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Be-

Die GieuererkSärung für 1941

die erhoffte neue Schöpferkraft, nur unheilbarer Zwiespalt; den Seinen verloren, von den Menschen verfolgt, den Geistern fluchend, denen er nie ange­hören wird, findet Heinrich auf Rautendeleins Wiese endlich Tod und Erlösung von dem Schreckbilde seiner Kinder mit dem Tranenkrüglein der Mutter: sie hat sich, verlassen und verzweifelt, in den See gestürzt, aus dessen, Tiefe, von ihren Händen an­gerührt, mahnend und klagend die versunkene Glocke herauftönt.

verdunkelungszeil:

12. Februar von 19.28 bis 8.14 Uhr.

G. A-Sport.

SportabsagenfürdennächstenGonntag

Im Sportgau Hessen-Nassau sind alle für den kommenden Sonntag, 15. Februar, vorgesehenen Fuhball-Punktespiele der Gauklasse abgesagt worden.

Auch im Handball und Hockey kann am kommen­den Sonntag noch nicht gespielt werden.

schnell gezahlt und das Lokal gewechselt...

Ausstattungsvechilfe der Hausqehilfinnen.

Der Reichsarbeitsminister hat sich in einem

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittags geschlossen.

Yvühlich wjzoIq

Aus der Siadi Gießen.

Oer Dritte Herr >cicr.

Das Lokal ist voller Menschen. Die Kellner eilen geschäftig von Tisch zu Tisch. Die Gäste spielen Skat, lesen oder so sie in Begleitung ihrer besseren Hälfte sind möchten es gern tun. Dieses fried­liche Bild verändert sich jäh, als ein Kellner ruft: Herr Meier wird am Fernsprecher verlangt!"

Augenblicklich ist alles still. Der Eichelbube schwebt hoch in der Luft, ein Bissen saure Gurke bleibt im Halse stecken .. Alle Köpfe wenden sich dem Kellner zu.Wer wird verlangt?

Herr Meier, bitte zum Apparat!" Die Kopfe wenden sich wieder Skatkarten, Illustrierten und Biergläsern zu. Die saure Gurke nimmt ihren Weg, und Herz ist Trumpf. Bon drei Tischen aber erheben sich drei Herren und steuern auf die Zelle zu.

Ach auch Meier?"Jawohl, gestatten: Meier."Wenn die Herren nichts dagegen hätten auch Meier. Meier mit e i."

Lustig. Bitte nach Ihnen!"O nein. Sie waren doch wohl vor mir ..."Aber nein, bitte sehr, Sie sind doch wohl der Aeltere?!"

In der Zelle rasselt ununterbrochen der Apparat. Die drei Meier zucken zusammen. Pann betritt ein Meier die Zelle. Er nimmt den Hörer, hält ihn ans

sätze und Anmerkungen geben, die den steuerlichen Erfordernissen gerecht werden. '

Weiter möchten wir noch Hinweisen auf die Mög­lichkeit der erhöhten Absetzungen für Abnutzung. Es ist bekanntlich nicht zugelassen, für Ersatzbe­schaffungen oder für unterlassene Reparaturen Rück­stellungen oder steuerfreie Rücklagen zu bilden. Da­gegen ist es gestattet, für die stärkere Abnutzung während der Kriegszeit (z. B. bei Maschinen, Ge­räten usw.) eine erhöhte Absetzung für Abnutzung zu beanspruchen, also statt 10 v. H. beispielsweise 15 oder 20 v. H. des Anschaffungswertes abzuschrei­ben. Diese erhöhte Absetzung ftinn auch für Ge­bäude und bauliche Anlagen in Anspruch genommen werden, so daß hier die üblichen Abschreibungs­sätze, die etwa bei 0,75 bis 1 v. H des Gebäude­wertes liegen, beispielsweise um Vx oder % v. H. höher beantragt werden können. Gerade bet Häu­sern ist die Abschreibungsmöglichkeit sehr unter­schiedlich, je nach der Lage des Hauses in Stadt oder Land, und je nachdem ob es sich um Häuser handelt, die nur Wohnzwecken oder auch Gewerbe- ,zwecken dienen: und auch da ist es wieder sehr ver­schieden, ob es sich um ein Gewerbe handelt, das eine sehr hohe Abnutzung des Hauses im Gefolge hat, z. B. eine Metzgerei, eine Autoreparaturwerk­statt usw., oder ob es sich um Gewerbebetriebe han­delt, die das Haus wenig in Mitleidenschaft ziehen.

