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Oie Stimme des Hasses in LlGA

England, USA. und Darlan

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Der junge Apotheker Carl Wilhelm Scheele ist nämlich der Entdecker dieses, für das Leben auf der Erde io wichtigen Elements, das unter allen 90 Ele-

Achse und daß Japan in seinem Lebensraum Machtgebilde darstellen, die seine Pläne als die eines Möchtegern-Eroberers erscheinen lassen. Die Zeiten für Weltherrschaften im kolonialen Stil sind endgültig vorbei, nicht nur für England, sondern auch für die USA.

Die britischen Flieger, die in der Nacht zum Donnerstag einen neuen TSrrorangxiff auf Turin unternahmen, verletzten erneut den Schweizer Luftraum. In verschiedenen Gebieten, so in Basel, Bern, Lausanne, Genf und Zürich wurde Luftalarm gegeben.

daß die Erbsen Sauerstoff ein und die gleiche Menge Kohlensäure ausatmen. Diese aber wurde, wie bei dem Versuch mit der Atemluft, von der Kalkmilch ausgenommen, .hunderte solche Versuche führte der Stralsunder Apotheker durch.Es ist ja nur die Wahrheit allein, die wir wissen wollen, und was für eine Freude bereitet es nicht, sie erforscht zu haben", so schrieb er dazu an einen seiner Freunde.

Gelegenheit durch Roosevelt oder seine Mittels­männer kräftig durch Wort und Tat nachgeholfen.

Eine solche Gelegenheit war und ist beispielsweise R o r d a f r i k a. hier hatten die USA. zum ersten­mal Gelegenheit, jene Auffassung zu vertreten, daß sie nicht in diesen Krieg eingetreten sind, um dem britischen Empire wie 1914/18 über eine tödliche Krise hinwegzühelfen, sondern getreu dem Motto jenes vielzitierten Theoretikers Mahan sich als Seemacht für berufen halten, Englands Welt­monopol zu erben und damit die Welt­herrschaft zu besitzen. Alfred Mahan war jener nordamerikanische Kapitän und Marineschriststeller, der eine um die Jahrhundertwende berühmte Buch- serie über denEinfluß der Seemacht auf die Ge­schichte" schrieb und als dessen Schüler sich in we­sentlichen Teilen Roosevelt fühlt. Dem Sinn nach systematisiert Mahan die Politik der Erwerbung von Stützpunkten, kolonialen Einflußgebieten usw. zu einem Prinzip, dessen Dynamik man mehr oder weniger bei allen Küstenstaaten findet, nämlich das Streben nach der Gegenküste. Bei Roosevelt handelt es sich aber nicht um ein natür­liches Streben nach Sicherung ober Neutralisierung, sondern er handelt im Auftrage eines Weltherr­schaftsstrebens, das sich unter jüdischer Führung an« tnaßt, die ganze Erde zu versklaven.

Französisch-Nordafrika war der erste praktische Fall für die Durchführung dieses Prinzips und der Verräter Darlan die willkommene Strohpuppe, um England gegenüber die Raubabsicht möglichst lange zu tarnen. England hat aber erkannt, was die Glocke geschlagen hat, es hat Eden und (Eranborne ins Feuer geschickt, es hat die Presse und den Nach­richtendienst für seine Gegenagitation mobil gemacht und sucht vor allem tze Gaulle als neutralisierendes Gegengift" zu benutzen, um seine eigenen An­sprüche geltend zu machen. Die Zähigkeit, mit der man in London von demmächtigen Bundesge­nossen", von der eigenenjahrhundertealten Er­fahrung auf kolonialem Gebiet" und gleichzeitig von derVorsicht" spricht, mit der man dem nordameri- konischen Interesse an kolonialen Fragen begegnen müsse, besagen genug. Der englische Impe­rialismus sieht sich in gefährlicher Weife über»

fampfroagen.

