aus der wir" jetzt die ersten Waffen hervorholen, die ist noch unerschöpflich, da liegen noch ungeahnte Schätze, die nur darauf warten, daß sie gehoben werden. Daran ist unser Volk noch sehr reich, reicher als manches andere Volk, das größere irdische Reichtümer und Hilfsquellen sein eigen nennen mag. Darum braucht uns auch in diesem harten, dritten Kriegswinter nicht einen Augenblick bange zu sein. Aus dem Kraftquell der Liebe strömt immer neue Kraft hinüber und herüber und bildet eine unzerstörbare Brücke z w i. schen Front und Heimat dem Volk und seinen Soldaten, und gibt beiden Teilen Mut und Zuversicht. Ja, noch mehr, es gibt uns die sicherste Garantie des wohlverdienten Sieges, den auch alle Lüge und Verleumdung uns nicht mehr aus den Händen reißen werden. Die Liebe ist größer und stärker als die Lüge. Diesen Beweis haben wir unseren Gegnern erbracht, sie werden es zu spüren bekommen. Wir aber freuen uns unseres Volkes und seiner Kraft. M.
Oer Wehrmachibericht vom Gamstag.
DAV. Aus dem Aührerhauptquarlier, 10. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim und im südlichen Ab. schnitt der Ostfront nur geringe Kampstätig- keit. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge versenkten im Seegebiet von Sewastopol und Aeodosia einen Transporter von 4000 BRT. und beschädigten zwei größere Handelsschiffe sowie einen leichten Kreuzer durch Bombenwurf. Vor der Ostküste des Schwarzen Meeres wurde ein weiteres Handelsschiff in Brand geworfen. 3m mittleren und einem Teil des nördlichen Frontabschnitts halten die schweren Abwehrkämpfe in unverminderter Stärke an.
In Aordafrita verstärkte der Feind fein Artilleriefeuer und feine Luftangriffe im Raum von Sollum. 3m Gebiet von Agedabia beiderseitige Spahtrupptätigkeit. Die Angriffe auf Flugplätze der 3nfel Malta wurden erfolgreich fortgesetzt.
Bei Versuchen britischer Bomber, die französische Küste anzugreifen, wurden vier feindliche Bomver abgeschossen.
Oas Ritterkreuz.
Berlin, 10. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Generalleutnant Eberhardt, Kommandeur einer Infanterie-Division; Oberst von Manteuffel, Kommandeur eines Schützen-Regiments; Major Fenzki, Dataillonskommandeur in einem Panzer-Regiment; Major Hesse, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Masor Mosharnrner, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Hauptmann D u e n • ker, Bataillons kommandeur in ein em Infanterie- Regiment; und Oberleutnant Benzin, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment. — Major Fenzki hat am 28.November in den schweren Kämpfest in Nordafrika die restlose Vernichtung der 4. englischen Panzerbrigade ermöglicht. Er ist im weiteren Verlauf der Kämpfe gefallen.
'Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Leutnant Lukesch, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader. Er wurde zweimal hinter der Feindfrvnt abgeschossen, doch hat er sich immer wieder mit seiner Besatzung durch die feindlichen Linien durchgeschlagen. Don besonderem Erfolg waren seine wiederholten Nachtangriffe auf ein feindliches Flugzeugwerk, das er in tollkühnen Tiefangriffen trotz starker Abwehr mit zahlreichen Bomben belegte. Bei einem Angriff auf ein Treibstofflager gelang es ihm, Tanks mit einem Fassungsvermögen von 200 000 Tonnen In Brand zu werfen.
*
An der Front vor Moskau fand der Ritterkreuzträger Oberleutnant Plinzner, Kompanieführer in einem Panzer-Regiment, beim Durchbruch durch eine Bunkerlinie den Heldentod. An der Spitze seiner Panzersoldaten konnte er sich ohne Unterstützung durch einen stark mit zahlreichen Bunkern befestigten Wald hindurcharbeiten, um die Verbindung mit einer von den Sowjets vorübergehend emge- schlossenen Kompanie herzustellen. Seiner Tapfer- kort ist es zu verdanken, daß die deutschen Infanteristen befreit werden konnten.
