Mittwoch, 9. Dezember I9§2
Gießener Anzeiger
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für die iMlitnetcr-Bctlt von 22 DMUimeter Breite:
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14Stof. f. Werbeanzeigen und nefcbftffliebe (Meleßenbci tömuet neu
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General-Anzeiger für Oberhessen **t<*h*m? $*ilWrat eM
192. Jahrgang Nr. 290 Eritoeim ragirch, außer Sonntags und ffetertag-
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Gießener ftanttlienblätter | Heimat imBtld-DieScholle
BezunSvreiSr
LtWgZÜÜr..^^1Z auch bet Nichterichetnen von einzelnen Nummern infolge böberer Gewalt
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veiterem Aufbau und zu■ f Ibft' sich in den Kopsen der Amerikaner .eine Art koper-
afur spricht die ganze "er Ausstellung Revolution". Da- nunmehr vor den Ame-
l« vielleicht gerade deshalb weil sie schlicht u liegende Problem sei, an di- Stelle des
»nausdringlich, dabei aber d-rmoch "it kunst, ben6en9 g^lationi-mus ein neues Welt.
stoß auf Kischinew geleitet hat. Als Sinnbild dieser Waffentaten und als unbeugsamer Wächter über die Rechte des rumänischen Volkes auf diesen Boden oll — so steht hier zu lesen — der „Turm der Be- reiung" den kommenden Geschlechtern eine Stätte der Besinnung, der inneren Aufrichtung und des nationalen Stolzes sein.
Tausende besfarabischer Bauern waren bei der Einweihung in ihren weißen, gestickten und pelzverbrämten rumänischen Trachten um dieses Ehrenmal versammelt. Mihai A n t o n e s c u, der erste Mitarbeiter des Staatsführers, fanb in dieser Land-
„Spanien gehört zur europäischen Welt"
General Franco sprach zum Nationalrat der Falange.
^Auf^der^öhe von Ghrdighitsch dann der über- frömende Dank dieses Volkes^ In einsamer Wucht tagt hier der „Turmder Besreiung m den Himmel. Daneben eine offene Säulenhalle au^ teren Pfeilern die Namen der im Kampf um Marabien gestandenen rumamschen und demschen Regimenter verzeichnet sind. Die Wand eines Stern llocks spricht yom Sinn dieses Ehrenmals und dasi iieser Turm auf der Bergeshohe errichtet wurde, ton der Marschall Antonescu als Oberbe ehl laber her verbündeten rumamschen^und deutM i Gruppen am 16. Juli 1941 den entscherdenden Dor
rischem Feingefühl bis in kleinste Einzelheiten him ün gestaltet ist, eine um so starker werbende Kraft eusstrahlt. Unvergeßlich vor allem der dunkle Halb, kreis, in dem sich Bild um Bild aus der Zett der Verfolgung aneinanderreiht, verbrannte Leiche führender Männer des beffarabrschen Rurnanen- Ums, zerstörte Kirchen, zu Theatenruppen degra- Nerte Gestalten des rumänischen ^"benslebens, M Kostümen verarbeitete kostbare Meßgewandes Aut und Mord und Brand, em schwarzer Spiegel !es Sowjetjahres 1940/41, dessen Grauen noch mcht
3m befreiten Bessarabien
Von unserem Cl. M..-Sonderberichterstatter.
schwindenden Isolationismus ein neunes Weltbild zu setzen. Daß d e USA. in einer neuen Welt eine führende Rolle zu spielen hätten, darüber sei man sich 'in USA. allgemein einig.
„Wie paßt nun", so fragt das Blatt, „Groß- britannien in dieses Bild?" Rur äußerst schlecht, meint es. Das müsse zugegeben werden. Auch gebe es in den USA. so gut wie keine Spur von Be- geisterung« für eine zukünfttge englisch-amerikanische Zusammenarbeit, im Gegenteil, gewissermaßen noch im Unterbewußtsein schlummere in den Köpfen der Amerikaner der Verdacht, Großbritannien propagiere die Idee einer anglo-amerikanischen Zusammenarbeit nur, um sein Imperium zu sichern, in dem weiter die frecheitsdursttgen unterdrückten Nationen niedergehalten werden. Der Amerikaner habe das Empfinden, daß Großbritannien ein altes Empire ist, nicht hinzulerne und auch nicht oer- zichte — es sei denn unter dem Druck militärischer Niederlagen. Deshalb bestehe die ernste Gefahr, so schließt der Artikel des „Ecconornist", daß die USA. am Ende einem Bündnis mit Tschungking und Iren Sowjets nicht abgeneigt seien, das dem Zweck dient, das britische Empire zu liquidieren.
der Sowjetgewalttge auf eine Weltkarte und sprach seine Verwunderung aus, daß eine so kleine Insel wie England ein so großes Weltreich beherrsche.
