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treiben können."

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nÄi Lchh°b° Herrn Kroger «nfl.

^9gd) habe Vorsorge getroffen, dah die Redereien ___ex* hnho cs»rrn Kraaer anae-

Festakt zum 150jä>igen Bestehen des Gießener Konzertvereins.

Ausklang der Gießener Kulturwoche 1942.

Ich danke Ihnen", sagte sie leise,ich weiß nicht, was ich damit zu tun haben soll. Man hat mich verleumdet. Und wenn es wahr ist, daß Lanos Barthold meinetwegen getötet hat, so bm ich zwar daran schuld, aber ich weiß es nicht. Beide waren meine Freunde, und ich vermisse sie beide.

Im Grunde", meinte er,ist es Unsinn, wenn Kröger sagt,es seien Gerüchte im Umlauf, denn es kann nicht seine Aufgabe als Regisseur sein, olchen Quatschereien nachzugehen. Es muß irgend- emanden geben, der diese Lügen verbreitet wenn ich nur wüßte, wer es ist"

Was soll nun werden?" Sie drehte sich zu ihm und sah ihm ängstlich ins Auge.

Ich werde mit dem Direktor sprechen. Die Sache muß bereinigt werden. Ich werde auch mit dem Kriminalrat sprechen. Es hieß nämlich. Sie hatten mit Lanos in der Kurfürstenstraße, wo der Mord

M^Lanos?" Sie preßte beide Hande gegen die Brust, ihre Augen wurden groß und Willis glaubte in ihnen einen Ausdruck des Pro­testes zu erblicken.

zu kommen. v _

Die Deutsche Arbeitsfront und die Organisationen der gewerblichen Wirtschaft wenden sich gemeinsam an die Betriebe des Rhein-Main-Gebietes, der Alt- papiererfassung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und weisen in diesem Zusammenhang daraus hm, daß der Reichsfinanzminister die zehnjährige Auf­bewahrungsfrist für Belege (Rechnungen, Quittun­gen, Kassenzettef, Frachtbriefe, Lieferscheine, Nach- nahmetarten u. a.) auf fünf Jahre verkürzt hat. hierdurch dürfte auch im Gau Hessen-Nassau eine nicht unerhebliche Menge Altpapier frei werden.

rt/lü/kSmann meidet:

In zwei Tagen zwei Fünfhunderter!

Am Samstag und Sonntag wurden in Gaststüt- ien in Gießen zwei Gewinne zu ,e fünfhundert Reichsmark gezogen. Einmal war es em Urlauber im 48. Lebensjahr, dem an fernem Hochzeitstage Fortuna lächelte-, zum andern war es eine Nach- richtenhelferin des Heeres, ine einen Gewinn von 500 RM. ihr eigen nennen durfte. Beide Gewinne wurden bereits von der Geschäftsstelle ausbezahlt. - Erst seit 10 Tagen sind die braunen Mucksman- ner des Kriegshilfswerkes tätig und über 4000 RM. wurden bereits an Gewinnen gezogen.

** 70 Jahre alt. Am morgigen Dienstag, 12. Mai, wird Frau Anna Rödiger, geb. Safier, Walltorstraße 35, in geistiger und korperliä^r Rü­stigkeit 70 Jahre alt. Sie Jubilarin, eine geborene Gießenerin, deren Vater Mchchinist in der früheren Aktienbrauerei war, ist seit 49 fahren wit dem Spengler- und Jnstallateurmeister Rudolf Rödiger verheiratet. Aus der Ehe sind 11 Kinder hernor- aegangen, von denen 9 leben und verheiratet sm. 15 Enkelkinder haben den Familienkreis um die Jubilarin, die Trägerin des gowenen Mutterehren­kreuzes ist, vergrößert. Seit 1893 ist An" R^lge. in dem Geschäft ihres Mannes in der W°llb-rstraße mit tätig, deneben erledigt sie auch heute nod) alle Ausarbeiten allein. Der Jubilarin bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zuihrem morg^ gen Geburtstage und für einen schonen Lebens­abend dar. -------