Schließlich möchten wir noch Hinweisen auf die Aenderungsn bei der Einsetzung außergewöhnlicher Belastungen. Hier sind die Möglichkeiten zu Steuer­ermäßigungen erweitert worden, da die Mindest­grenze für Sonderbelastungen wesentlich (etwa um dO v H.) herabgesetzt wurde. Während früher häufig Steuerermäßigungen nicht gewährt werden konnten, ,meif die Sonderbelastlmasmindestgrenzs nicht er­reicht wurde, kann in diesem Jahr vielleicht in einem solchen Fall die Möglichkeit einer Steuer­ermäßigung gegeben sein, weil die Scmderhe- lastungsmindestgrenze tiefer liegt. Allerdings ist bie Steuerermäßigung im Vergleich zu früher nicht mehr so hoch, denn früher wurde für die ©teuer- berechmmg der gesamte Betrag der außergewöhn­lichen Belastung von dem Einkommen abqesetzt, während setzt nur noch der die Sonderbelastungs- mindestarenze übersteigende Betrag die entspre­chende Steuerermäßigung erfährt. V. A.

Briefkasten Der ^eöakiwn (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

7N. V. Aus dem von Ihnen geschilderten Verhalten des Mieters könnte man schließen, daß er die ge­mietete Wohnung nicht so behandelt, wie es der dem Mieter obliegenden Obhutspflicht entspricht. Sie können deshalb für den eingetretenen oder noch ein- tretenben Schaden Schadensersatz verlangen. Dabei müssen Sie aber dest Nachweis führen, daß der Mieter sich vorsätzlich oder fahrlässig verhalten hat. Evtl, können Sie noch bei Wiederholungen Miet- aufhebungsklage mit Erfolg erheben.

Verehrte Liebe Fi 6s ist sehr sch Lenken, von bei ter zeugen, ole i mir die schre Gelten, dem ar um vpser gefol Ionen Deutsche' leere, bie immer «er Mann sein aber der I «ersetzbar' W deutsche Mensche Pe krbe, sondern vergeßliche K ferner trifft. < Todt war ch nur verstai fe M erstem spielt, sondern Mus. Die erst l-hre 1922, die htoi diesen M tir geführt, so Bffl hin zu d Wchkeit ein -m Techniker W selbst du Plenen mußte mH dem rjoblem ober P lategori feine deu ? mehr sein r k" durch den Riebt ertöie) ß°" 'M 3* £b15 Siet I Wtwnerun« , k" r "s bentjt Jn Bolt, T ^minq & T° K"; Mule anc - Sner toiebl E^hochsch $8% Btät' K'Nm i ä iert c Kl*« Ä fe

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Theater der Universitätsstadt Gießen

Gerhart Hauptmann:Oie versunkene Glocke."

Kampfflieger Kudolf Berthold.

Ein Vorbild der Sludenlen.

NSG. Die Kameradschaft VI der Studentenfüh. rung, Adolf-Hitler-Jngenieurschule Friebberg, beantragte beim Reichsstudenten-. führer, ihr den NamenRudolf B e r t h o l d" zu verleihen. In Anerkennung der Leistungen der Kameradschaft wurde dem Antrag stattgegeben.

Die Namensverleihung fand im Rahmen einer würdigen Feierstunde mit dem Gaustudentenführer Salon, dem Direktor und der gesamten Dozen­tenschaft, zu der auch die Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht erschienen waren, im Ehren­raum der Schule statt. Nach kurzer Begrüßung durch Studentenführer Grub sch wandte sich der

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Ohr und lauscht eine Weile, wobei er leidend die Augen zusammenkneift. Dann lächelt er befreit, spricht ein paar Worte in die Muschel und kommt heraus.Frau Meier ist am Apparat und möchte .ihren Gatten sprechen!", sagt er und geht von bannen. Frei und unbeschwert.

Zwei Meier bleiben zurück.

Bitte, nach Ihnen."Nein, bitte nach Ihnen!" Aber bitte schön, Herr Meier ..."

