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Der Angriff auf Tlordafrika
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Aernkampfbatterlen der Kriegsmarine und des Mn. 1
Kanal.
GchwereNachhuikämpfeinNordägypien.
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nung wie ein höchst empfindlicher politischer Seismo>
Dir können heute einen weiteren Aufsah
unseres Als-Korrespondenten von einer so- graph. Ganz besonders empfindlich ist infolge feiner eben beendeten Keile durch Französifch-Rord. weltweiten Wirtfchastsbeziehungen das sroße Han- asrila uerösk-uttlchen. Seiner Schilderung ^VeSen ®onnSe'',^a £ a [9a b ? a A c a^£ Casablancas kommt im Hinblick auf die mm- ,öer frauen Gegensätze, die mit ihren weißen
Kunst und Wissenschaft
tärischen Ereignisse der letzten Tage besonders
I Wiedergabe errang dem Komponisten einen freund« ftrfion ffvfntn : i res._i—
liehen Erfolg. Im Zusammenwirken mit Edwin Fischer als Solisten bildete Jbas 8-cIur-Klavier«
aufgehalten. Deutsche Jagdflugzeuge schossen fünf britische Jagdflugzeuge ab.
kampffliegergeschwader und Unterseeboote errangen bei den weit vorgetrageneu Tages- und Rächt- angriffen gegen die amerikanisch-britischen Flotten- stre.tträste und Transportschiffe vor der französischen nordafrikanischen Lüste neue Erfolge. Kampfflieger warfen einen Kreuzer in Brand und beschädigten einen weiteren Kreuzer durch Bombentreffer. Außerdem wurden acht große Handelsschiffe, darunter ein Fahrgastschiff von 19 000 BRT. und ein Transporter von 10 000 BRT. mehrfach schwer getroffen. Unterseeboote versenkten einen großen Truppentransporter von 14 000 BRT^ beschädigte« einen Truppentransporter von 18 000 BRT. durch zwei Torpedotreffer und vernichteten eine Korvette, Im Nachtangriff gegen einen gesicherten Kreuzerverband wurden zwei feindliche Kriegsschiffe torpediert, von denen eines explodierte, während der Untergang des anderen wegen starker Rauchentwicklung nicht beobachtet werden konnte.
Britische Bomber warfen in der vergangene« Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte Nord- und Rordwestdeutschlands. Die Bevölkerung hatte geringe Verluste. Bei diesen Angriffen und bei Tagesanflügen an die Küste der besetzten Dest- gebiete verlor der Feind 20 Flugzeuge, darunter auch mehrere viermotorige Bomber.
Während der Kämpfe Lei Marsa Matruk konnte eine deutsche Kampfgruppe Funkverbindun« gen mit einem abgeschnittenen italienischen Verband aufnehmen. Sie erfuhr hierbei, daß etwa 80 Kilometer südostwärts vor ihr italienische Truppen Igelstellungen bezogen hatten und ihnen der Brennstoff auszugehen drohe. Darauf stieß der Kommandant des deutschen Verbandes sofort mit sämtlichen Fahrzeugen und seinen Vorräten an Benzin, Wasser, Munition und Lebens» Mitteln in der bezeichneten Richtung vor. Schwächere britische Abteilungen, die ihnen entgegentraten, wurden übermältigt. Kurz darauf drang ver deutsche Verband in die britische Riegelstellung ein und brach den Einschließungsring auf. Die Briten zogen sich unter der Wucht des Angriffs zurück. Bevor noch der Feind zum Gegenstoß ansetzen konnte, waren die italienischen Fahrzeuge bereits au'getcrnkt und hatten schon den Marsch zu den deutschen Auffangstellungen begonnen. Dort trafen sie im Laufe der Nacht so rechtzeitig ein, daß sie noch an den erfolgreichen Nachhutkämpfen des 10.11. teilnehmen konnten. Unsere Jagdflugzeuge schossen in heftigen Luftkämpfen bei der Sicherung von Bombenanariffen gegen den feindlichen Nachschub auf der Küstensttaße fünf britische Jäger ab.
