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zeichnete

der Gauleiter

sen, die, von

alle Wagen stürzten

taugen. Jetzt-hat er einen mehrwöchigen Z. W. d Urlaub, zur Wiederherstellung der Gesundheit.

d. G.-

Natürlich besuchte ich ihn wir wohnen beide in Berlin und einen Nachmittag meines Heimat­urlaubs gab ich gern dran. Als seine Frau in die Küche verschwand, um einen Teller Butterbrote zu richten, und uns allein ließ, ging er, der sonst recht Verschlossene, aufgelockert von der Berührung Hei­mat Front, einige Schritte aus sich heraus.

Weißt du", sagte August,heute genau vor einer Woche, am vorigen Dienstag, saß ich auf dem Bal­kon, und der Korbsessel, der jetzt deinen Minen- seukerkörper auszuhalten hat, stand mir genau so gegenüber wie jetzt. Statt deiner aber hatte ich eine ganze Gesellschaft zu Gast, Besuch aus Trouville, dem französischen Seebad, dazu noch Leute, die zwi­schen siebzehn und siebzig Jahren alt waren. Ein höherer französischer Offizier war dabei und Damen der ersten Gesellschaft, auch junge und hübsche. Sieh mich nicht so entgeistert an, ich habe noch alle bei­sammen."

Einige Sekunden Pause, mir kamen sie sehr lang vor, legte August ein, dabei in die Kronen von wenigen dachhohen Kiefern den Blick verlierend, die vor dem Balkon in dem großen Hof des Wohnblocks standen. Dann fuhr er fort.Selbstredend spreche ich von einem Bild, von dem Boudin, den du vorhin im Wohnzimmer gesehen hast, und den ich jetzt aus Frankreich mitgebracht habe. Ihn stellte ich auf den Korbsessel vor mich hin, und dann habe ich mich lange mit den Gestalten darauf unterhalten. Sie haben mir viel erzählt, von sich, von ihrer steif­leinenen Zeit um 1880, von Trouville und dem Strand mit den hölzernen Badekabinen, die einzeln herumstanden, fahrbar natürlich. Von der erstarrten Rechtsamkeit eines Generals, oder was er war, und den versteckten Blicken junger Leute. Und aus allem zusammen sprach jemand zu mir, der nicht auf dem

gange möglich ist. Die politische Auswertung dieser Erkenntnisse erfolgte erst durch Wolf Hitler. Ohne den Führer hätten diese Erkenntnisse kein neues Zeitalter eingeleitet, sondern wären eine der zahlreichen wissenschaftlichen Errungenschaften ge­blieben. Der nationalsozialistische Rassegedanke schließt keine Mißachtung anderer Völker in sich. Die Völker sind vom Schöpfer geschaffen worden und haben.sich zu dem entwickelt, was sie sind. Wir sind aber überzeugt, daß wir mit diesem Rasse- qedanken anderen Völkern weit voraus sind in der Entwickelung und damit denSchlüssel zur Welt­geschichte" gefunden haben.

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Rassenwissenschast und Rassenpoliiik.

Gauleiter Sprenger führte Prof. Kranz in seinen neuen Wirkungsbereich ein.

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Zeitschriften.

Don Anna Klopheck-Strümpell bringt das No­vember-Heft der MonatsschriftDie Kun st" (Der- lag F. Bruckmann, München) einen Beitrag zu den neuen Bildern des rheinischen Dealers Theo Cham­pion. Die Ausdrucksgewalt der Bildwerke von Hans Wimmer tritt uns in den von Ludwig Curtius ge­zeigten Reproduktionen entgegen. Leben und Werk des Malers R'chard Pietzsch würdigt Ulrich Ehristoffel. Im zweiten Teil des Heftes werden ver­schiedene besonders reizvolle Wohnhausbauten ge­zeigt. Neben einem durch seine anmutige Schlichtheit ausgezeichneten Einfamilienhaus am Bodenseeufer von Architekt Heinrich Palm, Ueberlingeü, steht das Malerhaus Birkle hei Salzburg, das in Zusam­menarbeit mit dem Architekten Otto Prossinger zu einer Einheit von Kunst und Natur gestaltet wurde Architekt Walter Ruff, Stuttgart, ist ebenfalls mit einem Einfamilienhaus vertreten und von Arch'teki Robert Seitz, München, werden die elegant und doch intim ausgestatteten Teestuben des Hotels Breidenbacher Hof in Düsseldorf gezeigt. Das Ge^ brauchsgeschirr der Porzellanfabrik Dilleroy 8z Boch und der Fürstenberger Porzellanfabrik ist schlicht und ruhig in der Formgebung.

