Einzelbild herunterladen

1

eiastiscH

gezeichnet. Der Unteroffizier Rudolf Jung aus von Finnland wohlverstandene europäische Zusam- Klein-Linden, Frankfurter Straße 61, erhielt für > menarbeit, die der Größe der Zeit entsprechend

(Nachdruck verboten.)

86. Fortsetzung.

UlUllltll I V---

Gerade als Fehr so weit erzählt hatte, fiel in 1 niedrige

Htut*aplast e

am bis

mit HANSAPLAST Stets gebrauchsfertig! Im Nu angelegt,sitzt die­ser praktische Schnell ver­band unverrückbar fest und schützt die Wund» vor Verschmutzung.

Die Sprechstunde des Amtes für Agrarpolitik findet am Donnerstag, 12.3.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen, Lonystraße 18, statt.

Sprechstunde des Kreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet Donnerstag, 12. 3. 1942, nachmittags von 15 17 Uhr in Gießen statt.

Amt für Agrarpolitik.

Ä Wunden *Ue,n® Verbunden

UnsereBlitzmädel" geschulte Helferinnen des Heeres. Ausbildungsweg und Aufgabenkreis der Aachrichtenhelferinnen.

seinen tapferen Einsatz im Osten das Eiserne Kreuz II. Klasse.

Finnischer Gelehrter als Gast der Ludwigs-Universität.

In einer Sitzung der vereinigten Oberhessischen Gesellschaften für Natur- und Heilkunde wird der Direktor des Physiologischen Instituts der Universi- tat Helsinki, Professor R e e n p ä ä, einen Vortrag mit dem ThemaDas psychophysische Problem im

Kür Tapferkeit vor Üem Keinöe.

Der Unteroffizier Karl Otto Lipp aus Klein- Linden, Pfingstweide 10, und der Gefreite Hermann Althen aus Klein-Linden, Hügelstraße 11, wurden für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz l. Klasse aus-

man Gelege in seinen Nestern kaum an.

Auch die Schwarzdrossel schreitet vielfach schon im März zum Nestbau, und es kommt nicht selten vor, daß in dem großräumigen und kunstfertig gebastel­ten Napf, den sie in Holzstapel und Battm quirle, in der Stadt auch in Gartenhecken und Mauerlöcher stellt, bereits um die Mitte des Monats die oliv­grünen, dunkelgetupften Eier liegen. Oft geschieht es dann, daß das brütende Weibchen, dem das me­lodische Flötenkonzert des Männchens gilt, von Schneeschauern weiß gepudert wird. 216er das scheint seinen mütterlichen Gefühlen keinerlei Abbruch zu tun.

Unter den Räubern und Wegelagerern sind es die Rabenkrähen, die am frühesten ihr Nest zimmern. Wir scheiden diese neuen Raubritterburgen von den vorjährigen, wenn wir aus ihnen den den Nestrand überragenden Stoß des brütenden Vogels hervor­lugen sehen. Wer dann Lust hat, den Horst des un- sern Kleinvögeln nicht gerade gewogenen Gelichters zu plündern, mag, wenn der Baum, in dessen Wip­feln er steht, nicht zu lang und langschäftig ist, sein Glück versuchen. Mer nötig ist's nicht, denn die Na­tur und der Jäger mit seiner Schrotspritze sorgen ohnehin für einen gesunden Ausgleich. Die Natur­freunde und Beobachter aber freuen sich auch des klobigen Krähennestes, das den Frühling genau so ankündigt wie andere schönere Dinge.

Der feurige Ofen

Roman von Hans von Hülsen

oben ging. Aber er steckte erst den Kopf durch die Tür; und da er den Baron mit geschlossenen Augen fand, machte er ihr ein Zeichen, ihren Besuch bis zum Erwachen zu verschieben.

Doch Christian Fehr schlief nicht. Er hörte, wie der Arzt leise seine Instrumente zusammenräumte. Mit größter Anstrengung hob er die Lider und be­trachtete ihn eine Weile, ohne daß Wulflam eS bemerkte.

Doktor", sagte er endlich mit matter Stimmer Kommen Sie mal. Setzen Sie sich ein Moment- chen auf mein Bett. Erzählen Sie mir von Ulla. Wie's ihr geht und was sie treibt ..."

