Exoten Bcn^e^ ^^ohkreuz vom Freiheitskreuz
Aus -er Stadt Gießen
117 Punkte.
BDM.-»laffe.
Kreis-Turn- und Sporttag in Gießen
Dr. Brügger wanderte versonnen ini Wohnzim-
„Der Manu hat Mut. Ist doch auch keiner von
t
$s wurden Mehrkämpfe der Turner und Turnerinnen, Dreikämpfe der Leichtathleten und Schwerathleten und Einzelwettkämpfe ausgetragen. Die Wettkämpfe wickelten sich unter Leitung des Kreisführers und seiner Mitarbeiter flott ab und hatten sehr gute Ergebnisse. Wenn der Dormittag schon viele Zuschauer angezogen hatte, so brachte die „Bunte Schau der Leibesübungen" am Nachmittag einen sehr guten Besuch. Die Zusammenstellung der Vorführungen war reichhaltig und brachte alle Gebiete der Leibesübungen, die in unserem Sportkreis betrieben werden. Die Leichtathletik war mit Einzelwettbewerben stark vertreten, Hochsprung der Frauen und Männer, 100-m-Lauf der Frauen, Männer und HF., 4OO-m-Lauf, 15OO-m-Lcruf und die Stafefln brachten außerordentlich spannende Kampfmomente. Das Kinderturnen gleich zu Beginn der Veranstaltung, die vielseitigen Vorführungen der Turnerinnen in Tänzen, Barrenturnen und Freiübungen und das Tischspringen der Männer brachten reichhaltige Abwechslung in den Kampfpausen der Handball- und Fußballspiele.
Sportkreisführer Heller konnte neben einer großen Zahl geladener Gäste und verwundeter Kameraden der Wehrmacht die auf, Urlaub weilenden
hoffte Gnade.
x Brügger kraulte den Hund und lächelte ziellos in die Ferne. Er trödelte noch ein Weilchen am Fenster herum, dann ging er in den Garten. Er wandelte genußvoll den sauber gerechten Weg entlang, der Hingerls Verdienst war. Er holte sich eine Flieder-
war Anna. Nach den liebeleeren Jahren seiner ersten Ehe war ihr heiteres Wesen wie eine unver-
fie jetzt nicht brauchen, wo noch alles in der Schwebe war. „Sie sind sehr nett zu mir. Bei Ihnen hat's eine Frau sicherlich gut. Aber Sie müssen mir noch ein wenig Zeit lassen. Ja?" Sie nahm seinen Arm und bugsierte ihn ins Wartezimmer. Dort drückte fie ihm eine neue Illustrierte in die Hand, warf ihm einen verlockenden Abschiedsblick zu und verschwand. Man mußte sich den Mann warmhalten, aber die letzte Entscheidung war noch nicht fällig. Vielleicht war die G/schichte mit Brügger doch noch einzurenken. Sie hielt die Handmuscheln an die Schläfen, ihr Kopf zersprang fast. Was nun? Was war das Nächste?
Vor allem mußte sie an den jungen Herrn schreiben, an den Stiefsohn. Diel Einfluß hatte der nicht auf Brügger, aber immerhin. Ob er von einer Stiefmama entzückt war, erschien fraglich. Ja, und dann mußte man die Konsulin loshetzen. Ein falsches Stück zwar, aber brauchbar in solchen Dingen. Wenn es die wußte, war es so gut, als ob der Polizeidiener es ausgeschellt hätte. Vielleicht bildete sich in Trettau eine Gegenströmung. Es gab genug Familien mit heiratsfähigen Tächtern, die fremden Zuzug scheel ansahen. Vielleicht tat sich etwas. Als letzter Ausweg blieb immer noch Anrainer. Ach, diese Männer!
„Der Chef heiratet! Was sagen Sie nun?" „Krampf", erwiderte der Gärtner ungläubig. „Doch. Eine Junge!"
„Meinetwegen."
„Eine Scharfe, soweit ich beurteilen kann. Die wird Ihnen die Flausen schon austreiben, mein Lieber. Und nun adieu", schloß sie höhnisch und etwas erleichtert. Dem hatte sie es gegeben. Das war die Rache für letzthin. .