Lpd. Frankfurt a. M., 9. Dez. Im Rahmen eines Vortragsabends imHause der Wirtschaft" führte Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger am Mittwochabend den Gauamtsleiter des Raffen- polittfchen Amtes und Leiter des Instituts für Erb- biologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Univer- sität, Professor Dr. Kranz, in seinen neuen Wir­kungskreis ein.

In Gegenwart führender Vertreter von Partei, Wehrmacht, Wissenschaft und Wirtschaft kenn-

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Am stärksten durch das ausstrahlende Wesen des Malers. Mit ihm habe ich Freundschaft geschlossen. Und mit dem Schicksal oder sagen wir Zufall, der mich in Bordeaux auf das Bild stoßen ließ.

Ja, mein Lieber, das ist meine Theorie, nein, ich verbessere mich: meine Praxis, wie du siehst."

So sprach August M., der Minensucher, zu mir, während feine Frau uns in der Küche einen Teller Butterbrote machte, jüngst auf dem Balkon eines Berliner Wohnblocks, vor unseren Augen die büsch- ligen Schirme einzelner Kiefern, überleuchtet von dem warmen Gold der tiefliegenden Spätsonne. August M. sagte das, der an Bord unseres Bootes die Räumleine mit harten Händen bändigte und bei mancher Kontrollfahrt alsPosten Gerät" zuerst den Räumerfolg aussang, Sekunden noch, bevor die geschnittene Mine an die Oberfläche trieb.

Und jetzt", beschloß August M.,hole ich die Flasche Kognak, die letzte, die ich noch aus Frank­reich habe. Man soll trinken, wenn man in Stim­mung ist, nicht, um sn Stimmung zu kommen."

Es gibt schon eigenartige Menschen unter den Minensuchern ...

Kampf bis zum siegreichen Ende

Erklärungen des japan scheu Ministerpräsidenten.

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Terrorangriff auf Turin.

Rom, 9. Dez. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Mittwoch meldet u. a.: Feindliche Flugzeuge unternahmen in der vergangenen Nacht einen heftigen Angriff, auf Turin. Sie verursachten beträchtliche Schäden, vor allem an Gebäuden im Stadtzentrum, darunter an der Uni­versität und einem Krankenhaus. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Ein Flugzeug, das vom Feuer der Verteidigung getroffen wurde, zerschellte am Boden auf dem Corso Dinzaglio im Innern der Stadt. Die sieben Mann der Besatzung fanden den Tod.

London über Nordafrika ernüchtert.

Stockholm, 9. Dez. (Europapreß.)General Andersons Plan, Biserta und Tunis zu be- setzen, ist mißglückt, stellt derDaily Expreß" am Mittwoch fest. In London wird man sich immer klarer darüber, daß der nordafrikanische Feldzug mehr und mehr den Charakter eines Ermü­dungskrieges erhalte. DerDaily Expreß" schreibt weiter, daß die Schwierigkeiten, welche man in Tunesien angetroffen habe, eine ernüchternde Wirkung gehabt hätten und daß man jetzt aus den Erfahrungen lernen müsse. Der Rückschlag in Tu­nesien hat in London, wie der dortige Korrespon­dent desAftonbladet" berichtet, das Interesse wie­der stärker auf die Operationen in der Cy re- naika gerichtet.

Wie die Engländer.

Lissabon, 9. Dez. (Europapretz.) Eine Razzia gegen Staatsbürger feindlicher Länder in Fran- zösisch - Nordasrika ordnete die Regierung Darlan an, wie aus Algier gemeldet wird. Po- llzeiorgane sind besonders angewiesen, die Perso­nalien der in Nordafrika lebenden Deutschen festzustellen. Wer sich innerhalb einer gewissen Frist polizeilich nicht meldet, wird verhaftet. Im Gebiet zwischen Algier und Tunesien wurden 200 Per­sonen i n Haft genommen, die mit den Achsen­

mächten sympathisierten.

