Einzelbild herunterladen

x h) [rabi

'Nt

,drs.

Ur

ntaq M*, i uni) - lvii

Montag, w. August 1412

Gießener Anzeiger

^2. Jahrgang Nr. M Er,chemt täglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen:

Gi ebener ^amilienblätter Heimat imBtld-DieScholle

Bezuasvreisr Monatlich.....RM.1.80 Lustellgebühr... -.25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift:Anzeiger" Postscheck 1168k i>rankf./M.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/, Uhr desVormtttags Anzeigen-Preise

für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für Familienan­zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen

14 Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25%ment

vrühlsche UniverfitStLdnulerei H. Lange General-Anzeiger für Gberhessen ^»iktz»n^5ch»Istra?r7-4

DEHWEN-DIEM5T

0

Do*

Die eroberten Städte

I*

pfr

if

if

If

I*

lichen Ausläufer des Kaukafusgebie- tes erreicht. Um den Brückenkopf am Kuban, den der Feind nördlich Krasnodar hält, wird noch gekämpft. Schnelle Verbände des Heeres und der IBaffen-ff überschritten den Caba-Ub- schnitt und sind im Angriff nach Westen in Rich­tung auf Maikop. Die Luftwaffe führte ihre An­griffe gegen die feindlichen Rückzugs- und Räu­mungsbewegungen auf Straßen, Bahnen und aus den Häfen der nordkaukasischen Schwarzmeerküste. 3m Hafen von Anapa wurden hierbei drei sow­jetische Leichter durch Bombentreffer versenkt und ein Frachtschiff beschädigt. Zwischen Wolga und Don, südwestlich von Stalingrad, wurden Gegenangriffe starker feindlicher Kräfte in harten Kämpfen abgewiesen. 3m großen Donbogen schreitet der Angriff der deutschen Truppen nord- westlich Kalatsch erfolgreich fort. Dicht gedrängte Massen des Feindes an den Fluhübergängen waren den vernichtenden hoch- und Tiefangriffen der Kampf- und Schlachtfliegerverbände ausgesetzt.

Nordwestlich Woronesch wurden mehrere An­

griffe des Feindes abgeschlagen. Eigene Gegen- angriffe brachten örtliche Erfolge. 3m Raum von Rschew dauern die schweren Abwehrkämpfe wei­ter an. 3n einem anderen Kampfabschnitt der mitt­leren Front zerschlugen 3nfanterieverbände in der Zeit vom 20. bis 31.3uli bei örtlichen Angriffen in schwierigem Gelände mehrere sowjetische Schüt­zendivisionen. Der Feind verlor in diesen Kämpfen über 4000 Tote und 1589 Gefangene sowie 24 Pan­zer, 20 Geschütze und 152 Maschinengewehre und Granatwerfer. Am Wolchow führte der Feind wiederholt schwere Angriffe gegen einen kleinen Brückenkopf, die von der tapferen Besatzung in harten Kämpfen abgewiesen wurden. An der Ost­front schossen gestern 3agdfliegerverbände und Flak­artillerie 28 sowjetische Flugzeuge bei fünf eigenen Verlusten ab.

3m Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht Anlagen im Süden Englands bzw. im Norden und Nordosten der 3nsel an. Lin britischer Nachtjäger wurde im Luftkampf zum Absturz gebracht.

'Die Einnahme der Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar erfolgte durch dieselben Jnsanteriedivi- fonen, die vor 13 Tagen mit dem S t u r m a u f

n i Mn M unb

Stelle.

und eichs. innen Wen. i den [fanie ischen «ist, des Plan» in « Frei, i der >N t und

1 m Jens.

(pro/efarskjja

Die Salamon-Jnseln liegen nördlich von Austra­lien, gerade der großen Insel Neu-Guinea gegen­über die in ihrem Nordteil von den Japanern besetzt ist, in ihrem Südteil weMstens noch teilweise von den Australiern gehalten wird. Jedoch haben die Japaner eine neue Landung auch im Süden durchaesührt, die die australische Stellung bel Pbri Moresby empfindlich bedroht. Die Salomon-Inseln

sind zwei Parallelreihen meist urwaldvewacysener Inseln im hochtropischen Klima, stehen unter dem Einfluß der regenreichen Monsume und sind die südöstliche Fortsetzung des Bismarck-Archipels. Ihre Gesamtfläche beträgt fast 34 000 Quadratkilometer, ist also so groß rote eine preußische Provinz. Sie sind aber nur von 140 000 Einwohnern, darunter 350 Weißen, besiedelt.

lannt. Danach wurde die Hotte am 7. August, 1120 Uhr, von Kuftlärern in der Korallenfee mit

Wen entdeckt. Auf die Funkmeldung der Pl-men lin starteten sofort Bomben- und Torpedoflugzeuge

Ein. mir von Der» 5uhr. chn. laden rillen nein.

rische Flugzeuge abzuschießen.

