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Roman von Mela Vrrr.
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Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Liebe, kleine Mutter", sagt Johannes leise, geht
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Sie bringt eine Platte mit Brotschnitten und L -Sie müssen noch etwas essen. Ist es denn wirklich sute so dringend mit der Heimfahrt. .
Johannes hat sich in den Stuhl zurückgelehnt und i'bt den Hantierungen der ,ungen Frau zu. 6e> •ter Bedaglichkeit. di- er hier emps>ndet °erl -rt tu Gesicht n-cht den gewohnten ernsten Ausdruck, e: streicht über seine schmale, hohe Stirn und ent fanet. daß er morgen frühzeitig m der Fabrik will. „Uebernachte ich wie sonst in Hamburg, »bin ich erst gegen Mittag in Tempelhof.
„Unb vielleicht Serbe ich jetzt lange keine Ze^t für h>omstett finden. Diese Besuche hier bei Ihnen >-d Martin werden mir sehr s-hlen .. sehr!
. Die Hellen Brauen des Mannes heben sich ub-r to ernsten Augen. Jetzt haben diese Augen -men eichen und sehr herzlichen Ausdruck. Er sagt we
„So abseits leben Sie ja hier auch nicht. Frau tüe. daß Sie nicht wissen, was m der Luft liegt
Heuer Rektor der Marburger Universität.
; Der Reichserziehungsminister hat den ordentlichen Professor Dr. Rudolf Reinhardt zum Rektor fcr Marburger Universität ernannt. Professor Rein- itarbt wurde 1902 in Mühlhausen bei Köln geboren, jr war 1930 Privatdozent in Köln, 1935 auher- ^deutlicher Professor in Halle, 1938 ordentlicher Professor in Königsberg und kam 1940 nach Mar- Birg, wo er den Lehrstuhl für Deutsches bürger- tches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeits- tzkcht innehat.
Lehrstuhl für die Geschichte des Judentums an der Universität Paris.
Ein Lehrstuhl für die Geschichte des Judentums f an der Sorbonne geschaffen worden, was für Kxs französische UniversitäLsleben eine Neuerung kedeutet. Für die Errichtung waren ähnliche Ein- Achtungen in Deutschland und in Italien Vorbild. Bend Labroue ist mit dieser Aufgabe betraut roor- [in. Er ist als Mitarbeiter an der zeitgenössischen Deschichte des Judentums hervorgetreten und hat Re verderbliche Rolle dieser Rasse dargelegt.
Kostbarkeiten des Offenbacher Ledermuseums.
I In diesem Jahre feierte das Fachmuseum der Deutschen Lederwirtschaft in Offenbach sein 25jäh- Naes Jubiläum. Eine illustrierte Festschrift, ver- »tzt von Prof. Dr.-Jng. e. h. Hugo Eberhardt, Bkft sich wie ein spannender Roman. Mit dem Spür- Mn eines Jägers hat Eberhardt seltene Schätze Ktdeckt, so den aus Elchleder hergestellten Leder- Mer Wallensteins aus dem Besitz des Erben der lachter des Friedländers, des Grafen Schönborn, ■in anderes Kuriosum ist das älteste Schuhpaar, Mnderschuhe aus dem Grabe Gebel4n, 5000 bis MO Jahre alt. Um diese archäologische Kostbarkeit Muppiert sich die größte Schuhsammlung der Wett, MO Typen, darunter die Sammlung eines Schu- Mrs von Rang, des „Hans Sachs von Wien". Ein Monders reizvolles Gebiet sind die zahlreichen Wernen Figürchen, die als die vollendete Repräsen- Mion der östlichen theatralischen Volkskunst der Mchattenspiele bezeichnet werden. Kostbares Gut M die Leihgabe Adolf Hitlers, ein Samuraisattel, M. Jahrhundert, ein Meisterwerk der Lederbehand- Mg mit dazugehörigem Pferdepanzer aus Hcuftsch- Itib Büfellederblättchen.
Anna Schieber 75 Jahre alt.