In allen Städten des Magreb sind Flugb^'ller gegen diie nord amerikanische Be­satzung verbreitet worden, wie derLavorv Fascista" in Rom am Mittwochabend mitteilt. Diese Flugblätter führen aus, daß die bisherige nordame­rikanische Tätigkeit in Magreb genügt hat, um die Sympathien für die USA. selbst bei den­jenigen zu z e r st ö r e n, die sich Illusionen machten, daß Roosevelt die islamitische Welt von der briti­schen Herrschaft befreien würde. Die Mohammeda­ner, und nicht nur die des Magreb, fährt der Text dieser Flugblätter fort, sind jetzt überzeugt, daß die Nordamerikaner sich in keiner W.eisevon den Engländern unterscheiden, wenn es sich darum handelt, die Hand auf den Besitz ande­rer zu legen und ihre imperialistischen Ziele zu verwirklichen.

Bei Blida, an der Strecke Algier Dran, entgleiste am 7.12. morgens, wie Stefani aus Tan­ger meldet, ein langer Truppentransport-

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und Panzer gibt der Fußmarsch der In­fanterie dasTempo der Schlacht" an. Die Marschleistung ist einer der entscheidendsten Fak­toren des Sieges. Aber der Infanterist marschiert nicht gebückt unter der Last von Waffen und Ge­päck, langst werden feine Tornister und die schweren Waffen, Munition und Zubehör gefahren, damit er im Vollbewußtsein seiner Kraft frei ausschreiten kann. Der Marsch und das Marschlied gehören eng zusammen. Dort, wo von den Marschleistungen der Infanterie die Rede ist, gehört auch dazu die stolze Freude des Infanteristen über seine Leistung, der erhöhte Genuß, den ihm die Rast und ein Bad im sommerlich erfrischenden Flusse bereiten. Der Marsch stellt höchste Anforderungen, aber er ist einäußer­lich und innerlich aufrechter Marsch" und führt nicht zur Erschöpfung des Infanteristen, der ja stets jene Kraftreserve behalten muß, die er braucht, um notfalls unmittelbar aus dem Marsch heraus zum Kampf anzutreten. Auch die Gewaltmärsche, die zum Einsatz führen, haben jenes erhebende Ge­fühl, das jeder Infanterist empfindet, wenn er rechtzeitig zur Stelle ist, um schwer kämpfenden Kameraden zu helfen ober bei einer Einkesselung die entscheidende Lücke zu schließen. Die großen Marsch­leistungen beim Vormarsch nach einem Durchbruch durch eine Stellung sind getragen von einer seeli­schen Hochstimmung, die jedem einzelnen übermensch­liche Kräfte zu verleihen scheint. Selbst dort, wo in Winterkälte der Motor versagt, wo auf grundlosen Wegen das Pferd mit zitternden Flanken stehen- bleibt, selbst dort marschiert der Infanterist seinem Siege entgegen. Und darum ist der Infanterist mit Recht stolz auf feinen Marsch.

Bei keiner anderen Waffengattung ist der ein­zelne Kämpfer so selbständig, ist der kämpfe- rische Gei st und die Entschlußkraft des einzelnen von so entscheidender Bedeutung wie bei der Infanterie. Selbst im U-Boot, im Bomben­flugzeug, ja im Panzer ist der Führer der Allein- entscheidende. Jeder einzelne hat nur seine Funktion zu erfüllen. Beim Infanteristen und ihm ver­gleichbar beim Jagdflieger bei freier Jagd gibt zwar auch der Führer den Befehl zum Angriff, aber jeder einzelne Mann setzt diesen Befehl in selb­ständigem Entschluß in die Tat um. Von Deckung zu Deckung springt er vor, paßt sich dem Gelände an, führt den Feuerkampf gegen seine Gegner. Sein Kampfeswille ist entscheidend für den Einbruch. Ja nur zu oft handelt er ganz selbständig, im Nahkampf, beim Gegenstoß. Und nirgendwo wird der junge Soldat so früh vor selbständige Aufgaben gestellt wie bei der Infanterie, wenn es sich darum handelt, auf Spähtrupp zu gehen ober ein Stoßtruppunternehmen burchzuführen. Die per­sönliche kämpferische Fähigkeit, bas persönliche kämpferische Wollen ist entscheibenb für den infante­ristischen Kampf; in ihmwird das Herz noch ge­wogen". Der infanteristische Kampf ist die Kampfes- art die zutiefst dem deutschen Wesen entspricht. Aber nicht nur die Schwere des Kampfes ist es, die das infanteristische Erleben ausmacht. Wer je den Augenblick erlebt hat, wenn nach erbittertem Rin­gen die Besatzung des feindlichen Bunkers mit er­hobenen Händen herauskommt, der weiß, baß nie­mand den Triumph des Sieges so persönlich, so unmittelbar erlebt wie der Infanterist.