Jetzt sieht England die Mühlsteine eines größeren Bundessystems auf sich zukommen: jene Mühlsteine, die Mahlsteine sind und ... sein können, weil sich England von Europa abgewandt hat!
Wie Südamerika geblufft wurde.
Stockholm, 8. Dez. (DNB.) Roosevelts Politik des Betrugs gegen die südamerikanischen Staaten findet jetzt im londoner „Daily Herold" eine bezeichnende Illustration. Der Washingtoner Korrespondent dieses Blattes gibt offen zu, daß Roosevelt durch die Verheimlichung der riesigen Flottenverluste von Pearl Har- bour die Jbero-Amerikaner geblufft habe. Während die Lage in Wirklichkeit kritisch war und die Häfen am Pazifik feindlichen Angriffen ausgesetzt waren, habe der Trick den Erfolg gehabt, daß die meisten südamerikanischen Staaten auf d i e Seite der USA. getreten seien. Zwei südamerikanische Diplomaten hätten erklärt, wenn sie gewußt hätten, daß damals praktisch die nordamerikanische Flotte außer Gefecht gesetzt worden war, Argentinien und Chile nicht die einzigen südamerikanischen Staaten gewesen wären, die an ihrer Neutralität festgehalten hätten.
Die noch immer angesehenste englische Wirtschaftszeitschrift „Ecconornist" gibt in ihrer letzten Novemberausgabe ihrem Neuyorker Vertreter das Wort zu einer Darlegung, die in der Schilderung der Gefahren gipfelt, die dem englischen Weltreich aus einem Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten, China und der Sowjetunion erwachsen. Klipp und klar wird gesagt, daß ein solches Bündnis dem Zweck diene, „das britische Weltreich zu liquidieren". Eine geradezu tragische Ironie spricht aus diesem Bekeimerwort und wird niemals deutlicher, als wenn der „Ecconomist" — um die unangenehme Feststellung den Vereinigten Staaten schmackhafter machen — die einschränkende Bemerkung macht, daß die Politik Washingtons „getragen von den höchsten Motiven" sei, was in weniger höflicher Umschreibung bedeutet, daß der Roosevelt-Kreis eine hemmungslose Weltbeherrschung anstrebt. Bezeichnend sei, daß man jetzt in den Schulräumen und auch bei Parteiversammlungen in den Vereinigten Staaten den nordamevikanischen Kontinent nicht mehr vom Atlantischen und vom Stillen Ozean umrahmt darstelle, sondern Karten zeige, auf denen ... der Nordpol im Zentrum liege, nur um darzutun, daß Japan sowie Norwegen „gleich Pistolen der Achsenmächte nach
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Kischinew, Dezember 1942.
Wer zum erstenmal befsaradischen Boden betritt, dem maa es scheinen, als ob die Schwermut dieser Idschaft den Menschen mit der gleichen dunklen bebenden Leidenschaftlichkeit Überfallen wolle, in den tragischen Symphonien eines Peter »aikowsky lebt und in unserer Vorstellung den iensgehalt des östlichen Raumes so stark be« ntt. Aber wenn der Helle Tag heraufzieht und dampfenden Nebel zu weichen beginnen, dann inkt dieses Bild russisch unstillbaren Leides und Hügelland liegt ausgebreitet, das herbstlich bunt schaffensfroh die Sprache des Todes verloren und in tausend Zungen vom Leben redet. Das kein Wunder, denn das rumänische Volk, Bessarabien feit jeher als seinen ureigensten itz empfindet, ist hier zwar sicherlich schwer- :iger als in seinen anderen Siedlungsräumen, r die innere Heiterkeit seines Volkscharakters hat i diesem Landstreich im östlichen Grenzraum unnennbar seine Prägung gegeben. Und daß diese igung nicht russisch ist, zeigte sich schon, als farabien in der Stunde des Zusammenbruches Zarenreiches mit Ungestüm zum rumänischen chluß drängte, das zeigt sich stärker denn je 1 in diesem ersten Jahr der Befreiung von blumigem Sowjetterror, das zeigt sich in diesen Tagen i her Rückschau und Feier.