I Am 12. Dezember vollendet die schwäbische Dich- llrrin Anna Schieber in Stuttgart-Degerloch ihr I?i. Lebensjahr. In Romanen und Erzählungen, Gelachten und bekenntnisartigen Werken hat sie der Ikatseelung und Materialisierung des Lebens ent- Itigengearoeitet, aus echt mütterlichem Gefühl, das Urem Schaffen immer einen besonderen persönlichen Ibn gab. Auch in der Frauen- und Jugendbewe- Ifcing hat sie rege mitgearbeitet. Ihre bekanntesten Ikiomcme sind: „Alle guten Geister", „Lüdwig Fu- |--ler" und „Das große Angesicht"; die Erzählungen l^ur Genesung" und das gehaltvolle, ihre eigene löibensentwicklüng darstellende Buch „Wachstum Ihib Wandel". H-
de ter mr die
L dec große Irrtum
mag zu^eben, daß auf diese Weise über das zu. -ünftige Schicksal Frankreichs bestimmt werde.
Mit Roosevelts Einverständnis.
- Rom, 10. Dez (DNB.) Spanische Kommu- fisten, die sich bisher in Konzentrationslagern i in Franzosisch-Marokko befanden und von den nord- :merikanischen Eindringlingen freigelassen worden varen, haben — wie aus Tanger gemeldet wird — 1 Casablanca und anderen Städten a n t i • panische Demonstrationen veranstaltet. Die Kommunisten zogen durch die Straßen mit Slakaten, auf denen die „Wiedereroberung Spa- tiens" angekündigt wurde. Diese kommunistischen Kundgebungen fanden mit Zustimmung der : SA.-Behörden statt, obwohl der spanische lonsul in Casablanca dagegen Protest erhoben satte.
Kunst und Wissenfchast.
-eutsche kullurlat im Offen im Dienste Europas. I Während an der Front im Osten die deutsche I Lehrmacht in harten und siegreichen Kämpfen Eu- I ropa vor dem verheerenden Gift der bolschewifti- | chen Barbarei und Unkultur bewahrt, ist in Lem- lierg in zäher und eifriger Arbeit in den letzten IMonaten ein Werk entstanden, durch das Europa Icuch vor den aus dem Osten drohenden gesundheit- I ichen Gefahren geschützt werden soll. Es ist dies ein I ssoßes Fleckfieber • Forschungsinstitut, das den I tarnen Emil von Behrings trägt und am Mitt- Isoch feierlich eröffnet wurde. An dem feierlichen I Staatsakt nahmen neben dem Generalgouverneur I teichsm'nister Dr. Frank und zahlreichen Dertre- llirn von Staat, Wehrmacht und Partei auch eine lssoße Zahl hervorragender Wissenschaftler aus allen Meilen des Reiches und Vertreter der italienischen ■ mb ungarischen Wehrmacht teil.
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Uchen.
„Nun haben mir noch eine ruhige Stunde, Jo- «nnes. Kommen Sie in den Garten, setzen -vre itz auf Ihren gewohnten Platz."
.An der Rückseite des Hauses auf der Obstwiese, ti Käte einen reizenden Sitzplatz geschaffen. Groh, Regelmäßige Steinplatten fuhren zu dem alten Vrnbaum. Unter seiner weitästigen Krone stehen em lsch, leuchtend rot, und bequeme Stuhle
Als Johannes noch zögert, wiederholt Kate, hieben Sie nur schon, Johannes, ich komme gleich
Aus der Stadt Gießen.
Für den Weihnachtstisch.
Weihnachten feiern heißt Freude machen! Heute aber nicht mehr Freude machen mit großen protziaen Geschenken, sondern durch kleine, sorgsam ausgesuchte Dinge, durch liebevolles Versenken m die kleinen Basteleien, die ein Fest verschönern und bereichern. Nicht nur auf dem gedeckten Gabentisch soll Weihnachten fein, nein, die ganze Wohnung soll Glanz und Festesstimmung ausstrahlen. Dazu gehört so wenig. Die Zeit rft ja heute für die Hausfrau — und besonders für die berufstätige — kostbar. Alsp müssen es schon Dinge sein, die rasch von der Hand gehen und wenig Zeit und Mühe beanspruchen. Wir wollen einmal sehen, was sich da machen läßt:
Auch zum Tischschmuck gehört immer Tannengrün, fei es als Lischmitte, belebt durch ein Band ober als zierliche Girlande um jeden Teller. Auf reichlichen Kerzenfchrnuck müssen wir dabei in die» fern Jahr verzichten. Wir wollen uns das aber nicht verdrießen lassen und dafür der einen Kerze, die wir noch auf den Tisch stellen, besondere Beachtung schenken.