Bei allen Wunden, die der Krieg schlägt, bei aller Not und allem Tod, die er um sich verbreitet, bringt er boch bem Volke, das von tiefem sittlichem Ernst erfüllt den Krieg führt, eines der menschlich schöne ften Geschenke, di e Kameradschaft. Dieses Wissen, daß man sich bedingungslos auf den Kame­raden verlassen kann, daß er einem in der Not hilft und sei es unter Einsatz seines Lebens, ist die wert­vollste Eroberung, die ein Volk aus einem Kriege nach Hause bringen kann. Nirgendwo aber ist dieses Erlebnis der Kameradschaft so groß, so stark wie dort, wo der Kampf die höchsten Anforderungen an jeden einzeltttzn stellt, bei der Infanterie. Immer wieder hat der Führer von dieser Kamerad­schaft, die er im Weltkrieg als einfacher Infanterist selbst erlebte, gesprochen, und es ist wohl so, daß aus diesem Erlebnis sein unerschütterlicher Glaube und Wille erwuchs, das ganze deutsche Volk zu jener Gemeinschaft, jener Kameradschaft zu führen, die heute das seelische Fundament unseres deutschen Vaterlandes ist. Die Wiege der Kameradschaft steht draußen bei der Infanterie. Dort draußen steht aber auch die Wiege, aus der nach jedem großen Kriege geläutert größer und stärker als zuvor unser ewig junges Deutschland den Weg in seine Zukunft antritt.

zug. Die Lokomotive mar auf eine Mine gelau« Unbekannten gelegt worden war. Fast türzten um. Die Strecke wurde schwer

in seiner Ansprache die grundsätzliche Bedeutung des Rassegedankens, wie sie der Führer in seinem WerkMein Kampf" eingehend behandelt habe. Der Raffegedanke, so führte er hierbei aus, sei das Fundament unserer Weltanschauung, die mit ihm eine neue geschichtliche Epoche eingeleitet habe. Heute gebe es kaum ein Gebiet des öffentlichen Lebens und auch kaum ein wissenschaftliches Gebiet, in wel­chem der Rassegedanke nicht umwälzend und rich­tunggebend wirke. Eine Revolution von einmaligen Ausmaßen, die den kommenden Jahrhunderten das Gepräge geben werde, sei damit eingeleitet Mit der Berufung von Prof. Dr. Kranz auf den Lehr­stuhl für Erb- und Rassenforschung in Frankfurt am Main und der Uebernahme der Leitung des Universitätsinstituts für Erbbiologie und Rassen­hygiene habe dieser ein Forschungsinstitut erhalten, bas heute zu ben neuesten und vorbildlichsten dieser Art in Deutschland gehöre.

Er begrüßte dann, daß mit dieser Entwicklung auch das Gauamt für Rassenpolitik, das von Gau­amtsleiter Prof. Dr. Kranz gegründet und muster­gültig entwickelt wurde, in die Gauhauptftadt per­legt wurde und somit die Möglichkeit gegeben sei, die rassenpolitische Arbeit von der Zentrale des Gaues aus noch intensiver zu gestalten.

Der Gauleiter betonte, daß die Vereinigung des Rassenwissenschaftlers mit dem Rassenpolitiker in der Person des Prof. Dr. Kranz ein Ausnahme- fall fei, der nur dadurch möglich wurde, daß (Sau­amtsleiter Prof. Dr. Kranz, von der Wissenschaft herkommend, in der Kampfzeit Rassenpolitiker wurde und dabei jene politischen Erfahrungen sam­melte, die bei einem führenden Rassenpolitiker un­abdingbare Voraussetzung sind. Er dankte Prof. Dr. ftranA dafür, daß er bereitwillig die seitherige Stätte erfolgreicher Tätigkeit aufgab, um eine grö­ßere Aufgabe zu übernehmen.

