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(92. Jahrgang ttr.6}

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Indien hat in diesem Kampf nichts zu verlieren als seine Kelten.

Oie Mächte des Oreierpaktes Indiens natürliche Verbündete. Ein neuer Aufruf Boses an das indische Volk.

Berlin, 13. März. (DNB. Funkspruch.) Subhas Chandra Bose, der bekannte indische Nationalisten- sührer, der kürzlich mit einem Freiheitsmanifest das indische Volk zum Kampf gegen seine englischen Be­drücker aufgerufen hat, richtete am Mittwoch über einen Rundfunksender einen neuen Appell an Indien, in dem er sagt:

Seit dem September 1939 hat das indische Volk immer wieder an die britische Regierung appelliert, sie solle die Prinzipien der Freiheit und Demokratie auf Indien anwenden und dadurch ihren guten Glauben beweisen. Einige Nationalisten sind sogar soweit gegangen, Großbritannien volle Unterstützung im Kriege anzubieten, falls Indiens nationale For­derungen erfüllt würden. Hierauf hat England nur mit einer Ablehnung geantwortet, und zwar nicht klipp und klar was uns lieber gewesen wäre sondern mit einer hinterhältigen und heuchlerischen Ablehnung. Die Engländer, die sich während der ganzen Dauer ihrer Herrschaft in Indien bemüht haben, im indischen Volk Zwie­tracht zu säen, haben nun diese künstlich geschaf­fene Uneinigkeit als Vorwand benutzt, um I n d i e n das Selb st be st immun gs recht zu ver­weigern. Die britischen Provagcmdisten ver­suchten, dem indischen Volk einzureden, seinem Lande drohe einfeindlicher Angriff, und die Grenzen Indiens lägen deshalb bei Suez und Hongkong. Unter diesem Vorwand wurden indische Truppen zwangsweise bis nach Libyen und Frank­reich im Westen und bis nach Singapur und Hong­kong im Osten geschickt, und zwar gegen den ausdrücklichen Willen des indischen Volkes.

In Wirklichkeit hat aber Indien keine Wavell- schen Grenzen, die nur eine Ausgeburt der Phan­tasie sind, sondern seine Grenzen sind jene natio­nalen und geographischen Grenzen, die von der Dor- ehung und von der Natur selbst gezogen sind. Gren- en, die sich von Nord bis Süd, von Ost bis West sinziehen, hat nur das britische Weltreich. Und die- es Weltreich hat, gleichgültig, ob es von Konser­vativen oder von einem Labourkabinett regiert war, von einem Churchill oder einem Cripps, das in­dische Volk um Leben und Freiheit, um Brot und Waffen gebracht. Um dieses Weltreich zu retten und dadurch zugleich seine eigene Sklave­rei zu verewigen, sollte das indische Volk unermeß­lich bluten, arbeiten, Schweiß und Tränen ver­gießen, obgleich es im Grund außerhalb seiner eigenen Grenzen keinen einzigen Feind hat.

Seit einiger Zeit haben die Engländer ihre Tak­tik geändert. Indische und andere Truppen werden nach Indien zurückgeschickt, und dem indischen Volk wird gesagt, jetzt würde es Krieg in Indien geben. Aber wer hat denn Himmel und Hölle in 'Bewegung gesetzt, um Indien in die Kriegszone hineinzuziehen? Hätte die britische Regie­rung im September 1939 Indien nicht zur krieg­führenden Macht erklärt und hätte sie nicht mit allen Mitteln, sauberen und unsauberen, ver- fllcht, den Reichtum, die Menschenkrast, die Roh­stoffe und die industriellen Möglichke'ten Indiens onszunutzen, um die britische Kriegsmaschine in Gang zu halten, hätte sie Indien nicht zu einem großen militärischen Stützpunkt gemacht, sondern hätte Indien neutral bleiben dürfen, wie Irland dann wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, Indien in diesen Krieg hineinzuziehen.

Man wird von den Engländern vergeblich erwar­ten, daß sie Indien aus der Kriegszon-e heraushal­ten, um dem indischen Volk das Leid, das Elend und di? Entbehrungen eines modernen Krieges zu ersparen. Sie werden bei ihren militärischen Opera« honen keinen Augenblick zögern, auch unser Land zur verbrannten Erde zu machen. Das britische Weltreich, das ans Raub und Habgier entstanden ist und von Unrecht und Bedrückung lebt, wird auch weiterhin andere ausbeuten und terrorisieren so lange es besteht. Wenn das indische Volk sein Land aber aus dem Kriege heraushalten will, dann muß es selber die militärische Basis der Engländer m Indien beseitigen und der Ausnutzung Indiens zu imperialistischen Kriegszwecken ein Ende machen.

