Kein Tier ist im Krieg jo beliebt geworden wie, is Kaninchen. In unfern Dörfern, aber auch i
Ihnen, einmal die Kolben
Är Tapfe
33. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
SSW#-» warum denn, bruch-r.Ut-n hab.n-
Da mußte Theo Kammin lachen. Er strahlte vor
Su!
bt
Gießener Vortragsring.
Waldemar Dönsels liest aus eigenen Werken.
Sie suchte in seinen Mienen zu ergründen, ob das Ernst oder nur ein Scherz sei. „Jedes Ihrer Worte ist falsch. Ich bin weder unbeteiligt noch eine völlig gleichgültige Zivilperson." .
»Wieso denn?" Er wollte ihre Neugier auf die Folter spannen und hatte ein Vergnügen ba*an, seine Überlegenheit ein wenig auszukosten.
„Erstens bin ich die Tochter von Herrn Kobelt, der unmittelbares Interesse an verbrecherischen Vorgängen in seiner Fabrik besitzt, zweitens ec^hlte mir Herr Kaspar heute abend bei seinem Besuch zu
zeigen."
Damtt führte er uns Haus. Auch hier glanzte
„Das habe ich nicht gewollt, Herr Kammin", flüsterte sie leise.
.„Natürlich nicht. Frauen wollen auch selten Unheil anrichten. Man kann sie nicht schlechtweg als verworfen bezeichnen. Aber ihr Dasein an s^h genügt schon, die Luft mit einer verderbenbringenden Bakteriensorte zu infizieren."
Er hatte Mühe, den tragischen Ernst der Stimme beizubehalten, und das wurde zum Verräter. Das Mädchen wurde hellhörig und fand seltsame Lichter in seinen Augen tanzen, die nicht allein vom
drängte das Mädchen.
„Sie wißen doch alles von Kaspar."
„Aber von ihnen mochte ich es Horen. Das hat
Der Kommissar begann. In zehn Minuten ent- ? er eine Uebersicht über die ganze Frage Barkow und machte aus seiner Ueberzeu-
„Nein, Fräulein Kobelt, ich höre die Meinung eines anderen immer aufmerksam, auch wenn sie meiner eigenen widerspricht. Irrtümer habe ich selbst schon begangen. Es wäre ungerecht, wollte ich Ihnen einen einzigen Irrtum zum Vorwurf
Widerschein der Lampen kamen.
„Sie sind schlecht, Herr Kammin! Mich so in Schrecken zu versetzen!"
Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich Krach mit meinem Vorgesetzten hätte?"
Darauf wußte Karla zuerst keine Antwort. Ja sagen konnte sie unmöglich, und ein Nein würde
an diesem Vormittag.
,Ha", sagte er, „die Hennen sind fleißig. Ich habe nur zehn, aber 3 bis 4 Eier am Tage habe ich immer, auch im Winter. Ich beziehe meine Hühner als Eintagskücken aus einer anerkannten Zucht und ziehe sie mit einer Wärmflasche groß. Ich habe immer gute Erfolge gehabt. In unserm Haushalt — wir sind sieben Personen — gibt es immer einige Abfälle, Körner ziehe ich mir selber, und Gemüse und. andere Pflanzen stehen im Garten. Die Hühner haben einen schönen Auslauf. Sehen Sie selbst."
Ja, die Hühner sahen sehr gut aus, hatten rote Kämme und scharrten eifrig im Auslauf.
Neben dem Hühnerstall war eine neue Wand an- gefangen, Steine und Hölzer standen daneben. „Wollen Sie die Hühnerzucht vergrößern?" — „Nein!" Das soll ein Ziegenstall geben. Nächstes Jahr kommt eine Ziege hinein. Ich habe schon alles für sie bereit. Auch für Futter ist gesorgt."
„Dann haben Sie |a Fleisch, Eier und Milch für Ihre Familie!"
Hause alles, was er von Ihnen und von Fräulein Barkow erfahren hat, und drittens bin schließlich ich es gewesen, der einem gewissen Kriminalkommissar den Gedanken eingab, Fräulein Barkow genauer vorzunehmen."
