sehen wüt. In der Ironie, in der er Meister ist, fertigte der Führer die angeblichen Fehler ab, die er begangen haben soll. Daß wir im Osten Herren weiter Rohstoffgebiete, daß wir den letzten Vermehr, den die Sowjets nach Süden haben, bereits abge» schnitten, daß kein Schiff mehr die Wolga heraufkommt, ist doch wohl das Entscheidende. Die Taten unserer U-Boote sind ebenso entscheidend. Mit Fug und Recht warf der Führer die Kernfrage auf, wie es denn möglich gewesen sei, mit den uns von den Gegnern zugeschriebenen schlechteren Waffen und schlechteren Soldaten solche Erfolge zu erringen. Das Wissen um die Richtigkeit seines Weges aber brachte der Führer in die Formel: ,Zch sehe gerade heute mit einer so großen Zuversicht in die Zukunft." Denn wir werden nicht kapitulieren, wir haben, nachdem alle Friedensangebote des Führers schnöde zurückgewiesen wurden, nur ein Prinzip: „Schlagen, schlagen und wieder schlagen." Wenn das alte Deutschland fünf Minuten vor zwölf Uhr die Waffen niederlegte und dadurch sich selbst zerstörte, dann, so erklärte der Führer, werde er die Waffen erst fünf Minuten nach zwölf senken, nachdem also der endgültige Sieg in diesem Kampf um unser Dasein errungen ist.
Dieses nationalsozialistische Deutschland besteht aus einem Guß, der Kern ist die Front, hinter der eine Heimat steht, die ihr Menschenmöglichstes tut, um die Front schlagkräftig zu machen. Der nationalsozialistische Glaube hat Taten geboren, die eine verrottete Welt überwanden, und er wird einen Frieden für Europa erkämpfen, der allen Böltern zugute kommt, und nicht, wie der Führer beißend saAe, „einer außerkontinentalen kleinen internationalen Finanzkliaue". Ruhig und in Geduld abwartend, bis die Gelegenheit zum Schlagen reif geworden, führen wir diesen Krieg um unsere und Europas Zukunft mit jener Sicherheit, die, aus dem Glauben geboren, unsterbliche Taten zeugte. Der Führer sagte, die Feinde würden erleben, daß der deutsche Erfindergeist nicht geruht hätte, sie würden auf ihren Lustterror eine Antwort bekommen, daß ihnen Hören und Sehen vergeht. Die Front spricht. Ihre Sprache ist die Tat. Die Heimat arbeitet, denn ihr Glaube ist der Führer und seine Mission. Beide handeln aus dem fanatischen Glauben, mit dem eine Welt überwunden wird ...
An -er Ewigen Wache.
München, 9. Roo. (DRB.) Zum Abschluß des Nooembergedenkens versammelten sich die Parteiführerschaft und die Marschierer des 9. November 1923, soweit sie nicht im Felde stehen, mit Ehrengästen aus Staat, Wehrmacht, Konsularkorps auf dem Königlichen Platz. An der Ewigen Wache legte Gauleiter G i e s l e r in Gegenwart des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, an jedem der ehernen Sarkophage einen Kranz des Führers nieder. Die Angehörigen der Gefallenen des 9. November waren zugegen. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel- Lied klang die Feier aus. Im Hofe des Generalkommandos wurden an der Gedenktafel für Theodor Casella und Martin Faust Lorbeerkränze niedergelegt. Je ein Doppelposten der Wehrmacht und der Waffen-^ hielt die Ehrenwache. Im Nordfriedhof wurde der Männer und Frauen gedacht, die vor drei Jahren Opfer des verbrecherischen Anschlages am Abend des 8. November im Bürgerbräukeller wurden. Gauleiter G i e s l e r legte den Kranz des Führers am Grabmal nieder. Weihevoll erklang das Lied vom guten Kameraden. Die Feier schloß mit dem Gruß des Gauleiters an die Hinterbliebenen der Opfer. — In der Mittagsstunde folgte das Gedenken am Mahnmal an der Feldherrnhalle. Den ersten nationalsozialistischen Blutzeugen eines neuen Deutschlands galten die 16 Schüsse einer Batterie der Waffen-^- im nahen Hofgarten. Gleichzeitig rührte die Waffen-/^ mit gedämpftem Klang die Trommel. Gauleiter G i e s l e r legte den Kranz des Führers am Mahnmal nieder, Generalfeldmarschall Keitel den Kranz des Oberkomm-andos der Wehrmacht.