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Flieger- und Ll-Booi-Erfolge vor der nordafrikanischen Küste
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Casablanca zwischen gestern und morgen
Von unserem Alf.-Korrespondenten.
setzt «m der einseitigen Wirtschaftsausrichtung der Vorkriegszeit zu tragen und die Zahl derer, die sich von einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit rm Frankreich und dem europäischen Kontinent nicht nur eine vorübergehende Besserung, sondern aucy eine dauerhafte Krisenfestigkeit versprechen, ist mcht
Oer Wehrmachtbericht.
DRV.Aus dem Führerhauptquartier, 10. Rooember. Das Oberkomma«do der Wehrmacht gibt bekannt:
Bei örtliche« Kampfhandlungen im Gebirge zwischen Noworossijsk und Tuapse wurden einige höhen genommen und an mehreren Stellen feindliche Angriffe abgewiesen.
Am Terekabschnitt beeinträchtigten besonders schwere Welter- und Geländeverhältnisse die Angriffskämpfe der deutschen und rumänischen Truppen. Trotz starker Gegenangriffe wurden in harten Kämpfen Fortschritte erzielt. Rordostwärts Masdok zerschlug ein eigener Angriff, der in heftigem Schneesturm geführt wurde, ein Kavallerieregiment der Sowjets und eine weitere feindliche Kräftegruppe.
In Stalingrad Stoßlrupptätigkeit.
An der Don-Front warfen rumänische Truppen angreifenden Feind im Gegenstoß zurück. Stoßtrupps vernichteten nordwestlich Woronesch eine Anzahl feindlicher Bunker mit ihren Besatzungen.
Im mittleren und nördlichen Froi-lavschnill setzten tarke Kampffliegerkräfte in zusanimengefaßten Angriffen die Bekämpfung des feindlichen Rach- chubverkehrs fort. Stark belegte Bahnhöfe wurden jcrstört, mehrere Züge und Versorgungslager getroffen. Bei Rächt warfen Kampfflieger Anlagen des Bahnhofs Toropez in Brand.
In Rordafrika haben sich die deutsch-italienischen Truppen weiter nach Westen abgeseht. Rachdrän- geuder Feind wurde in heftigen Rachhukkämpfen
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Riesige Lagerschuppen nordamerikamscher Del« konzerne, Tabakfirmen, Reklameschriften für „Shell", „Good Pear", „Virginia Tabak", die Derkaufsläden amerikanischer Automobilfcrbriten geben eine nur schwache Idee, wie sehr die marokkanische Wirtschaft mit der der D e r e i n i g t e n Staaten vor dem Kriege verbunden gewesen sein muß. Nun aber hat schon seit fast Jahr und Tag kein amerikanischer Dampfer mehr die Reede von Casablanca angelaufen. Gummi und Oel dürften sie ohnehin nicht mehr bringen. Die Damen finden, was bei dem gemäßigten atlantischen Klima weniger schlimm ist, keine amerikanischen Seidenstrümpfe mehr; ober alles andere bleibt auch aus: der Kaffee, der Tee, der Zucker, Waren, die für den Eingeborenen, der weder Wein noch Spirituosen nimmt, Genußmittel von größter Bedeutung sind. Ganz Marokko hat
aktuelles Interesse zu.
Casablanca, im Oktober 1942.
„Cocotte und hasersack" bestimmen heute das Gesicht Casablancas, der Wirtschaftsmetropole an der Atlantikküste Marokkos. Ihr kosmopolitischer Pulsschlag, in dessen Rhythmus sich die Kräne ihres Welthafens drehten, wolkenkratzerähnliche Geschäfts- und Wohnblocks in den blauen Himmel stießen, Baugruben, lange Boulevards, weite Plätze, aber auch Wellblechstädte sich mit Polypenarmen immer weiter ins flachs Land hineinfraßen, hat fast ausgesetzt. Die Kutscherpeitschen, das Knarren der Fiaker und der gemächliche Trott von „Cocotte", dem Droschkengaul, sie bestimmen jetzt den Lebensstil und den Lebensrhythmus der „Weißen Stadt".