„Tja, zugegeben. Stimmt alles. Aber die Tochter ist kein vollwertiger Ersatz für den Vater, wenig- stens nicht in solchen Angelegenheiten. Und wenn Herr Kaspar klatscht, kann ich nicht dafür haftbar gemacht werden. Ihr letzter Grund aber, liebes Fräulein Kobelt, müßte mich dazu bestimmen, mit Ihnen über den Fall Wand in allen feinen Einzelheiten überhaupt nicht mehr zu sprechen."
„Warum denn das?"
„Weil Sie mir da eine dumme Geschichte ein- gebrockt haben. In der Absicht, mich eine Wette verlieren zu laßen, reden Sie solange auf mich ein, bis ich mir tatsächlich eine Meinung beibringen lasse, die dazu führte, zwei Beamte Tag und Nacht hinter einer jungen Dame herzuhetzen, diese zu ängstigen und mich schließlich wie einen begoßenen Pudel vor ihr stehen zu laßen."
„Haben Sie Unannehmlichkeiten gehabt?" fragte sie ängstlich.
„Unannehmlichkeiten ist gar fein Ausdruck. Erst gab es einen sehr unangenehmen Auftritt bei Herrn Doktor Ball, und hinterher versicherte mir unser Polizeipräsident höchstpersönlich, er habe sich in meinen Fähigkeiten sehr aetäuscht."
„Um Gottes willen!" Karla war ganz blaß gerne rhen und batte zuckende Lippen. Sie bemerkte in ihrer Bestürzung nicht, daß Kammin ein Schmunzeln kaum verbergen konnte.
..Sehen Sie, so gehfs! Ich habe seit mehr als anderthalb Jahrzehnten die durch viele Beispiele bewiesene Auffassung vertreten, Frauen stürzten die Männer fast stets ins Verderben. Zum ersten Male habe ich nicht streng nach dieser wohlbe- gründeten Ansicht gehandelt. Und der Erfolg war vernichtend wenigstens für mich."
zu seinem kleinen Hühner- alles von Sauberkeit. Zwei für das nötige Licht. Im
b«uu UbwMujtr *7» nicht« 2“r®ltkrC
b des L «Eiserne happ, $ hp, mit
Sparti
B Schüler , bas is Schuss
ihn beleidigen. ,
„Keine Antwort ist auch ein« Antwort, brummte er vor sich hin.
.Hetzt lassen Sie den Unsinn?" Sie wurde böse. , Sie sind am Freitagabend gleich nach dem Gespräch mit mir zu Doktor Ball gefahren und haben mir dann erzählt, er sei mit ihnen einer Meinung. Also kann er heute keine Vorwürfe gemacht haben, als die Vernehmung von Fräulein Barkow einen anderen als den erwarteten Ausgang nahm. Und alles andere ist auch geschwindelt."
„Was denn?" „
„Ihre Erzählung von den Unannehmlichkeiten
einer Jugend, sondern es reiht lockere Schilderungen von Menschen und Begebenheiten aus der (Erinnerung an glückliche Kindertage aneinander. Hier zeigt sich Dönsels von feiper liebenswürdigsten, menschlichsten und zugänglichsten Seite: was hier erzählt wird, knapp, trocken, mit freundlichem Humor und heiterem Realismus, hat die spürbare, mit Salzwasser und Seewind gesättigte Atmosphäre von Bonsels' niederdeutscher Heimat und das würzige Aroma bis zur Neige ausgekosteter, schwereloser Ferientage. Die Hauvtgestalten sind ein Knabe von zwölf Jahren, das Mädchen Anni, begabt mit dem Aeußeren eines Engels, der Seele eines Teufels und dem Magen einer Gans: ferner das schart und treffend belichtete Original des Fischers Pile Trat, von dem ein schauriges Seemannsgarn gesponnen wird, und die verschollene alte Tante Eucharestic, in deren grotesker Welt dem Knaben unvergeßliche Eindrücke boschieden sind. Die schöne, ganz aus der kindlichen Sphäre entwickelte Schilderung ei^es geschwisterlich ausgeheckten Streiches bereitete zum fröhlichen Beschluß den Hörem, die großen Beifall spendeten, inniges Vergnügen. Hans Thyriot.
große Fenster sorgten ,
Stall selbst lag eine Einstreu, unter den Stangen war ein großes Kotbrett. Daneben standen die Nester. Es lagen tasächlich einige Eier darin, schon
Wir betrachteten alle Tierchen, auch den jüngsten Wurf. In einem warmen Nestchen lagen fünf Stück, noch beinahe nackt und ganz blind. „Die Kälte tut ihnen nichts", sagte der Züchter, ,cher Alte sorgt für sie." „Und das Futter?" fragten wir.
