voimerrtag.U. Mär; 1942
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/- Uhr desVormittags
Anzeigen-Preise:
Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel T AbschlüsseMengenstaffelö Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/» mehr
(92. Jahrgang Nr. 60 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags
Beilagen:
Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle
Bezugspreis: Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M.
Eichener Anzeiger
«•kSSiuv General-Anzeiger für Obethessen Tsssgp""
Wieder Ruhe und Ordnung in Batavia
für Indien nach Art der 14 Punkte Wilsons in Vorschlag, das Indien an Stelle effektiver, sofort zu gewährender Freiheiten eine gewisse Garantie für die Zukunft nach dem Kriege bieten soll. Churchill hofft, daß, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten sein Wort verpfändet, eine solche Garantie ausreichen würde, um die Inder zunächst auf Kriegsdauer zu befriedigen.
triert werden. . . . ,. x
Infolgedessen beabsichtigen wir, eln.OTitglteb des Kriegskabinetts nach Indien zu entsenden, um sich durch persönliche Konsultationen an Ort und Stelle davon zu überzeugen, daß die Beschlüsse, über die wir uns einig geworden sind, und von denen wir glauben, daß pe eine gerechte
Japan führt den Krieg fort bis zur Zerschmetterung der LtGA. und Englands.
Premierminister Tojo vor dem japanischen Reichstag.—Eine letzte Warnung an Australien und Tschungking. — Indien den Indern!
Oer erste nationalsozialistische Minister.
Zum 65. Geburtstage von R e l ch s i n n en- Minister Dr. Wilhelm Frick hat in der ASK. Gauleiter Fritz Sauckel, Weimar, einen Aufsatz geschrieben, dem wir folgendes entnehmen:
Mit der ihm eigenen einzigartigen Klarheit und Wahrheit zeichnete der Führer, in einem besonderen Kapitel in „Mein Kampf" das Wesen, das Schicksal und die Aufgabe des deutschen Beamtentums auf. Aus ihm ist jener so hervorragende und doch
Indien soll erneut betrogen werden.
Cripps wird entsandt, um die Inder mit leeren Versprechungen bei -er Stange zu halten
Roosevelt soll helfen.
Als Garant der britischen Versprechungen für die Zeit nach dem Kriege.
Tokio, 12. März. (DNB. Funkspruch.) Der japanische. Reichstag trat am Donnerstagvormittag zu einer Sondersitzung zusammen. Unter ungehem rem Beifall nahm er eine Erklärung des Premierministers Tojo entgegen. Anschließend erstatteten Tojo als Kriegsminifter und Marineminister S ch i - m a d a Bericht über die militärischen Entwicklungen seit dem Fall von Singapur. Aus' der Rede des Premierministers sind folgende Sätze von besonders aktueller politischer Bedeutung:
Ich möchte dem i n d o ch i n e s i s ch e n und burmesischen B o l k, die beide zahlreiche Generativ- nen hindurch unter der tyrannischen Herrschaft Großbritanniens und Hollands ächzten, unsere tiefgefühlte Sympathie aussprechen und gleichzeitig unsere feste Hoffnung, datz sie einen Anlauf nehmen und als neue Partner am'Aufbau Groß-Ost- a s i e n s im Interesse ihres eigenen gesunden Fortschrittes und ihres Wohlstandes teilnehmen werden. Infolge des Falles von Niederländisch-Oftindien und von Rangun stehen jetzt Australien und Indien der Macht der kaiserlichen Streitkräfte unmittelbar gegenüber. Die A u st r a l i e r müssen sich selbst über die Tatsache im klaren sssin, datz es Australien mit seiner außerordentlich dünnen Bevölkerung aus dem ausgedehnten Gebiet wegen seiner großen Entfernung von den Vereinigten Staaten und Großbritannien vollständig unmöglich sein wird, sich gegen die Macht unserer unbesiegbaren Streitkräfte zu verteidigen. Es liegt daher klar auf der Hand, welche Haltung Australien einnehmen sollte, um das Wohl- ergehen seines Volkes zu sichern. Sollte Australien feine gegenwärtige Einstellung nicht berichtigen, so wird es unvermeidlich in die Fußstapfen Rleder- ländisch-Ostindiens treten. Ich hoffe, daß Australien, unberührt durch alle Beziehungen und andere Erwägungen, der vorherrschenden Lage Rechnung tragen und sich mit dem abfinden wird, was die Vorsehung diktiert. In dieser Weise sollte es ferne Einstellung in dem jetzigen, so wichtigen Augenblick
Es ist überaus bezeichnend, daß die unversöhnlichen Gegner der indischen Unabhängigkeit, Churchill und Amery, gerade Roosevelt und den Bol- scbewistenhäuptling Cripps einsetzen, um an dem indischen Volk einen neuen Betrug zu verüben. Während bei dem einen sein Nimbus als radikaler Fortschrittler und Bolschewistenfreund in Rechnung gestellt wird, baut man bei dem anderen auf seine Autorität als Oberhaupt der „größten Demokratie der Welt". Das indische Volk ist jedoch erwacht. Es hat die in ähnlicher Bedrängnis im Jahre 1917 entsandte Mission Montagne, die mit einem unerhörten Wortbruch Englands endete, ebensowenig vergessen, wie' die 14 Punkte Wilsons unseligen Angedenkens. Es wird auf diesen neuen Schwindel Londons nicht hereinsallen, sondern in Befolgung des Freiheitsaufrufes Boses jeden Kompromiß ablehnen und die einmalige Gelegenheit zu feiner Befreiung nicht ungenützt losten.