Explosion inRaumS
Roman von H.G. Hansen
Copyright by Proeethwne-Verl a g Dr.Elehadter, Cröbenxefl b.MOndien
34. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Kammin wurde es unbehaglich. „Nehmen Sie es mir nicht Übel, Fräulein Kobelt, aber das find Spitzfindigkeiten. Wir können uns nur an Tatsachen halten und das Gefühl höchstens damr-zu Hilfe rufen, wenn wir bestehende Lücken ausfüllen. Sie konstruieren hier psychologische Theorien, die wissenschafUich vielleicht interessant sind, in der nüchternen Praxis der Kriminalpolizei aber keinen Raum finden. Gegen Fräulein Barkow haben wir nicht die geringsten Beweise. Ihre Aussage deckt sich vollkommen mit allem, was uns als sicher bekannt ist. Nirgends bleibt eine Frage ungeklärt, wenigstens keine die mit Fräulein Barkow hn Zusammenhang steht. Ihr Leumund ist ausgezeichnet, ihr- Lebenswandel einwandfrei und im Rahmen ihrer Einkünfte. Was wollen Sie mehr?"
„Ich sehe ein, daß Sie so denken und handeln müssen, Herr Kammin. Vielleicht werden Sie eines Tages aber zugeben, daß es nicht verkehrt ist, Gedanken, wie die von mir entwickelten, wenigstens aufzunehmen."
Beide wandten sich gleichzeitig anderen Gesprächsthemen zu. Kammin erzählte Anekdoten aus seinem Berufe. Sie plauderte amüsant von gemeinsamen Bekannten. Allmählich wurde die Unterhal- tung wieder persönlicher, und ohne Vorbedacht steckte der Mann plötzlich mitten in dem Bemühen, das Mädchen zu gewinnen. Sobald Karla diese EntwicNung erkannte, wurde sie seltsam zurückhaltend und vernähe frostig. Er ließ sich davon nicht abschrecken, zumal er es anfangs gar nicht bemerkte. Erft als er versuchte, ihre Hand zu ergreifen und sie auf dem Tisch festzuhalten, mußte das Mädchen deutlicher werden.
,Hch habe meine Uhr nicht bei mir. Können Sie mir sagen, wie spät es ist?"
Theo Kammin war zumute, als schütte jemaiw ehren Eimer mit kaltem Wasser über fehlen Kopf.
Duff Looper aus Singapur zurülkberufen
von
ver-
und
wöhnt, daß ich spät abends allein weqbleibe."
„Wissen Ihre Eltern denn nicht, daß Sie mir begleitet werden?"
„Nein", sagte sie, senkte ihr Köpfchen und barg damit nur schlecht, daß sie rot wurde.
Heimlichkeiten!^ stellt Theo Kammin fest
Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben- trop ist am Samstagabend von Budapest kommend in Berlin eingetroffen.
Er zuckte förmlich zusammen und starrte sie verletzt und überrascht zugleich an. Gehorsam streifte er dann den linken Aerrnel zurück und antwortete. „In einigen Minuten zehn Uhr."
„Dann muß ich nach Hause. Wollen Sie bitte den Kellner rufen?"
„Muß das so plötzlich sein?" fragte der Mann traurig. .
„Es ist besser so", murmelte sie leise und fügte deutlicher hinzu: „Meine Eltern sind es nicht ge-
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Hand haben. Im allgemeinen zeigt eine Frau viel ' länger Anzeichen einer nachzitternden Erregung." „Richtig. Du näherst dich also unserer Auffassung?"
„Das will ich nicht gerade sagen. Es scheint mir nur unmöglich, schon jetzt den einen oder anderen Standpunkt einzunehmen. Jedenfalls will ich nichts versäumen, um einen Anhaltspunkt zu entdecken. Darauf könnt ihr euch verlassen. Ich gehe jetzt schlafen, damit du Michel mit der gebührenden Zartheit hinausbringen kannst."