Am Abend erschienen japanische Flotten-

Krasnodar und Maikop im (Sturm genommen.

3« 400 Kilometer Breite die nördlichen Ausläufer des Kaukasus-Gebirges erreicht

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:

Deutsche Infanteriedivisionen, hervorragend un­terstützt durch Verbände der Luftwaffe, durchbrachen »ach außergewöhnlichen Marschleistungen und in jaden Kämpfen bei tropischer Hitze heute stark ausgebaute Stellungen nördlich des Kuban und nah- nen die für die feindliche Rüstungsindustrie wichtige Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar. Die Stadt Maikop, das Zentrum des bedeutenden Detgebiets. am Nordrand des Kaukasus, wurde ijeute um 18.20 Uhr von schnellen Verbänden im Sturm genommen.

einheiten am Kampfplatz. Sie eröffneten sofort heftiges Artilleriefeuer auf die verbliebenen feind­lichen Schiffe. Das Feuergefecht dauerte die ganze Nacht an. Auch am 8. August wurde der Kampf mit großer Heftigkeit fortgesetzt und dauerte, als die letzten Berichte gegeben wurden, noch an.

Oie Kampfstärke der versenkten Kreuzer.

Tokio, 9. Aug. (Europapreß.) Durch die Ver­senkung einer Reihe von schweren Kreuzern der Astoria-, der Minneapolis- und der Australien-Klasse

hml. -ysa vage, deren 'sicher i der [e in« Ürohte lig zu :ld zu bgeb«. d ließ ieder« veren einen; i Un« rhvllr r Lust , man le auf f das Frau )a in- Inters

für Aus- tu be­ite er, Sol- rs ge­il ihn o daß berge- schür« er be­iberge« zum

Krasnodar.

Krasnodar, am nördlichen Kuban-Ufer ge­legen, Kreuzungspunkt der Eisenbahnlinien nach NoworissiskStalingrad, Woroschilowsk, Primorsko Achterkoje am Asowschen Meer und nach dem Schwarzmeerhafen Pejsk, hat runb 210 000 Ein­wohner. Die Stadt ist ein Hauptstandort der sow­jetischen Rüstungsindustrie. Außerdem hat sich hier ein bedeutender Fluß-Schiffsverkehr entwickelt, dessen häufigste Umschlaggüter Nahrungsmittel und Erdöl find. Die Industrie von Krasnodar umfaßt bedeutende Werke der metallverarbeitenden Indu­strie, .die weitgehend auf Rüstungsfertigung umge­stellt ist, ferner Fabriken für Erdölverarbeitung, Lebensmittel- und Leichtindustrie.

Maikop.

Maikop, die Hauptstadt des im Bezirk Krasnodar gelegenen autonome» Gebiets des tscherkessischen Volksstammes der Ad yg en, ist eine Stadt mit rund 75000 Einwohnern. Sie liegt an der Be­la j a, einem der größten Nebenflüsse des Kuban, und ist vor allem bekannt durch das nach ihr be­nannte Erdölgebiet, über dessen Bedeutung bereits berichtet wurde. Von der in Maikop vertretenen metallverarbeitenden Industrie, die überwiegend

Großer Geesieg derFapaner bei -en Salomon-Inseln

Schwere Verluste der britisch-amerikanischen Kloitenstreiikräste.

Lustangriff eröffnete die Schlacht.