Die Purgstaller ging ins Haus zurück. In der Diele entdeckte fie Anrainer in einem Korbstuhl. Rur es mit dem nicht auch noch verderben! Anrainer erhob sich und sagte lebhaft:
Guten Tag, gnä Frau. Schön und pünktlich wie die' Sonne, — so lob' ich es mir." Sein ruiüies Gesicht mit dem Schnurrbart strahlte wie eitet Wohlwollen und Behagen.
Der Purgstaller stand der Sinn gar nicht nach den Komplimenten ältlicher Herren. Aber sie bezwang ^Sie kommen wohl zum Elektrisieren, Herr Anrainer" sagte sie freundlich. „Dumm. Ich habe gerade jetzt so wenig Zeit. Der Ehef ist nänüich da. Nur auf einen Husch. Hat sich in München verlobt. Mit einer jungen Lehrerin, arm, doch unbescholten, wie im Märchen. Wie sinden Sie das?"
Der Kreis Wetterau-Nord des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen führte am gestrigen Sonntag Den Kreis-Turn- und Sporttag der Fachgebiete Leichtachletik, Turnen und Schwerathletik durch, der von etwa 550 Wettkämpfern und Wettkämpferinnen besucht war. Die in allen Teilen gut vorbereitete Veranstaltung nahm einen sehr schönen und harmonischen Verlauf.
Nach der Kampfrichtereinweisung um 8.30 Uhr traten alle Wettkämpfer zur Morgenfeier und Flag- genhissung an, in der stellvertretender' Sportkreis- führer Heller auf den Sinn der Veranstaltung hinwies, der Kameraden und ihrer Leistungen im Fronteinsatz gebäre und dem Gedenken der Kameraden, die im Einsatz für Deutschland ihr Leben ließen, das Gelöbnis ansügte, es ihnen gleichzutun, wenn der Ruf an uns ergeht. Nach dem Lied „Auf, hebt unsre Fahnen" stieg unter dem Kernspruch: „In einer Zeit, die harte und schwere Anforderungen an jeden einzelnen stellt, gibt es keine bessere Entspannung und Ablenkung als die freudige Arbeit an der eignen Kraft und Gesundheit!" stiegen die Flaggen am Mast hoch. Mit dem Lied „Turner, auf zum Streite" rückten die Riegen zu den Geräten ab. '
Die Beslchtlgungsfährt des Reichsschatzmeisters durch den Sudetengau fand in Karlsbrunn ihren Abschluß. Der Reichsschatzmeister, der von Gauleiter Henlein begleitet wurde, hatte Gelegenheit, die Probleme des Sudetenlandes kennen zu lernen und sich von der Aufbauarbeit der Partei zu überzeugen.
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Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Groß- odmiral R a e d e r, hat zahlreiche Marinestützpunkte an der Kanal- und der Atlantikküste besichtigt und sich von dem Ausbau und der Derteidigungsstärke der Marinebefestigungsanlagen überzeugt.
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> Von amerikanischer Sette wird beftätigt, daß der Botschafter der Vereinigten Staaten in der Türkei, Steinhardt, die Türkei verlassen habe, um in M o s k a u an den Besprechungen des Sonderdeaus- tragten Roosevelts, General Bradley, teilzunehmen. Weiter soll auch der britische Botschafter in der Türkei, Knatchbull-Hugessen, nach Moskau unterwegs fein.
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In Bad Döslau (Niederdonau) wohnten Reichsleiter von Schirach und Reichsjugendführer Axmann, der Bevollmächtigte Vertreter des Korpsführer des RSFK., NSFK.-Obergruppenführer Saucke, und der Inspekteur des Fliegerkorps, NSFK.-Odergrup- pettführer von Bülow sowie zahlreiche Vertreter von Partei, Staat uyd Wehrmacht den Wettkämpfen der Flieger-Hitler-Jugend bei.
Die im Atlanttk, im Mittelmeer, im Roten Meer und im Schwarzen Meer operierenden i t a l i e n i - s ch en U-Boote versenkten auf Grund genauer für jedes Schiff nachgeprüfter Angaben insgesamt über eine Million Tonnen feindlicher Kriegs- und Handelsschiffe, genau 1018 971 Bruttoregistertonnen.
Kunst und Wissenschaft.
Literarische Aufsätze von Paul Ernst.