Professor Dr. Eger gab als Vorsitzender einen Ueberblick über die 'Geschichte des Konzertoereins; er erinnerte an die Zeit Beethovens und das Revolu- tion^jahr 1792, in dem die von Professor Thom begründete Musikalische Gesellschaft am 14. Marzi ihr erstes Konzert gab; an der Spitze der Gesellschaft (seit der Mitte vorigen Jahrhunderts des Konzert­vereins) standen Gießener Professoren: so von 1852 bis 1868 der berühmte Jurist Jhering, später der Historiker O n ck en, Professor Leutert und bis 1933 Geh. $at Krüger Doch kam ein großer Teil der Mitglieder, wie der Vortragende ausführte, auch aus anderen Bevolkerungsschichten im Sinne des von Jhering stets betonten Grund­satzes einer alle Kreise umfassenden Musikubung, die nie durch gesellige Nebenzwecke von ihren kunst- lerischen Zielen abgelenkt wurde An die Auswahl der Solisten wurde stets der höchste Maßstab gelegt, unsere Hörer sind gewohnt, Hervorragendes mit An­dacht und tiefem Verständnis aufzunehmen. 150 Jahre lang wurde durch den Verein beste Musik in Gießen verbreitet; Professor E g e r deutete m großen Umrissen die politischen Wandlungen an, die seine Geschichte umspannt; er bemerkte, daß diche Geschichte bereits geschrieben fei, aber vorerst nicht erscheinen könne: Professor Dr. Wa ther als dem aus einem reichen Material und vielen persönlichen Erinnerungen schöpfenden Historiographen des Ver­eins stattete Professor Eger herzlichen Dank ab desgleichen dem seit 30 Jahren bewahrten Rechner E. C h a l l i e r. In Dankbarkeit und ehrender An­erkennung ihrer Verdienste um den Konzertverein gedachte der Vortragende weiterhin der verewigten Mitglieder Prof. Leu tert. Geh. Rat Kruger, Dr. Baur, Prof. Strack, Legler und Dr. S z u b i n s k i; er würdigte die Verdienste der Din- , denten Dr. Gaßner, Hofmann, Mickler, , Felchner, Trautmann und Temesvary, , den Ausbau der Orchesterkonzerte, der Kammermusik > und der Solistenkonzerte, er begrüßte die Schaffung

Warnung aus Stendal I

Roman von A. Lothar Philipp ,

26. Fortsetzung. ^Nachdruck verboten ) i

Für Sie ist sie immer noch Fraulem Perling , ballte ihn Willis an,und wenn es Ihnen nicht vaßt können wir ja anderswo auftreten. Wir sind dann an Ihren Saftladen nicht gebunden. Machen Sie sich Ihre Jubiläumsvorstellung mit einem Kasperletheater und spielen Sie den Kasper, das M di e*einzige Rolle, die für Sie geeignet wäre Im übriaen werde ich morgen mit dem Direktor spre-

©olanae Sie sich nicht anständig benehmen

Äk Id) äaraut mit Ihnen zu unter. SelÄ Kommen Sic, Elisabeth, wir wollen gehen, um Kröger nicht bei feinen Proben für fein Kafperle- ^ÄanAsk^L7°d"-, die Elifobeth nie Gehilfin und Garderobiere zu sich genommen hatte, räumte die Sen weg Willis bot Elisabeth, die bleich im Hintergründe die Auseinandersetzung mit angehort batte den Arm und begleitete sie zu ihrer Gar- dprobe Der Regisseur blieb auf der Buhne stehen und foh den beiden wütend nach. Dann stürmte er heißen?" W* mit zitternder Stimme. Willis fah, daß sie mi ^L^Lsttzt an der Tür zu wr-r Garderobe.

Darf ich mit heremkommen? fragte er.

6®lttging zu ihrem Toilettentifch, feßte sich in den S°fs°l und wischte sich oerstohlen die Augen ab.