Ein Sieg des britischen Weltreiches bedeutet die Verewigung unserer Sklaverei. Eine Eman'ipation Indiens kann nur durch den völligen Sturz dieses Weltreiches bewirkt werden. Deshalb handelt jeder Inder, der fetzt für Groß­britannien arbeitet, gegen die wahren Interessen seines eigenen Landes und wird zum Verrät er an der Sache der Freiheit. Dis indischen Nationalisten werden nicht nur gegen ihre imperia­listischen Herren zu kämpfen haben, sondern auch gegen die Lakaien des britischen Imperialismus. Churchill hat versprochen, Indien so bald wie mög­lich nach dem Kriege den Dominion-Status zu ge­ben. Auf seinen Befehl hin, muß jetzt Sir Stasford E r i p v s nach Indien fahren, um bei den verschie­denen Dolksströrnungen eine Einigung zu erzielen und zu entscheiden, welche politischen Konzessionen gegen­wärtig gegeben werden. Nur ein auf dem Monde Lebender kann annehmen, daß Indien heute noch den Dominion-Status innerhalb des Empire wünscht, oder daß sich auch nur ein einziger Inder findet, der noch das geringste Maß an Glauben für britische Versprechungen besitzt, die nach Beendigung des Krieges erfüllt werden sollen. In Indien weiß man gut genug, daß die viel besprochenen sogenannten Un-inigkeiten künstlich geschaffen wurden und daß, so lange die Engländer in Indien bleiben, sie ihre schändliche Politik desTeile und herrsche" fortsetzen werden. Churchill und seinem Kabinett wird es bald klar werden, daß politische Brosamen, die man dem indischen Volk von Westminster aus zuwirft, nicht geeignet sind, es auf die Seite Eng­lands zu bringen. Das britische Empire geht nun den Weg, den viele Weltreiche vor ihm gegangen sind, und aus feiner Asche wird ein freies und

geeintes Indien emporsteigen. Deshalb hat auch der Besuch Cripps' ober irgendeines anderen englischen Politikers zu dieser späten Stunde für Indien keinerlei Bedeutung und wird auch im Lande kein Interesse mehr Hervorrufen.

3n dem gegenwärtigen, weltumspannenden Kampf versucht die eine Seite verzweifelt, den Status quo aufrechtzuerhalten, der sich aus dem Vertrage von Versailles und ähnlichen Verträgen der Vergangenheit ergeben hat, die andere Seite dagegen ist entschlossen, die alte Wettordnung umzustoßen und eine neue zu be­gründen. Indien hat in einem solchen Kampf nichts zu verlieren als feine Ket­ten. Die Hoffnungen und Dünsche des indischen Volkes können durch die Aufrecht­erhaltung der alten Dcltordnung nicht erfüllt werden, sondern nur dadurch, daß jene Deltordnung umgestoßen wird, die für sie Demütigung, Sklaverei und Tod bedeutet. Die Dächte des Dreierpaktes, Deutschland, Italien und Japan, die das zuwege bringen werden, sind deshalb unsere natürlichen Freunde und Verbündeten. Es ist eine unerhörte

Lüge, zu behaupten, diese Dächte bedrohten Indien. Im Gegenteil, ich kann aus meiner genauen Kenntnis dieser drei Tlat'onen ver­sichern, daß sie Indien und der indischen Un­abhängigkeit ausschließlich Sympathie und guten Dillen entgegenbringen. Denn darüber je ein Zweifel bestanden haben sollte, so dürste die historische Erklärung, die der japanische Premierminister, General To jo, kürzlich ab­gegeben hat. meine Landsleute ein für allemal beruhigen, und kein Inder darf sich in Zukunft mehr von der britischen Propaganda täuschen lassen.

Freuen wir uns deshalb, daß das britische Welt­reich, unser Erbfeind, unter den gleichzeitigen Schlagen der Macht des Dreierpaktes am Zu­sammenbrechen ist. Freuen wir uns über das schnelle, siegreiche Dorrücken der japanischen Streit­kräfte im Fernen Osten. Freuen wir uns, daß die in Versmlles begründete alte Wcltordnung vor un­seren eigenen Augen zusammenstürzt. Und freuen wir uns der aufsteigenden Morgenröte, die Indien Freiheit und Gerechtigkeit, Glück und Wohlstand bringen wird.

lleberall Fortgang der japanischen Operationen.