Tokio. lO.Mug. (DBB. Junkspn-ch.) lieber die Seeschlacht werden jetzt die ersten Einzelheiten -

100 WO, . -, km

Tokio, 9. Aug. ^Curopapreh.) Ueber eine feit dem 7. August in der Nähe der Satomon-3nfeln lobende Seeschlacht gab ein Bericht des japanischen Hauptquartiers am Sonntagnachmittag eine erste Mitteilung. Danach betrug der Stärke der dort kon­zentrierten englisch-nordame^ikanischen Flotte 26 Schiffe aller Klassen, die sich am Freitag zum Kampf Keilten. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten ifl der größte Teil dieser Einheiten vernicht et vorden. Einwandfrei wurden versenkt: Ein Schlachtschiff unbekannten Typs und Nationalität, Mei schwere Kreuzer derAstoria"-Klasse, drei leichte Kreuzer unbekannter Nationalität, zwei chwere Kreuzer derAustraliens-Klasse, vier 5er- Körer und zehn Transportschiffe. Schwer be­fähigt wurden: Drei schwere Kreuzer der Minneapolis--Klasse, zwei Zerstörer und em Trans- torter. 32 3agd- und 9 Kampfflugzeuge wurden av- ieschossen. Die japanischen Verluste belaufen sich inf sieben Kampfflugzeuge, die sich mit Bomven lelaben auf ihre Ziele stürzten. Ferner wurden zwei spanische Kreuzer leicht beschädigt, doch wird d faden schnell ausgebessert sein. Die Schlacht dauert lotf) an. Die 5alomon-3nfeln, in deren Gewässern He Seeschlacht ftattfinbef, liegen ostwärts von Neu- Guinea. Die Korallen-See trennt sie von Australien.

zum Angriff. Obwohl heftiger Sturm herrschte, stürzten sich die japanischen Flieger tief auf die feindlichen Schiffe hinab und warfen aus nächster Nähe ihre Bomben und Torpedos. Der Gegner versuchte sich durch heftiges Abwehrfeuer der Angreifer zu erwehren, doch wurde e i n Schiff nach dem anderen getroffen und versenkt. 3nzwischen waren feindliche 3äger auf-

bril^-amecitanildje gestiegen, fo doste, zn erbitterten Lu s i kämp ! en iavanischen kam. Den kampferprobten ;apamschen Piloten ge- Äurs nach lang es, in verhältnismäßig kurzer Zeit 41 gegne-

Schaf- unb Schweinezucht gedeiht, ist die Lebens­mittelindustrie am weitesten entwickelt.

Armawyr.

Die Stadt Armawyr im, Gebiet Krasnodar am oberen, nicht schiffbaren Teil des Kuban, zeigt schon in ihrem äußeren Bild die gewaltsame Beein­flussung durch die bolschewistische Industrialisierung. Zwischen alten, noch strohgedeckten Häusern kauka­sischen Stils erheben sich Fabrikschlote, neben ver­fallenen Kirchen und grauen Mietkasernen stehen die Stuckfasfaden von Verwaltungs- unb Partei- 'gebäuden. Die Bevölkerung, die sich aus Russen, Armeniern, Georgiern, zu einem kleinen Prozent­satz auch aus Deutschstämmigen zusämmensetzt und 1927 noch 74000 Seelen zählte, ist auf über 100 000 sprunghaft gestiegen. Die Stadt liegt an der wich­tigen Bahn RostowBaku und deren Zweigbau nach der Schroarzmeer-Hafenstadt Tuapse, an der auch die kaukasischen Erdölleitungen verlaufen. Kli- matisch herrschen dieselben Bedingungen wie etwa in Südfrankreich und ermöglichen neben dem An­bau von Weizen, Mais, Gerste, Sonnenblumen, Sojgbohnen und Zuckerrüben auch das Wachstum von Melonen und anderen Südfrüchten, Tabak, Baumwolle und zum Teil sogar Reis. Die Rü­stungsindustrie wurde erheblich erweitert durch Umstellung aller metallverarbeitenden Be­triebe auf Rüstungsfertigung. Es werden hergestellt: Munition, Feldminen, Waggons, Lastwagen, Trak­toren uyd Einzelteile für Kampfwagen und Flug­zeuge, daneben landwirtschaftliche Maschinen und Bohrmaschinen für die Erdölgewinnung sowie Kes­selwagen für den Oeltransport. Bedeutungsvoll find auch die chemische Industrie, die sich in jüngster Zeit auch mit der synthetischen Herstellung von Kaut­schuk versuchsweise beschäftigt hat, sowie eine aus­gedehnte Lebensmittelindustrie.

Rüstungszwecken diente, ist besonders eine Eisengie­ßerei erwähnenswert. Das Produktionsprogramm dieser Fabrik umfaßt neben der Herstellung von Ausrüstungen für die Erdöllieferung die Fabrika­tion von Handgranaten, Abwurfmunition, Feld­minen und Kraftfahrzeugersatzteilen. Neben lei­stungsfähigen Traktorenwerkstätten gibt es noch eine chemische 'Fabrik, in der Guttapercha hergestellt wird. Entsprechend der ftuchtboren Landschaft des Raumes um Maikop, wo neben Getreide aller Art besonders Sonnenblumen, Baumwolle und i Tabak anaebaut werden und wo eine ausgedehnte

^rmatvir^^Woroschilowsk ) Newmomq$k^*^V.