Bärbel lachte und gab Kurt einen Kuß, den er schmunzelnd entgegennahm. Draußen auf der Diele, nahm sie von ihrem Liebsten Abschied. Es wäre für Kurt eine langweilige Sache geworden, darauf zu warten, denn dieser Abschied war sehr dauerhaft und stahm viel Zeit in Anspruch, die aber nach Michels Ansicht nicht unnütz vertan wurde. Fröhlich vor sich hinsummend, mit den Armen schlenkernd, bummelte er in gemütlichem Tempo in Richtung seiner Wohnung und verschwendete keinen Gedanken daran, was der Kommissar von ihm wolle. Im Augenblick waren ihm Dienst, der Fall Wand und Aenne Barkow vollkommen gleiche gültig, weil Bärbel alle Fasern seines Daseins ausfüllte.
Am anderen Vormittag gab es dann eine mächtige Ueberraschung. Ohne Einleitung teilte Kgm- min seine Befehle. „Sie treten eine Stellung in der Kasparschen Fabrik an. Ihre Aufgabe ist es, sich schnellstens einen Ueberblick zu verschaffen und Ihre Nase einfach in alles zu stecken. Genaue Richtlinien kann ich Ihnen nicht mitgeben. Ziel ist jedoch — klar und deutlich — die Ermittlung der Person, die als Beauftragte einer Bande in der Fabrik sitzt. Nur einen Rat will ich Ihnen mitgeben : Verbeißen Sie sich nicht in Fräulein Barkow! Ich habe nichts dagegen, daß sie ebenso unter die Lupe genommen wird wie alle anderen, aber sie darf es nicht ausschließlich fein, die Ihre Aufmerksamkeit fesselt. Alles Nähere werden die Herren Kaspar und Kobelt mit Ihnen besprechen. Verstanden?" • ;
,^Jawohl, Herr Kommissar." Michel sttahlte und machte kein Hehl daraus, daß diese Ausgabe ihn lockte.
Kortsetzung folgt.»
begann, darüber nachzudenken, ob das ein gutes ober ein schlechtes Zeichen für ihn sei. Eher ein gutes, meinte er fröhlich, denn wenn ein Mädchen sich heimlich mit einem Manne trifft, scheut es sich, einen Blick in ihr Inneres tun zu lassen, ober es hat Freude an der Heimlichkeit, die nach der Ausfassung mancher Dichter gerade das Schönste an einer jungen Liebe sein soll. Er selbst dachte darüber wesentlich anders. Seine ganze Natur sträubte sich gegen Heimlichkeiten. Sie drängte nach schnellster Klärung aller Verhältnisse.
Sobald er gezahlt hatte, standen sie aus und gingen zu dem Wagen. „Wenn Sie selbst fahren wollen ..." sagte Kammin.
„Danke. Es wäre nett, wenn ich mich Ihnen wieder anvertrauen könnte."
Sie war nachgiebig! jubelte er innerlich Also mußten seine Chancen nicht schlecht stehen. Er bediente Kupplung und Gas unvermittelt schroff, so daß der Wagen einen Satz machte und vorwärts sprang. Sie fuhren durch die Nacht in Richtung des Dunstkreises, der über den Baumwipfeln am Horizont stand. Dann nahm die Stadt sie auf. Dor Karlas Elternhaus ließ Kammin das Auto ohne Bremsen auslaufen und erreichte völlige Lautlosigkeit.
„Gute Nacht, Fräulein Kobelt", sagte er und nahm ihre Hand fest in die seine.
„Gute Nacht, Herr Kammin", antwortete sie. „Besuchen Sie uns bald wieder einmal! Meine Eltern werden sich freuen."
„Und Sie?"
Im Osten erzielte das unter Führung von Major Trautlofs stehende Jagdgeschwader in diesen Tagen seinen 160Ö. Abschuß. Ferner schoß die Gruppe eines anderen Jagdgeschwaders unter Führung des Ritterkreuzträgers Hauptmann Freiherr von Leppla gleich falls in Luftkämpfen im Osten das 700. feindliche Flugzeug ab.
