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Montag. 9. November |9$2

|92. Jahrgang Nr. 264

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Eichener Anzeiger

SSSSS «wiSita,. General-Anzeiger für Oberhessen

Die große Rede des Führers

.Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!

Der anglo-amerikamsche Anschlag aus Französisch-Aordasrika

Größte Erregung in Paris

München und als ( , Generale der Wehrmacht, der Gedächtnisstunde Wiedersehensgrüße, Front­erlebnisse und Kampferinnerungen austauschen.

der Flucht. Und ttotzdem waren nur knapp zehn Jahre nötig, um die Bewegung wieder wie em Phönix aus der Asche erstehen zu lassen. Und als wir vor zehn Jahren uns hier trafen, hatten unr gerade wieder einen Rückschlag hinter uns. Diele, besonders von unseren Gegnern, glaubten, wir hät­ten die Zeit verpaßt, weil wir nicht in dem Augen­blick zugriffen, in dem sich in ihren Augen für uns etwas bot, was aber der Bewegung nur eine Be­lastung gebracht' hätte, aber keine Möglichkeit zur Auswertung ihrer Absichten und Ziele. Ich stand damals auch vor euch, meine alten Parteigenossen, m dem gleichen Kreis wie jetzt, unbedingt überzeugt, daß der Sieg demjenigen zuteil werden würde, der ihn am meisten verdient, und daß es daher unsere erste Aufgabe sein würde, ihn uns zu verdienen.

Wenn ich jetzt nach zehn Jahren die Ent­wicklung überblicke, jo kann ich sagen: Wehr als uns hat die Vorsehung überhaupt noch kein

Volk mit Erfolgen beschenkt. Was wir in den letzten drei Jahren an Wunderbarem erreicht haben einer ganzen Welt von Feinden gegen­über, das steht in der Geschichte einmalig da.

Daran ändert er nichts, daß es in diesen Jahren natürlich auch Krisen gegeben hat. Ich darf Sie nur an die große Krise, die wir in Norwegen auszu- stehen hatten, wo es auch auf Spitz und Knopf stand, erinnern, wo wir uns die Frage vorlegen mußten: Werden wir Narvik halten können, oder wird das ganze Unternehmen nicht am Ende doch scheitern? Es war ein unermeßlicher Glaube not­wendig, um damals nicht zu verzagen. Dieser Glaube ist am Ende belohnt worden. Weitab von der Hei­mat, kaum durch einen einzigen sicheren Verbin­dungsstrang auf diesem vorgeschobenen Posten mit ihr verbunden, kämpfte eine kleine deutsche Helden­schar. Sie mußte am Ende sogar Narvik räumen, so daß unsere Gegner jubilierten. Aber ihre Tapfer­keit und der fanatische Wille, unter keinen Umstän­den zu kapitulieren, brachten am Ende doch den Sieg uns und nicht den Gegnern.

Wenn wir nun diese Zeit seit 1923 noch einmal überblicken und an unseren Augen vorbeiziehen lassen, dann wird uns eines bewußt: Wir stehen heute vor denselben Gegnern, die wir damals vor uns hatten. Im großen'Kriege waren es die glei­chen Gegner, die wir auch in diesem Kriege zu be­siegen haben. Zwei Dinge allerdings unterscheiden unsere Zeit von der damaligen: Erstens eine klarere Erkenntnis der Hintergründe des Handelns unserer Gegner und ihrer treibenden Kräfte, und zweitens unsere unterdes errungenen weltgeschichtlichen Er­folge.

Mancher wird sich dabei die Frage vorlegen: Warum kämpfen wir nun so weil in der Ferne? Wir kämpfen deshalb so weit in der Ferne, um die eigene Heimat zu schützen, um den Krieg möglichst weit von uns entfernt zu halten und ihr das zu ersparen, was sonst insgesamt ihr Schicksal sein würde und was jetzt nur einige

General W e y g a n d nach Vichy berufen, um sich mit ihm über die Lage zu unterhalten. General Weygand traf am frühen Nachmittag in Vichy ein und wurde in Gegenwart des Ministerpräsidenten Laval vom Staatschef empfangen. Der General- gouverneur von Algier, E h a t ef, wohnte ebenfalls der Besprechung bei. Beide sind im Flugzeug auf dem Wege nach'Nordafrika, wo Weygand den Ober- befchl übernehmen soll.

Oie Beziehungen abgebrochen

Feindliche Flieger über Bichh.