Er deutete mit einer weit ausladenden Handbewegung über feinen großen Garten. „Hier wächst alles, was die Tiere brauchen. Sehen Sie da die Grasflächen, Bleichplätze meiner Frau. Viermal habe ich das Gras abgemäht und viermal Heu gemacht. Dazu habe ich mir draußen am Straßenrand ein Stück gepachtet. Heu ist im Winter das Hauptfutter für die Kaninchen. Die Runkelrüben habe ich zui.! größten Teil auch in meinem Garten gezogen, dort unter den Bäumen. Einige Zentner kaufe ich mir hinzu. Ebenso ein paar Pfund Hafer, und das Trinkwaßer kostet ja nichts." —
„Aber mein Garten ist auch noch für die Hühner da. D-a oben, zum Teil sogar im Auslauf, habe ich Mais gezogen, vielleicht 150 qm waren cs. Nachher will ich Ihnen, einmal die Kolben
das K - -... - . - . .
in den Vorstädten, lieht man fast in jedem Hof die Kasten stehen, in denen eine Anzahl
K-
Explosion in Raum 5
Roman von H.C. Hansen
Copyrlfht by Prometheue-Verfoi Dr.Eldiadrer, Gröbenxell b.MBndwn
Besuch beim Kleintierhalter.
Vom Federvieh, von den Stallbasen und der »Kuh des kleinen Mannes"
n 0
Ä1*
Ätz
Holle
J Pelz" v pari be M' Ls fl|b -Un
bekannten . - dieser Tiere ihr Leben fristet. Wer einen Garten hat oder sonst irgendwie Futter beschaffen tonn, halt sich Kaninchen, um dann und wann einen Fe st braten zu haben. Die meisten Kinder haben sich Manchmal sehen wir die Kasten sogar auf dem schon mit der Aufzucht von Kaninchen beschäftigt.
Waldemar Bonsels, deßen Vücher „Die Diene Maja", „Himmelsvokk", .Hndienfahrt", „Eros und die Evangelien" und „Menschenwege" (um die am meisten bekannt gewordenen zu nennen) etwa um 1920 besonders bei der jungen Generation von Hand zu Hand gingen und bald märchenhafte Auflage- Ziffern erreichten, begann feinen Vortrag in der Aula mit Danke smarten an den einladenden Goethe-Bund und dessen Letter Dr. Henning und Dr. T r aut- mann ; auch erinnerte er sich und die Hörer an die erste Begegnung von Angesicht zu Angesicht — gerade vor zwanzig Jahren. Bonsels las dann znuächst ein kurzes Prosastück „Der Tod im Feld": es enthält die letzten Gedanken eines Soldaten, der ttn Varwärtsstürrnen gegen den Feind tödlich getroffen wird. Die kleine Erzählung, welche die Würde und Masestat des Todes für das Vaterland beschwört, war a-Is Dank und Gruß an die Front gedacht, die in unerschütterlichem Ringen die Heimat verteidigt.
Auf besonderen Wunsch las Bonsels danach, einer ihm zugetragenen Bitte aus der Leserschaft entsprechend, ein Kapitel aus der „Indienfahrt". Es öffnete sich hier eine ganz andere, sehr ferne Welt, erfüllt von der Melodie des Meeres, von der Sehnsucht nach fremden Ländern, von der vhantasiebe- schwingten Enttückung einer nächtlichen Stunde beim Wein. Es wird dem Verständnis für diese Erzäh- hmg gedient haben, daß Bonsels zuvor bemerkte, es handele sich hier nicht um eine (vielfach frag- würdige) Vermenschlichung des Tieres, sondern um ein Traumbild der beredt gewordenen Natur, die sich in der Gestalt des gemieteten Affen Hug ver- körpert. In der nächtlichen Zckiesprache zwischen Mensch und Tier entwickeln sich .zugleich träumerische und tiefsinnige Betrachtungen rmd Einsichten: in der farbigen Schilderung tropischer Wälder gewinnt die phantastische Szene ihren Höhepunkt und besinnlichen Ausklang.