Der Leutnant S u e o v y e, der befannte SkaV- hochspringer, der Japans Farben auf der Berliner J Olympiade vertrat, fiel am 14. Dezember an bef Spitze seiner Mannschaft bei der Landung in der Lamon-Bucht auf den Philippinen.
Die deutsch-japanische Akademikertagung fand am Sonntagabend in Innsbruck mit einer festlichen I Kundgebung ihren Abschluß. An der Spitze der d Ehrengäste war der japanische Botschafter General H Oshirna erschienen.
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Der Führer hat dem Komponisten Professor Dr. | h.c. Paul Grüner in Berlin aus Anlaß der I Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung ö seiner großen Verdienste '.'m die deutsche Musik die | Goethe-Medaille verliehen. .Reichsminister Dr. Goeb» I bels übermittelte Professor Grüner ein Glück- I wunschschreiben und ein Bild mit einer herzlichen I Widmung.
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Der Führer hat dem Oberbaurat Dr.-Jng. e. h. I Friedrich von (Empergerin Wien aus Anlaß I der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdi- I gung seiner Verdienste um die Entwicklung des I Eisenbetonbaues die Goethe-Medaille verliehen.
Aus aller Well.
Untergang der ,£anwrciere*.
Nur sieben Meilen von der Küste der Balearen I entfernt ist das französische Schiff „L a m o r • I eiere" gesunken. Augenzeugen berichten, das I Schiff fei völlig hilflos der starken See ausgesetzt I gewesen und offensichtlich mit seiner Mannschaft I untergegangen. Das Schiff hatte am Freitag um 22.50 Uhr die ersten 505-Rufe ausgesandt. Das I Schiff meldete, es treibe im Sturm und habe Ma- I schinenschaden. Von Frankreich war ein französi- 1 sches Wasserflugzeug gekommen, das zwei französi- I schen Schiffen den Weg wies. Doch gelang es wegen I des starken Seeganges den beiden Schiffen nicht, sich der „Lamorciere" zu nähern. Um die Mittags« I zeit zeigte das Schiff Schlagseite, und während noch | ein französisches Kriegsschiff einen letzten Versuch unternahm, die Mannschaft zu retten, ging bas Schiff unter. Ungefähr 290 Todesopfer sind zu benagen. Von den Passagieren konnten bisher 96 gerettet werden.
Slaalskapellmeister Längs gestorben.
Nach längerer Krankheit starb der weit über Kassel hinaus bekannte Staatskapellmeister Dr. e. h. Robert Längs. Langs wurde 1875 in Saarbrücken geboren und wurde nach seiner Ausbildung am Kölner Konservatorium von Richard Strauß nach Berlin berufen. 1914 übernahm Langs bas Amt des Ersten Kapellmeisters bes Königlichen Theaters in Kassel, wo er sich neben feiner beruflichen Tätigkeit besonders des Aufbaues des Chorlebens annahm. Die Universität Marburg ernannte ihn 1927 zum Ehrendoktor und der Deutsche Sängerbund berief ihn -1929 zum Obmann bes Mustk- ausschusses.
Die DAF. belegt Alexandersdad.
Der Luftkurort Alerandersbad im Fichte!» I g e b i r g e, zugleich Stahl- und Moorbad, wird von Februar 1942 an für bas Reichserholungswerk , der DAF. in Anspruch genommen unter Ausnutzung aller Kureinrichtungen bei einer regelmäßigen ärztlichen Betreuung. Das Reichserholungswerk kommt im Kriege vor allem den schaffenden Muttern und Soldatenfrauen zugute.
Deutschlands älteste aktive ZahnärzNn.