Im Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, sind unter dem Titel „Völker und Zeiten im Spiegel ihrer Dichtung" Auftätze zur deutschen Literatur von Paul Ernst erschienen. Die Aufsätze runden die bereits 1940 erschienenen „Aufsätze zur Weltliteratur" ab und bilden einen wesentlichen Teil des kulturphilosophischen Schaffens des verstorbenen Dichters. Die Auftätze behandeln die deutsche Literatur bis Goethe, die Romantik, das 19. und 20. Jahrhundert und bringen in einem Schlußteil Skizzen zu der von Paul Ernst erstrebten volksmäßigen Durchdringung von Kunst und Leden.
„Was Ihr wollt" als Harlekinspiel.
Das Burgtheater in Wien gab der Spielzeit mit Shakespeares „Was Ihr wollt", dieser bezaubernden Mischung von Liebe, Jugend, Lyrik, Narrheit und Weicheit, einen Heiteren, beschwingten Ausklang. Herbert W a n i e f hat die Komödie ganz als Har<- lekinfpiel inszeniert. Ein Riesenzelt ist aufgeschla- aen. Eine Gauklertruppe zieht unter Jahrmarktsmu- sik em und beginnt dann gleich, mit winzigen, an- deutenden Versatzstücken die Szene aufzubauen. Den Bühnenmeister macht dabei der ganz als weißgeschminkter Elown auftretende Narr. Er bemüht sich auch, die Verwandlungen durch die Zirkusspäße der Clowns zu würzen. Ironische Durchleuchtung der Theaterillusion gab den Figuren und Situationen Witz und Schärfe. Gelegentlich blitzte auch das Ly- risch-Komodienhafte durch. Am besten geriet die Gartenszene mit der Auffindung des Briefes durch Malvolio, weil sich hier Einfall und Kraft des spie- lerftchen Ausdrucks das Gleichgewicht hielten Die Aufführung mit Gusti Huber in der Doppelrolle der Viola und des Cesario, mit Raoul Aslan als Malvolio und Hermann Th imi g als Junker Bleichenwan g ergab einen viel umjubelten Lacherfolg.
Oskar Maurus Fontana.
Ein werk Hans Valdungs freigelegt.
In den letzten Jahren hat der Restaurator Paul H. Hübner (Freiburg) eine große Zahl hervorragender Kunstwerke wiederhergestellt. In längster Zeit nahm sich Hübner besonders der Werke des oberdeutschen Meisters Hans Baldung (1485 bis 1545) an, der in den Jahren 1512 bis 1517 'n Freiburg arbeitete. Es war weiteren Kreisen nicht bekannt, daß sich auch in der Dorfkirche des llOOiahri- gen Dorfes Unteralpfen ein DriginalbiR) Baldungs befindet: eine 1513 geschaffene „Kreuzigung Nach der Wiederherstellung durch Hübner ist das Bud zu einer Sehenswürdigkeit geworden.
Lale Andersen sang in Oslo.
Lale Andersen, die durch das Lied „Lilli Marleen" bekannt gewordene Sängerm, gab in Oslo em Konzert. Die Kapelle Heinz Wehner und das Osloer Rundfunkorchester umrahmten die Veranstaltung in der ausverkauften Universitatsama^^^^^^
stolzen Taten sind ein Ruf an dtt deutsche Jugend und an die wehrhaften Männer. Dollmotorisiert urn- assen die Divisionen alle Truppen, wie Infanterie, Arttllerie, Pioniere, Panzer, Nachrichtentruppen, Kavallerie, Panzerjäger, Flak, Kradschützen, Ge- birgs- und Sanitätstruppen. Die Waffen-ff stellt ein a) Kriegsfreiwillige: b) Freiwillige mit Dienst- ^eitverpflichtung vom vollendeten 17. bis zum 45. Lehensjahr. Der Dienst in der Waffen-ff ftt Wehrdienst. Bei Eignung stehen den Freiwilligen die Unterführer- und Führerlaufbahn, sowie Sonderlauf- bahnen offen. Einberufung zur Truppe erfolgt be° chleunigt! Annahmeuntersuchungen finden am 15. August 1942, 14.00 Uhr, in Gießen, Rest. Burghof, Burggraben 9, statt. Meldungen von Freiwilligen werden dort angenommen. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen.
Außerdem nimmt die ff-Erg.-Stelle Fulda-Werra (IX), Kassel-Wilh., Löwenburgstr. 10, Tel. 36683 und 34441 ständig schriftliche Meldungen an und übersendet auf Abforderung das ausführliche Merkblatt.