^Die^Sache ist ganz einfach, Elisabeth", begann er" es sind Gerüchte im Umlauf, nach denen Sie mit ber Sache Lanos zu tun haben. Wer sie m Um- inuf aefetzt bat, weiß ich nicht. Ich öas moajie ich betonen - glaube nicht, daß Sie etwas d-mst zu tun haben

des Städtischen Orchesters und gedachte der hervor- ragenden Gäste und auch der jungen Talente, Die Der Verein mit Vorliebe gefördert hat. (Die Einzelheiten dieser Entwicklung wurden hier bereits Dor einigen Tagen aus berufener Feder einläßlicher geschildert.) Bel der Ausführung von Chorwerken, so bemerkte Professor Eger ferner, habe der 1819 von Gaßner begründete Akademische Gesangverein in enger künstlerischer Verbundenheit hervorragend mttge- wirkt. So sei es dem Konzertoerem gelungen, Die Musikpflege in unserer Stadt auf einer Hohe zu halten, die Gießen im Reich rühmlich bekanntge- macht hat. Die Schaffung des Konzertrmges durch Oberbürgermeister Ritter habe neue starke Im­pulse gegeben. Stets werde der Derem die hohe Traditton seiner Geschichte wahren; daß wir ihrer heute gedenken können, sei dem Führer und un­serer unvergleichlichen Wehrmacht zu danken, Die uns vor der bolschewistischen Sturmflut bewahrt haben. Zum Schluß richtete der Vortragende Dank und Gruß an die Ehrengäste aus Partei, Staat und Wehrmacht, insbesondere Staatssekretär R a l n e r als Vertreter des Gauleiters, den Präsidenten der Reichsmusikkammer, Generalmusikdirektor Proses or Dr Raabe, Kreisleiter Backhaus, den Rektor Prof. Dr. K r a n z und Oberbürgermeister R t tte r, dem für stete Unterstützung zu danken sei. Möge Gießen stets seinen stolzen Ruf als Pflegestatte echter Wissenschaft und Kunst wahren.

Hierauf überbrachte Professor Dr. Peter Raabe Gruß und Glückwunsch der Reichsmusikkammer und des ganzen musikschaffenden Vaterlandes. In höchst anregenden, temperamentvoll-persönlichen Darle­gungen erinnerte Professor Raabe an Die schliße Tüchtigkeit, mit der es der Konzertoerem tn 150

Der Direktor, erfreut über ihre Einwilligung und besonders Darüber befriedigt, daß er so leicht und billig weggekommen war, gab ihr die Hand unö

Als Willis zum Polizeipräsidium kam, um mit dem Kriminalrat über seine Entdeckungen zu spre­chen, bat ihn Kriminalsekretar Krähe, em wenig zu warten, weil der Kriminalrat noch Vernehmungen ^Willis setzte sich im Korridor auf eine Bank. Neben ihm saß eine etwas korpulente Same tn mitt­leren Jahren, die ängstlich zu der Tur des Kr,mmal- rats blickte und schließlich naherruckte

, Sind Sie auch in der Sache Lanos da . fragte sie leise und warf scheue Blicke nach der Tur.

Wieso?" fragte Willis,Sie auch?

l (Fortsetzung folgt.)

'Über dann wäre ich doch seine Geliebte, Willis", rief sie,wer kann das behaupten? Lanos ist mir niemals anderes gewesen als em ErZwher und väterlicher Freund oh, mein Gott, wie kann man

^Das^ Schönste ist", sagte er lächelnd,daß ich heute mich selber einmal erkundigt habe

Erkundigt? Wo? Was?" L G

"In jenem Hause, wo der Mord geschah. Ich habe mit Dem Portier gesprochen. Er bestätigte wir, daß bei Lanos eine junge, hübsche Same verkehrt habe. Er kannte den Namen nicht."

Und Sie glauben, das bm ich gewesen? fragte

Nein^Er trat zu ihr und legte ihr die Hand auf bie' Schulter.Nein, ich glaube, das sind Sie nicht gewesen Ich habe eine Vermutung, aber ich will y., : mL___- no-hen. Ick werde

^Vollen wir uns wieder vertragen? Und Dabei hielt er ihr die Hand hin und lächelte so zerknirscht, daß Elisabeth ihm lachend die Hand druckte.