Die aus Lahr gebürtige Zahnärztin Frau Martha Wagner, die noch heute in erstaunlicher Frische ihre zahnärztliche Praxis in Berlin ausübt, vollendete ihr 80. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß wurde sie Ehrenmitglied des Verbandes der Deutschen Zahnärzteschaft. Ursprünglich Pianistin, wandte sie sich erst in späterem Jahren dem Studium der Zahnheilkunde zu. Längere Zeit wirkte sie als Assistentin an der Zahnärztlichen Universitätsklinik in Heidelberg, später in Monte Carlo. Bei Ausbruch des Weltkrieges 1914 kehrte sie ins Reich zurück.
Drei grauen vom Jun getötet.
Der Personenzug Plattling—Straubing (Bayern) mußte kurz vor der Station halten, um ei en Schnellzug durchfahren zu lassen. In diesem Augenblick stiegen aus dem haltenden Personenzug drei Frauen in der Annahme aus, bereits in Straßkirchen zu fein. Alle drei wurden von dem herankommenden Schnellzug erfaßt und getötet. Niemand war Zeuge des Unfalles. Erst später fand ein Dahnbeamter die verstümmelten Leichen.
Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte In Nord- afrifa, General Bastico, und der Stabschef" des Oberkommandos dieser Streitkräfte, General Gambarro, wurden vom Führer mit dem EK. I ausgezeichnet. Die Überreichung der Auszeichnung erfolgte im Operationsgebiet selbst durch General Rommel.
nach Beendigung bes amerikanisch-spanischen Krieges noch drei Jahre um die Selbstänüigkeit der Philippinen gegen 70 000 Mann USA.-Truppen gekämpft. Er war nicht zu einem Kompromiß mit den USA. bereit und wurde sechs Jahre ins Gefängnis geworfen. Er floh bann über Hongkong nach ®o= kohama.
*
Der frühere japanische Konsul in Daoao, Kitz a r a, wurde zum politischen Berater des neuen Oberbürgermeisters von Manila, Valgas, ernannt. Valgas war Generalsekretär der Regierung Quezon. Er ist einer der ersten hohen philippinischen Beamten, die den japanischen Besatzungsbehörden ihre Mitarbeit anboten.
Die Verteidigung Australiens.
Schanghai, 11. Januar. (Europapreß.) Die bedrohliche Nütze der militärischen Aktionen hat Australien nun zur Schaffung von zwei Militärbezirken veranlaßt. Es wurden ein westlicher und ein östlicher Bezirk geschaffen. Der westaustralische Bezirk steht unter dem Kommando von General Plant, der erst unlängst aus dem Mittleren Osten nach Australien zurückgerufen wurde. Der Militärbezirk Ost-Australien umfaßt Queensland, Neu-Süd-Wales, Victoria, die Insel - Tasmanien und Süd-Australien. Sein Befehlshaber ist General M a ck a y, der derzeitige Oberkommandierende der Heimatverteidigung Australiens. Ferner sollen nun die in der ganzen Welt für Großbritanniens Ruhm 'kämpfenden Söhne Australiens schnell in ihre Heimat zurückkehren, um hier für alle Fülle zur Verfügung zu stehen. Auf Drängen weiter Kreise haben die südaustralkschen Mitglieder des Bundesparlaments bei Ministerpräsident Curtin telegraphisch die Forderung erhoben, das Parlament sofort einzuberufen. Die Abgeordneten wollen eine Verwendung australischer Truppen auch außer- halb australischen Staatsgebietes künftighin gesetzlich unterlagen.
Kaufpanik in USA.
Madrid, 12. Jan. (DNB -Funkfpruch.) In den Vereinigten Staaten hat ein Massen st urm auf die Geschäfte eingesetzt. Dieser Ansturm, der ein Zeichen der großen Nervosität der USA.« Bevölkerung ist, erklärt sich aus der Furcht vor einer kommend en Dollarentwertung und vor starken Steuererhöhungen. Man kaust Pelze, Schmuck, Kleider, Schuhe, ganze Kisten von Sekt und Wein usw. Die Preise ft e i a e n rapide. Vor allem die Juwelenpreise haben phantastische Höhen erreicht. Diamanten z. B. sind fast unbezahlbar geworden. Gleichzeitig hat eine neue Blüteperiode bes Gangstertums in Neuyork eingesetzt. Wie aus nordamerikanischen Zeitungsberichten hervorgeht, hat die Neuyorker Polizei alle Hände voll zu tun und muh stündig neues Personal einstellen.