Wulflam tat es und dachte dabei, wie froh Ulla fein würde, weil der Vater nach ihr gefragt hatte.

Diese dumme Geschichte", sagte Fehr:Was meinen Sie als Dritter dazu, Doktor? Soll denn das ewig so weitergehen? Ich sehe keine Notwendig­keit, sich weiter zu verbocken. Wir haben ja nun beide unsere Willen durchgesetzt, und ich finde, nun könnte wieder Friede sein. Vielleicht hinterbringen Sie diese Meinung eines armen Verwundeten un­serer gemeinsamen Ulla? Sehr verbunden, in dop­peltem Sinn, teils Ihnen, teils von Ihnen", ver­suchte er einen Scherz.Sagen Sie ihr, daß ich am Samstagnachmittag immer allein bin, da fährt die Baronin in die Stadt, um einzukaufen, und daß es nett von Ulla wäre, wenn sie mir dann mal ein Stündchen die Langeweile des Krankenlagers ver­triebe. Was denken Sie übrigens, wann werde ich wieder einigermaßen zusammengeflickt sein?"

Wulflam wiegte den Kopf hin und her. Eins Woche werde wohl darüber hingehen. Er fommd morgen wieder, um die Wunde zu beschauen. Und Ulla wolle er sehr gern alles ausrichten.

Dank Dank für beides, lieber Doktor!" Fehr reichte ihm die blasse Hand und ließ ihn gehen.

Dann drückte er den Knopf der an der Wand hängenden Klingelbirne, und Fabian erschien:

Bitte die Frau Baronin!"

(Fortsetzung folgt.)

Fips hatte nicht viel Sinn für Natur, und sie verhehlte es nicht. Sie war ein Grohstadtkind, hatte zeitlebens zwischen steinernen Wänden gelebt, Wald und Berge gefielen ihr wohl, sagten ihr aber nicht viel. Weit mehr interessierte sie, was Christian Fehr unterwegs erzählte: die dramatische Verhaf­tung des jungen Emanuel Glumm. Er war von einem der Jäger gestern beim Wildern betroffen worden und hatte, wie ein echtblütiger Wilddieb, sogar auf ihn geschossen, was nun seine Strafe ganz empfindlich verschärfen mußte. Heute vormittag hatte Forstmeister Koch im Schloß Meldung ge­macht, daß der Wilddieb bereits hinter schwedischen Gardinen säße.

Wulflams Wagen stand bereits vor dem Schloß­portal, er selber wartete in der Diele.

Man schaffte Fehr nach oben in sein Schlaf­zimmer. Fabian entkleidete ihn, half ihm auf sein Bett.

Inzwischen erzählte Marion draußen Dr. Wulf­lam mit hastigen Worten, wie das Unglück sich er­eignet hatte.

Er hörte stumm zu. Er sagte nur:

Der Baron hat sich viele Feinde in der Gegend gemacht. Durch den Verkauf der Sophienau."

Dann kam Fabian, ihn zu rufen.

Heber Fehr gebeugt, untersuchte er die Wunde, wortlos, emsig, gewissenhaft, wie es seine Art war. Der Schußkanal ging auf' Haaresbreite an der Schlagader vorbei. Die Kugel steckte im Fleisch. Es bedurfte eines Schnittes unter Anwendung örtlicher Betäubung, um sie herauszuholen.

Fehr nickte.

Der Doktor packte seine Instrumente aus, gab die Spritze, zog mit geschickter Hand den Schnitt, und Christian Fehr hielt, mit einem Schauer aller Ner­ven, das blutige Bleiklümpchen zwischen den Fin­gern, das ihm so leicht hätte das Leben kosten können.

Entschuldigen Sie mich einen Augenblick", sagte Dr. Wulflam, als er den Verband fertiggestellt hatte:Ich möchte gleich an meine Frau telepho­nieren. Sie war begreiflicherweise in größter Auf­regung über die Nachricht."