Rostow

-Zf7-3 VutschFwskajd 'xx

Bk

»Ci

[y "'M Tichorjeik

r Pefrowekaja > ytowtasstejo

P Jl/

ischanta

^'Winodj^>ioje Petrowskoje

«6

da i fit.

ml

ietannt:

3n einer Breite von über 400 km haben deutsche, ------- -----------------

«manische und slowaksiche Truppen die nörb-«Tabak angebaut werden und wo eine ausgedehnte

Nostow und Bataisk am Zusammenbruch der 2on°Derteidigung beteilig waren. In rastloser Ver- iolgung des geschlagenen Gegners überwanden sie in ständigem Kampf bei tropischer Hitze, auf völlig verstaubten Straßen und Wegen einer schattenlosen steppe in 13 Tagen die 280 Kilometer lange Strecke pom Don bis zum Kuban. Sie erreichten Zamit das der Stadt vorgelagerte, nördlich des Kuban sich hinziehende Stellungssystem, das urch einen großen Panzerabwehrgraben -ersperrt war. In harten Kämpfen wurden die Stel­lungen gegen zähen feindlichen Widerstand durch- ttochen und die inmitten einer fruchtbare Schwarz- erbebene gelegene Stadt Krasnodar erstürmt. An tem Erfolg des Tages haben leichte Flakbatterien ier Luftwaffe in vorbildlicher Zusammenarbeit mit )er Infanterie entscheidenden Anteil. Eine besondere Leistung vollbrachten slowakische Truvpen, die, ohne Zas Nachziehen des Brückengerätes abzuwarten, den ilebergang über den Kuban erzwangen.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, f.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt

jMINDANAO

Brunei

r^KÄLMAHERA

ELEßES-'

Bismarck--

.CEUM.

Batavia=

$un<

Melville I. .

Port Darwin:

cxiri

\Dungene$$.

~*Neu-zA Pommern .

Neu- '^Mecklenburg

:CHPEH<

-TARIA =

Oie Brutalität des Geschlagenen.

Der 'Allindische Kongreß hat eine Entschließung angenommen, der die Engländer auffordert, das Landzu verlassen", das will sagen, den Indern die Freiheit geben und auf den Mißbrauch ihrer politisch-militärischen Herrschaft in Indien zu ver­zichten. Darauf ließ der Vizekönig alle Führer des indischen Kongresses verhaften und wie es in einer englischen Meldung aus Bombay so ungemein be­zeichnend heißt,z u s a m m e n t r e ib e n". Der Vizekönig hat die kommunistischen Höllenhunde frei- gelassen, die nationalindischen Führer wirft er in das Gefängnis. Gandhi hatte dem Vizekönig den Beschluß des nationalindischen Kongresses in einem höflichen Brief mitgeteilt und keinen Zweifel dar­über gelassen, daß es Ihm einzig und allein um die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung seines Vylkes geht: um die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Inder gegen jedermann, auch aegen die Japa­ner. Aber dasZusammentreibem der national- indischen Führer als Antwort darauf beweist, daß die englische Verwaltung mit der Ausspielung der alten Gegensätze zwischen Hindus und Moham­medanern, zwischen Fürste» und selbständigen Pro­vinzen sowie zwischen den einzelnen Kasten nicht mehr auskommt, daß die Engländer die Nerven ver­loren, sich ins Unrecht gesetzt und die offenbaren Möglichkeiten einer Verhandlung von der sich die uns^ntimentalen, klaren Inder wie Subhas Chandra Base, gar nichts versprechen übersehen haben.