Ein Jahr befreites Bessarabien — das heißt wohl Rioch immer eine von Judenhaß und sowjetischer Zer- Wrungswut fast'ganz in Trümmer verwandelte Pro- pinzhauptstadt (Kischinew), aber es heißt auch und nor allem ein Jahr umfassenden Neubaues, Wiederingangsetzung, der Verwaltung, ÜÄiederingangsetzung von Industrie und Handel, Bestellung der Felder und neue Ernte, das heißt vor i kllem Vertreibung der letzten schweren Schatten der moskowitischen Blutherrschaft. Eine Ausstellung, die das Gouverneursamt der Provinz veranstaltet hat, «führte diese Leistung deutlich vor Augen: 195 Bürgermeistereien und Gendarmerieposten mußten neu i nufgebaüt ober von Grund auf überholt, 18 Krankenhäuser und Hilfsstationen wiederhergestellt, 315 verschüttete Brunnen wieder brauchbar gemacht und » Elektrizitäts- und Wasserwerke wieder in Betrieb besetzt werden. An 143 Kirchen hatten die Sowjets sich vergriffen und 553 Schulgebäude waren unbe-
schast und aus der Stimmung des Tages heraus das gültige Wort dieser Stunde. Er dankte dem dessara- oischen Volk für seine Treue, er dankte Adolf Hitler, der den Kreuzzug gegen die Sowjets begann, er dankte auch den tpten deutschen Soldaten, die in besfarabischer Erde ruhen, und er dankte dem Marschall-Befreier. Dann betrat König Michael den Turm. Als er auf der obersten Zinne erschien, durchbrach die Begeisterung des Volkes den feierlichen Ernst des Tages, in wimmelnder Bewegung schien sich die Ordnung aufzulösen, die Arme reckten sich zum Gruß. Was sie riefen, das ging in der Hymne unter, aber wir wissen: sie haben sich auf diesem blutgedüngten rumänischen Boden ihrem bessarabischen Schicksal erneut verschworen. Hier hat der bolschewistische Henker sein blutiges Spiel für immer verloren!
nutzbar geworden.
Dis beffarabifche Erzeugungsschlacht sah schon in liefern Jahr statt bisher 258 jetzt 896 Traktoren om Werk, dazu statt 292 000 rund 385 000 Pflüge, tzchon im Herbst 1941, wenige Monate nach 'der Vertreibung der Sowjets, konnten rund 783 000 Hektar umgepftügt und über 344 000 Hektar mit Wnterweizen bestellt werden. Der landwirtschaftliche Arbeitsplan für Bessarabien wurde bei einer Gestellung von rd. 2 138 000 Hektar zu 97,8 v. H. hurchgeführt Die Ausschaltung der Juden aus dem Wirtschaftsleben dieser besonders heimgesuchten Pro- !i>inz führte dazu, daß von den 6454 eingetragenen Handelsfirmen sich 99,15 v.H. in rumänischen | Händen befinden, während das Verhältnis 1940 vor her Besetzung durch die Sowjets nur 16 v. H. aus» wachte. 907 Industrieunternehmen konnten binnen Jahresfrist errichtet werden.
Auch verkehrstechnisch waren Probleme zu losen, He höchste Anspannung aller Kräfte erforderlich Machten. So wurden 450 Kilometer Schotterwege neu gebaut, 830 Kilometer wiederhergestellt und der Ausbau von neuen 745 Kilometern in Angriff genommen. Der Gesamtwert allein dieser verkehrs- iechnischen Arbeiten belief sich auf 3,5 Lei. Trotz der großen Aufwendungen der Staats- Hbörben war die Bevölkerung bis zum 1. April 3942 von der Zahlung der Landwirtschafts-, Haus- Zind Berufssteuer befreit und auch im laufenden Finanzjahr 1942/43 wird sie vom Fiskus nur m sehr beschränktem' Maße zur Beitragsleistung her- vngezogen. Heber 6000 Schüler und Schülerinnen batten Gelegenheit, sich in 25 wiedereröffneten Mittelschulen weiterzubilden, dazu weitere rund 4000 Schüler kn 39 Fachschulen. Die Hälfte der 2266 wie- iereroffneten Volksschulen und Kindergarten kann in eigenen Kantinen rund 89000 bedürftigen Kindern eine auskömmliche Verpflegung sicherstellen, llnb eine letzte Zahl aus der Fülle der graphischen Darstellungen und Schaubilder: In dem einen 3abr les Sowjetregimes wurden 5790 Falle von Flecktyphus registriert, im ersten Jahr der Befreiung Pber nur noch 108. ,, . . ... , .