Gewißheit des Sieges.
Die Presse Europas im Zeichen der Führerrede.
Berlin, 10. Nov. (DNB.) Die Rede des Führers in München findet in der Presse Europas größten Widerhall. „Der Führer", so schreibt die römische „Tribun a", „hat eindeutig klargestellt, daß in diesem gewaltigen Ringen der beiden einander gegenüberstehenden Welten nur eine siegen kann. Er konnte der demokratisch-bolschewistischen Agitation die bereits von den Waffen der Achsenmächte errungenen gewaltigen Erfolge gegenüberstellen, die nicht nur den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Kampfes bilden, sondern die Sicherung von gewaltigen, landwirtschaftlich äußerst bedeutungsvollen Gebieten für die verbündeten Nationen bedeuten. Der Führer gab der unbestreitbaren Gewißheit Ausdruck, daß dadurch die entscheidenden
Erbitterter Kampf auf Guadalcanar.
Schanghai, 10. Nov. (Europapreß.) Die von der Landseite, von See her und aus der Luft fast pausenlos von den Japanern unter Feuer genommenen USA.-Streitkräfte auf Guadalcanar erwarten jederzeit den japanischen Hauptstoß, der sie von der Insel vertreiben soll. In Australien hält man den Höhepunkt des Kampfes auf den Salomon- Inseln, der möglicherweise den Ausgang des Krie- des in der Südsee entscheidend beeinflussen wird, ebenfalls für gekommen. Die nordamerikanischen Truppen sind auf den kleinen Fleck Erde des Henderson- Fl u g.p l a tz e s, der etwa 11% Kilometer lang und 4 Kilometer breit ist, zusammengedrängt und haben durch das schwere japanische Bombardement äußerst schwere Verluste gehabt. Britische Presseberichte bezeichnen diese Beschießung als die schwerste, die jemals auf dem pazifischen Kriegsschauplatz stattgefunden hat. Ein nordamerikanischer Major, der gerade von einem Besuch der Kampflinie nach Australien zurückkehrte,, erklärte, daß Guadalcanar der „heißeste" Fleck im ganzen bri- tschen Empire sei.
Nach australischen Meldungen griffen japanische
Bombengeschwader die nordamerikanischen Stellungen an, als. gerade die ersten Verstärkungen für die dezimierten Marineinfanteristen eintrafen. Die Luftangriffe wurden durch Artillerie verstärkt, die die Japaner zum erstenmal seit der nordamerikanischen Landung auf Guadalcanar ins Treffen führten. Nachdem die Anlagen auf dem Henderson-Flugplatz in Brand geschossen waren, griff auch die japanische Flotte ein und eröffnete ein vier Stunden dauerndes Feuer von Schlachtschiffen, Kreuzern und Zerstörern aus schwersten Kalibern. Auch m der Nacht zum Montag hielt die Beschießung ununterbrochen an.
Auf Neuguinea dauern die Gefechte und Umgehungsmanöver in dem hügeligen Gelände bei O i v i, nordöstlich Kokoda an. Australische Meldungen geben zu, daß sich der japanische Widerstand verstärkt und die Aktion der Alliierten auf Schwierigkeiten stößt. Oivi selber ist ein kleines Dorf, etwa 13 Kilometer von Kokoda entfernt. Man erwartet, daß der Kumusi-Fluß (etwa 16 Kilometer hinter Oivi an der Straße nach Buna) den alliierten Truppen ein weiteres starkes Hindernis bieten wird.
Grundlagen für den endgültigen Sieg der Achsenmächte gegeben sind."