Ja, tun Sie das, Doktor." Fehr drehte den Kopf auf dem Kissen zur Seite. So schwach fühlte er sich vom Blutverlust und von der Erregung. Er hörte Wulflam leife die Tür hinter sich zuziehen. Im roten Licht der geschlossenen Lider sah er Ullas Bild, ein erblaßtes Gesicht, ängstlich aufgerissene Augen. ,Es ist nicht gut', dachte er, ,es ist gegen die Natur, ich muß es ändern'...'

Lange dauerte es, bis Wulflam wiederkam. Ma­rion hatte ihn drunten abgefangen und sich, mehr und mehr beruhigt, von ihm die Einzelheiten er­zählen lassen. Sie schloß sich ihm an, da er nadr

Aber seine Schwäche war groß, mit leichtem Schwindel im Hirn lehnte er sich gegen einen Baum und glitt daran nieder. Racheakt, dachte er, wäh­rend seine Gedanken schon verschwommen: ,Gut, daß ich vor Marion stand ... sonst hätte sie's ab- ^E^dauerte keine zwanzig Minuten, so erschien Fabian und mit ihm Marion, die verschreckte Fips war zu Hause geblieben. Der getreue alte Diener brachte Decken mit und eine Binde aus dem Sani­tätskasten des Autos. Er flößte seinem Herrn einen Becher Kognak ein, der Fehrs Lebensgeister auf­frischte. Dann führten er und Marion den Ver­letzten, halb tragend, halb stützend , durch das

1 niedrige Gehölz zum Auto.

Wer kennt sie nicht, unsereBlitzmädel" in der kleidsamen hellgrauen Gleichtracht und dem kecken Schiffchen auf dem Lockenkopf? Alle sind wir irgend­wo schon einmal einer dieser Nachrichtenhelferinnen des Heeres begegnet.Blitzmädel" heißt sie der Volksmund, weil sie einen gelben Blitz am Aermel ihrer Uniform tragen undBlitzmädel" sind sie auch in des Wortes übertragener Bedeutung, tüch­tige unermüdliche Helferinnen überall dort, wo man sie einsetzt und wo sie durch ihre Arbeitsleistung einen Soldaten der Heeresnachrichtentruppe für die Front frei machen.

Jedes deutsche Mädel und jede deutsche Frau, die von Hause aus die charakterlichen Anlagen für den verantwortungsvollen weiblichen Kriegseinsgtz in sich trägt, kann sich bei dem für ihren Heimatort zuständigen stellvertretenden Generalkommando frei­willig als Nachrichtenhelferin melden. Daraufhin erfolgt die Einberufung und fachliche Ausbildung.

Der Einsatz selbst erstreckt sich dann ausschließ­lich auf die Tätigkeit im Fernsprech- und Fern- schreibdienst in ortsfesten Vermittlungen der von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebiete und des Heimatgebietes. Die deutsche Frau und das deutsche Mädel werden also zu einer Dienstleistung heran- gezogen, die der weiblichen Psyche entspricht und zu der sie die natürlichen Voraussetzungen mit­bringen. Auch in Friedenszeiten wird dieses Ar­beitsgebiet ja vornehmlich von weiblichen Kräften ausgefüllt.

Als Gefolgschaftsmitglieder des Heeres erhalten die Helferinnen eine wehrsoldarttge Vergütung bei freier Verpflegung,' Unterkunft und Kleidung. Sie werden notdienstverpflichtet, um ihnen die sich hier­aus ergebenden Vorteile zuteil werden zu lassen. Dadurch wird den Frauen und Mädeln der bis­herige Arbeitsplatz gesichert, und da der Einsatz der Frauen unter das Wehrmachteinsatz- und Für­sorgegesetz fällt, kommen den Helferinnen alle damit verbundenen sozialen Fürsorgemaßnahmen zugute.

Bitte, bitte, sag's! Ich bin innerlich so ratlos ... zwischen diesen beiden Männern ... ich bin dankbar für den kleinsten Rat und Fingerzeig ..."

Ach, das ist kein Rat und kein Fingerzeig. Ich meine nur: für dich wär's am besten, dein ver­rückter Papa machte seine absurde Drohung wahr..."

Marion hielt sich die Ohren zu. Sie wollte das nicht hören!