In der Lyrenaika griffen deutsche Kampf­flieger den Flugplatz Der na an und zerstörten sieben Flugzeuge am Boden. 3n Tunesien wegen schlechter Wetterlage nur örtliche Kampfhandlungen. Ein feindlicher Panzervorstoß wurde südwestlich von Tebourda blutig abgeroiefen, acht Panzerkampf­wagen zum Teil durch eingreifende Schlachtslieger in Brand geschossen. Kampfflieger trafen ein Han-

. Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 10. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Jm Terekgebiet zerschlugen deutsche Truppen in konzentrischem Angriff eine feindliche Kräfte­gruppe. Oertliche Unternehmungen des Feindes scheiterten.

Zwischen Wolga und Don wurden feindliche Kräfte, denen ein Einbruch geglückt war, einge­schlossen und vernichtet. Im übrigen hatten die Sowjets bei der Fortsetzung ihrer vergeblichen An­griffe erneut hohe Verluste. Sie verloren am 8. und 9. Dezember allrin in diesem Abschnitt 10 4 Pan - zerkampfwagen. Trotz heftiger Gegenwehr warfen Infanterie- und Panzertruppen den Gegner im großen Donbogen weiter zurück, wiesen Gegenangriffe ab und vernichteten 16 Sowjetpanzer.

Im mittleren Abschnitt-der Ostfront wird der eigene Angriff erfolgreich fortgesetzt. Hun­derte von Gefangenen wurden eingebracht und zahl­reiche Waffen erbeutet Gegenangriffe des Feindes wurden zurückgeschlagen. Kampf- und Sturzkampf- flieg ^verbände bekämpften feindliche Truppen und Bahnziele. Stoßtrupps einer Luftwaffendivision vernichteten 59 Bunker und Kampf st and e. Bei diesen Kämpfen und sübNch des Ilmen­sees verloren die Sowjets insgesamt 72 Panzer­

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Weitere Erfolge in Angriff und Abwehr an der Ostfront.

baten in allen Ländern aufforbere, ihm Gefolgschaft zu leisten.

Die> Geheimsitzung bes Unterhauses, in welcher Churchill eine Erklärung über die Stellung Dar- Ians abgab, hatte bas größte Interesse sowohl der Unterhausmitglieber als auch ber Lorbs gefunden. Die Sitzung war die besuchteste Parlamentssitzung feit Beginn des Krieges, meldet Reuter.

»Eine vorübergehende militärische Vereinbarung.-

Buenos Aires, 11. Dez. (Europapreß.) Prä­sident Roosevelt hat sich am Mittwoch in, der Sitzung des pazifischen Kriegsrates für eine Be­reinigung der politischen Gegensätze aus­gesprochen, die zwischen den USA. und England über die Zuerkennung leitender Befugnisse an D a r- l a n seitens der USA. entstanden sind. Im An­schluß an die Sitzung des Kriegsrates erklärte der neuseeländische Vertreter Nash, Roosevelt habe die Maßnahmen gebilligt, die zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten ergriffen würden.' Der Präsident habe nochmals betont, daß es sich bei der Ernen­nung Sarians durch General Eisenhower nur um »ine vorübergehe nde militärische Vereinbarung handele.

Der USA.-Außenminister Cordell hüll äußerte

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tungstheorien abzugeben. In seiner Rebe vom 28.5.1941 sagte er:Wir werden uns mit keiner Nachkriegswelt wie 1920 zufrieden geben, in die die Samen des Hitlerismus wieder eingepflanzt »werden und wachsen können."

Wenn der Detter jenseits des Ozeans in satani­schen Orgien schwelgt, kann der Brite nicht schweigen. Am 5.9.1940 verlangte derDaily Herald":Wir sollten unserer Luftwaffe den Befehl zum Vernichten geben. Zu diesem Zweck müßte man alle Anstren­gungen der Wissenschaft darauf konzentrieren, einen neuen schrecklichen Explosivstoff zu erfinden, mit dem man diese deutschen Teufel vernichten kann. Wenn ich könnte, so würde ich Deutschland von der Land­karte auslöschen." Als die Engländer im Juli 1941 durch die Bindung starker deutscher Kräfte im Osten Oberwasser zu haben wähnten, sagteNational Re­view", der Konflikt richte sich gegen bas deutsche Volk, das eine so wilde, räuberische, skrupellose und äußerst unzivilisierte Rasse bilde, daß deren Be- seitigung die einzige Hoffnung für die Welt bilde. Daß die Feinde es vornehmlich auf unsere Jugend abgesehen haben, ging kürzlich aus einer durch Reuter aufgenommenen Stellungnahme eines Lon­doner Emigrantenblattes hervor. Es veröffentlichte eine Zuschrift, in ber gefordert wurde, die deutschen Kinber sollen zwangsweise ins Ausland deportiert werden, um sie dort jüdisch infizieren zu können. Als letzte Stimme wollen wir in dieser Sammlung nicht den Juden Bemard Lecache, seines Zeichens Präsident der Internationalen Liga gegen den Anti­semitismus, vergessen. Er hetzte bereits am 18.12. 1938 in einer englischen Zeitung:Es ist unsere (jüdische) Sache, Deutschland zu vierteilen. Es ist unsere Sache, endlich einen Krieg ohne Gnade Sl erwirken."