Abermals eine neue Welt tat sich au* in den Geschichten aus dem Buche „Tage der Kindbett , die Bonsels nach der Paule vortrug. Dieses Buch gibt sich nicht als streng historisch aufbauende ^hronik
Balkon stehen.
Unser Freund draußen im Vorort aber war auch schon vor dem Kriege ein Liebhaber aller Haus- tiere. Am letzten schönen Sonntag galt ihm deshalb unser Besuch. Wir trafen ihn gerade bei der Fütterung. Er ließ sich gar nicht stören, reichte seinen Tieren duftendes Heu und ein paar Körner Hafer, streichelte sie, und dann erst wandte er sich um und begrüßte uns. Die Freude leuchtete ihm aus den Augen, als er uns dann die einzelnen Abteilungen und ihren lebendigen Inhalt vorsührte. Seine Lieblinge waren die Angorakaninchen. Er sagte: „Sie machen wohl etwas mehr Arbeit, weil sie sehr sauber gehalten und von Zeit zu Zeit gekämmt werden müßen. Dafür geben sie bann aber auch die wertvolle Wolle. Das sind immer einige schöne Mark, und gebraten schmecken sie gerade sv gut wie die andern." „ .. „
Wir betrachteten die einzelnen Stalle. Unser Freund hatte sie alle selber hergestellt. Es war saubere Arbeit. In jedem Teil der Ställe lag ein Holzrost, damtt die Kaninchen auch trocken saßen. Darunter befand sich Dachpappe, und hinten waren Abzugslöcher für den Urin.
„Ja, das Ausmisten und das Reinhalten , sagte er, „ist so meine ©amstagsarbeit. Aber viele vergeßen das ganz, und die armen Tierchen sitzen dann in dem Unrat. Wenn sie aber immer frische Ein- streu haben und eine trockene Unterlage, dann sind sie viel munterer und fressen auch mehr."
Nach dem Gauleiter gab Diplom-Londwirt Döl« ling unter dem Motto „Siedlung schafft Werte" einige Zahlen bekannt aus unserem Gau:
Die rhein-mainischen Siedler haben 70 000 Hühner, 60 000 Kaninchen, 9000 Enten, 2000 Gänse, 4000 Ziegen und 200 Milchschafe. Das Eraednis dieser Tierhaltung sind 12 Millionen Eier, 185 000 Kilo Fleisch, 2,5 Millionen Liter Milch usw. Der Gesamtertragswert kann auf etwa 10 Millionen Reichsmark beziffert werden. Diese Zahlen gelten für den Gau Hessen-Nassau.
Auf einmal sieht man, was diese kleinen Tiere eigentlich für die gesamte Volkswirtschaft bedeuten. Wenn man von Nutztieren spricht, denkt man meistens an die Pferde, an die Kühe oder an die Schweine. Das „Kleinzeug" wird gar oft übersehen. Höchstens, daß einmal das Sprichwort „Kleinvieh gibt auch Mist" schüchtern an unser Geflügel, an die Kaninchen, an die Ziegen usw. erinnert. Aber man bekommt sofort ein ganz anderes Bild, wenn man sich einmal die Zahlen ansieht, die durch unsere Viehzählungen gewonnen wurden.
Das Federvieh nimmt da den ersten Platz ein. . Durch die Eingliederung Oesterreichs, des Sudetengaues und des Memelgebietes hat es eine Erweiterung gegeben. Der gesamte Geflügelbestand von Großdeutschland (einschließlich des Protektorats) beträgt 130 Millionen Tiere (Hühner 118 Millionen, Gänse 8, Enten 3, übriges Geflügel 1 Million). Ohne das Protektorat besitzt Großdeutschland rund 90 Millionen Hühner, davon etwa 80 Millionen Legetiere. Diese Hübner erzeugten rund 7,5 Milliarden Eier. Die Durchschnittszahl für die Legeleistung ist also 94 (Hähne usw. mitgerechnet). Früher nahm man die Zahl 80 an. Es ist also eine beträchtliche Steigerung zu verzeichnen, die sich durch die Einstellung guter Iunghennen ergibt. Bei einem Kleinhandelspreis von 12 Rpf. für ein Ei kann man sich die Wertsumme errechnen, die der Leistung der Hühner entspricht (900 Millionen RM). Nimmt man noch die G^flügelfleischerzeugung hinzu (etwa ein Drittel der Legehühner wird jährlich geschlachtet, dazu kommen die Iunechähne), dann ersieht man daraus, daß die 90 Millionen Hühner weit über eine Milliarde Wert erzeugen
Viele wißen auch den Wert zu schätzen, den
Sie legte ihre kleine Hand in seine große, schwang sich auf den Rasenboden und reckte sich, als wolle sie neben seiner Gröhe auch bestehen. Dann suchten sie einen Tisch und fanden einen, der auf der einen Seite durch die Hecke, auf der zweiten durch einen Baumstamm gedeckt war und den Blick über den großen Gaittrn freigab, in dessen Mitte ein Musikpavillon stand. Karla wünschte ein Glas Mosel. Kammin bestellte ein kräftiges Abendessen und Bier dazu.