Sa wollen wir das Kasperletheater also fern lassen", sagte er zu Willis,sagen Sie der Norodna, daß Fräulein Perling ihren Kunstschießakt streicht, und daß ihr Auftritt bleibt."

Es ist gut, Herr Kräger."

Als der Regisseur gegangen war, trat Willis zu ihr und sagte im herzlichen Tone:

9 Nun also, es ist alles nicht so schlimm, Elisabeth. Und das andere wird auch in Ordnung gehen. Mei- o^Si? legte^ beide Hände auf feine Schultern und s ^Ich danke es Ihnen, Willis. Sie sind sehr gut zu ^Unfinn, das ist selbstverständlich, Elisabeth, reden wir nicht weiter davon. Und jetzt werde ich einmal mit dem Kriminalrat sprechen und sehen, was es dort Neues gibt, und wie wir die Sache weiter-

unferes Volkes, und er betonte Dabei, wer immer Dem großen Vorbild unseres Führers folge, Der fei ein gutes Glied unserer Volksgemeinschaft^unD mal). rer Nationalsozialist. Wenn alle an ihrer «telle ihre Pflicht erfüllten, Dann seien die Voraussetzungen geschaffen für unseren Endsieg. Sas Ziel des Füh­rers der nach seinen Worten als noch fanatischerer Nationalfozialist aus dem Kriege ,uruckkehren wird sei Das alte Programm restlos durchzufuhren. Er kommt zurück mit 'Millionen seiner Soldaten, die ge­sehen haben, wie es Draußen aussieht. Wer noch nicht Nationalsozialist war, der ist es ,n Sowfet- Rußland geworden. Mit diesen harten Mannern wird Der Führer Die Zukunft bauen, die Sicherheit Des deutschen Volkes für alle Zeiten untermauern. Sehen wir zu, daß wir Dann vor Den Augen un­serer Soldaten bestehen können und sagen Dürfen: Auch ist stand für dich, ich habe dir die Waffen geschmiedet oder Den Boden bearbeitet. Sann wiro ber Führer Den Frieden gestalten können, so wie er ihn im Sinne einer Neuordnung Europas sieht. Deutschland wird Dann ein neues Gesicht haben, Europa wird neu auf geb aut werben, Die Welt wird Das Antlitz Der jungen Völker tragen.

Die Rede des Gauleiters wurde oft mit fturmi- schen Beifallskundgebungen unterbrochen und am Schlüsse mit langanhaltendem starken Beifall unter- ^Sretel eiter Backhaus schloß banni bie gr°h- und eindrucksvolle Kundgebung nach Worten Des Sankes an den Gauleiter mit dem begeistert auf­genommenen Gruß an Den Führer und unsere sieg­reiche Wehrmacht.

wiesen, strengstens alle Klatschereien zu unterbinden und die Urheber, wenn sie festgestellt werden, zur Rechenschaft zu ziehen. Genügt Ihnen das?

Ja, ich danke Ihnen." L £ .

Als der Sirektor gegangen war, fügte Kroger noch

Am Samstagabend bekundete die Gießener Be­völkerung in einer großen Versammlung in und vor Der Universität einmütig ihren unbeugsamen Willen zum Sieg um jeben Preis. Sie Gelegenheit dazu bot eine Kundgebung mit dem (Bauleiter und Reichs­statthalter Sprenger als Redner. Sazu waren die Männer und Frauen, jung und alt aller Schich­ten in so gewaltiger Zahl herbeigeeilt, daß nicht nur die Aula als Hauptversammlungsraum und Der große Hörsaal als Parallelplatz bis ins letzte Eck­chen hinein vollbesetzt waren, sonDern auch noch viele Volksgenossen Den Platz vor Dem Universitätsge­bäude füllten, um Der Durch Lautsprecher von Der Aula aus in Den Großen Hörsaal und auf Den Um- versitätsplatz übertragenen ReDe zu lauschen.Leb­hafte Heilrufe Der großen Versammlung grüßten Den Gauleiter bei seinem Erscheinen unD bekun­deten schon die feste Verbundenheit von Volk und Führung in dieser schicksalsschweren Zeit des Kamp­fes unserer Volksgemeinschaft. Sann richtete