Das sind nur einige wenige Zahlen, die sich beim n» , - ' . ns ,, .. _r. _f» 6, krktMom ni»m
Madrid, 8. Dez. (DNB.) Im Palast des spanischen Nationalrats trat unter dem Vorsitz des panischen Staatschefs der dritte Nationalrat der Falange zusammen. Die Sitzung begann mit der Vereidigung der Mitglieder des Nationalrates. Als Erster leistete der Parteiminister A r r e f e den Eid, Spanien, der Falange und dem Caudillo sowie den Grundsätzen des Staates und der spanischen Revolution treu zu dienen. Der Staatschef ernannte dann den politischen Ausschuß des Nationalrates, der sich zusammensetzt aus: Innenminister Blas Perez, Handels- und Jndustrieminister Carceller, Botschafter in Rom Raimondo Fernandez Cuesta, Schriftsteller Sanchez Mazas und nationaler Delegierter für das Sanitätswesen, Augusttn Aznar.
Anschließend hielt General Franco eine Rede, in der er die Stellung des neuen Spanien an der Seite der jungen Mächte Europas unterstrich. Der Caudillo forderte alle Spanier auf, jegliche libera- listischen Vorurteile fallen zu lassen und ihren Blick auf die großen Ereignisse zu richten, die sich gegenwärtig in Europa abspielten. General Franco sagte: „Wir Spanier gehören zu keiner anderen Welt als der europäischen, auch wenn unsere Politik eine eigene Charakteristik besitzt. Die Ereignisse zeigen uns deutlich, daß wir dem Abschluß einer alten Epoche und dem Anfang einer neuen bei« wohnen. Die liberalistische Welt geht unter und ist das Opfer ihrer eigenen Fehler geworden; und mit dieser Welt geht eine kapitalistische Anschauung zugrunde, die die Schuld daran tragt, daß Millionen von Menschen die Hände in den Schoß legen mußten. Man ist nur frei, wenn man nicht Sklave der Not ist. Die marxistischen Ideen sind in erster Linie bei der großen Masse gescheitert, weil sie ein Versprechen auf Gerechtigkeit nicht wahrzumachen vermochten." General Franco unterstrich die Methoden, mit denen Deutschland und Italien?das soziale Problem gelöst haben. Diese sozialen Bewegungen sind keine Zufallserscheinungen, sondern es hat sich ein neues Gewissen gebildet, das mit dem alten System endgültig gebrochen hat. Eine Jugend, die sich geschichtlicher
Bluff, Tricks, Drohungen und Bestechung — das sind Roosevelts Mittel gewesen, um Südamerika in den Krieg hineinzutreiben und dadurch den USA. neue Machtpositionen zu schaffen. Ob die südameri- konischen Staten wohl eine Lehre daraus ziehen, mit welchem Zynismus sie von Roosevelt betrogen worden sind?
Die anglo-amerikamschen Verbündeten.
Lissabon, 9. Dez. (Europapreß.) Ein jetzt aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrter Engländer stellt im „New Statesman" fest: „Ich bin über die Entwicklung der englisch-amerikanischen Beziehungen ernstlich besorgt. Davon zu sprechen, daß sie ungenügend seien, dürfte reichlich unterschätzt jein. Sie sind bei weitem schlimmer." Um die richtige Dolksmeinung in den USA. zu studieren, muffe man sich erst einmal aus den anglo- philen Oststaaten nach dem Westen begeben.
Größe bewußt ist, hat ihren Marsch in Richtung einer besseren Zukunft angetreten. Wir fühlen uns stark, weil wir die Wahrheit hinter uns wissen, in unserer Armee steht unsere beste Jugend. Der Herrgott hat unseren Weg gesegnet und mit ihm werden wir siegen!"
Das Echo der Franco-Rede.