Kein Benzin, keine Globetrotter mehr, verstummt ist das Heulen der Schiffssirenen im Hafen; die glatten Asphaltstraßen, auf denen in nicht ab- reißender Kette die Gummireifen surrten, sind leer. Allein der 61 Meter hohe Leuchtturm zwischen Strand, Stadt und Meer greift unentwegt mit weißen Riesenlichtarmen in die verdunkelte Nacht der träumenden Weltstadt. Dann und wann wird das Traumen gestört: in den rotierenden Lichtbündeln der Scheinwerfer zucken fliehende Maschinen auf, und in der Ferne bellen Abwehrbatterien — Engländer auf Erkundungsflug. Am Morgen schreien die kleinen, fast nackten arabischen Zeitungsjungen die Schlagzeilen vom Einflug oder so- gar vom Abschuß britischer Maschinen aus. Krieg auch für Marokko!
Oft „Glückliche Insel zwischen Meer, Gebirgen und Wüsten" genannt, verzeichnet Marokko infolge seiner Lage im nordafrikanisch-atlantischen Krcrttefeld jede neue Entwicklung der internationalen Span-
von Gibraltar nähern sich Afrika und Europa auf 30 Kilometer; die breiteste Stelle des Mittelmeers zwischen Triest und Bengasi in Libyen mißt 1665 Kilometer; die mittlere Brette des Mittelmeers wird auf durchschnittlich 670 Kilometer angegeben. Viel einfacher ist die Gliederung des Mittelmeeres in seiner Längenausdehnung. Die Entfernung von Gibraltar bis Port Said, der Einfahrt in den Suezkanal, beträgt 3800 Kilometer. Etwa in der Mitte liegt die Seestraße von Sizilien, die das westliche und östliche Mittelmeer verbindet. Am Ostausgang der Seestraße von Sizilien haben die Engländer in der jetzt so viel genannten Insel Malta wiederum ein wichtiges Sperrfort.
Die Randländer des westlichen Mittelmeerbeckens sind, wenn wir von Gibraltar zuerst nach Norden gehen: Spanien, Frankreich, Italien mit Sizilien, dann auf der Südseite Tunis, Algier und Marokko. Marokko zerfällt in zwei Herrschaftsgebiete: in die spanische Zone und in das sehr viel größere französische Protektorat Marokko, das die spanische Marokkozone im Süden einschließt und unmittelbar an Algier grenzt. Im wesentlichen ist das westliche Nordafrika französisches Gebiet; es erstreckt sich durch das ganze Oedland der Sahara bis wett nach dem Süden an den Golf von Guinea. Dr. Ho.
Hochhäusern fast ebenso gut irgendwo in Süd- amerika stehen könnte, ist ein lärmendes Dölkerge.- misch ohne besonderen Charakter. Mit ihren amerikanisch geschmacklosen Lichtreklamen, entwurzelten Europäern, Arabern, Schwarzen, kurz Menschen aller Rassen, der ärmlichen Medina, dem gläsernen Tand und Kitsch in den Einqeborenenläden, den letzten Wiener und Pariser Schöpfungen in den modernen Auslagen der Europäerstadt ist diese afrikanische Hafenstadt am Atlantik, die mit Marseille konkurriert, verfälschtes Nordafrika. Selbst das Schnalzen des Kutschers und das (Betrabe Co- cottes würden eher Erinnerungen aus Wien und die Heimfahrt vom „Heurigei? wachrufen, wenn nicht die immer noch lärmende Stadt mit ihren Kalfeeterrassen, den vermummten Frauen und Männern, dem Sprachgewirr eines modernen Babel wie ein gleißender Film am Wagenschlag vorbei-
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Eine Festschrift für Peter Raabe.
Bei C. F. Peters in Leipzig erscheint unter dem Titel „Von deutscher Tonkunst" eine 240 Seiten umfassende Festschrift zum 70. Geburtstag von Peter Raabe, dem Präsidenten der Reichsmusikkammer. Das Werk vereinigt Beiträge schaffender und nachschaffender Künstler, Musikerzieher und Wissenschaftler, wie Gieseking, Wilhelm Kempff, Elly Ney, Max Strub, Werner Egk, Joseph Haas, Gg. Schünemann, H. I. Moser, aus dem Bereiche ihrer Arbeit. Eingeleitet wird die Festschrift durch einen Aufsatz „Peter Raabe und sein Weg".