Soll der Tisch besonders hübsch geschmückt fein, fo umkleidet man das Weihnachtslicht mit einem selbstgefertigten, Transparent. Man braucht dazu dunkle, nicht Zu starke Pappe, auf die die Figuren aufgezeichnet und chre Umrandung ausgeschnitten wird. Hinter die Pappe klebt man buntes, am besten rotes Seidenpapier.
Diesen Ti sch schmuck kann man — in der fR un-v düng geschlossen — auch für einen Lampenschirm für die Advents» und Weihnachtszeit gebrauchen. Läßt man die Tischdecke schlicht, so kann man das Ganze durch Untersetzer, Tellerdeckchen oder Tischkärtchen beleben. Ein ausgeschnittener Stern genügt schon als Tellerdeckchen. In Pappe ausgeschnitten und mit Goldpapier beklebt eignet er sich als Unter» setzer. Inmitten des Sternes noch einen zweiten Stern ausgeschnitten und mit rotem Papier unterklebt ergibt einen hübschen Untersetzer. Man kann auch zwei verschiedenfarbige Sterne so aufeinander« legen, daß die Zacken sich überschneiden und der ausgeschnittene Mittelstern in der zweiten Farbe durchscheint. Genau so läßt sich für die Tischmitte ein größerer Schmuck anfertigen, noch belebt durch die in der Mitte aufgestellte Kerze. Einen Kerzen» Halter dazu fertigen wir selbst an: In einen Kreis von 6 Zentimeter Durchmesser schneiden wir in doppelter Kreuzform ein und biegen die so entstehenden Zacken zum Halten der Kerze hoch.
Für die Tischkarten bekleben wir aus Pappe geschnittene Sterne, Bäume oder Herzen mit Bunt» papier und stecken sie in einen halbrunden, mit einem Schlitz versehenen Holzknopf. Auch ein weißes Kärtchen, mit einem einfachen Scherenschnitt beklebt, eignet sich dazu. Wer gerne malt, kann sich auch einen Tannenzweig auf das Kärtchen malen. Standfeste Kärtchen erhält man auch dadurch, daß man das etwas breiter geschnittene Kärtchen am unteren Rand mit Einschnitten versieht und dann die einzelnen Teile abwechselnd einmal nach vorn und einmal nach hinten biegt.
Vervollständigt wird der Tischschmuck durch bunt beklebte Servietten. Einen Tisch für Kinder deckt man gerne recht bunt. Auf einer blauen Tischdecke steht eine rote Kerze in weiß oder golden überzvge- nem Halter. Statt der Teller kann man fertige Pappteller bunt bekleben oder aus buntem Papier flache, tellera-rtige Kästchen falten.
(5'rorn sparen am Arbeitsplatz!
Mancher Arbeitskomemd denkt im Betrieb nid)* an Svarsomkeit bei der Beleuchtung. Der Verbrauch gebt ja nicht auf seine Kosten, so sagt er sich vielleicht mitunter, obwohl auch das nicht stimmt Brennt also irgendwo eine Campe unnütz, so muß man nicht achtlos daran noi^»eiachen, sondern sie ausschalten. Das steht nicht in Widerspruch mit her Forderung: . Gutes Licht am Arbeitonlatz." Es ist z. B. nicht überall notwendig, bah Deckenbeleuchtungen brennen, wenn hie Arbeitsvlatzanlaaen eingeschaltet sind. N"r zu häufig sieht man in den Blieben, selbst bei Hellem Tage, gänzlich über- flülsia Lamnen brennen.
Bei der Verdunkelung ist zu beachten, bah nicht z u früh verdunkelt und nicht zu spät entdunkelt wird. Ueberstrichene F-nster bedeuten übrigens in zahlreichen Fällen Stromverschwendung. Ueberall dort, wo Vorhänge ober Verbunkelunas- rahmen angebracht werden fönneh, sollten diese der Verdunkelunasfarbe voraezogen werden. Infolge der Verdunkelunaswaßnahmen sind auch viele S^alttafel- und Jnstruwentenbeleuchtunaen zusätzlich angebracht worden. Während man früher dort nbne Beleuchtung auskam. meint man heute, solche Tafeln müßten auch Masüber hell erleuchtet fein.