An einem dieser Tage, einem Vorfrühlingstag mit milder Sonne und Lämmerwölkchen am Him­mel, machten sie zu dritt einen Spaziergang durch den Wald. Der feuchte Laubgrund roch moderig, in den kahlen Zweigen glitzerten diamanten die Trop­fen eines vor einer Stunde rasch niedergerauschten Regenschauers. Durch eine Schneise sahen sie den blauen Kamm des Gebirges. Die Bergwasser mach­ten laute Musik.

Aus der Stadt Gießen.

Vogelnester im Vorfrühling.

Wie das erste Grün und die ersten Blumen, so gehören auch die ersten Vogelnester zu den Zeichen des Vorfrühlings. Nur sehen mir sie so leicht nicht, weil der Nestbau meist recht heimlich betrieben wird und auch die wehrhaften Vogelarten bei die­sem Geschäft viel Vorsicht gebrauchen, um Eier und Ärut vor Nachstellungen zu schützen. Aber dem Na­turfreund, der sich in den Lebensgewohnheiten sei­ner gefieberten Freunde auskennt, fällt es nicht schwer, aller Heimlichtuerei zum Trotz die nistenden Paare zu belauschen und gelegentlich einen Blick in die kleinen Kinderwiegen zu tun. Natürlich nicht um die Eier oder Jungen zu plündern, sondern, um sich an Idyllen zu erfreuen, die das Auge ge­nau so ergötzen wie der erste grüne Schimmer, der sich über Nacht über den Wald gelegt hat.

Der Vogelarten, die schon in den ersten zwei Drit­teln des März zum Nestbau schreiten, sind nicht gerade viele; adelnden Zaunkönig, der wie ein win­ziger Kobold wintertags in unserer Gartenhecke sein Wesen trieb, können wir, wenn wir an einem sonnigen Märztag uns in einem verlassenen Stein- bruch umsehen, vielleicht mit einem Halm im Schnabel unter dem den Rand der Grube über«

sinnesphysiologischen Versuch" halten.

Der Rektor der Ludwigs-Universität, Professor Dr. med. H. W. Kranz, empfing am Montagabend in den repräsentativen Räumen des Vorlesungs­gebäudes im Namen der Ludwigs-Universität den finnischen Gast. In seiner Begrüßungsansprache hieß Se. Magnifizenz der Rektor Professor Reenp ää zunächst als den Vertreter des uns verbündeten tap­feren finnischen Volkes willkommen und würdigte die Leistungen der finnischen Wehrmacht. Dann kam Prof. Dr. Kranz auf die zwischen der Universität Gie­ßen uni) Finnland bestehenden Beziehungen zu sprechen und erinnerte daran, daß der ehemalige Staatspräsident Finnlands Svinhuvud als tap­ferer Vorkämpfer gegen den Bolschewismus von der juristischen Fakultät der Ludwigs-Universität zum Ehrendoktor ernannt worden fei. Dann be­grüßte er Professor Reenpää als wissenschaft­lichen Vertreter, als Kollegen und Kamerad. Er sprach von dem Willen, die engen Beziehungen kultureller Art weiter zu pflegen und würdigte die

in Finnland wohlverstandene europäische Zusarn-

nächster Nähe ein Schuß. Er griff sich an den linken Schenkel, stöhnte auf und stürzte vornüber.

Marion schrie, tief erschrocken.Jan!" Sie kauerte schon neben ihm auf dem feuchten Boden, nahm seinen- Kopf zwischen die Hände, sah, von allen Schauern der Angst überlaufen, wie aus der grauen Flanellhose das Blut sickerte.

Ja, ja! Was ist Gott im Himmel?!"

Er öffnete sofort die Augen, wie ein Ruf war ihre Stimme in die Traumentrücktheit seiner kurzen Ohnmacht gedrungen. Da er ihr schreckverzerrtes Gesicht sah, bemühte er sich, zu lächeln.

Schöye Schweinerei! ... Blutet ja ganz kräf­tig! ... Lauf, Marion, lauft beide, ruft Fabian mit dem Wagen. Telephoniere nach Dr. Wulflam. Ja, ich helfe mir, schon selbst, es hat nichts auf sich, denke ich ..."