Für unsere Verwundeten. '
Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstattungen durch: In einem Lazarett hielt Pg. Dr. Roch einen interessanten Vortrag mit Lichtbildern über „Südamerika und wir". — Unter dem Motto „Perlen der Musik" veranstalteten Hermann Krauß (Violine), Erna Stoll (Alt), Herbert Krüger (Tenor) und Maria Bergmann (Klavier) ein Konzert. Die reichhaltige Vor- tragsfolge brachte Melodien und Lieder von Schubert, Grieg, Brahms, Strauß, Dostal und Lehar. Reicher Beifall dankte den Künstlern. — Musik- Abteilungen der Wehrmacht erfreuten die Verwundeten nTöen Lazaretten mit Konzerten. — In verschiedenen Lazaretten sprach Pg. Studienrat Dr. Quentin (Dillenburg) im Auftrage des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main über den Westerwald mit schönen Lichtbildern. Die Verwundeten lernten dadurch einen Teil der hiesigen Gegend kennen. — Die Ortsgruppe Ettingshausen hatte eine große Zahl Verwundete zu Gast geladen. Die Teilnehmer verlebten einige frohe Stunden,, die sie stets an die Gastfreundschaft erinnern wird. — Der NSRL.-Sportkreisführer Heller hatte Verwundete aus hiesigen Lazaretten zu dem diesjährigen Kreis- Turn- und Sporttag-auf dem Universttätssportplatz eingeladen, zu dem viele Kameraden erschienen roarem
von seiner Truppe und bemüht sich nun, alle wichtigen Arbeiten in der ihm gestellten Frist zu er- ledigen. Sein Nachbar, der ietzt auch alle Hände voll zu tun hat, wird für die spateren Aufgaben schon nach dem Rechten sehen. Mit dem ersten Hahnen- schrei ist der Bauer aufgestanden, fast ohne Unterbrechung hat er gearbeitet, und noch schafft er unermüdlich, wobei ihm die blanken Schweißperlen unter dem breitrandigen Stroh Hut hervorquellen. Nur ab und zu hält er nach dem Wetter Ausschau, um sich dann wieder mit anfeuernden Rufen seiner Tätigkeit zuzuwenden. Es ist eine schwere und mühevolle Arbeit, die er mit den Seinen vollbringt, aber es ift* ihm wohl dabei, denn es kommt darauf an, mit möglichstem Zettgewinn den Segen der Erde einzu'bringen.
Der Segen der Erde harrt überall der regsamen Hände. Und überall ist dafür gesorgt, daß er seiner Bestimmung entgegengeführt wird. Wo die einzelnen Kräfte nicht ausreichen, setzt die Gemeinschaftshilfe ein. Es ist ein einziges freudiges Schaffen auf den Feldern in dieser Erntezeit. Was die Wachstumskräfte der Mutter Erde hervorgebracht und was die Sonne des Sommers reifen ließ, kommt nun als kostbares Gut in die Scheunen oder wandert zur. Dreschmaschine, wenn es nicht gleich vom Mähdrescher geborgen wurde. Bald werden dann nur noch die Stoppelfelder Zeugnis davon oblegen, daß wieder einmal das Jahr des Bauern einen wichtigen Abschnitt beendet hat. H. W. Sch.
Freiwillig« für die Waffen-tt
Von der Erg.«Stelle Fulda-Werra (IX) erhalten mir die Mitteilung, daß wiederum Freiwilligen die Möglichkeit gegeben ist, in die Waffen-einzutreten. Die Divisionen der Waffen-^ kämpften auf allen Kriegsschauplätzen und stehen jetzt in vorderster Front im Kampf gegen den Bolschewismus. Ihre
dolde herunter und vergrub die Nase darin, dann begutachtete er mit gerunzelter Stirn bas Spalierobst und die Haselsträucher, ob sie auch ordentlich angesetzt hätten, lieber dem Widderhorn schwamm eine silbrige Wolke, schaumig und schön in ihrer schwerelosen Pracht. Auf der Straße lärmten Kinder und spielten „Räuber und Schandarm". Ein Hündchen kläffte.
Wohl dem, der ein eigenes Haus besaß! Wohl dem, den darin eine Kameradin erwartete! Gedankenvoll langte Brügger vor dem Gärtnerhäuschen am Er klopfte. Es brummte.
„Grüß Gott, Hingerl. Schönen Dank für die Blumen! Wie geht's denn, alter Schwede?" Er hatte den alten Bärbeiß gern.