Täuschen wir uns nicht: Alle diese Haßgesänge sind letzlich die Ausgeburt eines schlechten Gewissens. Dieses Gewissen wird besonders rege, wenn unsere Gegner in besondere Schwierigkeiten geraten und ihre Völker endlich die vielversprochenen und ständig angetündigten Siege sehen wollen. In Ermangelung dieser Siegesmeldungen brüten faule Hirne eine satanische Fata Morgana über bie Knechtung und Zerschlagung Deutschlands nach dem Kriege aus. Mögen sie dieser Methode treu bleiben!

Stockholm, 10. Dez. (Europapreß.) In der Unterhaus-Sitzung am Donnerstag wurde Außen­minister Eden, wie aus London gemeldet wird, von den Abgeordneten erneut mit Forderungen be­stürmt, dem Lande in bezug auf die ©teHung'D a r» Ians in Nbrdafrika reinen Wein einzufchenken. Eden betonte, daß jede Aeuherung der Regierung im Zusammenhang mit Darlan geheim gehal­ten werden müsse. Diese Angelegenheit sei und bleibe geregelt durch die Erklärungen des Präsi­denten der Vereinigten Staaten und durch die Erklärungen, die er selbst, Edern dem Hause bereits abgegeben habe. Eine weitere öffent­liche Stellungnahme könnte auf keinen Fall erfol­gen. Nach dieser Erklärung des britischen Außen­ministers trat das Unterhaus zu einer Geheim- fitzung zusammen, um über die Entwicklung in Nordafrika und die Position Dar Ians zu beraten.

Die Beunruhigung der Öffentlichkeit Englands über die Stellung Dorians fand am Donnerstag erneut Ausdruck in fast der gesamten Londoner Presse. Das liberaleNews Chronicle" ver­öffentlicht in Form eines siebenspaltigen Leitartikels eine Bilanz über Darlans politische Ver­gangenheit und den Nutzen, den er denAlli­ierten" gebracht habe. Die Zeitung kommt zu der Erkenntnis, daß die Debetseite dieser Abrechnung sehr viel größer fei. Die zeitweiligen Vorteile, welche das Abkommen mit Darlan gebracht habe, könnten die Nachteile nicht aufroiegfcn. Die Zeitung wendet sich dann scharf gegen die Aufgabe von Prinzipien zugunsten zeitweiliger Vorteile. Wenn nicht die Notwendigkeiten des Krieges dem im Wege stünden, würde sich in England gegen das Abkom­men mit Darlan ein Sturm der Opposition erhoben haben. Auch der diplomatische Korrespondent der Times" äußert sich sehr skeptisch über die Zeit­weiligkeit der Abmachungen und fragt, inwieweit man von einer zeitweiligen Macht Darlans sprechen könne, wenn dieser sogar die französischen Sol-