druck. Diele Holländer ziehen es deshalb vor, ihre Häuser einstweilen nicht zu verlassen. Vielfach hört man scharfe Kritik an der Londoner Exilregierung bei den Holländern in Batavia.
lieber dem Gebäude des früheren Generalgouvernements steht ein kleiner, gelber, runder Fesselballon, wie sie in Tokio von Warenhäusern für Reklamezwecke benutzt werden. Herab hängt eine lange Fahne mit malaiischen. Schriftzeiten, welche „größeres Asien" bedeuten. Die Kresse-Sektion des japanischen Oberkommandos, bie im Gou- vernementsgebäude ihr.Quartier aufaeschlaaen hat, besteht aus Schriftleitern, Schriftstellern, Dichtern, Musikern, Malern, Karikaturisten, Filmleuten. Sie haben den Auftrag, in den besetzten Gebieten Auf- ttärung unter der einheimischen Bevölkerung über die Zielsetzung der japanischen Politik mit Bezug auf den ostasiatischen Großraum und das Zusammenarbeiten der darin wohnenden Völker zu verbreiten.
Churchill, der erbitterte Feind der indischen Freiheit, hat sich also einen Plan ausgeheckt, der seiner Raffiniertheit alle Ehre macht. Die Inder, die von England seit Jahrhunderten ausgebeutet waren, sollen jetzt in letzter Stunde helfen, die Machtposition ihrer Unterdrücker zu retten. Und was stellt Churchill als Gegenleistung in Aussicht? Das vage Versprechen eines Dominions-Status „nach dem Kriege", ein Versprechen, das man in London so und so oft gemacht und ebenso oft schnöde gebrochen hat. Diesen sauberen Plan bringt Cripps persönlich nach Indien, auf seine bolschewistischen Agitationsmethoden setzt Churchill sein Vertrauen. Mit welchen Vertretern des indischen Volkes Cripps sprechen wird, bleibt abzuwarten. Daß diese Gespräche in dem von London gewünschten Rahmen bleiben, dafür sorgt die unzweideutige Drohung Churchills am Schluß seines famosen Machwerks. Das indische Volk wird , jedoch durch dieses durchsichtige Manöver in seinem Entschluß, die jahrhundertealten britischen Ketten abzuwerfen, nur noch bestärkt werden können.
Vereinigten Staaten und Großbritanniens, die von ihren Regierungsmännern irregeführt wurden und sich in einen hoffnungslosen Krieg gestürzt haben, der sie jetzt Schritt für Schritt dem vollständigen Z u s a-m menbruch näherbringt, in diesem Augenblick ihre Haltung bereits zutiefst bereuen.
Die militärischen Operationen muß Japan aktiv fortführen, um die Vereinigten Staaten und Großbritannien gründlich zu zerschmettern. Nur so kann die Neuordnung in Grotz-Ostasien aufgerichtet und gleichzeitig der Weltfrieden gesichert werden. Der Krieg muß noch erst ausgefochten werden. Alle diesem Ziel dienenden Unternehmungen werden daher weiterhin aufs zweckmäßigste und mit erhöhter Tatkraft durchgesuhrt werden. Wir, das Volk Japans, sollten uns von diesen ersten Siegen nicht berauschen lassen! Wir müssen vielmehr weiter den unbeugsamen Geist stärken, mit. dem wir uns seit dem mandschurischen Zwischenfall im Stillen erfüllten. Dann werden wir alle Härten überstehen und in voller Einigkeit zwischen Regieryna und Volk mit der Hoffnung auf eine glänzende Zukunft dem krönenden Sieg entgegengehen können.