Hingerl fegte Brösel vom Stuhl, aber Brügger hatte sich schon auf die Tischplatte geschwungen und baumelte mit den Beinen.
„Eine Virginia gefällig?"
„Danke, Herr Doktor. Hebe ich mir für Sonntag auf." Hingerl brachte Schnaps, selbstgebrannten, und schenkte zwei Gläser voll. Die Stube roch zart nach Prünellen. Hingerl war kein Freund vieler Reden, er sah seinem Herrn nur argwöhnisch in die Augen. Er konnte sich denken, was kam.
„Teufel, Teufel, ist der scharf!" ächzte Brügger und verschluckte sich.
„74prozentig. Gell, den g'spürt man", zwinkerte Hingerl.
„Freilich. 2)lso, Hingerl, ich werde wieder heiraten."
„So, sagte der Gärtner und rieb sich ein Schwe- felhvlz an der Schuhsohle an.
„Eine Prachtfrau! Die wird Ihnen sicher gefallen." „Kann fein. Kann auch nicht sein. Ich kenne sie nicht", raunzte Hingerl. In Frauenzimmerangelegenheiten war er das hellichte Mißtrauen.
„Sie sind ein ungläubiger Thomas."
„Besser ungläubig als hirndamisch. Lassen's mich mit den Weibern aus!"
(Fortsetzung folgt.
Sportkreisführer Stein und Kreismännerturn« wart Reuter begrüßen, dankte den zur Siegerehrung angetretenen Wettkämpfern, Wettkämpferinnen, allen Miarbettern für ihren Einsatz und chloß mit dem Gruß an den Führer und die Wehrmacht.
Auszug aus der Siegerliste.
Turner-Oberstufe.
Neunkamvf: 1. Walter Bierau, VfL. Lollar, 155; 2. Paul Lieb, LSD. Gießen, 153; 3. Herbert Theuermeister, Tv. 1846 Gießen, 146 Punkte.
Siebenkampf: 1. H. Rinderknecht, Tv. 1846 Gießen, 107; 2. Heinrich Bodes, VfL. Lollar, 106; 3. Fritz Scherb, VfL. Lollar, 94 Punkte.
HJ.-Klasse A.
Sechskampf: 1. Adolf Menges, Tv. Heuchelheim, 136; 2. Gerd Herzberger, Tv. Heuchelheim, 116; 3. Ewald Müller, Tv. Großen-Linden, 103; 4. Ernst Nitschke, VfL. Lollar, 94; 5. Herbert Magel, Tuspo. Grünberg, 83 Punkte.
HI.-Klasse B.
Sechskampf: 1. Otto Gilbert, Tv. Heuchelheim, 120; 2. Hans Aldach, Tv. Grünberg, 107; 3. Karl Heinz Kreuter, To. Heuchelheim, Hans Kuhl, Tv. 1846 Gießen,- Kurt Röhn, Tv. Großen-Linden, je 101; 4. Helmut Haas, Sportgem. Steinbach, Karl Heinz Petermann, To. 1846 Gießen, je 99; 5. Erich Zeiß, Tv. 08 Holzheim, 98 Punkte.
DJ.-Klasie A.
Sechsmpf: 1. Herbert Steinmüller, Tv. Heuchelheim, 96, Artur Bopf, To. "Großen-Linden, je 96; 2. Willi Stoll, Tv. Großen-Linden, 95; 3. Friedhelm Bodenbender, VfL. Lollar, Ferd. Römer, VfL. Lollar, je 94; 4. Heinz Karpe, Tv. Grünberg, 84; 5. Franz Leib, Tg. Grünberg, 81 Punkte.
DI.-Klasfe B.
Sechskampf: 1. Egon Rodenheber, Tv. 1846 Gießen, 116; 2. Werner Ruhl, VfL. Lollar, 107; 3. Fritz Funk, Tv. 1846 Gießen, 101; 4. Walter Linn, Tv. 1846 Gießen, 96; 5. Erwin Weinandt, Tv. Großen-Linden, 93 Punkte.
Turnerinnen-Oberstufe.
Achtkampf: 1. Helma Schmieder, Tv. 1846 Gießen, 149; 2. Gertrud Schmidt, Mtv. Gießen, 145; 3. Lieselotte Krausch, Mtv. Gießen, 131; 4. Anna Schmidt, Tv. Heuchelheim, 128 Punkte.