Kreisleiter Backhaus

herzliche Worte Der Begrüßung an Den (Bauleiter, bie von starkem Beifall und erneuten lebhaften Hell- rufen Der Versammlung unterstrichen wurden, ferner begrüßte er Die Vertreter Der Wehrmacht und ins­besondere auch die verwundeten Kameraden, Die Vertreter Der Behörden und alle Volksgenossen.

Nunmehr sprach, von der Versammlung wieder­um herzlich begrüßt,

Gauleiter

In großen Umrissen zeigte der Redner zunächst den Weg Seutschlands und seiner Verbündeten aut, der sich im Dritten Kriegsjahr täglich mehr und mehr von Sieg zu Sieg weitet, wahrend der Weg unserer Gegner im gleichen Tempo von em er Nie­derlage in die andere führt. Vergeblich ist ihre Hoft- nung auf gleiche Erfolge eines fo erfolgreich be- triebenen Maulheldentums wie m den Jahren 1914/18 geworden. Heute stehen der Agitation un- ferer Feinde eine im festen Selbstvertrauen begrün- . Dcte Volksgemeinschaft und Die glorreichen Taten unserer Wehrmacht gegenüber. Gesiegt haben bis heute Deutschland und seine Verbündeten allein, . und an uns ist es, Den ©ieg zu bestimmen.

Die Ursachen der feindlichen Kriegserklärungen, hervorgerufen durch Das Fiasko der Mächte von Versailles, die Deutschland zerstückeln, das deutsche Volkstum zerschlagen und das fleißige deutsche Volk versklaven wollten, um die Arbeitskraft Des deutschen Volkes zu einem bequemen Schmarotzer- dasein auszunutzen, sowie Der Vernichtungswille des Judentums gegen alles Lebensrecht der jungen Nationen, standen dann im Vordergrund Der wette­ren Ausführungen des Gauleiters, oer Damit gleich­zeitig jede müßige Fraae nach der Dauer des Krie­ges abtat, der ohne Kompromisse solange durch­gekämpft werden müsse, wie Der Jude ftoch Die Möglichkeit habe, mit seinem Gold irgendein Volk zu knechten und gegen Deutschland und die mit ihm verbundenen jungen Völker zu Dingen, ©cm3 Deutschland, seine Verbündeten und Die besten Sol­daten Europas stehen für Dieses Endziel bereit

Hierauf wandte sich der Gauleiter einer Reihe von wichtigen Fragen zu, Die sich auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet ergeben haben. Insbesondere

1 behandelte er Dabei, unter Hinweis auf Das hohe ! Beispiel der vorbildlichen Pflichterfüllung unserer . kämpfenden Front, Die Verpflichtung Der Heimat, - in diesem totalen Krieg alle Kräfte bis zum außer- . ft en anzuspannen, um die Lücken schließen zu helfen, die in Der Arbeit der Heimat bisher noch nicht aus­gefüllt wurden. In diesem Zusammenhang erläuterte er in großen Umrissen die Neuregelung des Arbeits­einsatzes, Die Den Zweck verfolgt, alle Arbeitskräfte in der Heimat bis zum letzten zu mobilisieren und der (Srringung Des Sieges dienstbar zu machen. Ser (Bauleiter appellierte Dabei auch an unsere grauen und Mädchen, für die Arbeitsaufgaben des Krieges alle ihre Kräfte einzufetzen, wobei sie Die Gewiß­heit haben können, daß ihnen keinerlei Arbeit zuge- mutet wird, Die ihrer Gesundheit nachteilig wäre, im Gegenteil werde nach dem Willen Des Führers alles getan, um die Gesundheit Der mitarbeitenden Frau unter allen Umständen zu erhalten.