Nehmen wir einmal an, in 100 000 deutschen Be»
„Ich weiß es, Johannes. Krieg. Aber Sie wirb man nicht einziehen."
Ein Schatten streicht über Johannes Gesicht. Nein — er ist bienstuntauglich. Unb es geschieht manchmal, baß er sich eines Gefühls von Neid nicht ganz erwehren kann ... auf d e Kraftvolleren, auf die Männer, die bas Leben auch leichter nehmen ...
Aud) auf Lubwig ... ja, auch auf ihn ...
Die leicht geneigte Gestalt des älteren Rauten» beras strafft sich. Unsinnig, solche Gebanken. A«e Kräfte werben gebraucht. Er hat in ber Heimat feine Aufgaben. Sie finb nicht weniger verantwortungs» voll. Die Margarinewerke ber Rautenbergs gehören zu ben kriegswichtigen Betrieben. Unb bavon spricht er jetzt ... baß es sehr viel Arbeit geben wirb. Auch Umstellungen. .
Käte nickt: „Natürlich. Unb Sie muffen tm Kriegs- s„ll alles allein leiten, benn Ludwig ... Sagen Sie, Johannes, muß Ludwig sofort ins Feld?"
Es gab schon Stunden in ihrem Zusammensein. ?n denen Johannes glaubte, Käte habe Schmerz unb Enttäuschung, die ihr Lubwig angetan, übemunben
. unb auch hie Liebe zu dem Vater ihres Kinbes. Aber er hat sich da wohl geirrt ... wollte bas nur
glauben ... ,
Er beugt sich vor unb fragt: „Sie sorgen sich, Kote? Schon ietzt?" v _
Die junge Frau sieht den Mann, der ihr etn so treuer Freund geworben ist, klar unb offen an. fragen Sie. Johannes. Si- wissen wie ich baß Ludwig mit dem gleichen Schwung, ber immer sein ganzes Wesen beherrscht, auch in einen Krieg gehen wird. Immer voran ... immer einer ber ersten Kann man da ruhig fein ...? Johannes, auch Sie können es nicht ... Sagen Sie mir, wann mu* sich Ludwig im Ernstfall melden?"
An einem der ersten Tage", erwiderte ber Mann. Unb er fügt hinzu: „Sie haben recht. Käte, im tief- ften Grunde lieben wir Ludwig doch alle!"
Es erweist sich, daß Frau Schrotts Beschwerden keine ernsthafte und bedenMche Ursache haben.
Oer Kampf der Japaner.
Was die neue Wochenschau bringt
Auf großen Umwegen sind jetzt die ersten Drigi- nalaufnahmen von den K ä m p f e n ber Japaner währenb des letzten Jahres zu uns gekommen. Die neue Wochenschau, in der sie einen breiten Platz einnehmen, bekommt dadurch ihre besondere Note. Wir sehen nicht nur historisch bedeutsame Bildbokumente, so etwa den englischen General Percidal bei der bedingungslosen Uebergabe von Singapur, sondern bekommen einen guten Begriff von der japanischen Kriegführung Überhaupt. In ausgezeichneten graphischen Dar» nen, die die japanischen Bilder einleiten, wer- r orientiert über die Erfolge unseres Verbündeten in Ostasien, der alle seine bisher von ihm gesteckten Ziele erreicht hat. Wir erkennen in den bewegten Bildern, daß ber japanische Soldat, was Durchhatten unb Strapazen überwinden heißt, dem beutschen ähnlich ist. Auch die japanischen Bildberichter leisten ganze Arbeit. Die Landung der ersten japanischen Fallschirmtruppen auf Sumatra ist in einem grandiosen Fernbild aus großer Höhe ausgenommen und gibt nkcht nur einen Begriff von der strategischen Planung eines solchen Unternehmens, sondern hat auch einen hohen photographi
schen Wert. Der Film erweist sich auch hier wieder als eine sehr brauchbare Geschichtsquelle.