Kleine politische Nachrichten.
Im Leitaufsatz der Samstag-Nummer „D i e V e r- teidigung der Südsee" muß es im letzten Absatz bei der Lagebesttmmung von Thursday Island, wie inzwischen mancher Leser durch einen Blick auf die Karte selbst festgestellt haben wird, richtig heißen: „in der Torres-Straße zwischen Queensland und Neuguinea".
Stockholm, 10. Januar. (Europapreß.) Duss Cooper, der vor nicht allzulanger Zeit erst seinen Posten als Vertreter des vritischen Kriegskabinetts in Ostasien angetreten hatte, mutz schon wieder seine Koffer packen. Das Londoner Außenamt gibt bekannt, daß Duff Cooper ausgesordert worden sei, seine Tätigkeit in Singapur zu liquidieren und nach England zurückzukehren. Ob die Regierung Churchills aus eigenem Entschluß sich dazu verstand, muß angezweifelt werden, denn in der amtlichen Londoner Verlautbarung heißt es, die Beschlüsse von Washington und die Ernennung General W a v e l ls zum Oberkommandierenden im Südwestpazifik beendeten den Auftrag Duff Coopers als Vertreter Englands in Ostasien.
Soenska Dagbladet meint, es sei klar, baß die verwaltungstechnischen Mängel, die durch den japanischen Angriff zutage traten, den Fall Duff Coopers herbeiführten. Man glaube, daß Wavell das direkt gefordert habe. Die Canberra-Times habe geschrieben: „Duff Cooper muß durch jemand ersetzt werden, der mehr Sinn für die Realitäten hat und weniger Lunchreben hält." — Manchester Guardian sagt, daß bte Stimmung im Unterhaus eine „parlamentarische Untersuchung über den Malakka-Krieg im gleichen Maße verlange, wie dies nach Norwegen und Kreta der Fall war". Die britischen militärischen und zivilen Verwaltungsstellen Hütten sich sowohl vor wie nach dem Kriegsausbruch im Fernen Osten völlig verrechnet.
*
Vor zwei Monaten hat Dust Cooper, der als bevollmächtiget Kabinettsminister in Singapur residierte und dort die en gl if eben sowie england- hörigen Kräfte „koordinieren" (gleichschalten) sollte. Australien und Neuseeland besucht. Heute ist Duff Cooper in Singapur nicht mehr sicher. Der englische Oberkommandant für den Südwestpazifik, General Wavell, hat selbst fein Hauptquartier nach Niederlündi'fch-Jndien verlegt. Soll der britische Kabinettsminister ebenfalls seinen Sitz nach Batavia oder Soerabaja verlegen und so aller Welt demonstrieren, daß der volitische Repräsentant der britischen Krone landflüchtig werden mußte? Daher der summarische Befehl zur Heimkehr. Bezeichnend ist noch, daß sich die amtliche englische Mitteilung auf „die in Washington getroffenen Vorkehrungen" über die Vereinheitlichung der Kommandoverhältnisse im SüdwestpaAfik beruft. Vielleicht gibt es den einen ober den anoeren Engländer, der sich wundert, daß in Washington die Personalpolitik des englischen Empire gemacht wird. Dust Cooper ist in seiner früheren Eigenschaft als Jnformations- rninister viel aenannt worden. Er war in der fatalen Lage, die fehlenden militärischen Erfolge mit vielen Worten ausbügeln zu müssen. Dust Cooper ist ein geschickter Schriftsteller, aber von jener Geistigkeit, die man am trefflichsten mit dem Wort „pfiffig" umschreibt. Sein literarischer Ruf datiert vor allem von seinem Buch über Talleyrand, der mit diplomatischen Schlichen Napoleon verriet und den Duff Cooper in eine Heldenrolle emporhob. Da läßt sich ein bekanntes deutsches Sprichwort nur dahin ab» wandeln: „Sage mir, wen du zu deinem Helden wühlst, und ich sage dir, wer du bist."