Uraufführung bei Furtwängler.
raschend, wenn er sieht, wie ht den Hafenstädten und Küstenplätzen Angehörige der Manne, der Annes und der Luftwaffe einen großen Teck der Straßen- paffanten stellen. Ohne sich nervös machen zu lassen, trifft Frankreich in Marokko alle Vorbereitungen, um Überraschungen militärischer Art von jenfcits des Atlantik auszuschalten.
Die LlSA.-Ge?andtschaff in Tanger als Sp onagezentrale.
Tan ger, 10. Nov. (Europapreß.) In Tanger ist sich jedermann im klaren darüber, daß die nordamerikanischen Landungstruppen ihre wesentlichsten Informationen über Französisch-Nordwirika von den zahlreichen nord-amerikanischen Militärattaches bei der USA.-Gesandtschaft in Tanger bezogen haben, die diese auf ihren unablässigen Küstenreisen haben sammeln können. Der militärische Stab der USA.-Gesandtschaft in Tanger war zuletzt auf acht OfMere angewachsen, überwiegend Angehörige der Marine-Infanterie, die sur Landungsoperationen als besondere Fachleute anzusehen sind. Dazu kommt ein dichtes Netz von son- stiaen nordamerikanischen Beobachtern. Diese waren als D i z e k o n s u l n getarnt, entfalteten aber unter Mißbrauch ihres Amtes eine lebh-afte Agita- tion unter den Eingeborenen Marokkos. Bis zum Tage der Landung unterhielt die nordamerikanische Zentrale in Ta na er einen täglichen Kurieroerkehr mit der französischen Zone.
Berlin, 10. Rov. (DNB.) Nach den beim OKW. vorliegenden Meldungen haben sich deutsch-italienische Truppen unter dem Schutz ihrer Nachhuten am 9.11. weiter nach Westen ab gesetzt. Der nachdrängende Feind konnte in schweren Kämpfen von den deutsch-italienischen Deckungsverbänden aufgehalten werden. Es ist den Briten also nicht gelungen, unsere Truppen am Loslösen und am erneuten Festsetzen zu hindern. Die häufigen Wolkenbrüche der beiden letzten Tage haben die Umgruppierung unserer Kräfte erleichtert, die Briten jedoch gezwungen, ihre Panzer und schweren Waffen auf dem festen Gelände her Küstenstraße zu konzentrieren. In diesem verhältnismäßig schmalen Raum stieß der Feind nach Westen vor. Dann luchte er vor dem zähen Widerstano unserer Nachhuten seinen Angriffskeil bis zum Meer und im Süden bis an die Berastraße im Innern der Wüste zu verbreitern. Auf den verschlammten Wüstenwegen blieben aber Panzer und Geschütze stecken, so daß alle Umgehunqsmanöver erfolglos blieben. Wo die Briten die deutschen Sicherungen erreichten, empfing sie schweres Feuer. So konnte der Feind weder die sichernden deutsch- italienischen Verbände von ihren Verbindungen mit den Hauptkräften abschneiden, noch diese Nachhuten überwinden.
