlich.

Bei den Ausnahmen zum Usa-FiLmGPU.

gegangen.

Also fuhr der Fremde wieder beim, mit Tranen und mit Trauer an fein Schiff begleitet, geherzt, umhalst, mit tausend Wünschen überhäuft und letz­ten Endes nicht mit leeren Taschen. Co kam er schließlich wieder am Rententurm in Frankfurt an, wo ihn sein Wirt wie ein Gespenst betrachtete, weil man den Fremden schon längst vermißt, ge­sucht und schon für tot gehalten hatte. Er aber legte den Bericht ab, der hier steht, und mußte es er­leben, daß ihn der Wirt schon nach den ersten Worten einen gottverfluchten Lügner schimpfte.

Das", schließt der Erzähler in Gedanken,bat mich tief getroffen, da doch mein Niederländer die ungezählten A^^ten unbesehen als pure Wahr­heit hinnahm. 9 diese Anekdote, die einmal wirk­lich wahr war, hat man nicht geglaubt."

Uns scheint aber bei aller Sympathie für diesen kaum vorstellen L Mann daß er im Hintersinne doch ein Eulenspiegel »rampn. wie war; denn von den Anekdoten, die er dem Nieder-

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her Fremde; im Gewissen:Jetzt ist Holland nicht hastig wahr ist! mehr wett, wo ich zu Hause bin. Es wäre unrecht,

nrrt haben. Solche Mitmenschen sind oft recht ihwierig zu behandeln. Sie sind keineswegs wie he sich einbilden Charaktere mit eigner Meinung, anbern sehr oft handeln sie aus ganz andern Be­weggründen.

Es sind Menschen, die meist an allem etwas aus- chetzen haben; sie müssen immer widersprechen. Da- mit wollen sie bezeugen, daß sie in ihrem Urteil Zuständig unabhängig von andern sind. Im Leben iber finden sie sich schlecht zurecht. Mit ewigem Vidersprechen kommt ja auch kein Mensch weiter. j)inzü kommt die Rechthaberei. Diese Menschen fließen sich von den andern ab, sie gehen ihre tignen Wege. Don der großen Wechselbeziehung, die in jeder echten Volksgemeinschaft herrschen soll, merken sie nichts. Sie wollen nichts von den andern mnehmen, sie haben aber duch selber nichts zu Mieten. , rr .

Solche Leute, die sich nichts sagen lassen, sind oenig brauchbar in der Volksgemeinschaft. Sie sind mindestens so unangenehm wie diejenigen, die nie fine eigne Meinung haben und bei jeder Kleinigkeit den Nachbar um Rat fragen. Schließlich muß ein msgewachsener Mensch wissen, wie man z. B. einen Hagel einschlägt oder wie man einen Knoten macht o. ä. Mit solchen lächerlichen Anfragen soll man seine Mitmenschen verschonen. Ganz anders oirb die Sache, wenn man vor Entscheidungen ge= |teUt wird, die auch einen größeren Kreis vckn Menschen betreffen. Dann sollen wir nicht eigen­mächtig vorqehen und dem Freunde entgegenhalten: ,Du brauchst mir nichts zu sagen!" Nein! Wir sollen jeden Rat hören und dankbar annehmen.h.

Für jeden etwas am »Tag der deutschen Polizei^.

Heute und morgen steht die gesamte deutsche i Polizei im Dienste des Kriegswinterhilfswerkes. jtach dem glanzvollen Auftakt des WH W.-Kon­zertes im Theater hat die Gießener Polizei eine 3teil)e von Veranstaltungen und Ueberraschungen in jlussicht genommen, die jedem etwas bringen sollen unb Gelegenheit bieten werden, die enge Verbun­denheit von Polizei und Volksgemeinschaft zum Aus­druck zu bringen. Wir wollen noch einmal in aller 'Kürze rekapitulieren: wer schießen will, gehe in denAdler" am Marktplatz. Auf dem Kreuzplatz lönnen sich die Kraftmenschen im Dienste der guten Sache austoben und ,chen Lukas" hauen. Für die Linder dürfte die Reithalle am Brandplatz heute und morgen nachmittag eine besondere An­ziehungskraft ausüben. Heute, Samstagnachmittag, von 17 bis 18 Uhr, ist ein Platzkonzert des Musikzuges der SA.-Standarte 116 auf dem Kreuz­platz. Der Elefant Nurmi wird an beiden Tagen durch die Straßen der Stadt wandeln und die Luchse schwingen: wer will noch mal, wer hat noch nicht? Es darf wohl erwartet werden, daß die bei­den Tage ein ungewöhnlich gutes Sammelergebnis zeitigen werden.. Verseht euch mit dem nötigen Kleingeld zum Tag der deutschen Polizei!

Vergnügliche Meinfahri.

Von Otto Rornbach.

Otto R o m b a ch, Verfasser des dickleibigen ' RomansDer junge Herr Alexius" und Träger des Schwäbischen Dichterpreises, ist seit seinem Vortragsabend in der Aula auch persönlich in Gießen nicht mehr unbekannt.

Es lohnt sich manchmal, in ein altes Buch hinein« -Micken, auch auf Reisen. Denn wenn der Drang, zu reisen, auch erst im vorigen Jahrhundert leben­dig wurde, so gab es dennoch immer Menschen, die in der Welt herumgetrieben wurden und sich trei­ben ließen.