In seinem Vortrag über bas ThemaRassen- wissenschäft und Aussenpolitik ihre Beziehungen und Abgrenzungen" be­handelte sodann

Professor Dr. Kranz

die grundlegende Bedeutung des Dererbungs- und Rassegedankens für die nationalsozialistische Welt­anschauung und Volksführung und zeigte dabei die engen Beziehungen, aber auch Abgrenzungen zwi­schen Rassenwissenschaft und Rassenpolitik auf. Der Rassenwissenschaft sowohl wie der Rassenpolitik sei gemeinsam die Pflicht, für bas Wohl ber Gesamtheit zu arbeiten, also Lebendigerhaltung ber Substanz unb* ihre Aufwärtsentwicklung. Diese Jbee sei beim Politiker Ausgangspunkt eines geschichtlichen Rück­blicks, für den Wissenschaftler aber bilde sie eine methodische Arbeitshypothese. Ueber die Richtigkeit der Idee des Politikers entscheide der Erfolg, beim Wissenschaftler dagegen müsse die Lösung des Pro­blems jeder Prüfung standhalten. Eine so ge­wonnene wissenschaftliche Erkenntnis könne Die Grundlage für eine aeiftige Revolution bedeuten, zur Auslösung aber bedürfe es der politischen Tat.

Der Erb- unb Rassengebanke hat eine neue Epoche eingeleitet. Die sog. Mllieutheorie ist überwunden, seitdem wir feststellten, daß die Merkmale und Eigen, schäften nicht nur auf äußere Einflüsse zurückzu­führen finb, fonbern daß ihnen Erbanlagen zu­grunde liegen. Mit ber wissenschaftlichen Erkenntnis der großen Bedeutung von Erbe unb Rasse ist die Theorie desAlles, was Menschenantlitz trägt, ist gleich", zusammengebrochen. Das Lebensgesetz von der Vererbung gilt aber nicht nur von den körper­lichen Eigenschaften, sondern hat auch für die geistig- seelischen Anlagen Gültigkeit. Mit dieser Erkenntnis ist die alte Anschauung und dualistische Auffassung der Trennung von Geist und Körper überholt. An ber Entwicklung bes Menschen aus tierischen ober tierähnlichen Vorfahren kann nicht mehr gezweifelt werden, wie auch bie Erbanlagen bei Menschen, Tieren und Pflanzen ben gleichen Gesetzen ber Na­tur unterworfen finb. Sinn unb Zweck biefer Er­kenntnis muß sein: Erhaltung ber naturgewollten lebenbigen Substanz bes Volkes. Deshalb hat der Nationalsozialismus die Erhaltung des Lebens unse­res Volkes als oberstes Prinzip auf feine Fahne ge­schrieben. Selbst wenn die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse die Richtigkeit unserer Weltanschauung noch nicht unter Beweis gestellt hätten, wären die erzielten Erfolge bereits Beweis genug, daß die nationalsozialistische Idee auf dem richtigen Wege ist.

Wenn Erbe und Umwelt eine so große Bedeu­tung besitzen, so hat die Pflege des Volkes die not­wendigen Folgerungen zu ziehe»,. Unsere Sorge gilt deshalb der Gesunderhaltung und Förderung der rassischen Anlagen; gleichzeitig muß eine gün­stige Gestaltung der Umwelteinflüsse herbeigefiihrt werden, damit eine Lenkung ber Auslesevor-

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Silbe war, nämlich ber Maler, unb er sagte etwa: Hier hast du die Menschen, zugeknöpft bis zum oberen Halsansatz, trotzbem in der Jugend einander suchend, in den mittleren Jahren sich gegenseitig prüfend, im Alter, dem nichts anderes übrig bleibt, lebende Denkmäler der Wohlanständigkeit. ja, und noch vieles mehr erzählte mir der Maler. Ein paar Stunden habe ich so verbracht. Es waren schöne Stunden, ich habe dem Kunsthändler vom Montmartre einen Brief geschrieben.

Worauf ich hinauswollte, das ist mein Tick, aber wie du es nennen willst. Jeder Mensch braucht so etwas, das ist wie eine Ankertonne. Mag es nun ein echter Boudin sein oder nicht, das Bild sagt mir was, vielmehr der Maler, und deshalb ist mir sogar ein solcher Entwurf unabhängig vom Thema im Unmittelbaren feiner Geste wertvoller als das danach groß ausgeführte Gemälde, bei dem das Persönliche bes Malers, fein eigenstes Tempera­ment, unter dem Zwang der ausgeführten Einzel­heiten verlieren muß.