Vichy, 10. Nov. (DNB.) Wie amtlich bekannt- eeben wird, hat Marschall Pätain den Oberbefehl über die Land-, Luft- und Seestreitkräfte übernommen. Das Büro des Staatschefs teilt mit: Um 12.30 Uhr hat Marschall P4tain folgenden Entschluß gefaßt: „3n Abwesenheit von Admiral Dar!an übernehme ich ab heute den Oberbefehl über die Land-, Luft- und Seestreitkräfte. Für den Augenblick gibt es nur eine Losung, d. h., jeder erfüllt seine Pflicht in Ordnung, Ruhe und Disziplin." Marschall Pötain richtete an die Generale in Nordafrika folgendes Telegramm: „Ich hatte den Befehl zur Verteidigung gegen den Angreifer gegeben. Ich halte meinen Befehl aufrecht. Marschall Petain erklärte in einem Rundfunk- aufruf an das französische Volk: „Ich hatte gedacht, die traurigsten Tage meines Lebens lägen bereits hinter mir. Die heutige Lage erinnert mich an die von 1940. Franzosen, ich bitte euch inständig, bewahrt die Ruhe. Ich habe in Abwesenheit Admiral Darlans den Oberbefehl über unsere Land-, See- und Luftstreitkräfte übernommen. Ich grüße unsere SoDaten, die Angehörigen unserer Flotte und unserer Luftwaffe, die für die Sicherheit unseres Vaterlandes gefallen sind und jetzt fallen. Franzosen der Hauptstadt und im gesamten französischen Gebiet: Habt Vertrauen zu eurem Marschall, der nur an Frankreich denkt."
Der französische Ministerrat, der Diensta-gnachmtt- tag zusammenttat, tagt in Permanenz. In der Regierung nahestehenden Kreisen wurde mit besonderer Genugtuung darauf aufmerksam gemacht, daß die Regierung „wie ein Mann" hinter P6tain und dem noch abwesenden Regierungschef Pierre Laval steht. Gleichzeitig wurde festgestellt, oaß sich in der öffentlichen Meinung des besetzten Frankreichs in den letzten 48 Stunden ein sichtbarer und tiefgreifender Wandel vollzogen habe. Die erste Reaktion auf die anglo-amerikanische Aggression in Nordafrika sei tiefe Zerknirschung und ein Anflug von Resignation gewesen. Diese Stimmung sei inzwischen aber einer hartnäckigen Entschlossenheit gewichen, diesem Angriff mit allen Kräften entgegenzutreten. Das französische Volk werde von der Notwendigkeit überzeugt, daß Frankreichs Zünftige Stellung in Europa entscheidend von dem Ausgang der Schlacht in Nordafrika abhänge, und daß infolgedessen das französische Volk das Letzte einsetzen müsse, um den Angriff abzuwehren, der nur als erstes Ziel die letzten großen Kolonialbesitzun^en, als weiteres Ziel aber den gesamten europäischen Kontinent habe. Casablanca schwer beschossen.
Vichy, 10. Nov. (DNB.) In Marokko halten die französischen Truppen die feindlichen Landungstruppen in der Gegend von Fed a la, Safi und Port Lyautey in Schack. In Port Lyautey und Safi kommt der Feind nicht weiter vorwärts. An den Grenzen Casablancas halten die französischen Truppen trotz scharfer Angriffe durch überlegene Panzertruppen immer noch im Osten der Stadt aus. Casablanca ist schwer beschossen worden, aber sowohl Land- wie Küstenbatterien und das Schlachtschiff „Scan Bart" haben das Feuer leb-
Augen abspielt, ist die Einbeziehung des westlichen Mittelmeerbeckens in die großen Kriegsereigmsie. Dieser allumfassende zweite Weltkrieg ift selbstverständlich schon bisher nicht spurlos an Dem westlichen Mittelmeerbecken oorübergegangen. Es gehört zu dem ureigentlichsten Aufmarschgebiet der italienischen Flotte und Luftwaffe Auch die deutschen U-Boote und die deutsche Luftwaffe haoen in ihm mit großem Erfolg operiert Wir erinnern nur an die Versenkung des englischen Fluazeug- ttägers „Art Royal" und an die schwere Beschädigung des Schlachtschiffes „Malaya" am 14. Novem- ber 1941 unweit oon Gibraltar. Wir erinnern an die Geleitzugschlachten im Frühjahr und Frühsommer 1942, ine schon an der Grenze des westlichen und des östlichen Mittelmeergebietes stattfanden. Aber das waren alles Ereignisse am Rand des Kriegsgeschehens. Durch die amerikanisch-enEfchen Landungen in Nordafrika ist das westliche Mittel- meerbelfen in ganz anderem Maßstckb als bisher Schauplatz großer Kampfereignisse geworden.