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Einige Jahre hatte Carl Wilhelm Scheele in der ApochekeZum gefleckten Adler" zu Malmö sowie in der Stockholmer ApothekeZum Raben" ver­bracht, ehe er nach Upsala ging und dort seine er­folgreichste Schaffensperiode erlebte. In der Chemie galt damals noch die Phlogistontheorie, wie sie der Ansbacher Georg Ernst Stahl am klarsten formu­liert hatte. Man nahm an, daß es einen Stoff gebe, der gemeinsamer Bestandteil aller brennbaren Kör­per sei. Je leichter eine Substanz brenne, um so größer sollte ihr Reichtum an Phlogiston fein, wie man diesen ,/Feuerstoff" nannte. Kohle z. B. galt als ein Körper mit besonders großem Anteil an Phlogiston. Die Tatsache, daß bei der Verbrennung von Phosphor oder Schwefel eine Säure entsteht, nämlich Phosphorsäure oder Schwefelsäure, führte zu der Ansicht, daß diese beiden Körper eine Ver­bindung der betreffenden Säure mit demFeuer­stoff" sind, und daß die Säuren erst frei werden, wenn man den Feuerstoss verbrennt. Auch Carl Wilhelm Scheele macht sich von dieser Vorstellung noch nicht ganz frei, was man schon daran erkennt, daß er das Sauerstoffgas Feuerluft nannte. Aber die Genauigkeit, mit der er seine Versuche durch­führte und den Anteil des Sauerstosts an den ver­schiedensten chemischen Verbindungen nachwies, macht ihn dennoch zu einem der glänzendsten Ver­treter der modernen Chemie. So studierte er die Chemie der Atmung und wies auch dabei die Bedeutung des Sauerstoffs für den lebendigen Or- Sanismus nach. Er füllte ein Gefäß mit feiner üisatmungsluft und fand, daß darin eine Kerze rasch verlischt. Daß ferner Kalkmilch um etwa ein Dreißigstel in das geöffnete Gefäß einftieg. Damit hatte er bewiesen, daß die ausgeatmete Luft über 3 v. S). Kohlensäure enthält. Ein anderer Versuch über die Atmung der Pflanzen wird von ihm folgendermaßen beschrieben:In einen kleinen Kolben, der 24 Unzen Wasier enthalten konnte, legte ich etliche Erbsen und goß so viel Wasier dar­auf, daß sie halb damit bedeckt wurden. Die Erbsen fingen an Wurzeln zu schlagen und wuchsen auf. Als sie nach 14 Sagen nicht mehr zunehmen woll- ten, öffnete ich den Kolben umgewandt unter Wasier und fand die Lust weder vermehret noch vermindert. Mit der Kalkmilch aber wurde der vierte Teil verschlungen, und die übrige Luft löschete die Flamme aus!* Damit hatte Scheele bewiesen,

menten im Lebensraum des Menschen weitaus am häufigsten vorkommt. 100 Liter Luft enthalten 21 Liter Sauerstoff. Auf jedes Kilo reinen Wassers kommen 880 g chemisch gebundener Sauerstoff. Zu 90 v. H. besteht die feste Erdkruste aus diesem Ele­ment, das im Granit ebenso vorkommt wie im Kalk, im Sandstein und im Salpeter. Sange Zeit galt der Engländer Priestley als der Entdecker des Sauerstoffs, der im Jahre 1774 das Element aus Queckfilberoxyd gewann. Aber mindestens drei Jahre früher konnte Scheele den gleichen Stoff auf die gleiche Weise und darüber hinaus in einer auch den modernen Chemiker in Bewunderung und Staunen versetzenden, phantasievollen Fülle verschiedenartiger Experimente nachweisen, wenn er auch erst im Jahre 1777 in seinerChemischen Abhandlung von der Luft und dem Feuer" darüber berichtete. Seine 100 Jahre später veröffentlichten, sehr sorgfältig geführten ßaboratoriumsnotuen bilden für Scheeles Entdeckererstrecht den einwandfreien Beweis. Der junge Stralsunder, der vom Vater wie von der Mutter her aus altem pommerschem Geschlechte stammt, das im Laufe der Jahrhunderte viele tüch­tige Männer hervorgebracht hat, hatte wenig für äußere Anerkennung übrig.Neue Phänomene zu erklären, das macht meine ganze Sorge aus, und wie froh ist.ein Forscher, wenn er das so fleißig Ge­suchte findet, eine Ergötzung, wobei das Herz lacht", so schrieb er einmal an einen Freund. Diese Ergötzung" genügte dem unermüdlichen Forscher­drang des Mannes, der einer der genialsten Che­miker seiner Zeit war und dabei so wenig Wesens von seiner Entdeckertättgkeit machte, daß er sich big an das Ende seines kurzen Ledens fast stets nur in den kargen Freistunden sich ihr widmete. Er war mit 14 Jahren Apothekerlehrling bei dem aus Meck­lenburg stammenden Apotheker Bauch in Gotenburg geworden. Mit einem wahren Heißhunger ver­schlang der grüblerisch veranlagte Junge die meist schon recht alten naturwissenschaftlichen Bücher, die er in der ApothekeZum Einhorn" vorfand. Die Chemikalien benutzte er recht eigenwillig für selbst- erdachte Experimente. Sein unbezähmbarer Lern­eifer und fein außergewöhnliches Gedächtnis sowie feine handwerkliche Geschicklichkeit ließen ihm dann in wenigen Jahren zu einem der erfolgreichsten Chemiker seiner Zeit werden.