Dazu kommt, daß diese Bilder ber Wochenschau» die Dschungelkämpfe und Llbschüsie amerikanischer viermotoriger Bomber mit Aufnahmen von ber japanischen Flotte nerbinben, uns Deutsche über bis Stärke ber Kriegsmacht Japan ins richtige Bild setzen.
Don ben Aufnahmen an der D ft f r o n t bleiben jene besonders im Gedächtnis, die uns die Umwelt im vordersten Graben unb bas Leben bes Landsers vom Gesichtspunkt des Soldaten selbst vorstellen. Die Kamera tastet ben Boben und die Wände des Unterstandes ab, führt uns in die Laufgräben unb zeigt uns die ruhige Sicherheit des vordersten Postens.
Mit den einleitenden Bildern der Wochenschau erhalten wir einen Eindruck von der Persönlichkeit des Duce, der vor unseren Augen mit großer Energie feine schon jetzt berühmte Rede hätt, in ber er die klare Stellung Italiens gegen bie angelsächsischen Ueberheblichkeiten erneut formuliert hat.
H. H. G.
Was immer wieder mißverstanden wird.
Die nichtbezahlte Versicherungsprämie.
Obwohl die gesetzlichen Vorschriften über die Zahlung ber Prämie bei Versicherungen aller Art und bie Folgen ihrer Nichtzahlung sich auf wenige Bestimmungen beschränken, zeigt die Beobachtung, daß über bieten wichtigen Fragenbereich immer noch weitgehenb Unklarheit besteht. Deshalb oerbienen Erläuterungen besonberes Interesse, bie Ministerialrat Thees vom Reichsjustizministerium in ber „Deutschen Justiz" veröffentlicht.
Danach ist es in ben Fällen, in denen der Versicherungsnehmer zur Zahlung ber Prämie nicht mehr imstande ist, das Gegebene, mit dem Versicherer in Verhandlungen zu treten. Dieser kann die Prämie entweder stunden oder es kann eine Vereinbarung über die Herabsetzung der Versicherungssumme ober über eine gütliche Beendigung ber Versicherung getroffen werben. Die Frage ber Durchhaltung einer einmal übernommenen Prämienzahlungspflicht spielt namentlich bei langfristigen Verträgen eine Rolle. Sie wirb mitunter vom Versicherungsnehmer nicht genügenb beachtet. Daraus hat das Gesetz in ber Lebensversicherung die Folgerungen gezogen. Der Versicherungsnehmer kann, wenn er seine Lebensversicherung nicht fortfetzen kann ober will, nach Maßgabe bes § 165 des Vertragsversicherungsgesetzes jederzeit ben Vertrag kün- bigen. Die Kündigung wirkt für ben Schluß ber laufenden Versicherungsperivbe. Zur Künbigung berechtigt ist nur ber Versicherungsnehmer. Ist bie Prämie mindestens für drei Jahre gezahlt, fo hat ber Versicherungsnehmer nach der Kündigung Anspruch auf Rückvergütung. Neben der Kündigung
kann, wenn die Prämien für mindestens drei Jahre aezahlt sind, ber Versicherungsnehmer jeberzeit auch für ben Schluß der laufenben Dersicherungsperiobe bie Umwanblung der Versicherung in eine prämienfreie verlangen.
Immer wieder mißoerstanben wird die Regelung im Falle der Nichtzahlung der Prämie, obwohl sie für den Versicherungsnehmer günstig ist. So lange bie erste Prämie ober eine Einmalprämie nicht gezahlt ist, ist der Versicherer von ber Leistungsverpflichtung frei. Allerdings barf er bie Prämie nicht erst in letzter Minute eingeforbert haben. Wesentlich anders ist hie Rechtslage bei Verzug mit der Zahlung einer Folgeprämie. Da bie Prämie an einem bestimmten Tage zu zahlen ist, überbies bem Prä» mienschulbner Üblicherweise eine schriftliche Zah* hingsaufforberung zugeht, gerät der Versicherungsnehmer mit ber Nichtzahlung ohne weiteres in Verzug. Trotzbem ist ber Versicherer bann aber noch nicht etwa leistungsfrei. Um biefe Leistungsfreiheit herbeizuführen, muß er bas vorgeschriebene Verfahren genau beachten. Danach hat ber Versicherer zunächst bem Versicherungsnehmer schriftlich eine Zahlungsfrist von mindestens zwei Wochen, in der Gebäudeversicherung von einem Monat zu heft m- men. Erst bas orbnungsgemäße Mahnschreiben führt nach Ablauf der Mahnfrist ben qualifizierten Verzug bes Versicherungsnehmers herbei, an den sich Leistungsfreiheit unb Möglichkeit zur Künbiaung knüpft. Tritt vor Ablauf der Mahnftist ein Versicherungsfall ein, fo hat ber Versicherer Versicherungsschutz zu gewähren.