Im „P est er Ll.oy d" heißt es, auch das ungarische Volk nahm die Worte des Führers als stärkenden und beruhigenden Ausdruck des absoluten Sie- aeswillens und der unerschütterlichen Siegeszuversicht auf, die das deutsche Volk und seine Führuna in diesem gewaltigen Ringen beseelen und die auch von dem Deutschland treu zur Seite stehenden ungarischen Volk aus tiefster Seele geteilt werden. Die ungarische Oeffentlichkeit faßt die Rede des Führers als eine Zuversicht erweckende Kundgebung eines überlegenen Wollens und Könnens auf, das in jeder Phase des großen Ringens die notwendigen, den siegreichen Ausgang sichernden Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen vermag.
Oer Putschversuch in Marotte niedergeschlagen.
Rabat, 9. Nov. (Europapreß.) lieber den Putschversuch der am Sonntag in Marokko unternommen wurde, werden jetzt Einzelheiten bekannt. Der Abfallversuch begann in dem Augenblick, als die Amerikaner zur Landung ansetzten. General Bethouard und einige Offiziere, die an der Spitze eines Bataillons standen, versuchten gegen 3 Uhr nachts die Generalresidentschaft zu besetzen und schoßen sogar auf die Wache. Sie nahmen im Gebäude selbst einige Personen gefangen, unter denen sich Offiziere aus dem Stab des Generalresidenten General N o g u e s befanden. Zu gleicher Zeit wurde ein ähnliches Unternehmen am Sitz des Oberbefehlshabers, General L a c r o u x, durch- geführt. General Nogues, der von den Vorgängen sofort in Kenntnis gefetzt worden war, handelte sehr energisch und ließ die Aufständischen wissen, daß er ihnen zwei Stunden Frist gebe, binnen derer sie sich zu ergeben hätten. Dank der Kaltblütigkeit und Autorität des Generals Nogues war die Ordnung bald wieder hergestellt. Außerdem befanden sich bereits loyale Truppen auf dem Marsch. General Bethouard und einige andere Persönlichkeiten wurden verhaftet. General Nogues lehnte einen Vorschlag des Sultans von Marokko ab, R a - bat zu verlassen. General Nogues teilte Mon- tagnachmittag der französischen Regierung mit, daß der Kampf in Marokko in verstärktem Maße fortgesetzt wird. Aus Tanger wird gemeldet, daß der marokkanische Sender einen Aufruf des Sultans an alle Mohammedaner verbreitete, in dem er sie aufforderte, Frankreich treu zu bleiben und an der Verteidigung Marokkos mitzuarbeiten.
Nordaftika-Instruttionen für UGA.-Goldaten.
Stockholm, 9. Nov. (Europapreß.) Die amerikanischen Soldaten haben, wie aus General Eisen- Howers Hauptquartier gemeldet wird, vor ihrer Landung eingehende Instruktionen über ihr Auftreten während des nordafrikanstchen Feldzuges erhalten. In diesen Vorschriften wird betont, daß die Amerikaner nicht als „heldische Eroberer" nach Nordafrika kommen, sondern als Sendboten. Den Soldaten wird zur Pflicht gemacht, die Sitten und Gebräuche des Landes aufs strengste zu respektieren. Insbesondere werden sie darauf aufmerksam gemacht, daß sie auf keinen Fall die Gefühle der arabischen Frauen verletzen dürften. Unter keinen Umständen dürfe man eine Moslem-Frau ansprechen. Selbst das unschuldigste Wort zu einer arabischen Frau sei ein bitterer Schimpf, der van den Arabern gerächt würde. Mangelnder Respekt gegenüber Frauen löse eine grenzenlose Empörung bei den Arabern aus. Weiter wird in den gedruckten Instruktionen, mit denen die Truppen versehen wurden,
eine eingehende Beschreibung der Geographie, der Topographie, der Sitten und Gebräuche des Landes gegeben. — Die Instruktionen sind ein Beweis mehr, daß der Anschlag Roosevelts von langer Hand vorbereitet wurde. Daß man es für nötig hielt, den USA.-Soldctten Verhaltungsmaßregeln im Verkehr mit der eingeborenen Bevölkerung mitzugeben und ihnen vor allem einzufchärfen, sich gegenüber der arabischen Frau gesittet zu benehmen, läßt darauf schließen, wie wenig sicher man der Disziplin seiner Truppen ist.