Turnerinnen-Unlerstufe.
Achtkamp f: 1. Christa Dreyer, Mtv. Gießen, 149; 2. Emmi Hußke, Mtv. Gießen, 139; 3. Irmgard Sieg, Tuspo. Grünberg, 131; 4. Irene Müller, Tv. Lang-Göns, 126; 5. Emmi Adam, To. 1846 Gießen,
Sechskampf: 1. Gretel Kirstein, Mtv. Gießen, 115; 2. Gertrud Schmandt, Tv. Heuchelheim, 112; 3. Anni Deibel, To. Wieseck, 105; 4. Loni Schmelz, Tv. Großen-Linden, 104; 5. Gertrud Schäfer, VfL. Lollar, 101 Punkte.
Männer.
Dreikampf: 1. Helmut Zeidler, LSV. Gießen, 59 Punkte; 2. Fritz Karl Juchard, Mtv. Gießen, 58; 3. Herbert Bracker, LSV. Gießen, 53; 4. Hans Engert, LSV. Gießen, 50; 5. Sari Marx, LSD. Gießen, 48 Punkte.
HJ.-Klafte A.
Dreikampf: 1. Hans Kirstein, Mtv. Gießen, 75 Punkte; 2. Reinhold Opper, VfL. Lollar, Wer- ner Psann, Mtv. Gießen, 67; 3. Reinhold Köhler, Tv. Lang-Göns, 57; 4. Fritz Bree, Postsport Gießen, 55; 5. Kurt Römer, VfL. Lollar, 51 Punkte.
HJ.-Klafte B.
2) re i La m p f: 1. Wilhelm Müller, To. Lang» Göns, 66 Punkte; 2. Heinz Becker, Mtv. Gießen, 65; 3. Willi Zimmermann, VfL. Lollar, Herbert Jung, To. 89 Klein-Linden, 61; 4. Helmut Münch, Sportgem. Gr.-Buseck, Walter Müller, Tv. Holzheim, 60; 5. Werner Hofmann, Postsport Gießen, 57 Punkte.
DJ.-Slasse A.
Dreikampf: 1. Ewald Krombach, VfL. Lollar, 56 Punkte; 2. Otto Nesseldreher T. Heuchelheim, 55; 3. Ewald Klein. Tv. Klein-Linden, 39; 4. Helmut Becker, Tv. Heuchelheim, 32 Punkte.
DJ. Llasse B.
Dreikampf: 1. Karl Weber I, To. Heuchel- heim, 67 Punkte; 2. Erich Langsdorf, Tv. Klein- Linden, 65; 3. Karl H. Dolkmann, Tv. Heuchelheim, Ewald Burger, Sportgem. Steinbach, 53; 4. Kurt Schäfer, Tv. Heuchelheim, 52; 5. Otto Lang, Sport- gemeinde Steinbach, 50 Punkte.
Männer-Altersklasse I.
Dreikampf: 1. Emil Becker, VfL. Lollar, 65 Punkte; 2. Ernst Jung, DfL. Lollar, 58; 3. Willi Zunpft, Poligem. d. Ord.-Pol. Gießen, 54; 4. Wilhelm Kraushaar, Poligem. d. Ord.-Pol. Gießen, 42; 5. Wilh. Pauly, Poligem. d. Ord.-Pol. Gießen, 39 P.
Manner-Allersklafse II.
Dreikampf: 1. Walter Zerndt, DfB.-R. Gießen, 67 Punkte; 2. Adolf Müller, Postsport Gießen,
Dr. Brüggers Patientin
Roman von Waltet Klöpffer
11. Sortierung. (Nachdruck verboten.)
Hingerl versah den kleinen chaushalt selbst und ließ kein weibliche- Wesen in fein ch°u-ch«n D°- Essen brachte ihm die Zenzi in einem Emailgestell aus der Küche, wobei es jedoch nie zu kam Der Alte war ein Sonderling, em DZeiver- feind und Brummbär. Ihm schwebte ^ 3^1 ein Männerstaat vor, m dem man Mittags, brot aus Gulaschkanonen bezog. Warum er so wenig von den Frauen hielt, verriet der ehem'll ge Sergeant nur andeutungsweise und m vorgerückter Stunde. In diese Klausur also brach die Hausdame freventlich ein, indem sie die Tur aufriß.