Das Schicksal der Philippinen
Tokio, 11.Jan. (Europapreß.) Mit dem künftigen politischen Status der Philippinen beschäftigt sich „Miyako Shimbun". Die Besetzung Manllas sei der erste Hchritt auf dem Wege, der zur Freiheit der Filipinos führe. Japan beabsichtige keineswegs, die Ausbeutungspolitik Englands und der USA. mit anderen Methoden fortzusetzen, wenngleich Japan, dem die Verantwortung fstr die Neuordnung Asiens zufalle, ein gewichtiges Wort mitsprechen müsse bei der Gestaltung der staatlichen Ordnung in den bereits befreiten ober im künftigen Kriegsverlauf noch zu befreienden Länder. Alle Maßnahmen werde Japan stets unter dem Gesichtspunkt der Errichtung des groß-ostastatischen Raumes stellen, in dem allen Völkern Ostastens ein dauerhafter Friede und Sicherheit zuteil würden. — Die Freiheitsb ewegung der Filipinos, die sich seit 1898 wiederholt gegen die Vereinigten Staaten erhoben haben, hat sich den politischen Bestrebungen Japans angeschlossen. Der greife Vorkämpfer der Unabhängigkeitsbewegung, General R i c a r t e, wurde in Cavite von einer jubelnden Menschenmenge empfangen und hat mit General Anigua 1 do die Führung der Bewegung übernommen. Ricarte hatte
„Ich auch", versicherte sie. Dabei wankte ihre Stimme fast unmerklich. Sie hätte überhaupt nichts mehr sprechen können, als sie seine Lippen auf ihrem Handrücken fühlte. Er ging straff von dannen, ohne sich umzuschen. Karla sah hinter ihm her, bis er um die Straßenecke bog. Jetzt hätte sie ihn am liebsten wieder zurückgerufen. Sie unterließ es nur, weil sie sich schämte, ein Gefühl so offen zu bekennen. Ihr Trost war, daß er bald wieder bei ihr sein würde. Aber ob sie bann schon bereit war, sein Werben anders aufzunehmen, stand noch dahin. Entgegen allen heißen Wünschen lehnte sich ihr Mädchentum dagegen auf, fo schnelle Ergebung zu zeigen. *
Kurt kam gegen einhalb elf Uhr nach Hause und traf vor der Türe mit Bärbel und Michel zusammen, deren Spaziergang weit länger als die vorgesehene Stunde gedauert hatte. Das Mädchen war voller Neugier.
„Haft du ihr anmerken können, was sie heute erlebt hat?"
„Nicht Im geringsten", gab Kurt zu. „Wenn ich nicht wüßte, was oorgefallen ist, hätte ich nichts anderes glauben können, als daß sie den Tag wie jeden anderen verbracht hat."
„Seht ihr, was habe ich gesagt?" triumphierte Bärbel .„Sie kann sich großartig verstellen."
„Blech!" sagte ihr Bruder grob. »Heute hast du dir alle Mühe gegeben, uns begreiflich zu machen, daß auch Fräulein Barkow sich nicht b-auernb verstellen kann. Und jetzt tust du so, als wärest du der Meinung, ihr ganzes Leben fei ein einziges Schauspielern."
„Zankt euch nickst auf der Straße!" mahnte Michel. „Lieber geyen wir noch ein bißchen zu euch hinauf und reden oben weiter."
Die Geschwister waren einverstanden. Die Eltern schliefen schon, und so gingen sie leise ins Wohnzimmer.
,Zetzt erzähle einmal, welchen Eindruck du von ihr gewonnen Hafts" forderte Michel auf.
„Ich weiß nicht recht." Kurt zögerte. „Wenn sie erregter gewesen wäre, wenn man noch Dränen- fpuren gesehen Hütte, dann könnte man eher an- nehmen, alles fei ftL wie Herr Kammin es an- nimmt Sie muh fich mrgewöhntich fest fo der
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