Aus der Zelle ertönt ein ununterbrochener Wort­schwall. Frau Mcier spricht bereits mit ihrem Gat­ten. Da rafft sich denn ein Meier auf und entert die Zelle. Vorsichtig, mit zwei Fingern nimmt er den Hörer auf und horcht einen Augenblick, wobei er leidend die Augen zusammenkneift. Dann lächelt er befreit und spricht ein paar Worte in die Muschel. /

Der dritte Herr Meier sieht es. Der zweite Meier rückt seinen Schlips auf Stolz und kommt heraus. Herr Meier, Ähre Frau Gemahlin"

Aber. der dritte Meier ist nicht mehr da. Er hab

Gaustudentenführer mit ercksten Worten an die Studentendundsgruppö. Er schilderte die Aufgaben der Kameradschaften und forderte die Studenten auf, sich als Kameradschaftsstudenten auf die Füh­rungsaufgaben vorzubereiten, die ihr kommender Berus an sie stellen wird. Der Kampfflieger Ru- . dolf Berthold sei ebenfalls Student gewesen, um aber auch mit ganzem Herzen Soldat und Kämpfer zu fein. Nicht den Fliegertod fei er ge­storben, sondern in der freiwilligen Fortsetzung des Kampfes um das Reich nach dem Weltkriege habe er fein Leben gelaßen. Diesem Vorbild solle nun die Kameradschaft nach leb en.

Nachdem der Gaustudentenführer dem Kamerad­schaftsführer die Namensverleihungsurkunde über­reicht hatte, verlas dieser dieGesetze des deutschen Studenten", auf die sich jeder Kameradschaftsstudent verpflichtet, deren letztes lautet:Sei Kamerad, fei ritterlich und bescheiden? In Deinem persönlichen Leben sei Vorbild? An Deinem Umgang mit Men- chen erkennt man das Maß Deiner sittlichen Reise^ Sei eins im Denken und Handeln? Lebe dem Füh­rer nach!"

Todessturz in 20 Meter Tiefe.

Lpd. Wetzlar, 10. Februar. Im Kolkbruch Niedergirmes wollte der Anschläger Heinrich Sommer aus Hermannstein einen beladenen För­derwagen auf den Förderkorb transportieren und übersah dabei, daß der Korb noch nicht angefahren war. Er stürzte mit dem Förderwagen von der Bruchsohle etwa 20 Meter tief ein den Schacht und war sofort t o t

Ein eigenartiger Unfall.

Lpd. .Mainz, 10. Februar. Nahe der Kaiser­brücke stieg ein Mann an der Haltestelle aus der Straßenbahn, blieb aber mit seinem Mantel in der Tür, die der Schaffner wieder geschlossen hatte, hängen. Der Fahrgast, der auf dem Trittbrett ste­hen bleiben mußte, versuchte sich vergebens dem Wagenführer bemerkbar zu machen. Schließlich - wurde er von einem entgegenkommenden Pferde­fuhrwerk gestreift und so schwer verletzt, daß er in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte.

Gilvesterfeier mit Kriegsgefangenen.

Die Menge der in den fünf Akten zusammenge- ; tragenen Motive, Symbolismen und Anspielungen i ausschöpfend zu bewältigen, fällt schon bei einer aufmerksamen Lektüre nicht leicht und ist von einer : Vorstellung kaum zu verlatzgen. Die von Ober- ' spielleiter Mund besorgte Inszenierung ließ eine I gründliche Vorbereitung und Durcharbeitung erken­nen und wär vom Akusttschen wie vom Bildhaften . her um eine bühnengerechte Verlebendigung des poetischen Gehaltes bemüht. (Die auch rein tech- . nischen Anforderungen des Märchenspieles sind nicht gering.) Gestrichen waren, soweit wir hören konnten, sehr mit Recht nur die Szene der Holz­geisterchen und die der Zwerge zu "Anfang des vierten Aktes. Recht angemessen und erfreulich zu­rückhaltend wirkte die sparsam auf wenige akzen­tuierende Akkorde beschränkte Bühnenmusik von Earl Willy Hahn. Sehr schöbe, stimmunggebende Bilder aus Herrn Löfflers Hand; besonders die Berg- und Waldszenerie des ersten und letzten Bil­des vermittelte, wie uns schien, eine glückliche Vor­stellung der hier von Hauptmann beschworenen Welt.