Oie wahren Gründe der Invasion.
Lissabon, 10. Nov. (Europapreß.) Senator C o n n al l y, der Vorsitzende des auswärtigen Senats ausschussts der USA., wiederholte in einer Erklärung vor dem Senat Roosevelts Behauptung, die USA. hätten mit der Landung von Truppen in Nordafrika einer drohenden Invasion Nordafrikas durch Achsentruppen zuvorkommen wollen. Mit seinen weiteren Ausführungen strafte Connally aber Roosevelt Lügen. Er fügte nämlich hinzu, die Landung in Nordafrika diene auch folgenden Zwecken: 1. Amerikanische Truppen zur Unterstützung der Briten gegen Rommel in eine strategische Position zu bringen. 2. Stützpunkte für die Hilfe an Rußland emzurichten. 3. Eine Grundlage für eine mögliche Unternehmung über das Mittelmeer gegen Italien zu schaffen.
Präsident Roosevelt hatte Montag eine Aussprache mit seinen hauptsächlichsten militärischen Ratgebern. Die Beratung, die 50 Minuten dauerte, war dem Feldzug in Nordafrika gewidmet. Roosevelt hat den Bey von Tunis in einem Schreiben ersucht, den amerikanischen Truppen den Durchmarsch von Algerien nach Tripolitanien zu gestatten.
Amerikanische Zukunstsmusik.
Lissabon, 10. Nov. (Europapreß.) Auf einer amerikanisch-sowjetischen Veranstaltung in Washington wies Vizepräsident Henry Wallace in einer Diebe auf die Ähnlichkeiten in den Systemen der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion hin. „Irgendwo", so sagte er, „gibt es ein Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen und der politischen Demokratie, und die Sowjetunion und die USA. arbeiten auf diesen goldenen Mittelweg hin. Diese Demokratie wird weder der Kommunismus der alten Internationale, noch die Demokratie der altmodischen isolationistischen Sorte fein!" Pläne für eine Neuauflage der Genfer Liga enthüllte Wallace mit der Erklärung, der Wille, eine weltumspannende Organisation zu schaffen, und die Aufrechterhaltung eines auf Macht gestützten Weltfriedens der Gerechtigkeit seien die Grundlagen der Demokratie des einfachen Mannes im Zeitalter des Flugzeuges. Der erste Artikel im kommenden Völkerrecht fei fraglos die Charta der Vereinigten Nationen. Diese schließe die Atlantikcharta ein. Die Zweite Front in Europa werde im Jahre 1943 eröffnet werden, erklärte Unterstcw^sekretär Patterson in Boston. Einige der Hauptziele, die 1943 erreicht werden müßten, feien die Beseitigung der U-Bootgefahr, die Rückeroberung Burmas' und die Wiedereröffnung des Burmaweges.
Serbische Regierungsumbildung.
Belgrad, 7. Nov. (Europapreß.) Mit erweitertem Aufgabenkreis ist eine neue serbische Regierung unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Milan N e d i t s ch gebildet worden. Die bisherige Regierung hatte es sich hauptsächlich zum Ziele gesetzt, das Land zu befrieden, die neugebildete sieht es als
Herybert Menzel.
Dichter und Soldat.
Als in den ersten Augusttagen des Jahres 1939 die wehrfähigen Männer ihre Einberufungen bekamen, da haben wohl besonders die deutschen Dichter, die in den friedlichen Aufbaujahren mit ihrem dichterischen Wort den Bestand des Reiches feierten, aeroartet und gehofft, auch sie möchten ^diesen Befehl erhalten. Denn immer, wenn Krieg das Land bedrohte, haben sich die leidenschaftlicher Sprecher des Vaterlandes gemeldet und die Feder mit dem Schwert vertauscht.