Unter Hinweis auf Die Nutzbarmachung auslän­discher Arbeitskräfte bei der Erfüllung unserer Ar­beitsaufgaben erinnerte der Redner an Die selbst­verständliche Verpflichtung aller Volksgenossen, ge­genüber Den Angehörigen feindlicher Länder, insbe» sondere auch gegenüber Den Kriegsgefangenen, Die

erforderliche Haltung zu bewahren stets Der beut, scheu^e bewußt zu sein, kein falsches Mitleid zu bekunden und jegliche Tischgemeinschaften mit Kriegsgefangenen unter allen Umständen zu unter- Ia2Benn auch in der Heimat zahlreiche schwierige Aufgaben zu bewältigen seien und dabei das Leben nicht leicht wäre, so stünden doch alle diese Entbeh­rungen in gar keinem Vergleich zu den Opfern, Die unsere Soldaten während des härtesten Winters seit 140 Jahren in dem verflossenen Winter an Der Ost­front bringen muhten und allezeit opferbereit ge­bracht haben. Auf Die Tat und Das Durchhalten je­des einzelnen Volksgenossen komme es heute an; keiner solle glauben, Daß er nicht gesehen wurde, Daß seine Arbeit unwichtig sei. Jeder kann heute, 0 betonte Der Gauleiter, seinen Standpunkt klar ermessen, Denn es geht um Sein oder Nichtsein aller. Selblt wenn die Zeiten noch härter wurden, müssen mir Das ertragen lernen. Die stärkste Kampf­ansage aber hat Denen zu gelten, Die durch gewis­senlose Gerüchtemacherei die Volksgemeinschaft zu vergiften und das Vertrauen auf den Endsieg zu erschüttern versuchen. Jeder Volksgenosse hat die Pflicht, diese verbrecherischen Elemente Dem Arm der Gerechttgkeit zu übergeben. Neben dem unerbitt­lichen Kampf gegen Schieber, Wucherer und Schleich­händler ist nunmehr auch Die künftige Verteilung der lebenswichtigen Güter genau geregelt damit alle das erhalten, was ihnen zusteht. Jeder soll Das Gefühl haben, daß es gerecht zügelst.

Der Gauleiter schloß seine Rede mit Dankbarer Anerkennung für Die bisherige gute Gesamthaltung

Wb

Der letzte Tag Der Kunstwoche brachte in Der Aula den Festakt zum 150jährigen Bestehen des Gießener K 0 n z e r t v e r e, n s. Das Wendling-Quartett, seit vielen Jahren bei uns rühmlich bekannt und hochgeschätzt, leitete Die Feier mit dem Adagio aus dem e-mollQuartctt (op. 59) von Beethoven ein: das mit souveräner Meisterschaft und vergeistigter Klangwirkung vor- qetragene Musizieren war Der GrunDanlage des Programms Der Kunstwoche wie dem außerordent­liche Anlaß Der Geburtstagsfeier würdig cmge-

Aus der Stadt Gießen.

Verstärkte Abwehr feindlicher Lustangriffe.

NSG. Durch den Massenabwurf von Brand­bomben, die von Den Engländern in zunehmendem Maße bewußt auf die Wohnstätten Der deutschen Bevölkerung abgeworfen werden, sollen gleichzeitig so viele Brände verursacht werben, daß eine recht­zeitige und erfolgreiche Bekämpfung erschwert oder gar unmöglich gemacht wird. Verstärkte Abwehr­maßnahmen der Bevölkerung müssen die Folge sein! Bei rechtzeitigem Aufflnden können Die englischen -Brandbomben schnell und erfolgreich mit Sand bekämpft werden. Deshalb ist sorgfälttges Ab­suchen der Häuser und Wohngrundstücke durch den Luftschutzwart oder von chm beauftragter Selbst­schutzkräfte auch während des Flakbeschusses notwendig. Hat sich wegen verspäteten Auffindens oder Eingreifens ein Brand entwickelt, so wird dieser zweckmäßig mit der LS.-Handspntze be­kämpft. Es muß unter allen Umstanden und mit allen Mitteln versucht werden, den Brand auf sei­nen Herd zu beschränken. Fast unmöglich ist dies, wenn nicht genügend L ö s ch w a s s e r bereitgefteut ist. Man bedenke dabei, daß durch Bombenemwir- kung die Wasserleitung gestört und infolgedessen die Wasserzufuhr unterbunden werden kann. Deshalb sorge jeder vor! Er stelle für alle Fälle in Eimern, Kübeln, Badewannen und sonstigen Behältern Löschwasser über Nacht bereit! Im Ernstfall können diese Wasserreserven Dein Eigentum retten.