Von der Entdeckung des Sauerstoffs.

Zum 200. Geburtstage des großen deutschen Chemikers Carl Wilhelm Scheele.

Im Hose der ApothekeZum Wappen von Upp- lanb" in Upsala stand im Jahre 1770 ein kleiner Schuppen, in dem allabendlich der Provisor Carl Wilhelm Scheele sich elnschloß, wenn er die letz­ten Kunden abgefertigt, den Giftschrank verwahrt und das Haustor abgeschlossen hatte. Wenn man durch den Türschlitz ihm zugeschaut hätte, so würde man ihn bei merkwürdigen Verrichtungen beobachtet haben. Da nahm er z. B. einen oben geschlossenen Glaszylinder und steckte ihn umgekehrt in eine Schale mit Leinöl. Taa für Tag beobachtete er, wie das Leinöl ganz langsam in den Zylinder hinein­stieg, bis nach ungefähr 14 Tagen ein Fünftel des Zylinders mit Leinöl gefüllt war. Wieder ein andermal konnte man ihn mit einer Feile Eisen­späne von einem alten Hufeisen schaben sehen, lieber die Versuche, die er damit machte, schrieb er in sein Tagebuchwird Eisenfeil mit etwas Wasser ange­feuchtet und in einer Pouteille wohl vermacht einige Wochen aufbehalten, so gehet ebenfalls ein Teil Luft verloren". An einnem Sonntag ging er mit merkwürdigen Utensilien aus seiner Alchimistenküche hinaus in den sonnenbeschienenen Garten. Vorsichtig legte er ein Stück Phosphor auf einen Korken, den er bann in einer Wasserschale schwimmen ließ, lieber den Korken stülpte er einen Glaskolben, unb bann ließ er ben fengenben Sonnenstrahl durck ein Brennglas auf ben Phosphor fallen. Ein oefrie- bigtes Lächeln huschte über sein Gesicht, wenn ber Phosphor in Branb geriet unb nach einiger Zeit das Wasier in ben Zylinder hineinstieg. Das Leinöl, die Eisenfeilspäne und der brennende Phosphor, sie alle dienten ihm nur dazu, die Existenz derFeuer­luft" nachzuweisen, jenes Bestandteils der Lust, den wir heute Sauer st off nennen.