Damals wie heute — immer ist der Dichter, voran der junge, der glühende Verehrer des Füh- res, zur Stelle. Wie kann es auch anders sein? Sie, die das Wachsen des Reiches Adolf Hitlers tätig miterlebten, haben eine noch viel größere und stärkere Entschlossenheiten zu kämpfen als die Generation vor ihnen. An den beutfehen Dichter hat dieser Krieg größere und schwerere Anforderungen gestellt, zugleich auch schönere und notwendigere. Wer bas Wort für des Reiches Ehre und Ruhm fand, der auch hat eine Berufung zu erfüllen: mit feinem Leben einzuftehen für den Führer, für unser Volk.
Wunderbar hat sich der deutsche Dichter bewährt. Wir haben viele Beispiele dafür, die zeigen, wie sehr der Dichter zugleich Soldat ist, wie folgerichtig und selbstverständlich es für ihn ist, den grauen Rock anzuziehen, sobald an ihn der Ruf erging.
Wir denken an Herybert Menzel. Vielleicht habt ihr, Kameraden, den Namen dieses Dichters wieder vergessen, was tut es. Seine Lieder haben die meisten von uns gesungen, feine Gedichtbände haben uns viele Jahre begleitet, und wohl mancher Kamerad wird sie auch jetzt bei sich haben. Wenn wir feine Verse lesen, bann wissen mir: sie sind
echt und entstammen keinem blutleeren Literaten- hirn.
Als Herybert Menzel zu Anfang des Krieges Soldat wurde, da schrieb er, warum es für ihn selbstverständlich sei, die Feder hinzulegen, um nun nichts anderes zu sein als Soldat.
„Der Verlust und das Schicksal meiner ostdeutschen Heimat haben mich zu einem kämpferischen Schriftsteller werden lassen. Ich habe den Tag her- beigesehnt, der meiner Heimat die Freiheit wieder- brächte. So wurde es, als der neue Kampf um den deutschen Osten entbrannte, mein größtes Glück, daß ich auch als Soldat meine Pflicht tun durfte. Brom- berg — Weichselbogen — Warschau, so ging unser Marsch durch Polen. Die beiden Lieder, die ich in diesen Wochen für meine Kameraden schrieb: „Herr Hauptmann — Herr Hauptmann" und „Wir sind die zehnte Kompanie", waren wohl die ersten neuen Soldatenlieder, die in Warschau erklangen. Meine Einberufung holte mich von der fast fertigen Niederschrift eines neuen Romanes hinweg. Aber zur gleichen nächtlichen Stunde brannten auch jenseits der nahen Grenze die Scheunen der Volksdeutschen ab. Der Schein stand am Himmel, der uns zur Tat rief. — Wir wollen jetzt an nichts als an den Sieg denken, an den glauben wir so fest wie an unser ewiges Deutschland und den Führer"
In einem Brief an Kameraden hat Herybert Menzel etwas von sich erzählt: aus ihm wollen wir hier einige Stellen abschreiben.
„Ich bin Euer Kamerad, der als Schriftsteller, wie Ihr in Eurem Beruf, für Deutschland lebt und arbeitet und sonst jetzt wie Ihr Soldat ist. Nach dem Feldzug in Polen kam meine Kompanie in die Bunker am Oberrhein und bann marschierten wir durch Luxemburg und Belgien nach Frankreich. Zwischen der Aisne und der Marne wurde ich 1940 verwundet. 11 Monate lag ich in einem Berliner Lazarett. Erst ging ich an Krücken, bann an zwei
Stöcken, schließlich bloß noch an einem und nun humpele ich nur noch ein klein wenig."
Unter den vielen Fuhrergedichten ist dasjenige von Herybert Menzel wohl das schönste und zugleich auch künstlerisch einwandfreieste. Es soll am Schluß unserer kleinen Betrachtung stehen:
Wenn ich nur zweifle, schau ich auf Dein Bild.
Dem Auge sagt mir, was allein uns gilt.
Wo immer einer still wird vor der Tat er kommt zu Dir, Du bester Kamerad.
In Deinem Antlitz steht es ernst und rein, was es bedeutet, Deutschlands Sohn zu fein.
Hanns Arens.
Aus Versehen ...