Vichy, 9. Rov. (Europapreß.) Der französische Winisterrat stellte sich in seiner Sitzung vom Sonn­tagnachmiltag auf den Standpunkt, daß die Regie­rung der Vereinigten Staaten dadurch die Be­ziehungen abgebrochen hat, daß sie den Krieg auf Französisch-Rordafrika ausdehnte. Rach der Sitzung erschien der nordamerikanische Ge­schäftsträger Plckney Tuck beim französischen Regierungschef Pierre Laval. Kaum 10 Wlnuien später verließ er das Zimmer Lavals mit hochrotem Kopf und einem Papier in der Hand, auf dem die Stellungnahme des Winisters zu dem nordameri­kanischen Angriff enthalten war. Ein Vorzeichen für diese ernste Mitteilung war, daß man von amt­licher französischer Seite am Sonntag um 14 Uhr an die nordamerikanische Botschaft in Vichy heran­trat und darum bat, die nordamerikanische Flagge auf dem Botschaftsgebäude einzu­ziehen. Die französische Regierung hat die Be­hörden in Algier und Warokko angewiesen, sämt­liche nordamerikanischen Konsulate zu schlie­ßen und die Konsuln sowie Konsularagenlen in Gewahrsam zu nehmen. Als Pickney Tuck Sonntag kurz nach 1930 Uhr das Hotel du Parc verließ, krachten über der provisorischen Hauptstadt Frank­reichs die Granaten der Flak, um den Flug feindlicher Flieger über der Stadt abzu- wehren.

Das Leben in Algier erwachte in den frühen Sonntagmorgenstunden zunächst ganz so wie jeden Sonntag. Nur unterbrachen schon sehr früh die Geräusche von Kanonen und Gewehrfeuer die | sonstige völlige Ruhe. Bald gewann das Stadtbild auch ein anderes Aussehen, als motorisierte Trup­pen in schnellster Fahrt die Stadt passierten. Die Bevölkerung Algiers verhielt sich bisher ruhig.

Nach den bisher vorliegenden Meldungen, die noch keinen Anspruch auf Geschlossenheit erheben dürfen, ergibt sich, daß die Nordamerikaner an vielen Punkten gleichzeitig zu landen versuchten, wobei sie zum Teil auch Luftlande- truppen einsetzten. Diese Aktionen wurden un­ternommen bei Algier, westlich von Oran, bei Se- gale und Boufer. Oestlich von Dran bei Arzeu, in Marokko bei Casablanca, Saffi, Fedhale und Ma- hedia an der Atlantikküste. Zu schweren Kämp­fen ist es vornehmlich in Marokko gekommen, wo der Gegner bei Saffi Fedhale und Mahedia bedeutende verbände gelandet hat. C a s a b l a n c a, an der Atlantischen Küste Marokkos, war das Ziel schwerer Angriffe der Nordamerikaner. Zunächst wurde die Stadt einem heftigen Luftangriff unter­zogen, worauf der Feind zur Landung ansetzte. Diese brach im Feuer der Verteidiger zusammen, wobei drei Schiffe des Gegners beschädigt wurden. Im Augenblick tobt vor Casablanca eine schwere Seeschlacht. An der Mittelmeerküste sind Landungen westlich von Dran bei Segalo und Boufer erfolgt. Destlich von Dran war Arzeu von den An­greifern besetzt worden. Französische Truppen aus Dran sind zu Gegenangriffen vorgegangen. Der Angriff westlich von Dran führte zu einem Erfolg für die französischen Truppen. Eine größere Anzahl Gefangener wurde eingsbracht.

Das nordamerikanische Landungskorps.

Vichy, 9. Nov. (Europapreß.) In einer amt­lichen französischen Erklärung wurde mitgeteilt, daß an dem englisch-nordamerikanischen Angriff auf Nordafrika drzi große englische Schlachtschiffe von 30000 bis 35000Tonnen, vier Flugzeugträger, sieben Kreuzer, zahl­reiche Zerstörer und andere Kriegsschiffe beteiligt waren. Am 6. November verließen unter Kriegs­schiffgeleit 30 englische und amerikanische Trans­porter Gibraltar. Am 7. November um 16 Uhr tjabe ein aus 30 weiteren Handelsschiffen bestehen­der zweiter Geleitzug Gibraltar verlassen. Gene-

Paris, 8. Noo. (Europapreß.) Die Meldungen über den nordamerikanischen UeberfaU auf Fran­zösisch-Nordafrika haben in der Pariser Bevölke­rung größte Erregung hervorgerufen. Die Extta- Ausgaben der Zeitungen wurden den Zeitungsver- kciufern förmlich aus den Händen gerissen. Man hat in der Öffentlichkeit ein klares Gefühl dafür, daß Frankreich seine Besitzungen in Nordafrika als die letzte Kraftquelle verteidigen müsse. Jacques D or r i o t wurde im Kraftwagen in verschiedenen Stra­ßen von der Menge stürmisch begrüßt. Doriot hat in allen feinen Reden die Notwendigkeit unterstri­chen, das französische Kolonialreich gegen alliierte Angriffe zu verteidigen. Die Menge brach in laute RufeVive Doriot" undVive Petain" aus. Die Straßen und Plätze der Innenstadt sind voll von Menschen, vor allem die Champs Elysees sind Treff­punkt der franzöjijcherr Bevölkerung. Die Menge,

meisten verdienen! (Starker Beifall.)