Marion zögerte eine Sekunde, dann eilte sie da­von. Weiß wie eine Kalkwand folgte ihr Fips.

Mühsam richtete Fehr sich auf. Gott sei Dank, er konnte stehen, der Knochen schiey heil! Er riß das Beinkleid herunter und knüpfte das Taschentuch über die stark blutende Wunde. Es nützte wenig, im Handumdrehen war es durchblutet. Da nahm er den Gürtel und schnürte das Bein ab, bis die Blutung einigermaßen zum Stillstand kam.

Jacke. Das Hoheitszeichen kennzeichnet die Zuge­hörigkeit zum Heer. Das auf dem Aermel auf ge­nähte Blitzzeichen und die hellgelbe Paspelierung des Schiffchens weist die Nachrichtenhelferinnen als Zugehörige der Nachrichtentruppe aus. Zu diesem Kostüm tragen die Helferinnen hellgraue Hemd­blusen, bei Regen einen grauen Umhang mit Ka­puze, während der kalten Jahreszeit einen Winter­mantel.

Begreiflicherweise verpflichtet die Außenstellung unsererBlitzmädel" fern der Heimat zu einer be- anderen Haltung. Hier die entsprechende Ausrich- ung zu vermitteln, ist Hauptaufgabe der Schule. So ist der ganze Dienstbetrieb und die gesamte Ausbildung auf dieses Ziel ab gestellt.

Im Fernsprech- und Fernschreibdienst werden die Helferinnen von Offizieren der Nachrichtentrupps ausgebildet. In besonderen Lehrgängen werden die Führeranwärterinnen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Bei Bewährung steht jeder Nachrichtenhelferin der Weg zur Führerin offen.

Nach ab geschloffener Ausbildung werden die Nach, richtenhelferinnen zu Einsatztrupps zusammengestellt. Jetzt ist der stolze Tag für die jungen Frauen und Mädel gekommen, an dem sie nach ihrem Einsatzort im besetzten Gebiet oder irgendwo in der Heimat in Marsch gesetzt werden. Hier hat die Heeresoerwal- hing bereits Vorsorge getroffen in der Beschaffung eines freundlichen Heimes, das von den Helferinnen nach eigenem Geschmack eingerichtet werden kann. Unter der Führung und Betreuung einer NH.-Füh­rerin werden die Helferinnen in der netten Umge­bung sehr bald heimisch. Nach der Einweisung in die prakttsche Arbeit bei den Heeresvermittlungen übernehmen sie das verantwortungsvolle Amt des Fernschreib- und Ferinsprechdienftes.

Während der Freizeit aber lernen dieBlitz- möbel" die Eigenarten des fremden Landes kennen und haben natürlich auch an den wehrmachtbetreu­enden Einrichtungen des Heeres wie KdF.-Veran« ftaltungen und Filmbesuchen Anteil.

Das Problem der geistig-seelischen Betreuung der Nachrichtenhelferinnen ist vollauf gelöst, ebenso die gesundheitliche Betreuung durch Truppenärzte des Heeres. Eine Reihe eigens für die Nachrichtenhelfe, rinnen bestimmter Heime nehmen erholungsbedürf- tige Frauen und Mädel auf und geben ihnen neue Kraft für ihren Einsatz.

Es war und wird niemals der Ehrgeiz der deut­schen 'Frau fein, Kriegsdienst gleich dem Manne zu leisten. Aber es ist ihre vornehmste Pflicht, auch ihre ganze Kraft im Kriegshilfsdienst einzufetzen, ohne im geringsten etwas von chrem Frauentum preiszugeben.

UnsereBlitzmädel" aber sind ebenso wie unsere Kämpfer an der Front Helferinnen im besten Sinne des Wortes im großen Schicksalskampf unseres Vol­kes.

durch die tapfere fanatische und kulturelle Mitarbeit zum Ausdruck komme. Der Rektor schloß seine Be­grüßungsansprache mit dem Wunsche, daß sich der finnische Gast in Gießen wohlfühlen und ihm die Tage in Deutschland in guter Erinnerung bleiben möchten.