Durch eine schwedische Schifferkneipe der Hafen­stadt Göteborg- ziehen schwere Rauchschwaden. Eine Theke, bärtige Männer, nordische Seebären, die sich an den Tischen rekeln, dazu eine kleine Vorstadt­bühne und ein Schifferklavier, das eine uralte Weise spielt. Plötzlich geht ein Raunen die Tische entlang, die Tabakspfeifen erlöschen, und der Priem sucht sich eine längere Ruhestellung, denn eine Frauenstimme ertönt, eigenartig in ihrer spröden Herbheit erzählt sie von dem schwarzen Rudolf, den die Frauen das Tanzen, Küssen und Sieben lehrten. Jetzt löst sich die große blonde Frauengestalt von ihrem Platz vor der Theke, und wie sie sich nun an den Tischen entlangsingt, wie sie den einen um die Schulter faßt, dem anderen jungen Burschen zu­lächelt und einem dritten über das Haar streicht, erkennt unser Auge die Sängerin, die unser Ohr schon längst erlannt hat, Lale Andersen. Sie, deren Stimme sich mit derL i l i Marlee iz" zu einer beinah legendären Einheit verbunden hat, steht wirklichkeitsnah, frisch und mit erfreulicher Natürlichkeit zum erstenmal vor der Kamera. Lale Andersen verkörpert in dem Karl-Ritter-Film der UfaGPU eine schwedische Sängerin, die mit dem uralten schwedischen Volkslied vom Schwarzen Ru­dolf die rauhen Seemannsherzen betört.

Während der Raum für eine weitere Szene aus­geleuchtet wird, gelingt es, Lale Ander 1 en zu einer kurzen Plauderei zu stellen. Jetzt wivb uns auch die Natürlichkeit ihrer Bewegungen klar, wenn wir hören, Laß sie aus dem Schauspiel kommt und unter anderem 1934 in Zürich und 1935 in Mün- ' M - oefpiert hat. Wir können uns

" ~ ').< sie einst fast.nur in klassischen .Dramen, wie z. B i ShakespearesRichard III.", auf der Bühne gestanden hat. Sie wechselte bann zum musikalischen Lustspiel über und versuchte auch den Sprung zur Kabarettbühne, indem sie im Schaf­fers-Studio auftrat. Aber erst 1938 brachte Schäf­fers Lale Andersen im regelrechten Abendprogramm heraus, und hier hatte sie auch ihre ersten großen Erfolge auf dem Gebiet der Kleinkunst. Be-i Aus­bruch des Krieges schloß sie sich mehreren Front- tourneen an, um schließlich durch den Vortrag des

Lili-Marleen-Liedes zu einer einzigartigen Popu­larität zu gelangen. Im Augenblick besucht sie auf Konzertreisen mit einer eigenen Kapelle die euro­päischen Großstädte, indem sie mit großem Erfolg Lieder singt, die ihr Soldaten geschrieben und zu­gesandt haben. Einige davon sind bereits auf Plat­ten ausgenommen.

So plaudert sie mit liebenswürdiger Lebhaftigkeit über ihre Liebe zum Theater und speziell zum Kabarett, das ihr.auch die Filmarbeit nicht ersetzen kann, und sie freut sich schon, wenn sie in einigen Tagen wieder mit ihrenJungs", wie sie die Ka­pelle nennt, hinausfahren kann zu neuen Städten, neuen Menschen und neuen Erfolgen. Dieter Fuß.

mit dem SRD.-Führer des Bannes die feuerwehr- und Schäden der jungen Feuerwehrhelfer. Deshalb ' -Tri.-' u-u;4. «Ts;, «hm. muß bei der Prüfung ein strenger Maßstab ange­

legt werden. Die Führer und Männer von HJ.- Feuerwehrscharen, die in der Prüfung mit Erfolg bestanden haben, erhalten im Auftrage der Reichs- jugendführung ein besonderes Führerabzeichen, das auf Vorschlag des Kreisführers der Feuerwehren vom Amt für Freiwillige Feuerwehren verliehen und am linken Unterarm ber Uniform getragen

übernimmt Mttigung v. ÄffiliHBI wdeKebruar? lir. Ang. imt )3 a. ö. G. A. !er befördert mir einen mannt n Gießen nach ?iifielborf? chr.AlWb.unt. 33and.G.A.

!.Maun,25J. buchte. Md., ai.i.gleich.Alt., ). svät. Heirat nnenjulemen. h b. Landwirt Warb. einer ftirma. th.. u. 87 a. d. G. A.

Da schreibt ein Mann in einer alten Schwarte (und freilich neben vielem krausen Zeug), daß er ton seinem Fürsten nach Frankfurt delegiert wart), fcort eine Geldgeschichte zu regeln hatte, die lange am stand und also eines Tages an den Mainfluß ging, ias Marktschifs sah. das sich nach Mainz begeben wollte, sich kurz entschloß, mit diesem Schiff bis höchst zu fahren, dort zu speisen und gegen Abend feimzukehren. Er traf jedoch auf diesem Märkisch ff einen Mann, dem feine Art, Geschichten zu erzählen, dermaßen Freude machte, daß er ihn beschwatzte, ihn doch bis Mainz zu unterhalten. Er wolle schon für feine Heimfahrt sorgen. Und das tat der Mann. Das heißt: er lachte, lächelte und war des Wun­derns voll und sagte nächsten Tages:Guter Freund, wenn Sie noch weiter solche Anekdötchen wissen und mir auf Ehre keine aufgewärmten vor­zusetzen wagen, zahle ich die Heimfahrt von^ Koblenz aus. Wie ifts?"Auf Ehre", gab der Rann zurück, der nur in Höchst zu Mittag speisen wollte, unb nun burchs Binger Loch unb an ber Loreley vprbei gen Koblenz reifte. Dort inbessen

I Köln jedoch, als unser Freund den Reichtum seiner Eulenspiegel m Verlust geraten. Dks frettlch , Anekdoten mmer noch nicht ausgeschöpft, lag ihm wenn feine An kdote, bie viel zu denken gibt, wayr

Reese-Gesellsdiaft.Hameln