Wir hätten ihn bereits im Jahre 1918 haben können. Das deutsche Volk hat ihn damals nicht verdient. Es ist an sich selbst irre und ist sich selbst untreu geworden. Das war ja auch der Grund, warum ich als unbekannter Namenloser mich da­mals entschloß, inmitten eines völligen Zerfalls und Zusammenbruchs wieder aufzubauen, und den Glauben hatte, daß es doch gelingen müsse. Denn ich sah vor mir ja nicht die desaitistischen Erschei- nun gen einer zerfallenen, bürgerlich-marxistischen Welt, sondern die Millionen tapferer Manner, die Las äußerste getan hatten und die einfach strauchel- -ten, weil die Heimat in der kritischen Stunde ihrer nicht mehr würdig war und versagte. Ich war da­mals der Ueberzeugung, daß, wenn es gelingen würde, erst einmal das deutsche Volk im Innern zu ordnen und seinen besten Kern zu erfassen, bann ein Jahr 1918 sich nicht mehr wurde wiederholen können. .

Seit ich diesen Entschluß gefaßt habe, sind nun weit über zwanzig Jahre vergangen. Vor Zehn Jah­ren standen mir vor einer Generalprobe, nachdem schon zehn Jahre zuvor die Bewegung bereits ein­mal auf das schwerste geprüft wurde, manche Den Glauben verloren hatten und unsere Gegner uns be­reits als tot bezeichneten. Wir brauchen uns nur diese Zeit ins Gedächtnis zurückzurufen! Es mar faft wie ein Wunder. Eine Bernegung, die sich anschickte, gerade nach der Macht <zu greifen, stürzte m em Nichts zusammen. Ihre Führer waren entweder tot oder verwundet, ins Qefängnis geworfen oder auf

bringt der alte Bannerträger Grimminger die Blutfahne, das Feldzeichen der ersten Kämpfe für ein neues Deutschland, herein, flankiert von zwei ^-Offizieren, Trägern des Ritterkreuzes, mit gezo­genem Degen. Dann zerreißt wie ein Fanfarenruf der Badenweiler Marsch jedes Gespräch: Der Füh­rer ist da! Er erscheint in der Mitte seiner alten Kampfgenossen! In Begleitung des Führers befin­den sich Bormann, Himmler, Giesler, Schaub, Graf und Christian Weber. An feinem Platz begrüßt der Führer einige der in der Nähe stehenden alten Kameraden mit herzlichem Handschlag. Während noch die Wellen der Freude über das Erscheinen Adolf Hitlers hochgehen, begrüßt Gauleiter Giesler den Führer. Und nun steht der Führer vor seinen Männern von 1923. Ergriffen von dem Augenblick, erheben sich alle und bringen ihm eine Kundgebung tiefster Verbundenheit dar. Dann spricht der Führer.

Parteigenossen!

Es ist, glaube ich, etwas Seltenes, wenn ein Mann nach rund zwanzig Jahren vor seine alte Anhängerschaft hintreten kann und dabei in diesen zwanzig Jahren on seinem Programm keinerlei Aenderungen vorzunehmen brauchte. Die heutige Zusammenkunft erinnert uns aber vor allem an jenen Abend vor zehn Jahren, den mir noch in dem früheren Saal feiern konnten, erinnert uns deshalb daran, weil mir auch damals mitten in einem sehr schweren Kampf standen: denn der Kampf um die Machtübernahme in Deutschland war ja genau so schicksalentscheidend wie der Kampf, den wir heute führen.