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Am stärksten und geschlossensten kamen im Ge­samtbilde, von kräftigen dramatischen Energien be­wegt, der dritte und der vierte Akt heraus. Hier lagen auch die eindrucksvollsten Partien der Glocken-^ gießer-Rolle: ihn spielte Herr K ö ch l i n g , der die beträchtliche Aufgabe mit sympathischer Sicherheit bewältigte: zwar sieht man 7)en Heinrich meist als einen Mann von reiferen Jahren aber das jugend­lich Trotzige, stürmisch und überschwänglich Aufbe­gehrende ,gab der Verkörperung eine gewisse per­sönliche Note. Käte Jaenicke war das Rau­tendelein: auch was mit dieser Rolle von der Schau­spielerin verlangt wird, ist erst nach der Lektüre abzuschützen: die unbefangen heitere Kindlichkeit eines Naturwefens, wie sie hier die ersten Akte be­herrscht, entsprach der herkömmlichen Auffassung ebenso wie der hohe dünne Klageton der Erschei­nung im Schlußbilde. *

Das ungebrochen '^lementarische Wesen in dieser Sphäre des Spieles schien uns am eindringlichsten Herr Funke zu verkörpern, der den Maldschrat gab: als einen haarigen, lärmend beweglichen, ge­schwänzten Faun, primitiv, boshaft und lüstern, eine Erinnerung an Böcklins romantisch-heidnische Phantasie^. Herr Zeppenfeld war eip vortreff­licher Nickelmann, Kühle und Feuchte ausströmend, eine halb unheimliche, halb melancholische Stimme aus der unteren Welt. Hella Henzky fand sich ge­schickt mit der in mehrfacher, vor allem sprachlicher Hinsicht schwierigen Rolle der alten Wittichen zu­recht. Sehr gut war Herr Fischer als Pfarrer, kraftvoll, besonnen -und gläubjg. Mit schönen/, über­zeugendem Gefühl gestallte Luise Prasser die Szenen der Magda. Auch alle übrigen standen wohlverteilt an ihrem Platz.

Die Hörer dankten zuletzt mit ausdauerndem Beifall. ' Hans Thyriot.

Lpd Frankfurt a. M., 11. Febr. Das Sonder- gericht Frankfurt verhandelte am Mittwoch den bis- -er schwersten Fall verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen. Die Ehefrauen Lina Lang- jeter und Luise Läufer, beide aus Bad Hom­burg, wurden zu je 6 Jahren Zuchthaus und 6 Jahren Ehrverlust verurteilt.

Ein schamloses Treiben, wie es wohl einzig blei­ben dürfte, legten die beiden Angeklagten an den Tag, deren Männer an der Front stehen. Beide Angeklagten sind 33 Jahre alt, die Lanapeter, die seit 1927 verheiratet ist, ist kinderlos, die Läufer hak vier Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren. In der Nähe der Wohnung der Angefchuldigten arbei­teten französische Kriegsgefangene. Ende-September knüpfte die Langpeter Beziehungen zu einem der Gefangenen an, woraus ein regelrechtes Verhältnis wurde. Bei jeder Gelegenheit kam man zusammen. Ein anderer Kriegsgefangener hatte Grüße an dis Freundin der Langpeter, die Läufer bestellt, llnd auch diese scheute sich nicht, intim mit einem Ge­fangenen zu werden. Die Frauen gaben den Ge­fangenen, um ungestörter mit ihnen zusammen­kommen zu können, Zivilkleider ihrer Männer.

Den Höhepunkt der Schändlichkeit bildete eine Zusammenkunft in der Silvesternacht in der Woh­nung der Langpeter, wo gegessen, getanzt und musiziert wurde, nachdem tags zuvor die eine An­geklagte mit einem der Gefangenen Kuchen gebacken hatte. An der Neujahrsfeier nahm auch ein dritter französischer Kriegsgefangener teil, denn man hatte noch eine Verwandte eingeladen, deren Mann im vergangenen August gefallen war. Auch diese Frau machte sich strafbar, doch wurde ihr Verhalten nicht als ein besonders schwerer Fall angesehen. Diese Angeklagte kam mit 6 Monaten G e f ä ngnis davon. Das Gericht erkannte gegen die beiden Hauptschuldigen auf die obigen Strafen gemäß dem Antrag des Staatsanwalts, der in feinen Ausfüh­rungen betont hatte, daß die Angeklagten in Kennt­nis ihrer Strafbarkeit handelten, weil sich zuvor em anderer Fall in Homburg ereignete, der zu schwerer Bestrafung einer Frau geführt hatte.