In diesem Zusammenhang ist auch eine Meldung des Amsterdamer „Allge me en Han del s - blad" zu diesem Thema äußerst aufschlußreich, in der es heißt: Stafford Crrpps, der Vertreter „sowjetischer Methoden", der entschiedene Maßnahmen fordert, durch die Indiens Gleichberechtigung in greifbarer Form schon jetzt festgelegt werden soll, um die indische Verteidigungsbereitschaft sicherzustellen, stößt auf den erbitterten Widerstand Churchills, der Verfassungsexperimente im Kriege ablehnt und die Politik der Zusicherungen verttitt, die er st nach dem Kriege eingelöst werden sollen. Der englische Premier ist in diesem Falle der Wort- führer derjenigen Kreise in England, die unumwunden der Ueberzeuguna Ausdruck geben, daß jeder wirkliche Schritt zur Gewährung der Selbstverwaltung an Indien für England politischer Selbstmord und der Anfang vom Ende des britischen Commonwealth sein würde. Es würden dadurch Grundsätze über Bord geworfen, denen das englische Weltreich seine Entstehung verdankt und die Fundamente zum Einsturz gebracht, auf denen es errichtet wurde. Um zu einem praktischen Ergebnis zu kommen, das zwar die inneren Gegensätze !m Kabinett nicht zu überbrücken vermag, aber nach außen etwas Bestechendes hat, hat Churchill einen Plan vorgelegt, in dem Roosevelt eine nicht unbedeutende Rolle der Einwirkung auf Indien zugedacht ist. Churchill bringt ein Manifest Roosevelts
Tokio, 11. März. (Europspreß.) Erstaunlich schnell hat das äußere Bild in Batavia wieder normales Aussehen angenommen. An die angsterfüllten Stunden der letzten Wochen denken die Bewohner Batavias nur noch wie an einen bösen Traum zurück. Die schwarzen Rauchwolken, welche tagelang von den brennenden Oeltanks über die Stadt Hinwegstrichen, sind verschwunden. Die Brände in den Docks, welche die fliehenden Truppen angelegt hatten, sind gelöscht. Die Stadt selbst ist unversehrt,, Wasser- und Stromversorgung funktionieren wieder normal. Die aus drei und vier Waggons bestehenden Straßenbahnzüge fahren wie früher durch die Straßen. Die Beziehungen zwischen den japanischen Truppen und der javanischen Bevölkerung sind äußerst herzlich. Dagegen verschafft sich der Unwille über in der Vergangenheit erlittene Ungerechtigkeiten manchmal in Drohungen und Kundgebungen der javanischen Bevölkerung Aus-
und endgültige Lösung darstellen, ihren Zweck er- füllen. Der Lordsiegelbewahrer und Führer des Unterhauses, Sir Stafford Cripps, hat sich freiwillig bereiterklärt, diese Aufgäbe zu übernehmen. Er besitzt das volle Vertrauen der Regierung Seiner Majestät und wird in ihrem Namen danach streben, die nötige Zustimmung zu. erwerben nicht nur von der Hindumehrheit, sondern auch von den großen Minderheiten, unter denen die Moslems die zahlreichsten und aus manchen Gründen hervorragendsten sind. Der Lordsiegelbewahrer wird gleichzeitig Besprechungen mit dem Vizekönig und dem Oberkommandierenden über die militärische Lage führen, wobei er stets vordringlichst die Verantwortung der Regierung Seiner Majestät im Auge behalten wird, die Völker Indiens durch alle in ihrer Macht befindlichen Mittel vor den Gefahren zu schützen, die ihnen jetzt bevorstehen. Wir dürfen nicht vergessen, daß Indien eine große Rolle zu spielen hat in dem Weltkampf um die Freiheit, und daß ferne helfende Hand in treuer Kameradschaft dem tapferen chinesischen Volke hingestreckt werden muh, das den Kampf schon so lange allein führt."
vrüche zu befriedigen. Sie sehen sich jetzt der Wirklichkeit gegenüber. ' Keine Schlacht können sie durchkämpfen, die nicht verloren ist, keine Stellung verteidigen, die ihnen nicht entrissen wird. Wenn ich die Erklärungen betrachte, mit denen die Leiter der amerikanischen und der britischen Regierung versuchen, ihre Verantwortung für diesen Tatbestand abzutun, und wenn ich ihre völlig verfälschte Agitation höre, so finde ich kaum Worte, mit denen man diese Schamlosigkeiten dieser Regierungsbehörden kennzeichnen kann.