Im Jahre 1776 endlich konnte Scheele sich in- ping am Mälarsee eine eigene Apotheke kaufen. Nun war er ein freier, unabhängiger Mann, der sich sein Leben einrichten konnte, wie er wollte. Er benutzte die Verbesserung seiner äußeren Lage dazu, sich wenigstens ein neues Laboratorium einzurich­ten. Auch reifte er nach Stockholm, wo er die Aka­demie der Wissenschaften besuchte, die ihm schon einige Jahre vorher zum ordentlichen Mitglied ge­wählt hatte. Da er noch immer nicht feine Staats­prüfung als Apotheker abgelegt hatte, wollte er diese Formalität nachholen. Aber das Examen wurde zu einer Huldigung der Examinatoren vor dem genialen Prüfling. In Gegenwart des Königs hielt er feine Antrittsrede als Mitglied der Aka­demie und erlebte so den äußeren Höhepunkt seiner kurzen Laufbahn. Wenige Jahre der Arbeit waren ihm noch vergönnt. Am 21. Mai 1786 starb Carl Wilhelm Scheele, aber was er bis dahin entdeckt batte, daß übertrifft weit die Leistungen vieler anderer bedeutender Chemiker. Eine seiner frühesten Ar­beiten war die Gewinnung ber freien Wein­säure. Er arbeitete sogar ein Verfahren zur Ver­besserung bes Weines aus, das man noch heute Scheelisieren nennt. Dann fanb er bas Glyzerin, die Blausäure, Säureoerbindung der Metalle Molybdän und Wolfram: das heute so außerordent­lich wichtige Mangan, die Flußsäure, den Schwefelwasser st off und den Farbstoff Scheeles Grün" das aber sind nur die wichtigsten aus einer langen Reihe chemischer Ele­mente und Verbindungen, die dieser einzigartige Forscher in klassisch gewordenen Experimenten auf­fand. Und bei alledem blieb Carl Wilhelm Scheele ein fleißiger, menschlich bescheidener und in seinem Beruf tüchtiger und erfolgreicher Apotheker. Ein Meister in feinem Fach und ein großes deutsches Forschergenie. Dr. Ludwig Kühle.

Berlin, 10. Dez. (DNB.) Die bekannte USA.- ZeitschristWorld Review" bringt einen Ar­tikel mit ber UebersehnstVereinigte Staaten von Europa". In ihm wird das tollfte N ach- l r i e g 5 b i 1 b entworfen, das wir von dieser Seite bisher erlebt haben. Wörtlich heißt es:

Es ist eine starre unb schauerliche Angelegenheit: Aller Wahrscheinlichkeit nach bedeutet unser Sieg die Tötung von 500 000 jungen Deut­schen, entweder durch summarisches Kriegsgericht oder ohne eine solche Zeremonie. Selbst wenn man ihre tatsächliche Tötung vermeiden will und eine Reihe von Zwangsarbeiterdivisionen auf Lebenszeit zum internationalen Einsatz bringt, bann bedeutet das nichts anderes als leben­diger Tob. Wir tun aber wahr daran."

Das sind also die wahren Absichten von Gottes auserwähltem Volk, Das die Stirn hat, von der Freiheit von Furcht und Angst" zu reden, das das deutsche Volk als ein Volk ber Barbaren dar­stellt. Sie enthüllen immer wieder ihr wahres Ge­sicht. Möge sich das deutsche Volk diese Sache ein­prägen, damit es weiß, worum der Kampf geht.

Clömenceau sprach einst von den20 Mil­lionen Deutschen zuviel"; hier wird allen Ernstes der Plan entwickelt, 500 000 junge Deutle zu füsi­lieren!

sich, nach einer Meldung aus Neuyork, beim Emp­fang einer 'Abordnung der Londoner (3 (Mit-- liften über die Beweggründe, die General Eisenhower zu feiner entgegenkommenden Hal­tung gegenüber den politischen Wünschen des Ad­mirals Darlan bewogen hätten. General Eisen­hower habe das getan, was für den Schutz und die Sicherung feines Vormarsches gegen die militärischen Ziele in Französisch-Nordafrika als das Wirksamste erschienen setz Das Abkommen mit Darlan bleibe auch weiterhin eine rein militärische An­ge l e n h e i t, betonte Cordell Hüll. Die nordameri- ?anischeRegierungbeabsi^tig^ilicht^ihr^^inwilli-

spielt, er wurde zugleich durch die Rücksichtslosig- kett, mit der Roosevelt dem schon halb und halb mit einem Fußtritt bedachten Darlan das Amt eines Hochkommissars zuschanzt, ohne Überhaupt der bri­tischen Regierung davon Kenntnis zu geben, ver­blüfft und vollends aus feiner mtt echt britischer Ucberheblichkeit vorgetäuschten Nonchalance auf» gestört.