Altpapier heraus!

mit Dem Kriminalrat sprechen", er wandte sich zur Tür. Es hatte geklopft.

Herein!" rief Elisabeth.

Der Direktor, gefolgt von Dem ReMeur ftat em.

Es ist gut, daß Sie kommen, Herr Direktor, sagte Willis,was ist das für ein Benehmen Ihres Regisseurs, wegen irgendwelchen Klatschereien die unkameradschaftlich genug sind Fraulem Perlmg zu beleidigen und ihren Auftritt zu kurzen.

Es tut mir leid", sagte jetzt Kraaerdaß ich mich in der Erregung dazu hinreißen ließ, das zu äußern. Ich habe natürlich von den Gerüchten gehört, aber die sind nicht die Ursache meines Vorschlages, den

pflichtender Direktor bei,Kräger erzählte mir schuldbewußt, was er gesagt hht. Ich verurteile solche dummen Redereien aufs schärfste, und wenn es mir gelingt, den Urheber festzuftellen, kann er sich auf etwas gefaßt machen." . ,

Ich kann Ihnen schon heute sagen, daß all diese Redereien aus den Fingern gesogen sind. Fraulem Perling hat nichts mit dieser Geschichte zu tun. Sie werden das vermutlich bald genug von der Polizei erfahren. Und was ist's nun mit dem Auftritt?

' Wir können doch nicht zwei Kunstschießstucke an einem Abend bringen", begann der Direktor wieder entweder muß Fräulein Norodna diesen Teil streichen oder Fräulein Perlmg. Und da dachte ich, da Fräulein Perling ohnedies im Oktober mit ihrem gesamten Auftritt bei uns sein wird, so ist es das Beste, wenn sie am 10. ihren Schietzteil streicht, damit die drei Willis nicht in Verwirrung geraten

Bevor Willis etwas sagen konnte, erhob sich 1 Elisabeth und sagte ernst: . . T -r

.Es ist gut, Herr Direktor, ich werde Den Teil

Alles für den deutschen Sieg.

Eine Rede des Gauleiters auf einer großen Kundgebung in Gießen

NSG. Es Dürfte in Der heutigen Zelt und auch sonst kaum einen einzigen Volksgenossen geben. Der nicht irgendwie Papier benötigte. Nun besteht durchaus Die Möglichkeit, Die Papiererzei^ qung zu vergrößern. Es kommt nur Darauf mt, daß GvkeNaek

jeder mithilft und Dafür sorgt, daß alles Altpapier JWlU?9,iain7U6IH 9

erfaßt und feiner Verwendung zugefuhrt wird.

Die überflüssigen Bestände in Den Haushaltungen 5 sind meistens durch unsere SchuljugenD erfaßt wor- . Den. Große Mengen aber lagern noch bei Beyor- Den und Betrieben. In erster Linie müssen Akten und Geschäftsbücher zur Abgabe gelangen. Deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist, mit Ausnahme von Schriftstücken von wirtschaftlichem Wert. Dar­über hinaus müssen aber auch alte Zeitungen, Zeit­schriften, Broschüren, Prospekte, Packpapiere, Kar- tonnagen usw. abgegeben werden, um als Roh­stoff bei Der Herstellung von Neupapier zum Einsatz

JE SPARSAMER ANGEWANDT

DESTO FEINER DIE WIRKUNG