Berlin, 13. März. (DNB. Funkspruch.) Die! Kampfhandlungen in Burma haben seit der Räumung Ranguns durch die britischen Seestreit­kräfte an Heftigkeit zugenommen. Die Japaner haben ihre Trupppen im Raum von Pandoon- Tharrawaddy erheblich verstärkt und bedrohen die britischen Rückzugslinien nach Norden. Das Auf­treten bewaffneter burmesischer Aufstän- bischer, die sich den Japanern zur Verfügung ge­stellt haben, erschwert die britischen Operationen außerordentlich. Die Japaner haben stärkere Pan­zereinheiten eingesetzt, m t denen sie den zurück- gehenden britischen Streitkräften ständig auf den Fersen bleiben. Im wesentlichen handelt es sich bei den Kämpfen nordwärts Rangun bis zur Linie PromeToungoo um Rückzugskämpfe. Schnelle japanische Verbände erreichten im Raum von Lepadan britische Nachhuten, die fast ausschl- lich aus Indern bestanden. Die indischen Ein­heiten wurden, soweit sie sich nicht kampflos er­gaben, völlig vernichtet.

Günstig für die Japaner ist der Umstand, daß ihre Nachschubwege durch den Fall Ranguns verkürzt wurden, während die wenigen bri­tischen Rückzugsstraßen nach Norden durch ständige japanische Bombenangriffe zum großen Teil un­brauchbar gemacht worden sind. Westlich von Ran­gun stoßen stärkere japanische Einheiten über das Jrawadi-Delta auf den Hafen Bassein vor. Offenbar bestand bei den Briten die Absicht, einen Teil der vorher bei Rangun stationierten Truppen in Bassein nach Indien einzuschiffen. Durch die völlige Zerstörung der Hafenanlagen in Bassein durch japanische Luftangriffe ist dies jedoch unmöglich geworden. Die Briten versuchen nunmehr, sich in nördl cher Richtung auf Hen - zada durchzuschlagen. In M a n d a l e wurde der Belagerungszustand verkündet. Der britische Ver­bindungsoffizier zu den Truppen T s ch i a n k gi­sch e k s in den Schon-Staaten (Nordost-Burma) äußerte Zweifel darüber, ob es den den Sittang aufwärts zurückgehenden britischen Truppen ge­lingen werde, die Verbindung mit den chinesischen Truppen in Ost-Burma herzustellen. Der britische Rückzug verläuft infolge der Straßenschwierig- keiten zu langsam, um der großen japanischen Zangenbewegung noch rechtzeitig ausweichen zu können.

Aus Sumatra verläuft der japanische Vor­

marsch weiter planmäßig. Nennenswerter Wider­stand war von den japanischen Truppen nicht zu überwinden.

Die japanischen Truppenlandungen auf Neu- Guinea gehen weiter. Die Flugplätze von Sela- maua und Lae sind von den Japanern besetzt und werden zur Zeit ausgebaut. Man rechnet mit einer Verbreiterung der japanischen Landungsbasis nach W e st e n. Trotz verschiedener Störungsver­suche durch amerikanische Flottenverbände und au­stralische Flugzeuge konnten bie Japaner bisher ihre Seeverbindungen nach Neu-Guinea offen halten, so daß der Nachschub sicherge stellt ist. Sala- maua ist einer bet wichtigsten Hasen des ehemaligen deutschen Mandatsgebiets. Lae war wegen seiner Nähe zu den am Südende gelegenen Goldfeldern von der australischen Regierung an Stelle von Ra- baul zur Hauptstadt des Mandatsgebiets gemacht worden. Lae liegt am Huon-Golf, Salarnaua weiter nördlich an der Wüste. Port Moresby, die Hauptstadt von Papuaian an der Südküste Neu- Guineas, erlebte abermals einen Luftalarm. Durch ihre neuen Flugbasen von Lae und Salarnaua auf Neu-Guinea sind die Japaner in der Lage, Port Moresby in weniger als einer Flugstunde zu erreichen. Salarnaua ist auch nur noch rund 1000 Kilometer von der Nordspitze des australischen Staa­tes Queensland entfernt, das entspricht etwa der Entfernung von Aachen nach Königsberg. Die Meeresstraße zwischen Neu-Pommern und Neu- Guinea wird bereits von den Japanern völlig be­herrscht, auch die Torres-S^raße und das ostwärts anschließende Korallenmeer liegen im Aktionsbereich der japanischen Luftwaffe. Daß auch der Feind die strateaische Bedeutung der japanischen Landung auf Neu-Guinea erkannt hat, geht daraus hervor, daß er einen erheblichen Teil seiner zahlenmäßig be­schrankten Luststreitkräste (60 Flugzeuge) zu einem Angriff auf die gelandeten Japaner und deren Tran Sportschi ile sowie Kriegsschiffgeleit ansetzte, der jedoch unter Abschuß von vier feindlichen Flugzeu­gen von den Iapan-rn abgewiesen wurde.