Das Mittelmeer ist, vor allem auf seiner europäischen Nordsette, sehr reich gegliedert. Drei Halbinseln — die spanische, italienische und der Balkan springen weit nach Süden vor. Das g.bt der Breitenausdehnung des Mittelmeers eine große Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit. Bei der Meerenge
9 Marokko stellt sich um; das Land stellt sich auf da- „Heute" ein und plant für ein anderes „Morsen" So schnell wie der „chasermotor ln Casablanca die vierzylindrigen amerikanischen Wagen ersetzte, so entschlossen wird für eine der Blockade trotzende Autarkiewirtschaft geplantz ohne daß letztere übertrieben wird. Noch die Mitte Oktober zu Dakar abgehaltene Wirtschaftskons-renz Franzos,scy- Westafrikas, an der auch Vertreter des Mutterlandes und Franzofisch-Nordafrikas tellnahmen, zeig e den gemeinsamen Willen der französischen Terrltorien, ich keinesfalls unterkriegen zu lassen. Landwirtschaft- liche Anbauplöne, Erhöhung der Erz- und Kohle- örderung, Ausbau der Wasserkrast,, rat.onellere Nutzung der Oelvorkommen, Aufbau einer eigenen Textilindustrie, Herstellung oon Ersatztreibft°f,°n und sonstigen Ersatzstoffen jmb nur einige Programmpunkte eines grobzugigen marokkanischen Wirtschaftsplanes, der kräftig in Angriff genommen tDI^eaü^öern braucht Marokko aber Ruhe Daß zu letzterer die ständigen Einflüge britischer Flugzeuge gerade nicht beitragen, liegt auf der Hand. - ift für den Reifenden in Marokko nicht über-
konzert von Brahms den musikalischen Höhepunkt des Abends, der mit einer klangprächtigen Darbietung von Vorspiel und Liebestodmusik aus Wagners „Tristan und Isolde" ausklang. Johannes Jacobi.
Komponisten im feldgrauen Rock.
Generalintendant Dr. D r e w e s, der Letter der Musikabteilung im Reichspropagandaministerium, dirigierte in München ein Konzert des NS.-Sym- phonieorchesters mit Werken im Felde stehender Komponisten. Der Geschäftsführer des Berufsstandes der Komponisten, O. Seeger, betonte in einer Ansprache, daß diesmal die im Felde stehenden Künstler nicht nach ihrer Rückkehr von vorn anzufangen brauchten, da ihr Schaffen mit besonderer Aufmerksamkeit gepflegt werde, während sie selbst ihre Pflicht gegenüber dem Vaterlande erfüllen. Er erklangen dann Werke von Ulrich Sommerlatte, Erich Sehlbach, Helmuth Jörns, Ludwig Roselius, Gustav Schwickert, Wolfram Freiherr von Ehrenfels und Josef Jngenbrand.
Weinheber-Lieder oerfont
In einer Feierstunde zum 9. November brachis der Saarbrücker Generalmusikdirektor Heinz B o n • ga r tj den von ihm vertonten Gedicht-Zyklus von Jo es Weinheber „Den Gefallenen" zur Ur- auffuhrung. Eine durchsichtige polyphone Stimmführung unterstre'cht im ersten Gesang die Trauer- ftimmung. Das Lied ist kontrapunktlich gut gesetzt, deklamatorisch sauber gestaltet und hat melodischen Glanz. Der zweite Gesang beginnt in den Strei-
haft erwidert uni) die amerikanischen Truppen m einer Entfernung von einigen Kilometern vor der Stadt aufgehalten. In der Gegend von M o g a d o r und Agadir haben keine feindlichen Landungen stattgefunden.
Der französische SenderRabat hat seit 14 Uhr seine Sendungen unterbrochen. In seinen letzten Nachrichten gab er bekannt, daß sich in der Nähe von Port Lyautey starke Kämpfe entwickelten und die Lage in Casablanca bedrohlich sei. Die Angreifer hätten die Stadt ohne Rücksicht auf ine Bevölkerung unter schweres Feuer genommen. Der Sender gab weiter bekannt, daß das franzöfische Kriegsschiff „Jean Bart" durch die Bomben der amerikanischen Flieger beschädigt worden fet, jedoch das Feuer aufrechterhalte.