Im ganzen Umfang ist uns das erst im letzten Hahre bewußt geworden. Denn wenn im Jahre 1933 der Sieg nicht erfochten worden wäre, dann wäre Deutschland geblieben, was es war, ein machtloser Staat mit einer Armee von 100 000 Mann, die zwangsläufig verurteilt mar, in sich selbst zu verkümmern. Schon zu -dieser Zeit hatte sich aber im Osten der Koloß aufgettm, der nur em Ziel ins Auge gefaßt hatte: über dieses schwache, jaule, defätistische und in sich zerrissene Europa herzufallen. Wenn damals dieser Kampf um die Macht nicht erfolgreich ausgegangen sein wurde, dann märe nicht der Staat wieder in die Welt­geschichte eingetreten, der allein in der Lage sein konnte, dieser Gefahr entgegenzutteten. Wir wissen heute, daß es im anderen Falle wahrscheinlich em Europa heute nicht mehr geben würde. So ist der Kampf, den wir damals führten, nur scheinbar ein Kampf um die Macht im Innern gewesen. In Wirklichkeit wurde er bereits damals um die Er­haltung Deutschlands und im weiteren Sinne um Die Erhaltung Europas geführt.

Wir standen damals schon lange vor dem Sieg, und ttotzdem, als wir uns vor zehn Jahren in Dem -früheren Saal trafen, wußte das keiner ganz genau, wie nahe er war. Nur eines war für uns selbstver­ständlich: Nämlich die Ueberzeugung, daß dieser Sieg unter allen Umständen kommen mußte und kom­men würde. Und das ist auch heute meine Ueber­zeugung, mit der ich vor Ihnen stehe, die mich nicht mehr verlassen hat seit dem Tage, an dem ich als unbekannter Mann in dieser Stadt den Kampf um Lie Seele des deutschen Volkes begonnen hatte. Ich hatte im Anfang wirklich nicht viel mehr zu ver­geben als Glauben, nämlich den Glauben, daß, wenn jemand ein richtiges Ziel mit unabänder­licher und unbeirrbarer Treue verfolgt, wenn er sich niemals davon abbringen läßt, sondern alles dafür einsetzt, sich Dann andere finden werden, die seine Anhänger zu sein entschlossen sind, und daß aus dieser Schar allmählich ein immer stärkerer Glaube auf das ganze Volk aussttahlen. der wert- uollfte Teil des ganzen Volkes sich zusammenfm- Len und endlich dieser werwollste Teil die Macht im Staate erhalten muß.

heule siehe ich genau auf dem gleichen Standpunkt: Das Schicksal oder die Vorsehung werden denen den Sieg geben, die ihn am

Oie ersten Nachrichten.

Vichy, 8. Nov. (Europapreß.) Amtlich wird mitgeteilt:Nach am Vormittag angelangten Be­richten wurden um 3.30 Uhr von amerikanischen Truppen und englischen Schiffen in Algier und in Der Umgebung von Algier Landungen Durchgeführt. Mehrere dieser Angriffe wurden zu- rückgewiesen, insbesondere ein Angriff auf Den Hafen von Algier und auf die Admiralität. An an­deren Punkten sollen die Angreifer in der Lage ge­wesen sein, festen Fuß zu fassen. Die Lage ist ernst. Es scheint, daß Landungen großen Aus­maßes vorbereitet werden. Eine in Marokko ausgebrochene gaullistische Bewegung scheitert e."

deutsche Städte erleben oder erleben müssen. Ls ist deshalb bester, tausend und wenn notwendig zweitausend Kilometer von der Heimat entfernt eine Front zu halten, als eine Front an der Grenze des Reiches zu haben und halten zu müssen.

Die Gegner sind immer d i e gleichen, und hinter diesen Gegnern steht die gleiche treibenDe Kraft: das ist der internationale Jude. Es ist wieder kein Zufall, daß sich diese Kräfte einst im Innern fanden und sich jetzt im Aeußern wieder ge> fanden haben. Im Innern stand uns die bekannte Koalition gegenüber, Die alle Feinde Des Reiches umschloß, angefangen von der damaligenFrank­furter Zeitung" und dem Börsenspekulantentum bis zurRoten Fahne" samt allem, was dazwischen lag. Heute haben wir von außen Die gleiche Koalition zum Feind, angefangen von dem Chef dieser inter­nationalen Freimaurerloge, dem Halbjuden Roose­velt, lind seinem jüdischen Gehirntrust, bis zu dem Judentum in Reinkultur im marxistisch-bolschewisti­schen Rußland.

Es sind die gleichen Feinde wie einst, Die gleichen Gegner wie Damals, und es ist kein Zweifel, Daß Der gleiche Staat, der damals im Weltkrieg, um mit einer Welle verlogener Progapanda Deutsch" land zum Einsturz zu bringen, einen Mann' vor­schickte, es heute mit der gleichen Version wieder ver­sucht: Damals hieß er Wilson, heute Roosevelt. Das damalige Deutschland, ohne jede staats- und national­politische Erziehung, ohne jede Einigkeit, ohne jeöe Aufklärung über Das Problem Der Juden frage und ihrer Auswirkung, ist dieser Macht zum Opfer ge­fallen.