Bewußter noch als imHannele" und in der späterenPippa" zu beiden Stücken lassen sich von derGlocke" her Beziehungen und Verbin­dungslinien aufweisen hat sich Hauptmann in feinem deutschen Märchendrama von der Erde ge­löst und die schlesische Berg- und Wälderheimat mit Naturwesen und Elementargeistern 'bevölkert, die auch außerhalb etwa einer Fiebertraum-Vision ihre theatralische Existenz behaupten und als selbständige Spieler und Gegenspieler den gewöhnlichen Sterb­lichen gegenübertreten. Es erweist sich indessen, wie auf einer ganz anderen Ebene in Eschmanns Ariadne", daß die menschliche und die außer- menschliche Sphäre im innersten Wesen unverein­bar sind, und daß aus ihrer Berührung und Ueber-- schnei'dung kein Segen kommt.

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So bringt der boshafte, bocksfüßige Waldfchrat den Wagen zu Fall,, der die vom Meister Heinrich für eine Bergkirche gegossene Glocke zum Bau füh­ren soll: der Wagen bricht, die Glocke stürzt in den Bergsee, der Meister selbst, verzweifelt nachfprin- gend, findet sich auf einer abgelegenen Wiese bei Rautendelein wieder. In der anfänglich als Beglückung empfundenen Begegnung zwischen menschlichem und elbischem Wesen liegt der Keim eines unlösbaren Konfliktes und eines schmerzlichen Endes: es gibt keine Liebe, keine dauernde Gemein­schaft, zwischen beiden, auch erwächst dem Meister auo Rautendeleins Nähe weder neue Jugend noch

Wie in den früheren Jahren, so sind auch in diesem Jahre bis zum 28. Februar die Steuer­erklärungen bei den Finanzämtern abzugeben, und zwar für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer. Für die über­wiegende Zahl der Volksgenossen kommt ja nur die Einkommensteuer in Frage. Es erübrigt sich, für die Ausfüllung der Einkomnunsteuererklärung lang­atmige Ausführungen zu machen. Stattbesftn nur einen Rat: Vor der Ausfüllung der Erklärung ge­nau die beigefügte Anleitung lesen! Diese An­leitungen sind heute in so volkstümlichem Wort­laut abgefaßt und sind so umfassend, daß tatsäch­lich jeder Volksgenosse zu einer richtigen Abgabe der Steuererklärung fähig ist, wenn er diese An­leitung genau durchliest. Die Anleitung soll man auch bei den eigenen Steuerakten aufbewahren, damit man bei einer evtl. Rückfrage Auskunft.dar­über geben kann, warum eine Position der Steuer­erklärung in der abgegebenen Form beantwortet wurde.

Wir können uns hier auf wenige Einzelheiten beschränken, auf die hinzuweisen noch notwendig ist:

So in erster Linie ein Hinweis auf die Linde­rung, daß solche Einkünfte einer Ehefrau, die sie aus nichtselbständiger Arbeit in einem dem Ehe­mann fremden (also.nicht im Besitz des Ehemanns befindlichen) Betriebe bezieht, für die Zufammen- vercmlagung ausscheidet: d. h. der Ehemann ver­anlagt in diesem Falle seine eigenen und die eben- genannten Einkünfte der Ehefrau nicht mehr zu­sammen, sondern trennt sie. Der Grund ist, weil hier steuerliche Vergünstigungen durch die getrennte Veranlagung gewährt werden, um einen möglichst großen Anreiz zu schaffen, daß sich auch Ehefrauen, soweit ihnen das irgend möglich ist, in Handel, Handwerk und Industrie betätigen. Für Handwer­ker hat diese Bestimmung im allgemeinen keine Bedeutung, da oft die Mitarbeit der Ehefrau km Betrieb des Ehemannes erfolgt oder die Frau einen selbständigen Handwerksbetrieb besitzt.