Professor R e e n p a a, der auf seiner diesjährigen Mland-Reise nur in Berlin, Rostock, Gießen ürXburg einen Vortrag hält, dankte im Laufe des Empfangsabends, an dem ein kleiner Kreis von geladenen Gästen, barunter auch einige ausländische Akademiker, teilnahmen, für den freundlichen Emp­fang und für die ehrenden Worte, die der Rektor Professor Dr. Kranz Finnland gegenüber ausge­sprochen habe. Professor Reenpää sprach davon, daß die Finnen ihr Heimatland immer gegen den Osten

SmtWirlfHeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des ^hauptmriitleiters: Ernst Blumschein. Berantwortlich für Politik und Bilder. Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nt. 6. _______________________________

Aus dem Reich.

Der Ginn unseres Kampfes.

Köln, 10. März. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley, der jetzt Betriebe in den westlichen Gauen besucht, sprach in Köln.Das entscheidende Ziel", so sagte Dr. Ley,ist, das tägliche Brot zu erkämpfen und für alle Zeiten sicherzustellen. Dafür bluten unsere Soldaten, dafür arbeiten unsere Arbeiter! Bisher konnten den Völkern die primittvsten Lebensbe­dingungen verweigert werden, wenn es dem jüdi- schen Kapital gefiel. Dieser Krieg bringt die s o - ziale Befreiung vom Joch des Goldes, von jenem Joch, für das sich die Arbeiter in den Feindstaaten heute noch einsetzen, ohne zu begreifen, daß sie von ihrem Feind, dem Juden, gelenkt und geführt werden. In ihrer falschen Frontstellung werden sie sich immer vergeblich gegen ihr Los auf­bäumen. Heute sind die Fronten klar gezogen. Dem Judentum ist die Tarnkappe, herabgerissen. So hart wie der Kampf gegen diese Clique ist, so hart müssen wir arbeiten und Härte predigen. Was leistungshemmend ist, muß rücksichtslos beseitigt werden. Der deutsche Sieg ist der Sieg Europas, die Rettung vor dem Bolschewismus. Die Zeit ist nicht gegen uns, jeder Tag bringt uns vielmehr neue Kräfte für den Sieg, Der mit dem deutschen Soldaten und Arbeiter, aber auch für den deutschen Soldaten und den deutschen Arbeiter erkämpft wer­den wird!"

Verbesserung für Kriegsteilnehmer in der Rentenversicherung.

Die Renten in der Invaliden-, der Angestellten- und der Knappschastlichen Pensionsoersicherung wer- den nur auf Antrag gewährt, und zwar be­ginnt der Rentenlauf erst, wenn der Antrag ge­stellt worden ist. In der Krieaszeit hat dies zu Härten geführt, da häufig der Antrag ohne Schuld des Betroffenen nicht rechtzeitig gestellt werden kann. Infolgedessen war zum Schutze der Hinter­bliebenen von Versicherten vorgesehen, daß deren Renten mit dem Sterbemonat beginnen. Eine ent­sprechende Vergünstigung wird nun für Soldaten und sonstige Personen getroffen, die durch Kampf­handlungen invalide oder berufsunfähig geworden sind. Die Rente soll dann schon mit dem Monat be= ginnen, in dem dieser Umstand eingetreten ist.

ben werden, aber wenig, was den Namen Dichtung verdient, hat Josef Weinheber in einsamer Meister­schaft der deutschen Nation ein Werk gegeben, das nicht dem Lärm des Tages, sondern der Stille ent­stammt, ein Werk, das nicht Ruhm will, sondern Ehrfurcht.Kunst kennt keine Kompromisse. In Ihnen, Josef Weinheber, feiere ich heute mit diesen wenigen Worten einen Könner der Kirnst. Ich danke Ihnen im Namen der Jugend des deutschen Volkes. Ich danke Ihnen ergriffenen Herzens im Namen ihrer Vaterstadt, die auch durch Sie wie durch so viele ihrer großen Söhne verewigt wurde." Der Reichsleiter verlieh Joses Weinheber den Ehren­ring der Stadt Wien, dann sangen Hilde Konetzni und Dr. Alfred Poell zwei von Richard Strauß vertonte Gedichte Weinhebers:Blick vom oberen Belvedere", ein zartes Lied, in dem der Dichter und der Komponist die Stimmung der Wie­ner Landschaft eingefangen haben, und der kraft­volle deutsche HymnusSankt Michael".