Hingerl, der gerade beim Pi°!'°"keimg°n war sträubte die Haare wie.em knurr,g r Pmschev A winc kehrte [idi nicht daran und sagte rasch und mit "ÄmW Wissen Sie schon das Neu- E^.Ich bin net neugierig", knurrte Er abweisend. Und führte eine frische Hennenfeder bedächtig du ch das saftstrotzende Weichselrohr f ;n$
„Nun diese Neuigkeit durste «i- bestimmt m- teressieren", fuhr sic triumphler-nii»fort. Sie sich mit dem Taschentuch cm bißchen Lust M Cm aufregendes Nüchtern Chypre vermischte M ™ den Düsten der Hmgerschcn Behausung Hing schnupperte wie ein Drahchaarfox, der d e ^erung einer Maus in der Nase hat. Dann l gt er bas »eichselrohr beiseite und zog se'n ratgefiamnstes Schmalzlerglas. Die Purgstaller blickte schockiert Z
und -?" Hingerl schnupfte "std kreute sich, daß sein Schmalzler doch stärker warals der dringliche fremde Geruch. Dann visierte e . Pfeifenrohr wie ein Soldat durch feinen 9 lauf.
Gegen der Erde.
Wett dehnen ^sich vor der Stadt die Felder. Vor Wochen noch prangten sie im Hellen Grün, dann mischten sich fahlere Farbtöne hinein, und nun traaen fie das goldgelbe Kleid der Reife. Es ist ein Bild von einprägsamer Schönheit. Mag die Sonne leuchtend über den Fluren stehen oder der Wind wellenförmig die Halme bewegen, mag die Abenddämmerung ihre zarten Schleier weben oder das erste Frührot die Felder mit rosenrotem Schein übergießen: immer ist es ein Anblick von bezwingendem Reiz. Auch der Stadtbewohner, der zu den Erscheinungen der Natur nicht in dem innigen 23er» hältniis steht wie der Bauer, empfindet m dieser Zeit mit Andacht die geheimnisvolle Mrkuna, die von einem reifen Aehrenfeld ausgeht. Für ibn -ist es freilich mehr die gefühlsbetonte Seite der Angelegenheit, während der klare und nüchterne Sinn des Bauern feine Betrachtungen vor allem von realen Erwägungen bestimmen läßt.
Schon stehen die ersten Garben in Reih und Glied. Sie nehmen sich wie soldatische Kolonnen aus, die zur Besichtigung angeketen sind. Aber vor und hinter ihnen herrscht geschäftiges Treiben. Sen» en rauschen durch die Halme, Mähmaschinen klappern, glänzende Pferdeleiber mit nickenden Köpfen stapfen gleichmäßig vorüber, Frauen mit Hellen Kopftüchern sind eifrig tätig, und dazwischen ertönen die Rufe des Bauern. Er hat Ernteurlaub
*
** Reichssportgbzeichen. Die Hebungen iro Leichtathletik, Radfahren und Schwimmen zur Erlangung des Reichssportabzeichens können am Mittwo ch, Donnerstag und Samstag dieser Woche abgelegt werden.
** Der Güterwagemist kein Lagerraum. Viele Güterwagen werden deshalb stand- geldpslichttg, weil der Empfänger das Gut zunächst im Eisenbahnwagen wohl aufgehoben weiß und sich den Weg zu seinem Lager sparen will. Der Güterwagen ist aber kein Lagerraum, denn Räder müssen rollen für den Sieg!
„Der wnn 9« ™^bXite Aä ftrSe mer herum, nahm-ein Buch zur Hand, stellte es
f0 übel ^Warum soll nicht Zurück, blätterte in einem Journal, schob es zur die Jdee^ gar nicht so übel. DZarum |ou er ma>i Gedanke an Anna durchwärmte ihn wie
©enn ^e grau ins 570^5 101^ bin i^ b er ba yTnnn WtiA bsn liebeleeren Jahren feiner fünfte Rad am Wagen. Was aus nnr wird, i|t eucy ja furchtbar gleichgültig."
Oh, das dürfen Sie nicht sagen. Sie wissen doch, wie ich Zu Ihnen stehe, Alwinchen. Mein Haus steht Ihnen jederzeit offen. Ja, ich würde mich glücklich preisen. Sie darin als meine —" „Danke, Herr Anrainer", unterbrach sie ferne Liebeserklärung. Emen kompletten Antrag konnte