Ferner ist wichtig zu wissen, daß auf Grund des § 18 Abs. 2 der Einkommensteuerdurchführungsver­ordnung von 1941 diejenigen Steuerpflichtigen, die Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen, ihrer Einkommensteuererklärung bzw. Gewinn- und Gewerbesteuererklärung eine Abschrift der Ver­mögensübersicht (Bilanz) beifügen müssen, die auf dem Zahlenwerk der Buchführung beruhen muß. Wer doppelte Buchführung hat, muß außerdem eine Hauptabschlußübersicht auf vorgeschriebenem amt­lichem Muster beifügen. Das ist eine Verschärfung der bisherigen Vorschriften. Entscheidend ist, ob eine doppelte Buchführung vorhanden ist, nicht ob eine Verpflichtung hierzu besteht. Da die Abschluß­bilanz nicht immer den steuerlichen Vorschriften ent­spricht, so kann der Steuerpflichtige außer den oben­genannten Vermögensübersichten eine besondere Steuerbilanz seiner Steuererklärung beifügen,- die durch den Zusatzfür steuerliche Zwecke" gekenn­zeichnet fein soll, oder er kann feiner Bilanz Zu-

scheid, der im neuesten Reichsarbeitsblatt Nr. 4, Teil I, Seite 42 veröffentlicht worden ist, damit ein­verstanden erklärt, daß zur Vermeidung von un­billigen Härten für Töchter aus kinderreichen Fa­milien, deren Mitarbeit im elterlichen Haushalt un­bedingt erforderlich war, das Arbeitsamt diese Be- fcbäftigungs- und Lehrzeiten im elterlichen Haus­halt auch noch nachträglich anerkennen und be­stätigen kann, wenn es sich um eine Zeit zwischen dem 1 Januar 1939 und dem 10. Juli 1941 han­delt. Maßgebend für die Entscheidung, ob die Not­wendigkeit der Beschäftigung im Elternhaufe an­erkannt und die Tätigkeit damit.auf die Anwart­schaft für die Ausstattungsbeihilfe' angerechnet wer­den kann, ist die Tatsache, daß die Beschäftigung arbeitseinsatzmäßig erforderlich erscheint. Die Not­wendigkeit ist insbesondere dann anzuerkennen, wenn durch die Beschäftigung die Einstellung einer fremden Hilfskraft ^entbehrlich wurde. Anderseits ist nicht mit der Anerkennung zu rechnen, wenn fest- gestellt wird, daß die Beschäftigung nicht unbedingt nötig war und das Mädchen dadurch einem ander­weitigen Arbeitseinsatz verlorenging.

Ebenso wie die Tätigkeit im elterlichen Haushalt ist die einer weiblichen mithelfenden Familienange­hörigen in der elterlichen Landwirtschaft guf die Anwartschaft anrechnungsfähig, sofern diese neben der Beschäftigung mit landwirtschaftlichen Arbei­ten auch in der Haushaltung oder bei der Kinder­betreuung tätig war.

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NSG. Letzter Termin! Der Gauobmayn der Deutschen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Eck, hat sich im Dezember mit einem Preisausschreiben an alle Schaffenden des Rhein-Main-Gebietes aewandt. In ihm hat er Preise in Höhe von 1500 RM. für die besten Erlebnisberichte ausgeschrieben, die im Zu­sammenhang mit der Deutschen Arbeitsfront stehen. Einsendungen für Mefeg Preisausschreiben, die an die Pressestelle be? Gauwaltung der DAF. zu richten sind, müssest bis zum 15. Februar zur Post ge­geben sein.