Madrid, 9. Dez. (Europapreß.) Francos Rede hat in Spanien einen Widerhall gefunden, wie keine feiner Reden zuvor. Man hatte von dieser ersten politischen Kundgebung seit dem britisch-nordame- rikanischen Angriff auf Nordafrika eine Stellungnahme erwartet. Sie ist erfolgt in Form einer kompromißlosen Solidaritätserklärung mit Europa, mit den revolutionären Bewegungen von Deutschland und Italien. Franco, so unterstreicht man in Madrid, hat einerseits von sich aus eine völlige Gleichsetzung der nationalspanischen Revolution mit der nationalsozialisttschen und der faschistischen vollzogen. Dies mar bisher noch niemals in solch eindeutiger Form von autorisierter spanischer Seite ausgesprochen worden. Der spanische Staatschef hat wißen lassen, welche Folgerungen Spanien aus seiner grundsätzlichen Einstellung .zieht. Diese Erklärung hat, wie in Madrid ausdrücklich versichert wird, bie Bedeutung einer Warnung an solche Elemente, die das spanische Hoheitsgebiet bedrohen und die Ergebnisse der nationalspanischen Bewegung gefährden möchten. Franco hat das Problem der spanischen Landesverteidigung als ein solches der Verteidigung des spanischen Regimes hingestellt. Franco erklärte wörtlich: „Vielleicht steht uns ein hartes Leben bevor. Ader dieses Leben wird e i n jpanisches sein. Die Dorsehuna hat uns ihre Hilfsbereitschaft schon einmal bewiesen. Damit wird nichts und niemand uns überwinde-n können. Wenn wir einmal während des Bürgerkrieges kämpften, um unserer Bewegung zum Recht zu verhelfen, wie vielmehr werden wir kämpfen, wenn es darum geht, die Errungenschaften unserer Revolutton zu verteidigen."
Englands Angst vor Liquidierung.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Was der Osten liefert.
Die Organisierung der Landwirtschaft des Ostens unmittelbar hinter der kämpfenden Front ist sofort nach Eroberung der Gebiete in Angriff genommen und mit Erfolg durchgeführt worden. Sehr viel Anteil haben daran die Landwirtschaftsführer. Sie setzen sich aus erprobten deutschen Bauern, aus ehrenamtlichen Bauernsührern, aus den Rückwanderern aus den besetzten Gebieten zusammen. Sie haben unter den schwierigsten Verhältnissen ihr Werk begonnen. Die Traktoren waren vernichtet, die Grundlagen der östlichen Landwirtschaft durch die wahnwitzige Kolchospvlstik der Sowjets zerstört, ja, nicht einmal Pflüge waren vorhanden, und die Juden der Sowjets hatten die einheimische Bevölkerung vollkommen verproletarisiert, enteignet und verelendet. Als die Landwirtschaftsführer ihre Arbeit begannen, standen sie buchstäblich vor dem Nichts, und sogar, als die Ernte eingebracht werden mußte, fehlten Traktoren und andere Erntemaschinen. Rund 90 v. H. der Ernte mußte mit Sensen und Sicheln gemäht werden. Der Mangel an Pferden zwang dazu, die Kühe vor den Pflug ober sonstwie als Zugtiere einzuspannen. Kurzum, die Schwierigkeiten häuften sich.
Vor allem muß in der Sowjetunion die eingeborene landwirtschaftliche Bevölkerung wieder für eine Mehrproduktion interessiert werden. Das Mittel, die Zwangskollektivierung von rund 6 Millionen Bauernhöfen aufzuheben, hat sich ebenso bewährt wie die Uebergabe des größten Teiles der ehemaligen Kolchosen und Sowchosen (bolschewistischen Staatsgütern) zuk individuellen Bodennutzung, die vorerst allerdings in Form von Gemeinschaftsbetrieben erfolgt. Die neue Agrarordnung hat die Arbeitskraft der Landbevölkerung außerordentlich gestärkt. Die deutschen Landwirtschaftsführer hatten der Bevölkerung Glauben und Vertrauen beigebracht, und willig unterzog sie sich der schweren, aber planmäßigen und erfolgversprechenden Arbeit. Das Arbestsproblem wurde insofern gelöst, als die deutsche Organisation die benötigten Arbeitermassen prompt dort einsetzte, wo sie erforderlich waren. Sv wurden alle Schwierigkeiten bewältigt und das bis^ herige Ergebnis — es handelt sich ja erst um ein Jahr Wiederaufbau dieser fruchtbarsten Gebiete Europas — ist bereits überwältigend.