Heber Kampfhandlungen auf der Bataan- Halbinsel (Philippinen) liegen weder von ame­rikanischer, noch von japanischer Seite neue Mel­dungen vor. Offenbar besteht japanischerseits die Absicht, das amerikanische Widerstandsnest schon in den nächsten Tagen zu zerschlagen.

Oke großen Erfolge unserer Unterseeboote in den amerikanischen Gewässern.

Oer Wehrmachibericht.

DNV. Aus dem Führerhauylquarller, 12. Därz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auch gestern blieben die an verschiedenen Ab­schnitten der Ostfront wiederholten Angriffe des Feind.es erfolglos. Del eigenen Angriffen und Stoß­truppunternehmungen wurden mehrere Ortschaften genommen und dem Gegner hohe Verluste zugefügt.

Am 10. Därz zerschlug das Infanterie­regiment 17 durch Angriff mehrfach überlegene feindliche Kräfte in der Bereitstellung.

Die Luftwaffe unterstützte erfolgreich die Kämpfe auf der Erde, führte rollende Angriffe gegen den Nachschub der Sowjets und bombar­dierte die Hafenanlagen von Sewastopol und Kertsch.

In Nordafrika erfolgreiche Gefechte mit britischen Spähtrupps im Gebiet ostwärts Dechili.

Im östlichen Dittelmeer erlitt ein bri­tischer F'otlenverband schwere Verluste. Italienische Torpedoflugzeuge erziehen Treffer auf drei, deutsche fiimpffliegerfrS'fe auf einem britischen Kreuzer. Lin weiterer Kreuzer wurde durch zwei Torpedo-

freffer eines deutschen Unterseebootes schwer be­schädigt.

Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben die Operationen deutscher Unterseeboote in nord- und mittelamerikanischen Gewässern zu neuen großen Erfolgen geführt. 17 feindliche Handelsschiffe mit zusam­men 109 000 BRT. sowie ein großer Be­wacher und ein Unterseeboot-Jäger wurden versenkt.

Ein Unterseeboot drang in den Jnnenhafen von Port L a st r i e s auf der britischen Insel Santa Lucia vor. Es versenkte zwei große am Kai liegende Schiffe und ein drittes Schiff im Seegebiet vor der Insel.

Im Kanal griffen Schnellboote einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an und ver­senkten zwei Dampfer mit zusammen 5000 Bruttoregistertonnen.

Vor der schottischen 0 ff f ü ff e beschädigten Kampff'ugzeuge ein Handelsschiff mittlerer Gröhe durch Bombenwurf.

Bel den Unternehmungen In amerikanischen Ge­wässern zeichneten sich die llnferfeeboofe unter I Führung der Kapitänleutnante Achilles und jNlko Clausen besonders aus.

Ein wichtiger Beitrag.

Die Taten unserer U-Boote sind wichtige Bel« träge in dem Kriege zur Niederringung der Pluto« kratien und zur Freimachung des Weges zu des künftigen Neuordnung. Sie schwächen vor allem die feindliche Tonnage in einem Ausmaß, das England und die Vereinigten Staaten auf die Dauer nicht auszuhalten vermögen. Sie binden darüber hinaus erhebliche feindliche Streitkräfte, die bereitgeftellt werden müssen, um die Handelsschiffe zu geleiten und unsere Angriffe abzuwehren. Sie verstärket schließlich die Nöte in den Ländern, für die dis Ladungen, die durch die U-Boote auf den Grund des Meeres geschickt werden, bestimmt waren. Ab« gesehen davon liefern diese Taten der deutschen Streitkräfte auch noch einen erheblichen Beitrag zmt psychologischen Kriegführung. Die ohnedies gedrückte Stimmung, die infolge der ständigen Niederlagen! in den USA. und in England herrscht, erhält durch die Nachrichten über das so erfolgreiche Auftreten der deutschen Unterseeboote alles andere als einen Auftrieb. Je ungewisser und je undurchsichtiger die Berichterstattung über die durch den Handelskrieg verursachten Verluste ist, desto stärker ist erfahrungs« gemäß die Beunruhigung, die sich in den Völkern,, die von den Schiffsverlusten betroffen werden, zeigt.