700 000 Besucher im haus der Deutschen Kunst.

Die im Juli 1941 eröffnete und soeben geschlossene Große Deutsche Kunstausstellung 1941 im Hause der Deutschen Kunst zu München hat mit 700 000 Besuchern, also 100 000 mehr als im Vorjahre, das hervorragendste Ergebnis aller seit der Eröffnung des Hauses im Jahre 1937 veranstalteten Kunstschauen gehabt. Dem entspricht auch das gesteigerte Ver­kaufsergebnis. Von 1886 ausgestellten Werken der bildenden Kunst wurden 1116 angekauft, also 60 vom Hundert aller ausgestellten Arbeiten. Der Er­lös ist mit 2,9 Millionen RM. um 700 000 RM. höher als bei der vorausgegangenen Ausstellung.

Ein Freund Wagners.

Der Seniorchef des Schott-Verlages in Mainz, Geheimrat Dr. Ludwig Strecker, beging das fcltene Fest der diamantenen Hochzeit. Strecker war mit Richard Wagner befreundet, der in dem Hause des Musikverlegers öfter als Gast weilte. Seit fast 25 Jahren ist der Jubilar Präsident der Mainzer Liedertafel. Streckers Gattin stammt aus der bekannten Darmstädter Chemikerfamilie Merck und ist eine Urenkelin von Goethes Freund Johann Heinrich Merck.

wie sie jeder Soldat genießt.

Für ihren Einsatz erfahren die Nachrichtenhelfe­rinnen des Heeres eine gediegene Ausbildung, die ie alsMädchen in Uniform" befähigt, in bezug auf ihr Arbeitsgebiet an Leistung und Bewährung ebenbürtig neben den Soldaten zu stehen. Die Grundausbildung der Anwärterinnen im Fern- fprech- und Fernschrei-bedienst wird in NH.-Aus- bildungstrupps bei den stellv. Generalkommandos durchgeführt.

Dann werden die Anwärterinnen in die Heeres- schule für Nachrichtenhelferinnen ausgenommen, die einzige Schule dieser Art im Reiche. Hier werden sie eingekleidet, um sie bewußt als Repräsentanten des deutschen Volkes im fremden Land zu kenn­zeichnen. Die schmucke Uniform hat den Schnitt eines Straßenkostüms aus hellem feldgrauen Tuch und besteht aus einem Rock und einer zweireihigen

ragenden Wurzelwerk eines Baumstumpfes Der- chwinden sehen. Halten wir dann vorsichtig Nach- chau, so entdecken wir, wenn wir Glück haben, die cyon fast fertige Burg des Miniaturkönigs, die sich wahrlich sehen lassen kann. Denn diese stattliche, außen aus Moos und Halmen geflochtene Kugel, in deren weich ausgefüttertes Innere ein winziges Schlupfloch fuhrt, steht in ihrer Gröhe eigentlich in keinem Verhältnis zu der Winzigkeit ihres Er­bauers. Ader da der Zaunkönig zu den Kinder­reichen gehört und sich selten mit weniger als sieben bis acht Jungen begnügt, versteht man, weshalb er feine Kinderstube so geräumig'anlegt. Allerdings braucht bas Gebilde nicht unbedingt die Familien­unterkunft zu werden; der etwas großspurige Ge­selle hat nämlich die Gewohnheit, außer seiner KiiNerstube noch etliche Schlafnester zu bauen, in die er sich wohl zurückzieht, wenn er nachts in seiner übervölkerten Bleibe keinen Platz mehr findet. Uebrigens ist das wohl die einzige Erschei­nung dieser Art, die wir in unserer heimischen Vvgelwelt kennen. Bei der großen Arbeit, die der Bau mehrerer Nester mit sich bringt, ift es denn auch nicht zu verwundern, daß der pugige kleine Kerl seine eigentlichen Flitterwochen meist auf Ende März oder in den April verschiebt; vorher trifft