Es ist der große Irrtum, daß unsere Gegner sich nun einbilden, das würde sich ein zweites Mal wiederholen: Denn, wenn wir damals vielleicht das fchlechtest organisierte Volk der Welt waren, das es überhaupt gab, dann sind wir heute ohne Zweifel das disziplinierteste Volk der Welt. Wenn sich daher irgend jemand in Der anderen Welt heute noch einbildet, dieses Volk erschüttern zu fön-

die durch die Straßen zieht, bricht immer wieder in Hochrufe auf Petain aus.

In voller Erkenntnis des Ernstes der Lage er­klären französische Kreise in Paris, an Der Ver­teidigungsbereitschaft der Bevölkerung Nordasrikas bestehe nicht Der geringste Zweifel. Der kürzliche Besuch Admirals D a r l a n habe dies klar gezeigt. Der Widerstand der ftanzösischen Truppen unter so bewährten Führern wie General I u i n und Ge­neral Nogues werde nicht leicht zu überroinDen sein. Es handele sich um einen schweren Kampf, gegen Den alles verblasse, was bisher in Syrien und Madagaskar geschehen sei. Von Dort seien aller­dings die Machtmittel Frankreichs Tausende von Kilometern entfernt gewesen und hätten in die militärische Entscheidung nicht eingreifen können. Jetzt werde die West aber erfahren, daß es anders [ein werden

ralteutnant Dwight Eisenhower von Der USA.-Armee ist Der Befehlshaber Der allierten Streitkräfte. Generalmajor W. C la r k ist stellver­tretender Oberbefehlshaber und General Doot» Httle Befehlshaber Der USA.-Luffttettkräste. Generalmajor S. Patton befehligt das Panzer­korps Der an der westafrikanischen Küste gelande-- ten norDamerikanischen Streitkräfte. Generalmajor Fredemtal kommandiert die in Algier gelandeten nordamerikanischen Streitkräfte.

Kapitulation in Algier.

Vichy, 9. Nov. (Europapreß.) Beiderseits von Algier waren heftige Kämpfe mit Den britisch-ame­rikanischen Landungstruppen im Gang, heißt es in einem am Sonntagnachmittag ausgegebenen Kom­munique aus Vichy. Während die Angreifer an zwei Landungsstellen wieder ins Meer geworfen wurden,, gelang es ihnen an anderen Orten, am Küstengelände Fuß zu fassen. Die französischen Truppen leisteten heftigen Widerstand, doch wird erklärt, daß die Lage schwierig sei. Am frühen Mor­gen hatte ein nordamerikanischer, Zerstörer eine Truppenabteilung gelandet, die sich offensichtlich des Elektrizitätswerkes bemächtigen sollte. Die Ame­rikaner wurden jedoch zurückgeschlagen und ließen einige Gefangene in französischer Hand.

Nach weiteren Meldungen aus Algier, die gegen 21 Uhr in Vichy eintrafen, soll die Stadt Algier von Osten und von Westen umzingelt worden sein. Die Küstenbatterien von Algier haben um 18 Uhr erneut in Richtung See das Feuer er­öffnet. 18.15 Uhr wurden direkt hinter dem Hafen zwei Bomben abgeworfen, die einen bedeutenden Brand hervorviefen. Am Montagmorgen wurde in Vichy amtlich bekanntgegeben, daß zwischen Dem französischen Befehlshaber in Algier und Dem der norDamerikanischen Landungstruppen bei Algier eine Vereinbarung geschlossen worden fei, der zufolge Die Verteidiger von Algier ihre Waffen nreDerlegen.

Wepgand übernimmt den Oberbefehl in Nordafrika.

Vichy, 9. November. (Europapreß.) Bereits am Sonntagmorgen hat Der Staats chef von Frankreich

und abermals für Deutschland kämpfen wieder die Marschierer von 1 9 2 3 in ihren charak­teristischen grauen Windjacken, unter ihnen manch einer in Wehrmachtsuniform und mit dem Ritter­kreuz, mit ihnen die Reichsleiter und Gauleiter, die Führer Der Gliederungen, Alte Kämpfer des Kreises ' Ehrengäste Reichsnsinister und nacht. Während alle Teilnehmer

Oie Gedächtnisstunde im Löwenbräukeller.

München, 8. Nov. (DNB.) Im Löwenbräu- keller, von dessen Wänden große Hakenkreuzbanner in Den Saal grüßen, versammeln sich am Vorabend des 9. November soweit sie nicht im Felde stehen

Träger des Glaubens an -en Sieg

Oer Führer spricht zu den alten Mitkämpfern des 9. November.