Mit welchem Elan unsere Unterseeboote an der Küste Nord- und Mittelamerikas an die Lösung der ihnen gestellten Aufgaben Herangehen, zeigen! aber nicht nur die außerordentlichen Erfolge, die sie aufzuweisen haben, sondern auch die kühnen Hu­sarenstücke, die sie sich dabei noch leisten. Wäre es schon eine gewaltige Leistung für sich, in so kurzes Zeit siebzehn feindliche Handelsschiffe mit zusam­men 109 000 BRT. auf den Grund des Meeres zu schicken, so wird aber dieses stolze Ergebnis noch durch besondere Einzeltaten vergrößert. So gelang es, auch einen Unterseebootsjäger trotz seiner lieber* legenheit zu versenken. Ein anderes Unterseeboot wagte sich schneidig in den Jnnenhafen von Port Castries auf der britischen Insel Santa Lucia und versenkte dort kurzerhand zwei große am Kai liegende Schiffe, während einem dritten Schiff im Seeaebiet vor der Iniel der Garaus gemacht wurde.

Man kann die Größe dieses Erfolges, den sich hier die deutschen U-Boote wieder errungen haben, nur voll und ganz ermessen, wenn man sie in Vergleich stellt zu den üblichen Dersenkungsziffern und zu den Schwierigkeiten, die dabei zu überwin­den sind. Man muß bedenken, daß diese Siege ja erfochten werden in Gewässern, die Tausende von Kilometern vom Ausgangspunkt der U-Boote ent­fernt sind. Im Rahmen der Gesamtkriegführung sind diese U-Boot-Erfolge ein wesentlicher Beitrag und werden auch von Freund und Feind so ge­wertet. Das deutsche Volk aber weiß den blauen Jungens Dank für den Schneid und den Mut, mit dem sie den Feind dort schlagen, wo sie ihn treffen, und so dazu beitragen, die Voraussetzungen für den Endsieg zu schaffen.

Oer Angriff auf (Santa Lucia.

Berlin, 12. März. (DNB.) Wie das Oberkom­mando der Wehrmacht mitteilt, ist das deutsche Unterseeboot, dessen Erfolge bei Santa Lucia im Wehrmachtbericht gemeldet wurden, dis in den durch Molen geschützten Jnnenhafen von Port C a - st r i e s eingedrungen. Es suchte sich von den dort liegenden Schiffen für einen blitzschnellen Angriff bie beiden größten aus, die am Kai lagen. Beide Schiffe wurden von Torpedos aetrof- f e n. Das eine Schiff ging sofort mit oem Heck unter Wasser, während das brennende Vorschiff herausragte. Das andere Schiff legte sich auf die

EZ

Trinidad (brj

vtbr.) -------------

Portorico(V-St)

Casirii

St Lucia

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Seite. Dann folgte eine weitere Detonation. Offen­bar war eine Munitionsladung in die Luft gegangen. Da die Wassertiefe im Hafen etwa zehn Meter beträgt, ragten nach dem Untergang der beiden Schiffe die Aufbauten noch teilweise aus dem Wasser heraus. Dor dem Hafen gelang es dem Unterseeboot, noch einen dritten Dampfer zu versenken, der ebenfalls Munition geladen hatte» Als die beiden Dampfer am Kai explodierten, wurde das deutsche U-Boot von Land aus mit Maschinen­gewehren beschossen, wodurch das Auslaufen aus dem Hafen nicht gestört werden konnte.

Die erfolgreiche Unternehmung von Port Castries ist ein neuer Beweis für die Findigkeit und Ge­schicklichkeit unserer U-Boot-Kommandanten, wie sie sich in ähnlicher Weise schon bei den Unternehmun­gen gegen Aruba und (£ u r a <; a o sowie den Hafen PortofSpain auf Trinidad bewährt hat. Port Castries, in desse? Jnnenhafen nun ein deutsches U-Boot zwei Schisse versenkte, liegt auf der britischen Insel Santa Lucia. Diese gehört zu der Inselgruppe der Kleinen Antillen. Santa Lucia ist 614 Quadratkilometer groß und hat eine Bevölkerung von über 50000. Die Insel ist hoch und steil und wird von einem vulkanischen Gebirge durchschnitten. Der Vulkan Walibu wirst Schwefel aus.

Die Dersenkungsorte, die der Meldung über den neuen Erfolg unserer U-Boote zugrunde liegen, geben ein eindrucksvolles Bild von der Ausdehnung d-s Operationsgebietes unserer Unterseeboote. Die 17 Schisse wurden bei gleichzeitigem Austretent