Im Jahre 1939 lebten in den besetzten Ostgebieten rund'52 Millionen, Menschen, .davon zwei Drittel auf dem Lande. Die landwirtschaftliche Nutzfläche betrug damals 69 Millionen Hektar, davon 42 Millionen Hektar Acker., Die Gesamternte wurde vor dem Kirege huf 15,2 Millionen Tonnen Brotgetreide, ■8,8 Millionen Tonnen Futtergetreide, 32,8 Millionen Tonnen Kartoffeln und 9 Millionen Tonnen Zuckerrüben geschätzt. Der Wiederaufbau der Landwirtschaft mußte hauptsächlich mit den 'im Lande selbst vorhandenen Mitteln durchgeführt werden, aber zur Ergänzung der Saatgutbestände kamen solche aus dem Reich und dem übrigen Europa, während die Ostgebiete wiederum andere Saatgut- bestände, vor allem Roggen und Weizen, an das Reich lieferten. So konnten rund 60 Millionen Hektar Nutzfläche bestellt werden, und der Ertrag ent sprach den kühnsten Erwartungen. Jrn Laufe des Frühjahrs und des Sommers wurden nach Möglichkeit auch die sogen. Verarbeitungsbetriebe, also Mühten, Molkereien, Fleischkonservenfabriken usw. wieder in Ordnung gebracht, bzw. neu erstellt, und weitere sollen folgen. So kam es, daß diese weiten Gebiete unsere Front selbst ernähren konnten und dazu noch Ueberschüsse nach Deutschland zu exportieren vermochten. Die Fettversorgung konnte dort zum größten Teil befriedigen, wo genügend Molkereien zur Verarbeitung der Milch vorhanden mären«, neue Molkereien sind geplant. Großbetriebe für bie Erzeugung von Fleischdauerware wurden wieder ausgebaut bzw. werden neue errichtet, die Zuckerfabriken der Ukraine sind so weit miederhergestellt, daß sie die neue Rübenernte verarbeiten können und auch die anderen Betriebe sind unter deutscher Herrschaft wieder leistungsfähig oder sie werden neu errichtet. Die schon jetzt erzielten Erfolge in der Verbesserung der deutschen Lebensmittellage sind ein Hauptschlag gegen untere Gegner, die Holsten, mit der Neuauflage der Hungerblockade Deutschland in die Knie zmingen zu können und nunmehr auch diese wohl schwerste Niederlage einftecken muffen.
Hier täte man besser daran, die Frage der Verteidigung des britischen Empires überhaupt nicht anzu- schneiden, da man auf taube Ohren stoße. Der britische Standpunkt finde in den USA. überhaupt keine Billigung.
Auf die imperialistischen Bestrebunaen der USA. im Nahen Osten wird von der Londoner „Times" erneut hingewiesen. Mit einer gewissen Beunruhigung berichtet das Blatt darüber, daß sich das nordamerikanische Generalkonsulat in Beirut, der Hauptstadt Syriens, das inzwischen zu einer Ge« jandtschaft erhoben wurde, tagtäglich vergrößere, und die Nordamerikaner in Syrien eine riesige Propaganda entfalte. Neben der Ernennung von politischen, wirtschaftlichen und Militärattaches sei jetzt auch ein nordamerikanisches Informationsbüro in Beirut eröffnet worden, das sich allwöchentlich an die Bevölkerung Syriens und des Libanons wende.
Dakar llSA.-Marine-Stühpuukt.
8 i f f a b o n, 8. Dez. (Europapreß.) Die Errichtung eines Marine- und Luftstützpunktes der USA. in Dakar meldet der Nachrichtendienst von Algier. Ein entsprechendes Abkommen sei zwischen General Eijenhower und dem Gouverneur von Französisch- Westafrika, General Boisfon, getroffen worden. Die noch vor dem Afrikauntemehmen von den Westmächten wiederholt ausgestreuten Meldungen, wonach Dakar angeblich von den Achsenmächten als Stütz- punkt benutzt werde, sind jetzt von Marineminister Knox selbst als Lügen bezeichnet worden. Er sagte, man könne jetzt zugeben, daß die Gerüchte j a l s ch gewesen sind, wonach sich die Achsenmächte des Hafens von Dakar als Stützpunkt bedient habe«.