Denn durch das Spiel mit Darlan einerseits und de Gaulle andererseits ist auf beiden Seiten des Atlantik klar geworden: England ist bei aller Unterwürfigkeit und bei aller Bereitschaft zu geftänbniffen nicht bereit, kampflos fein Empire demBundesgenossen" zu über» lassen. Und für Roosevelt bedeutet Nord- unb Westafrika nur eine Etappe seiner weltum­spannenden Brückenkopfstrategie, für bie es sich eines besonderen Aufhebens ober der Beachtung der üblichen biplomatischen Spielregeln gegenüber bem Partner nicht einmal lohnt. Er hat 'feine Linien über ben Pazifik nach Australien gezogen (wo ihm allerdings bie Japaner bas Konzept gründlich verderben), er hat feinen Alaska- Brückenkopf ausgebaut, bar für ihn die Bedeutung bes Sprung­brettes nach Japan und der Drehscheibe für ben Nachschubverkehr nach der Sowjetunion haben soll, erlpt sich um Indien bemüht, hat sich in Nordirand-Großbritannien und auf Island festgesetzt, ist im Persischen Golf und den Araber ländern anwesend und hat schließlich den Sprung über ben Atlantik nach Nord- und Westafrika getan, alles in ber Absicht, einem Schema blutvolle Wirklichkeit zu geben, das nur einen allerdings entscheidenden Fchler hat, nämlich: daß in diesem Kriege ein Nachschub über Entfernungen bis zu 25000 Kilo­meter der feindlichen Gegenwehr ausgesetzt ist, daß vor allem Europa unter Führung der

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Die Nordamerikaner geben wahrlich genug Be­weise ihrer teuflischen Absichten. Was bie USA.- ZeitschriftWorld Review" mit frecher Stirn für die Zeit nach dem Kriege als das einzig Richtige hin­stellt, reiht sich würdig an die Stimmen, die Geistes­verwandte in ben USA. und in England haben vernehmen lassen. Wer erinnerte sich nicht der Ver­öffentlichungen aus dem Buch von Theodor Kauf­mann aus dem Jahre 1941, in dem er die Sterili- fierung aller deutschen Männer unb Frauen for­dert. In diesen Rahmen gehört Douglas Miller, der ehemalige Handelsattache ber USA.-Botschaft in Berlin, der im September 1941 erklärte, die deutschen Städte müßten entvölkert, die Bevolke- rungszabl müsse gewaltsam niedergedrückt unb bie deutsche Äugend zur Auswanderung in'fremde Län­der gezwungen werden. Auch Roosevelt kannte es sich nicht versagen, seine Stimme zu den Vernich-

delsschiff mittlerer Größe im Hafen von Bougit mit schweren Bomben unb bekämpften feindliche Flugstützpunkte mit sichtlichem Erfolg.

Nachtjäger unb Flakartillerie schossen in ber ver­gangenen Jiadjt bei Durchflügen britischer Bomber burch bie besetzten IBeftgebiete nach Oberitalien brei Flugzeuge ab.

Am 8. Dezember würbe anbertöironoemün- bung ein kleiner britischer Sabotagetrupp gestellt unb im Kampf niebergemad)L

Aus-em italienischen Wehrmachtbericht

Rom, 10. Dez. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag teilt u. a. mit: T u - rin wurde in ber vergangenen Nacht wiederum von feindlichen Flugzeugen bombardiert. Zahlreiche Gebäude wurden getroffen unb stürzten zusammen. Zahlreiche Brände wurden verursacht. ; Die Schüben sind insgesamt sehr groß. Die Zahl ber Opfer des vorhergehenden Angriffs beträgt, rote bisher festgestellt ryurde, 65 Tote und 112 Ver­wundete. Die Verluste der letzten Nacht sind noch

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nicht bekannt.

Eine Formation der 105. Torpedoftugzeuggruppe unter dem Kommando von Fliegerhauptmann Ur­bano Mancini unternahm gestern einen kühnen Angriff gegen feindliche Schiffe auf der Reede von Algier und hatte dabei besonders ungün­stige atmosphärische Bedingungen zu überwinden. Zwei Schiffe von 16 000 bzw. 10 000 BRT. wurden getroffen und explodierten. Im dar­auffolgenden Kampf mit feindlichen Jägern wurde eine Curtiß abgeschossen. Die Flugzeuge kehrten alle zu ihrem Stützpunkt zurück.