Ihr Gespräch bewegte sich zunächst um Alltagsdinge. Während er mit sichtlichem Appetit ah, unterhielt ihn das Mädchen, plauderte von ihren Lieb- lingsspeisen und ergötzte ihren Zuhörer mit diesen harmlosen Geschichtchen viel besser, als die tiefgründigste Unterhaltung es vermocht hätte.
Sobald der Kellner jedoch das Geschirr abgeräumt hatte, kam Karla auf das zu sprechen, was die Ursache für das Zusammentreffen gewesen war. „Nun müssen Sie mir erzählen, wie die Vernehmung von Fräulein Barkow verlaufen ist."
„Oh", sagte Theo Kammin gedehnt. „Das geht leider beim besten Willen nicht. Ich kann unmöglich einer völlig unbeteiligten Zivilperson über interne dienstliche Angelegenheiten der Kriminalpolizei Auskunft geben."
S ia ®1' ( die i
ßÄ
I* $1nebi f tUn«"16 *s,s
W p'Ä V 5"5 armen, ,n
£ unbtrn J * di- W
WC ! in d<. tu ganz W > ** inlieri ugen.
Lu eW i ,6 3»
aber « W a11' ' Mößter $
n, wenn । ilen Seiten t
gieret
Hch einer dandes H Malter v | bis 30. rt-1941 n lknte jui enben 3a such die inbcftablief 61er üom S. und V
Wies« Imtermona
m Erze< e des A
■ 5m Zu« Mienen Ai ty Üleuorgt Ncfe der ^emvesens ’Parfaf < w 1942 llvande M übe H der nt Meinben
machen."
Karla schöpfte Mut und begann von neuem. „Daß Fräulein Barkow so schnell, so ohne jede Vorbereitung, ein Geständnis abgelegt hat, nimmt mich Wunder. Sie ist ein sehr herber, verschloßener Mensch, der dazu noch für eine Frau ungewöhnlich klug wirkt. Es scheint mir undenkbar, daß dieses Fräulein Barkow einfach zusammenbrach, als die Polizei die erste Frage an sie richtete."
„Oh, dergleichen ist schon , oft vorgekommen. Leute schleppen sich tage-, wachen- ober monatelang mit einem schlechten Gewißen Bei der geringsten Berührung ihrer überreizten Nerven blechen sie zusammen und gestehen."
„Ich glaube das, aber wirklich Willensstärke Menschen machen nicht sv schnell schlapp, Fräulem Barkow gehört dazu."
„Was wollen Sie daraus schließen?"
„Daß dieses Geständnis wahrscheinlich Komödie war. Ich habe irgendwo einmal gelesen, es sei alte Verbrechertakttk, kleinere Uebeltaten zu gestehen, um der Verantwortung für die großen zu entgehen. Fräulein Barkow legte ein Geständnis ab über ein Verbrechen, von dem ihr bekannt sein mußte, daß es gar keins war. Sie wollte damit die vernehmenden Beamten von dem ursprünglichen Ziel abbringen und hat bas auch glänzend erreicht."
(Fortsetzung folgt.)
gung kein Hehl, daß die junge Dame an dem Falle Wand unbeteiligt sei.