trieben habe nur ein Motor mit 5 Kilowattleistung durch Unachtsamkeit der Bedienung eine um 10 v. H. zu hohe Stromaufnahme, so ergibt sich allein hierdurch insgesamt ein Mehrverbrauch an Energie von rund 25000 Kilowattstunden. Ein modernes Dampfkraftwerk wendet dafür etwa 3001 Steinkohle auf. Die voll ausgenutzte Tagesleistung einer 20 OOO-Kilowatt-Turbine ist unnötigerweise in Anspruch genommen worden. Darum bedürfen alle elektromotorisch angetriebenen Maschinen sorgfältiger Ueberwachung unb Wartung, bamit ber Motor nicht mehr Strom verbraucht als üblich unb zulässig. Zur lleberwackung der Arbeitsdisziplin
NSG. Die Einheitlichkeit der Ueberwachung ber Arbeitsbisziplin in Verwaltungen und Betrieben bes öffentlichen Dienstes ist schon seit dem 1. 7. 1939 gewährleistet. Danach finb, entsprechen!) der neuen Anordnung gegen Ärbeitsvertragsbruch und Abwerbung sowie bas Färbern unverhältnismäßig hoher Arbeitsentgette, für bie Privatwirtschaft in einer von dem Reichcktreuhänder für ben öffentlichen Dienst in diesen Tagen erlassenen Ergänzungsanordnung nunmehr auch im Bereich bes öffentlichen Dienstes die zur Wahrung der Arbeitsdisziplin erforderlichen weiteren Maßnahmen getroffen worden. D'e Anordnung gilt im Reichsgebiet und in den eingegliederten Ostgebieten und hat auch insoweit Geltung, als Gefolgschaftsmitglieder des öffentlichen Dienstes in das Protektoratsgebiet, in das General-
Jmmerhin wird eine Behandlung notwendig. Zuerst will Gertraude, baß diese Behandlung bis zum Winter verschoben werden soll. Dann hat die Burg ihre stille Zeit. Als sie aber mit ihrer Wirtschafterin, einer vorzüglich eingearbeiteten Hilfe, telephoniert, berichtet diese, daß die wenigen Gäste, bie man noch hatte, nun auch abgereift sind. Das ist fein Wunder in treten unruhigen Tagen. Eine Nachricht jagt die andere. Auch in Dahlem läßt man den ganzen Tag den Lautsvrecher eingeschaltet.
Helene und Gertraude sitzen auf der Veranda vor dem Wohnzimmer. Gertraude lehnt behaglich zurück. Nun sie über ihren Zustand Bescheid weiß, ist diese lächerliche Nervosität auch wieder fort. Ihre klugen Augen umspielen das sinnende Gesicht Helenes. Vielleicht regt sich auch eine leise Neug er in ihr.
„Erzähle nun endlich von dir, Helene. Bist du glücklich, mein Herz ... glücklich in dieser von dir selbst gewählten Ehe?"
„Willst du spotten, Gertraude?"
„K-ineswegs. Alles ist möoHd). Auch daß du dich in Bergenroth verliebt hast. Du lerntest ihn kennen ..."
„Richard ist mir ein guter Freund geworden, Gertraude."
„Hm ..."
Schweigen.
Das svöttische Gesicht der Schrott wird ernst. Sie sagt nachdenklich: „Du hast geheiratet aber bu unb Bergenroth. ihr habt bamols nur einen nüchternen Pakt schließen wollen. Auch darüber ist wieder ein Jahr vergangen. Und nichts von dem, was ich erwartete, traf ein."
„Und was hast du erwartet. Gertraude?"