Die Engländer versuchen auch diesen zweiten Welt­krieg als Kreuzzügler für die Freiheit der unter­drückten Völker zu führen. Churchill und Roosevelt haben dafür auch ein zweckbestimmtes Dokument, dis Atlantik-Charta" aufgesetzt. Aber das jetzige Vor­gehen der Briten beweist eindeutig die Doppel­züngigkeit der britischen Politik. Am 14. August 1941 wurde mit großem Redeaufwand nach der Zusammenkunft Churchills mit Roosevelt auf ame­rikanischem Boden den Völkern hoch und heilig ver­sprochen, daß Großbritannien und die USA.das Recht aller Völker respektieren, die Regierungsform zu wählen, unter der sie leben woslen". Für die rund 400 Millionen Inder sollen diese Versprechun­gen jetzt ein Jahr später nicht mehr gelten. Im Gegenteil, bereits Cripps brachte es nach seiner Indienreise fertig, am 22. April 1942 vor Presse­vertretern zu erklären, daß, nachdem die Inder auf einer dem indischen Volke verantwortlichen, also souveränen Regierung bestanden hätten,der bri­tische Vizekönig mit diktatorischer Gewalt die indische Regierung einrichten" müßte. Also statt Selbstverantwortung der Inder nun, da die Inder

sind die Seestreitkräfte der Alliierten empfindlich getroffen worden.

Bei den zwei versenkten schweren Kreuzern der A st o r i a - Klasse handelt es sich um Einheiten der USA. - Flo11e. Die Schiffe hatten ein£ Wasserverdrängung von 9950 Tonnen und eine Be­satzung von 551 Mann, Sie fuhren 32,7 Knoten. Die Bestückung bestand aus neun 20,3-am-Geschützen, acht 12,7-cm-Geschützen, zwei 4,7-cm-Geschützen und acht Vierlingsflakgeschützen, sie hatten zwei Flug­zeugschleudern und vier Flugzeuge. Die drei schweren, beschädigten Kreuzer der Minneapolis- Klasse sind ebenfalls Einheiten der USA. - Flotte. Sie haben die gleiche Besatzung, Gröhe und Bestückung wie die Schiffe der Astoria-Klasse. Bei derAstoria"- und derMinneapolis"-Klasse handelt es sich um Kriegsschiffe, die erst 1933 von Stapel gelaufen sind, also zu den mo­dernsten dieser Schiffsgattung in den USA. ge­hören. Die zwei versenkten schweren Kreuzer der A u st r a l i a - Klasse gehörten der^britischen Flotte an. Hier handelt es sich um Schiffe von 9870 Ton­nen Wasserverdrängung, ihre Besatzung bestand aus 680 Mann. Ihre Geschwindigkeit betrug 31,5 Kno­ten. An Armierung hatten diese Schiffe acht20,3-cw- Geschütze, acht 10,2-cw-Geschütze, vier Dierlingsflak­geschütze und acht Flak-MG., sie verfügten über eine Flugzeugschleuder und ein Flugzeug.

Begeisterungsstürme iuFapau

Tokio, 9. Aug. (Europapreß.) Die Nachricht von dem großen japanischen Seesieg hat im ganzen Lande Stürme der Begeisterung ausgelöst, während ebensolche Heiterkeit die Weissagung des nordameri­kanischen Professors Fisher auslöfte, der einen Tag vorher noch den Zusammenbruch der japa­nischen Kriegsmarine vorausgesagt hatte. Viel be­merkt wird auch eine Rede des australischen Mi­nisterpräsidenten C u r t i n , der in völliger Ver­kennung der wahren Lage ebenfalls tags zuvor noch gesagt hatte, Australien habe eingewilligt, daß das Kriegsmaterial der Alliierten an andere Fron- ten geschickt würde, wo es bringenber benötigt würde.

Bei der Seeschlacht handelt es sich nach japa­nischer Auffassung offenbar um einen letzten ver­zweifelten Versuch der alliierten Flottenstreitkräfte, die sich immer mehr verengende japanische U m - flammerung Nordäustraliens z u durchbrechen, worauf besonders auch die An­wesenheit einer großen Transportflotte der Alliierten hindeute. Die zunehmenden Luftangriffe gegen das nördliche Australien bis zur Linie Port HeadlandTownsville stellen eine derartige Be­drohung Australiens dar, daß der Versuch, die ja­panischen Stützpunkte durch eine Landung auszu- schalten, unternommen wurde. Es gelang der über­legenen Seestrategie Japans aber nicht nur, diesen Versuch abzuschlagen, sondern im Gegenstoß die alliierten Streitkräfte vernichtend zu tresfen.Damit dürfte Japans Seeherrschaft bis zur australischen Küste ausgedehnt werden und das Gesetz des Han­delns nach der Abwehr der Offensive der Alliierten wiederum in japanischen Händen liegen. Die bisher bekanntgewordenen Erfolge deuten übrigens an. daß an ihnen wiederum die japanische Luft­waffe einen entscheidenden Anteil hat.