„Ich kann mich ja irren, zugegeben, aber mtr kommt manches merkwürdig vor", antwortete Karla langsam, „Sie sagen selbst, daß jemand in der Fabrik den Agenten der Bande spielt. Obwohl so viele hundert Menschen bei uns beschäftigt sind, ist der Kreis nur gering, in dem man diesen Verräter suchen muß. Und die Barkow gehört dazu. ! Außer ihr auch noch zehn oder mehr andere Leute, alles Männer, aber immerhin, Fräulein Barkow ist dabei. Nehmen Sie es noch so ernst, wenn ich Ihnen meine Gedanken darlege, Herr Kammin, obwohl Sie anscheinend mit meinen Ideen Schifft
„3a, wir können nicht klagen"", sagte er zufrieden.
Wir warfen noch einen Blick in die Vorratskammer, wir sahen die aufgehängten Maiskolben, die die Hühner so erhalten, damit sie die Körner auspicken können. Wir sahen die praktischen Vorrichtungen, die Knochenpresse, den Gemüseschneider, den Kartoffelstampfer und andere Geräte. Die meisten hat sich unser Freund selber gezimmert. Er ist Schlosser und arbeitet in einem größeren Betrieb, aber jede freie Stunde gehört seinen Tieren. Die größeren Buben helfen ihm dabei, auch die Frau, die wir jetzt begrüßten, und die uns erzählte, daß ihr Mann ein rechter „Tier- narr" sei. „Schon immer kannte er kein größeres Vergnügen, als sonntags bei den Kücken zu sitzen und ihnen zuzuschauen, dann nimmt er seine Kaninchen aus dem Stall und läßt sie im Grase sich tummeln. Das ist sein Sonntagsspaziergang. Aber wir sind alle darüber froh, daß es so ist. Wir bekommen von Nachbarn und Bekannten die Kartoffelschalen und andere Abfälle und können so auch dann und wann ein Tier abgeben. Aber die Hauptsache ist, daß wir selber das Viehzeug haben." —
•
Nachdenklich setzten wir unseren Spaziergang nach der Besichtigung fort. Wir sprachen noch manches gute Wort über unseren Freund, und es kam uns fo recht zum Bewußtsein, wie wichtig eigentlich die Kleintierzucht ist. Wir dachten an das Wort unseres Gauleiters, der auf dem Siedlertag in Wiesbaden ausführte: „Siedler kann nur sein, her neben seiner beruflichen Arbeit sein Haus, seinen Garten und seine Kleintierzucht in Ordnung zu halten vermag. So ist also diese Zusatzärbeit ein Ausfluß der Arbeitsfteude, und daraus erwächst auch jener Gemeinschaftsgeist, der den Nationalsozialismus ausmacht. Das alles zusammengenommen gibt kraftstrotzende, gesunde Menschen, und die brauchen mir.
Aus der Stadt Gießen.
Briesmarken-Aeschichten.
Zum lag der Briefmarke: 11. Januar.
Zu Ende des Jahres 1861 wurden in Preußen Briefmarken ausgegeben, von denen sich kaum mehr ein Stück in gutem Zustand erhalten hat Es waren Marken im Werte von 10 und 30 ^ArHroschen. Bestimmt waren sie ausschließlich für Wertsendungen, denn für gewöhnliche Briese hatten sie sich ihrer merkwürdigen Beschaffenheit wegen nicht geeignet Diese Marken bestanden nämlich aus einem dünnen, durch Oeltrönkung trüb durchsichtigen Papier, das man damals „Kollodiumhaut nannte. Den Aufdruck trugen diese Marken auf der Rückseite, so daß er vorn nur durchschimmerte, und berühren durfte man sie nur sehr vorsichtig und mit ganz trockenen Händen, weil sie sonst Knitterfalten und Flecken davontrugen. Da es natürlich nicht ost zu einer so schonenden Behandlung kam, besitzen wirklich guterhaltene Stücke heute tatsächlich einen Seltenheitswert.