Ich behaupte nicht, daß diese meine Ansicht all­gemeingültig sein sollte. Nein, mir persönlich geht es so, wenn ich der Kunst begegne. Ich will ange-, sprachen werden. Kostet ein Bild, das mir gefällt, fünf Mark, und habe ich die fünf Mark, dann kaufe ich es. Kostet ein anderes fünfzig Mark, wie der Boudin, und ich habe sie, bann kaufe ich es auch. Die Frage, ob es wirklich von bem Maler ist, ben der Kunsthändler nennt, oder nicht, kommt für mich viel weiter hinten; sie ist niemals entscheidend. Ich glaube, daß meine Einstellung sehr natürlich ist.

Drüben bas Bilb vom Stierkampf, bas ich im vorigen Urlaub heimbrachte Schule Goya, meinte der Hänbler, ist zu mir genau so voller Sprache. Dieser Wirbel von Wilbhett, sich anftauenb im Tier, kunstvoll entfaltet vom Torero, beibes sich fpiegelnb im Taben ber Zuschauer, unb alles zusammenflie­ßend im 2lusbrud) der Farben das schenkt mir was, das schenkt mir viel, bei jedem Hinblick, mag auch im einzelnen des groben Skizzenpinsels wegen nichts Genaues zu erkennen sein. Ich habe das Bild in den drei Wachen, die ich 'hier herumliege, schon ein Dutzendmal umgehängt, jetzt hängt es richtig mit dem Licht von der Seite durch das Fenster unb abenbs mit bem Licht van ber anberen Seite durch die Lampe. Die Delfarbe blendet, wenn man sich nicht im bestimmten Winkel hinstellt, und nur eine einzige Richtung wirb erfüllt, diese freilich sehr stark.

Tokio, 9. Dez. (Europopreß.) Zum ersten Male in der politischen Gesch äfte Japans geschah es, daß der japanische Ministerpräsident General Io j o aus Anlaß bes Jahrestages des japanisch-bsutsch-tta- lienischen Abkommens über die gemeinsame Krieg­führung vom 11. November 1941 ausländische Pressevertreter empfing, und zwar die Korrespon­denten der deutschen und der italienischen Presse in Tokio.

Ministerpräsident Tajo verwies darauf, daß be­reits am 11. Dezember v. I. ein feierliches Einver­ständnis zwischen den Dreierpaktmächten darüber bestand, daß sie bis zum siegreichen Ende fortfämpfen, keinen Sonderfrieden schließen und nach bem Siege gemeinsam an der neuen Weltorbnung arbeiten wallten. Diese Einigkeit habe bereits reichlich ein halbes Jahr bestanden, bevor die Staatsmänner ber Feinbmächte ihre vielen Reisen begonnen hätten. In allen grunbsätzlichen Fragen sei bie reibungslose Zusammenarbeit ber Dreierpaktmächte sichergestellt. Der eifrige Hin- unb Herreise-Verkehr ber Willkie, Churchill unb Genossen sei bas beste Zeichen ihrer Nervosität. Einer Nervosität, die gerade darauf be­ruhe, daß man erkenne, wie eng und einig Japan, Deutschland und Italien auf geistigem, politischem, wirtschaftlichem unb militärischem Gebiet Zusam­menhalten.

Originalfex; eine gute Reprobuktion besMannes mit bem Goldhelm" erscheint ihm burchaus wert­voller als ein schlechtes Original, gleich welchen Mo­tivs. Augusts Bilder sind gute Originale, nicht ge­rade museumsreif, doch irgendwie am Anfang des Weges dahin. Es sind nämlich Skizzen, Entwürfe.

Nun muß hinzugefügt werden, daß August M. auf der letzten Minensperre verwundet worden ist. Ein Splitter einer hochgegangenen Mine zerschlug ihm. die linke Schulter. Es gefyt schon wieder besser, abMizurn Räumen wird ber Arm niemals mehr

Merkwürdige Menschen.

Von Kriegsberichter Eberhard Nwes.