Die amerikanische und die britische Regierung hoffen schwach auf eine ferne Zukunft und prahlen mit ihren ausgedehnten Rüstungsprogrammen. Alles dies soll nur die strategische Ueberlegenheit Japans im Pazifik verdecken. Beide Regierungen schließen ihre Augen vor der langen Ausbildung, der wunderbaren Strategie, der Disziplin und der Tapferkeit der japanischen Streitkräfte, sowie auch vor der eisernen Solidarität unserer Nation, um .dafür ihre Besorgnis hinter einSr langen Liste großer Zahlen zu verstecken. So> klar wie die Sonne ist, werden sie mit dieser Hoffnung Schiffbruch erleiden. Ich bin überzeugt, daß die Völker der
entscheiden.
Was das indische Volk betrifft, so hegt Japan natürlich nicht den geringsten Gedanken, ihm irgendwie feindlich gegenüberzutreten. Ich mochte indessen hier wiederum bekräftigen, daß die Entschlossenheit Japans, den amerikanischen und den britischen Einfluß gründlich zu vernichten, keinerlei Veränderung erfahren wirb. „Burma den Burmesen", dieser Ruf ist bereits auf dem Wege zur Verwirklichung. Ich bm der festen Ueberzeugung, daß es jetzt an der Zeit ist, ein „Indien den Indern zu schaffen, was seit vielen Jahren der geheime Wunsch per 400 Millionen Inder ist. Großbritannien hat seit langem seine unrechtmäßige Herrschaft über Indien fortgesetzt und das indische Volk getauscht. Die Realität der britischen Versprechungen, die den Indern im letzten Weltkrieg gegeben wurden, mutz, davon bin ich überzeugt, im Gedächtnis des indischen Volkes immer noch lebendig sein. Jetzt ist Großbritannien wieder dabei, Indien mit allen Art von Schmeichelkünsten zu täuschen. Wenn me Führer Indiens, irregeführt durch derartige britische Schmeicheleien, die langegehegten Wünsche des indischen Volkes verraten und damit diese vom Himmel gesandte Gelegenheit von sich werfen, so glaube ich, daß es keine Möglichkeit geben wird, Indien jemals zu rettetn, es wird für die 400 Millionen des indischen Volkes kein größeres Unglück geben. Wird sich Jndie» als ein „Indien den Indern er - heben, um an der Schaffung der großasiatischen Wohlstandsfphäre mitwirken zu können, oder wird es ewig in den Fesseln der englisch-amerikanischen Mächte schmachten, um seinen Namen als Sklave der Nachwelt zu hinterlassen? Indien steht setzt vor der Entscheidung, seine Vergangenheit zu kiauidieren, die neue Lage klar und richtig zu sehen und eine endgültige Entscheidung zu treffen.
Das Tfchungking-Regime steht setzt, nach, dem durch den Fall von Rangun seine Verbindung zu den Vereinigten Staaten und zu Großbritannien vollständig abgeschnitten worden ist, im wahren Sinne des Wortes völlig vereinsamt da. Was die Vereinigten Staaten und Großbritannien dem Tschungking-Regime geben wurden, ist nur nutzloses Gold, für das diese Machte als Gegenleistung das Fleisch und Blut des chinesischen Volkes fordern. Gegen die Rädelsführer in Tschungking, die immer noch nicht zur Vernunft kommen wollen, obwohl sie vor ihren eigenen Augen die lebendigen Tatsachen sehen, daß die Vereinigten Staaten und Großbritannien Lander und Völker durch Täuschung und Schmeicheleien zur Aufopferung für die Sache der USA. und Englands Überreden und nach Niederringung der betreffenden Nationen ihnen keinerlei Beachtung mehr . schenken, richtet sich meine begründete Entrüstung, die mit Worten nicht beschrieben werden kann. Manchmal kann ich mich eines Mitleids für das chinesische Volk nicht erwehren, das in dieser Morgenröte Groß-Ostasiens unnötigen Leiden ausgesetzt wird, indem es blind diesen Rädelsführern m nutzlosem Widerstand gegen Japan folgt. .