Oie Kämpfe in Oran.
Vichy, 10. Nov. (DNB.) Nach einer Meldung aus Algier find- die ersten amerikanischen Truppen am Dienstagvormittag 9 Uhr in Oran einge* troffen. Der Kommandeur der in diesem Gebiet gelandeten Truppen errichtete am Nachmittag fein Hauptguartier in der Stadt. Im Innern der Stadt sanden einige Gefechte statt.
Eine weitere aus Nordafrika in Vichy eingetroffene Meldung besagt: Die französischen Truppen, die aus weiter zurückliegenden Gebieten herangezogen wurden, sind im Anmarsch aus Oran, um die Stadt vom Feinde wieder zu befreien. In dem Gebiet oon Drleansoille, halbwegs zwischen Oran und Algier, und B l i d a, 50 Kilometer südlich von Algier, haben französische Bataillone die Berührung mit dem Feind ausgenommen. Sie Haltung der Truppen von General N o g u e s ist vorzüglich. Innerhalb von 48 Stunden eroberten unsere Truppen dreimal Mehedia zurück, wodurch jede weitere Landung bei Mehedia verhindert wurde. Im Gebiet von Algier bewegt sich eine amerikanische Kolonne in Richtung Bou — Saada; unsere Truppen im Innern bereiten sich jc-och darauf vor, diesen amerikanischen Truppen heftigen Widerstand entgegenzusetzen. Unsere Truppen halten sich im Gebiet von L l i d a und K o l e a.
Die Nachricht, die von manchen ausländischen Rundfunkstationen verbreitet wird, nach der amerikanische Streitkräfte schon in Anmarsch auf Tunis und Bizer ta sein sollen, entbehrt jeder Grundlage. Die Anstrengungen der französischen Truppen werden unentwegt fortgesetzt. Die Haltung der marokkanischen und oranischen Truppen, die nach Kräften an der Derteiwgung von Casablanca mitarbeiten, verdient volles Lob.
2lus Tunis meldet das Französische Nachrichtenbüro, daß Ruhe und Ordnung herrschen. Im Hafen lägen jedoch keine Schiffe mehr, und jede Tätigkeit habe aufgehört. Seit Montagabend wird Tunis vollkommen verdunkelt. Aus Dakar meldet die gleiche Nachrichtenagentur, daß die entschlossene Rede des Generalgouverneurs Boisson die Bevölkerung in ihrem Widerstandsgeist geftärtt habe. Die Bevölkerung verfolge voll Besorgnis die Ereignifse, verhcklte sich jedoch vollkommen diszipliniert.
Heeres beschossen Dover. Folkestone, feindliche Val- I 1900 als leriestellnngen an der Kanalküste und Seezicle im I folgte er
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3n feinem zweiten Philharmonischen Konzert in Berlin setzte sich Wilhelm Furtwängler für die Uraufführung der L-ckur - Sy mp h on i e (Werk 13) von Gerhard Fromme! ein. Der 35jährige Komponist, der jetzt als Kompositionslehrer an der Musikhochschule zu Frankfurt a. M. wirkt, ist als Meisterschüler Hans Pfitzners zur Achtung vor 'r’onen worden. Das klafsisch-roman- tische Erbe bestimmt mit erkennbaren Einflüssen ver- ।.....l‘iur ^eriunft vor allem die beiden Außen-
ivtzr des dreiteiligen Werks. In formaler Hinsicht ist Satzlck'erna Bruckners maßgebend geworden. Frommels Musik will lebensbejahend und freudig lein. Das trifft am eindeutigsten auf das launigmutwillige Scherzo zu, das in Einfall und Einkleidung die fruchtbareren Ansatzpunkte für das Ringen des technisch zweifellos sehr versierten Komponisten um einen eigenen Stil enthält. Der heimlichen Romantik des Werkes nahm sich Furtwängler mit wahrer Inbrunst an. Seine konturenscharfe, rhythmisch glänzend pointierte und klanglich hochgetürmte
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