Eigenartige Menschen gibt es unter den Minen­suchern auch außer denen, die Dreihig-Pfennig- Romane sammeln ober in ber Meinung, sie seien sehr musikalisch, zu jeher möglichen Stunbe bie Musikmaschine laufen lassen. Das Radio. Einen kenne ich, der ist Sanitätsgast auf einem Räumboot, unb wenn wir abenbs an Lanb gehen, holt er aus ber Backskiste einen Stoß Aufzeichnungen hervor, um aus ihnen seine medizinische Doktorarbeit wei­terzuzimmern. Ein Steuermann, auch in Friedens­zeiten Schiffer, spaziert gern auf der Pier, wenn die einheimischen Fischer ihre Fänge ausladen. Da er aufmerksam die Marktpreise verfolgt, rechnet er sich für jeden Patron aus, was er wieder verdient hat.

Ein Sonderführer-Maat hat es mit Richard Wag­ner. Voriges Jahr ist er deshalb von ber Flottille nach Bayreuth geschickt worden. Kürzlich besuchte er in Bordeaux sogar denParsifal", auf französisch. Wenn irgendwo im Rundfunk ein Wagner-Konzert läuft, läßt er nicht eher Ruhe, als bis die Funkbude das Programm auf die Bordlautsprecher gibt ... Ein Obergefreiter, alter Seeschäumer und Fahrens­mann auf den Weltmeeren, so um die vierzig, reest gern und stolz von seiner Brierkrugsammlung, die er zu Hause hat. Es sind Bierkrüge aus vieler Her­ren Ländern. Auf einem stehtBatavia", auf einem zweitenYokohama", einem drittenBuenos Aires" unb so fort. Er will es nicht glauben, daß diese Töpfe, wie der Piksgast behauptet, alle aus dem Westerwald tarnen. Den Piksgast hat er für bie Aufklärung in ben unteren Rücken getreten, und außerdem wird er im nächsten Urlaub einen Um­weg über den Westerwald machen ...

Von einem aber sei mehr ausgesagt. Das ist ber Matrosengefreite August M., in zivilen Zeitläuften Buchhänbler. Das heißt er hat nicht etwa eine Buch- hanblung, fonbern ist Verkäufer in einer solchen. Trotzbem gilt seine Liebe ber Malerei. Auf Bilbern, bie andere malten, wohlgemerkt. Denn selbst zu malen, davon versteht er zuviel davon als Laie. Sammeln kann man bas nicht nennen, was er tut, bas wäre zu teuer. Aber er hat boch zu Hause in seiner Wohnung ein gutes Dutzenb Silber, unb zwar Originale, bie eigenartig genug sind, um hier er­wähnt zu werden. Der Matrosengesreite ist auch kein

Sehr zuversichtlich äußerte sich Japans Minister­präsident sodann über die Aussichten ber japani­schen Kriegsproduktion. Japan verfüge nach der Besetzung der Südgebiete jetzt über reiche Vorräte an allen kriegswichtigen Rohstoffen, vor allem solcher, deren Fehlen für die Kriegswirtschaft der Gegner sich gefährlich auswirken müsse. Mit allen Kräften werde die Versorgung der japanischen Kriegsindustrie mit diesen Rohstoffen betrieben.

Auf weitere Fragen erklärte General Tojo, daß Zerstörungen in den besetzten Erdölgebieten des Südens dank des heldenmütigen Einsatzes der ja­panischen Wehrmacht bei deren Eroberung längst nicht in dem erwarteten Umfang erfolgt seien, daß deshalb dieErdölversorgungJapans über das vorher berechnete Maß hinausgehe, und daß nicht der geringste Grund zu irgendwelcher Sorge hinsichtlich der Beschaffung von Erdölerzeugnifsen für die gemeinsame Kriegführung bestehe. Dank der bereits geleisteten Aufbauarbeit seien bie Bedürf­nisse der Kriegführung in jeder Hinsicht vollauf gesichert.

Zum Schluß unterstrich Ministerpräsident Tojo bie große Bedeutung der Presse für die Vertiefung der engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Dreierpaktmächten.

beschädigt. Das Unglück verursachte 62 Tote und mehr als 200 Verletzte.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Mittwoch in Gegenwart von Reichsminister Rust den italienischen Minister für nationale Erziehung, Giuseppe Bo11ai, der sich auf Einladung des - Reichserziehungsministers zur Zett in Berlin auf« hält, zu einer freundschaftlichen Aussprache.

*

Generakseldmarschall von Mackensen hat sich über bie vielen Zeichen treuen Gedenkens zu seinem