Irrtümer und Versehen in einem Betrieb pflegen 3u Mißerfolgen oder gar zu Un« glucfsfaflen zu führen. Aber es gibt auch eine Reihe oon gaflen, wo durch einen glücklichen Zufall das versehen der Umweg zu irgendeiner wichtigen oder nützlichen Entdeckung wurde. In einer Papiermühle verdarb em Arbeiter eine Bütte mit Brei. Er versuchte alles mögliche, aber die Masse wollte sich si.'K letzen. Seine Arbeitgeber gaben einer Nachlässigkeit von ihm die Schuld und er wurde entlassen wahrend die verdorbene Masse in irgendeinen Winkel gegoßen wurde. Dort wurde zufällig bemerkt, daß sie merkwürdig saugfähig war. Man trocknete "vd das Loschpapier war erfunden. Ein mechanischer Fehler an einem Webstuhl ließ die Fäden eines Baumwollstoffes sich verwirren.und verfilzen Das, fehlerhafte Gewebe wurde als Abfall beiseite geworfen. Einem Weber, der sich zufällig daran die Hande abtroefnete, fiel feine Weichheit und an- genehme Saugfähigkeit auf. Er versuchte, Gewebe
Oer Webrmachtberichi.
DNB. Aus dem Führerhaupkqoarkker, 9. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Raum von Tuapse warfen örtliche Angriffe deutscher und rumänischer Truppen den Feind aus seinen Stellungen. Eine Kampfgruppe wurde in den erbitterten Kämpfen eingeschlossen und vernichtet, an anderer Stelle ein stark besetzter Stützpunkt genommen. Ostwärts Alagir gewann der eigene Angriff unter Abwehr starker Gegenangriffe weiteren Boden.
An der unteren D o n f r o n t setzten deutsche und rumänische Lufkstreitkräfte ihre Angriffe gegen Feldstellungen und Truppenunterkünfte fort. Italienische Truppen verhinderten einen Uebersehversuch.
Nachschubbahnen der Sowjets im mittleren Frontabschnitt wurden durch Luftangriffe wiederholt unterbrochen. Bei der Bekämpfung der Versorgungsschifsahrt für Leningrad versenkte die Luftwaffe auf dem Ladogasee drei Fahrzeuge.
3m Raum um INarsa Alatruk vernichteten deutsche Schlachtflieger mehrere britische Panzer und zerstörten Kraftwagenkolonnen des Feindes.
Ein deutscher Verband unter Führung des Generalmajors Kannte, der vorübergehend abgefchuit- ten war, hat dem Feind in dreitägigen Kämpfen schwere Verluste zugefügt, eine größere Anzahl von Kraftfahrzeugen erbeutet, sich mit ihrer Hilfe wieder beweglich gemacht und den Anschluß an die Hauptkräfte wieder gewonnen.
Die amerikanisch-britischen Flotteneiuheiten und Truppentransporte in den Gewässern nördlich Algier wurden seit dem 9. November bei Tag und Nacht von deutschen und italienischen Kampfflieger- verbänden angegriffen. Nach bisher vorliegenden Meldungen trafen Bomben schweren Kalibers sechs Kriegsschiffseinheiten und vier Handelsschiffe. Eia deutsches Unterseeboot erzielte im westlichen Mittelmeer einen Torpcdotreffer gegen einen britischen Kreuzer der „Leander"-Klaße.
An der Kanalküste schossen 3agdflieger am gestrigen Tage ohne eigene Verluste aus einem gemischten britischen Verband 12 Flugzeuge, darunter zwei viermotorige Bomber ab. Sieben weitere Flugzeuge verlor der Feind bei einzelnen Störflügen im Seegebiet um Frankreich und über der Deutschen Bucht.
Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, waren im Kampf gegen gesicherte Geleitzüge und gegen Einzelfahrer deutsche Unterseeboote weiterhin erfolgreich. SieversenktenimNordatlantik, in der Karibischen See, bei Trinidad, im GolfvonGuinea und im Seegebiet von Kap- stadt 16 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 103 000 BRT. Zwei weitere wurden torpediert und schwer beschädigt. Die Ladung mehrerer Schiffe war für die amerikanischen Etappen auf afrikanischem Beden bestimmt und bestand aus Flugzeugteilen, Munition und anderem Kriegsgerät.
ihre vornehmste Aufgabe an, das serbische Volk durch Reformen im Geiste der Zeit zu einem nützlichen Glied der neuen europäischen Gemeinschaft der Völker zu bilden. Neu sind der Innenminister an Stelle des bisherigen Ministers Acimovitsch, der Landwirt» schaftsminister, der Wirtschaftsminister und der Sozialminister. Der neue Justizminister war bisher Landwirtschaftsminister.
Kunst und Wissenschaft.
Otto Triers „Kot Gottes".
Das Dresdener Schauspielhaus brachte das letzte Vühnenwerk des Weimarer Dramatikers Otto Erler: „Not Gottes". Erler führt das Thema der weltanschaulichen Auseinandersetzung zwischen Christentum und Germanentum weiter, das er mit seinem Drama ,Lahors Gast" (1938) ausgenommen hat, und das er zu einer Trilogie „Thor und der Krist" auszuweiten gedenkt. Erler läßt „Not Gottes" rund 300 Jahre nach dem ersten Teil seiner Trilogie spielen. Persönliche Schuld hat einen fränkischen Ritter veranlaßt, am Kreuzzua teilzunehmen. Entsühnt, aber zum unerkannten Bettler herabgesunken, kehrt er heim und wird Zeuge, wie im Umkreis seiner Stammburg die religiösen Weltanschauungskämpfe zwischen den mönchischen Zuwandererrl und den eingesessenen Anhängern des altgermanischen Glaubens das Vertrauen der Menschen ineinander erschüttern. Die Tochter des Burgherrn wird vom Klosterabt, der selbst den Zwiespalt im Herzen trägt, zu dem Versuch bewogen, die Jugend des Burgdorfes in den Kinderkreuzzug zu führen, angesichts von Thors heiligem Wald, in desien Schatten ein paar kernige Menschen von vergangener, aber
dieser Art absichtlich herzustellen. Die Händler zeigten Interesse dafür und durch sie die Allgemeinheit. So kam das Badetuch in Gebrauch.
Im Jahre 1863 hatte ein junger Weißbinder ein paar Fenster fertig angestrichen und machte Feierabend, wobei er vergaß, auf seinen Farbtopf den Deckel zu stülpen. Am nächsten Tage fand er, daß die gewöhnliche zähe Haut sich an der Oberfläche gebildet hatte. Er ärgerte sich über seine Nachlässigkeit, aber plötzlich kam ihm ein Gedanke. Er preßte die Farbenschicht in einen Ueberzug von grober Sackleinwand, und sie erwies sich als hart und dauerhaft. Es war das erste, noch rohe Linoleum.
Während des Weltkrieges machte ein Metallfabrikant Proben mit verschiedenen Metallegierungen für die besten Gewehrläufe. Eine Legierung enthielt einen besonderes hohen Zusatz von Chrom. Sie hatte nicht den nötigen Härtegrad und wurde mit den anderen Abfällen fortgeworfen. Nach etwa 14 Tagen bemerkte ein Gehilfe zufällig, daß der Chromstahl nicht rostig geworden war wie die anderen. Es wurde eine Messerklinge daraus gemacht und diese vier Wochen lang jedem Wetter ausgesetzt, ohne daß sie den geringsten Rostflecken zeigte. Seitdem hat rostfreier Stahl das ganze Messerschmiede- geroerbe revolutioniert.
(Sine der überraschendsten Erfindungen der Neu- ^it gelang einem französischen Forscher, als er Flaschen in seinem Laboratorium reinigte. Eine Flasche ließ er dabei zu Boden fallen, sie klirrte, aber zu feinem Erstaunen blieb das Glas heil. Da entsann er sich, daß er vor mehreren Jahren dieser Flasche eine Mischung von verschiedenen Chemikalien aufbewahrt hatte. Sie waren verdunstet, hatten aber innen am Glas eine zähe durch- sichtige schicht zurückgelassen. Er stellte die Mischung genau so wieder her und besaß damit das erste unzerbrechliche Glas. QK.