Daß zwischen den gezähnten und ungezähnten Briefmarken ein Wertunterschied besteht, weiß jeder Sammler. Es kann dabei zu solchen Unterschieden kommen, wie seinerzeit bei her Hamburger Vier- schillingsmarke, die ungezähnt fast das Fünfzigfache der gezähnten Stücke wert ist. Für die „Briesmar^- ken-Dentisten" war aber auch das „Zahneinsetzen" eine lohnende Sache. Sie schnitten die Markenauf- dnicke aus älteren Postkarten heraus, schabten mit scharfen Messern das Kartenpapier bis auf Marken- dünne, worauf in die Marken die feine Zähnung der echten Briefmarke eingeschnitten wurde. Wer auf diesen Schwindel hereinfiel, mußte für die wertlosen Papierstückchen natürlich teures Geld befahlen. Wo das „Zahnreißen" eine Briefmarke wertvoller machte, wurde es ebenfalls vorgenommen, so z. B. bei den alten Thurn-und-Taxis-Marken (1865), deren kleinen Werten man die Zähnung einfach abschnitt, sie hierauf bis zur Farblosigkeit bleichte und mit Kaffee bräunlich färbte, so daß sie nun den Stücken der höheren Werte gleich sahen und als solche unkundigen Käufern angedreht wurden.
*
Vor siebzig Jahren, am 1. Januar 1872, wurden X in Deutschland die ersten Briefmarken mit der Aufschrift „Deutsche Reichspost" eingeführt, aber zu einer Vereinheitlichung der Geldwährung war es noch immer nicht gekommen, daher denn in Norddeutschland die Marken auf Silbergroschen und in Süddeutschland auf Kreuzer lauteten. Daneben gab es, obwohl der Pfennig noch nicht allgemein als deutsche Reichsmünze in Umlauf war, vereinzelt aber auch schon Pfennigmarken, deren Aufdruck jedoch zwischen „Pfennig , „Pfennige" und „Pfenninge" wechselte. Schon dieser Unterschied wurde von einigen Sprachforschern bemängelt; als aber von 1875 an die deutschen Marken nur noch in Pfennigwährung herauskamen, gerieten sie vollends in Harnisch und taten sich zusammen, um für die Aufschrift „10 Pfennig" statt „zehn Pfennig" zu kämpfen. Bis zum 1. Januar 1922 hatte sich das gewöhnliche Briefporto in Pfennigwerten bewegt, von diesem Tage an aber kostete ein einfacher In- lanhbrief zum erstenmal 2 Mark Porto, ein Jahr später schon 50 Mark, im September des gleichen Jahres 250000 Mark, ab 10. Oktober 5 Millionen und am 26. November 80 Milliarden. Damit war der Höhepunkt erreicht, denn vier Tage darauf wurde das Briefporto nach der Rentenmark berechnet, wonach ein Brief 10 Rentenpfennig kostete, was allerdings 100 Milliarden der vorherigen Papierwährung gleichkam.
♦
Es war im August 1900, zu einer Zeit, da Finnland mehr denn je unter der russischen Gewaltherrschaft zu leiden hatte. Da trugen auf einmal finnische Briefe ganz seltsame Marken. Sie waren einfarbig schwarz gefärbt und trugen nur an der Seite bas alte Wappen Finnlands und die Landesbezeichnung. Woher diele Marken auftauchten, ließ sich nicht feststellen, aber sie tauchten in Massen auf. Die Vorderseite der Briefe wurde mit ganzen Streifen der „Trauermarten" beliebt, wogegen man die russischen Marken auf der Rückseite per Briefe anbrachte. Es war ein stammender Protest gegen die russische Vergewaltigung, aber schon nach ein paar Tagen wurde die Verwendung der Trauermarken bei strengsten Strafen verboten. Doch hatten sie ihren Zweck bereits erfüllt und den russischen Machthabern die Gefühle vieler Tausender von Finnen gegen ihre Bedrücker gezeigt. M. A. v. L.
Sie wußte nicht mehr, was sie sagen sollte, und sah ihrem Begleiter ganz fassungslos zu, wie dieser ••—-- v- , ,
sein Glas Bier auf einen Zug leerte und dumpf eine ganz andere Art, als wenn Onkel Kaspar so wieder auf den Tisch stellte Theo Sammln zeü-t mied er gibt. ,
ein bedrücktes Gesicht und starrte vor sich hin, als i Der sei alles Leid der Welt auf feine Schultern gebür« wickelte bet worben. ! Aenne
Vergnügen wie ein Iunae, der den anderen herein- gelegt hat, daß Karla sofort versöhnungsbereit mar
I Männer, die Kindereien verzapfen können, sind immer die besten Kerle, auch wenn sie manchmal I grob sind wie Landsknechte.
„Nun erzählen Sie von der Vernehmung!