Drei Monate ist es her, seit der ®rieg m ©roB- Ostafien begann. Die amerikanische und die britische Hauptflotte sind bereits von der Oberfläche des Pazifiks verschwunden, alle feindlichen Stutzpunkte im Südwestpazifik find in unsere Hande gefallen. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien, die die nationale Stärke Japans unterschätzten, hatten vor dem Krieg die Uneikinehmbarkeit ihrer Stellungen gerühmt und schließlich Japan dazu gezwungen, die Feindseligkeiten zu eröffnen, nachdem siL es abgelehnt Wien, unsere berechtigten An-
(Scherl-Bilderdienst-M.)
in seinem Wesen so vornehme und schlichte Altparteigenosse Dr. Wichelm Frick hervorgeganaen, der heute, in der Zeit des größten deutschen Aufstiegs, aber auch des gewaltigsten und schwersten deutschen Schicksalskampfes an der hohen verantwortlichen Stelle des Relchsinnenminifters und des Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung seinen 6 5. Geburtstag begeht.
So ist Parteigenosse Frick einer der ältesten und treu ergebensten Paladine Adolf Hitlers. Er wurde in der Bayerischen Rheinpfalz geboren, hat in München, Göttingen, Berlin studiert und in Heidelberg zum Dr. jur. promoviert. Er wählte alsdann die höhere Derwaltungslausbahn in Bayern ass Lebensaufgabe.
Er hatte sich somit die vom Führer anerkannten hohen Tugenden des deutschen Beamtentums der Pflichterfüllung und des Einsatzes für das allge-
Berlin, 11. März. (DNB.) Während die japa- i Nischen Truppen vor den Toren Indfens stehen und der Freiheitsruf Subhas Chandra Boses m den geknechteten Millionen des indischen Volkes neue Hoffnung auf Errettung aus der Jahrhunderte alten britischen Sklaverei weckt, hat man in London einen neuen Betrug ausgeheckt. Unfähig, den kostbaren Edelstein in der Krone des britischen Empire mit eigenen Kräften zu verteidigen, wenden sich die Zwingherren Indiens wieder einmal an das indische Volk, um es noch einmal mit denselben so oft gebrochenen Versprechungen zu ködern. Den Indern wird das Traumbild eines Dominien-Status nach dem Kriege vorgegaukelt, unter der Bedingung, daß sie erst einmal mit ihrem Blute die Herrschaft ihrer Unterdrücker gegen die Angriffe der Feinde Englands verteidigen.
Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt auch die überraschende -Entsendung von Cripps nach Indien besondere Bedeutung. Der Sendbote Moskaus wird als der geeignete Mann angesehen, der am ehesten imstande sein konnte, mit gleisnerischen Versprechungen Indien noch einmal zu betören. In der verlogenen Erklärung, die Churchill am Mittwoch im Unterhaus über die indische Frage bekanntgab, heißt es: „Durch die Krise in den indischen Angelegenheiten, die durch den japanischen Vormarsch entstanden ist, ist in England der Wunsch entstanden, alle Kräfte des indischen Lebens zusammenzu- fa fen, um dieses Land vor der Bedrohung einer Invasion zu schützen. Im August 1940 wurde eine Erklärung abgegeben über die Ziele, die wir in Indien verfolgen. Diese gipfelte in dem Versprechen, daß Indien sobald als möglich nach dem Kriege den Status eines Dominion erhalten solle, in voller Freiheit und Gleichberechtigung mit den anderen Dominien nach einer Verfassung die von den Indern nach vorhergehender Uebereinftimmung unter sich selbst zusammengestellt würde und die den Hauptelementen des indischen nationalen Lebens entsprechen würde.
Wir hatten zuerst daran gedacht, sofort die Bedingungen für einen solchen Versuch bur* einen konstruktiven Beitrag, Indien bei der Verwirklichung einer vollen Selbstregierung bekanntzugeben. Wir fürchten jedoch, daß eine öffentliche Ankündigung in einem Augenblick wie jetzt eher un- günstig als günstig wirken würde. Wir müssen uns erst selbst davon überzeugen, daß unser Plan - in genügendem Maße Annahme findet und daß i so alle Gedanken und Energien der Inder auf tue . DerteidigungdesHeimatbodens konzen-