„Auf gar keinen Fall ein kaltblütiges Ausharren deinerseits? Ich erwartete Zwiespalt der Gefühle ... Trennung vielleicht ... ober ..."
„Nein?" ruft Helene. Es ist nicht nötig, daß Ger- traube weiterspricht. „Du mußtest erkennen, baß sich Bestänbigkeit ergab. Ja, auch meine kluge Gertraude kann sich mitunter irren ..."
Frau Schrött erhebt sich.
gouvernement unb die besetzten Gebiete und das Ausland entsandt werden. Wer gegen die Anordnung und Ergänzung verstößt, macht sich strafbar. Den Gefolgschaftsführern wird daher empfohlen, Abdrucke der Anordnung nebst Ergänzung innerhalb ihrer Verwaltungen ober ihrer Betriebe öffentlich bekanntzugeben.
Steuerermäßigung für das unehettkbe Kind.
Ein uneheliches Kinb, bas nicht im Haushalt feines leiblichen Vaters ift, verschafft bem Vater Anspruch auf steuerliche Kinberermäßigung wegen Uebernahme ber Kosten bes Unterhalts und ber Erziehung bzw. bei volljährigen Kinbern wegen Uebernahme ber Kosten bes Unterhalts unb ber Berufsausbildung, wenn folgende drei Voraussetzungen im Veranlagungszeittaum mindestens vier Monate gleichzeitig erfüllt waren: 1. bas Kinb darf das 25. Lebensjahr nicht vollendet haben: 2. es muß überwiegend auf Kosten bes Steuerpflichtigen unterhalten unb erzogen bzw. für ben Perus ausgebildet fein; 3. es barf kein Jube fein. Liegen biefe Voraussetzungen vor, fo fällt ber lebige Vater in die Steuergruppe IV. Die Steuerermäßigung barf aber bei bem Vater, ber ohne fein uneheliches Kind in bie Steuergruppe I gehörte, bei ber Einkommensteuer 720, einschließlich Kriegszuschlag 1080 RM., nicht übersteigen. Das ist zunächst steuerlich günstig, weil die Kosten für bas Kihb erst mit zunehmendem
„Ich verlange nicht, baß bu mir dein Herz aus» schüttest, Helene. Vielleicht sind noch letzte Spuren ber alten Liebe ba unb verhinbern, baß dein Herz von neuem Sturm schlägt."
„3d) konnte bie Probe aufs (Stempel machen, Gertraude. Rautenberq war nämlich bei uns."
„Nein. Das ist doch unmöglich!"
„Doch. Es sollte zwar wie eine Verkettung merkwürdiger Zufälle erscheinen, doch wir erkannten die Absicht."
„Unb ...?"
„Wenn noch Erinnerungen ba waren, so wurden sie durch diesen Besuch Rautenbergs ausgelöscht. Unb trotzbem, Oertraube — seit jenem Tage bin ich in einer Konfliktstimmung ..."
„Aha ..."
Helene steht jetzt neben ber älteren Freunbin. Sie nimmt bie kleine Frau in ihre Arme, und legt ihr die Hanb auf ben Munb. „Siebe, sage jetzt micht Aba — und frage auch nicht weiter — sprechen mir lieber von bir. Du bleibst also in Berlin. Du haft hier bei mir alle Beauemlichkeit Lch lasse dir selbstverständlich Bemhardine hier. Sie bleibt nur zu gern."
„Unb hu? W'llst bu nicht auch noch eine Zeit in Berlin bleiben?"
»Heute unb morgen vielleicht noch", entgegnet Hel-ne
Sie teteohoniert ieben Abend mit Bergenr-th- Einia- Landarbeiter sind schon eingezogen. Auch die aemufterten Pferde sind bereits fort. Trordern redet Bergenroth Helene zu, noch in Berlin zu bleiben.
Als bann aber am ersten September btr Rundfunk bem deutschen Volke die lange schon erwartete und nun doch erregende Nachricht bringt, daß die Reichsregierung jetzt auf die das Reichsgebiet bedrohenden Angriffe der Polen mit gleichen Maßnahmen antwortet, und daß bie beutschen Trupven bie polnische Grenze überschritten haben, fährt Helene sofort zum Uhlenhof zurück.
(Fortsetzung folgt)