Landkreis Gießen

A Watzenborn-Steinberg, 11. Februar. Dieser Tage hielt der>F C.Teutonia" in sei­nem Vereinslokal seine diesjährige Jahreshaupt­versammlung unter Leitung des Vereinsftihrers Harnisch ab. Geschäftsführer Albert P i tz er­stattete den Bericht für das verflossene GesHäfls- jahr. Zu Beginn gedachte er der im vergangenen Jahre gefallenen Mitglieder, bann kam er auf die vorjährige Meisterschaftsserie zu sprechen, bie in diesem Geschäftsjahr ihren Abschluß fanb und bie 1. Mannschaft derTeutonen" hinter bem Sport­verein 05 Wetzlar an zweiter Stelle sah. Weiter erwähnte er bas 15jährige Bestehen des Vereins im vergangenen Jahr, wobei die 1 Mannschaft des dreifachen GaumeistersKickers" Offenbach als Gast in Watzenborn-Steinberg weilte Gesellschafts­spiele konnten im vergangenen Jahr nur wenige durchgeführt werden In der diesjährigen Serie, bei der bie Vorrunde beendet ist, nimmt die 1. Mannschaft der Watzenborn-Steinberger noch einen achtbaren Platz in der, Spitzengruppe ein. Anschlie­ßend dankte Geschäftsführer Pitz den älteren Snie- lern, bie sich im abgelaufenen Jahr stets zur Ver­fügung stellten, damit der Spielbetrieb der aktiven Mannschaft aufrecht erhalten werden konnte, und ermahnte diese, auch in Zukunft gleiches zu tun Dann erstattete Rechner Karl Schneider den Kassenbericht, der als recht günstig bezeichnet wer­den konnte. Nachdem die Versammlung dem Vor­stand Entlastung erteilt hatte, berief Vereinsführer Harnisch als neuen Kassenleiter Karl -Feller. Für den Jugendleiter Fischer wurde L. B u ß als Jugendleiter bestellt, sodaß sich der Vorstand nun wie folgt zusammensetzt: Heinrich Harnisch, Vereinsfuhrer: Albert Pitz, Geschäfts- und stellver­tretender Bereinsführer: Karl Feller, Kaffenleiter: Ludwig Buß, Iugenbleiter; Otto.Fett,Mannschafts­führer und Sniftausschußobmgnn. Abschließend rich tete Vereinsführer Harnisch einen Appell an die Mitglieder, fest wie seither zum Verein zu stehen, und schloß die Versammlung in üblicher Weise.

Nach dem schweren, sehr spät berichtigten Miß­erfolge der ersten Aufführung desFlorian Geyer" (1896) schrieb HauptmannDie versunkene Glocke", die gewiß nicht zu den dichterischsten, aber unzweifelhaft zu den volkstümlichsten'* und meist- gespielten seiner zahlreichen Dramen gehört. Noch entschiedener als inHanneles Himmelfahrt", wo bereits die schroffe Gegenüberstellung von Realis­mus und Romantik, das Jneinanderspielen der Elendswelt des schlesischen Armenhauses und eines überirdisch zarten Märchentraumes Ueberraschunq und Befremden hervorgerufen hatten, wendet sich der Dichter hier, enttäuscht von der offenkundigen Niederlage eines geliebten Werkes, vom Naturalis­mus zur Illusion, in eine Phantasie- und Ge­dankenwelt: das kündet sich unüberhörbar schon in der äußeren Form an, im Uebergang von der Prosa zum Vers, dem sich, wunderlich genug, selbst die verhältnismäßig geringen Aeußerungen einer heimatlich-irdischen Welt in den nicht immer klaren schlesischen Kernsprüchen der alten Wittichen ein­fügen mußten.

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Es ist nicht ganz einfach, den Fabel-Gehalt der fünf Akte über die von Hauptmann gewählte Be- ,ZeichnungDeutsches Märchendrama" hinaus zu präzisieren; daß es zugleich, ein auch von ihm wiederholt aufgegriffenes, beliebtes Motiv anschla- gend, als Künstler-Drama gedacht war, dem per­sönliche Züge nicht fehlen, ist offenkundig: dem Künstler-Motiv verbindet sich jenes unerschöpfliche andere vom Mann zwischen zwei Frauen, in denen wiederum sich zwei einander feindliche Welten ver­sinnbildlichen, die bürgerliche und die romantische, Die irdische und bie naturgeisterhafte. Daß bei ber Konzeption berVersunkenen Glocke" im übrigen neben sehr persönlichen Stimmungen eine ganze Reihe frember Einflüsse unb Erinnerungen nach­wirkten Shakespeare und Ibsen, Böcklin unb Nietzsche. Christliches unb Heidnisches, Sagen-, Mär­chen- und Volkslied-Motive, ist schon früh be­merkt und festgestellt worden.